Autor
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Thema: Nochmal Arte (Di,24.9.2002) IN DER DROGENFALLE
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ochsenprofessor
   
Usernummer # 5328
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verfasst
20.15 DIENSTAG, 24. September 2002 IN DER DROGENFALLE Information · 26 MIN · VPS 20.15 Reportage, Deutschland 2002, ARTE, Erstausstrahlung Von: Lars Köhne Die Einwohner von Venlo in den Niederlanden haben Angst vor den Deutschen - genauer gesagt vor den Horden Tausender bundesdeutscher Drogen-Touristen, die vor allem am Wochenende in das Städtchen mit 65.000 Einwohnern einfallen, auf der Suche nach Stoff. Fünf legale Coffeeshops bieten in Venlo zwei Kilometer hinter der deutschen Grenze Haschisch oder Marihuana an. Doch dank der Nachfrage schossen in den letzten Jahren auch noch mindestens 100 weitere illegale Drogen-Verkaufstellen aus dem Boden, die auch Heroin, LSD und Ecstasy unter der Hand verkaufen. Venlo ist das Einkaufsparadies für deutsche Drogenkunden. Deshalb greifen die liberalen Niederländer jetzt durch und berufen sich dabei auf den berühmten trojanischen Sagenhelden Hektor, der seine Stadt gegen die anstürmenden Griechen verteidigte: "Plan Hektor" nennen sie ihre Verteidigungsstrategie. Zwölf Drogen-Fahnder scheuchen die Dealer auf, in den letzten Monaten beschlagnahmten sie 200 Kilogramm Drogen, schlossen 15 Gaststätten, durchsuchten 35 Wohnungen, nahmen 730 Verdächtige fest und schlugen die Namen der des Drogenhandels überführten Mieter und Hausbesitzer wie an einem Pranger draußen vor den Türen an. Die EU schießt 7,6 Millionen Euro zu, außerdem sind die deutsche und die französische Regierung mit im Boot, um diesen Sumpf trocken zu legen. Lars Köhne und sein Kamerateam haben sich in Venlo umgeschaut und berichten uns in ihrer Reportage über Hektors neuen Kampf.
Aus: Zwischen den Bergen | Registriert: Mar 2002
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fresh-e
o_O
Usernummer # 3355
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verfasst
ui, das hört sich ja richtig heftig an. das wird bestimmt weitreichendere auswirkungen auf den drogenmarkt in d haben weil doch ziemlich viele diese illegalen kanäle in venlo genutzt haben müssen...
Aus: münchen | Registriert: Aug 2001
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Kopf Deppal
  
Usernummer # 3757
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verfasst
und ich bin arbeiten,...
Aus: beidirzuhaus | Registriert: Sep 2001
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Anton Kolk
noch nicht registriert
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verfasst
wo wir grad dabei sind: magische pilze, reportage, arte, 25.09.02, 20:15!
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KolaSchranzer
2000
Usernummer # 4610
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verfasst
Hab dir Reportage gesehen. War ganz interessant! Es wurde halt erwähnt, wie problematisch der ganze Drogentourismus für die Einwohner Venlos geworden ist. Mittlerweile existiert bereits eine Bürgerinitiative gegen die hauptsächlich deutschen Drogentouristen, die an manchen Tagen sogar den gesamten Innenstadtverkehr Venlos lahmlegen! Die Anzahl der legalen Coffeeshops wurde drastisch begrenzt und gegen die immer häufiger werdenden Straßendealer massiv vorgegangen. Im Laufe der Zeit wurde die Innenstadt von Venlo mit insgesamt 6 Kameras aufegrüstet, 6 weitere sollen folgen. An mehreren Einzelbeispielen wurde eben die Probelmatik gezeigt, die die Legalisierung von Cannabis mit sich gebracht hat. Sowohl kleinere Straßendealer auf ihren Fahrrädern als auch jugendliche Deutsche, die sich ihren Eigenbedarf an Weed & Pilzen in Venlo besorgt haben, sowie Holländer, die in ihren Privathäusern- bzw. wohnungen schwunghaften (illegalen!) Handel mit Cannabis betreiben... Ausserdem kann man so gut wie alles bei den "Straßenhändlern" bekommen: der Reporter hat auf Anhieb 1 g Koka für 50 € 'erstanden' und zusätzlich die Handy-Nr. des Dealers für zukünftige Treffen!
Aus: in & bei Stuttgart | Registriert: Dec 2001
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CalaLonga
Krümmelkuchen
Usernummer # 5906
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verfasst
Ich kommen aus dem grenznahen Gebiet aus von Venlo. Bin vor 12 Jahren das erste mal mit 16 mit dem Fahrrad in den Coffeeshop nach Venlo gefahren. Bin aber seit 97 nicht mehr in NRW und weiss nicht mehr so was da so abgeht. Aber Fakt ist doch jeder der aus Deutschland kommt, muss wieder über die Grenze zurück und da bin ich mehr als einmal angehalten worden. Ich glaub die verwechseln dass mit den Einkaufstouristen und der Verkehr in Venlo war schon immer chaotisch. :-) Das Problem ist nicht, dass in Niederlande Cannabis liberlisiert ist, sondern dass es in Deutschland NICHT liberalisiert/legalisert ist.
Aus: Berlin | Registriert: May 2002
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TbO&Vega
   
Usernummer # 1599
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verfasst
Genauso wie CalaLonga seh ich das auch. Wo keine Nachfrage da kein schwunghafter Handel, das ist eine ganz einfache Rechnung. Offensichtlich sind die 5 Coffeeshops, die es noch in Venlo gibt hoffnungslos mit dem Kundenansturm überfordert. Aber anstatt dass die Stadt weitere Coffeeshops zulässt, diese über das Stadtgebiet und die Aussenbezirke verteilt und dafür sorgt, dass die deutschen Touristen ihr Geld auf legale Weise in der Region lassen (dagegen haben sicher auch Gegner der Coffeeshops nichts) betreibt man dort auf Druck von Deutschland und Frankreich Repression. Das Beispiel Venlo zeigt ganz deutlich, zu was Repression führt, nämlich zur Verlagerung des Marktes in die illegale Szene, und da ist es nicht verwunderlich, dass neben Cannabis auch andere Drogen gehandelt werden. Gerade dieses Beispiel zeigt sogar in Zahlen, was das Ergebnis repressiver Drogenpolitik ist: Millionen werden in die Verfolgung gesteckt, die Erlöse aus den Drogenverkäufen fliessen an Staat und Kommune vorbei und eindämmen lässt sich der Handel offensichtlich nicht.
Aus: NRW | Registriert: Dec 2000
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