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Autor
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Thema: Der Kino Thread Vol. 2
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bgoeni
   
Usernummer # 3203
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ: Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: 49 minuten online, >100.000 views
Star Wars: The Mandalorian and Grogu | Final Trailer | In Theaters May 22 www.youtube.com/watch?v=uwild1rw7Aw
dröhn!
da passiert gerade etwas historisches: an den kino-kassen muss sich der film mit seinem 165-mio-dollar-budget gegen zwei low-budget-horrorstreifen geschlagen geben - beide von youtubern (einer davon gerade mal 20 jahre alt).
obsession - https://www.imdb.com/title/tt37287335/ backrooms - https://www.imdb.com/title/tt26657236/
Bin mal gespannt, wie sich die Filme hier schlagen, solche Überraschungshits gibt es in Deutschland nur noch selten.
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Aus: München | Registriert: Jul 2001
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ENVitre
   
Usernummer # 3167
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verfasst
Ich bin schon sehr gespannt und gehyped auf Backrooms. Grosser Fan von Liminal Spaces und Uncanny Valley krams. Leider lief der Film bereits in den US Kinos und es ist schwer bis fast gar nicht möglich an spoilern vorbeizukommen. Ich freue mich darauf trotzdem. Soundtrack kommt von Kane Parsons selbst und in den Endcredits ist auch BOC zu hören.
Auf Disclosure Day von Stephen Spielberg, der wohl nächste Woche rauskommt freue ich mich auch. Hoffentlich enttäuscht der Nicht.
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Aus: Wulften am Harz | Registriert: Jul 2001
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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verfasst
most amazing: soundtrack von Disclosure Day unverhofft ein weiteres mal von John Williams, 94 jahre. er hat die aufnahmen sogar wieder selbst dirigiert. die 30. zusammenarbeit mit Spielberg, seit 1974.
"listen..." by JOHN WILLIAMS from DISCLOSURE DAY www.youtube.com/watch?v=2FM3NAaIVYc
sollten uns gut halten, um in dem alter auch noch krasse alben rauszuhauen.
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Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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verfasst
disclosure day - schwierig ... halbwegs unterhaltsam als mystery-verschwörungs-thriller a la "akte x", mit ein paar kurzen aber gelungen action-momenten, aber am ende war ich dann doch etwas ratlos, was spielberg fast 50 jahre nach seinem "unheimliche begegnungen" dazu bewegt hat, nochmal eine variation davon zu drehen, die weder inhaltlich etwas hinzuzufügen weiß als auch technisch keine neuen maßstäbe setzt.
passend auch dieses zitat aus der sz-kritik: „Nicht, dass ein Spielfilmregisseur auf alles eine Antwort haben muss, im Gegenteil. Aber zumindest zwei, drei originelle Ideen übers Klischee hinaus wären schon schön gewesen.“
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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ENVitre
   
Usernummer # 3167
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verfasst
Ich frage mich immernoch wie ein Film gleichzeitig gut und enttäuschend sein kann, denn es ist genau das was ich über Disclosure Day denke.
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ: disclosure day - schwierig ... halbwegs unterhaltsam als mystery-verschwörungs-thriller a la "akte x", mit ein paar kurzen aber gelungen action-momenten, aber am ende war ich dann doch etwas ratlos, was spielberg fast 50 jahre nach seinem "unheimliche begegungen" dazu bewegt hat, nochmal eine variation davon zum drehen, die weder inhaltlich etwas hinzuzufügen weiß als auch technisch keine neuen maßstäbe setzt.
passend auch dieses zitat aus der sz-kritik: „Nicht, dass ein Spielfilmregisseur auf alles eine Antwort haben muss, im Gegenteil. Aber zumindest zwei, drei originelle Ideen übers Klischee hinaus wären schon schön gewesen.“
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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verfasst
habe für donnerstag eine große runde zu dem film anberaumt und bin jetzt schon ergriffen:
"Disclosure Day ist kein eskapistisches Spektakel. Es ist ein Film über die Frage, warum die Menschheit sich selbst nicht mehr zuhören kann. ... Ihn beschäftigt die Kommunikationskrise der Gegenwart. Die Sprachlosigkeit zwischen Nationen, Generationen und politischen Lagern. Wo Pluribus die Frage stellt, warum wir überhaupt nach Erlösung von außen suchen, antwortet Disclosure Day: weil der Blick von außen uns möglicherweise wieder erkennen lässt, wer wir selbst sein könnten. Gerade dadurch wird Spielbergs Film zu einem bemerkenswerten Gegenentwurf zur gegenwärtigen Kultur des Misstrauens. Er sucht nicht nach Entlarvung, sondern nach Verständigung.
... Disclosure Day wirkt wie der Versuch eines mittlerweile fast achtzigjährigen Regisseurs, noch einmal eine Antwort auf die drängendste Frage seiner Zeit zu finden: Warum schaffen wir es nicht, miteinander zu leben?"
www.artechock.de/film/text/kritik/d/diday.htm
könnte mir vorstellen, dass er auch bei Wolfgang M. Schmitt besser wegkommt als im durchschnitt.
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Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: Disclosure Day (...)
könnte mir vorstellen, dass er auch bei Wolfgang M. Schmitt besser wegkommt als im durchschnitt.
schmitt war noch nie großer spielberg-fan, insofern fällt seine kritik besonders negativ aus: https://www.youtube.com/watch?v=be4yaJqtqtw
scifi-nachschub im august:
the end of oak street - https://www.imdb.com/title/tt27165187/ dinos wüten in einer kleinstadt - hätte ich im vorfeld wahrscheinlich als kitschigen jurassic-world-abklatsch abgetan, wenn nicht david robert mitchell ("it follows", "under the silver lake") dahinterstecken würde.
the dog stars - https://www.imdb.com/title/tt21285562/ endzeit-drama von ridley scott.
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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verfasst
wo ich Disclosure Day jetzt gesehen habe.. ist klar, dass das nichts für W.M. Schmitt ist. der film könnte aus den '80ern stammen, gerade auch in der art der naivität, wie einem dinge verkauft werden. also je mehr man sein mindset in die 80er versetzen und zusätzlich so tun kann, als hätte Spielberg zuvor nicht schon Unheimliche Begegnung der dritten Art und E.T. gedreht, umso besser wird einem der film gefallen.
dass die hauptperson mehr als medium der außerirdischen denn mit eigenem willen wirkt und dies so weit ins märchenhafte geht bis hin zur annahme der gestalt anderer leute.. senkt leider doch sehr identifikation und mitfühlen.
trotzdem: der film hat im stil eines road movies stets zug voran, es gibt keine durchhängephasen, und ich konnte mich auch der Spielberg-typischen rührseligkeit ein stück weit ergeben, auch im gefühl des abschieds von der Spielberg- und John Williams-ära in diesen jahren.
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Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: bgoeni: Zitat: Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ: Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: 49 minuten online, >100.000 views
Star Wars: The Mandalorian and Grogu | Final Trailer | In Theaters May 22 www.youtube.com/watch?v=uwild1rw7Aw
dröhn!
da passiert gerade etwas historisches: an den kino-kassen muss sich der film mit seinem 165-mio-dollar-budget gegen zwei low-budget-horrorstreifen geschlagen geben - beide von youtubern (einer davon gerade mal 20 jahre alt).
obsession - https://www.imdb.com/title/tt37287335/ backrooms - https://www.imdb.com/title/tt26657236/
Bin mal gespannt, wie sich die Filme hier schlagen, solche Überraschungshits gibt es in Deutschland nur noch selten.
hierzulande kam backrooms in der ersten woche auch auf platz 1. weltweit bereits der mit abstand erfolgreichste film von a24 (vor "marty supreme" und "everything, everywhere all at once"). bei mir weckte er u.a. assoziationen zur serie severance oder filmen wie annihilation, vivarium und the cell. also genau mein geschmack...
auch mit obsession kann man als freund von schwarzhumorigem horror seinen spaß haben. fand den plot mit seiner fantasy-prämisse allerdings etwas zu plump, um dem hype gerecht zu werden. letztlich lebt der film vorallem von inde navarrettes oscar-reifer performance. btw, thematisch ähnlich, aber mehr in richtung body-horror - der letztjährige "together" mit dave franco und allison brie: https://www.imdb.com/title/tt31184028/
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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bgoeni
   
Usernummer # 3203
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Von Backrooms kommt diese Woche sogar noch ne Extented Version ins Kino, das gab es glaub auch noch nie, meist werden die dann ja erst viel später auf Disc veröffentlicht.
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: und von Christopher Nolans Die Odyssee, der im juli kommt, läuft auch schon der erste trailer (nur) im kino.
vor kurzem wurde ein neuer trailer veröffentlicht: https://www.youtube.com/watch?v=AyIZ9tiiN8I
mit aktuell fast 90% (!) dislikes nolans bisher mit abstand am schlechtesten bewerteter trailer. liegt wohl hauptsächlich an casting-kontroversen, die mich nicht sonderlich interessieren. aber davon abgesehen holt mich der trailer (wie auch der vorherige) auch nicht wirklich ab.
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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ein wundersamer trip, cinematografisch berauschend war für mich der chinesische film Resurrection, gewinner des Prix Spécial beim Cannes filmfestival letztes jahr, jetzt hier im kino. sci-fi ist nur der abstrakte rahmen, der film ein genres transzendierendes werk.
Auf dem Papier hört sich Bi Gans „Resurrection“ wie eine ganz normale fantastische Geschichte an, doch was der erst 35-jährige Chinese hier wagt, ist ein stilistisch aus allen Ecken der Filmgeschichte schöpfendes Wunderwerk, das Grenzen sprengt und Film wieder zum Spektakel macht, das unbedingt in einem möglichst großen Kinosaal gesehen werden muss. (5/5)
www.filmstarts.de/kritiken/319858/kritik.html
Im Ganzen entfaltet sich ein traumhafter, fantasievoller Trip durch das Kino und seine Selbstreflexion voller naiver Begeisterung und melancholischem Abgesang für das Medium, der das filmische Imaginäre des 20. Jahrhunderts bewusst feiert und zu neuem Leben erwecken will. Gleichzeitig ist dies auch eine Reise ins 20. Jahrhundert Chinas. Eine dystopische Fabel, die visuell spektakulär ist, voll elektrisierender ästhetischer Kraft und politisch virtuos und kühn, auch in ihrer Lust am visuellen Exzess und an amoralischer Handlung, am Barocken: Pathos und Melancholie feiern Hochzeit. Eine wagemutige, unkonventionelle und ambitionierte Filmkomposition, die allein schon durch ihre Anregungen ausreichen würde, um ein ganzes Festival zu rechtfertigen.
www.artechock.de/film/text/kritik/r/resurr.htm
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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the odyssey - doch viel besser als die trailer vermuten ließen. insbesondere die tonspur eine absolute wucht - muss man im kino erlebt haben!
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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the end of oak street imitiert zwar sowohl die stärken als auch die typischen schwächen von spielberg-filmen, hat aber gegenüber "disclosure day" deutlich mehr drive und popcorn-faktor.
Wie hätte es wohl ausgesehen, wenn Steven Spielberg seinen „Jurassic Park“ nicht 1993, sondern bereits elf Jahre zuvor anstelle von „E.T. – Der Außerirdische“ gedreht hätte? Ganz einfach: Es wäre bestimmt ein so meisterhafter Achtziger-Dino-Film wie „The End Of Oak Street“ dabei herausgekommen!
https://www.filmstarts.de/kritiken/314503/kritik.html
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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Die Odyssee fand ich auch ziemlich gut - mit abstrichen, das höhlenmonsterkapitel fand ich z.b. nicht so interessant. und da man keine ganz große finalszenerie hatte, musste nochmal der rückblick auf den Troja-kampf (mit unübersichtlichen kampfszenen) her, was sich für mich redundant anfühlte.
nachteilig fand ich auch die bildqualität durch das digitalisierte analoge 70mm-IMAX-Format - es ist ja der erste film, der komplett mit diesen analogen 130 kg-kameras gedreht wurde. in digitalisierter form scheint das mehr nachteile als vorteile zu bringen mit griesel und blaustich in dunklen szenen. es gibt in europa nur 5 kinos mit analogen IMAX-projektoren (die über 1 tonne wiegen), keines in deutschland, also arg wenig gelegenheit zum ausspielen der vorteile.
die KI erklärt:
Das Korn auf der analogen 15/70mm-IMAX-Leinwand * Bewegung: Das Korn (chemische Farbkristall) tanzt mit 24 Bildern pro Sekunde völlig unvorhersehbar auf der Leinwand. Da sich die Kristalle auf jedem einzelnen Filmbild neu anordnen, entsteht ein permanentes, organisches Flimmern. Das wirkt für das menschliche Auge lebendiger als die starre Pixelstruktur digitaler Sensoren. * Trompe-l’œil-Effekt: Durch die enorme Größe der IMAX-Leinwand wird das Korn zwar physisch riesig, wirkt aber für das menschliche Auge wie eine feine, dreidimensionale Textur. Es bricht die flache Kinoleinwand auf und erzeugt eine gefühlte Tiefenwirkung (Stereoskopie-Effekt ohne 3D-Brille). * Direktes Licht: Der Projektor wirft das Licht direkt durch den physischen Film. Das Korn ist Teil des Lichts, das auf die Leinwand trifft, was dem Bild eine enorme Strahlkraft und Kontraststärke in den Mitteltönen verleiht.
Das Korn in der digitalen Kinofassung (DCP) * Einfrieren durch Kompression: Digitale Kinoprojektoren arbeiten mit komprimierten Dateien (DCP). Die Software versucht, Daten zu sparen, und fasst das feine, schnelle analoge Korn in dunklen Szenen oft zu größeren Pixelblöcken zusammen. Das Korn "tanzt" nicht mehr frei, sondern wirkt manchmal wie ein statischer, grieseliger Schleier über dem Bild. * Der "Fliegengitter"-Effekt: Digitale Projektoren (selbst in 4K) haben eine feste Pixelstruktur. Das analoge Korn kollidiert mit dem starren Pixelraster des Projektors. Dadurch verliert das Korn seine runde, organische Form und wird eckig digitalisiert. * Verlust der Schattierung: In dunklen Szenen neigen digitale Kinoprojektoren dazu, die feinen Nuancen des analogen Filmkorns in ein Einheitsgrau oder -schwarz absinken zu lassen (Black Crushing), wodurch der von Nolan geschätzte Detailreichtum im Schatten verloren geht.
nächste woche startet Ridley Scotts The Dog Stars, deutscher titel Das Ende der Sterne www.youtube.com/watch?v=2VsG14pPqb4
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Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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verfasst
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: Die Odyssee fand ich auch ziemlich gut - mit abstrichen, das höhlenmonsterkapitel fand ich z.b. nicht so interessant. und da man keine ganz große finalszenerie hatte, musste nochmal der rückblick auf den Troja-kampf (mit unübersichtlichen kampfszenen) her, was sich für mich redundant anfühlte.
mit "höhlenmonsterkapitel" meinst du den zyklopen? was fandst du daran uninteressant? dass der troja-kampf als rückblende eingebaut wurde, lag wohl hauptsächlich daran, dass nolan ursprünglich mal den troja-film machen wollte, den dann 2004 wolfang petersen gemacht hat. im direkten vergleich muss ich sagen, hat nolans version auch deutlich die nase vorn, ist dreckiger und packender inszeniert.
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941
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es geht in "odyssee" repetitiv um gastfreundschaftsbruch, wo odysseus das trauma seiner schuld aus troja immer wieder einholt, in jedem kapitel in einer anderen variante. in homers originalgeschichte ist der zyklop ein reflektiertes wesen und sein dialog mit odysseus zentral. in nolans filmversion ist der zyklop nur ein offenbar animalisches wesen ohne sprache, was die szene für mich banal gemacht hat. mehr als andere szenen war diese für mich marke kindergruselmärchen.
zumal es eine der meistkopierten der weltliteratur ist. "Das Motiv des schlafenden Riesen oder Monsters, das von den Helden überlistet wird, ist ein weltweiter Ur-Mythos. Es taucht in zahlreichen Märchen und Sagen auf, die der Struktur von Homers Zyklopen-Szene oft verblüffend ähnlich sind." Z.B. in Sindbad der Seefahrer genau wie in Nolans filmversion, inkl. glühender stange ins auge, während der zyklop schläft.
aber tatsächlich belehrt mich die KI dazu:
Aus rein literaturwissenschaftlicher und mythologischer Sicht kann man Christopher Nolans Umsetzung tatsächlich als thematisch schwächer oder "beschnitten" empfinden. Ob man die Szene schwächer findet, hängt davon ab, was man von der Adaption erwartet:
Warum Nolans Version schwächer wirkt
* Verlust des moralischen Kontrasts: Bei Homer weiß Polyphem (der Zyklop) ganz genau, was Xenia (Zeus' Gastfreundschaftsgebot) ist. Er weist das Gebot im Dialog bewusst und arrogant zurück („Uns Zyklopen kümmern die Götter nicht“). Dadurch wird er zum moralischen Frevler. Wenn er bei Nolan nur als wildes Tier agiert, verteidigt er im Grunde nur sein Revier gegen Eindringlinge. Er bricht kein Gesetz, weil er keines kennt. * Wegfall der intellektuellen List: Das epische Duell "Geist gegen rohe Gewalt" wird geschmälert. Da es kein Gespräch gibt, fällt auch das berühmte „Niemand“-Wortspiel weg. Odysseus (Matt Damon) trickst den Riesen nicht rhetorisch aus, sondern schleicht sich eher glücklich durch ein mechanisches Ablenkungsmanöver (Stroh auf den Schafen) heraus.
Warum Nolan diesen Weg gewählt hat
Nolan verschiebt den Fokus weg von der antiken Götter-Theorie hin zu moderner, psychologischer Schuld: * Odysseus als wahrer Aggressor: Indem Nolan den Zyklopen entmenschlicht, wird die Zivilisationskritik umgedreht. Nicht das Monster bricht das Gastrecht – Odysseus und seine kriegstraumatisierten Männer dringen ungefragt in ein fremdes Ökosystem ein und plündern es. Der Mensch bringt die Gewalt in die Natur. * Die Unausweichlichkeit der Natur: Nolan wollte keinen antiken Schurken zeigen, mit dem man verhandeln kann. Polyphem soll eine unbarmherzige, physische Barriere (inszeniert durch eine gigantische, reale Animatronic-Puppe) sein, die den Menschen ihre eigene Verletzlichkeit vor Augen führt.
Fazit: Wer Homers philosophischen Diskurs über Recht, Sitte und das griechische Ego sucht, wird Nolans Szene als flach und "de-intellektualisiert" empfinden. Wer die Odyssee jedoch als düstere Parabel über menschliche Hybris und die moralischen Abgründe des Krieges sieht, findet in Nolans "Tier-Ansatz" eine konsequente, moderne Neuinterpretation.
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Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: ... in homers originalgeschichte ist der zyklop ein reflektiertes wesen und sein dialog mit odysseus zentral. in nolans filmversion ist der zyklop nur ein offenbar animalisches wesen ohne sprache, was die szene für mich banal gemacht hat. mehr als andere szenen war diese für mich marke kindergruselmärchen.
ja, es war nolans versuch mal was in richtung horror zu machen. technisch immerhin gut umgesetzt, mit dem animatronic in originalgröße, wo andere zeitgenössische regisseure selbstverständlich komplett auf cgi gesetzt hätten.
die verfilmung aus 1954 mit kirk douglas scheint da näher an der vorlage zu sein: https://www.youtube.com/watch?v=AlNTPWiZwDQ (der zyklop ab ca. minute 40)
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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dauerwellen
     
Usernummer # 4984
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Ich habe den Film Odyssee jetzt auch gesehen.
Bin mit gemischten Gefühlen raus. Mitgerissen hat er mich kaum. Die einzelnen Frevel kamen so fragmentmäßig rüber.
Ich war dann immer froh, wenn es an Land ging, dann kam etwas Spannung auf. Die Schauspielerbesetzung eher mäßig. Tom Holland ging noch gerade, aber Robert Pattinson, nein danke.
Dieses ständig durch verschiedene Zeiten springen, ging leider auch auf den Keks
Sorry, aber seit Interstellar war das mit Nolan für mich nur noch gehypter Durchschnitt.
Mit Zendaya dann noch versucht Dune Atmosphäre reinzubringen.
Aber Dune ist klar eine andere Liga.
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Aus: Ein | Registriert: Feb 2002
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ: der erste trailer zu resident evil: https://www.youtube.com/watch?v=SJPu1spHqfk
die videospiele und früheren verfilmungen kümmern mich nicht, aber mit mit zach cregger (weapons, barbarian) auf dem regiestuhl könnte das was werden...
er hat geliefert. ein 90-minütiger ritt, als hätten sam raimi, john carpenter, david cronenberg und charlie chaplin (!) zusammen einen film gemacht.
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom: nur fürs protokoll.. die neuen filme von Iñárritu und Ridley Scott sind/waren wohl leider sehr verzichtbar:
Digger
"...wenig Biss, kaum Humor und kein Herz. Es ist aber vor allem trotz des aufwendigen Szenenbilds, prominenter Besetzung und eines gegen sein Image anspielenden Tom Cruise eine überraschend leblose, dröge Angelegenheit, deren endlose Szenen die wenigen Ideen viel zu lange auswalzen." www.filmstarts.de/kritiken/327174/kritik.html
"A new movie from the Oscar-winning Mexican director Alejandro González Iñárritu is always an event. So it’s disconcerting to discover that the event in question is the most disappointing film of the year" www.theguardian.com/film/2026/sep/29/digger-review-tom-cruise-satire-alejandro-gonzalez-inarritu
eine positive kritik (9/10 punkte) gibt es immerhin von csb - reicht aber nicht aus, um mich ins kino zu locken. https://www.youtube.com/watch?v=moTbCCv80IA
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Aus: 909303 | Registriert: Sep 2000
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