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Autor Thema: Techno-Museum Frankfurt, Lee "Scratch" Perry, Underworld | Techno Media Panorama
The handsome Bob

Usernummer # 10863

 - verfasst      Profil von The handsome Bob     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: 2002:
Das Taxifahrer keine Unterschiede zwischen elektronischen Trendsettern und den teuflischen Schwaben machen.

Der elektronische Trendsetter ist ein Schwabe! [Wink]
Aus: Stuttgart | Registriert: Oct 2003  |  IP: [logged]
stitch
subvoicer
Usernummer # 3136

 - verfasst      Profil von stitch   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: psychosonic:
"Tech tips: EQ tutorial #1: turn up the bass by 3dB to make it bassier. Then the highs and mids up by 3dB. Your track is now 3dB better"

Sarkasmus?

Ich musste an Spinal Tap denken: [hand] http://www.youtube.com/watch?v=NrVCjnRdB_k
Aus: HH/TÜ/RV | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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OneBeat - der EDM news channel. heute mit:
Top 10 DJs Complaints
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=eOcoLkYQ-Uo

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Sechs Sommer lang wurden in der Bar 25 die wildesten Partys der Stadt gefeiert. Ein Film setzt diesem Club nun ein Denkmal. Erinnerung an einen magischen Ort, der nur im Berlin nach der Wende möglich war.

Die Filmemacherinnen begleiteten die Geschichte der Bar 25 von Anfang an mit ihren Videokameras. Am Ende hatten sie über 700 Stunden Material.

trailer [hand] www.youtube.com/watch?v=n2Hwx_pWqBc

www.tagesspiegel.de/zeitung/mythos-bar-25-drei-tage-wach/6565656.html

...lief am 29.12 im TV.

http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1779956/Bar25#/beitrag/video/1779956/Bar25

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
the_undefined

Usernummer # 3100

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Passend dazu: Holzmarkt, "Der Kater danach".

http://de-bug.de/mag/9489.html

Aus: berlin | dahlewitz | new orleans (2012) | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
the_undefined

Usernummer # 3100

 - verfasst      Profil von the_undefined     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Kraftwerk im Museum: bei ttt
"Wir können nicht so gut reden, deshalb machen wir Musik"

Video:
http://mediathek.daserste.de/sendungen_a-z/431902_ttt-titel-thesen-temperamente/13037706_nach-40-jahren-kommen-kraftwerk-ins-museum


Text:
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/hr/sendung-vom-13012013-108.html

Aus: berlin | dahlewitz | new orleans (2012) | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
CHoCi

Usernummer # 1630

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...gestern da bestellt, heute Pleite - so kanns gehen:

Musikkette HMV insolvent

Damit geht nicht nur ein Laden ala Media Markt zu grunde sondern ein Stück Musikgeschichte (Beatles Alben ect.) !

Aus: Essen / Ruhrgebeat | Registriert: Dec 2000  |  IP: [logged]
Houzierer
Rocking Raccoon
Usernummer # 1841

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
...gestern da bestellt, heute Pleite - so kanns gehen:

Musikkette HMV insolvent

Damit geht nicht nur ein Laden ala Media Markt zu grunde sondern ein Stück Musikgeschichte (Beatles Alben ect.) !

Viel besser als Mediamarkt. In London hab ich da mal einige Platten zu vernünftigen Preisen erstanden. Und der Laden auf der Zeil hatte ne sensationelle Auswahl an Mix Compilations.
Aus: Taunus | Registriert: Jan 2001  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Mehr als ein Mythos: Kraftwerk
Die Mensch-Maschinen sind zurück auf der Bühne

http://www.zdf.de/aspekte/Mehr-als-ein-Mythos-Kraftwerk-26103904.html

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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der Mojo Club ist nach 10 jahren zurück.
unvergessen für mich dort 1999 eines der letzten sets von Kemistry & Storm, ganz kurz bevor Kemistry ums leben kam..

"Am Samstag eröffnet in den "Tanzenden Türmen" der legendäre Mojo Club wieder - zehn Jahre, nachdem er offiziell schließen musste.
...
Zwischen Ballermann und Gentrifizierung: Hamburgs Reeperbahn steckt in einer Identitätskrise. Da kommt die Wiedereröffnung des legendären Mojo Club gerade recht - ein retrofuturistischer Traum unter der Erde. Kehrt damit auch die Pop-Kultur auf den Kiez zurück?"

www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/a-816691.html

"Der wahre Underground - Mit dem Mojo eröffnet nach fast zehn Jahren am Samstag der letzte Club Hamburgs mit globaler Strahlkraft neu. An dem Ort, der zu den Totengräbern der Kiezkultur zählt: den Tanzenden Türmen."

www.taz.de/Hamburger-Mojo-Club-eroeffnet-neu/!110186/

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
Mobster Bass

Usernummer # 20949

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Mojo club war doch mal wenigstens eine Adresse, die man ansteuern konnte in der Hansestadt. werde auf jeden fall mal vorbei schauen, wenn ich wieder dort bin
Aus: Berlin | Registriert: Feb 2013  |  IP: [logged]
stitch
subvoicer
Usernummer # 3136

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Die Eröffnung vom Mojo 2.0 verfolge ich auch aus der Ferne, da der ursprüngliche Mojo-Club mein Stammclub in Hamburg war, bevor ich dort weggezogen bin, da war ich eigentlich ständig. Ich wurde irgendwann von der einen Türsteherin auch immer mit einem "Hallo" begrüßt, das war damals für mich ein absoluter Ritterschlag, wie es als 20jähriger halt ist ;-)

Musikalisch war immer was geboten, ich erinner mich noch an meine Freude, als ich zur Record Release Party von Goldie's Saturnz Return-Album gehen konnte. Das war bei mir auch vor der Techno-Zeit, damals war ich noch komplett D'n'B sozialisiert. (Auch da wurde ich mit einem Hallo begrüßt, wobei ich ein Date dabei hatte und ich dachte, was das wohl für einen unvergesslichen Eindruck bei meiner Begleitung gemacht hat, ich kam mir soooo cool vor :-D )

Das Jazz Café war immer eine tolle Adresse um mit dem gemütlichen Blick auf den Kiez etwas zu trinken und zu schnacken. Ich habe da immer die Bilder im Kopf, wie es in Strömen regnet, draussen spiegelten sich die Lichter auf dem nassen Asphalt und man saß da gemütlich bei bestem Sound im Warmen.

Auch der Club selbst ist für mich mit sehr vielen positiven Erinnerungen verbunden...

Daher bin ich wirklich gespannt, was aus dem neuen Projekt wird, oder ob meine Erinnerungen mir das "versauen", man verfällt ja gerne dem "Früher-war-alles-besser"-Denken.

Ich hoffe also, dass ich bei meinem nächsten Heimat-Besuch vorurteilsfrei reinlaufen kann, um mir selbst ein Bild zu machen.

Aus: HH/TÜ/RV | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
roadrenner

Usernummer # 13607

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Ich kenne den MoJo nur noch in seiner Form als Mandarin Casino und bin auf das Re-Opening auch sehr gespannt. Wobei eigentlich bei so einem Hype alle Vorzeichen negativ sind. Für echten Kult muss man sich aus dem "Dreck" hochgearbeitet haben, da soo viel Vorschusslorbeeren im Spiel sind, bin ich skeptisch.

Wobei die Betreiber schon gute Ideen haben, gab ein Interview in der stadtlich, welches Hoffnung zuließ.

VG

roadrenner

Aus: die Maus | Registriert: Nov 2004  |  IP: [logged]
sven.k.

Usernummer # 12602

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: roadrenner:
Ich kenne den MoJo nur noch in seiner Form als Mandarin Casino und bin auf das Re-Opening auch sehr gespannt. Wobei eigentlich bei so einem Hype alle Vorzeichen negativ sind. Für echten Kult muss man sich aus dem "Dreck" hochgearbeitet haben, da soo viel Vorschusslorbeeren im Spiel sind, bin ich skeptisch.

Wobei die Betreiber schon gute Ideen haben, gab ein Interview in der stadtlich, welches Hoffnung zuließ.

VG

roadrenner

War auch vorhin im DLF ;-)

DLF, Taz und Spiegel.de, alle ganz nah dran am Geschehen :-)

Aus: it ain't where u from, it's where ya at | Registriert: Jun 2004  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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wieso man von facebook-ad-kampagnen die finger weg lassen sollte:
[hand] aka aka und der shitstorm

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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The industrial techno revolution - Karenn, Surgeon, Truss and Perc discuss the recent return of the diesel-powered sound.
[hand] http://www.residentadvisor.net/feature.aspx?1774

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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"why so serious?"
[hand] Producers and DJs looking depressed [achja]

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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radio-interview mit dem anwalt des technoviking:
[hand] http://soundcloud.com/bln-fm-interviews/interview-alexander-paschke

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
PasqualeM

Usernummer # 1448

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ich will auch ne eigene actionfigur....

das die nich erwähnt wurde is mir schleierhaft...

Aus: bergisch detroit | Registriert: Dec 2000  |  IP: [logged]
LexyLex

Usernummer # 2081

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Was neues aus dem Berliner Club gezicke. Passt sogar nicht zu dmn ach so schönen "wir haben uns alle lieb" Bar 25 Film

http://www.morgenpost.de/berlin-aktuell/article113723509/Laermender-Club-Kater-Holzig-muss-Nachbarn-dulden.html

Aus: dem dicken "B" an der Spree | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
radio-interview mit dem anwalt des technoviking:
[hand] http://soundcloud.com/bln-fm-interviews/interview-alexander-paschke

...kommt aber ziemlich spät mit seinem Anliegen, 13 Jahr nachdem die Aufnahmen gemacht worden sind. Ist ja quasi schon ein Youtube Klassiker.
Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
LexyLex

Usernummer # 2081

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Für 20.000 EUR würde ich auch nochmal gucken ob ich nicht bei irgendwelchen Loveparadevideos zu sehen bin [smilesmile]
Aus: dem dicken "B" an der Spree | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
PasqualeM

Usernummer # 1448

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vorallem dass die die actionfigur nicht erwähnt haben.. ^^
Aus: bergisch detroit | Registriert: Dec 2000  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: bgoeni:
...kommt aber ziemlich spät mit seinem Anliegen, 13 Jahr nachdem die Aufnahmen gemacht worden sind.

auf youtube hochgeladen wurde es erst 2006, fristete bis 2007 ein eher unentdecktes dasein, bevor es dann durch die decke ging. die erste unterlassungsklage geht auf 2009 zurück, bis dahin hatte der filmer mit dem video geld auf youtube verdient.
Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
CHoCi

Usernummer # 1630

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: bgoeni:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
radio-interview mit dem anwalt des technoviking:
[hand] http://soundcloud.com/bln-fm-interviews/interview-alexander-paschke

...kommt aber ziemlich spät mit seinem Anliegen, 13 Jahr nachdem die Aufnahmen gemacht worden sind. Ist ja quasi schon ein Youtube Klassiker.
Hier ist noch der Techno Viking Filmer im Interview:
http://soundcloud.com/bln-fm-interviews/interview-matthias-fritsch

Finde ich ehrlich gesagt lächerlich so spät aus der Hecke damit zu kommen. Das Argument "...ich hab das nicht gesehen das ich gefilmt wurde" ist ja total daneben. Wenn ich es richtig in Erinnerung habe sieht man den TV doch die ganze Zeit von Vorne...

Aber eins stößt mir ein wenig auf, das der Filmer damit Geld gemacht hat ? Wie darf ich das verstehen ? Hat er Merchandise damit betrieben oder wie ?

Aus: Essen / Ruhrgebeat | Registriert: Dec 2000  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:

Aber eins stößt mir ein wenig auf, das der Filmer damit Geld gemacht hat ? Wie darf ich das verstehen ? Hat er Merchandise damit betrieben oder wie ? [/QB]

...durch Werbung auf Youtube.

Ich finds schade das sowas gerichtlicht abläuft und nach den ganzen Jahren nie ein persönlicher Kontakt entstanden ist.

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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mixmag-poll-ergebnis: the greatest dance track of all time:
[hand] http://mixmag.net/words/news/what-is-the-greatest-dance-track-of-all-time  -

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
LexyLex

Usernummer # 2081

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Closing des Horst Krzbrg


Zitat:

Berlin –

Das Ende kam plötzlich: Einer der erfolgreichsten Clubs der Stadt, das Horst Krzbrg, musste schließen. Warum das Horst Krzbrg dichtgemacht hat, kann oder will niemand konkret beantworten.

Berlin ist die Stadt der elektronischen Musik. Umso überraschender kommt da das Ende des Horst Krzbrg, eines der erfolgreichsten Clubs des Genres. Ein Gespräch mit Tresor-Mitbegründer und Horst-Krzbrg-Betreiber Johnnie Stieler über das plötzliche Ende des Clubs am Tempelhofer Ufer.

Völlig unerwartet hat Euer Club vergangene Woche dichtgemacht. Was ist passiert?

Abrupter könnte ein Ende nicht sein. Wir, also das Horst Krzbrg-Team, haben damit nicht gerechnet, möchten dazu aber nur so viel sagen: Der Vermieter hat sich rechtlich gesehen nichts zuschulden kommen lassen. Wir hätten sehr gerne weitergemacht.

Wollte euer Vermieter einfach keinen Club mehr in seinem Haus haben oder hat er schlicht die Miete erhöht?

Wir glauben, dass die wenigsten Vermieter gerne Clubs in ihren Häusern haben. Das ist kühl betrachtet durchaus nachvollziehbar. Der ideale Standort für einen Club ist eine schwierige Angelegenheit: zentral und gut an die öffentlichen Verkehrsmittel angeschlossen, jedoch nicht direkt an den touristischen Saufmeilen, in einem akustisch einwandfreien Abstand zu Nachbarn und mit bespielbarer Außenfläche. Und mit einem Hauseigentümer, für den man nicht lediglich anonyme 288 von insgesamt 5 000 000 weltweit vermieteten Quadratmetern verkörpert.

Denken Sie, dass es nun in Kreuzberg zu einem ähnlichen Clubsterben wie in Prenzlauer Berg kommen wird?

Das lässt sich pauschal nicht beantworten. Man muss sich zu Beginn eines Mietverhältnisses gut überlegen, welche Gefahren drohen. Das können Neubauten in direkter Nachbarschaft ohne ausreichenden Lärmschutz sein, ein Problem, wie es Knaack und Icon getroffen haben. In unserem Fall wurde in direkter Nachbarschaft Gewerbe- in Wohnraum und direkt über uns Büroflächen in Veranstaltungsräume umgewandelt, was zu vielen Problemen geführt hat. Aber in erster Linie ist ein Club ein Unternehmen, das wirtschaftlich funktionieren muss.

Womit hatten Sie im Horst Krzbrg noch zu kämpfen?

Die Berliner Dumping-Preise, was den Club-Eintritt betrifft. Die vielen neuen Clubs in Ost- und Südosteuropa und die jährlich explodierende Anzahl von Festivals. Für Booking-Agenturen sind hohe Gagen auf Festivals ein Grund, Termine lange im Voraus zu vergeben, bestimmte Künstler sind schon Ende 2012 für das Jahr 2013 nicht mehr verfügbar. Parallel dazu hat die Bürokratie zugenommen. Viele DJs haben 14-seitige Verträge, komplizierte Reisepläne und Unterkunftswünsche, es gibt endlose Mails mit Managern, Bookern und deren Assistenten, damit jemand für ein paar Stunden auflegt. Das ist eine echte Katastrophe und die Verwaltungskosten dafür sind enorm.

In eurem Abschiedsstatement auf Facebook erwähnt ihr „Kolonien von Expats, die durch neue ersetzt wurden“...

Ja, Leute, zumeist aus England, Frankreich und den USA, die hier die Bündelung von Musikern und anderen musiknahen Unternehmen suchen. Die haben einen Großteil unserer Stammgäste ausgemacht, Musiker, DJs oder sonstige Kreative. Die sehen hier inzwischen aber keine Zukunft mehr, gehen zurück oder woanders hin. Das ist sehr traurig. Berlin selbst – und das ist ganz eindeutig auch die Schuld der Politik – bietet solchen Menschen keine Anreize. Der Lack ist ab. Und der Treck zieht weiter.

Dagegen ist die Zahl der Touristen in den Berliner Clubs gestiegen. Wie wirkt sich das aus?

Die Easyjet-Touristen suchen einerseits nach aus ihrer Sicht berlinspezifischen Partylocations, also entweder weltberühmten wie dem Berghain oder solche mit Undergroundcharakter, wie runtergerockte Fabriketagen oder illegale Open Airs. Andererseits suchen ein paar auch gezielt nach Partys mit herausragenden Line-Ups.

Wie schwierig ist es, in der Clubszene noch etwas Neues zu kreieren?

Jeder, der einen Club und keine Disko betreiben will, muss seine persönliche Note einbringen und wer ein Herz für Musik hat, der wird das auch schaffen. Auch wenn es bedeutet, dass der schnelle Euro eine Illusion bleiben wird.

Was war die persönliche Note beim Horst Krzbrg?

Wir haben sehr viel Zeit, Geld und Energie auf den Sound verwendet. Die Wahl der richtigen Anlage und das Optimieren der Raumakustik standen im Vordergrund. Wir haben Akustik-Profis konsultiert, Wände und Decke wochenlang mit Akustikmaterial ausgekleidet. Und das Credo für die Mitarbeiter war: Unsere Gäste kommen zu uns, um sich zu amüsieren und nicht, um schlecht behandelt zu werden. Arbeit in einem Club ist eine Dienstleistung.

Viele Horst-Fans wünschen sich eine Fortsetzung an einem anderem Ort. Ihr auch?

Ja und Nein. Seit Bekanntgabe der Schließung werden wir im Netz und persönlich mit sehr emotionalen Horst-Bekenntnissen überschüttet, mit Fotos, privaten Geschichten und vielen liebevollen Dingen, womit wir auf die schönste Art und Weise überfordert sind. Eigentlich dürfen wir gar nicht aufhören.

Das Interview führte Jakob Buhre.


http://www.berliner-zeitung.de/berlin/horst-krzbrg-beliebt-und-nun-geschlossen,10809148,21891826.html
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Johannes Schwarz

Usernummer # 20775

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wehe jetzt kommt ein snabeln nr.2 ! [hehe]
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LexyLex

Usernummer # 2081

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is mir zu anstrengend...ausserdem würde es an meiner glaubwürdigkeit kratzen, als Berliner dauernd das Berghain zu beschimpfen. [smilesmile]
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DennisK_Berlin

Usernummer # 20801

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Das war wirklich der tollste Club überhaupt, hier wurde immer so kraftvoll und sexy Techno gespielt...ideal zum posen beim tanzen usw..... [cool2]

Nee, jetzt aber mal im ernst.....wirklich schade drum. Horst war wirklich ein cooler Laden mit nettem Publikum und teilweise sehr schönen Bookings. Gab auch keine großartigen Allüren an der Tür wie bei anderen Läden und war in meinen Augen auch nicht so völlig Touriverseucht wie viele anderen Clubs. Lag halt ein bisschen Abseits vom Technostrich, was auch ganz schön war da der Club auch Leben in eine ansonsten Feiertechnisch eher schwache Ecke von Kreuzberg gebracht hat, die zudem noch näher an meinem zu Hause gelegen war [Wink] . Wirklich schade das der Laden nun nicht mehr ist, da es in der Art leider nur wenige Clubs in Berlin gibt - vergleichbar sind in meinen Augen da vielleicht nur noch Ritter Butzke, Chalet, about blank und eventuell mit Abstrichen Magdalena und Sisyphos. Wie man dem Interview entnehmen kann wird es wohl leider auch woanders nicht weiter gehen.

[ 21.02.2013, 16:29: Beitrag editiert von: DennisK_Berlin ]

Aus: Berlin | Registriert: Jul 2012  |  IP: [logged]
Johannes Schwarz

Usernummer # 20775

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also ich war nur 1x da und fande es ganz nett. mann muss natürlich mehrmals anwesend sein um alle tollen geschichten der nacht(tag) zu erleben...
Aus: Manchester | Registriert: Jun 2012  |  IP: [logged]
dangerseeker
kräuterpolizei
Usernummer # 4281

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jammerschade um den horst [Frown] war definitiv einer der besten clubs in berlin abseits von easy jet touris und glitzermäusen und hatte mit abstand die beste bar berlins ... hier nochmal das statement zur schließung ...


Horst Krzbrg ist Geschichte.

Nach einem langen und ermüdenden Kampf gegen die Windmühlenflügel des Geldes verpasste man ihm den Gnadenschuss.
Man könnte hier jetzt Säulenheilige der Schuldzuweisung suchen, in etwa Gentrifizierung und vielleicht auch die Finanzkrise – aber das wäre natürlich Unsinn.
Wie im Fußball gilt auch in der Welt der Clubs, das derjenige das Spiel verliert, der keine Tore schießt.
Mutmaßungen, woran es denn nun gelegen haben könnte, gibt es sicher viele. Uns gefällt unter anderem die hier: Das Kernkonzept von Horst Krzbrg, nur erstklassige Musik und einen optimalen Sound mit einer enorm angenehmen Mannschaft hinter der Bar, die schnell und effektiv eine etwas breiter aufgestellte Karte umsetzt, zu präsentieren und auf sonstiges Entertainment zu verzichten, ist wohl ganz offensichtlich überholt.
Die plötzliche Abreise ganzer Kolonien von Expats, die dann durch neue ersetzt wurden, hat das Stammpublikum dezimiert und vielleicht ist heute eine Generation am Start, für die Musik einfach nicht mehr die dominierende Rolle im Ausgehverhalten spielt, sondern eben darüber hinausgehendes Entertainment.
In diesem Bewusstsein haben wir jüngst die Bar in eine solche verwandelt und dafür genauso viele Bounties bekommen, wie sonst „nur“ für Programm und Sound.
Tatsächlich hat auch der Berliner, den wir in den letzten Monaten so selten wie den Elch oder den Brandenburgischen Wolf gesehen haben, den Club wieder für sich entdeckt und plötzlich konnten wir die enorm interessanten Anfragen gar nicht mehr unterbringen und schauten nach Monaten des Selbstzweifels in eine schöne Zukunft. Nach einer Phase aus Blut, Schweiß und Tränen spürten wir wieder die berühmte horstige Leichtigkeit.
Leider mochte sich der Besitzer der Immobilie diesem Gedanken nicht anschließen.
Es folgte ein Ende mit Schrecken – nicht nur für die Betreiber des Clubs, sondern auch für die Mitarbeiter und Freunde, unter anderem Sam Shackleton, der in den Tiefen unseres Kellers sein Studio hatte. Die ganze Trauer, das Mitgefühl und das Bedürfnis abwechselnd gemeinsam zu weinen und in den nächsten zehn Minuten beim Abbau des Ladens wieder zu lachen, die Energie und Solidarität unserer Mitarbeiter und Freunde und charismatische Entschlossenheit, das Ende gemeinsam durchzustehen haben uns tief bewegt.
Am Mittwochmorgen um 08.00 Uhr fiel die Tür ein letztes Mal ins Schloss und zwischen gefühlten 1.000 Umzugskartons und der komplett auseinander genommenen Infrastruktur im Exilquartier (hier ein lautes Hurra auf die Solidarität in der Berliner Clubbetreiberwelt) begossen wir das Ende von Horst Krzbrg am Tempelhofer Ufer 1.
Ein Danke und ein Zungenkuss an unsere Mitarbeiter Andruschka, Anne, Catharina, Christian, David, Dobbi, Erik, Gabriel, Gerald, Felix, Jan, Jan, Joe, Josi, Jule, Karo, Khai, Levin, Maike, Marcel, Maze, Michi, Miriam, Murat, Natalie, Nina, Ole, Patricia, Patrick, Pätrick, Robin, Rupert, Sasha, Sin-U, Sven, Thilo, Thomas, Thorsten, Tomek, Viki, Vio und Wladi.
Jede Umarmung, jede gemeinsam mit Euch verbrachte Nacht, die ganzen Gespräche und Freundlichkeiten, die emotionalen Ausbrüche, die kleinen täglichen Katastrophen, die daraus entstandenen schönen Freundschaften und unsere großartigen Ausflüge ins ://about blank allein war die Sache wert.
Wir werden erst einmal ausschlafen, das verwahrloste Private wieder zum Leben erwecken und endlich auch einmal unsere Freunde und Kollegen ganz privat treffen und mal nicht über das einzige Thema der letzten vier Jahren reden.
Die Welt hat sich in den letzten vier Jahren ziemlich weit weitergedreht. Four more years an einem anderen Ort wird es also so einfch nicht geben aber wir hoffen, das schönste, klügste und beste Team der Welt in unserer Nähe halten zu können, denn wir hier wollen Euch nicht aus den Augen verlieren.

Aus: pankoff | Registriert: Nov 2001  |  IP: [logged]
LexyLex

Usernummer # 2081

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Paul van Dyk, DJ und Musikproduzent, spricht im Interview mit Sabine Lenz über die frühe Technoszene, den Berlin-Hype und sein soziales Engagement.

Zitat:


"Man kommt aus Berlin, und alle sagen boah"

Berlin –

Paul van Dyk kommt mit einem Becher Kaffee in der Hand in die Redaktion der Berliner Zeitung und wird begleitet vom Geschäftsführer seiner Kommunikationsagentur, die auch für die Deutsche Alzheimerstiftung und Amnesty International arbeitet. Der DJ ist gerade erst wieder in Berlin gelandet. Er befinde sich noch in einer anderen Zeitzone, sagt er.

Wir haben so lange auf das Interview mit Ihnen gewartet. Wo waren Sie die ganze Zeit?

Nach Weihnachten ging es nach Dubai, dann nach Kolumbien, Cartagena, dann nach Argentinien, Chile, in die USA.

Berlin ist Ihr Zuhause. Haben Sie je überlegt wegzuziehen?

Nö. Ich schätze an Berlin, dass hier viel passiert, das einen inspiriert. Aber es ist nicht so extrem, dass man dem nicht entkommen kann. Es gibt auch Ruhepole.

Sie sind eine Woche vor dem Mauerfall mit Ihrer Mutter aus Ost-Berlin ausgereist. Wie kam es dazu?

Meine Mutter hat gesehen, dass ich viele Fragen stelle, die zu Problemen führten. In meiner Schule wurde erzählt, dass man als Staatsbürger Verantwortung hat, und ich mich doch mehrere Jahre bei der Armee verpflichten soll. Da hat meine Mutter schnell begriffen, dass es in diesem Staat für mich als hinterfragenden Menschen, zu dem sie mich erzogen hat, Probleme geben kann.

Was haben Sie denn für Fragen gestellt?

Einmal wurden in der Schule die Lebensverhältnisse in der DDR in den Himmel gelobt, im Verhältnis zu denen der Arbeiter in der Bundesrepublik Deutschland. Ich hab dann einfach mal eine Rechnung aufgestellt und das durchschnittliche Einkommen eines DDR-Bürgers den Kosten für Brot und Butter gegenübergestellt. Dasselbe habe ich mit den Zahlen aus der Bundesrepublik gemacht, die habe ich von meinem Onkel bekommen. Und das wollten die an der Tafel nicht unbedingt geschrieben sehen.

Hat es für Sie eine Bedeutung, dass Sie in der DDR groß geworden sind?

Vor allem in Bezug darauf, wie ich Musik konsumiere. Ich konnte Musik nur durchs Radio hören. Ich wusste nie, wie mein Super-Duper-Star aussah, oder was er zu erzählen hatte. Es war nur die Musik. Diesen puren Kontakt zur Musik hab ich mir bewahrt.

Was hat Ihnen gefallen an der elektronischen Musik?

Die Energie. Und dass da keiner war, der dir vorgesungen hat, dass du traurig sein musst. Die Musik selber hat Emotionen erzeugt.

Wie sind Sie zur Musik gekommen?

Der SFB war da ziemlich fortgeschritten. Monika Dietl zum Beispiel hat in ihrer Sendung immer Sachen gespielt, die weit vor ihrer Zeit waren. Ich hab damals an der Warschauer Brücke gewohnt. Auf der anderen Seite, in der Köpenicker Straße, war das Ufo. Und das war natürlich dann schon so – grrrrh… Da wär ich doch schon auch gern hingegangen. Nach dem Mauerfall bin ich dann in die ganzen Clubs.

Sie waren damals in Hamburg. Sind Sie sofort zurück nach Berlin?

Nee, erst im März. Es war so ein Durcheinander damals. Erstmal haben sich alle besucht. Ich hab dann angefangen, Bewerbungen zu schreiben. In der DDR hatte ich eine Ausbildung als Facharbeiter für Nachrichtentechnik angefangen. Die Technik war so veraltet, dass die Telekom und die anderen Firmen sagten, es würde mindestens fünf Jahre dauern, mich auf den neusten Stand zu bringen, aber ich könnte erstmal Hilfsarbeiter werden. Ich hatte mir nicht vorgestellt, fünf Jahre auf die Wartebank zu müssen. Ich war dann viel in Berlin, und meine Mutter sagte, ich müsste dort was machen. Da hab ich bei einer Tischlerei angefangen.

Und das Nachtleben?

Ich hab beides parallel gemacht. Aber das mit der Musik wurde immer intensiver. Ich konnte nicht bis nachts um vier unterwegs sein und morgens um sieben so fit, dass ich mir nicht die Finger absäge. Ich hatte einen Meister, der mir erzählt hat, dass er auch mal in so einem Zwiespalt war. Er war ein fantastischer Skifahrer und hat zwischenzeitlich überlegt, Skilehrer zu werden. Er hat sich dann am Ende für das Bodenständige entschieden. Aber er konnte sich eben vorstellen, dass man sich anders verwirklichen will. Er hat mir moralisch Rückenwind gegeben. Und dann war nur noch Musik.

Diese frühe Technozeit in Berlin, ist die heute noch wichtig für Sie?

Aus künstlerischer Sicht auf jeden Fall. Damals ging es nicht darum, Millionen Platten zu verkaufen, sondern sich künstlerisch zu verwirklichen. Das war ein beinahe revolutionärer Ansatz. Auch wenn ich jetzt mit jemandem zusammen arbeite, geht es mir nicht darum, dass er ein Popstar ist, sondern er sollte musikalisch dieselbe Passion teilen. Es muss Sinn machen, dass man zusammen arbeitet. Und der kann nicht im Bankkonto liegen.

Dass Sie aus den Kellern, aus den Gewölben Berlin kommen, diesen mythischen Orten – hat das einen Einfluss gehabt auf Ihren Ruf?

Eigentlich spielt das heute mehr eine Rolle. Denn damals gab es den Berlin-Hype noch nicht. Sicher war innerhalb der elektronischen Gemeinde klar, dass es um New York, Detroit, Berlin und Liverpool geht. Aber so wie heute, dass man sagt, man kommt aus Berlin, und alle sagen boah – das gab es damals nicht.

Warum sagen die Leute boah?

Berlin ist einfach eine verdammt coole Stadt. Wenn man hierher kommt, kann man ganz viele Sachen erleben, die es woanders so nicht gibt. Diese katakombenartigen Clubgewölbe zum Beispiel. Daraus speist sich der Hype. Und drum herum haben sich viele kreative Kreise gebildet, im Bereich von Design und Fashion. Die schaffen auch wieder eine bestimmte Atmosphäre.

Sie sind der einzige aus dieser frühen Berliner Technoszene, von diesen ganzen tollen DJs, der international Karriere gemacht.

Ich glaube, das liegt zum Teil daran, dass für mich immer die Musik das Wichtigste war. Ich hatte aber auch verdammt viel Glück, zum Beispiel, wenn man sich meinen Start in den USA anguckt. Ein Zigarettenhersteller hat 1992 oder 1993 eine German Night in New York veranstaltet, und DJ Dag aus Frankfurt konnte nicht. Ich war der Ersatzspieler. Und ich habe an diesem Abend meine Chance genutzt. Jemand von einer der größten Booking-Agenturen, Happy Colors, sagte dann zu mir: Ach komm doch mal vorbei in unserem office. Und so ging das los.

Sie engagieren sich für soziale Projekte. Wie kam’s?

Wenn man viel reist, bekommt man mit, dass vieles nicht stimmt. Wenn ich das sehe, muss ich selber anpacken. Das ist meine Grundhaltung. Als ich das erste Mal in Indien war, habe ich eine Form von Armut gesehen, die mich so schockiert hat, dass ich gleich übers deutsche Konsulat Kontakt aufgenommen habe. Und in Berlin gibt es einen gravierenden Anstieg von Kinderarmut, Familien, die sich nicht mehr über Wasser halten können. Ich kann da nicht warten auf eine Institution, die Kirche oder den Staat.

Zurück zum Berlin-Hype. Anfang der 90er Jahre hätte es den doch eigentlich geben müssen.

Die Tatsache, dass New Yorker wissen, dass Berlin cool ist, hat damit zu tun, dass dort Werbung für Berlin gemacht worden ist. Deshalb ist der Hype jetzt da und nicht Anfang der 90er. Damals gab es mit den Autoritäten nur Ärger. Ob beim Tresor oder beim E-Werk – die haben nur Probleme gemacht, anstatt wahrzunehmen, dass sich da etwas weltweit Wichtiges aufbaut. Das hat erst die Nachfolgeregierung begriffen. Es wird immer vom Partybürgermeister gesprochen. Dabei ist es doch so: Wäre er Bürgermeister in einer Autostadt, dann wäre er ständig bei Autohauseröffnungen. Da es in Berlin aber ums Ausgehen geht, und um eine vitale Clubkultur, sieht man ihn eben dort. Es ist ein großer Verdienst, erkannt zu haben, dass man das politisch begleiten und unterstützen muss.

http://www.berliner-zeitung.de/ueber-berlin-reden/paul-van-dyk--man-kommt-aus-berlin--und-alle-sagen-boah-,20812554,21927408.html
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Ursprünglich geschrieben von: LexyLex:
Paul van Dyk, DJ und Musikproduzent


Was hat Ihnen gefallen an der elektronischen Musik?

Die Energie. Und dass da keiner war, der dir vorgesungen hat, dass du traurig sein musst. Die Musik selber hat Emotionen erzeugt.

dann dürfte ihm seine eigene elektronische musik eher nicht gefallen.
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[hand] KARENN - Die harte Schule
"Die meisten Vinyl-Labels veröffentlichen ihr Zeug auch digital. Aber das interessiert uns nicht. Wir machen das nicht wegen der Kohle. Wir müssen keine MP3s verkaufen. Wir wollen Platten verkaufen, weil die Musik, die wir lieben, angemessen veröffentlicht werden sollte. Ganz einfach. Das mag egoistisch sein, aber so machen wir’s. Keine Kompromisse."

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Zitat:
Mythos Berghain - Die Nacht ihres Lebens

Sie reisen von Partystadt zu Partystadt, mit Billigflugticket und Handgepäck: der Easy-Jetset.
Der Höhepunkt ihrer Reise: ein sagenumwobener Club in Berlin. Durch die Nacht mit vier Spaniern.....

[hand]
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SpeedyJ
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Ursprünglich geschrieben von: sven.k.:
Richie Hawtin und David Guetta werden zusammen ein Album machen.

http://www.clubbingspain.com/noticias/2012/david-guetta-amp-richie-hawtin.html

Auf Spanisch

das hier kommt dem spanischen "aprilscherz" schon fast nahe:
[hand] richie und deadmau5 spielen back-to-back-set

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LexyLex

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Ursprünglich geschrieben von: DennisK_Berlin:
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Mythos Berghain - Die Nacht ihres Lebens

Sie reisen von Partystadt zu Partystadt, mit Billigflugticket und Handgepäck: der Easy-Jetset.
Der Höhepunkt ihrer Reise: ein sagenumwobener Club in Berlin. Durch die Nacht mit vier Spaniern.....

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Eduardo fehlen die Socken... [lach]
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