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Autor Thema: '80er Berlin-Club "Dschungel" | Techno Media 2018
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

 - verfasst      Profil von Hyp Nom   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
den alten threads hat's zerschossen (neuerdings 2018er-postings dort auf der ersten threadseite)..
um künftig endlos-threads zu vermeiden, was auch der archiv-übersicht entgegenkommt: jetzt dauerthreads als jahresthreads.
wir eröffnen den neuen thread würdig mit einer ex-TF-legende:


Tanzen in Ruinen, Liebe für alle: DJ Tanith war von Beginn an dabei. Im Gespräch schaut er zurück auf die Geschichte des Techno in Berlin

"...
„Raving Society“ war so ein Schlagwort, das sagte: Wir inkludieren alle. Doch das verwässert die ganze Sache auch. Ich fand die Idee schon immer ziemlich bescheuert, eine ganze Gesellschaft raven zu lassen. Eine Subkultur sollte eine Subkultur bleiben, sonst geht ihr verloren, worum es eigentlich geht.

Geht es denn noch voran mit Techno?

Ja, wenngleich auch nicht mehr in den ganz großen Schritten wie damals. Mit dem Techno ist es so wie mit dem Iphone. Bei den ersten Modellen sagtest du noch: Oh, welch Sensation. Und heute registrierst du nur noch: Okay, ein neues Iphone, eine Kamera ist auch wieder dabei. Von Modell zu Modell gibt es nur noch kleine Verbesserungen. Doch vergleicht man ein Iphone von heute mit einem von vor zehn Jahren, stellt man dann doch fest, dass sich bei dessen Entwicklung so einiges getan hat. Und so geht es mir auch mit der Musik. Höre ich heute Sets von mir, die vor drei Jahren entstanden sind, denke ich schon: Oh, so hat die Musik also damals geklungen.
..."


[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/dj-veteran-tanith-30-jahre-techno-wir-wollten-es-krass/23054648.html

[ 20.10.2018, 23:23: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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Acid House: Wie die aus Chicago importierte Musik die Clubkultur veränderte
Vor 30 Jahren schlug die aus Chicago importierte Musik in Europa auf – und ein. Es war der Urknall der zeitgenössischen Clubkultur.
[hand] https://derstandard.at/2000087677163/Acid-House-Eine-Raveolution-aus-Technik-und-Chemie

zum jubiläum ein Acid House-schuh von Adidas
[hand] www.youtube.com/watch?v=SkN2j2K4BBM

adidas originals x SPEZIAL A/W 18 Fashion Film
[hand] www.youtube.com/watch?v=QRO_RKRZ-I0

das jubiläum ließ sich auch schon 2014 ansetzen, wie in diesem mix, siehe tracklist
30 Years of Acid - Solid Steel Radio Show 11/4/2014 - Posthuman
[hand] https://soundcloud.com/ninja-tune/solid-steel-radio-show-11-4-1

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Kurzes Feedback zum aktuellen arte-Special, da ich gestern die Tracks-Sendung im Stream sah und gerade eben im Hintergrund arte in Concert läuft: Äh, sehr viel Nina Kravitz und Underground Resistance und Berlin bislang, aber da es ja noch zahlreiche, zu entdeckende Sendungen in der Mediathek gibt, hoffe ich doch auf ein paar aktuellere und spannendere und aussergewöhnlichere Themenblöcke, wenngleich ich es natürlich erfrischend finde, dass man im öffentlich-rechtlichen Kulturprogramm mal einen Thementag unserem Thema widmet nach einigen Dekaden des Daseins außerhalb der reinen Sub-Kultur.
[top]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?

Aus: soundcloud.com/dizkotoaster | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
Omara

Usernummer # 11269

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jürgen laarmann über den anfang des techno
http://www.spiegel.de/einestages/frontpage-mayday-und-juergen-laarmann-wie-techno-zur-jugendkultur-wurde-a-1228769.html

Aus: bodensee | Registriert: Dec 2003  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?

Prinzipiell sehr gern. Aufgrund der Tatsache, dass das Forum längere Threads plötzlich komplett durcheinanderzwirbelt, gern'n neuen Thread!
[asien] [danke] für's drum-kümmern, wer es auch immer gern initiieren möchte
[Wink]

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
SpeedyJ
the technarchist
Usernummer # 984

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"print is dead", sagte schon 1984 der große egon spengler. im jahre 2018 wird nun das groove-magazin als zeitschrift eingestellt:
[hand] https://groove.de/2018/10/04/das-printheft-der-groove-wird-eingestellt-es-geht-online-weiter/

Aus: soundcloud.com/dizkotoaster | Registriert: Sep 2000  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

 - verfasst      Profil von bgoeni     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Schade.

Bin mal auf das Online Angebot gespannt. Sagen ja immer viele Magazine das es Online weitergeht aber irgendwie funktioniert das bei den wenigsten. Und ob die Leute wirklich dafür dann auch Geld ausgeben wage ich auch zu bezweifeln.

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

 - verfasst      Profil von chris   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Durch einen Wechsel der Abonnementverwaltung bin ich aus dem Spex- und Groove-Abo geflogen, hatte über viele Monate die Magazine nicht mal mehr vermisst, mich dann aber doch geärgert, da ich für einige Ausgaben zahlte, die ich nie erhielt - und die neue Vertriebsgesellschaft für Piranha hatte dann so pampig geantwortet, als ich die Abos tatsächlich neu aufleben wollte, dass ich direkt wieder stornierte - und die fehlenden Ausgaben auch weiterhin nie erhielt.

Print hat für mich nach vor einen Charme, man kann so wunderbar Sachen mit 'nem Stift markieren, Eselsohren auf die 'will ich später lesen'-Seiten machen, ganz interessante Artikel raus reißen und auf einen Stapel legen, in der Wanne lesen ohne Angst vor Kurzschluss eines Pads/eReaders, im schlimmsten Fall sind die Seiten nur nass und aufgeweicht und selbst die Anzeigen haben mehr Charme, zumal lese ich schneller und flüssiger Gedrucktes als am Bildschirm. Aber, ja, Zeiten ändern sich, die Print-Branche jammert ja schon seit langer Zeit und 'digital' hat auch viele, andere Vorteile. Wenn man sie richtig nutzt.

Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

Bezahl-Abo bei der Groove halte ich aktuell für mehr als unwahrscheinlich, dass ich mich dazu verleiten lasse. Vor allem, wenn es dann sowieso nur'n ePaper wäre.

Schade dennoch, war über lange Jahre Pflichtlektüre für mich.

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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ein nachruf:

„Groove“ stellt Printausgabe ein
...
Mit der Einstellung ist das Musikmagazin nicht allein. Im Juli ist die kostenlose Intro zum letzten Mal erschienen, auch der britische New Musical Express erscheint seit März nur noch online.
...
Die gedruckte Auflage lag nach eigenen Angaben zuletzt bei 28.000 Heften. Vielen war die Groove vielleicht zu intellektuell, sie kauften das Heft aber wegen des „Hotze-Comics“ auf der vorletzten Seite – die Anarcho-Abenteuer eines altgedienten DJs, in denen es eigentlich nur ums große Feiern ging.
Wer denkt da nicht an den DJ Sven Väth, der in fast 30 Jahren am häufigsten auf dem Titel abgebildet war. Seine ganzseitigen Anzeigen („Sven Väth World Tour“) haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass es das Magazin überhaupt so lange gab.
...
Auch die 30-Jahres-Feier der Groove hätte im kommenden Jahr ein gigantischer Rave werden können. Aber anders als die im Festivalbereich umtriebige Hörstmann-Gruppe (Melt-Festival, Melt-Booking, Lollapalooza) hat sich Piranha-Media in München anders aufgestellt und veranstaltet keine eigenen Clubevents oder Festivals. Ein Fehler, wie sich jetzt zeigt. Das haben die früheren Groove-Chefredakteure Yannick Elverfeld und Torsten Schmidt schon vor 20 Jahren geahnt: sie stiegen aus und gründeten mit dem Geld von Österreichs Multimillardär Dietrich Mateschitz eine DJ-Akademie und einen Radiosender (Redbull-Radio).
...

[hand] www.taz.de/!5537848

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

ein teil der De-Bug-leute macht seit längerem www.dasfilter.com
Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
dauerwellen

Usernummer # 4984

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Bin ja treuer Groove Käufer und Leser.

Das mit der Digitalisierung ist aber keine gute Entscheidung.
Nischenmagazine können wenn zielgerichtet sehr gut überleben.
Man schaue sich mal einen durchschnittlichen Kiosk an, was dort alles liegt und verkauft wird.

Für mich liegen die Probleme eher in der Definition der Zielgruppen.
Bei den Reviews der Alben hat es eigentlich eine gute Entwicklung weg vom reinen Techno/House Magazin gegeben. Es geht da mehr um elektronische Musik im weitesten Sinn. Einige andere Themen sind dagegen ausgelatscht, wenn man irgendeinen DJ interviewt. Das habe ich selbst erst gelesen wenn es nix anderes mehr zu lesen gab.

Na ja schade, Online wäre für mich aber auch kein Thema.

Aus: Ein | Registriert: Feb 2002  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.
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soulstar

Usernummer # 5668

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seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

Aus: marburg | Registriert: Apr 2002  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: bgoeni:
Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.

deutschsprachig ist da wohl tatsächlich eine lücke (FazeMag hat ja noch parallel print- und netzpräsenz), aber englischsprachig gibt es ja massig, dazu noch die videokanäle mit interviews und dokus..


noch passend zum thema des engagements ehem. Groove-redakteure bei Red Bull (s.o.):

Red Bulls „Music Academy“: Weißwaschung durch hippe Musik
Der Getränkehersteller fördert die Electronik­musik­szene mit einer „Music-Academy“. Über die rechten Äußerungen vom Chef spricht da niemand.
...
„Es ärgert mich, dass eine Firma mit rechtem Hintergrund versucht, sich mit meiner Geschichte Integrität zu erkaufen.“ Dass so viele KollegInnen mitmachen würden, als AutorInnen und PerfomerInnen, liege an der guten Bezahlung.“ Ich kenne einige, die mit Red Bull kollaborieren, weil es für wenig Aufwand viel Geld gibt.

Perfide findet de Picciotto, dass „Firmen wie Red Bull die prekären Lebensbedingungen unter MusikerInnen ausnützten.“ Eine Wahl habe man aber immer. Darin sind sich Haaksmann wie de Picciotto einig. Sich nicht durchfüttern zu lassen, verlange aber auch eine „Radikalität“. Die politische Haltung würde aber „ignoriert, solange es möglich ist“.

Die Abschöpfung von kulturellem Kapital führt nicht zu Vielfalt, sondern zur EinzelkämpferInnen-Mentalität in einer Kultur, die kollektiv sein müsste. So viele Talente RB auch fördert, schafft es auch Partisanen einer Welt, die den Blick auf den eigenen Kontext verlieren. So funktioniert Gentrifizierung.
...


[hand] www.taz.de/!5541432

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
dauerwellen

Usernummer # 4984

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.

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soulstar

Usernummer # 5668

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.

genau. daher kann man kein nostalgisches print format für ein paar käufer finanzieren.
das magzin für vinyl kultur richtet sich an menschen die bereit sind ne menge asche für ihre ledenschaft auszugeben [Wink]

Aus: marburg | Registriert: Apr 2002  |  IP: [logged]
dauerwellen

Usernummer # 4984

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zufällig in der RP gesehen:

Loco Dice

https://rp-online.de/kultur/dj-loco-dice-erzaehlt-verraet-seinen-tagesablauf_aid-33498123

Aus: Ein | Registriert: Feb 2002  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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epischer nachruf auf die print-Groove von gründer Thomas Koch..
paar zitate daraus - für die, die nicht eine stunde zum lesen haben:

... At the peak of its reach, in the last years of the 90s, the magazine had a circulation of 100,000 copies and was distributed in Germany, Austria, Switzerland and Holland. Those were golden years for Fanzine and Special Interest Magazines, especially in our sector, filled with a permanent mood of enthusiastic anticipation. The tenth anniversary in 1999 marked a turning point.

... I began to fight the threat of illiquidity with all the means at my disposal. I tried with other projects to generate incomes with which I could support the magazine. In the years 02-04 I sank an estimated 200,000 Euros profit from my flourishing event business into the black hole of the magazine. I have never regretted that. Nevertheless the decline could not be stopped.

My DJ friends Ricardo Villalobos and Tobias Neumann offered to help keep the magazine alive. Their idea was to contact artist friends to get a free line-up for a benefit party whose proceeds would go directly into the production of the magazine. This idea finally turned into a whole series of parties which took place over a period of about 1 1/2 years in Frankfurt and Berlin (legendary parties in Watergate). Without these proceeds I would have run out of money about 12-18 months earlier. As far as I remember, some expenses could only be covered with the support of the income from these events. I would like to take this opportunity to thank Tobi and Ricardo once again and all the artists who played these events for free and gave me the confidence to handle the income responsibly. I can insure everyone afterwards: Every euro of the income went into the production of the magazine. Could such a thing still be imaginable today - that our scene would try to save one of its institutions with such a sense of implicitness?

2004 was the year I only had the choice between two possibilities: Either to discontinue the magazine or to sell it.
...
Earlier, in 1999 a Hamburg publishing house had offered me 1.5 million DM for a complete takeover. I had refused without even thinking about it for a minute. I would not have sold for all money in the world. The emotional bond between me and the magazine was like that of a father to his child. And you don't sell your child.
...
I admittedly secretly wondered over and over again that Piranha Media publishing house had stuck to the business model of its print magazine portfolio for so long without attempting to create new sources of income through and with these media, e.g. online.
...
The majority of consumers today can no longer tell whether they are dealing online with “yard reporting”, shitstorm-like ego puke or serious criticism. Fortunately there are a few exceptions left like for example Resident Advisor. But what does that do to a scene, and to art and society if there is no longer any critical punblic discourse about it, if texts describing art events are only kept in PR jargon? What if there are only star DJs, amazing parties and killer tracks left?
...
what I just said about online journalism is partly to blame: never before has it been so difficult for young artists to find their own identity, their own individual expression in art, when it seems so easy to just copy what is already successful and available 24-7 online.
...


[hand] www.facebook.com/thomaskochakadjt/media_set?set=a.10155488340272827&type=3

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Spex wird auch eingestellt.

https://spex.de/das-ende-ist-nah-spex-wird-eingestellt/

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
dauerwellen

Usernummer # 4984

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Mir schwant böses. Groove und Spex zur gleichen Zeit. Nicht das da eine Intrige hinter steht, und die FrontPage wie Phönix aus der Asche zurück kommt und alles wieder von vorne anfängt mit den scheußlichen Musikkritiken von Bleed und Triple R.

[furchtbartraurig]

Aus: Ein | Registriert: Feb 2002  |  IP: [logged]
Johannes Schwarz

Usernummer # 20775

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unwahrscheinlich. der anzeigenmarkt schwindet mehr und mehr. es ist schade, aber auch wir müssen uns umorientieren. ganz einfach. ich hab ja auch seit gefühlt 15 jahren die groove gekauft und vorher eigtl. immer im plattenladen bekommen, aber selbst ich lese eigtl. zu 80% alles digital. auch wenn mein ipad zugepflastert ist mit gedankenstützen.... mich würde mal interessieren wie lange es das synmag noch macht. ich bin ja großer Fan vom moogulator. hab mich auch deswegen unterhalten auf der superbooth... seine antwort war etwas nebulös....
Aus: Frankfurt/Oder | Registriert: Jun 2012  |  IP: [logged]
bgoeni

Usernummer # 3203

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Die letzte Ausgabe der Groove ist jetzt da.
https://shop.pmedia.de/p_de/groove-175-peggy-gou-november-dezember-2018.html

Und so geht es weiter.
https://groove.de/2018/10/18/faq-so-geht-es-mit-groove-online-weiter/

[ 18.10.2018, 10:59: Beitrag editiert von: bgoeni ]

Aus: Amsterdam | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

In Zukunft zahlen wir also mit dem Online-Abo direkter als zuvor für eure Arbeit. Und wie genau läuft das ab?

Exakt. Bis zum 31. Dezember 2018 wird es über diese Seite möglich sein, ein Abonnement abzuschließen. Und zwar zum Vorzugspreis von 15€ pro Jahr (entspricht 1,25€ pro Monat) oder 10€ für ein Halbjahr. Ab dem 1. Januar 2019 wird das Online-Abo 24€ Jahr (also 2€ pro Monat) oder 15€ pro Halbjahr kosten. Wir halten diese Preise einerseits euch gegenüber für fair und hoffen andererseits, damit langfristig die entstehenden Kosten für unsere Arbeit decken zu können.
...
Wir teilen groove.de in zwei Bereiche auf: Das eine ist der Free-Bereich, in dem weiterhin tagesaktuelle News und “traditionelle” Online-Formate wie der Groove-Podcast weiterlaufen. Die Features, Reportagen und Interviews, wie du sie zuvor im Heft vorgefunden hast und natürlich beliebte Formate wie “Mein Plattenschrank” oder “A DJ’s DJ” allerdings werden nur für eingeloggte Abonnent*innen aufrufbar sein und erscheinen täglich bzw. in bestimmten Abständen. Du bekommst als Abonnent*in also genauso viel Input wie zuvor – nur eben nicht auf einmal, sondern tagtäglich neu. Und noch mehr: Du wirst auf das gesamte Groove-Archiv, das heißt alle 175 Ausgaben aus 29 Jahren zugreifen können – und daneben auch auf andere Titel aus dem Piranha Media GmbH-Sortiment wie die Spex, Riddim oder JUICE.



interessant auch, dass die Groove immer und bis zuletzt erfolgreicher war als die musikalisch viel breiter aufgestellte Spex (siehe unten).
nachrufe auf die Spex:

Dank der „Spex“ ist Pop seit Jahrzehnten in einen intellektuellen Diskurs eingebettet. Das Eintreten für die Sache des Pop wird ohne sie schwieriger. ...
Was den Musikjournalismus hierzulande angeht, ist 2018 ein annus horribilis: Nicht nur, dass mit Intro und Groove bereits zwei sogenannte Special-Interest-Magazine im laufenden Jahr Federn lassen mussten und ihre Printausgaben eingestellt hatten. Mit dem Ende von Spex wird es nun bis auf Weiteres kein unabhängiges deutschsprachiges Printmusikmagazin mehr geben.

[in den gelisteten alternativen ist sicher für jeden noch was bisher unbekanntes dabei]
[hand] www.taz.de/!5543499

Dass die „Spex“ eingestellt wird, ist nicht die Nachricht. Die Nachricht ist, dass das Popkultur-Magazin es bis hierhin geschafft hat ..
Mit der Einstellung der Zeitschrift mag eine Ära enden, aber eine, die schon vorbei war. Nachrufe auf die Spex wurden bereits formuliert, als die Redaktion 2007 von Köln nach Berlin umziehen musste, und noch früher, um die Jahrtausendwende, als die selbstgemachte Spex an einen Verlag verkauft wurde. Damals schon nannte Mark Terkessidis sie eine Überlebende der Achtziger. Jegliche Dissidenz sei aus der Popkultur gewichen, befand er; selbst widerspenstige Gesten würden „nur noch als Differenzstrategien gelesen“. ...

[hand] www.freitag.de/autoren/klaus-raab/den-umstaenden-entgegen

Spex meldete 2014 und 2015 in zwei Quartalen eine verkaufte Auflage von weniger als 10 000 Heften, eine Halbierung innerhalb weniger Jahre. In der noch aktuellen September/Oktober-Ausgabe sind gerade mal sechs Anzeigenseiten zu finden.
Beim Groove-Magazin hingegen ... überraschte die Nachricht von der Print-Einstellung eher: Die Abonnements und Kiosk-Verkäufe waren laut IVW stabil, letztere wuchsen zuletzt sogar leicht. Im zweiten Quartal 2018 verkaufte Groove 15 800 Hefte. Ließe sich daraus vielleicht schließen, dass Spex schon seit mindestens drei Jahren defizitär war und nun das Schwesterblatt mit in den Abgrund reißt? ...
Wer zuletzt für Groove schrieb, erhielt 200 Euro Honorar für eine mehrseitige Titelgeschichte. Bei Spex wird es zuletzt kaum anders gewesen sein. Auch wenn es hart klingt: Diese Selbstausbeutung hat nun auch ein Ende.

[hand] www.sueddeutsche.de/medien/musikmagazine-das-internet-es-scheint-an-allem-schuld-zu-sein-1.4171052

Vielleicht war es nie schwieriger, über Pop zu schreiben, als heute. Die ergrauten Kinder der Widerstandskultur erfreuen sich anhand von Acht-CD-Boxen ihrer Kenntnis von Pet Sounds oder London Calling. Die jungen Spotify-User aber können auf die Prosa irgendwelcher "Gatekeeper" getrost verzichten."
[hand] https://derstandard.at/2000089470329/Aus-fuer-Zeitschrift-Spex-Das-Punkwerk-der-Minderheiten

Spätestens als Diedrich Diederichsen seinen Essay „The Kids are not alright“ schrieb, im Jahr 1992, nachdem zuvor in Rostock und Hoyerswerda bei rassistischen Überfällen auf Asylbewerberheime junge Leute auch mit Malcolm-X-Kappen oder T-Shirts mit Namenszügen von Grunge-Bands gesichtet worden waren, gerieten auch der Pop und die Popkultur in die Kritik. Die Subkultur, in der die „Spex“ sich mit Vorliebe bewegte, war nicht mehr per se gut, die glänzenden Oberflächen erwiesen sich auf einmal als porös und rissig, die Unschuld, die der Pop wegen seiner Warenförmigkeit, seiner Einbettung in kapitalistische Verwertungszusammenhänge sowieso nie hatte, war endgültig verloren.
[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/ende-der-musikzeitschrift-spex-der-lange-weg-in-die-mitte/23199326.html

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
dauerwellen

Usernummer # 4984

 - verfasst      Profil von dauerwellen     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Switched on Bach wird 50.

Interessante Sache, das die Klassische Musik für die Popularität des Moog gesorgt hat.

http://www.openculture.com/2018/10/wendy-carlos-switched-on-bach-turns-50.html

Aus: Ein | Registriert: Feb 2002  |  IP: [logged]
catweasel

Usernummer # 3978

 - verfasst      Profil von catweasel     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

+1
Aus: Cocalonia | Registriert: Oct 2001  |  IP: [logged]
Sebastian W

Usernummer # 2124

 - verfasst      Profil von Sebastian W     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Bzgl. Zugriff auf alte Zeitschriften (Non-Groove) möchte ich auch noch auf folgende Seite verweisen. ;-)

http://www.technohistory.org

Aus: Berlin | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

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DJ Mladen Solomun über einen großen Fan und wie er darum als erste reale Person in das Computerspiel „Grand Theft Auto“ geriet.

Herr Solomun, Sie haben jetzt in einem virtuellen Club von GTA Online eine Residency und spielen quasi vor 95 Millionen Gamern. Was bedeutet das für Sie?

Das ist schon ein bisschen absurd. Ich hatte ja gar keine Ahnung, dass das so eine große Sache ist. Erst als ich meinen Kumpels davon erzählt und deren Reaktionen darauf mitbekommen habe, wurde mir das so langsam klar. Ich bin selbst auch kein Gamer, bin ich nie gewesen. Das volle Ausmaß ist mir jetzt erst seit der Veröffentlichung des Updates klar geworden.

Was passiert denn da genau mit Ihnen und GTA V?

Es gibt eine Online-Variante des Spiels, wo man als eigenen Handlungsstrang einen Dance-Club aufbauen und führen kann. Im Hinterzimmer können dann allerlei dubiose Geschäfte gemacht werden. Als Resident-DJ bin dann ich da reingebaut worden, später noch andere DJs wie The Black Madonna, Dixon und Tale of Us. Alles Menschen, mit denen ich auch im echten Leben zusammenarbeite.
...


[hand] www.fr.de/kultur/musik/dj-mladen-solomun-er-hat-ein-foto-von-mir-am-kuehlschrank-a-1603946

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rob07

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