|
Autor
|
Thema: Phat 'n pounding: New banging Techno
|
|
|
|
|
|
|
|
|
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
|
verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: statement des jahres: "By listening to what is being called techno today, I apparently was doing it wrong since day one!" Kenny Larkin, www.instagram.com/p/DMNyv73uV7N
eher boomer cringe des jahres es gibt sicher genügend tracks, die kennys kriterien erfüllen, man muss sich nur umschauen. der monfort-track aus deinem post, hyp, ist ja ein gutes beispiel. oder hier was aus der aktuellen väth-playlist: Dino Lenny - Washington Street (4Am Mix) - https://www.youtube.com/watch?v=l7pqLqrnfEY
geiler release von ken ishii auch.
|
Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
| IP: [logged]
| |
|
|
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
|
verfasst
speedy, ich hab extra diesen track nach dem statement gebracht, weil er ein gegenbeispiel ist. Kenny müsste sich der widersprüchlichkeit selbst bewusst sein, seine definition von "unmusikalischem" techno trifft ja auch auf damalige musik seiner detroit-kollegengeneration und allgemein tooligen techno zu. er hat es aber zu schön formuliert, und es ist aus meiner sicht auch was dran, nur anders:
viel festivaltechno, den ich in den letzten jahren erlebt habe, hat nicht mehr das treibende und eskalierende wie früher, ist braver und genormter. es wird knatternd auf der stelle getreten, in breaks kommt ein hans-zimmer-'braaah', und dann wird weiter knatternd auf der stelle getreten. ausgerechnet (härterer) tiktok-techno macht das besser (breakt aber zu viel), ist hier im norden aber weniger präsent. tatsächlich sind auch strings weniger geworden und der damit verbundene technosoul-stil, da stimme ich Kenny zu.
andere beobachtung: immer weniger DJs können bögen kreieren. meine these: die DJs werden heute so von der release-flut in ihrer eigenen stilschublade in atem gehalten, dass sie überfordert sind, sich auch noch mit der flut anderer schubladen zu beschäftigen und sich da was rauszuziehen. bei der größeren überschaubarkeit früher hatte man mehr kapazität, sich auch mit anderem zu beschäftigen, d.h. in verschiedenen stilen einen geschmack zu bilden und in seinem set verbindungen herzustellen.
und ich denke, man achtet heute mehr darauf, in line-ups reinzupassen und möglichst nicht mit abweichungen zu verwirren.
damit verwandt der effekt, den man auch hier im forum sieht:
Musik ist heute jederzeit verfügbar – und genau das verändert unser Verhältnis zu ihr. Algorithmen geben uns, was wir ohnehin mögen oder was gerade angesagt ist. Dadurch geht die aktive Suche und das persönliche Entdecken immer mehr verloren.
Früher war das für mich ein bewusstes Erkunden, ein richtiges Eintauchen in eine Subkultur. Man musste graben, sich austauschen, mit Freund:innen wetteifern: Wer hat das Unbekannteste entdeckt? Wer bringt den nächsten unerwarteten Track? Es ging darum, sich darüber zu definieren. Diese Sozialisierungsfunktion ist heute verloren gegangen.
https://strumandiodine.com/article/techno-war-irgendwann-auserzahlt-im-gesprach-mit-transki
wo wir gerade beim beschweren sind.. auch Sven Väth ist gerade wieder dabei: www.instagram.com/p/DNvhjp-xBUJ
|
Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
| IP: [logged]
| |
|
|
|
|
|
|
|
|
|