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Thema: songstruktur
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taschenrechnermusikant
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Usernummer # 11637
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verfasst
hi mach schon seit längerrem elektronische musik, hab aber eigentlich immer das problem das die loops die ich baue mir recht gut gefallen, aber das es mir echt schwer fällt dem track eine songstruktur zu geben die auch richtig kracht. ich bastel zwar immer irgendwas zusammen aber bin damit in den seltensten fällen wirklich zufrieden. wär echt über jeden ratschlag froh den ihr mir geben könnt.
p.s.: meine mucke sin mehr downtemposachen und house im weiteren sinne
Aus: hannover | Registriert: Feb 2004
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ndark
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Usernummer # 3037
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verfasst
das ist in der tat eine schwierige angelegenheit. such dir mal stücke raus, bei denen dir das arrangement gut gefällt und versuch das genau zu analysieren und zu imitieren. häufig sind es rhythmische variationen, die ein stück lebendig erscheinen lassen. oder auch melodische zusammenhänge mehrerer parts.
Aus: ulmost | www.myspace.com/soundfreaks | Registriert: Jun 2001
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tech@sensor
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Usernummer # 11172
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verfasst
klar gibts ein paar schemathas wie 4/16/8 takte o.ä.
am besten wirds aber sein du setzt dich hin und analysierst mal deine lieblingssongs/tracks selber, erkennst du dabei ein muster- hast dus eigentlich schon geschafft.
das schöne an elektronischer musik ist imho ja das es keine regeln gibt wie strophe-brigde-refrain etc.
Aus: köln | Registriert: Nov 2003
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James_Holden
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Usernummer # 1937
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verfasst
aber gerade wenn man nach eigenem verkunden mehr oder weniger keine ahnung hat würde ich empfehlen auf andere genres zu schauen und davon zu lernen. wo eben einfachere strukturen vorliegen. pop und rockmusik, wo schemata aufgrund von texten leichter zu erkennen sind.
oder auf die mutter aller strukturen in der kunst zurückgreifen: dichtung / poesie!
Aus: Bangkok, Earth, Solar System | Registriert: Feb 2001
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a.XL
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Usernummer # 10634
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verfasst
ich habe dasselbe problem und nehme mir seit einem jahr vor, einen meiner lieblingstracks komplett zu analysieren. so ganz habe ich es aber noch nie durchgezogen, aus purer faulheit.
bei einem track habe ich sogar mal versucht sowohl die drum-patterns wie das arrangement und wesentliche effekte nachzubauen, die lead-parts nur so ungefähr. wurde mir irgendwann zu viel und ich habe eigensinnig weitergearbeitet. ist jetzt irgendwie ein fertiges stück, das ich aber nicht so recht als mein eigenes betrachten kann, hehe.
rock/pop-strukturen als vorlage zu nehmen ist wenig sinnvoll, da derartige schemata wie intro - strophe1 - refrain - strophe2 - refrain - bridge - refrain - outro bei loopbasierter musik nicht so gut funktionieren. viele club-tunes bauen sich doch stetig auf: eine spur wird auf die nächste geschichtet, irgendwann ein break und danach kommt noch was dazu, oder so ähnlich. es wäre daher vermutlich sogar am besten, einen durchschnittlichen track, den man schon fast ein bißchen langweilig findet, zu analysieren. denn man findet den ja langweilig, weil er einen aufbau hat, den unzählige andere tracks auch haben, was als wissens-basis wiederum ganz brauchbar ist.
Aus: Bochum | Registriert: Sep 2003
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psychosonic
laberbacke
Usernummer # 417
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verfasst
ich habe dasselbe problem und nehme mir seit einem jahr vor, einen meiner lieblingstracks komplett zu analysieren. so ganz habe ich es aber noch nie durchgezogen, aus purer faulheit.
hmmm... alle producer, die ich kenne können garnicht anders als unterbewusst einen track beim hören auseinanderzunehmen. wenn man auf die art erstmal ein paar jahre feierei hinter sich gebracht hat liegts irgendwann im blut und man arrangiert einfach drauf los wobei es meistens automatisch sinnig und schlüssig ist. das arangement ist schliesslich ein wichtiger teil der komposition und sollte genauso von herzen kommen wie sound auswahl etc
bei einem track habe ich sogar mal versucht sowohl die drum-patterns wie das arrangement und wesentliche effekte nachzubauen, die lead-parts nur so ungefähr. wurde mir irgendwann zu viel und ich habe eigensinnig weitergearbeitet. ist jetzt irgendwie ein fertiges stück, das ich aber nicht so recht als mein eigenes betrachten kann, hehe.
so fängt jeder an... irgendwann hast du auf die art und weise ein dicke repertoire und "kopierst" nicht mehr bewusst sondern benutzt das "handwerk" um eigene sachen zu machen.
rock/pop-strukturen als vorlage zu nehmen ist wenig sinnvoll, da derartige schemata wie intro - strophe1 - refrain - strophe2 - refrain - bridge - refrain - outro bei loopbasierter musik nicht so gut funktionieren. viele club-tunes bauen sich doch stetig auf: eine spur wird auf die nächste geschichtet, irgendwann ein break und danach kommt noch was dazu, oder so ähnlich.
käse, ich würde soagr empfehlen am anfang genauso ein arrangement hinzusetzen. wegnehmen und erweitern kann man dann immer noch. ist auf jeden fall lecihter als "ins nichts" hinein zu arrangeieren. wenn ein grobes gerüst steht, den track laufen lassen und du wirst automatisch wünsche entwickeln wie es eigentlich sein sollte. innerhalb einer bridge oder strophe kannst du ja auch ruhig einen aufbau haben.
es wäre daher vermutlich sogar am besten, einen durchschnittlichen track, den man schon fast ein bißchen langweilig findet, zu analysieren. denn man findet den ja langweilig, weil er einen aufbau hat, den unzählige andere tracks auch haben, was als wissens-basis wiederum ganz brauchbar ist.
quatsch. langweilig werden arrangements nur, wenn man hört, dass sie gewollt und gezwungen sind. ein klassische arrangement kann durch obige arbeitsweise mit ner dicken portion individualität aufgemotzt und interessant gemacht werden.
am allerwichtigsten ist wie bei einem guten dj-set der spannungsbogen. das beste aufbewahren.
Aus: köln | Registriert: Apr 2000
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fabu
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Usernummer # 13456
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verfasst
da gibts 2 möglichkeiten.... 1. wie die freunde der bimmelmusik bd... dann hh dazu... dann trommelwirbel - crash - bass - synth - fläche - wieder trommelwirbel und dann der gaze matsch zusammen.
o
Aus: essen | Registriert: Oct 2004
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a.XL
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Usernummer # 10634
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: psychosonic: am allerwichtigsten ist wie bei einem guten dj-set der spannungsbogen.
Das ist ja gerade der Haken, das Problem, wo der Hase im Pfeffer liegt. Wenn man sich erstmal in ein Rock/Pop-Arrangement ohne Gesang verrannt hat, wo vielleicht 16 Takte am Stück gut klingen, es dann aber langweilig wird, weil die Spannung fehlt, dann hat man von dem RockPop-Arrangement gar nix, da liegt man mit einer 08/15-Club-Struktur viel besser.
Ich muß meine Problematik ergänzen: habe früher Gitarre gespielt, Rock-Musik, kenne diese Arrangements daher in- und auswendig. Je nach Frickler-Typ kann es beim Arrangement hilfreich sein, irgendwie "live" zu spielen. Mit Grooveboxen schraube ich immer clubtauglicher, als wenn ich nur am PC sitze und mit der Maus im Sequencer Blöcke herumschiebe - andererseits habe ich nicht genug Hände, um alles live arrangieren und schrauben zu können.
Aus: Bochum | Registriert: Sep 2003
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Asthma
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Usernummer # 1622
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verfasst
bei sehr minimaler musik ist es eine kunst einen loop zu generieren, der nicht langweilig wird. ein loop der einen in hypnose regelrecht versetzt. wenn man erstmal so einen lopp findet, so kann man diesen ewig spielen, einfach 3min lang nur eine spur. da wird aus dem kreis(loop) eine spirale ( ...und dann die eigene achse ). zB der track "loverboy" von steve bug hat einen sehr geilen loop und dieser wird auch lang gespielt oder ganz typisch für einen sehr geilen minimalen loop ist "knights of the jaguar". Auch Der C hat hier mal ein minimalcracher gemacht, Kondensator hieß der track glaub ich,...genauso gut.
das problem liegt natürlich darin, wann ist ein loop sogut, das er nicht langweilig wird?
meistens sollte man mit gefühl und herz ans arrangment rangehn.
Aus: 10969 Berlin | Registriert: Dec 2000
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mind expander
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Usernummer # 3159
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verfasst
hab da auch noch so meine problemchen damit.
die sounds erzeugen oder samples verändern, mit effekten versehen usw. funzt ganz gut, aber was aufbau und arrangement angeht ... das is bei mir so ne art iterativer prozess weil mir da die routine und das gespür noch fehlt, das quasi aufs erste mal gut hinzuklatschen.
ich schuster immer an nem part herum, hör mir dann das ganze stück an, ... ok hier brauchts was, ... da fehlt n minibreak, ... nochmal schustern, ... hmm irgendwie komisch, ... bisschen was variieren, ok, passt ... aber der andere teil gefällt noch nicht wirklich, ... usw.
manchmal kommen aber auch aufs erste mal bei experimentieren sachen raus wo ich mir im nachhinein denke: "fett", wie hast n das jetzt so locker hingekriegt.
Aus: Augsburg | Registriert: Jul 2001
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Asthma
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Usernummer # 1622
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verfasst
manchmal ist es auch hilfreich das arrengment wie einen kleinen film zu sehen. zuerst werden die einzelnen personen vorgestellt und wirken dann später zusammen oder wirken erst zusammen und werden dann vorgestellt. wichtig ist auch der anfang: wie führe ich den hörer in den track hinein? langsam mit einer fläche, allein mit der bassline oder gleich mit bassdrum?
Aus: 10969 Berlin | Registriert: Dec 2000
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a.XL
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Usernummer # 10634
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verfasst
wir übersehen glaube ich gerade, daß es dem taschenrechnermusikanten um downtempo und "house im weiteren sinne" geht, also stile elektronischer musik, die doch häufig etwas musikalischer sindm wo auch gerne einige "echt" eingespielte instrumente eingesetzt werden.
Aus: Bochum | Registriert: Sep 2003
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taschenrechnermusikant
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Usernummer # 11637
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verfasst
mein problem is halt wirklich das ich in nem track ein paar loops hinkrieg die mir echt gefallen, aber was dann. die dinger einfach ein paarmal hinternander setzen is auch irgenwie blöd. hab ma ne band mitm kumpel gehabt mit ner groovebox(mc-303) und ner gitarre, da hat das viel besser mitm arrangieren geklappt, vieleicht weil ich in den möglichkeiten eingeschränkter war als heut mitm pc. die frage is halt wie baut man spannug auf und entlädt sie möglichst gut. an pop schemen orentier ich mich schon, aber so richtig befriedigend find ich das auch nicht. machmal bekommt man ja durch zufall auch zu sehr coolen sachen.
Aus: hannover | Registriert: Feb 2004
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bjoern_small
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Usernummer # 4995
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verfasst
Ich glaube eh, dass erst an dieser Stelle richtig klar wird, ob man als Producer was kann oder nicht. Einigermaßen coole Loops produzieren ist echt nicht das Problem, sondern dann alles so zu arrangieren, dass es schlüssig, fliessend und spannend wird und bleibt, da liegt meiner Meinung nach die Hauptarbeit drin. Mir gehts auch oft so, aber dann fang ich einfach an und schau mal, wos mich hintreibt. Sehr viel machen für mich dabei auch Effekte aus, da muss man die Loops gar nicht zwingend variieren - mal n cooles Zischel hier und n fettes Raschel da und schon bleibts interessant. Wie meistens macht auch hier Übung den Meister - und genaues Hinhören, wies die Konkurrenz denn so macht.
Aus: München / Mainz | Registriert: Feb 2002
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soulstar
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Usernummer # 5668
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verfasst
ixh denek viel nach gefühl arbeiten ist ganz gut... wenn man das gefühl hat diese oder jene spur passt gerade nich: raus damit... auch oft herum experimentieren mit der gleichen stelle im song, verschiedene varianten ausprobieren und die beste nehmen. oft ergibt sich eins aus dem anderen, mit der zeit ersetzt die erfahrung das experimentieren... tja, und die spannung hört man... oder auch nicht... ist manchmal bei nem eigenen tune nicht so leicht, dann hilft nur zwei wochen liegen lassen und dann wieder dran setzen..
greets, soul
Aus: marburg | Registriert: Apr 2002
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a.XL
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Usernummer # 10634
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verfasst
man kann zu der problematik des arrangierens eigentlich gar keine tipps geben. jeder arbeitet anders. aber du sagtst ja selbst, daß es in der band besser ging, also versuche doch live zu arrangieren. das ist natürlich nicht mit jedem sequencer möglich.
wenn man sich beim arrangieren verrant hat, hilft es vieleicht, das gesamte arrangement zu löschen und es von grund auf neu aufzubauen. (auch das ist nicht mit jedem sequencer gleichermaßen möglich.)
mir ist am wochenende beim end-arrangement von 2 tracks, an denen ich schon monate hin und wieder herumfrickele, bewußt geworden, daß ich dabei einige spuren und patterns gelöscht habe. ich selbst fange nämlich im arrangement an stellen, wo es mir langweilig wird, immer an, entweder neue spuren draufzuhauen oder irgendwie die pattern-programmierung zu variieren, was dann irgendwann zu einem kunterbunten durcheinander wird, wo der rote faden verloren geht. aufräumen ist daher auch ganz wichtig. weg damit. mittlerweile versuche ich deshalb, die variationen stärker durch kleine parameter-änderungen bei sounds und effekten hinzubekommen (so wie bjoern_small es empfiehlt), allerdings will ich auch eher minimalen kram produzieren.
Aus: Bochum | Registriert: Sep 2003
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PasqualeM
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Usernummer # 1448
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verfasst
zu der 'pattern zu track' problematik kenn ich eigentlich nur eine lösung:
nich denken, einfach machen.
Aus: bergisch detroit | Registriert: Dec 2000
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psychosonic
laberbacke
Usernummer # 417
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verfasst
...oder machen lassen.
das stichwortz ist modulation. filter, effekt-einstellungen/-stärken, lautstärken etc etc... alles was geht auf nen hardwarecontroller legen und/oder und das ist das beste... lfos ohne ende. so kann man ein pattern ewig laufen lassen, hat die möglichkeit zur interaktion und wenn man nicht will machten die lfos den rest und es bleibt immer interessant. ich habe mitilerweile das problem, dass ich niemals mein rumgeJAMme in ein arrangement packen kann, weil es durchausvorkommt, dass ein und derselbe track über ne stunde bei mir löuft und ich schraube und vorm rechner auf und ab hüpfe
Aus: köln | Registriert: Apr 2000
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