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Thema: [problem] vocals klingen schrecklich, tipps gesucht
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Mad Raven
    
Usernummer # 8559
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verfasst
ich hab mal ne frage zu vocals, bei mir klingen die immer total vermatscht und aufgesetzt, ich habs schon versucht mit eq und compressor versucht, aber nix ordentliches zustande bekommen. habt ihr da irgendwelches tipps, wär ich recht dankbar für.
greatz Mad [ 15.03.2005, 19:52: Beitrag editiert von: Mad Raven ]
Aus: eigentlich Ibbtown,für die nächsten jahre Münster | Registriert: Feb 2003
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bjoern_small
 217cup 2oo4
Usernummer # 4995
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Mal nen Exciter draufsetzen? Z.B. den hier: X-Cita
Ausserdem könntest du veruchen, durch Betonung der Transienten das Sample etwas zu "klären". --> Dominion
Aus: München / Mainz | Registriert: Feb 2002
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chris
User
Usernummer # 6
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verfasst
Vocals sind sehr komplexe Sounds, was das Frequenzspektrum betrifft: da muss die Intonation ebenso stimmen wie die Sprachverständlichkeit, ganz abgesehen von der perfekten Tonalität. Basis ist wohl immer eine immens gute, trockene Aufnahme ohne Nebengeräusche, ohne 'Ploppen' bei den harten Konsonanten und mit möglichst erträglichem 'Zischen' bei den 's'-Lauten. Gute Vocals aufzunehmen, das alleine scheint schon ein Kunst zu sein, die auch entsprechend gute Hardware wie etwa das passende Mikro und den passenden Aufnahmeraum beinhaltet.
Um Vocals glatter, weicher, samtiger und angenehmer zu machen, wird u.a. mit einem De-Esser gearbeitet, um eben die harten Zisssssch-Laute etwas zu reduzieren, mit speziell auf Vocals konzipierten Kompressoren werden die leiser intonierten Stellen hervorgehoben und gepushed, mit einer sanften Chorus-Beigabe werden die Vox angedickt und fülliger gemacht, was aber bei ohnehin schon 'vermatschen' Vocals alles andere als gut wäre, gerne nutzt man auch Gitarrenverstärker bzw. solchartige simulations-Plugz (tubes, guitarrig, izotone trasher), um Vocals etwas 'Dreck' beizumischen, sie leicht anzuzerren und um schlußendlich dem ganzen Ding noch Wärme zu spendieren, nutzt man nicht selten Röhren-Emulations-Plugins oder Plugz, die analoge Bandaufnahmen emulieren.
Auch macht's wohl'n deutlichen Unterschied, ob es sich um Sprache oder Gesang, von Mann oder Frau handelt. Ausschlaggebend ist demnach auch also immer das Ausgangsmaterial und dazu hast du nix gesagt: poste doch vielleicht mal die puren Vox als einminütiges mp3 und dann den Track als Schnippsel mit genau der Phrase, damit man sich direkt'n Eindruck machen kann? Oder/und frag' die User, die hin und wieder hier mit Vox arbeiten, beispielsweise'n Markus Lange oder Talshia?
Aus: Westend | Registriert: Nov 1999
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soulstar
   
Usernummer # 5668
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extremst wichtig ist auf jeden fall ein möglichst gutes mic. kondensator sollte schon sein... besonders wenn man längere passagen aufnehmen möchte. nicht zu unterschätzen ist auch der einfluss des vorverstärkers. gerade für die transparenz und verständlichkeit.
dem ganzen sollte angemessenes kompremieren/gaten und eq´íng folgen (eq falls nötig), nicht zu viel und nicht zu wenig, je nach ausgangsmaterial. hier pauschale angaben zu machen ist kaum möglich, da auch oft der subjektive geschmack entscheidet (audio bullys u.ä. lassen grüßen).
schlussendlich sind chris´ angaben sehr zu beachten um ein angenehmes hörbild zu erreichen. wenn alle diese punkte bedacht werden sollte eigentlich (fast) pofessionellem vocal genuss nichts im wege stehen...
Aus: marburg | Registriert: Apr 2002
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soulstar
   
Usernummer # 5668
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verfasst
ach ja, wenn aber der beat (das playback) schon zu voll ist und kaum noch platz für vocals bietet (auch in der frequenzverteilung) nützt alles nich viel, dann muss da aufgeräumt werden! sonst klingts matschig und bemüht aber nicht durchsetzungsfähig.
Aus: marburg | Registriert: Apr 2002
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Mad Raven
    
Usernummer # 8559
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verfasst
jo thnx für die tips, helfen schon einmal weiter.
leider ´hab ich kein top-mikro und auch nur einebillig laptop-onboard-sndkarte.
werd mal gucken was man da rausholen kann und die vocals posten,wenn ich mit der aufnahme zufrieden bin.
greatz Mad
Aus: eigentlich Ibbtown,für die nächsten jahre Münster | Registriert: Feb 2003
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talshia

Usernummer # 6048
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Also das wichtigste beim Aufnehmen von Sprache und Vocals ist der Raum. In diesem dürfen keinerlei Nebengeräsche sein, am besten eben auch kein Eigenhall (ausgekleidet mit Halldämmung / Noppenschaumstoff). Die günstigeste Variante sind viele Eierkartons.
Du schreibst, du hast nur ne onboard Soundkarte und kein gutes Mikro. Gehst du vom Mikro direkt in die Soundkarte? Das darfst du z.B. nicht machen. Ein Top Mikro (Neumann) ist nicht unbedingt Vorraussetzung für gute Vocals, du kannst auch mit einem Shure u.a. gute Ergebnisse erziehlen.
Du solltest aber folgendes beachten: Mikro-> Vorverstärker-> Mischpult-> Soundkarte input auspegeln (!!) ->Record.
Vocals dann ganz trocken, so wie sie sind aufnehmen und danach bearbeiten. Ohne Rauschen, Knacksen, Verzerren. Manchmal sind Rohvocals schon so gut, das man sie kaum bearbeiten muss mit Hard-, oder Software. Bei Sprache benutzen wir meistens einen MDT (Multiband) der die Stimme andickt, Normalisieren vorher und dann auf Summe (zusammen mit Musik)noch einen Compressor. Das kann man aber je nach belieben machen, eben Geschmackssache.
Falls du noch Fragen hast, frag. =)
Aus: Frankfurt am Main | Registriert: May 2002
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Captain-Napalm
Superschurke
Usernummer # 2611
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Ich hab mal ein Tutorial für Vocalaufnahmen gelesen in dem empfohlen wurde eine Decke über Sänger und Mikro zu legen falls man nicht die Möglichkeit hat in einem speziell eingerichteten Aufnahmeraum zu arbeiten. Einen Popkiller kann man aus einem Stück Draht und einer Nylonstrumpfhose basteln. Finde jetzt nur leider den Link nicht mehr.
edit: Hatte ich mich vertan, siehe unten [ 19.03.2005, 22:03: Beitrag editiert von: Captain-Napalm ]
Aus: Hannover again | Registriert: May 2001
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ndark
     
Usernummer # 3037
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Captain-Napalm: Einen Deesser kann man aus einem Stück Draht und einer Nylonstrumpfhose basteln. Finde jetzt nur leider den Link nicht mehr.
ich glaub du meinst einen popkiller (mindert explosivklaute), keinen deesser (mindert zischlaute).
Aus: ulmost | www.myspace.com/soundfreaks | Registriert: Jun 2001
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soulstar
   
Usernummer # 5668
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naja, das mit den eierkartoons klappt nur mittelprächtig. die sind von der oberflächenstruktur noch zu glatt. da ist es wesentlich besser an die wände dicke wolldecken o.ä. zu hängen. das dämpft die hohen frequenzen wesentlich besser.
Aus: marburg | Registriert: Apr 2002
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VanGogh
    
Usernummer # 5680
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also ich würde das mit dem raum zuhängen etc. nicht überbewerten. darum kann man sich kümmern wenns halbwegs in die profi liga geht. der mad raven braucht eine gescheite soundkarte, und ein kondensatormikrofon dann reicht das für seine zwecke.
Aus: Berlin | Registriert: Apr 2002
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soulstar
   
Usernummer # 5668
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ja stimmt schon, van gogh. wichtig ist erstmal das basic equipment. aber wenn man dann mit nem kondensator mic aufnimmt wird auch der raumklang stärker mit aufgezeichnet und der ist in den wenigsten fällen optimal... kenn ich aus eigener erfahrung.
Aus: marburg | Registriert: Apr 2002
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daswadan
   
Usernummer # 961
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bei mtv-cribs (ja genau, das mit den dicken villen) haben sie mal irgendwelche hiphop-freaks besucht und die hatten in ihrem homestudio keine gesangskabine und haben die vocal-parts einfach in der duschkabine bei geschlossener badezimmertür aufgenommen. keine ahnung, ob´s wirklich funktioniert, aber wenn jemand so ´ne glaskabine zuhause hat, wär´s den versuch ja vielleicht wert.
Aus: Ruhrpott Republic | Registriert: Sep 2000
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