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Dieser Thread hat 2 Seiten: 1  2 
 
Autor Thema: EU Beitritt der Türkei
Isolder

Usernummer # 8556

 - verfasst      Profil von Isolder   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Wie es scheint wird zur Zeit der mögliche
Beitritt der Türkei entschieden.

Wie ist euere Meinung zu der Sache ?

Ich muss ehrlich gestehen, dass ich gegen
eine feste Aufnahme bin.

Ich finde die EU verkraftet das nach
der Aufnahme der letzten Oststaaten nicht.
Ich halte die Türkei auch nicht wirklich
für ein Teil Europas.
Europa hätte plötzlich gefährliche Grenzen,
die nicht zu überwachen sind und ich befürchte
dass Millionen Türken ihr Land verlassen würden
und davon viele zu uns bzw. iHren Angehörigen
bei uns kommen würden.

Wobei ich nicht gegen Multikulti bin und wohne
gerne in Köln Ehrenfeld mit hohem Anteil
anatolischer Immigranten, mag meine Türkische
Gemüsefrau und gehe auch gerne mit türkischen
Bekannten feiern.
Die sind aber eigentlich an erster Stelle
Kölner, also integriert, viele Türken wollen
das gar scheints nicht und ich glaube das ein neuer
Schwung. ( Schätzungen die nat. mit Vorsicht zu
betrachten sind sprechen von bis zu 3 Mio. )
zu gesellschaftlichen Problemen führen würde.

Aus: Köln | Registriert: Feb 2003  |  IP: [logged]
Life_on_Mars

Usernummer # 11347

 - verfasst      Profil von Life_on_Mars     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
obwohl ich mich in linker tradition bzgl. deutschlands aussenpolitik sehe, bin ich gegen den eintritt.

die türkei gehört und passt nicht zu europa.

1.) sie gehört zu 95% geographisch nicht zu europa
2.) auch historisch gehört die türkei nicht zu europa sondern zum orient. ("kleinasien"!)
3.) die konfessionelle struktur der türkei ist das genau gegenteil europas.
4.) in der türkei werden minderheiten wie die kurden oder christen nach wie vor unterdrückt.
5.) die bürgerrechte in der türkei sind eingeschränkt, folter ist an der tagesordnung, und wird trotz strafbarkeit von der islamistischen justiz gedeckt (remember 1928?)
6.) frauen in der türkei sind freiwild und besitz ihrer männer, die türkei gehört gesellschaftlich zum mittleren osten.
7.) die türkei hat in 20 jahren 90 millionen einwohner, das ist knapp ein drittel der jetzigen eu-bevölkerung.
8.) in der türkei ist das militär zu stark, es besteht latente putschgefahr. übrigens gibt es in der armee noch die prügel- und todesstrafe.
9.) es besteht die möglichkeit einer "privillegierten partnerschaft", unverständlich, wieso die türkei das ablehnt.

über die finanziellen bedingungen kann ich wenig sagen, aber ostanatolien dürfte in etwa mit deutschland im 18.-19.jahrhundert vergleichbar sein. welch enorme finanzmittel nötig sein werden, um die türkei auf eu-niveau zu bringen, dürfte klar sein...

eine aufnahme rein aus altruismus, wahltaktischen gründen (spd!) oder "weil man's ja schließlich versprochen hat" lehne ich ab.

Aus: - | Registriert: Dec 2003  |  IP: [logged]
TRider

Usernummer # 1924

 - verfasst      Profil von TRider     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Den Punkten ist nichts mehr hinzuzufügen.

Ich bin mir auch sehr unsicher, ob die allgemeine Gesellschaft i.d. Türkei eine solche Mitgliedschaft überhaupt will und sich jeder im Klaren darüber ist, was dies für die Unabhängigkeit dieses Landes bedeutet.

Nur hat Deutschland das Problem, dass wir hier eine enorme Menge türkischer, bzw. türkischstämmiger Bürger haben wodurch sich die Politik und Gesellschaft beeinflussen lässt. Daher interessiert es mich auch nicht besonders, was unsere Politiker dazu in der Öffentlichkeit zu sagen haben...

Der Punkt der privilegierten Partnerschaft ist ein sehr gutes Angebot und sollte von der Türkei angenommen werden um langfristig zu entscheiden, wohin man sich als Staat zugehörig fühlt.

Aus: Langenfeld (Rhld.) | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
Donnerstag

Usernummer # 11238

 - verfasst      Profil von Donnerstag     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
ich bin eher für einen beitritt. in der europäischen union gibts nun mal regeln.
und kann doch nur gut sein, dass sich die türkei eher europa anpasst, als zb dem nachbarland irak, wo auch in naher zukunft noch terror herrschen wird.
außerdem wird durch den faktor zeit sich denke ich noch einiges ändern. der beitritt ist ja frühestens in 10 jahren angestrebt. ich meine, die eu gibt es ja noch gar nicht mal so ewig lange. und desto mehr mitglieder, desto mehr bedeutung wird die union erlangen.

jetzt noch zu den vorwürfen:

1.) sie gehört zu 95% geographisch nicht zu europa

naja, grenzen ändern sich nun mal. gibt es die deutschen grenzen, wie sie jetzt sind schon hunderte von jahren? ich finde es zudem ziemlich bedenklich, wenn man land in europäisch, asiatisch, afrikanisch, oder was auch immer einteilt. wenn es so einfach wär, dann sollte es ja eigentlich keine kriege geben.

2.) auch historisch gehört die türkei nicht zu europa sondern zum orient. ("kleinasien"!)

tja, wenn man es historisch sieht, dann sollte doch die ganze eu gar nicht bestehen, weil wenn man nur einige jahrzente zurückdenkt, dann war doch zB das verhältnis zwischen frankreich und deutschland nicht das allerbeste.

3.) die konfessionelle struktur der türkei ist das genau gegenteil europas.

finde ich sehr diskreminierend. wieso sagst du nicht gleich zu einem moslem: du magst nicht meine religion, du gehörst hier nicht her!
man sollte finde in glaubensfragen tolleranter sein.

4.) in der türkei werden minderheiten wie die kurden oder christen nach wie vor unterdrückt.

ist doch eine tolle aufgabe für die europäische union da druck zu machen, dass es nicht mehr so sein wird. das wird sicher auch ein thema in den beitrittsverhandlungen sein. es heißt ja auch nicht, dass wenn beitrittsverhandlungen aufgenommen werden, dass das land schon beigetretten ist. die türkei wird sicherlich noch einige schritte in richtung eu machen müssen um den gesetzen zu entsprechen.

5.) die bürgerrechte in der türkei sind eingeschränkt, folter ist an der tagesordnung, und wird trotz strafbarkeit von der islamistischen justiz gedeckt (remember 1928?)


ich denke, dass das nicht so schlimm ist, wie es sich anhört. hört sich so an, als ob jeder häftling dort gefoltert wird. wie das genau ist, weiß ich leider nicht.

6.) frauen in der türkei sind freiwild und besitz ihrer männer, die türkei gehört gesellschaftlich zum mittleren osten.

na, so war es bei uns doch auch ziemlich lange, auch wenn es zugegebenermaßen zu der zeit noch keine eu gab. hat dort eben auch etwas mit der religion zu tun. es gibt indianerstämme, die frauen nur als arbeits- und gebärmaschinen betrachten. so eine weltanschauung sollte allerdings nicht bedeuten, dass man jemanden wirtschaftlich ausschließen sollte.


7.) die türkei hat in 20 jahren 90 millionen einwohner, das ist knapp ein drittel der jetzigen eu-bevölkerung.

weiß nicht, was das für ein grund dagegen sein sollte. da sollte man dann alle großen länder ausschließen.

8.) in der türkei ist das militär zu stark, es besteht latente putschgefahr. übrigens gibt es in der armee noch die prügel- und todesstrafe.

auch wenn das noch zukunftsmusik ist. ich denke, dass es in naher zukunft zu einem einheitlichen europäischen heer kommen wird. natürlich muss sich das hier zulande erst mal festigen. aber ich kann mir gut vorstellen, dass in 10 jahren das zumindest schon mal in planung ist, dass die nationalen heere einheitliche standards einführen.

und das mit der befürchtung, dass soviele türken zu uns kommen, ist find ich unbegründet.

dadurch, dass neue länder in die eu gekommen sind, sind bisher auch nicht unmengen von diesen ländern zu uns gekommen.

Aus: St. Martin | Registriert: Nov 2003  |  IP: [logged]
partylarry

Usernummer # 1636

 - verfasst      Profil von partylarry   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
@life on mars: von der "welt" abgeschrieben?
Aus: Hamburg / Bonn | Registriert: Dec 2000  |  IP: [logged]
Thomas Broda
BassFiMass PhonkAggressor
Usernummer # 72

 - verfasst      Profil von Thomas Broda     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Donnerstag:
8.) in der türkei ist das militär zu stark, es besteht latente putschgefahr. übrigens gibt es in der armee noch die prügel- und todesstrafe.

Das Argument zieht nicht, in der Türkei ist das Militär der Garant der Trennung von Staat und Religion.

Seh auch kein Problem mit der Prügelstrafe, eine Armee ist schließlich kein Center Parc.

Aus: Jux und Dollerei | Registriert: Dec 1999  |  IP: [logged]
rave-dave

Usernummer # 2121

 - verfasst      Profil von rave-dave   Homepage         Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Solange die Türkei die Menschenrechte mit den Füssen tritt, hat sie in der EU nichts verloren - Punkt - .
Aus: Schwabing-Bronx | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
minimalniemand

217cup 2oo4
Usernummer # 3401

 - verfasst      Profil von minimalniemand   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Thomas Broda:
[...]
Seh auch kein Problem mit der Prügelstrafe, eine Armee ist schließlich kein Center Parc.

gehts noch?
Aus: echtem Leder | Registriert: Aug 2001  |  IP: [logged]
Life_on_Mars

Usernummer # 11347

 - verfasst      Profil von Life_on_Mars     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: partylarry:
@life on mars: von der "welt" abgeschrieben?

keineswegs, wenn ich mal abschreibe, gebe ich eine quelle an. ich lese "die welt" nicht, hätte sie auch eher pro eintritt eingeschätzt. mit der thmatik beschäftige ich mich halt schon etwas länger...


noch etwas zu meinem ersten punkt: an geographie ändert sich wenn überhaupt nur etwas im laufe der jahrhunderte, mit grenzziehungen hat das wenig zu tun. auch wenn früher der gesamte balkan bis 1683 in türkischer hand war, so gehörte er doch noch zu europa. die geographischen grenzen europas sind und bleiben nunmal die dardanellen, gibraltar und der kaukasus (wobei man sich bei letzterem streiten kann...)

Aus: - | Registriert: Dec 2003  |  IP: [logged]
Isolder

Usernummer # 8556

 - verfasst      Profil von Isolder   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Ich muss zuegeben dass ich durch den
WELT Leitartikel auf das Thema kam.
War wohl eine Breitseite der CDU hat
hat mich aber dennoch erreicht.

[ 25.09.2004, 17:41: Beitrag editiert von: Isolder ]

Aus: Köln | Registriert: Feb 2003  |  IP: [logged]
Ansgar

Usernummer # 8412

 - verfasst      Profil von Ansgar     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Thomas Broda:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Donnerstag:
8.) in der türkei ist das militär zu stark, es besteht latente putschgefahr. übrigens gibt es in der armee noch die prügel- und todesstrafe.

Das Argument zieht nicht, in der Türkei ist das Militär der Garant der Trennung von Staat und Religion.

Seh auch kein Problem mit der Prügelstrafe, eine Armee ist schließlich kein Center Parc.

[stupid] Wie oft gehst du in der Woche eigentlich so zum Stammtisch?
Aus: München | Registriert: Feb 2003  |  IP: [logged]
XcypherX
Minimal & Kompakt
Usernummer # 3451

 - verfasst      Profil von XcypherX     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Donnerstag:

jetzt noch zu den vorwürfen:

1.) sie gehört zu 95% geographisch nicht zu europa

Es heißt aber nunmal "Europäische Union"

2.) auch historisch gehört die türkei nicht zu europa sondern zum orient. ("kleinasien"!)

Andererseits gehörte das was man heute als EU sieht im Mittelalter trotz immer wieder auftretender Kriege und Streitigkeiten sehr wohl eng zusammen, vll. sogar enger als heute.

4.) in der türkei werden minderheiten wie die kurden oder christen nach wie vor unterdrückt.

ist doch eine tolle aufgabe für die europäische union da druck zu machen, dass es nicht mehr so sein wird. das wird sicher auch ein thema in den beitrittsverhandlungen sein. es heißt ja auch nicht, dass wenn beitrittsverhandlungen aufgenommen werden, dass das land schon beigetretten ist. die türkei wird sicherlich noch einige schritte in richtung eu machen müssen um den gesetzen zu entsprechen.

--> Da stimme ich Dir fast zu, aber bevor man zu Verhandlungen übergeht, sollten erstmal gewisse Grundvoraussetzungen in der Türkei geschaffen werden.

5.) die bürgerrechte in der türkei sind eingeschränkt, folter ist an der tagesordnung, und wird trotz strafbarkeit von der islamistischen justiz gedeckt (remember 1928?)

Ich denke, dass Folter dort als legitim gilt und somit auch sehr gerne verwendet wird (aber machen unsere Freunde aus Übersee ja auch).

6.) frauen in der türkei sind freiwild und besitz ihrer männer, die türkei gehört gesellschaftlich zum mittleren osten.

na, so war es bei uns doch auch ziemlich lange, auch wenn es zugegebenermaßen zu der zeit noch keine eu gab. hat dort eben auch etwas mit der religion zu tun. es gibt indianerstämme, die frauen nur als arbeits- und gebärmaschinen betrachten. so eine weltanschauung sollte allerdings nicht bedeuten, dass man jemanden wirtschaftlich ausschließen sollte.

--> Doch. Genau das widerspricht nämlich den Grundsätzen der meisten Verfassungen der EU. Soweit möglich sollte darauf Einfluss genommen werden (im Übrigen auch z.B. in den Verhandlungen mit China), anders als über wirtscahftliche Konsequenzen ist eine Einflussnahme denkbar schwierig oder denkt hier tatsächlich jemand die Türkei hat andere Beweggründe für die EU?

8.) in der türkei ist das militär zu stark, es besteht latente putschgefahr. übrigens gibt es in der armee noch die prügel- und todesstrafe.

Naja, wo es Folter gibt, gibt es sicher auch Prügelstrafe.
@TB
Ist das Dein Ernst? Hat man Dir was in den Kaffee getan?

dadurch, dass neue länder in die eu gekommen sind, sind bisher auch nicht unmengen von diesen ländern zu uns gekommen.

Ja, weil die Standards zumindest halbwegs ähnlich waren, der Beitritt in diesem Jahr muss erst noch seine wirklichen Folgen zeigen

Alles in allem denke ich, dass zumindest zur Zeit zu viele Faktoren für einen Beitritt der Türkei sprechen. Bevor diese (angesprochenen) Faktoren nicht behoben sind, haben deshalb auch Verhandlungen wenig Sinn, da mit der Aufnahme der Beitritssverhandlungen eine nicht geringe Erwartungshaltung generiert wird.
Aus: ... | Registriert: Aug 2001  |  IP: [logged]
Donnerstag

Usernummer # 11238

 - verfasst      Profil von Donnerstag     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
naja, also ich kann mir sogar vorstellen, dass durch die erweiterung es zu weniger zuwanderung kommt.
einerseits sind die grenzen anders gesetzt und es gibt da ja bestimmte gesetze, dass ein flüchtling in dem land asyl bekommen soll, welches er als erstes betritt.
und von den zuwandern aus diesen ländern muss man ja auch sagen, dass es für einen staat gut ist. da der staat dadurch arbeitskräfte bekommt, die er nicht von geburtsalter her fördern musste.


und die türkei hat ja nun eine strafrechtsreform beschlossen, die find ich sehr vernünftig klingt. damit sollten einige der gründe, die dagegensprechen sich aufgehoben sein.

Aus: St. Martin | Registriert: Nov 2003  |  IP: [logged]
requital

Usernummer # 4539

 - verfasst      Profil von requital     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Momentan bin ich gegen den Beitritt.

Ich finde es ist zu früh die Türkei beitreten zu lassen. Man sollte die Türkei ersteinmal in punkto Menschenrechte "erziehen" und nicht beitreten lassen und dann versuchen was zu ändern.

Ich möchte kein Land in der EU haben, welches noch
die Todesstrafe als richtig erachtet.

Ausserdem sollte die EU wirklich erstmal die anderen Oststaaten aufbauen, die jetzt neu dabei sind. Das ist sicherlich schon erstmal eine große Aufgabe. Eine finanziell ausgetrocknete EU nützt der Türkei wahrscheinlich nichts!

Aus: Wiesbaden | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
Thomas Broda
BassFiMass PhonkAggressor
Usernummer # 72

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hanfgar:
Wie oft gehst du in der Woche eigentlich so zum Stammtisch?

Mir geht dieses weltfremde, bundesrepublikanisch-gutmenschenhafte Geseier auf die Nerven: "Oooooh männo, in der Armee haben sie die Prügelstrafe!!"
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spedyy

Usernummer # 357

 - verfasst      Profil von spedyy     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Ich bin auch gegen den Beitritt der Türkei, ich finde die Türkei paßt noch nicht zu Europa vieleicht kann mann in 10-15 Jahren mal dran denken aber bis dahin muß sich in der Türkei noch so einiges ändern.


Außerdem finde ich das von der EU gar nicht gut das so schnell jetzt alle Länder aufeinmal in die EU kommen sollen, dafür sind die meißten Länder noch gar nicht bereit. Das geht irgendwie alles zu schnell.

Aus: Lübeck | Registriert: Mar 2000  |  IP: [logged]
Bash

Usernummer # 12757

 - verfasst      Profil von Bash     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Donnerstag:
naja, also ich kann mir sogar vorstellen, dass durch die erweiterung es zu weniger zuwanderung kommt.
einerseits sind die grenzen anders gesetzt und es gibt da ja bestimmte gesetze, dass ein flüchtling in dem land asyl bekommen soll, welches er als erstes betritt.
und von den zuwandern aus diesen ländern muss man ja auch sagen, dass es für einen staat gut ist. da der staat dadurch arbeitskräfte bekommt, die er nicht von geburtsalter her fördern musste.




Aus: Schwaben-Metropole | Registriert: Jul 2004  |  IP: [logged]
Bash

Usernummer # 12757

 - verfasst      Profil von Bash     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Sorry, bin auf den Button gekommen, da fehlt noch was!!!

@ Donnerstag: Meinst du mit den Arbeitskräften etwa die Horde von türkischen Putzfrauen, die der deutschen Sprache auch nach 10 Jahren hier noch nicht mächtig sind??? (Weil ihre Männer sie nicht zum Sprachkurs lassen) Würde mich mal interessieren, wo du genau wohnst. Hier bei mir wird das nämlich langsam zum Problem! Je mehr es werden, um so weniger müssen und wollen sie sich auch integrieren. Dies soll keine Verallgemeinerung sein! Ich spreche von den altbekannten Was guckst du?- Kandidaten. Geh mal hier in Göppingen abends auf die Straße und du wirst deine Meinung mit Sicherheit ein wenig ändern!
Aber das ist eigentlich ein anderes Thema (Ausländerpolitik Deutschland).

Zum Thema EU-Beitritt kann ich auch nur sagen, dass im Moment für meine Begriffe einfach noch zu viel dagegen spricht, die Türkei aufzunehmen.

Aus: Schwaben-Metropole | Registriert: Jul 2004  |  IP: [logged]
Donnerstag

Usernummer # 11238

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also ich wohne in einer stadt, die einen sehr hohen türken-anteil hat.

wenn man in die schulen sieht, etwa 20 % der schüler sind türken und ich muss sagen, dass ich auch schlechte erfahrungen gemacht habe.

es gibt bei uns auch so etwas, wie ich verwende mal den begriff ghetto, wobei das jetzt nicht absolut schlecht gemeint ist.

also gewisse stadtkreise, wo es fast nur türken und türkische geschäfte gibt.

trotzdem bin ich aber dafür, weil ich nicht denke, dass wir deshalb von türken überrannt werden.

portugal war auch lange zeit nicht gerade ein wohlstandsland. wobei türkei noch eine oder mehrere stufen darunter zu stellen ist.

ich denke, aber dass es für die welt nur gut sein kann, wenn sie unserem system folgen, als wenn sie eines der nachbarländer annehmen.

und vom finanziellen aspekt her macht es wohl wenig unterschied, ob wir das geld dann weiterhin in die neuen beitrittsländer pumpen, oder ob das dann die türkei sein wird, die unterstützung erhält.

Aus: St. Martin | Registriert: Nov 2003  |  IP: [logged]
Life_on_Mars

Usernummer # 11347

 - verfasst      Profil von Life_on_Mars     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Thomas Broda:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hanfgar:
Wie oft gehst du in der Woche eigentlich so zum Stammtisch?

Mir geht dieses weltfremde, bundesrepublikanisch-gutmenschenhafte Geseier auf die Nerven: "Oooooh männo, in der Armee haben sie die Prügelstrafe!!"
dann hast du sicher nichts dagegen, wenn du für beiträge dieser art in zukunft den arsch versohlt bekommst?! [Wink]

@xcyphery: du meintest, dass die faktoren dagegensprechen, oder?

Aus: - | Registriert: Dec 2003  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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worüber momentan entschieden wird, ist ja noch nicht der beitritt, sondern ob überhaupt verhandlungen geführt werden sollen. es wird von einer verhandlungsdauer von 10-20 jahren ausgegangen.

die mehrheit hier scheint ja die CDU-position zu stützen.

"Der Unterschied zwischen einer minderprivilegierten Mitgliedschaft und einer privilegierten Nichtmitgliedchaft, wofür die Union eintritt, ist nicht sehr groß", sagte Schäuble. Er erwarte, dass die Verhandlungen zwischen EU und Türkei "zu etwas anderem als der vollen Mitgliedschaft führen".

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
david gomez

Usernummer # 7761

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ich gebe lifeonmars in allen punkten recht.

ich gebe ausserdem zu bedenken, dass die türkei heuer ein islamistischer staat wäre, wenn das militär die partei deren namen ich vergessen habe vor ein paar jahren nicht verboten hätte (war das nicht diese partei von necmettin erbakan?).
die türkei ist noch keine demokratie, wie wir europäer sie kennen. die einzigen machthaber, die sich noch um die trennung von staat und religion, so wie atatürk es wollte, kümmern ist das militär!
ausserdem gebe ich noch zu bedenken, dass die türkei, wie sie sich gerne der eu gegenüber präsentiert nur aus istanbul und ankara besteht. der rest des landes denkt und fühlt ganz anders.

Aus: Tübingen | Registriert: Nov 2002  |  IP: [logged]
nickthequick

Usernummer # 4443

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Ich will euch ja nicht angreifen, aber ich sehe hier eine zum größten Teil nur polemisierende, stark vereinfachte und wichtige Faktoren nicht reflektierende Diskussion.
Man sollte beachten, was zur Zeit zur Debatte steht und warum.

WAS: Es geht einzig und allein um die Frage, ob BeitrittsVERHANDLUNGEN geführt werden sollen oder nicht. Von Beitritt kann noch gar keine Rede sein. (Deshalb die Forderung nach ergebnisoffen Verhandlungen)

WARUM: Das Ziel ist es, ein Land (in diesem Fall die Türkei) weg von, aus westlicher Sicht, "barbarischen" Zuständen, in dem Terrorismus, Folter, Frauendiskriminierung, usw. an der Tagesordnung sind, hin zu "zivilisierteren" Werten zu führen.
Und jetzt nennt mir einer von euch ein besseres Mittel, als durch Verhandlungen Druck auf die Regierung für einen Umschwung auszuüben.
Ihr prangert Zurecht gewisse Dinge in diesem Land an, aber ihr denkt nicht darüber nach, wie ich es schaffe das dort zu ändern.

P.S. Bitte mich nicht falsch verstehen. So wie sich die Türkei in der jetziger Form darstellt, bin ich auch gegen eine Aufnahme, aber die Verhandlungen stellen das beste Mittel zur Beseitigung dieser Missstände dar.

Aus: Aalen | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
requital

Usernummer # 4539

 - verfasst      Profil von requital     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
@nickthequick


so sehe ich das auch, dass man wenn überhaupt über verhandlungen, die türkei umwandeln kann. ich denke auch das die meisten aus dem thread hier so denken.

frage ist kann man einen islamischen staat mit politik verändern?

Aus: Wiesbaden | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
nickthequick

Usernummer # 4443

 - verfasst      Profil von nickthequick     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Ob dies möglich ist, wird sich ja während den Verhandlungen zeigen und genau deshalb sollte man nicht bloß auf die jetzigen Tatsachen schauen und daraufhin zu einem Nein kommen, sondern Verhandlungen (und mögen die meinetwegen 30 Jahre dauern) in naher Zukunft aufnehmen.

Für mich stellt sich aber die viel wichtiger Frage: Greift, wenn man die Verhandlungen ein mal begonnen hat, ein bürokratischer Automatismus, der der Türkei auf alle Fälle einen Beitritt verspricht, oder besteht noch die reale Chance ihnen den Beitritt zu verwehren.
Und wenn ja, inwieweit sind Beschränkungen (Subventionen, völlige Freizügigkeit, usw.) möglich?

Aus: Aalen | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

 - verfasst      Profil von Hyp Nom   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
'Das Ziel ist es, ein Land (in diesem Fall die Türkei) weg von, aus westlicher Sicht, "barbarischen" Zuständen, in dem Terrorismus, Folter, Frauendiskriminierung, usw. an der Tagesordnung sind, hin zu "zivilisierteren" Werten zu führen.'

naja, genauso lesen sich ueblicherweise begruendungen fuer imperialistische bestrebungen. der grund ist also einfach grossherzigkeit, um ein land zu missionieren und genesen zu lassen? der westen als das mass aller dinge, der die "barbaren" gnaedig zu heilen gedenkt...

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
requital

Usernummer # 4539

 - verfasst      Profil von requital     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
nächste frage: sollte man einen islamischen staat versuchen mit politik zu verändern ?
Aus: Wiesbaden | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
steppenwolf

Usernummer # 12765

 - verfasst      Profil von steppenwolf     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: requital:
nächste frage: sollte man einen islamischen staat versuchen mit politik zu verändern ?

politik? früher hieß das kreuzzug nicht wahr? [achso]
Aus: oelpe | Registriert: Jul 2004  |  IP: [logged]
nickthequick

Usernummer # 4443

 - verfasst      Profil von nickthequick     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
'Das Ziel ist es, ein Land (in diesem Fall die Türkei) weg von, aus westlicher Sicht, "barbarischen" Zuständen, in dem Terrorismus, Folter, Frauendiskriminierung, usw. an der Tagesordnung sind, hin zu "zivilisierteren" Werten zu führen.'

naja, genauso lesen sich ueblicherweise begruendungen fuer imperialistische bestrebungen. der grund ist also einfach grossherzigkeit, um ein land zu missionieren und genesen zu lassen? der westen als das mass aller dinge, der die "barbaren" gnaedig zu heilen gedenkt...

1. Polemik lässt grüßen.

2. Zwingen wir die Türkei in die EU?

3. Sind die Bestrebungen hauptsächlich darauf gerichtet, einem islamischen Land die Möglichkeit zu eröffnen, islamische Religion und westliche Lebensweise unter einen Hut zu bringen, und damit als Blaupause für andere islamische Länder dazustehen.
Ich betone nochmal: ohne jeglichen Zwang.

4. Da in diesem Land zwangsläufig der Wohlstand wachsen wird, wenn sie beitreten, werden die Völker der Nachbarstaaten hoffentlich neidisch auf die Türkei schauen und dem inhärenten Egoismus/Wohlstandsstreben des Menschen nachgeben. Dies hätte dann logischerweise zur Folge, dass sie sich von ihren Hasspredigern/Fundamentalisten entfernen und für eine liberalere Politik empfänglicher wären.
Die Folgen dieses Prozeßes wären somit, ein Verlust von Halt der Terroristen in der Bevölkerung. Das hieße auch mehr Sicherheit für uns.

P.S. Ob ihr mir Hybris oder nicht vorwerft, ich trete dezidiert dafür ein, dass in diesen Ländern Freiheit, Menschenrechte, Frauenemanzipation, usw. gedeien können.
Und wenn man dies imperialistische Bestrebungen nennt, dann nehm ich es in Kauf ein Imperialist zu sein.

Aus: Aalen | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
david gomez

Usernummer # 7761

 - verfasst      Profil von david gomez   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:

4. Da in diesem Land zwangsläufig der Wohlstand wachsen wird, wenn sie beitreten, werden die Völker der Nachbarstaaten hoffentlich neidisch auf die Türkei schauen und dem inhärenten Egoismus/Wohlstandsstreben des Menschen nachgeben. Dies hätte dann logischerweise zur Folge, dass sie sich von ihren Hasspredigern/Fundamentalisten entfernen und für eine liberalere Politik empfänglicher wären.
Die Folgen dieses Prozeßes wären somit, ein Verlust von Halt der Terroristen in der Bevölkerung. Das hieße auch mehr Sicherheit für uns.
[/QB]

ist das nicht etwas naiv, angesichts des wohlstandes in saudi arabien, dem wohl islamisch fundamentalistischstem land überhaupt?
warum glaubst du, das wohlstand die religiöse überzeugung relativiert?
die wohlhabenden arabischen länder, in denen massig gastarbeiter aus anderen islamischen ländern leben, da sich die saudis und andere zu schade sind für müllmännerjobs, beweisen das gegenteil.

Aus: Tübingen | Registriert: Nov 2002  |  IP: [logged]
Ansgar

Usernummer # 8412

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Thomas Broda:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hanfgar:
Wie oft gehst du in der Woche eigentlich so zum Stammtisch?

Mir geht dieses weltfremde, bundesrepublikanisch-gutmenschenhafte Geseier auf die Nerven: "Oooooh männo, in der Armee haben sie die Prügelstrafe!!"
Das mag ja im Ansatz noch verständlich sein, ist aber etwas ganz anderes, als "kein Problem" in der Prügelstrafe zu sehen...
Aus: München | Registriert: Feb 2003  |  IP: [logged]
thatway

Usernummer # 12505

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Donnerstag:
...und das mit der befürchtung, dass soviele türken zu uns kommen, ist find ich unbegründet.

dadurch, dass neue länder in die eu gekommen sind, sind bisher auch nicht unmengen von diesen ländern zu uns gekommen.

dann lausch mal aufmerksam den worten von peter scholl-latour, der ja seines zeichens schon immer als schwarzseher hingestellt worden ist abr meistens recht behält.

die türkei ist zwar ein laizistischer staat(trennung von religion und politik), dennoch: da in der türkei islamisten(radikale) sehr rigide verfolgt werden ist die gefahr da, dass diese sich nach grenzöfnnung nach germany absetzen. da das irren und wirren bezüglich unserer ausländer- und abschiebepolitik hinlänglich und weitreichend bekannt sind, ist deutschland geradezu ein paradies für pot. islamisten.
ausserdem weiss man längst über alle grenzen um unsere rechtsstaatlichkeit,die oft in diesen zusammenhängen missbraucht wird.

Aus: Düsseldorf | Registriert: Jun 2004  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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dazu:

FOCUS: Welche Auslandberichterstattung im Fernsehen halten Sie für gelungen?

Scholl-Latour: Wenn ich die Wahl habe zwischen CNN und deutschen Sendern, sehe ich lieber CNN. Bei dem Öffentlich-Rechtlichen gibt es ja leider kaum noch Auslandsberichterstattung. Der alte Höfer-Presseclub war phantastisch im Vergleich dazu, was man heute sieht. (...)
Die Leute sollen lieber zusehen, daß sie eine anständige Bundeswehr aufbauen. Damit sie sich verteidigen können. Sonst fließt irgendwann alles in die neuen EU-Länder rein.

FOCUS: Bald vielleicht auch in die Türkei, vor deren EU-Aufnahme Sie warnen…

Scholl-Latour: Ich kenne die Türkei gut. Ich habe mit Professoren in Ankara darüber gesprochen, was freies Niederlassungsrecht bedeutet. Die sagten: Sie glauben, da kommen fünf Millionen Türken nach Deutschland? Zehn Millionen kommen! Dann gibt es Bürgerkrieg. Ich habe nichts gegen die Türken, man kann ihnen auch nicht mit dem blöden Argument kommen: Ihr seid nicht demokratisch genug. Das ist eine Beleidigung. Man muß ihnen sagen: Ihr seid eine Ordnungskultur im Nahen und Mittleren Osten, ihr habt eine ganz andere Perspektive! Aber doch keine Fusion mit der EU! Schröder versündigt sich aus wahlpolitischen Gründen an der Nation. (...)
Mit Fischer habe ich mal in einer Talk-Show zusammengesessen, als er noch jovial und dick war. Damals hatten wir schon keine Affinität zueinander. Mit seiner Sch…politik, zu meinen, die Deutschen müßten humanitär am Hindukusch wirken und die Demokratie da einführen! Das Schlimme ist, daß er noch im Nebel von 68 hängt.

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
Braindrain

Usernummer # 629

 - verfasst      Profil von Braindrain     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
nun sind die Beitrittsverhandlungen also beschlossen
und sofern sich an der politischen Kaste hier nichts gravierend aendert, dann ist die Hauptfrage wohl nur noch nach Zeitplan und Details des Beitritts.
Fuer eine Ablehnung die Courage zu finden traue ich kaum jemandem aus der Regierung oder ihren Nachfolgern zu.
Ich frage mich, wessen Interessen dabei vertreten worden sind.
Strategisch kann man ein Land anders ebenso gut einbinden.
Die zu erwartenden Subventionen saehe ich lieber in unser Bildungswesen investiert und dass deutsche Industrieverbaende sich ueber "bessere Investitionsmoeglichkeiten" freuen, riecht nach Auslagerungsabsichten ...

Aus: FFM [x] NRW[] | Registriert: Jun 2000  |  IP: [logged]
Maurice Gauthier

Usernummer # 12295

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: rave-dave:
Solange die Türkei die Menschenrechte mit den Füssen tritt, hat sie in der EU nichts verloren - Punkt - .

genau das ist es. und ich glaube dagegen gibt es kaum argumente den das ist nix als die wahrheit!
Aus: Duisburg | Registriert: May 2004  |  IP: [logged]  
Babapapa

Usernummer # 135

 - verfasst      Profil von Babapapa     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Braindrain:
Die zu erwartenden Subventionen saehe ich lieber ... in unser Bildungswesen investiert ...

ach, wir haben's doch..
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,320751,00.html

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: rave-dave:
Solange die Türkei die Menschenrechte mit den Füssen tritt, hat sie in der EU nichts verloren - Punkt - .

nee, auf dem hohen moralischem ross sitzen wir nicht. eine gesellschaft in der nur als beispiel schätzungsweise allein in deutschland ca. 200000 sexsklaven zur befriedigung der allgemeinen bedürfnisse "gehalten" werden, verliert imho jeden anspruch, über andere zu richten! erstmal hier sauberkehren - dann kann man auch als vorbild dienen und forderungen stellen! just my 2 cents!
Aus: GE prägt | Registriert: Jan 2000  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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"erstmal hier sauberkehren - dann kann man auch als vorbild dienen und forderungen stellen!"
bis dahin können dann jedwelche beitritte weiterer staaten aufgeschoben werden.. das wäre tatsächlich eine faire basis. [dafuer]

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
Babapapa

Usernummer # 135

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@ hypnorm: aber zumindest kann man den moralischen gesichtspunkt aus der diskussion entfernen, oder?
Aus: GE prägt | Registriert: Jan 2000  |  IP: [logged]
stijlleben
aka solar
Usernummer # 2680

 - verfasst      Profil von stijlleben   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
hmm, keine zeit alle meine gedanken dazu auszuführen. ich gebe aber zu bedenken, dass mit istanbul dann eine der aufregendsten städte der welt zur eu gehören würde. und ein wenig von der lifestyle seite her sollte man das im tf schon betrachten...

ps: auch ansonsten dafür. klar wirds schwierig, aber ich finde, das wäre ein mutiger akt und eine echte herausforderung für europa. viel aufregender als sich einzuschliessen und kleinkleinpipppikaka-eu-subventions-bla-politik. die bleibt natürlich, aber wie cool ist das bitte: eine grenze mit dem irak! arabische kultur! eine neue mächtige euroasiatische armee! ich finde das superspannend!

(alles ernst gemeint, auch wenn sichs vielleicht nicht so liest)

Aus: hamburg | Registriert: May 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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@ baba
die bereiche, die keines der alten EU-länder (und überhaupt sonst keines) je unter kontrolle bringen wird, wie das älteste gewerbe der menschheit, sind eh nie in der anforderungsliste enthalten gewesen. aber warum deswegen andere streichen?

@ stijl
liest sich echt nicht so ,)
ist die EU in ihrer jetzigen form mit den gerade aufgenommenen oststaaten noch nicht genug herausforderung fürs erste? wer kann seriös argumentieren, dass das nicht so ist, wo die erfahrungswerte sich erst herausbilden?
und ich fand Istanbul bei meinen bisherigen besuchen auch so schon immer ganz cool, soviel zur lifestyle-seite.

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]



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