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Dieser Thread hat 10 Seiten: 1  2  3  4  5  6  7  8  9  10 
 
Autor Thema: All about AI Music Instruments | KI Musiktools und News
chris
User
Usernummer # 6

 - verfasst      Profil von chris   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Manchmal sieht man AI, wo keine ist:
Ich habe schon wirklich viele Videoclips mit der AI generiert und in den frühen Phasen gab es immer so gewisse gemeinsame Merkmale, egal, welche Plattform ich genutzt habe: Unnatürlich glattes und ebenmäßiges Hautbild, unrealistische und zu perfekte Zähne, starre Körperhaltung mit unnatürlich zuckenden Bewegungen...
Und dann schlägt mir gestern der y'tube-Algorithmus diesen (fantastisch minimalen!) r'n'b-Track der mir bislang unbekannten Künstlerin 'KWN' vor und ich denke mir ab etwa Sekunde 17:
Jo, AI. Absolut AI. Sowas von.
Also nach ein paar Sekunden direkt wieder auf Anfang.
Ja, keine Frage, das muss AI-generiert sein.
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=VHsJCGh4gr4
= kwn - worst behaviour (Official Video) ft. Kehlani
Tatsächlich und wie ich dann bemerkte, doch keine KI.
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

 - verfasst      Profil von Hyp Nom   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
https://bwabonn.de/2025/03/18/wirtschafts-akademie-warnt-vor-ki-roboterwelle
Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

 - verfasst      Profil von chris   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
https://bwabonn.de/2025/03/18/wirtschafts-akademie-warnt-vor-ki-roboterwelle

Tja, humanoide Roboter werden wohl auch dem Tesla-Aktienkurs helfen, wieder an Fahrt zu gewinnen, sobald die Dinger ausgeliefert werden.
Im Bereich der Logistik sprachen wir vor gut zwei Jahren schon mit 'future.ai', die ebenfalls humanoide Roboter entwickeln und auf meine Frage, welchen 'use case' sie vornehmlich als besten Einsatzzweck betrachten, kam direkt 'Logistik' als Antwort:
Ob Produktionslogistik oder Logistik für den Handel, die Automatisierung nimmt zu und nun gibt es jetzt schon voll-automatisierte Lagersysteme, die aber gut und gern 'ne Million kosten, aber die Investition rechnet sich nicht für jedes Unternehmen. Wenn ich hingegen einen humanoiden Roboter, der mittels AI 'lernt', theoretisch 24/7 einsetzen kann, der keine Gehaltserhöhung verlangt, nicht erkrankt und auch keinen Urlaub hat und auch keinen 'schlechten Tag' kennt, dann ist wird das definitiv ein 'no brainer' werden, sich die Dinger anzuschaffen:
Angeblich soll so ein Tesla-Bot irgendwann für zwischen 20.000,- und 30.000,- US$ angeboten werden: Wenn ich sehe, was heute für Picker und Packer an Gehalt ausgegeben wird zzgl. Lohnnebenkosten und gerade in Ballungszentren händeringend nach Personal für Logistik gesucht wird, dann ist vollkommen klar, dass die Robotik mit Hilfe der AI eher früher als später sehr, sehr, wirklich sehr viele Jobs ersetzen wird und das zu einem gesellschaftlichen Phänomen führen wird, über dessen Auswirkungen wir heute noch nicht mal in den schlimmsten Albträumen eine Ahnung von haben.
Und so schnuckelig der kleine Bot vorgestern bei der NVIDIA-Präsentation auch aussah, diese Dinger werden unsere Welt in Kürze auf den Kopf stellen.

Solange aber beispielsweise die LLM noch sowas von nicht perfekt sind, können wir noch ganz kurz durchatmen:

Stand letztes Wochenende konnte mir weiterhin keine KI helfen, _fehlerfrei_ mein Reaktor-Projekt umzusetzen, das 'Playbox'-Kontakt-Instrument nachzubauen.
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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Bruchstelle: Wer ist Marcellus Young? KI-Fakes erreichen die Clubmusik
[hand] https://www.dj-lab.de/bruchstelle-wer-ist-marcellus-young-ki-fakes-erreichen-die-clubmusik/

https://tobiasrecordseuskirchen.bandcamp.com/

eine klangqualität, die so klingt wie ein realaudio-lofi-stream aus den 90ern - und die leute kaufen es trotzdem...
[gurke]

Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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@SpeedyJ : Interessant, danke für den Link!
Die Musik hat wirklich diese AI-typischen Artefakte, auch wenn aktuellere Modelle das schon besser hinbekommen.
Ich sehe das etwas nüchterner als der Autor im Artikel: Sofern man das _nicht_ durch Verkäufe monetarisiert, würde ich sagen, dass das ein netter Gag und eine harmlose Irreführung ist, wie wir das zunehmend bei faktisch allen Medien noch erleben werden.
Problematisch ist es dann, wenn damit - viel! - Geld gemacht wird und auch das wird noch passieren, ist weiterhin nur eine Frage der Zeit, bis angebliche alte Bänder von etwa verstorbenen Musikern beispielsweise auftauchen und verhökert und / oder veröffentlicht werden. Ich meine, sowas ist ja nichts Neues, hatten wir anno 1983 ja schon mal im ganz großen Stil, als der 'Stern' die mehr oder minder bekannten 'Tagebücher' veröffentlichte. Und das 'Fälschen' geht halt heute bei Bedarf auf Knopfdruck.

Apropos: Die neue AI-Audio-Plattform audiox ist in der Lage, per Prompt allerhand Geräusche und auch Musik zu erstellen, tonlose Videos mehr oder minder passend mit den richtigen Sounds zu untermalen und dank Inpainting können sogar fehlende Fragmente mal mehr, mal weniger gut in Sprache und/oder Musik berechnet werden, was sicherlich bei der Audio-Restauration ein sehr nützliches Werkzeug sein wird, wenn die Halluzinationen nicht zu arg sind. Habe mir ein paar Sachen angehört, sowohl Geräuschkulissen wie auch Musik haben mich noch nicht ganz überzeugt, aber es geht definitiv in eine interessante Richtung. Und dürfte schon jetzt als neue Quelle für absolute unique 'Samples' gelten.

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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@chris: in dem fall findet ja eine monetarisierung statt - siehe bandcamp-link - wenn auch zum schnäppchenpreis von 0,99 euro pro album. kann man als harmlosen gag betrachten, aber strengenommen ist das seit dem inkrafttreten des AI acts nicht mehr erlaubt. anderseits: wäre z.b. "marcellus young" ein echter mensch, würde das urherrecht den verkauf der musik ohne zustimmung des künstlers erst recht verbieten.
Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
@chris: in dem fall findet ja eine monetarisierung statt - siehe bandcamp-link - wenn auch zum schnäppchenpreis von 0,99 euro pro album. kann man als harmlosen gag betrachten, aber strengenommen ist das seit dem inkrafttreten des AI acts nicht mehr erlaubt. anderseits: wäre z.b. "marcellus young" ein echter mensch, würde das urherrecht den verkauf der musik ohne zustimmung des künstlers erst recht verbieten.

Hmnnnnn, jetzt wird's für mich kniffelig und als Nicht-Jurist auch unübersichtlich, denn wenn ich richtig informiert bin, gibt es u.a. ja z.B. die für die EU gültige Verordnung über künstliche Intelligenz, wenn jetzt der 'Artist' irgendwo in Papua Neu Guinea sitzt, dürfte dann wieder die Frage sein, inwieweit er mit dem Vertrieb und der Monetarisierung von AI-generiertem Content gegen geltendes Recht verstösst bzw. mit Unternehmen wie y'tube und Bandcamp sich ein Ei legt.
Und ganz vage habe ich aus den letzten Wochen von 'nem anderen Post hier noch in Erinnerung, dass in den USA ich quasi verpflichtet bin, den AI-generierten Content in irgendeiner Art und Weise so zu verändern, dass da irgendein kreativer Prozess außerhalb der AI stattfand, um das dann zu verwerten und zu vertreiben:
Ob das bei den Fake-Entdeckungen hier passierte, vermag ich nicht zu sagen, zumal es wohl auch noch nicht so ganz exakt definiert ist, wo der kreative 'menschliche' Prozess anfängt und aufhört.
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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das nenn ich mal ein amtliches KI-musikvideo [hehe]

MEESE x HELL - Gesamtklärwerk Deutschland
www.youtube.com/watch?v=Jp00iUXja28

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
das nenn ich mal ein amtliches KI-musikvideo [hehe]

MEESE x HELL - Gesamtklärwerk Deutschland
www.youtube.com/watch?v=Jp00iUXja28

Schick! Und ich merke gerade, dass ich bei meinen eigenen KI-Video-Prompts (für andere Zwecke) noch viel radikaler sein darf und da noch mehr Möglichkeiten bestehen, als ich ahne...
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
oskar
phonout
Usernummer # 7383

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spannender ansatz um unberechtigtes AI training von audiomaterial zu stören. soweit ich das verstanden habe in der aktuellen version noch relativ kostspielig aber mit solchen entwicklungen kommt sicherlich schwung rein in das thema, auch wenn da ja schon einige viel trainiert haben...

das im artikel verlinkte video erklärt das ganze recht gut.

"poison-pilling" [popcorn]

https://cdm.link/benn-jordan-ai-poison-pill/

Aus: der Stadt, die es nicht gibt | Registriert: Oct 2002  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Während Suno heute die Version 4.5 veröffentlicht, habe ich am Feiertag mal wieder ein neues Python-Skript mit Hilfe von ChatGPT 4O gebastelt, das vorhandene Samples vergranuliert und mit Spektral-Synthese eine recht erstaunliche Manipulation von stets 2 Ausgangs-Samples zu einem neuen ermöglicht: Nach 17 Iterationen ist das Skript nicht nur extrem schnell und kann im 'Batch' z.B. automatisch 50 neue Variationen mit Zufallsparametern erstellen, auch einige der Ergebnisse sind äußerst spannend - egal, womit ich das Skript füttere, also Sprache, Gesang, Instrumente oder sogar kurze Musik-Schnippsel. Wir haben sogar 'Stilistika' eingebaut, d.h. Micro-Cuts für Minimal-House oder extremes Time-Stretching für Ambient.
Als ich das Skript noch verfeinern und erweitern wollte, sind mit die Token für GPT-4-Turbo ausgegangen, erst in 'ner Woche steht mit GPT 4-Turbo zur Verfügung und das bedeutet?
Alle (!) weiteren Versionen mit dem 'klassischen ChatGPT 4O' waren kompletter Murx und extrem fehlerbehaftet und jede weitere Iteration wurde zunehmend schlechter, so dass am Ende das Skript sich nicht mal mehr aufrufen ließ.
Fazit: GPT-4-Turbo ist wirklich gut darin, fast fehlerfrei ein Python-Skript zur Auudiomanipulation zu erstellen, aber ohne GPT-4-Turbo kommt - wie vor ein paar Monaten geschildert - dann recht viel Käse dabei raus mit extrem hoher Chance auf großen Frust.
[Razz]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Sollte jemand mal auf die Idee kommen, selbst mit Python-Skripten zu experimentieren (kann man u.a. auch prima nutzen, um z.B. die Tonart von Samples oder die bpm zu bestimmen oder zu 'stemmen'), hier ein Update zu meinen 'Forschungen':

1. Das erste Skript von ChatGPT (Turbo) mit etwa 400-500 Zeilen funktioniert wunderbar nach 'n' Überarbeitungen. Ohne 'Turbo' sind überarbeitete Skripte aber zu fehlerbehaftet, wie schon erwähnt.
2. Um das Skript zu erweitern, habe ich nun claude.ai im Pro-Modell bemüht, das Skript ist nun auf 6.400 (!) Zeilen angewachsen und macht einen ziemlich guten Job, nahezu fehlerfrei. Jedoch:
Da claude.ai eine Nachrichtenbegrenzung hat und lediglich der Upload des Skripts schon 64% der pro Chat maximal möglichen Nachrichtenlänge nutzt, ist dort eine weitere Überarbeitung nicht mehr möglich, _ein_ Skript in 'n' Chats zu verarbeiten, klappt nicht. Die claude.ai-Alternativen (API oder lokale Installation eines Code-Interpreters) sind für mich nicht gangbar.
Damit ist aktuell die Grenze von claude.ai für dieses Projekt erreicht.
3. ChatGPT - wieder zurück im Turbo-Modus - kann mit einem so umfangreichen Skript nicht fehlerfrei umgehen, Prozesse brechen ab, Skript-Bestandteile fehlen, d.h. damit ist momentan 4O total überfordert.
4. Perplexity gibt ausschließlich nette Ratschläge und Tipps, aber weigert sich konsequent, selbständig Änderungen am Skript vorzunehmen, ist also auch keine Alternative.
5. Gemini 2.5 Pro kann man aktuell im Google Labs kostenfrei mit bis zu 1 Mio 'Token' testen und es schluckt den großen Code anstandslos, beim Überarbeiten des Skripts mit neuen Funktionen schleichen sich jedoch zunehmend mehr Fehler ein, aber das Skript ist immerhin noch ausführbar und macht pi-mal-Daumen das, was ich als Prompt vorgegeben habe.

Apropos, Gemini 2.5 hält sich noch am konsequentesten an die Einhaltung der Prompt-Vorgaben, claude.ai ist manchmal 'zickig' und ignoriert Aufgaben und ChatGPT halluziniert fröhlich weiter wie auf 'nem LSD-Trip, während Perplexity zwar analysiert, aber stets mit einer "mach selbst"-Antwort um die Ecke kommt.

Mein Zwischenfazit:
Die Samples, die das Skript erstellt, sind teilweise extrem, wirklich extrem spannend, was mitunter auch daran liegt, dass das Python-Skript nun über eine Art 'musikalisches Verständnis' verfügt, d.h. Chord-Progressions, Patterns und Grooves verschiedener Musikstile "versteht" das Skript und analysiert die Futter-Samples auch nach Tempo, Transienten, Tonart, Stille und Harmonien.
Tatsächlich klingen die Ergebnisse so, als ob ich Samples durch eine Fülle verschiedener Granular- und Glitch-Plugins gejagt hätte.
Nur ist es lediglich ein Python-Skript.

Mal sehen, wie weit ich komme und ob daraus vielleicht ein neues Sample-Pack für euch entsteht.
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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"You explicitly agree that your Content may be used to inform, train, develop or serve as input to artificial intelligence or machine intelligence technologies or services as part of and for providing the services."

Soundcloud added this new wording on 12 February 2024. It just escaped notice until now — because Soundcloud didn’t tell anyone.


https://pivot-to-ai.com/2025/05/11/soundcloud-claims-the-right-to-train-ai-on-your-uploaded-music-but-swears-it-hasnt-yet-honest/

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
"You explicitly agree that your Content may be used to inform, train, develop or serve as input to artificial intelligence or machine intelligence technologies or services as part of and for providing the services."

Soundcloud added this new wording on 12 February 2024. It just escaped notice until now — because Soundcloud didn’t tell anyone.


https://pivot-to-ai.com/2025/05/11/soundcloud-claims-the-right-to-train-ai-on-your-uploaded-music-but-swears-it-hasnt-yet-honest/

War gestern auch Thema beim grumpy 'WeaverBeats' auf y'tube und auch er erhielt auf seine Anfrage eine Rückmeldung ähnlich zu den Statements im Link, dass die Daten ausschließlich zu einem späteren Zeitpunkt zugunsten der Musiker und ihrer Rechte genutzt werden würden. Ich würde da aktuell keinen zu großen Buzz drum machen: S'cloud hat erkannt, dass sie in den AGB nichts zum Thema 'AI' hatten und haben da eine Zeile eingefügt, um sich einfach die Option nun offen zu halten. Und unter uns, diverse AI-Systeme wie Udio, SUno & Co 'scrapen' sowieso das Netz, d.h. wenn ein Release nicht ausschließlich auf s'cloud steht, stehen die Chancen ohnehin hoch, dass andere Plattformen abgegrast werden.
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dabase

Usernummer # 21890

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k.a. ob mytracks oder hier .... aber Suno 4.5 hat mich dann doch sprachlos zurückgelassen.

Im Vergleich zu udio weniger artefakte und nach ein bisserl experimentieren hat es doch gemacht was ich wollte.

Am Ende das Ergebnis eines Meta-Prompts (Prompt creating prompt)

https://suno.com/playlist/2eaf7fec-284b-4e63-986c-285465ebce5b

Meine Vorhersage: 6 Monate bis direkt nach Spotify publizierbar.

Aus: Hamburg | Registriert: Aug 2018  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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@ dabase

die ersten beiden haben noch gewissen mängel für mich, aber viel ist es nicht (erster zu statisch lange/laute basslinenoten, im zweiten gehen die vocals unter, wenn alles zusammenkommt).. die letzten beiden schon sehr überzeugend mit der stilkombination r&b und industrial.. und inzwischen auch mit songlängen über 4 minuten.

bin auf Spotify schon hin und wieder auf offensichtliche KI-songs gestoßen, die nicht als solche ausgewiesen waren, und das wird sicher immer mehr werden.

man muss es so sehen: die KI nimmt nur die handwerker aus dem spiel, die keine künstlerpersönlichkeiten sind. denn man bringt nicht musik raus, sondern seine persönlichkeit - vermittelt durch musik. woran die leute andocken, ist mehr als die musik, es ist der "geist" der existierenden protagonisten, von dem sie gern etwas haben. das höchste ist nicht die musik, sondern die reale inkarnation der musik. das beweist sich dadurch, dass die leute schon bei der stummen anwesenheit von "stars" durchdrehen und "aura" fühlen. was die leute am meisten triggert, ist die verkörperung der transzendierung der welt, d.h. von menschen, deren geist in sphären über dem profanen verortet wird.
wenn avatare von Abba auftreten, wird das nie dasselbe in den leuten auslösen als wenn die realen Abba auftreten würden.

fazit: KI-musik kann nicht die wirkung des wissens um die reale künstlerperson aufwiegen, die sich auf ihrem weg über jahre und jahrzehnte ausdrückt. personifizierung macht den unterschied.

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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@dabase: Der Sprung von V4 auf V4.5 ist noch kein Quantensprung, aber die Klangqualität hat sich n.m.E. durchaus immens verbessert, denn bei V4 gab es u.a. in Reddit die viel diskutierten Artefakte. Auch gestattet 4.5 mehr Flexibilität, etwa mehrere verschiedene Sänger:innen und Timbres in einem Song zu nutzen, auch die Intonation hat noch mal deutlich zugelegt. Stilistisch sind deine Songs nicht unbedingt in meinen Lieblingsgenreschubladen, aber 'showcasen' die Möglichkeiten durchaus gut: Einzig bei Captain hätte ich blind die AI sofort erkannt, weil die Instrumentalisierung und die Stimme für mich typisch 'Suno' sind.

@hyp: Ich kann es nicht verifizieren, aber bin mir sehr sicher, dass ich in den letzten Tagen K-Pop-Songs hörte, die nach meiner Erfahrung nach definitiv durchaus mit Hilfe der KI generiert wurden, d.h. wenn meine These stimmen sollte, dann entsteht nun ein Hybrid aus AI und Popstar, d.h. die AI ist das Handwerkszeug zur Ideenfindung und dann wird das Thema noch mal nachjustiert und nachproduziert, im Studio werden dann fix die Vocals aufgenommen, dann wird noch mal alles hübsch gemacht, ein Dutzend ultra-professionelle Videoclips gedreht und dann erzielt so ein Video innerhalb von wenigen Stunden ein paar Millionen Aufrufe auf den Plattformen und sobald die Stars den Song performen, flippen die Kids aus, weil - ja, durchaus - schon die Aura der Popstars Einfluss auf das Verhalten hat.
Ich bin bei dir, da ich mir nicht vorstellen kann, dass die Avatare heute als Popstar taugen: Hin und wieder wird vermehrt ein AI-Song in den Charts auftauchen, hier und da wird mal ein Avatar die Rolle des Popstars einnehmen, aber diese Totalentmenschlichung, dafür ist die Zeit (noch?) nicht reif.
Fakt ist, die Handwerkszeuge werden auch durch die AI immer flexibler und vielseitiger, was aber alles nichts bringt, wenn die guten Ideen fehlen.
Und ja, die Musik alleine heute ist nur noch teilweise für den Erfolg ausschlaggebend, was ich irgendwie schade finde. Aber das ist eben der Zeitgeist.

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
oskar
phonout
Usernummer # 7383

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spannende gedanken die ihr hier teilt!

ich versuche das mal so:

wenn die tütensuppe schmeckt, dann schmeckt sie.
wer gern tütensuppe kocht, kocht sie. an tütensuppen verdienen jedoch selten die köche,
da verdienen die tütensuppennfabriken und die supermärkte...

aber das ist ja an sich ein ganz neuer wirtschftszweig mit den tütensuppen. wer jetzt also eine gute fabrik baut, der kann vielleicht viel geld verdienen. die rohstoffe liegen ja überall herum...

scheisse, ich hab jetzt hunger bekommen. selber kochen oder nicht?

https://saigon-monsun.com/mama-pho-nudeln

#offtopic:
p.s.: jemand von euch schon mal zuhause pho gekocht? also so richtig mit brühe aus knochen über stunden und so? suche eine rezeptempfehlung! [Wink]

Aus: der Stadt, die es nicht gibt | Registriert: Oct 2002  |  IP: [logged]
dabase

Usernummer # 21890

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ja hab ich schon gekocht die pho
Aus: Hamburg | Registriert: Aug 2018  |  IP: [logged]
dabase

Usernummer # 21890

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: oskar:
spannende gedanken die ihr hier teilt!


wenn die tütensuppe schmeckt, dann schmeckt sie.
wer gern tütensuppe kocht, kocht sie. an tütensuppen verdienen jedoch selten die köche,
da verdienen die tütensuppennfabriken und die supermärkte...

So wie es aussieht: es verdienen grade nur stabil die großen Beratungshäuser (deloitte) und villeicht NVIDIA und spezialisten für datacenter. Die Beratungshäuser verkaufen 100K$ PDFs und NVIDIA finanziert seine Forschung. Alles für eine Technologie, die aktuell Energie, Wirtschaftswachstum (chatbots und fash ikonographiegeneratoren machen weder dinge effizient, noch effektiv) und viel davon ist einfach nur sinnlos. Wenn es die Wirtschaft signifikant beeinflussen würde: Wir würden es schon sehen. Momentan schient mir das kein positiver Einfluss zu sein.

Klar kannst du jetzt, um im Bild zu bleiben, TütensuppenFabrikbauerGPT nutzen um dir die Tütensuppenfabrik zu bauen und dann als service jeden seine individuelle Tütensuppe machen lassen.

Problem: Verdien dein Geld schnell, jemand kann deinen Service, mit gegen 0 gehenden Kosten, einfach klonen und zwar tendenziell 'one shot'. ich habe jegliches engagement aufgegeben ein SAAS irgendwie machen zu wollen.

Viel was mit den Agenten gemacht wird, das gleicht einer Gruppe Halbstarker, die grade das erste > 1000 PS KFZ in die finger bekommen und damit dann Burnouts auf dem Supermarktparkplatz machen. Und zwar jeder einen.

Wenn ich dann die Alergene in der Tütensuppe dann anschaue und sehe: Skill Atrophy, Problem-Solving Degradation, Long-Term Capability Loss, System Fragility, the Second Singularity, Passive Consumption, Metacognitive Laziness, Compromised Decision-Making and Reasoning, Disruption of Reflective Thinking, Homogenization of Creative Output, Divergent Thinking Suppression, Practice Reduction als Nebenwirkungen sehe .... dann frage ich mich inzwischen manchmal wirklich ob der Kuchen an dieser Stelle nicht vielleicht eine Lüge ist.

Aus: Hamburg | Registriert: Aug 2018  |  IP: [logged]
oskar
phonout
Usernummer # 7383

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@dabase: Der Tütensuppen-Vergleich hinkt etwas, ja. Aber ich denke, der Kuchen ist eher eine Karotte.

Ich habe da noch den einen oder anderen Gedanken verfasst, aber ich merke selbst, das wird zu off-topic und politisch, daher lasse ich das lieber in meiner Ablage und poste es nicht hier im TF-"All about AI Instruments"-Thread. So traurig das ist, besser ist das.

Ich bin ja leider nach wie vor in dem Modus zu denken, das TF sei wie vor 20 Jahren. Dabei wird der Kram hier inzwischen auch gescraped, wie ich zuletzt recht sicher feststellen konnte. Insofern: ein guter Zeitpunkt für mich, die Klappe zu halten.

Aber bezüglich Allergene: Ggf. noch zu ergänzen wäre – weniger Kontakte, weniger persönliches Netzwerk, mehr Abhängigkeit, Shitification.

In diesem Sinne: Oskar ist raus! Wenn ich nochmal etwas schreibe, löscht meinen Account! [Wink]

Aus: der Stadt, die es nicht gibt | Registriert: Oct 2002  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Das Ende von Sample-Bibliotheken, Splice & Co naht?

[hand] https://www.waves.com/illugen

"A text-to-sound engine for creating one-shots, loops and SFX that are entirely unique—powered by your imagination."
Ist aber anscheinend alles noch nicht ganz reif, u.a. werden heute noch keine Scales berücksichtigt, Loops auch nur im 4/4-Takt und man darf die generierten Samples nicht weiter veräußern, also ausschließlich für Musik nutzen. Und natürlich funktioniert die Desktop-App (ist also kein Plugin) nicht offline, da die Samples auf den Waves-Servern berechnet werden.

"You own the rights to use the samples you generate with ILLUGEN in your own creative work—such as music, sound design, games, or films.

However, these rights are for usage, not for resale.
"

Und womit die AI trainiert wurde, ist auch wieder nur die altbekannte vage Buchstabengrütze:

"ILLUGEN’s model was trained exclusively on documented, legally owned material. Ethical AI development is a top priority for us at Waves Audio—we are committed to respecting creators’ rights and ensuring our training sources are properly licensed and documented."

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
"A text-to-sound engine for creating one-shots, loops and SFX that are entirely unique—powered by your imagination."

funktioniert seit zwei jahren auch schon gut (und für lau) mit https://samplab.com/text-to-sample

hab letztes/vorletztes jahr mal dieses und jenes KI-musiktool ausprobiert, aber bisher keine verwendung dafür gefunden. interessant wäre, der KI einen entwurf zu geben und nach verbesserungsvorschlägen zu fragen, z.b. "fällt dir eine coolere bassline dazu ein?"

wenn ich grundsätzliche elemente brauche, die ich selbst nicht erbringen kann, oder externe ideen reinholen will, finde ich es weiterhin sehr viel reizvoller, andere produzenten, instrumentalisten, sänger/innen einzubeziehen.

und wenn man erst mal die musik so prompten kann, dass sie so nah an die eigene vorstellung rankommt, wie es klingen soll und sich produktionsarbeit radikal abkürzen lässt?
auf diese disruption freue ich mich insofern, als dass mich das endlich zum next level schubsen würde: live-konzepte anzugehen, mit band auf der bühne.
dass avatar-projektoren livebands verdrängen, wird nicht so schnell (meiner ansicht nach nie) kommen.

[ 28.05.2025, 18:59: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
FaDe

Usernummer # 7185

 - verfasst      Profil von FaDe   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Das sind doch zwei verschiedene Ansätze, wenn ich das richtig verstehe? "Samplab" nimmt ein Sample von dir, und zerlegt es in Noten, um es zu verändern. "Illugen" erzeugt ja scheinbar nach Textprompt ganz neue Samples... Und für "lau" ist Samplab wohl nur in mono...
Aus: NRW | Registriert: Sep 2002  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Ich gebe FaDe Recht, das scheinen zwei vollständig andere Ansätze zu sein:
Samplab scheint mir nicht sehr viel mehr als ein Stem-Splitter zu sein, der das auch auf tonaler Ebene macht bzw. auch Akkorde zerlegen kann. In - nicht so guter Qualität kann das ja schon Ableton 9 und in deutlich besserer Qualität kann das Melodyne ja ebenso schon seit sehr vielen Jahren.
Illugen ist hingegen das für Samples, was Suno und Udio für Songs sind: Per Prompt sich von der AI 'neue' Sounds generieren zu lassen.
Und so ein Mittelding ist Synplant, das aus einem Sound neue Variationen erstellt.

Ich sehe durchaus Marktpotential für Illugen, natürlich einerseits zur Inspiration, andererseits, um sich sehr gezielt einen passenden Sound, eine Melodie, ein unkonventionelles Instrument oder einen Loop erstellen zu lassen und dabei nicht mehr Gefahr zu laufen, dass mein Song auf sämtlichen Plattformen temporär wegen angeblicher Copyright-Verletzung blockiert wird, weil bereits andere Songs die gleichen, markanten Splice-Samples nutzen.

Keine Frage, es ist ein ganz anderes Gefühl und eine ganz andere Herangehensweise, mit Menschen zusammenzuarbeiten. Wenn Musik - hallo Korea - wie am Fließband produziert wird, dann kommen da sehr eben auch Sample-Bibliotheken zum Einsatz und das birgt immer wieder Gefahren. Nicht als Gefahr sehe ich die Sample-Produzenten, die auf y'tube regelmäßig Clips veröffentlichen, weil sie in millionenfach aufgerufenen Songs ihre Samples entdeckt haben. Das ist nur ein Nebeneffekt. Aber eben auch so Themen wie soeben beim Eurovision Song Contest, als tatsächlich diskutiert wurde, einen Song zu sperren, weil eine prägnante Melodie von Splice kam und das wohl gegen das Regelwerk verstossen hätte. So etwas kann lockerflockig mit der AI umgangen werden.

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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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hatte falsch verlinkt.. das ist das erwähnte schon ältere text-to-sound-tool: https://samplab.com/text-to-sample
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chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
hatte falsch verlinkt.. das ist das erwähnte schon ältere text-to-sound-tool: https://samplab.com/text-to-sample

[Wink]
Okay, ja, das ist ähnlich zum neuen Waves-Produkt, da es aber lokal arbeitet und auf Meta's kleinem MusicGen basiert, wird vermutlich das Waves-Ding etwas 'mächtiger' sein.

Ich prognostiziere, dass künftig die größeren DAW das dann sowieso alles integriert haben werden, also Stem-Splitting und Sound-Generierung mittels AI, ggfs. abgespeckt offline oder ggfs. wird dann eine Internet-Verbindung benötigt und möglicherweise gibt's dann zur DAW das passende, zusätzliche Abo-Modell mit 'Credits' und natürlich das Premium-Flatrate-Paket.
Ob dadurch aber neue Musik besser, interessanter, spannender, innovativer wird, da bin ich mir nicht so sicher.
[Razz]

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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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die KI-integration in DAWs wird nochmal ein schritt sein, bevor DAWs für die meisten überflüssig werden. denn ob DAWs überhaupt noch die allgemeine basis für musikproduktion sein werden oder nur noch was für wenige freaks? selbst für akustische instrumentalisten wird es KI-lösungen ohne DAW zum abmischen ihrer mehrspur-aufnahmen geben.

ist es reizvoller, über tage und wochen hinweg manuell viel zeit zu verbringen für einen track.. oder ist es reizvoller, per prompt was zu bauen und immer gleich potenzielle endresultate zu bekommen? wenn man auch details in der musik verbal deskriptiv formen kann, ohne dafür eine technik lernen zu müssen, wird sich das dermaßen durchsetzen.. und immer mehr leute werden damit aufwachsen und es gar nicht mehr anders kennen.

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chris
User
Usernummer # 6

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@hyp: Das ist vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich, dass das Prompten künftig die DAW teilweise ersetzen wird: Ich fand es im Frühling vergangenen Jahres selbst äußerst reizvoll, mit Suno zu experimentieren und alle paar Monate reizt es mich, mit den neuen Modellen zu spielen.
Künftig wird das dann wohl so aussehen:
"Hey Siri, ich hatte heute einen echt miserablen Tag, mach mir bitte die Tailor" - "Oh, ich verstehe. Ich sehe in deinem Kalender, heute war Zeugnisvergabe und das lief anscheinend nicht so gut. Und auf deinem Konto ist gerade auf Ebbe, du bekommst erst nächste Woche wieder Taschengeld. Ich erstelle dir jetzt Songs mit positivem Vibe im Stile von Taylor Swift, Kopf hoch und wenn du noch mehr positive Vibes brauchst, sag' Bescheid!"

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chris
User
Usernummer # 6

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Und Plattformen wie Suno können Menschen noch auf ganz andere Art und Weise berühren und unterstützen, wie ich gerade mit einem Tränchen im Auge auf Reddit las: Eine junge Frau in den USA hat aufgrund einer vermutlich neurologische Störung die Gabe verloren, zu singen und gerade ein herzergreifendes Video gepostet, wie sie mit Suno einen unfertigen Song mit ihrer Stimme fertiggestellt hat:
Mit dem Song im Gepäck will sie nun gemeinsam mit ihrer Stimmtherapeutin versuchen, das Singen wieder zu erlernen:

Vermutlich noch viel zu wenig beachtet, wenn wir über die Vor- und Nachteile der KI nachdenken, aber Menschen mit Einschränkungen werden vermutlich an vielen Stellen von der KI künftig profitieren und an Lebensqualität gewinnen können.

Der kleine Clip auf Reddit hat mich berührt, weswegen ich das kurz zum Thema 'Suno' loswerden wollte.
[Wink]

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dabase

Usernummer # 21890

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
@hyp: Das ist vielleicht gar nicht so unwahrscheinlich, dass das Prompten künftig die DAW teilweise ersetzen wird: Ich fand es im Frühling vergangenen Jahres selbst äußerst reizvoll, mit Suno zu experimentieren und alle paar Monate reizt es mich, mit den neuen Modellen zu spielen.
Künftig wird das dann wohl so aussehen:
"Hey Siri, ich hatte heute einen echt miserablen Tag, mach mir bitte die Tailor" - "Oh, ich verstehe. Ich sehe in deinem Kalender, heute war Zeugnisvergabe und das lief anscheinend nicht so gut. Und auf deinem Konto ist gerade auf Ebbe, du bekommst erst nächste Woche wieder Taschengeld. Ich erstelle dir jetzt Songs mit positivem Vibe im Stile von Taylor Swift, Kopf hoch und wenn du noch mehr positive Vibes brauchst, sag' Bescheid!"

Das habe ich bei der Entwicklung einer Projektmanagement Applikation mit 'AI' support auch gemerkt: Traditionelle UI Patterns sind nicht mehr so relevant. Einige Features brauchts halt erst mal nicht. Für mich der klare Hinweis: Wir sind hier echt am Anfang.
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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news von Suno gestern, tragen dick auf..

A Whole New Level of Creative Control
A brand new editing interface. Enhanced audio uploads. Stem separation. Total creative control—for artists who want more.

... Use the upgraded Song Editor to dial in your sound with industry-first editing tools: replace lyrics, rework sections, and remix ideas. Play with the creativity slider to amp up (or down) just how funky you want to get. You are in complete control of your music, down to each beat.


https://suno.com/blog/songeditor

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chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
news von Suno gestern, tragen dick auf..

A Whole New Level of Creative Control
A brand new editing interface. Enhanced audio uploads. Stem separation. Total creative control—for artists who want more.

... Use the upgraded Song Editor to dial in your sound with industry-first editing tools: replace lyrics, rework sections, and remix ideas. Play with the creativity slider to amp up (or down) just how funky you want to get. You are in complete control of your music, down to each beat.


https://suno.com/blog/songeditor

Wenn mir mal langweilig sein sollte, werde ich es sicherlich testen, aktuell bin ich mit meinen 'Unvollendeten' gut beschäftigt.
Was ich ebenso interessant finde, dass die bisher recht knappe Limitierung für den Upload eigener Songs / Tracks nun auf 8 Minuten erweitert wurde:
(...)Extended Uploads lets you bring in full songs (up to 8 mins) and start building from your own sound, whether it’s a finished track or a single riff.(...)
Vielleicht teste es ich es demnächst nur aus Neugierde mal, denn die bisherige Stem-Extraktion war eher so .. naja:
Anscheinend hat man hier die Algorithmen noch mal stark verändert, denn es lassen sich nun wohl bis zu 12 'Komponenten' extrahieren, während viele andere Plattformen bislang stets nur 'Drums', 'Bass', 'Vocals' und 'Other' anbieten, manchmal etwas erweitert zu 'Guitar' und 'Piano' und das war's dann oft auch.
Ich gucke auch die Tage mal auf Reddit, was die ersten Tester so schreiben, da die Suno-Gruppe dort recht aktiv ist.
Aber: Die Stärke der Abweichungen beim 'Remixen' oder 'Covern' mit einem Slider ist keine Neuerfindung, Udio hat das schon seit 'ner ganzen Weile, will sagen, Udio hat von Anfang an mit einem richtig großen Set an Features zu punkten versucht. Suno zieht da jetzt gemächlich nach.
[Wink]

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chris
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Usernummer # 6

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Typische AI-Lyrics und AI-Sound, und _noch_ in vielen Szenen als Avatar erkennbar, aber in manchen Szenen extrem verblüffend realistisch, selbst auf 'nem 43'-Screen:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=KHSr80Rnm9k
YURI - SURREAL Completely AI-Generated Music Video | AI.TALK

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chris
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Soundcloud muss anscheinend endlich bemerkt haben, dass die Nutzer die neuen Passagen in den AGB in Sachen 'AI' für zu vage hielten und div. Stimmungsmacher im Netz zu diesem Thema wohl potentiell geschäftsschädigenden Einfluss nahme , denn heute begrüßt mich dieser Banner:

"We’re updating our Terms of Use to reflect what’s true now and always: SoundCloud will not train generative AI models on your content without your explicit consent. The update takes effect July 1"

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Hyp Nom
Morgen Wurde
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das 'lo-fi beat'-genre (süßlich vor sich hin plinkernde "study"-chillout-musik [vulgo: fahrstuhlmusik]) hat's als eines der ersten genres erwischt - besonders wenig von KI-kreationen unterscheidbarer sound, die playzahlen bei den realen produzenten stürzen ab:

How AI Wreaked Havoc on the Lo-Fi Beat Scene

AI has annexed the lo-fi scene for a hodgepodge of reasons: The lack of vocals, which typically gives away robo fraudulence, make it easier to infiltrate; the music’s association with aimless, unfocused listening — vibe music before vibe became a buzzword — means people aren’t paying as much attention to what’s real and what’s not...

“With AI, you can just come up with some ridiculous chord progression and then turn it into an ambient track where there’s just not a lot going on. You can almost loop it over and over and then upload that. You can upload three hour compilations every day.” He believes he’s lost millions of views because his sparse uploads have been deprioritized in the search results.

“It’s flooding the platforms, and unless streaming services implement some kind of regulation, which we hope they will, this will inevitably dilute the presence and visibility of real artists.”


https://pitchfork.com/thepitch/how-ai-wreaked-havoc-on-the-lo-fi-beat-scene

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chris
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@hyp: Das war Telepathie, habe gerade jemandem auf Reddit ein paar Tipps gegeben für netten Lo-Fi und ihm/ihr gleich mal 3 Beispiele inkl. Prompts gemacht. Und es hat nur 8 Versuche gebraucht, um 3 durchaus akzeptable, echt nette Lo-Fi / Lounge / Downbeat-Sachen zu machen. Normalerweise ist bei 'meinen Genres' das, was in der virtuellen gelben Tonne landet, um eim Vielfaches höher.
Vielleicht war auch gerade auch nicht zu wählerisch, weil die Muzak so schön zum gerade hier einsetzenden Regen passt.

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chris
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Ahso, und evtl. seid ihr in den letzten Tagen in den Musik-Medien schon über die Rock-'Band' Velvet Sundown gestossen?
Und heute hat "die Band" es in das Rolling Stone-Magazin geschafft und damit dürften es in Kürze sicherlich mehr als die momentanen ca. 500.000 monatliche Hörer auf Spotify werden:
[hand] https://www.rollingstone.com/music/music-features/velvet-sundown-ai-band-suno-1235377652/
(...)“Personally, I’m interested in art hoaxes,” Frelon continues. “The Leeds 13, a group of art students in the U.K., made, like, fake photos of themselves spending scholarship money at a beach or something like that, and it became a huge scandal. I think that stuff’s really interesting.… We live in a world now where things that are fake have sometimes even more impact than things that are real. And that’s messed up, but that’s the reality that we face now.

-

P.S.: Achja, Thema Lo-Fi / Muzak:
100% BigApple-Fahrstuhlmuzak anno 1982 : hand: https://suno.com/s/cUdInrPne3TtMD1y
Französischer Softcore anno 1979 : hand: https://suno.com/s/19dMLO2Svv02w95h
Seniorenjazz: [hand] https://suno.com/s/CmXubt1OotazvsdG

[ 02.07.2025, 23:42: Beitrag editiert von: chris ]

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chris
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Eigentlich wollte ich vor ein paar Wochen für FaDe nur ein paar Vocals zum Spielen generieren, da aber Suno V4.5 nun ein paar neue Spielzeuge hat, die ich aus der V4 noch nicht kannte, hat mich der Ehrgeiz wieder mal gepackt und - zugegeben - das Ding hat irgendwie auch ein Sucht-Potential wie das Kasino... man würfelt und würfelt und verfeinert seine Methoden in der Hoffnung, irgendwann das 'große Los' zu ziehen. Während wieder hunderte an Songs in der Tonne gelandet sind, sind einige sehr interessante, überraschend gute Perlen dabei übriggeblieben, die sich vom Suno-Einheitsbrei n.m.E. stark abgrenzen und nur noch zart nach AI klingen:

[hand] https://suno.com/@tia

Und die Lyrics und Prompts kommen tatsächlich von mir, zumal ich jetzt endlich auch eine Methode gefunden habe, die zum Workflow und meinem Sound prima passt. Außerdem habe ich einen 'dirty workaround' gefunden, um einige der Vocals von der Masse anderer Suno-Songs abzuheben.
[Wink]

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Hyp Nom
Morgen Wurde
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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
[hand] https://suno.com/@tia

nur Closer #2 (sowohl [Deep House]- als auch [Deep House Edit]-versionen) etwas langweilig.
und Gravity fehlt es am low-end.

hätte Matthew Herbert deine jüngsten KI-songs gebracht, chris, würden ihm die fans das womöglich abnehmen. [Wink]
sein neues album zum vergleich: https://matthewherbert.bandcamp.com/album/clay
er hat aber über jahrzehnte eine starke marke aufgebaut, die ihn auf lebzeiten tragen wird.

bzgl. Suno & co.: um gezielter weiterzukommen mit einem eigenen KI-basierten musikstil müsste man vielleicht eine eigene vision von begriffen wie experimental, avant-garde und charismatic entwerfen und beschreiben.

dieser artikel will hoffnung für die zukunft menschengemachter musik machen:
www.attackmagazine.com/features/columns/dont-lose-hope-lessons-from-the-velvet-sundown-ai-debacle

aber selbst dies scheint mir immer weniger gegeben:
If you want to stay ahead of the algorithm, make music that’s hard to ape. AI can’t replace you if you work in a genre that it can’t reach. Ever asked a generative music platform to make a breakcore track, or an Autechre-style beat, or footwork? It can’t do it, or at least not convincingly. It doesn’t have enough information to work with.

es gibt ihn aber - den sicheren weg, mit "eigener" musik in zukunft ein publikum zu erreichen: live-musik / mit menschen draußen in real-life & real-time gemeinsam zelebrieren, ganz old-school. das ist es, worauf man setzen muss, um musik am ehesten aus den eigenen vier wänden hinauszubringen:

“In the AI era,” says the Sonarworks study, “live shows could become the central expression for human connection with the artists.” This could be in the form of completely live performances of bands or solo performers or DJs. Humans interacting with other humans will take on a whole new importance, with this authenticity factor playing a large part in music going forward.

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