Autor
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Thema: Love Parade in der Presse
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ochsenprofessor
   
Usernummer # 5328
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verfasst
Da liest man ja recht unterschiedliches:
TAZ
Zitat: einer Musik, die gegenwärtig blüht und gedeiht wie seit, nun ja, letztem Jahr nicht mehr, und die sich mit einer Hymne wie "Rocker" von Alter Ego gerade durch ihren vierten oder fünften Frühling holzt.
SPIEGEL Zitat: Die elektronische Tanzmusik spielt eine geradezu minderwertige Rolle, ihre Präsenz in den Verkaufscharts ist lächerlich.
Aus: Zwischen den Bergen | Registriert: Mar 2002
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Camo_Remix
  
Usernummer # 3683
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verfasst
zum spiegelartikel möchte ich 2 sachen sagen:
a) mir scheint das der autor nicht zwischen dance und techno/house unterscheiden kann/will. er zieht die gesamte elektr. tanzmusik in den sumpf aus lieblosigkeit und oberflächlichkeit. ansonsten wäre ihm aufgefallen das die banalität von aktuellen rave-veranstaltungen vorallem in diesem bisher gut verkäuflichen müll/recyclekram und den durch viva/einslive etc. zur oberflächlichkeit verdammten massen begründet liegt. aber vielleicht sieht er das ja als aktuelle jugendkultur an: von zed (piep!piep!) bis "big brother auf ibiza...special dance-mix by theresa orlowski" b) die loveparade/techno krankt nicht an der mangelnden verankerung/stillstand von techno, sondern am massenkommerz dem man über jahre zu weit die tore geöffnet hat.
remember 1988: bravo und konsorten haben innerhalb von 3-4 monaten acidhouse krankenhausreif-vermarktet. davon dachte man sich bis ca. 93/94 in sicherheit, hat dann aber doch verloren. nicht immer hätten man alles zugunsten der sponsoren/majors opfern müssen. andere massenveranstaltungen wie nature one zeigen das kommerz und elektr. musik zusammengehen, ohne jeden dj bassbombe und jeder combo druffi ein forum zu bieten. inzwischen halten sicher einige danceproduzenten/labels personen die vielen hier fast heilig sind, für überflüssige altlasten ohne namen und ohne relevanz...
elektr. musik ist keine romantische erinnerung aus den neunzigern, sondern überlegene musik die sich durch ihre differenzierten macher und liebhaber auszeichnet. anders gesagt: viele hier im forum haben neben ihren technoplatten auch einen ausgedehnte hiphop/jazz/funk neigung. versucht das mal umgekehrt vorzufinden....
Aus: Düsseldorf | Registriert: Sep 2001
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Schnapsdrossel
    
Usernummer # 6968
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verfasst
genau, du sprichst mir aus der seele. weitere annäherungen aus den anderen lagern wären sicher eine große bereicherung.
/offtopic meine musikalische knautschzone hat sich gestern nach einer konzertaufzeichnung des begnadeten pianisten Lang Lang feat BBC-Orchestra expandiert - und das macht verdammt nochmal spass!
Aus: FR/EM | Registriert: Aug 2002
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VincentV
   
Usernummer # 3497
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verfasst
Nature & unkommerziell ???? Also.. der Prospekt dieses Jahr liest sich durch die vielen Werbungen und Sponsoren fast wie ein deutsches Firmenregister....
Aus: Gelsenkirchen /NRW | Registriert: Aug 2001
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ndark
     
Usernummer # 3037
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verfasst
2camo "elektronische musik ist überlegene musik." hä? wieso das?
ich find den spiegelartikel sehr gut, auch wenn anfangs ein paar merkwürdige formulierungen dabei sind. gegen ende wirds dann besser:
"Das Manko der Love Parade war oft die Parade selber. Das Drumherum - die 100 Club-Nächte von Donnerstag bis Montag - funktionierte bestens und gab der Szene mehr Rückhalt als die Wasserduschen auf den Trucks. Das könnte sich dieses Jahr durchaus wiederholen."
"Daraus erwächst nur der Eindruck, Techno sei ein subventionsbedürftiges Musikgenre und damit im Reich des Schützenswert-Musealen angekommen. Die Erneuerung kann nur durch Kreativschübe von unten, nicht durch Finanzspritzen von oben kommen."
besonders das zweite zitat trifft den nagel auf den kopf. elektronische musik darf nicht um den deus ex machina flehen, sondern muss sich selbst vor dem untergang bewahren und dazu erst wieder fans erarbeiten. in der öffentlichen wahrnehmung existiert sie nämlich nicht mehr, beziehungsweise nur in form der loveparade.
Aus: ulmost | www.myspace.com/soundfreaks | Registriert: Jun 2001
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TobiTobsucht
noch nicht registriert
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verfasst
die medien und techno haben noch nie gut funktioniert...weil immer noch zuviele alt rocker säcke in den redaktionen sitzen die ihre ideologien wie doof verteidigen...
ein für tot erklären der szene is aber meinung nach das beste was passieren kann. ham wir wenigstens unsere ruh!
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Camo_Remix
  
Usernummer # 3683
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verfasst
@ vincent v: im vergleich ist die no für eine kommerzielle veranstaltung repräsentativer als z.b die mayday heutzutage.
@ndark wie schon von mir geschrieben, scheint elektronische musik es zu ermöglichen verbindungen, ursprünge und zukünftige musikalische entwicklungen zu erkennen und zu beleben. sicher gibt es jazzer oder hiphopliebhaber die über die verwandtschaften informiert sind, aber allgemein ist die toleranz im elektronischen lager wohl größer.
die von dir angesprochenen zitate halte ich auch für richtig.
Aus: Düsseldorf | Registriert: Sep 2001
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