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TonE
Usernummer # 7579
 - verfasst
Mich interessiert die Meinung verschiedener Techno/Minimal/MinimalHouse/Clicks&Cuts...-Liebhaber: Oft wird im ganzen Track nur eine Art des Basslinemotivs verwendet. Was ist eigentlich die Absicht dahinter? Wer findet das gut, und wer nicht so gut (jeweils mit Begründung)? Welche Möglichkeiten fallen Euch zur Variation des Basslinemotifs ein, ausser mit den Cutoff/Envelope/Resonance Reglern zu spielen oder sie durch Phaser/Flanger/diverse Filter zu schicken? Ich frage mich, ob solche monotone, sich wiederholende und kaum ändernde Basslines nicht eher langweilig als cool sind? Oder funktioniert nur sowas im Club, kurz, einfach, wirksam und idiotensicher? [happahannf] Kennt Ihr auch Trackbeispiele, wo sich die Bassline eher musikalisch verhält als primitiv-nichtmusikalisch-langweilig-wiederholend? [prost]

Also ganz präzise gefragt: Ist die Wirkung monotoner Basslines eher gut oder schlecht zum Gesamtfeeling des Tracks? Hat schon ein Philosoph diese Frage beantworten können? [dasschaf]

Die beste Antwort ist wie immer "kommt drauf an!" [musicband]
 
psychosonic
Usernummer # 417
 - verfasst
ich bin der meinung, dass eine gewissen monotonie in bass und percussion einfach den reiz von elektronischer mucke ausmacht.
das findet sich einfach in sämtlichen styles wieder.

sogar bei disco-house und trance... vll sogar besonders bei diesen styles.
...wenn die grundlage stetig treibend schiebt, dann darf es "oben rum" ruhig was melodiöser und verspielt abwechslungsreicher zugehen.

[ 28.03.2005, 22:19: Beitrag editiert von: psychosonic ]
 
Tierex
Usernummer # 1376
 - verfasst
Genau, die Monotonie der Basslines in elektronischer Tanz(!)-Musik ist IMHO sogar notwendig, um eine gewisse Triebkraft zu entfesseln, also um zu schieben! [Wink] Eine monotone Bassline kann einen Track immens beeinflussen, sie kann z. B. aus einem chilligen Track einen treibenden machen.

Im Übrigen ist eine monotone Bassline in einem guten Track selten langweilig, wenn sie sich gut in das Gesamtbild einfügt.
 
GnorkZomb
Usernummer # 2349
 - verfasst
genau, ich habe das auch sehr gerne wenn ich mich an etwas "festhalten" kann in einem Song/Track. Songs die in sich komplette Harmonie- oder Rhythmuswechsel haben gefallen mir nur seltenst, eine gewisse Monotonie im Fundament (Bass / Rhythmus) macht für mich Musik eigentlich erst gut.
 
Gianni
Usernummer # 66
 - verfasst
funktionalität ist der hauptanspruch aller trax,
die vornehmlich für die tanzfläche geschaffen
werden. funktionalität wird zu einem grossen teil
aus hypnotischem, maschinell-monotonem einsatz
einzelner elemente eines trax erzeugt, meistens
in der tiefen percussion (kick, toms) und im bass.

theoretisch ists sicher auch denkbar, die monotonie
zu verlagern, d.h. den bass als abwechslungsreiches
melodieschema zu verwenden - dann allerdings brauchts
die gewisse zuverlässige monotonie in anderen
bereichen, um an der tanzfläche zu funktionieren:
quasi müsste hook/lead etc. die struktur aufweisen
wie sonst der bass.

der nachteil dabei ist allerdings: der bass ist
auch physikalisch wirksam und daher wesentlich
besser als treibendes element geeignet.
 
Drookz
Usernummer # 6802
 - verfasst
z.B. bei diesen beiden Tracks:

Märtini Brös - Love The Machine (Robag Wruhme Rmx)
&
Slam - This World (Wighnomy Bros. Rmx)

finde ich gerade diese monotone Bassline so
geil , weil die einfach mit den "Wighnomy-Bassdrums" soo geil funktioniert...

Einfach der Hammer !


Ausserdem denke ich die Bassline ist bei Elektronischer Musik wirklich sehr wichtig.
Ohne Monotone , wiederholende Bassline
wären auch Tracks wie "Alter Ego´s - Rocker" ,
Vitalic´s - La Rock oder auch Matthew Johnson´s - Decompression usw.
garnichts , und würden sich einfach nur "flach" und "unvollständig" anhören.


DKZ
 
wheezer
Usernummer # 455
 - verfasst
Die monotone Bassline ist jetzt auch nicht wirklich dem Techno eigen, Moroder fand z.Bsp. die Bassline in einem Temptations Stück so toll, dass er sie rippte, Donna Summer rübersingen liess und fertig war "I Feel Love"....
 
wtm53
Usernummer # 6031
 - verfasst
Hmm, bin auch eher ein Anhänger des Melodiebasses,
mir isses auch egal wenn sich das Techno dingens mal vom club wegbewegt ... es kann auch anders getanzt werden und wie gianni schon anmerkte das Monotone kann auch woanders her kommen.

so dinge wie diablo .... na von wem war denn gleich noch ... so n soma dingens... haben sich einfach in meinen Kopf eingebrannt.
Tiefbasshymnen heisst sowas bei mir ... [Wink]

mehr Tiefbasshymnen bitte ..... [Wink]
 
seelenapparat
Usernummer # 7126
 - verfasst
bestes beispiel für sich monoton (aber auch analog) verhaltende bassline ist die maurizio serie.
wenn da nicht dieser bass wäre, würde es wahrscheinlich nicht diesen kultstatus erreicht haben.
(natürlich unterstrichen durch die chords etc.)
besonders m5 fällt da besonders auf...
und es muss so sein, natürlich nicht immer, ich kann mir aber jetzt nicht so genau vorstellen, was für variationen du meinst?
deephousetracks haben oft melodiösere basslines, wenn du sowas meinst?
 
Stahltrompete
Usernummer # 13180
 - verfasst
monotone - sich wiederholende - bd-soli, wie man
sie auch aus der frühen *core- und jetzt auch
unter anderem hardbass-szene kennt, sind in
meinen augen selbstreflexive mechanismen, dh.
eine entsinnung auf den ursprung, der mit hoher
wahrscheinlichkeit bei stammes- und indianer-
riddims liegt. musik thematisiert sich selbst;
was dann auch unschwer durch vocals zu erkennen
ist...
 
TonE
Usernummer # 7579
 - verfasst
Ich gebe 2 Beispiele an, wo sich die Bassline eher "musikalisch" verändert als üblicherweise in elektronischen Tracks, d.h. die Bassline spielt eine Melodie:

1- NATHAN FAKE, the sky was pink
http://www.mbeat.de/catalog/product_info.php/products_id/6771?osCsid=d3e7598418f9d5b75581c733f450b6d1

2- ANTHONY ROTHER, back home
http://www.mbeat.de/catalog/product_info.php/products_id/2370?osCsid=7e742f4ff33092dfca781d2e026d9426

Diese Art von Basslines werden (leider noch) viel zu selten benutzt.
 
nicogrubert
Usernummer # 1292
 - verfasst
ich sehe das so: eine monotone bassline schafft kontrast in einem track. kontrast zu synths, vocals, percussions, drums. ich ziehe da gern den vergleich zum malen. ein maler arbeitet in seinen bilder auch sehr oft mit kontrasten.

die basic channel tracks wurden hier ja schon angesprochen. ohne diese monotonen subbässe würden die chords und reverbs gar nicht so start zur geltung kommen.
 
bluti
Usernummer # 2576
 - verfasst
Es ist einfach so das man von monotonen Elementen die sich immer wieder und wieder und wieder, wiederholen irgendwann total angefickt ist. Schöne monotone sequenz bass raus, anderes Element dazu nehmen bass rein und der club rockt.
 
teccware
Usernummer # 15358
 - verfasst
Ich bin der Meinung, dass es bei ELEKTRONISCHER Musik in erster Linie um die Sounds, die Effekte, das Arrangement und den eigentlichen Groove geht.

Wenn einige Sounds ZU melodisch ausschweifend sind, ist der Charme dieser Sounds einfach nicht derselbe, als wenn sie minimalistisch in Szene gesetzt werden!
Für diejenigen, die etwas sehr melodisches hören wollen, kann ich nur Classic empfehlen.
[Wink]


Gruß, [stopthemusic]
teccware

[ 04.12.2005, 18:14: Beitrag editiert von: teccware ]
 




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