This is topic Die Zukunft der Clubs - Genügen Spenden? in forum Clubs, Events, Bars & Partys at technoforum.de.


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Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Liebe Bayern, liebe Münchner, liebe Auswärtige,

das Harry Klein hat eine Startnext-Aktion gestartet mit allerhand netten Goodies und Give-Aways und versucht, in den kommenden 48h noch die restliche Summe damit einzusammeln, um die laufenden Betriebskosten während der Pandemie weitestgehend zu stemmen.

Wer für seinen nächsten Song ein Video benötigt, wer bei einem Live-Stream im Club sein will, wer T-Shirts und Einkaufstaschen braucht oder in/um München für ein paar Stunden die Kinder betreut sehen will, all das gibt's u.a. bei der Aktion.

Ich hab' mich für mehr virtuelle Cocktails bereits entschieden, um so den Club zu unterstützen, wer also ebenfalls noch einen kleinen Beitrag leisten will, findet die Aktion hier, die so knapp kurz davor ist, das Ziel (25k) zu erreichen:
[hand] https://www.startnext.com/harry-klein-ich-mach-mit?fbclid=IwAR3XagIiV5BfbukJqN6bIj39MHpQzI0uKsRKEdYmfDKilOs1j00QvKdAt5I

Beste Grüße,
Chris

p.s. Ich hatte noch in Erinnerung, dass das ursprüngliche Ziel bei 25k lag und wir davon nur noch 1.050,- EUR weg gewesen wäre, habe vorhin aber etwas überrascht zur Kenntnis genommen, dass das Ziel nun bei weit über dem Doppelten ist, entsprechend müssen wir leider wohl realistisch sein?

[ 04.07.2020, 13:22: Beitrag editiert von: chris ]
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
hmmm...ich bin extrem zwiegespalten bei den ganzen spenden aufrufen für sterbende clubs, tour manager, magazine und wer noch so alles geld sammelt. ich habe an einigen stellen gespendet, für mich aber immer darauf geachtet das es auch wirklich sinnvoll ist. im grunde sind clubs nichts anderes als private unternehmen. ist schon klar das clubs wichtig für die szene sind...das sind aber viel andere dinge auch.

also wer sich nicht auch vor corona sozial eingebracht hat kann auf mein geld da nicht hoffen. im falle des harry weis ich das nicht genau, kenne den laden nicht aus eigener erfahrung, habe aber daher auch keinen bezug.

und am ende fürchte ich auch wird alles spenden nicht ausreichen. es ist verzwickt. die läden werden sich nicht mit spenden über wasser halten können... wenn clubs schließen werden sie platz für was neues machen... auch das kann eine chance sein, es gibt keine garantien...für niemanden.

bitte nicht negativ auffassen... das thema betrifft ja alle, nicht nur unsere szene.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
soulstar: du hast ja vollkommen recht, die frage ist, wann wem warum wie viel spenden, wie kommt die spende an, welchen nutzen hat sie oder ist das nur ein tropfen auf dem heißen stein, der schneller verdampft, als man gucken kann? jeder hält die hand auf, oft berechtigt, oft unberechtigt und aktuell sind natürlich clubs und künstler hierzulande - bis zum nächsten lockdown - die leidtragenden, wenn die geschäfte und restaurants wieder geöffnet haben, seit letzter woche hier im strengen bajuvarien / münchen sogar wieder ohne sperrstunde. und ja, clubs sind privatunternehmen und ebenso könnte jetzt auch wirecard um spenden bitten - aber da würde wohl niemand auf die idee kommen und auch nur einen cent spenden.
[Wink]

ich hab's hier mal mit gutem gewissen geposted, weil:

- viele tf'ler sich früher im ultraschall, harry klein 1 und harry klein 2 trafen, manche sich dort sogar kennen- und lieben lernten.
- wir im harry unser 10-jähriges mit acts ausschließlich aus dem forum feierten,
- pete und ich im ultraschall und harry auch hin und wieder auflegen durften und
- in zeiten von verlosungsaktionen und quiz wir vom harry immer irgendwelche super-feinen goodies bekamen, die wir verschenken durften, die jungs waren _immer_ spendabel
- man bei dieser aktion - bis auf die verlosung und den cocktail - zumindest auch einen gewissen gegenwert bekommt, also eben t-shirts, visuals für einen eigenen video-clip, ebensogar für münchner den dj benna als (ausgebildeten!) kinder-betreuer für ein paar stunden, man kurse für visuals ebenso als gegenleistung bekommt etc.pp.: die liste an goodies ist lang, die man als dankeschön bekommt.

du siehst, das forum und das harry sind seit langer zeit eng miteinander verbunden, auch wenn sich im verlauf des alters die bindung etwas löste, aber so ein post kostet nur ein paar augenblicke zeit und ist meine art, 'danke' zu sagen für die so langjährige 'beziehung', die genauso alt ist, wie das forum selbst.

sofern andere auch hier im unterforum ähnliches posten möchten, um 'ihren' club zu unterstützen, ist das partout eine gute sache, ich hab' gegen diese art der 'werbung' nichts, denn letzten endes muss jeder dann entscheiden, ob er mitmachen will - oder nicht.

wir stehen, so mein gefühl, noch vor unruhigen zeiten, auch wenn es sich momentan so anfühlt, als ob die erste pandemie-welle vorbei wäre. darauf 'n lecker würstchen von tönnies. und spätstens, wenn im herbst die leute alle wieder drinnen sind und eine neue welle über europa und den halben globus schwappt, wird die welt noch mehr 'anders wie vorher' aussehen und wir werden uns von vielen geliebten marken, brands, unternehmen - und clubs verabschieden müssen, so meine befürchtung.

in diesem sinne also, lang erzählt, dürfte sicher schlüssig sein und ja, dieses ganze spendengedöhns kann irgendwann auch nerven.
[Wink]
chris
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
alles cool... klar gehört das thema hierhin... ist ja auch wichtig... und das du als münchner und damit auch automatisch das TF da nen ganz anderten bezug zu hat ist auch vollkommen klar. ist beim mir ne eher generelle haltung und garnicht explizit aufs harry bezogen. hat nun halt nur den thread hier "getroffen"... wie gesagt ...auch garnicht bös gemeint. hatte mir die aktion auch vorher angeschaut und das harry hat sich da sehr ins zeug gelegt auch attraktive dinge an den start zu bringen. respekt dafür. [Smile]
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Ich hab' auch kein problem damit, wenn wir hier über das club-spenden-thema weterquatschen, der party-bereich ist ohnehin sehr, sehr ruhig hier *g*

Erbitte also quasi um Diskussionsstoff oder gern auch Links zu ggfs. "ungerechtfertigen" Spendenaktionen.
[Wink]
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Mittlerweile gibt es ja mehrere Crowdfunding-Aktionen für diverse Clubs. - finde das nicht zielführend.

Aus mehreren Gründen:
- das Geschäftsmodell ist noch die nächsten Monate hinüber, da regulärer/anonymer Betrieb nicht erlaubt.
- das Publikum wird selbst bei Öffnung erstmal wegbleiben. Corona hat da auch psychisch eingeschlagen.
Heißt für mich: kaum ein Club wird überleben. Crowdfunding zögert es nur hinaus.

Finde ich auch schade, aber das Modell „wild durcheinander treffen und gemeinsam unbekannt Zeit verbringen“ ist gerade und demnächst nunmal nicht möglich. Daher ist die Aufrechterhaltung nunmehr ehemaliger Spielstätten nicht klug. Fatalistisch: ist halt so. Aber auch: kann man später neu aufbauen. Der Gedanke, das Wissen ist dank Internet/Socialmedia noch da und wird dort überleben. Auch die Akteure sind ja nicht weg. Und neue Räume werden wir uns dann schaffen, wie die letzten 30 Jahre.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
Heißt für mich: kaum ein Club wird überleben. Crowdfunding zögert es nur hinaus.

so sieht's leider wohl aus.

das sprengt jedes vorstellungsvermögen: auf der ganzen welt gibt es seit vier monaten so gut wie keine musik- und kaum kulturveranstaltungen mehr. statt täglich hunderttausender events seither quasi zero.

wie DJ Emerson im interview im anderen thread sagte: in vielen ländern wird die clubszene (und man kann allgemein sagen: musikveranstaltungsszenen) jetzt weggebügelt. der ganze DJ-zirkus der welt ist am ende. wer hätte diesen epochalen einschnitt noch anfang des jahres geahnt?

auch wenn sie wieder aufmachen dürfen, wird sich für die meisten clubbetreiber ein betrieb mit stark verringerten kapazitäten nicht lohnen. an acts und DJs von fern, denen flüge bezahlt werden müssen, gar nicht zu denken. es wird einfach kein geld mehr da sein. und kredite wirds keine geben wegen der unsicherheit.

es wird sich alles im großen stil neu bilden, es geht wieder im underground los, und dort wo veranstaltungsräume "eingebettet" sind, wie in tanzschulen (die ja schon wieder laufen), hotels, subventionierten kulturzentren. also irgendwo in den '60ern oder '70ern.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Es ist in vielen Branchen so das Flexibilität
jetzt bei Arbeitnehmern nötig ist.
Ein DJ hat keine beruflichen Fixkosten kann also jede Art von Tätigkeit annehmen um über die Runden zu kommen.
Ein Lebensstandard kann und sollte nicht vom Staat finanziert werden.
Clubbesitzer eher nicht, da werden wohl wirklich
Existenzen dran hängen wenn investiert wurde.
Hoffe die haben Kreditausfallversicherungen abgeschlossen.

Wenn ich ehrlich bin, hat das Clubgeschehen keinen Einfluss mehr auf mein Leben.
Es hat mir ja vorher nicht gefehlt, fehlt mir jetzt also auch nicht.
Die fehlenden Fans im Stadion sind dagegen allgegenwärtig.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
denke auch, dass die meisten im forum vom clubgeschehen schon lange entkoppelt sind.

das sonstige internationale musikleben ist ja leider genauso betroffen. wie sollen bands professionell weitermachen? da der tonträgermarkt weggebrochen ist, bleibt heute fast nur das live-spielen. konzertläden für mittelgroße und internationale bands müssen mehr oder weniger täglich programm bringen, damit die rechnung aufgeht. die terminierung hat monate vorlauf, also 100 bands und mehr müssen im voraus gebucht sein. bands wiederum brauchen jeden tag eine neue location in erreichbarer nähe.
für die läden macht es keinen sinn, mit beschränkten kapazitäten aufzumachen, und für bands macht es keinen sinn, auf tour zu gehen, wenn nicht genug läden für eine kontinuierliche reihe von auftritten da sind.. dazu die unsicherheit, ob die läden überhaupt noch da sind nach monaten planungsvorlauf. die vorinvestitionen in eine tour sind da viel zu riskant.

beim fußball hätte ich allerdings nichts dagegen, wenn die clubs der großen ligen in ihren blasen samt und sonders pleite gehen.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Mixmag: "Carl Cox has spoken out about recent illegal raves, saying "it's not the answer to this.""
[hand] https://mixmag.net/read/carl-cox-illegal-raves-covid-19-lockdown-coronavirus-police-news

"(...)A number of illegal raves have taken across the UK, as clubs are still shut and festivals are postponed due to COVID-19. The most notable raves were in Greater Manchester, with 6,000 in total attending the two, leading to one death, a sexual assault and stabbings.
Carl Cox spoke to Sky News, saying he understands why so many raves are taking place, but expressing concern at the same time.

"These illegal parties are basically done out of frustration. Just done out of showing it's our right to do what we want to do. It's not the answer to this."
(...)
"
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
für berufs-DJs ist es natürlich nichts, weil da kein geld rumkommt..
die sehen es natürlich nicht so gern, wenn die party ohne sie weitergeht..
 
Geschrieben von: s.sheppert (Usernummer # 16699) an :
 
Interessant auch was Westbam vor 14 Tagen dazu sagte, der das Clubsterben in gewisser Weise befürwortet

>>ttt - das langsame Sterben der Clubs<<

Westbam is so ab Minute 5:02 zu hören/sehen
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: s.sheppert:
Interessant auch was Westbam vor 14 Tagen dazu sagte, der das Clubsterben in gewisser Weise befürwortet

>>ttt - das langsame Sterben der Clubs<<

Westbam is so ab Minute 5:02 zu hören/sehen

Der Sprecher sagt auch gleich darauf, dass Westbam leicht reden hat, dem stimme ich auch zu. Der hat den Kragen voll...
Sicher, das hat schon was wenn wieder illegal oder eben einfach nur aus Spaß an der Freud gefeiert wird.
Vielleicht wäre es aber auch gerade jetzt ein guter Zeitpunkt um darüber nachzudenken selbst einen Club zu starten. Die Lage ist zwar noch unsicher aber es wird wohl nicht ewig so sein und der Zulauf könnte enorm werden. Startkapital vorausgesetzt, die Banken würden so ein Projekt zum jetzigen Zeitpunkt wohl nicht unterstützen...
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
ich bin im grunde ganz bei westbam.
ist schon interessant wie eine kultur die von veränderung, erneuerung und fortschritt lebt(e) nun so große angst davor hat.
scheint so als wäre man nun selbst das establishment.
...ist schon klar...vom underground kann man nicht leben. aber im grunde auch mal gut das der beruf des dj mal wieder zurechtgerückt wird.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
aber im grunde auch mal gut das der beruf des dj mal wieder zurechtgerückt wird.

Wie sollte ein Beruf, bei dem man nichts mehr verdient, durch Corona zurechtgerückt werden??

Die "Illegal Zeiten" in dem Sinne sind doch längst Geschichte und Privatparties ohne Abstand, ohne Hygiene sind derzeit einfach nur fahrlässig.
Ich muss meinem Sohn mühsam verklickern, dass er aufpassen muss wenn er sich mit Freunden am See trifft, damit er nichts nach Hause schleppt was der Familie, inklusive Oma schaden könnte.

Mir schleierhaft was an solchen Veranstaltungen toll sein soll außer, dass die Beteiligten sich die Birne wegschießen wie immer, sich einem neuen Risiko aussetzen und dabei das erhebende Gefühl haben, illegal unterwegs zu sein... Bravo!
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
damit hier keine missverständnisse aufkommen wiz: ich bin gegen illegale raves, zumindest in corona zeiten. ich habe auf soundcloud auch schon sets und mitschnitte von illegalen partys abgelehnt und mir damit nicht nur freunde gemacht.

aber der "beruf DJ", der nie einer sein sollte, wird eben durch die corona krise wieder zurechtgerückt, will heissen "auf den boden der tatsachen zurückgeholt"... und mal zurück zu den wurzeln zu gehen wird der szene nicht schaden sondern sie von innen erneuern. und das begrüße ich.
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
Grob-
Ja, es tut sich was-🍀im un🍀

Im Detail bleibt halt wenig Zeit für einen ‚richtigen‘ Beruf, steckst Du erstmal🤩drinnen.

Ich bin aber auch mehr als gespannt, wie sich das auf die Schwarzarbeit auswirkt😜
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Indoor concerts will be allowed to take place in England beginning August 2020 — the first time since COVID-19 hit — as the country enters Phase 4 of its five-stage reopening plan for live events.

Announced by U.K. Prime Minister Boris Johnson, the Department for Digital, Culture, Media and Sport will first be holding test runs with socially-distanced audiences to create the final and formal guidelines for August 2020.

The announcement also revealed that venues will not be allowed to open at full capacity and tickets will be sold online in order to reduce person-to-person contact. Additionally, social distancing markers will be placed for the audience, while venues will have to undergo deep cleaning measures and operate with staggered performance schedules. “Audiences, performers and venues will be expected to maintain social distancing at all times,” the notice said.

(...)
[hand] https://hypebeast.com/2020/7/england-allow-indoor-concerts-august-2020-coronavirus
 
Geschrieben von: MightyMarkus (Usernummer # 22069) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
hmmm...ich bin extrem zwiegespalten bei den ganzen spenden aufrufen für sterbende clubs, tour manager, magazine und wer noch so alles geld sammelt. ich habe an einigen stellen gespendet, für mich aber immer darauf geachtet das es auch wirklich sinnvoll ist. im grunde sind clubs nichts anderes als private unternehmen. ist schon klar das clubs wichtig für die szene sind...das sind aber viel andere dinge auch.

also wer sich nicht auch vor corona sozial eingebracht hat kann auf mein geld da nicht hoffen. im falle des harry weis ich das nicht genau, kenne den laden nicht aus eigener erfahrung, habe aber daher auch keinen bezug.

und am ende fürchte ich auch wird alles spenden nicht ausreichen. es ist verzwickt. die läden werden sich nicht mit spenden über wasser halten können... wenn clubs schließen werden sie platz für was neues machen... auch das kann eine chance sein, es gibt keine garantien...für niemanden.

bitte nicht negativ auffassen... das thema betrifft ja alle, nicht nur unsere szene.

Sehe ich ehrlich gesagt auch so. Schlussendlich handelt es sich um private Unternehmen. Jedes Unternehmen sollte gewisse Risiken kennen und vorausplanen. Allerdings muss ich zugeben, dass es inzwischen eine echt lange Zeit ist, von der man Anfang des Jahres nicht hätte ausgehen können... da bleibt einem nichts anderes übrig, als sich etwas breiter aufzustellen.

Die Szene wird sich durch die Corona-Sache zwangsläufig verändern und man muss Alternative Wege finden, um sich einen anderweitigen Cashflow zu sichern.

LG
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The gig-less economy: what could a post-pandemic dance music scene look like?

As long as fans keep spending millions of dollars a month on music and merch, there’s proof that underground music can be a thriving industry.

über neue plattformen wie Buy Music Club, Currents FM, ERIS, Nine Nights, Pick Up The Flow..

https://djmag.com/longreads/gig-less-economy-what-could-post-pandemic-dance-music-scene-look
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
wenn man mit leuten momentan spricht...heisst es immer "naja...die clubs werden ja nicht ewig zu bleiben..." ... "irgendwann muss es ja weitergehen" oder ähnliches...

ja. ist alles richtig. die frage ist halt nur das : Wann.

genau so wie es momentan kaum abschätzbar ist wie die gesellschaft, die welt sich als ganzes durch covid19 verändern wird...so denke ich immer mehr das sich teilbereiche des lebens, wie eben die musik/auftritts und club szene möglicherweise komplett ändern werden. selbst wenn die pandemie morgen vorbei wäre...hätte sie schon ihre spuren hinterlassen. da uns das thema aber noch locker ein weiteres jahr begleiten wird ist kaum absehbar welche veränderungen noch kommen werden.

das die digitalisierung mit großen schritten vorrangetrieben wurde ist dabei noch ein ganz kleines geheimnis. das tragen eine MNS ist momentan DAS bild der welt, ob im amazonas, in indien oder berlin... es ist geradezu ein iconisches bild 2020...und vielleicht das erste ereigniss das die welt und den mensch als ganzes verbindet.

ob einzelne clubs ein/zwei jahre ohne einnahmen überleben können - ist das nicht nebensächlich ? die frage die sich mir so langsam stellt ist ob nicht eine ganze szene (clubbing) im grunde aussterben wird... wer wird denn verantworten wollen das sich die schwitzenden leiber wieder aneinander reiben dürfen ? und wann ? die szene/die betreiber werden sich umstellen wenn sie überleben wollen, vereinzelt hört man schon das elektr. tanzmusik komplett aus dem programm gestrichen wird, auch für die zukunft. ist halt einfacher. wenn das passiert wird auch andere musik produziert werden (müssen)... listening ist angesagt.

mir ist schon klar das sich tanzen nicht verbieten lässt und das auch keiner will. ich fürchte das - zumindest für eine weile- pragmatismus einzug halten wird. die andere seite wird dann halt illegal feiern. was das angeht bin ich pers. sehr zwiegespalten.

mir pers. macht das alles keine angst, ich liebe veränderung, das ganze leben besteht daraus. ich verstehe aber wenn leute das am liebsten ausblenden würden... wird halt aber nicht funktionieren.

vermutlich wird bei den hobby und den star DJ´s mal ordentlich durchsortiert werden... wer einfach nur geld verdienen will und fame sucht wird halt in unserer szene nun nicht mehr fündig. das ist schon ok. steigert die qualität.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
also hier ist es nun mein drittes wochenende hintereinander mit techno/house-open airs nach offiziellen regelungen, und es fühlt sich wie normalität mit modifikationen in der art einer motto-party an.

man ist grüppchenweise unter sich, kann aber schon auch mit anderen kontakt aufnehmen - beim rumlaufen mit maske (auf dem weg zum getränkeholen) oder halt über die leichte abstandsdistanz der gruppenbereiche hinweg. eintritt ist allgemein das doppelte als normal, was immer noch niedrig und mehr als fair ist angesichts der kapazitätsverringerung - statt 5 eben 10 oder statt 10 nun 20 €.

das aufgelockerte treiben finde ich angenehm. man müsste die open air-saison nun halt ganzjährig ausdehnen.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
das hört sich doch gut an hyp! ja...so kann es gehen... indoor wird halt schwierig. outdoor steht dann wohl die rückkehr der heizpilze bevor [Smile]

aber genau wie du schreibst stellt sich eben nun jeder auf die veränderung ein. es wird immer wege geben...wo auch ein politischer wille ist. hoffen wir das die "feier szene" am ende nicht das schwarze schaaf und der große verlierer sein wird.
 
Geschrieben von: BeatFreak91 (Usernummer # 22073) an :
 
Die Feierszene ist in den Medien schon oft als Sündenbock dargestellt worden, weil in den Köpfen der Leute ALLE harte Drogen nehmen, die feiern gehen... Dabei sind wir doch ganz normale Menschen wie jeder andere auch.
Und es gibt leider einige Partygänger, die beim Contact Tracing gemogelt haben... dass hilft dem Ruf dann halt nicht weiter.
Aber ich glaube, solange der Großteil von uns vernünftig bleibt, können wir uns mit Argumenten wehren. Schließlich dürfen Restaurants und co. auch offen haben [Wink]
Lg
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
tja.. weithin ablehnung für diesen artikel in den bewertungen und kommentaren:

Macht Clubs zu Kulturstätten!

In der Hauptstadt setzt sich die rot-rot-grüne Regierungskoalition seit Mitte Juni dafür ein, Clubs und anderen Veranstaltungsorten den Status der Kulturstätte zu verleihen; auch auf Bundesebene gab es einen Vorstoß, der es Anfang Februar in den deutschen Bundestag geschafft hat. Laut Antrag von Rot-Rot-Grün werden Clubs und Live-Musikstätten dann als schützenswert bewertet, „wenn sie einen regelmäßigen Spielbetrieb und ein anerkanntes künstlerisches Profil aufweisen, das durch kuratiertes Programm, musikästhetischen Anspruch und ein raumgestalterisches Konzept gekennzeichnet ist.“
...
Sobald die Leute wegen der musikalischen, vom Club fein kuratierten Darbietung kommen, darf man das auch im Elfenbeinturm anerkennen, wo die Entscheidungen getroffen werden. Es gibt passionierte Feiernde, die für einen bestimmten DJ an einem bestimmten Ort lange Reisen auf sich nehmen, nur um am Montagmorgen wieder im Flieger nach Hause zu sitzen. Betreiber investieren regelmäßig in verbesserte Soundanlagen, ausgefeilte Lichtsysteme und machen sich schon bei der Eröffnung Gedanken über die innere Architektur ihres Clubs. Das alles sind künstlerische, kulturelle Leistungen. Also, macht unsere Clubs endlich zu Kulturstätten!


www.welt.de/kultur/article214352892/Neue-Normalitaet-Macht-Clubs-zu-Kulturstaetten.html

die abgrenzung, welcher club förderungswürdig ist und welcher nicht, müsste dann wie bei der einteilung in E- und U-musik geschehen.. schon verzwickt.
https://de.wikipedia.org/wiki/E-_und_U-Musik
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
das clubs kulturelle identität spenden - das steht für mich ausser frage! daher finde ich die kommentare unter dem artikel erschreckend. ein abbild von schwarz/weiss denken...nur die eigene meinung zählt, empathie verlernt. ohh je ohh je...
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Bin da mal gegenteilig unterwegs: die Kultur verschwindet nicht, weil Kulturstätten verschwinden. Mehrnoch kann das die Kultur eher noch weiterbringen. Siehe „Businesstechno“. Schwups obsolet. Das ist imho eine hübsche Bereinigung.
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
Demo 09.09.

https://alarmstuferot.org/demos
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Kleiner Exkurs zum Thema "Künstler" selbst, die ja mitunter von den Gigs in Clubs und auf Events abhängig sind:

Quinto und ich treffen uns regelmäßig jeden Dienstag ab 18h im Sinee-Trackfeedback-youtube-Stream, dort kann man selbstgemachte Tracks einsenden und das Sinee-Team und öfters auch Gäste geben dann direkt Feedback. Der gestrige Gast war Dominik Eulberg und gegen Ende des Streams hat dann Eulberg das Thema "Kunst & Corona" angerissen, ein durchaus interessantes, kurzes Plädoyer gehalten, wie wichtig es sei, dass der Staat Künstler und die Kunst in den aktuellen Zeiten unterstützt. Ferner erwähnte er auch - das dürfte kaum noch ein Geheimnis sein - dass man mit den Releases selbst kaum noch was verdienen würde und selbst Streaming-Einnahmen wie etwa auf Spotify nahezu zu vernachlässigen wären (auch wenn hier Rob Acid, der im Chat mit dabei war, widersprach und mal eine konkrete Zahl nannte).

Nun zum eigentlich 'casus knacksus', den wir (ca. 250 Zuhörer/Chatter & Sinee) aber nicht mehr 'ausdiskutierten': Sinee wechselt nach der y'tube-Session dann direkt zu Twitch, dort kann man weiter chatten und z.B. einem Sinee-Musiker beim Trackbauen zusehen oder auch über eigene Tracks quasseln. Die Session wird gegen Ende des y'tube-Streams immer kurz angeteasert und verlinkt. Und Eulberg so: "Was ist Twitch?".

Und das führte mich zu dem Einwurf, dass genau das doch auch ein Teil des Problems ist und man nicht alles auf Vater Staat abwälzen kann: Über Jahrzehnte konnte man mit Releases durchaus gutes bis sehr gutes Geld verdienen, aber Content ist heute nahezu kostenfrei und unbegrenzt verfügbar, wenn also dann auch noch Gigs wegbrechen, dann hätte man sich doch schon vor langer Zeit (Stichwort 'Soziale Medien') mal Gedanken machen müssen, wie man generell auch mit anderen Wegen Einnahmen generieren kann. Dass ein vielbeachteter Artist noch _nie_ über den Namen 'Twitch' gestolpert ist und der Sinee-Gründer ihm erklären musste, dass man auch via Twitch Einnahmen generieren kann, liess' mich ein bisschen fassungslos zurück.

Sinee selbst bietet als Kerngeschäft Templates, Sample-Packs und vor allem Workshops in Form der 'masterclasses' an, d.h. ein Eulberg, ein Rob Acid, ein Beatamines haben just mit solchen Formaten bereits weitere Einnahmequellen.
Riemann selbst veröffentlicht seit Jahren Sample-Packs, vermutlich verdient er damit wesentlich mehr, als mit seinen EPs. Splice scheint angeblich an sehr renommierte Künstler horrende Summen als Einmalzahlung auszugeben, um von ihnen Sample-Packs zu bekommen.
Und deadmau5 hat ja hunderte von Stunden seine Studio-Jams gestreamed, _heute_ würde man das wohl sofort monetarisieren.
Beatamines wie auch Rob bieten ja auch zudem Mastering-Services an, also Dienstleistungen von Musikern an Musiker.
Undsoweiterundsofort ...

Kurzum: Ja, Künstler brauchen Unterstützung. Keine Frage. Aber nicht nur die Kunst hat es hart getroffen und viele andere Bereiche unseres Lebens werden im Herbst und Winter mit Sicherheit noch härter getroffen werden. Aber Künstler, die doch für Kreativität und Einfallsreichtum stehen, sollten doch in der Lage sein, zu überlegen, wie sie ihre Kunst monetarisieren und nicht nur auf staatliche Stütze hoffen?
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Ja, da breche ich ebenfalls mal einen runter für SINEE. Die Truppe zeigt, wie man authentisch und sympathisch die Transformation von DJ/Liveact gerade machen kann. Die späteren Twitch-Streams sind mittlerweile nochmal zusätzliche Bereicherung.
Um so mehr fand ich Eulberg da auch „komisch“, ein Robert Babicz ist da viel offener und hinterher.

Fazit: SINEE ist ein Erfolgsmodell wie Techno/House gerade überleben kann.
 
Geschrieben von: s.sheppert (Usernummer # 16699) an :
 
Der Eulberg macht halt den Reibach mit moderierten Wanderungen, Vorträgen und als Buchautor [hehe]

Ansonsten aber sehr richtig: War schon ein cleverer Zug von Sinee, den deutschsprachigen Markt zu erschließen. Englischsprachig gibts derartige Formate ja auch schon etwas länger.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
klar - sinee macht das genau richtig. aber es kann nun auch nicht jeder ein institut gründen... dies kann ja nur beispielhaft dafür dienen das man einfallsreich sein muss um erfolg zu haben.

und nicht jeder kann und will nun twitch streams anbieten. wer einfach nur musiker sein möchte hat es heut halt schwer. aber möglichkeiten gibts viele.
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Disclosure macht seit Tagen „ich produziere was“ Streams, der hat das auch gemerkt. Wie hier ganz am Anfang schon angemerkt: es verändert gerade viel. Man kann das ignorieren oder aktiv und kreativ neue Sachen versuchen.
 
Geschrieben von: Joix (Usernummer # 20577) an :
 
Mich stört der allgemeine Tenor hier, dass man ja einfach nur "kreative neue Sachen" bei der Selbstvermarktung als Künstler versuchen solle und schon klappe es wieder mit mehr Aufmerksamkeit.

Ehrlich Leute, das ist doch voll an der Realität vorbei.. von SINEE und Twitch profitieren zum Großteil nur die bereits bekannteren Musiker, während der unbekannte Underground-Musiker dabei um so mehr baden geht.

Wir sind gerade mittendrin in einer beispielslosen Marktbereinigung bei Kunst im Allgemeinen und elektronischer Musik im Speziellen (weil es hier in den Jahren zuvor eine wahnsinnige Schwemme an "Hobby-DJ's und Produzenten" gab, die die sozialen Medien fluteten), da werden am Ende nur wenige übrig bleiben und das werden mit hoher Wahrscheinlichkeit nur diejenigen sein, die zuvor schon mehr Ressourcen anhäufen konnten, um die Krise bequem auszusitzen, die Booking-Agenturen und Marketing-Profis als Backbone besitzen und dadurch und ihren höheren Bekanntheitsgrad danach wieder schneller in einem festen Sattel sitzen werden.

Ich finde diese Entwicklung aber nicht nur schlecht (obwohl ich selbst als Underground-Act da zu den Verlierern gehöre), weil zuvor war der gefühlte Ellenbogen-Kampf in der Szene und die unglaubliche Schwemme an mittelmäßigen Streams und Aufnahmen von DJ-Sets schon manchmal fast nervtötend und entwertete Musik im Allgemeinen immer mehr.

Von daher wohl gut, wenn sich das alles mal etwas gesund schrumpft und im besten Falle innerhalb von lokalen Szenen wieder mehr Solidarität und Wertschätzung untereinander aufgebaut wird!
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Joix:
Mich stört der allgemeine Tenor hier, dass man ja einfach nur "kreative neue Sachen" bei der Selbstvermarktung als Künstler versuchen solle und schon klappe es wieder mit mehr Aufmerksamkeit.

Ehrlich Leute, das ist doch voll an der Realität vorbei.. von SINEE und Twitch profitieren zum Großteil nur die bereits bekannteren Musiker, während der unbekannte Underground-Musiker dabei um so mehr baden geht.
(...)

Ich kann und werde nicht für andere sprechen, _mir_ ging's darum, dass so mancher aktuell seine Zeit nutzt für öffentliches Gejammer und Forderungen in Hinblick auf finanzielle Subventionen und Unterstützung, weniger per se um rein soziales Marketing. Denn, wie erwähnt, entsteht bei _mir_ immer wieder der Eindruck, dass man sich sehr lange auf dem Altbewährten ausruhte: Veröffentlichungen und Gigs - und sukzessive brachen ja für die weniger bekannten Artists die Einnahmen durch die VÖs weg und man bekommt nahezu alles auch kostenfrei irgendwo im Netz - nun brachen auch die Einnahmen durch die Gigs weg. Und anstelle sich zu überlegen, was man besonders gut kann, was andere in der Form vielleicht so nicht bieten, wird geweint und gemeckert und gestritten und diskutiert und gefordert und gejammert.

Und SINEE ist eben nur ein einziges Beispiel, dass es auch anders geht und nein, wenn man dem Track-Feedback-Stream und diversen y'tube-Clips folgt, habe ich nicht den Eindruck, dass da nur die namhaften Künstler davon profitieren, denn zumindest mir ist die Stamm-Mannschaft im Sinee-Team bislang nie durch Releases aufgefallen, ich kannte bis dato weder Johann noch Ausilio (auch wenn er wohl u.a. auf Ritter Butzke veröffentlicht) noch Shippo, selbst über den Gründer - Björn - bin ich eher selten gestolpert, er war wohl ganzganzganz früher eher auch im United Schranz-Board unterwegs als hier, als DJ ist er mir aber nie aufgefallen: Und mit Sicherheit arbeiten noch mehr Leute im SINEE-Team, die hierzulande keiner wirklich kennt und die definitiv keine 'Berühmheiten' sind, aber eben ihr Handwerk verstehen, in dem sie Kenntnisse an andere sehr gut vermitteln können und dazu eine Plattform in's Leben gerufen haben, die gut gemacht ist und anscheinend also durchaus wohl den Lebensunterhalt all der genannten Personen bestreiten kann. Ja, natürlich ziehen bei 'Masterclasses' die namhaften Namen, nichtsdestotrotz gibt es doch auch hervorragende Kurse, die alleine durch die Qualität des Inhalts gekauft werden:

Wenn ich eine Funktion in einem VST(i) oder meine DAW suche und mich zu blöd anstelle, ist es mir vollkommen egal, wer auf y'tube mir die Lösung präsentiert. Dass der Autor dann durch die Summe der Aufrufe Werbeeinnahmen erzielen kann: Ja, hervorragend, alle profitieren davon.

Achja, bleiben wir kurz bei den namhaften Personen: Rob Acid erwähnte ja im Sinee-Chat letzte Woche, dass für 1 Mio Plays auf Spotify ca. 4.000 US$ generiert werden. Ja, klar, das Finanzamt hält dann auch die Hand auf, wenn dann aber andere Artists sagen: "Achne, Spotify, seh ich keinen Sinn drin, wer nutzt das denn schon, das ist nicht meine Welt, außerdem ist die Klangqualität beim Streaming doch Grütze" und _dann_ aber wieder öffentlich rumschreit, dass der Staat bitte dafür sorgen soll, ihm seine Miete und Stromrechnung zu bezahlen, weil er Künstler ist und aktuell keine Einnahmen hat, weil ja alle Gigs storniert wurden, dann kann ich - sorry - nur den Kopf schütteln und mich ein bisschen ärgern, weil anscheinend der Wille und das Engagement fehlt, zumindest mal zu versuchen, über die Runden zu kommen, in dem man neue Wege einschlägt.

Und wenn's auch nur ein paar EUR wären, wenn man auf fiverr ein paar Beats anbietet...

Aber ich kenn das von der bildenden Kunst auch nicht anders: Die einen knüpfen Kontakte und organisieren Ausstellungen, haben moderne Web-Auftritte und nutzen alle sozialen Medien, veranstalten Kurse und Workshops, veröffentlichen begleitende Literatur, verkaufen Lizenzen ihrer Werke für Poster und Postkarten und Drucke und stehen nachts in der Werkstatt, um Keilrahmen für andere zu basteln, die sie vielleicht dann sogar noch online vertreiben - und andere sitzen frustriert in ihrem Atelier, schnorren sich ihr Mittagessen zusammen und haben in der Schlange vor'm "Amt" seit 2 Jahrzehnten ihren Stammplatz und regen sich die meiste Zeit auf, brotloser Künstler zu sein?
 
Geschrieben von: Joix (Usernummer # 20577) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Ich kann und werde nicht für andere sprechen, _mir_ ging's darum, dass so mancher aktuell seine Zeit nutzt für öffentliches Gejammer und Forderungen in Hinblick auf finanzielle Subventionen und Unterstützung, weniger per se um rein soziales Marketing. (..) Und anstelle sich zu überlegen, was man besonders gut kann, was andere in der Form vielleicht so nicht bieten, wird geweint und gemeckert und gestritten und diskutiert und gefordert und gejammert.
(...)

Bezüglich dem unsäglichen Bittstellertum und Rufen nach Rettung vom Staat bin ich ganz bei Dir Chris, dabei sollte man auch nicht vergessen, wo die Roots von elektronischen Musikveranstaltungen eigentlich liegen.. und zwar dem Underground, das heisst der (Zwischen)Nutzung von brachliegenden Flächen, Räumen, etc, teilweise halb/il/legalen Sachen usw. usf.
Da nervt mich auf der einen Seite der "Kultur-Anspruch" von einigen Clubs und auf der anderen Seite das Verunglimpfen von illegalen Raves durch bekannte Szene-Größen derzeit schon etwas..
In beiden Fällen werden die Roots geleugnet, weil auf Einmal die liebgewonnenen Fleischtöpfe weg sind. Das ist irgendwie traurig und lässt schon tief blicken..

Zu Björn Torwellen als "nicht bekannt": Der war mir durchaus vorher schon durch seine Produktionen bekannt und hat u.a. auch mal ein Ableton-Buch geschrieben und sich so schon relativ früh Reputation im Bereich Produktionsskills erworben.
In seinem Fall also einfach der nächste logische Schritt das mit SINEE so fortzusetzen.. das ist also jemand der da ernst genommen wird.. ob das für jeden "Wald-und Wiesen-Produzenten" auch einfach so klappen kann, hätte ich zumindest mal Zweifel. [Wink]

Zu den "1 mio Plays auf Spotify" von Babicz verweise ich auf das folgende Video, wie das dann in der Praxis läuft: https://youtu.be/qiqYuSQwkHo
Nennt sich auch Geldwäsche..
1Mio Plays in einem Subgenre mit nicht kommerziellen Style und höherem künstlerischen Anspruch halte ich für absolut unrealistisch..

Aber ja, wer den nötigen Biss und Willen mitbringt, kann sich auch heute noch etwas dazuverdienen im Musik-Bereich, aber für eine Existenzsicherung wird es da trotzdem eng.. heisst also nebenher ganz normal arbeiten gehen, war bei mir auch nie anders.. auch ein Grund warum ich das derzeitige Rumgeheule nicht ganz nachvollziehen kann..
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
@joix, sehr schön formuliert und in sehr vielen aspekten gebe ich auch dir gern recht. da fällt mir einfach dieser oft gehörte satz "kind, lern auf jeden fall erst einmal was vernünftiges" ein, wenn man den eltern schonend beizubringen versucht, dass man mit kunst seine brötchen verdienen möchte. apropos:
gefühlt gibt es auch im bereich des schöpferischen auch 'gewinner', wenn ich etwa an autoren denke, und der konsum von digitalen medien hat in den vergangenen 6 monaten ja massiv zugenommen, d.h. hier gibt es im 'kreativen bereich' zahlreiche gewinner und profiteure - und selbst wenn es 'nur' entwickler sind, die dafür sorge tragen, dass der stream von der serverfarm ruckelfrei auf die glotze des konsumenten kommt. klar, und natürlich auch verlierer, zumindest temporär, das ist nicht von der hand zu weisen.

das thema der clubs will ich keinesfalls pauschalisieren, den selbst in unserem angeblich so hochnäsigen münchen sind - mit extremst wenigen ausnahmen - die macher und mitarbeiter der clubs auf dem boden geblieben, was preisgestaltung, türpolitik, programm und der umgang mit und zu den gästen betrifft: einer der clubs hat mal beispielhaft die laufenden kosten gelistet und das den durchschnittlichen einnahmen gegenübergestellt - da bleibt, offen gestanden, nicht wirklich viel hängen. aber hier eben muss man klar differenzieren: es gibt die betreiber, die das mit herz und viel liebe machen - und es gibt auch hier die halb-groß-industriellen, die zahlreiche bars und schicke restaurants und eben auch clubs betreiben, da geht's gefühlt nur um die gewinnmaximierung und musik ist nichts anderes als ein geschäftsmodell. wobei wir hier in münchen wahrscheinlich da auch noch im kleinkaliber unterwegs sind, was auf ibiza beispielsweise in den großraumdiskotheken für umsatz (und gewinn?) gemacht wurde, ich will's lieber nicht wissen....
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Joix:
Da nervt mich auf der einen Seite der "Kultur-Anspruch" von einigen Clubs und auf der anderen Seite das Verunglimpfen von illegalen Raves durch bekannte Szene-Größen derzeit schon etwas..

verstehe ich das richtig - du mockierst dich darüber, dass sich szene-größen gegen illegale raves aussprechen? (zuletzt hab ich solch ein statement u.a. von dave clarke gelesen)
nein, das hat nichts mit "verleugnen der underground-roots" zu tun, sondern gebietet schlicht das verantwortungsbewusstsein in zeiten einer pandemie.
 
Geschrieben von: Joix (Usernummer # 20577) an :
 
@SpeedyJ

Illegale Raves im Freien sind ja nicht zwingend Corona-Parties, sondern können ja auch mit genügend Abstand und ggfs. Masken stattfinden.
Das kann man hier auf der Neckarwiese ganz gut beobachten, dass sich die jungen Leute da schon dran halten und sich im Großen und Ganzen verantwortungsvoll verhalten.
Das dürfte unkritischer sein als alles, was in geschlossenen Räumen stattfindet.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
@joix: selbst auf "legalem raum", wie in bus oder bahn, sehe ich genug leute aus der "below-the-nose"-community, oder auch welche, die überhaupt keine masken tragen, geschweige denn sich an abstandsregeln halten. dass sich das druffe feier-volk auf nem illegalem rave um irgendwelche corona-regeln kümmert - das glaubst du doch wohl selbst nicht ... [kugel]
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
das ist eine mega interessante und wichtige diskussion hier - die leider viel zu wenig geführt wird.

kurz zu spotify... für unsere spartenmusik ist das ganze wohl eher finaziell gesehen keine echte alternative. pop musik - klar... funktionsmusik wie techno...naja.
musik wird ja im grunde eh nicht mehr gekauft... bisweilen, ähnlich wie filme und serien, ist sie reines konsumgut für das es nicht lohnt geld auszugeben...und auch nicht nötig ist... weil überall kostenlos gestreamt werden kann. mir reicht das allermeistens auch. ein grund ist sicher die masse an musik... es ist soooo viel, nichts oder besser kaum ein titel sticht noch heraus...bzw. schafft es sich nach oben zu wühlen.
nach zwei wochen ist schon wieder so viel andere musik erschienen das kaum einer sich den "alten" kram noch anhören mag. ziemlich bitter... keine ahnung wie da noch zukünftige klassiker entstehen sollen wenn sich keiner mehr auf einen "hit" einigen kann.

da ist es evtl. doch besser seine musik garnicht erst verkaufen zu wollen. ich frage mich das inzwischen auch ernsthaft...was das alles soll. ic habe es stets betont - meine musik mache ich erstmal für mich selbst... als kreativer prozess ohne anspruch auf künstlerische aspekte, ohne anspruch auf technische perfektion...just for the moment. warum also verkaufen wollen... und doch ertappe auch ich mich immer wieder dabei labels anzuschreiben und anzuklopfen...wozu eigentlich ? ist es geltungsdrang, die hoffnung das doch mal was durch die decke geht... kann sein... ich weis es nicht genau. aber es ist illusorisch am ende. und unnötig. weil der moment des produzierens und das glücksgefühl dabei ist doch im grunde (für mich) der lohn...und den gibts kostenfrei und ungeteilt. auftritte, fans, kunst - hat mich im grunde nie interessiert und tut es noch nicht. alles für mich nur mittel zum zweck. ich mache konservenmusik und stehe dazu.

leute die bis vor kurzem von ihren auftritten leben konnten können einem nat. nur leid tun. an der stelle wird es auch langsam schwierig; hier müssen lösungen für kulturschaffende her, sehr zügig. das sich gewerbetreibende clubesitzer auch beschweren kann ich schon verstehen - andere läden haben ja auch wieder geöffnet. aber letztlich machste den laden dann halt dicht, insolvenzen passieren. in schönwetter zeiten ist die feier szene zwar nett - aber verglichen mit dem einzelhandel finaziell gesehen halt zu vernachlässigen. politisch ne reine abwägungssache. bittere pillen allemal.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
und doch ertappe auch ich mich immer wieder dabei labels anzuschreiben und anzuklopfen...wozu eigentlich?

für mich könnte ich das leicht beantworten: um die szene mitzugestalten. folglich: je mehr reichweite, umso besser.


What is the future of techno tourism?
..even when clubs do reopen they could face severely reduced crowds and income
London currently has about 25% of the activity it had before [lockdown].

What does this mean for cities that depend on vast numbers of nightlife visitors? Can home crowds plug the gap if events return before travel does? And, given that the climate crisis was our top concern before coronavirus took the spotlight, should we even be aiming for business as usual?

Is a return to business as usual possible for Berlin, then? “I don’t think it’s necessary to say ‘we must go back to normal’. This is a progressive scene, so let’s focus on the future,” Club Commissioner Lutz Leichsenring says. “We should think about what we can do better, do differently. This crisis should maybe make people think more regionally, more sustainably. Maybe the clubs that were only surviving because of tourists, and will struggle without them, should invest in the local scene in terms of bookings and audiences.”

“It’s the biggest crisis in nightlife since World War II. For 80 years, there has been nothing with this level of impact on our culture,” says Leichsenring of the pandemic.

The task of delivering support to nightlife is so huge that he’s begun work on nighttime.org’s Global Nightlife Recovery Plan. A free online resource ...“It looks at how different cities are dealing with different aspects — Vilnius compared to New York City, or Berlin. It’s about getting together best practices so people can see the ideas that work, where, and why.”

...real change only happens when a system collapses, and things are looking pretty broken.


[hand] https://djmag.com/longreads/what-future-techno-tourism

The Global Nightlife Recovery Plan
[hand] www.nighttime.org/recoveryplan
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Wie schon am Anfang gesagt: COVID19 ballert alles durcheinander. Interessant, dass immernoch so getan wird, als wäre das morgen vorbei
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
2hyp: um die szene mitzugestalten ist durchaus ein argument... allerdings kann man das auch ohne labels. das label als multiplikator für die eigene musik mag zwar der grundgedanke sein - wenn ich aber die klagen über die verkäufe höre scheint das eben nicht mehr zu funktionieren. evtl. liegts auch an der einfallslosigkeit der labels.
deine releases haben einen echten mehrwert als eben nur die musik, sowas macht sinn; ist aber ein stück weit auch für sammler gedacht...

edit: den gegenseitigen support (z.b du machst nen remix für mich, ich mach einen für dich ...) möchte ich da aber explizit ausnehmen... sowas macht auch immer sinn, besonders wenn man sich kennt.

[ 18.09.2020, 12:26: Beitrag editiert von: soulstar ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
soulstar, letztlich ist jede plattform, die bei einem release involviert ist und noch andere follower als man selbst hat, ein zugewinn.

quinto, finde in den artikeln/interviews eher das gegenteil der annahme, morgen sei alles vorbei..

---

Sebastian Voigt, Booker At Else In Berlin:

It's still possible to do high quality dance music events with proper lineups, and comply with all the regulations, offering a safe alternative to all these illegal open-airs.
There are always some people you have to remind again and again, but 98 percent of people are doing it really well.

Q: Every time I've seen Ricardo Villalobos in Berlin it's been a madhouse, totally packed. It's hard for me to picture a Covid-era version of that.

..We have a limited capacity now, and everybody has to wear a mask all the time — at least, while they're on the dance floor and while they're walking around. They can take them off when they're sitting. It's the same as in restaurants here..

We'll see how it works, and maybe do outdoor events during winter. If last weekend showed anything, it's that people are willing, they don't care if it rains or whatever. The party with Blawan and Dasha Rush, it was absolutely pissing for five hours solid, hammering it down. I was super worried when I saw the weather report, but when I got there I was amazed to see everybody just going really hard, dancing like there's no tomorrow, some of them half naked, topless—but with their masks. Completely soaked, but everybody really super into it.


www.residentadvisor.net/features/3754
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Clubszene in Corona-Zeiten
Sieben Lehren von der Tanzfläche

1. Tanzen mit Maske - ja, das geht!
...Tanzen mit Maske, geht das überhaupt? Nun, es geht wunderbar, und zwar auch bei stundenlangem Hochleistungstanzen mit vollem Körpereinsatz. Selbst mit meiner N95-Supermaske mit wenig Luftdurchsatz. Vielleicht macht der latente Sauerstoffmangel das Erlebnis sogar noch intensiver und den körperlichen Trainingseffekt noch größer.

2. Der Club ist regelkonformer als die Bahn.
Im Club war der Anteil der Maskenträger deutlich höher als in den meisten Zügen der Deutschen Bahn, beziehungsweise lag er annähernd bei 100 Prozent. Logischerweise: Wer sich im Club nicht an die Regeln hält, fliegt seit eh und je einfach raus, ohne Diskussion.
...

3. Vorsicht mit Drogen!
... Sind das noch Menschen oder schon apokalpytische Roboter? Ja, es braucht kaum mehr als einen bunten Stofffetzen vor dem Mund, um eine insgesamt fröhliche Szene in eine latent darke Szene zu verwandeln. Die Welt des Spaßes ist fragil wie im Computerspiel BioShock oder in dystopischen Fernsehserien wie Stranger Things oder Black Mirror. Für die einen ist das ein Abenteuer. Auf andere wartet in den Schattenwelten hinter dem Mundschutz schon die Paranoia. ...

4. Euphorieknäuel no more
Abseits der Tanzfläche vereinzeln sich die Menschen viel mehr als früher, Gruppen finden nicht mehr spontan zusammen, alle sitzen an ihren eigenen Tischen. ...Dabei ist es ja gerade das Soziale auch abseits der Tanzfläche, das den Club so besonders macht. ...Aber: Auf der Tanzfläche entlädt sich die kollektive Energie dafür umso mehr. ...

5. Das schlechte Gewissen tanzt mit
...Tragen wir alle, die wir hier tanzen, trotz aller Vorsicht zu mehr Ansteckungen bei? ...Darauf gibt es wohl keine befriedigende Antwort. Die streng normative jedenfalls, wonach einfach jedes Risiko zu vermeiden ist, übersieht nach Monaten der Pandemie mehr und mehr die psychische Gesundheit, auch den Wunsch nach Kultur und Weiterleben. Gerade darum wäre es schön, den Hedonismus der Clubs nicht geringer zu schätzen als den von Urlaubsreisen und Familientreffen. Für viele Menschen ereignet sich hier schließlich genau das.

6. Tanzen tut bitter not
Natürlich ist "Bleib doch einfach zu Hause!" eine legitime Position. In großen Crowds zu tanzen ist ein wahnsinniger Luxus, wenn gerade eine Pandemie um den Erdball geht. Aber Tanzen ist mehr als reiner Hedonismus. Es verjüngt besser als jede Anti-Aging-Creme, wenn die letzte Anspannung und die letzten Sorgen weggetanzt sind...
Wer tanzt, entledigt sich, wie Nietzsche es im Zarathustra schrieb, vom "Geist der Schwere", der der "Herr der Welt" sei. Tanzen ist Spott auf den Corona-Schwermut, ein Quell der Leichtigkeit. Was nicht heißt, zum Covidioten zu werden! Die Kunst, wie auch Nietzsche schrieb, ist eben, in Ketten zu tanzen. ...Wer mit Maske tanzen kann, bringt Spaß und Gesundheit in Einklang. ...

7. Der Moment ist unendlich (wichtig)
Die internationale und vielfältige Musikszene zumindest Berlins ist lebendig, noch. Andere Länder wie das Vereinigte Königreich, Frankreich, Israel oder Spanien zeigen, dass eine neue Corona-Lage den Spaß schnell wieder beenden kann. Dabei macht die Szene einiges richtig, experimentiert in der vergleichsweise entspannten Corona-Lage in Deutschland mit verschiedenen Maßnahmen. Einige Clubs lassen Gruppen etwa nur in ihren eigenen Bubbles tanzen, dafür maskenfrei.

Aber das alles ist flüchtig. Jetzt, im Spätsommer, stehen wir kurz vor einem ungewissen Herbst und Winter. ...Das kann demütig und ängstlich machen. Oder zu mehr Verantwortungsbewusstsein führen: Wir haben den Moment und die Zukunft selbst in der Hand. ...


www.zeit.de/kultur/2020-09/clubszene-coronavirus-berlin-maskenpflicht-tanzen-abstandsregeln
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Schockierende Zahlen: Illegale “Superspreader-Events” weiter auf dem Vormarsch

Neue Statistiken aus Großbritannien belegen, wie gefährlich sich illegale Partys bezüglich einer raschen Weiterverbreitung des Coronavirus auswirken können.
Laut der britischen Zeitung “The Sun” haben die sogenannten “Superspreader-Events” in letzter Zeit zu einem markanten Anstieg der Covid-19-Fallzahlen geführt – insbesondere unter jungen Menschen im Alter von 17 und 21 Jahren. Die Rede ist von einem Anstieg in Höhe von 300 Prozent.


https://www.fazemag.de/schockierende-zahlen-illegale-superspreader-events-weiter-auf-dem-vormarsch
 
Geschrieben von: Joix (Usernummer # 20577) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
Schockierende Zahlen: Illegale “Superspreader-Events” weiter auf dem Vormarsch

Es gibt auch Stimmen, die das sogar befürworten, weil die jungen Leute ja fast symptomfrei bleiben und im Sommer generell die Abwehr/Immunkräfte höher sind.
So können sie sich vermutlich im Winter zur Grippesaison nicht nochmal mit Corona anstecken und das Virus an Risikopersonen übertragen..

Ich bin da noch zwiegespalten, aber denke mal spät. im Frühjahr wird man dann im Nachhinein schlauer sein, wie man da hätte vorgehen müssen.. es könnte sich dann auch als Fehler herausstellen, dass man eine Durchseuchung der Bevölkerung im Sommer nicht in Kauf genommen hat..
In China wird jedenfalls schon wieder kräftig gefeiert in den Clubs
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Joix:
es könnte sich dann auch als Fehler herausstellen, dass man eine Durchseuchung der Bevölkerung im Sommer nicht in Kauf genommen hat..

So ein Szenario ist doch völlig utopisch.

Sollte man dann alle einfach verrecken lassen, damit die Krankenhauskapazitäten nicht überlastet werden?
Nach dem Motto: Sorry ihr vorerkrankten und alten Menschen, auf euch können wir jetzt leider keine Rücksicht nehmen... viel Glück!

Die Leute würden auf die Straße gehen und dermaßen Randale machen, dass ein Lock Down das kleinere Übel darstellt...
 
Geschrieben von: Joix (Usernummer # 20577) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Joix:
es könnte sich dann auch als Fehler herausstellen, dass man eine Durchseuchung der Bevölkerung im Sommer nicht in Kauf genommen hat..

So ein Szenario ist doch völlig utopisch.

Sollte man dann alle einfach verrecken lassen, damit die Krankenhauskapazitäten nicht überlastet werden?

Ich meinte "jüngere Bevölkerung". So utopisch wäre so ein Szenario gar nicht, wenn man die Risikopersonen nach wie vor gut schützt. Klingt vielleicht utopisch, aber wenn die zweite Welle in Schweden kaum noch nennenswerte Todeszahlen erzeugt, war deren Ansatz im Nachhinein vielleicht doch richtig.. We will see..
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die ambivalente Position der Clubs zwischen Authen­tizität und Kommerz

... Knapp 1,5 Milliarden Euro wurden einer von der Clubcommission, einem Gesamtverband der Berliner Clubs, durchgeführten Studie zufolge allein im Nachtleben der Hauptstadt 2017 umgesetzt.

... Während mehr Körper und Kapital denn je zu den Bässen strömen, kämpfen trotzdem jedes Jahr etliche Läden ums Überleben. Die Einnahmen reichen oft kaum für eine angemessene Bezahlung der Angestellten und die Raummiete ... Die Situation wird schwierig durch das Marktgerangel um vielversprechende Innenstadtflächen, die Begehrlichkeiten bei Investoren und Vermietern wecken.

... Die politische Förderung der Szene scheint vielen Veranstaltern und Künstlern als adäquater Ausweg aus der Prekarisierung und Verdrängung. Wenn der Club Kultur ist, darf er mit konservativer Rhetorik und Methodik gegen die Prinzipien des Marktes ­erhalten werden, wie ein Denkmal.

... Hinter den künstlerischen Darbietungen verschwindet die harte Realität, dass die meisten Clubs bestenfalls kostendeckend arbeiten können. Rücklagen zu bilden, ist oft nicht drin. Nicht alle Läden haben die Möglichkeit, sich etwa als Kultur- oder Jugendzentrum fördern zu lassen. Große Unternehmen machen sich das in auf die Jugend zielenden urbanen Marketingkampagnen zunutze. Programme wie die Red Bull Music Academy oder das Telekom Electronic Beats haben gezeigt, wie Clubkultur als Aushängeschild eines Konzerns vernutzt werden kann.

... Das eigentümliche Paradoxon der Clubkultur – laufend erfolgreich und trotzdem ständig sterbend – versteht nur, wer begreift, dass Kultur im Kapitalismus keine abgetrennte Sphäre ist. Zwar hat sich Clubkultur immer gegen Konventionen abgegrenzt und fand in Nischen der Gesellschaft statt. Aber Subversion ist vor Verwertung nicht gefeit. Darum kämpfen viele Läden heutzutage gegen Probleme, die gerade der Siegeszug der Clubkultur erzeugt hat.


https://jungle.world/artikel/2020/38/die-krux-mit-der-kultur


Live-Konzerte:
"Es muss etwas passieren. Sonst gehen alle pleite"

Während sich Fußballstadien langsam wieder füllen, Kinos und Theaterbühnen mit verringerten Kapazitäten wieder eröffnen und Klassikkonzerte vor bravem Sitzpublikum einen Neustart erleben, gibt es für Popshows weiterhin keine gesicherten Rückkehrszenarien. Schon jetzt quellen die Konzertkalender für 2021 über mit geplanten Gigs und Festivals. Niemand weiß jedoch, ob diese wirklich stattfinden werden.

"Nach jetzigem Stand erwarte ich nächstes Jahr ein großes Club- und Veranstaltersterben."
"Alles was Spaß macht und innovativ ist, wird dann verschwinden. Oder es wird von großen Firmen aufgekauft und solange gestreamlined, bis alle Veranstaltungen gleich aussehen." Auch deshalb fordert Stephan Thanscheidt klare Perspektiven für seine Branche. "Je länger die Einschränkungen dauern, desto stärker wird die Vielfalt der Kulturlandschaft leiden. Es liegt an der Politik, dieses Szenario zu verhindern."

Spontane Instagram-Livestreams und durchproduzierte Youtube-Konzerte in menschenleeren Sälen werden noch einige Monate lang zu den Durchhaltemaßnahmen der Veranstalter gehören. Für Andreas Oberschelp markieren sie derzeit die einzige Einnahmequelle. Er kommt damit auf weniger als fünf Prozent seines gewöhnlichen Einkommens.


www.zeit.de/kultur/musik/2020-09/konzerte-coronavirus-livemusik-branche-auftritte-tickets/komplettansicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ein Gespräch über Techno in der Pandemie

Die Clubs sind dicht, Techno wird alt und der Underground nimmt Mainstream-Züge an. Der Musiker, Schriftsteller und DJ Thomas Meinecke und die Musikerin und »Jungle World«-Autorin Jana Sotzko unterhalten sich über gestreamte Konzerte, die Parallelen zwischen Kirche und Club und Techno als Wirtschaftsfaktor.

"... Selten hat eine Subkultur so viele Jahrzehnte lang ungestört und spätestens seit Wo­wereit sogar ausgiebig gefördert bestanden. Trotzdem sollte man sich immer wieder in Erinnerung rufen, dass auch diese Auswüchse in einer dissidenten Subkultur wurzeln.

... Dass sich solche Underground-Diskurse aber durch mehrere Aggregatzustände zu einem richtigen Wirtschaftsfaktor auswachsen konnten, im Speziellen die Berliner Techno-Kultur, ist allerdings schon verrückt. Wenn da jetzt mal ein Schnitt kommt, muss man auch nicht traurig sein.

... im Club gibt es dieses Magische, diese Art Priesterfunktion. Ich bin oft in den Tempeln des ­Candomblé in Brasilien gewesen, wo nach fünf Stunden Trommeln die Götter kommen und in die Körper der Tanzenden fahren, diese übernehmen und der ganze Abend in Trance weitergeht. Aus Kai Fikentschers Buch »You Better Work!« ist mir ein Zitat in Erinnerung geblieben, das die Rolle des DJ in der Samstagnacht beschreibt, wenn es bereits auf den Morgen zugeht: He gives us church. Das ist der Moment, in dem der Tanzboden abhebt. Ich finde, das hat auch immer was vom Eintreffen des Heiligen Geistes, oder eben diesem Moment in dem brasilianischen Tempel, in dem die Tanzenden in Trance verfallen und es wirklich abgeht. Bis es dazu kommt, musste aber fünf Stunden lang im gleichen Tempo und mit nur leichten Modi­fikationen getrommelt werden. Diese lockenden Drums sind schon von weitem zu hören, wie wenn man auf einen Techno-Club zugeht. Das hat ­etwas Liturgisches, etwas von einer höheren Wahrheit und von einem Dienst, den du als DJ ähnlich dem Messdiener oder Priester verrichtest."
...


https://jungle.world/artikel/2020/38/wenn-sich-bei-so-einem-tollen-moment-leute-um-drehen-und-jubeln-werde-ich-immer-rot
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wer sagt denn, dass man in corona-zeiten auf gigs verzichten muss?

DJ auf Beerdigungen
[hand] https://www.zdf.de/nachrichten/heute-in-deutschland/dj-auf-beerdigungen-102.html

[Wink]
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
https://youtu.be/Jh-36oSt2Zg

Auf Fazemag gerade den Tipp gelesen...


Doku über Solo-Selbständige u.m. ...
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
DJ Paul van Dyk
"Wir Künstler sitzen alle im selben abgehängten Boot"
"Paul van Dyk und andere Elektro-DJs fordern in einem offenen Brief mehr Unterstützung von der Politik. Hier spricht er über illegale Partys, Hygienekonzepte und die Zukunft der Klubkultur."
Spiegel, 19.10.2020
[hand] https://www.spiegel.de/kultur/musik/paul-van-dyk-ueber-klubkultur-und-corona-wir-kuenstler-sitzen-alle-im-selben-abgehaengten-boot-a-5cd07416-9b9e-4d18-aa50-fd07fd668b4d
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
PARTYING THROUGH THE PANDEMIC

epischer artikel mit vielen stimmen zu diversen aspekten
- das schweigen von heimlich (ohne social media-sharing) weiter auflegenden DJs, die nicht angegriffen werden wollen
- gefahrlosigkeit von open air-raves nach bisherigen zahlen und studien
- kuriose situation in italien (z.b. bürgermeister bittet clubs zu öffnen für den tourismus und wählerstimmen)

[hand] https://mixmag.net/feature/pandemic-parties

bisschen konzentrat:

“I think we're entering a dangerous state of affairs if we begin to dictate who can and cannot DJ. Instead, I feel we should support those trying to organise safe and legal events and oppose those who host illegal parties where there are often zero safety measures in place.”
TOMMY FOUR SEVEN - ARTIST/LABEL OWNER (BERLIN, GERMANY)

Behind-the-scenes there were a couple of off-the-record conversations, but very few wanted to speak on the record. This is a shame because, as Benny Rodrigues pointed out in episode 21 of the DJs & Beers podcast, “It’s super important for those that are taking the gigs... If people are criticising you for it, explain yourself.” A total lack of communication about their appearances at these parties has only served to galvanise opinion against them. No one is obligated to speak, but as public figures it’s crucial to maintain open dialogue, especially in difficult times like these. By remaining silent, they’ve left themselves open to further judgement.

“There are a lot of high profile electronic acts playing all over (not just us) and they're not sharing on their own social media, most probably so it flies under the radar,” James Eliot, one half of the duo, tells us.
SOLARDO - ARTISTS (MANCHESTER, UK)

“Let’s say 10 per cent of the people at a rave are infected, so 100 out of the 1,000 people at this one. If it’s open-air then that amount of virus will be diluted by the massive atmospheric volume,” he explains. “Also there’s the effect of body heat. Even when you’re standing still your body can act as a thermal chimney, which will carry a lot of the virus up into the air away from the people as well. So that massive crowd will have a massive thermal chimney effect, carrying a lot of the virus up into the air away from people.”
JULIAN TANG - CONSULTANT VIROLOGIST AT THE LEICESTER ROYAL INFIRMARY AND HONORARY ASSOCIATE PROFESSOR IN THE DEPARTMENT OF RESPIRATORY SCIENCES

“The risks are not that different from any other social gathering, like the type you might have in your back garden for a barbeque. There’s been no spike from crowded beaches, or from the Black Lives Matter demos, so there’s no real reason to expect that there would be a spike from these sorts of events.”
PROFESSOR ROBERT DINGWALL - PART-TIME PROFESSOR IN THE SCHOOL OF SOCIAL SCIENCES SUPPORTING RESEARCH AND PROFESSIONAL DEVELOPMENT AT NOTTINGHAM TRENT UNIVERSITY

“The numbers don’t really reflect that there is a great risk outdoors. When we had the BLM protests and the different protests all over, people came together in big numbers and there hasn’t been a high infection rate from those events,” he says.
LUTZ LEICHSENRING - CO-FOUNDER OF VIBELAB & SPOKESMAN AND EXECUTIVE BOARD MEMBER FOR THE BERLIN CLUB COMMISSION

“In the unfortunate event of contagion, it would be possible to trace the entire network of contacts and isolate the origin in a few steps. Is the same type of treatment reserved for the overcrowded squares we see throughout Italy every day?” he asks, describing the demonisation of the club sector and lamenting the government’s management of club closures.
“They forced us to open so as not to give us economic aid. On August 16 they closed us without giving us anything.”
VINCENT DE ROBERTIS - GENERAL MANAGER (GUENDALINA CLUB, PUGLIA, ITALY)

The region’s mayor, Renata Tosi, asked Tito to open his club because “the tourist economy of Riccione needs your club,” he tells us. “They helped us, everybody in Riccione wanted the clubs to open. Everybody agreed with the decision of the Italian government. Even now it’s packed. The amount of people on the streets, hanging out on the beach… Outside of the clubs you can’t control that, you can’t trace them and you can’t remind them to stick to the rules.”
TITO PINTON - OWNER (MUSICA, RICCIONE, ITALY)

On one side you don’t give clear rules so everybody [has to] take their own responsibility. So the government gave responsibility to the regional governments and the regional governments gave responsibility to the promoters.
ALESSANDRO RAVIZZA - MANAGING PARTNER (DAZE EVENTS, ITALY)
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
...ein Lied das man aus der Konserve hört...
...ist halt nicht so, wie man es spürt...

Die Ärzte, mit nicht nur diesem Statement...

https://www.youtube.com/watch?v=XslHAQQmijk
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
nunja..es sollte der letzte verstanden haben das clubbing gerade keine perspektive hat.
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
Die Hoffnung stirbt zuletzt und die Bemühungen für die Szene wachsen, so ist mein Eindruck.

Einen Clubabend einem Konzert gleichzustellen ist doch ein Anfang...Edit: "Finanzen", mal schauen was sich daraus noch ergibt!?

Zudem ein Beispiel aus unseren Gefilden:

Die Betreiber und "Angehörigen" ;-) unserer RAKETE in Nürnberg haben nicht nur die StartNext Kampagne genutzt um Geld zu generieren, sondern trotzen sie der Lage und !bauen um.

Da habe ich gerne gespendet und freue mich für die jüngere Generation, wenn es bald weitergeht!

Außerdem spüre ich ne Art neue Loyalität der Veranstalter untereinander und die ausgeklügelsten Konzepte zur Einhaltung der Hygienemaßnahmen wurden vorgestellt.

Auch auf die Schnelltests setze ich meine Hoffnung...

Ich bin guter Dinge, das muss werden, keine andere Optio!!!


Gruß aus Franken, wo wir normalerweise einen Mindestabstand von 4 Metern pflegen ;-D ;-D ;-D

P.S.: Fazemag Artikel Spanien ...

https://www.fazemag.de/erste-grossveranstaltung-in-spanien-mit-covid-19-schnelltests/
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
douala auch am kämpfen...

https://www.schwaebische.de/landkreis/landkreis-ravensburg/ravensburg_artikel,-betreiber-des-ravensburger-kult-clubs-douala-will-nicht-aufgeben-_arid,11290273.html
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
Link funzt nicht wegen 0,99€ Testabo.

Würde mich schon interessieren...


ThX und Grüsse
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
siehe hier [Smile]

https://www.facebook.com/photo?fbid=10223576080540227&set=gm.1557536537788303
 
Geschrieben von: Jan Niemann (Usernummer # 22112) an :
 
Hey Leute,

Wir haben bei den Alarmstufe Rot Demonstrationen gesehen, wie viele Musiker und Mitarbeiter von Kulturstätten gerade mal um die Runden kommen in der Zeit dieser Pandemie. Besonders diesen Sommer hat man gemerkt, wie sehr die sozialen Aspekte ohne Livemusik und co. wegfallen.

Spendenaufrufe sind eine gute Gelegenheit, unsere Lieblingsclubs und Künstler zu unterstützen. Allerdings sollten Kunst- und Kulturschaffende genauso von der Regierung unterstützt werden wie andere Konzerne wie die im Tourismus.

Ich persönlich finde die jetzige Lage äußerst kritisch. Was meint ihr?

Schöne Grüße, Jan
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Während westliche Länder, und gerade auch das derzeit ziemlich irrlichternde Deutschland, sehenden Auges in die Coronakrise stolperten, zeigt sich DJ Hans Nieswandt in der SZ sehr dankbar dafür, dass er in Seoul lebt, wo die Pandemie dank beherztem Eingreifen und zivilgesellschaftlicher Solidarität binnen kürzester Zeit unter Kontrolle gebracht wurde.

Dies schuf "in einem durchschnittlich und durchgehend weitaus höherem Maß eine alltägliche Freiheit für den Einzelnen, als es in Deutschland die ganze Zeit der Fall war. So konnte ich zum Beispiel trotz allem immer wieder einen interessanten Club namens Ghetto Alive besuchen, ein Raum für Freie Musik, Jazz und Avantgarde, und mir mit Maske, mit Abstand, leider aber ohne Bier, experimentelle Konzerte anschauen. Ich konnte erstaunliche Plattenläden besuchen, ich konnte in Synthesizer-Shops herumhängen und auf diese Weise langsam, aber sicher und trotz Krise ein paar neue Kumpels finden."


www.sueddeutsche.de/kultur/hans-nieswandt-corona-licht-an-1.5155885
(paywall)


Die Hamburger Plattenladenbetreiberin Marga Glanz spricht über schlechte Umsätze zu Pandemiezeiten, fehlende soziale Treffpunkte und hohe Margen auf Vinyl.

https://taz.de/Plattenladenbesitzerin-ueber-Lockdown/!5735254
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
schöner TAZ artikel, danke!
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Carl Cox about the new normal for DJs and how he's been adapting to lockdown

"... At the moment we don't have a dancefloor. So, there is no point making hit records for the dancefloor. The idea is to make music that you like to make. Don't make it for any specific reason. That's what a lot of producers were doing; making this sound so they can get bookings and therefore they're going to get paid and end up on a Top 100 list. We have the time to redevelop the sound of what we like, which is obviously dance music, be it trap, grime, techno, d'n'b, whatever. Why don't you just mix all of them together and make one record out of all of them and throw that to the wall? This is a great time for creativity now. Something is going to come out of it in the sense that you've made a point, a statement, about what's happened to you individually.

It's a reset. Let’s just get it back to where it used to be and start again. We know what we can do now. It's not our first rodeo. We go from small clubs, to semi-big clubs, then back to where we were, then back to festivals. When I first did Dance Valley in Holland it started off with about five thousand people, the next thing I knew, after about four or five years, it was up to ninety thousand people. So, it happens, and it can happen again. But the Covid-19 restrictions, and what's going to happen eventually with the recession and people spending and how they feel about being around other people, have a massive impact on what we do next and also how we do it. ..."


https://mixmag.net/feature/carl-cox-interview
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Illegale Rave-Party bei Barcelona aufgelöst

Hunderte junge Spanier haben trotz Corona-Ausgangssperre tagelang in einer Lagerhalle bei Barcelona gefeiert. Ein Polizeieinsatz beendete die Party erst 36 Stunden nach Anrufen von Anwohnern.
...
Ebenfalls am Samstag haben französische Einsatzkräfte einen illegalen Silvester-Rave in der Bretagne beendet. In einem stillgelegten Hangar in Lieuron hatten sich rund 2500 Menschen getroffen.
...


www.spiegel.de/panorama/justiz/illegale-rave-party-bei-barcelona-aufgeloest-sie-tanzten-unter-einem-totenkopf-a-89dbc814-6b89-4922-bb5c-66116847b06e
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Illegale Rave-Party bei Barcelona aufgelöst

Hunderte junge Spanier haben trotz Corona-Ausgangssperre tagelang in einer Lagerhalle bei Barcelona gefeiert. Ein Polizeieinsatz beendete die Party erst 36 Stunden nach Anrufen von Anwohnern.
...
Ebenfalls am Samstag haben französische Einsatzkräfte einen illegalen Silvester-Rave in der Bretagne beendet. In einem stillgelegten Hangar in Lieuron hatten sich rund 2500 Menschen getroffen.
...



Der Event in Frankreich wurde sogar soeben in der Tagesschau in der ARD gezeigt und erwähnt, dass zahlreiche Raver sich wohl gegen die Auflösung der Veranstaltung recht vehement wehrten. In dem kurzen Clip war vom Einhalten der allseits bekannten Regeln nichts zu sehen.

Die daraufhin gezeigten Szenen aus deutschen Skigebieten sahen auch nicht unbedingt besser aus, aber zumindest sind hier die Leute unter freiem Himmel und in den dort gezeigten Szenen hatte man durchaus den Eindruck, dass die allseits bekannten Regeln zumindest mehr oder minder eingehalten werden.

Zum vorhergehenden Beitrag und dem Cox'schen Statement:
Finde ich eine interessante, aber auch ein bisschen gewagte These, denn - wie wir gerade sehen - gibt's hier und dort noch Events, dann gibt's Länder (Nieswandt-Statement), die durchaus wieder das Potential haben, zeitnäher als anderswo zur 'alten Normalität' zurückzukehren und Risiko-erprobte Länder wie Israel legen gerade einen Impf-Marathon hin, so dass also der Bedarf an funktionaler Tanzmusik alleine deswegen in absehbarer Zeit (hoffentlich) wieder größer wird.

Davon abgesehen - und das ist nur meine Meinung - verstehe ich nicht, warum ich nicht Tanzmusik nicht beim Spazierengehen, beim Arbeiten, beim Abspülen oder in der Wanne hören darf? Denn ich genieße die Musik nach wie vor, nur wegen des Lockdowns muss ich nicht meinen Musikgeschmack zwingend ändern.
[Wink]
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Einerseits setzten diese beiden illegalen Raves ein klares Lebenszeichen... andererseits wirft das dann ein nicht so tolles Licht auf "Techno".

Dass diese Veranstaltungen nicht sofort gewaltsam aufgelöst wurden ist mir ziemlich klar.
Das hätte sehr unschöne Szenen und evtl. sogar verletzte oder Tote gefordert... und wiederum eine aufgewühlte Bevölkerung, eine weitere Spaltung und Demonstrationen womöglich weltweit.
Da ist es wohl klüger die Zufahrten zu sperren und zu warten, bis den Ravern die Puste ausgeht.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
so ganz ruhig ging es auch nicht zu - hier kann man bisschen was sehen von der auflösung des raves bei Barcelona:
https://twitter.com/businessteshno/status/1345849919752454144

und auflösung eines silvesterraves in UK mit türzudrücken, damit die bullen nicht reinkommen [rolleyes]
https://twitter.com/businessteshno/status/1345363444057452544 (paar posts runterscrollen)

dieser twitter-account https://twitter.com/businessteshno dokumentiert kontroverse vorgänge in der szene in der momentanen zeit.

z.b. Peggy Gou, die als reklamegesicht für Jägermeister die wohltätigkeit Jägermeisters bewirbt, die 1 mio. an clubs spenden wollten - stellt sich heraus, dass Peggy Gous manager zu den begünstigten gehören sollte (der vor jahren schon durch steuerhinterziehung in millionenhöhe für sein modelabel auffiel).

oder Blawan, der ungerührt in der Ukraine spielt und sich aufregt, dass man ihn wegen unklarheiten bzgl. Brexit nicht nach england zurückfliegen lässt.

oder Dubfire, Nicole Moudaber, Paco Osuna, Seth Troxler, Alan Fitzpatrick, Hito, Carl Cox, Joseph Capriati, The Martinez Brothers und Carnage, die einerseits teils behaupten, ihre tourmanager weiterhin zu bezahlen, andererseits werbung dafür machen, dass die leute für 5 € DJ-sets ihrer tourmanager kaufen sollen.. und damit u.a. Dave Clarke und Maceo Plex auf die palme bringen.

oder eine firma, die Caribou 40.000 $ für ein virtuelles silvesterset bietet, statt das geld sinnvoll zu spenden, was er anprangert.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
puhhh... @hyp
da legst du zu recht den finger in die wunde. liest sich wie geschwüre des kapitals am kunstkörper. sollte man operativ entfernen. wenn man glück hat kann der patient dann wieder durchatmen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Davon abgesehen - und das ist nur meine Meinung - verstehe ich nicht, warum ich nicht Tanzmusik nicht beim Spazierengehen, beim Arbeiten, beim Abspülen oder in der Wanne hören darf? Denn ich genieße die Musik nach wie vor, nur wegen des Lockdowns muss ich nicht meinen Musikgeschmack zwingend ändern.

Carl meint wohl, dass die vorzeichen für eine jetzt herausgebrachte potenzielle club-"hit record" schlechter stehen, tatsächlich in der jetzigen zeit zum hit zu werden. man würde das hit-pulver also nicht jetzt verschießen.

ansonsten hat es im westen seit weltkrieg 2 noch niemals so viel inspiration für nicht-tanzmusik gegeben.

krisen können schon verändern, ob und was man an musik hört. fand das statement aus Beirut eindrücklich (technomedia-thread 17.9.):
Shamma ...says she doesn’t want to listen to club tracks any more – it’s as if the blast has drowned out music itself. “So many people say it’s hard to even listen to music now. The few times I’ve tried, it doesn’t feel good. I drive in silence.”
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
noch an die 2 jahre..

Berliner Clubs rechnen erst Ende 2022 wieder mit normalem Nachtleben
www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/01/berlin-clubs-nachtleben-clubcommission-corona-lockdown-krise.html

...everyone in the scene still has to be "very patient" and that "2021 does not really promise to be any better than the past 2020."
https://ra.co/news/74460

Will music festivals actually happen this year?
https://mixmag.net/feature/will-music-festivals-actually-happen-this-year

das virus stiehlt uns unsere jugend..

[ 28.01.2021, 19:44: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
„Die lokalen Kräfte sichtbarer machen“
Der Leipziger Club Institut fuer Zukunft (IfZ) ist für progressive elektronische Musik bekannt. Wie kommt er durch die Coronapandemie?

"... Aus Booking-Sicht kann ich sagen, dass ich schon einige Vorteile sehe. Die Pandemie ist auch Chance für einen Neuanfang, gerade was die Diversität von Line-ups angeht. ...
Ein Vorteil wird definitiv für die lokale Künstler:innen-Szene entstehen. Aufgrund von Reisebeschränkungen wird es schwierig werden, Acts aus dem Ausland zu engagieren. In Leipzig gibt es auch eine wirklich starke und facettenreiche elektronischen Musikszene, da haben wir sehr viel Glück. Dies ist die Chance, die lokalen Kräfte sichtbarer zu machen und ihnen öfter den Platz geben zu können, der in der Vergangenheit aufgrund von wirtschaftlichen Zwängen und dem „Big-Name-Business“ zu kurz kam.
...
Uns wurde durch Corona unser Freiraum, der so viel mehr als nur Techno ist, genommen: Dadurch fehlen soziales Miteinander, politische Arbeit, Debatten, Backstage- und Dancefloor-Gespräche, die sich später zu großen Diskussionen entwickeln. ..."


https://taz.de/!5748683
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Interview mit dem Move D
„Man hat das Gefühl, als Soloselbstständiger Bürger zweiter Klasse zu sein“

... Hast du bislang Entschädigungen vom Bundesland Baden-Württemberg erhalten?

„Nur die Soforthilfe für Selbstständige zu Beginn der Pandemie. Das waren 9000 Euro für März, April und Mai 2020, die übrigens sehr schnell und unbürokratisch auf meinem Konto eingegangen sind. Dennoch bemängele ich, dass es sechs Monate gedauert hat, bis ich überhaupt eine Rückmeldung auf meinen Folgeantrag auf Verdienstausfall bekommen habe. Als ich mich erkundigt habe, hieß es, dass ich nicht nachfragen solle. Außerdem hab ich keine Hinweise auf weitere Hilfsprogramme bekommen. Das wäre menschlich gewesen.

Stattdessen lehnte Baden-Württemberg sämtliche Ansprüche ab. Das ist frustrierend. Wenn ich nur DJ wäre, wäre ich schon längst auf Hartz IV angewiesen. In erster Linie bin ich nämlich Musiker. Deshalb habe ich noch Rücklagen - ich bin nicht bei null. Anderen geht es wesentlich schlechter als mir.
...“


www.fr.de/kultur/musik/move-d-david-moufang-elektronische-musik-corona-krise-entschaedigung-soloselbstaendige-clubs-90204437.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Hell im Interview mit Mijk van Dijk

"Politische Entscheidungen und Beschlüsse finden immer hinter verschlossen Türen statt und werden geheim abgehalten. Hier wird nicht mehr demokratisch entschieden und massiv gegen Grundrechte verstoßen. Ausgangsperren ab 21:00 Uhr wie seit Wochen in Bayern sind in meinen Augen rechtswidrig.

Großdemos sollten im Grunde jedes Wochenende in allen Städten stattfinden, um einfach mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Mit Soundsystemen und Trucks hat man ja bereits jahrelange Erfahrungen gemacht. Alles natürlich mit FFP2-Masken und Schnelltests, die bereits überall billig zu bekommen sind.

Deutsche DJs und Produzenten, deutsche Clubs und Labels sind seit Jahren Weltmarktführer, ohne dass es hier von offizieller Seite bemerkt wird. Ich kämpfe seit Jahren um mehr Aufmerksamkeit und Verständnis für unsere Musik und werde den Pfad weiter begehen.

Ein Avatar von mir, der bereits digital programmiert wurde, kann in naher Zukunft meine DJ-Auftritte übernehmen, und ich habe dadurch die Möglichkeit, simultan weltweit gleichzeitig zu performen.
Ich sehe einen Avatar-DJ nicht als Ersatz zur körperlichen Präsenz in Clubs, aber definitiv als eine Variante für die Zukunft."


www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/interview-mit-dj-hell-kunst-corona-clubkultur.html
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
ganz interessant was der helmut da so erzählt. ich sehe das aber noch in etwas weiterer zukunft.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Diese Avatar-Sache ist einerseits eine Notlösung, könnte aber auch sehr lukrativ sein... für die Großen zumindest.
Ist das auf seinem Mist gewachsen oder gabs das vorher schon..?
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ein Gespräch mit Ellen Allien über das, was der Gesellschaft fehlt, wenn das Nachtleben ruht.

"... Ich fühle mich das erste Mal seit zehn Jahren richtig ausgeschlafen. Das ist auch einmal nicht schlecht. Ich kiffe jetzt viel und bin entspannt.
...
Die meisten Künstler, die nicht Top 100 sind, hatten keinen Puffer. Manche haben sich zurückgezogen und wurden plötzlich ganz komisch. Ich habe mich gefragt: Warum isolieren die sich? Bis mir klarwurde, die wollen nicht darüber reden. Die schämen sich. Das hat mir richtig weh getan.
..."


www.nzz.ch/international/deutschland/beim-auflegen-sind-mir-traenen-gekommen-ld.1607142
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
One year on from the UK's first lockdown, clubs remain closed. This audiovisual film by Tom Andrew and Sam Davis aims to capture this profound sense of loss and longing, setting shots of empty dance floors across England to original music by Daniel Avery.

VOID - One Year Of Silence
www.youtube.com/watch?v=cmm65tg79CM
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Clubabende als Luxus-Gut? Weniger Körperkontakt auf dem Dancefloor? Anja Schneider, BRANDON und Michael Weicker bereiten euch auf den Tag X vor

www.redbull.com/de-de/zukunft-der-club-szene

... Anja Schneider: „Preislich wird man sich an den erlaubten Kapazitäten orientieren. Das kann dann dazu führen, dass sich Clubbing und Ausgehen für eine gewisse Zeit zum Luxus-Gut entwickelt.“

Brandon: „Die Nachfrage wird zweifelsohne sehr hoch sein. Wie in der normalen Wirtschaft nimmt das Einfluss auf die Ticketpreise. Womöglich werden die Kosten, die der Club selbst hat - beispielsweise DJ-Gagen, Miete oder Personal - zunächst auch günstiger, sodass es sich mögliche Erhöhungen auf der anderen Seite wieder aushebeln.“

Michael Weicker: „In den ersten paar Monaten erleben wir eine Aufbruchstimmung, die legendär sein wird und nicht vor Warteschlangen oder anderen Sachen halt macht. Was die After Hour angeht: Im Berghain rechne ich bis Dienstag oder Mittwoch (lächelt)."

Anja Schneider: „Wie die gesamte Reise-Branche wird auch der Rave-Tourismus eher abnehmen. Auch, wenn das für Berlin eine bittere Nachricht ist. Mal abgesehen von den finanziellen Aspekten werden die Leute in ihrem Club um die Ecke merken: Ich kann hier loslassen, meine Freunde treffen und die Resident-DJs haben mehr drauf als gedacht. Warum sollte ich noch 200, 300 Kilometer woanders hinfahren?

Der Abend wird durch Zeit-Slots unterteilt. Ein Beispiel: 500 Gäste von 22 bis 2 Uhr - 500 bis 6 Uhr!

Michael Weicker: „Auf keinen Fall. Ein cooler Abend lebt doch davon, dass verschiedene Charaktere zu unterschiedlichen Zeiten auf dem Dancefloor sind. Da kannst du keinen Countdown einbauen."

Anja Schneider: „Ein Horror-Szenario, das ich mittlerweile aber auch nicht für komplett abwegig halte. Wie viel Zeit dazwischen benötigt wird, ist hierbei der große Faktor. Das Berghain schafft es bekanntlich auch, die Leute am Samstagmittag rauszuwerfen und abends wieder aufzumachen.“ ...

 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
70 per cent of Night-Time Economy businesses feel negative testing or immunity proofing are not necessary to open their event or premises safely.

69 per cent of businesses surveyed said they felt Covid Status Certification would have a damaging impact on their business.

“If retail, supermarkets, public transport, hotels, pubs and restaurants are excluded from the use of Covid Status Certification, with many of these businesses displaying similar contact and proximity environments, why would nightclubs and other environments be expected to ask customers to present Covid Status Certification as a prerequisite or requirement of entry?”

“Initial feedback from consumers is that many are not comfortable using health information to gain access to venues or events in the UK, and the use of certification will discourage customers from attending these environments in the future.”


https://mixmag.net/read/ntia-covid-status-certification-nightlife-poll-news
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
pro und kontra, ob eine kulturelle blüte wie in den goldenen 1920ern (nach 1.weltkrieg und anschließender spanischen grippe) bevorsteht:

https://mixmag.net/feature/roaring-20s-club-culture-nightlife
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Wer rettet die Clubs? - Doku & Reportage (SWR)

Nach einem Jahr ohne Live-Konzerte begibt sich der HipHop-Musiker Galv auf einen Roadtrip quer durch Deutschland. Dabei verschafft er sich einen Überblick über die Lage der Clubs und der Liveszene seiner Subkultur. Mit Samy Deluxe, Felix Lobrecht und vielen anderen Künstlern spricht er über persönliche Geschichten, den Wert und die Bedeutung der Clubs für die deutsche Kulturlandschaft.

www.youtube.com/watch?v=8XHssevwKTM
 
Geschrieben von: dabase (Usernummer # 21890) an :
 
Ohne jetzt die Doku klein zu machen:

Ich finds immer wieder lustig, wenn sich vermutliche Millionäre (Sammy z.B.) und Leute, die sich schon ganz gut verdient haben, über die Arme Clubszene reden.

Grade Lobrecht hat ganz gut sein Geschäftsmodell geändert und verkauft jetzt 'Hackenporsches' mit seinem Podcast.


Hier in Hamburg verstärkt es sowieso nur die eh schon eingeschlagene Richtung: Die Clubs werden einfach weg gentrifiziert. Ich glaube auch zur Zufriedenheit der entsprechenden 'Stadtentwickler'.

Hier wird Corona gerne vorgeschoben um zu (v-)erklären was sowieso schon passiert ist.
 
Geschrieben von: tekkegermany2204 (Usernummer # 22194) an :
 
@dabase

Ich finde es gut, dass auch prominente Leute darüber sprechen, denen wird wenigstens zugehört und die Kulturbranche geriet vielleicht nicht ganz in Vergessenheit.

Dass viele Clubs durch die Krise wegsterben ist klar, aber vielleicht kann das auch die Chance für neue Events, Clubs und Bars eröffnen.

Wie genau das in Hamburg abläuft weiß ich jetzt nicht, aber die Szene wird in einer Großstadt wie Hamburg nicht einfach aussterben. Auch nicht durch die Pandemie..
 
Geschrieben von: dabase (Usernummer # 21890) an :
 
Der Teil, der mich betrifft, der wird wieder entstehen. Nur wurden und werden viele 'Offizielle' Flächen umfunktioniert. Ich vermute mal das ist super beschleunigt worden.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
es geht wieder los - letztes WE mit Sven Väth, Fatboy Slim, Blessed Madonna, ..

UK's first legal rave since the coronavirus pandemic began | The First Dance, Liverpool

https://djmag.com/features/3000-people-attend-uks-first-legal-club-night-march-2020-pictures

www.youtube.com/watch?v=PyV8nKq9QDg
www.youtube.com/watch?v=dBSaEU9lInA

www.youtube.com/watch?v=FNoecvE-pus
 
Geschrieben von: Thomas Broda (Usernummer # 72) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
es geht wieder los - letztes WE mit Sven Väth, Fatboy Slim, Blessed Madonna, ..

UK's first legal rave since the coronavirus pandemic began | The First Dance, Liverpool


Ohne Nebel, Kippenqualm und Dunkelheit wirkt das wie eine Oberstufenparty der Jahrgangstufe 11. Und überhaupt ziemlich steril. Da kann man ja aus 50m Entfernung bis zur Bühne schauen. Und auf'm Psycho Thrill im Kitt Club in Köln konnte man früher nicht mal die Wand in 2 Metern Entfernung sehen, vor lauter Nebel.

Nee, gut, daß das alles erst kam, als wir schon in Rente waren :-D
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
According to the test results from Liverpool’s four pilot events and London’s BRIT Awards, which took place in late April and earlier this month, "no impact" has been made on the spread of the virus following the mass gatherings.

A total of 58,000 people attended all the events, which also included a business festival attended by over 13,000 and two nightclub pilots. Reports show that only 15 people tested positive out of everyone who attended the group of events.


https://mixmag.net/read/covid-pilot-events-no-impact-virus-spread-news
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
läuft in Albanien..

Sven Väth @ Unum Festival 6.6.2021
www.youtube.com/watch?v=qVUIu2GSIHk
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Gestern gab es in Berlin ein Pilotprojekt, Open Air, 300 Tänzer. Hab auf Insta auch ein Video davon gesehen...
Ganz ehrlich, die hüpfen da an der frischen Luft in Gruppen zwischen Absperrbändern herum mit Abstand, Maske, einen Tracker dabei und Nachweis ob geimpft, genesen, getestet.
Ein Zeichen von der Politik, dass sich irgendwas tut aber nur wenn alle ganz brav sind...
Das ist aus meiner Sicht der gespielte Witz.

https://www.rbb24.de/kultur/beitrag/2021/06/berlin-club-revier-suedost-techno-pilotprojekt-open-air.html
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
dem kann ich nur zustimmen. inzwischen vollkommen unverhälnismäsig. es gibt kein med. system mehr das kurz vor dem kollaps steht. nichts anderes war immer das ziel.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The Return Of Events: Berlin
Berlin returns to the dance floor. Maya-Róisín Slater visits five parties to find out how the city's club scene is embracing its recent rebirth.
(featuring Cinthie of TF fame)
https://ra.co/features/3883
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"A religious experience" - The Return of Clubbing in London
With lockdown restrictions no longer in place, we head to three parties across London as clubbing returns to the capital

https://mixmag.net/feature/review-london-clubbing-return-fabric-adonis-the-cause-ministry-of-sound
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein weiteres beispiel, wie krank die regierung agiert:

www.ndr.de/kultur/Diskos-in-Niedersachsen-duerfen-oeffnen-Sind-keine-Pandemietreiber,index1036.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
berlin macht's richtig: impfen + party = win win

[hand] https://www.berlin.de/events/6800740-2229501-lange-nacht-des-impfens.html


 -
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
ja, so ist das gut!
mal kreativere ansätze als immer nur mit verboten und drohungen zu arbeiten.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
berlin macht's richtig: impfen + party = win win

party eher nicht.. www.zeit.de/zett/2021-08/corona-impfung-berlin-party-lange-nacht-des-impfens-techno
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
neues format: bike raves - mit DJing auf dem rad und live-streaming zu den mit(ab)fahrern..
8 drum'n'bass-ausgaben bisher, house- und techno-ausgaben ebenfalls gestartet.

Drum & Bass On The Bike 6 - Manchester
www.youtube.com/watch?v=fZd3IMBfMB0

www.youtube.com/channel/UCqP8aunScrdAcrUUQIOhI3Q/videos
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Clubs und Corona
Tanzen, weil der Arzt kommt

Früher wurde in Clubs nichts geschaffen außer Euphorie. Heute produziert man dort medizinische Daten. Das Ende der Entgrenzung? Nein, das war schon vorher nah.


www.zeit.de/kultur/2021-08/clubs-corona-feiern-tanzen-leistungsgesellschaft-politik
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Aus dem Newsletter vom Harry Klein von gerade-eben:
"München tanzt wieder!
Nach langen Monaten des Wartens ermöglicht die Landeshauptstadt München die erste (legale) Möglichkeit unter freiem Himmel zu tanzen und zu feiern.

Der Maximiliansplatz bietet für dieses Pilotprojekt, übrigens so das erste seiner Art in Bayern, den perfekten Rahmen. Also bitte jetzt noch nicht an Winterschlaf denken, sondern für Freitag, den 03. September schon mal die Partyoutfits entstauben. Denn da geht’s bei schönem Wetter ab 18 Uhr los.

Getanzt werden darf dann drei Wochenenden immer von Donnerstag bis Samstag von 18 – 02 Uhr.

Für den Eintritt gilt die 3G -Regel: Geimpft, Genesen, Getestet (PCR-Test, max. 48h alt, Schnelltest max. 24h alt).

Auf dem gesamten Veranstaltungsgelände, mit Ausnahme an Tischen oder Stehtischen, sowie in den Anstehbereichen vor dem Gelände gilt die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder einer Maske mit gleichwertiger Schutzklasse.
"
[hand] https://harrykleinclub.de/blog/muenchen-tanzt-wieder/
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Ab Oktober "dürfen" die Clubs in Bayern allgemein wieder öffnen.
3-G, allerdings gilt nur ein PCR Test, kein Schnelltest.
Mal sehen wie lange das geht... schlechte Jahreszeit für solche Entscheidungen.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
alles aufmachen, selbstverantwortung.

aber sowas ist in deutschland nicht geschätzt. bevormundung und die dummen bürger*innen mit vorschriften überziehen, so macht man das hier.

weil man ja in den altenheimen alle so gut schützen konnte.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
In Bayern ticken die Uhren bekanntermaßen ja manchmal noch etwas, äh, anders. Nichtsdestotrotz trudelte gerade eben der Newsletter vom Harry Klein rein mit der Info, dass voraussichtlich am Donnerstag seitens der bayerischen Regierung die Bekanntgabe verlautbart wird, dass direkt danach _vermutlich_ die hiesigen Clubs wieder unter den bekannten Maßnahmen öffnen dürften, in diesem Fall hat man sich für das 2G-Konzept entschieden und erklärt das auch:

[hand] https://harrykleinclub.de/blog/harry-klein-wiedereroeffnung/
 
Geschrieben von: dabase (Usernummer # 21890) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
alles aufmachen, selbstverantwortung.

aber sowas ist in deutschland nicht geschätzt. bevormundung und die dummen bürger*innen mit vorschriften überziehen, so macht man das hier.

weil man ja in den altenheimen alle so gut schützen konnte.

Ich wüsste schon gerne, welche regeln in einem Club gelten. In einen 3G Club werde ich eher nicht gehen.

Wie gut das mit der Eigenverantwortung hier klappt, das sieht man an der niedrigen Impfquote.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dabase:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
alles aufmachen, selbstverantwortung.

aber sowas ist in deutschland nicht geschätzt. bevormundung und die dummen bürger*innen mit vorschriften überziehen, so macht man das hier.

weil man ja in den altenheimen alle so gut schützen konnte.

Ich wüsste schon gerne, welche regeln in einem Club gelten. In einen 3G Club werde ich eher nicht gehen.

Wie gut das mit der Eigenverantwortung hier klappt, das sieht man an der niedrigen Impfquote.

Nunja, die Impfquote ist überhaupt nicht niedrig. Im letzten Jahr hieß es noch 60% reichen völlig, jetzt sind wir irgendwo bei 75%.
Dazu kommen, was nie erwähnt wird, die Genesenen, das sind offiziell ca. 4 Millionen, wären also nochmal ca. 5% on top.
Im Endeffekt Augenauswischerei weil es so etwas wie eine Herdenimmunität sowieso nicht geben kann.
Die zahlreichen "Impfdurchbrüche" nach Events etc. bestätigen das auch.

Man stelle sich eine geimpfte und eine getestete Person vor... welche von beiden ist für wen ein Risiko?
Will heißen, wenn man tatsächlich auf Nummer Sicher gehen möchte, müsste man alle testen.
Oder andersrum eben die Maßnahmen beenden und jeden eigenverantwortlich handeln lassen.

[ 29.09.2021, 16:18: Beitrag editiert von: wizard of wor ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Robert Johnson-Gründer Ata Macias über Corona-Krise und Frankfurt: „Machen erst wieder auf, wenn alles wie vorher ist“

"... Was DJs und Musiker betrifft: – da haben wir mittlerweile 80 % verloren. Die sind alle in Berlin.

... Herbert Grönemeyer sagt, dass aktuell sinngemäß eine seelische Verkrüppelung stattfindet. Da hat er recht.

... In den 70er- und 80er Jahren waren wir eine Hochburg mit zehn Diskotheken, die alle einen Namen hatten und gute Musik anboten. „Eurodance“ und „Trance“ sind hier entstanden. Snap! und Culture Beat waren Wegbereiter. Das ist in anderen Städten und Ländern gefeiert worden und die haben die Kohle kassiert, nicht die Frankfurter.

Musiker wie Snap! hat die Stadt nämlich nach Italien und New York ziehen lassen. Alles, was übrig geblieben ist, ist das Schild der Logic Studios in Offenbach. Das war’s. Und der Rest ist Legende. Das hat die Politik zu verantworten. Es gab nie Unterstützung. Keine Erlaubnis hierfür, keine Genehmigung dafür. Ordnungsamt, tschö.
..."


[hand] www.fr.de/kultur/musik/robert-johnson-ata-macias-musik-club-kreative-kuenstler-frankfurt-offenbach-90094710.html
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Aus Sicht des RJ hat sich zwar nichts geändert aber das Interview ist von 2020.
Bin gespannt ob die wirklich erst aufmachen wenn es keinerlei Einschränkungen mehr gibt, so langsam machen ja fast alle Clubs wieder auf und auch größere Events finden statt.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
„Wir werden ignoriert“

... "Wir arbeiteten mit einem großen Labor zusammen, mit Kapazität für mehrere zehntausend Tests pro Wochenende. Im Idealfall sind es vom PCR-Test bis zum Ergebnis nur vier Stunden, und der Test kostet weniger als 15 Euro. Man kann sich nachmittags oder früh am Abend testen lassen und danach - bei negativem Ergebnis - feiern gehen. Es hat sich gezeigt, dass dieses Konzept funktioniert. Wir haben auch nach der Möglichkeit von 2G die Politik ermahnt, dass es weitere Sicherheiten geben müsse, falls die Coronazahlen wieder steigen sollten, damit wir nicht wieder in den Lockdown gehen. Und was passiert nun? Man ignoriert uns."

Haben Sie die Hoffnung, dass Rot-Grün-Rot die harte oder wie Sie sagen, ignorante Politik, Ihnen gegenüber korrigiert?

"Wir haben von diesem Senat auch viel Unterstützung bekommen; wenn etwas gescheitert ist, lagt es eigentlich immer am Gesundheitsressort von Dilek Kalayci (SPD). Trotz einer guten Zusammenarbeit bei den „Berliner Impfnächten“, die wir gemeinsam im August ausgerichtet haben, ist sie bekannt für Ansagen wie, man müsse „das Nachtleben abschalten“. Das ist ein Umgang mit der Pandemie, der uns nach 20 Monaten einigermaßen fassungslos macht. Da wird einfach der Lebensinhalt und die Arbeitsgrundlage von so vielen Menschen abgestellt, obwohl es legale und sichere Alternativen gibt."

Lutz Leichsenring, Berliner Clubcommission

www.taz.de/!5809741
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
»Wir würden am liebsten heute die Clubs schließen«, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) in der vorigen Woche. Das sei dringend notwendig, doch rechtlich derzeit nicht möglich.
...
»Es ist ein logistischer Alptraum, einen Club, der so lange dicht war, für drei Wochen hoch- und nun wieder abrupt runterzufahren«, sagt Sulu Martini, ein Sprecher des »About Blank«, im Gespräch mit der Jungle World. Die Schließung erschwert auch politische Arbeit: Drei Solipartys fallen im Dezember aus. Martini kritisiert die neuen Regelungen: Für kleinere Clubs sei eine halbe Auslastung schlichtweg nicht kostendeckend. Ohnehin sei die 50-Prozent-Regelung nicht praktikabel, »weil es ja klar ist, dass die Leute sich überall da ballen, wo es ballert«.

Das zeigt exemplarisch der Club »Berghain«. Dieser hat aufgrund der neuen Verordnung zusätzliche Flächen geöffnet, die allerdings nicht bespielt werden. Offenbar soll so die Kapazität des Clubs beibehalten und die 50-Prozent-Regelung umgangen werden. Am ersten Wochenende nach dem Inkrafttreten der neuen Verordnung stand zudem auf den Armbändchen für Partygäste eine Zeile des »Querdenken«-Darlings Nena: »Komm ganz nah heran, Tanz auf dem Vulkan«.
...
Es gibt zwar finanzielle Hilfen für Clubs, zum Beispiel aus dem Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen, diese reichen aber oft nicht aus, kritisiert Leichsenring von der Clubcommission: »Hier können nur ausbleibende Eintrittseinnahmen geltend gemacht werden, nicht Barumsätze. Diese tragen aber erheblich zur Kostendeckung in der Clubszene bei.«
...


https://jungle.world/artikel/2021/49/feiern-bis-der-amtsarzt-kommt
 
Geschrieben von: daswadan (Usernummer # 961) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

Das zeigt exemplarisch der Club »Berghain«. Dieser hat aufgrund der neuen Verordnung zusätzliche Flächen geöffnet, die allerdings nicht bespielt werden. Offenbar soll so die Kapazität des Clubs beibehalten und die 50-Prozent-Regelung umgangen werden. Am ersten Wochenende nach dem Inkrafttreten der neuen Verordnung stand zudem auf den Armbändchen für Partygäste eine Zeile des »Querdenken«-Darlings Nena: »Komm ganz nah heran, Tanz auf dem Vulkan«.
...

Klasse. Das ist genau das Verhalten, was es für alle kaputt macht.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die maßnahmen haben das kaputtmachen schon allein hingekriegt und werden das auch weiterhin hinkriegen.
die schiere destruktivität der maßnahmen wird auch weiterhin hemmungslos und mutwillig walten.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die Berliner Clubszene wehrt sich gerichtlich gegen das seit zwei Wochen geltende Tanzverbot. Bereits am Donnerstagabend haben elf Clubbetreiber und Veranstalter beim Verwaltungsgericht Berlin einen Eilantrag gegen das Tanzverbot eingereicht ...

www.rbb24.de/kultur/thema/corona/beitraege/2021/12/berlin-clubs-eilantrag-gericht-tanzverbot-finanzhilfen.html
 
Geschrieben von: dabase (Usernummer # 21890) an :
 
Ach ja, mal positive Nachrichten zum Them Club/Szenesterben: Mitten in der Pandemie fangen Leute an, wieder für die Zeit danach zu planen und neue Partykollektive zu gründen. Das stimmt mich sehr positiv un dich hab mich dazu entschieden, mich da auch mal wieder einzubringen.


Noch dazu: Ich kenne auch schon einen Club, der voll eingerichtet in den Startlöchern "rumsteht" , aber halt momentan unbetrieben.

Manchmal sind die Dinge eine Frage der Perspektive.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Betrifft zwar nur nicht unmittelbar die Clubs und Veranstaltungsorte, aber bin vor ein paar Wochen über diese Nachricht gestolpert und finde es einen durchaus lobenswerten Gedanken, sofern die Umsetzung dann auch wirklich funktioniert und die Kunst- und Kulturschaffenden davon wirklich profitieren werden:

Irland führt Grundeinkommen ein
In Irland sollen Kunstschaffende wöchentlich eine Grundsicherung von 325 Euro für die Dauer von drei Jahre bekommen. Manchmal ist Corona auch ein Gamechanger. Jahrelang wurde über das Für und Wieder einer Grundsicherung gesprochen. Jetzt prescht Irland vor. Etwa 2.000 Kunstschaffende sollen ab März 2022 ein bedingungsloses Grundeinkommen bekommen. Irlands Kulturministerin Catherine Martin glaubt daran, dass die Kulturbranche dadurch wachsen und erfolgreicher werden wird.
Quelle: [hand] https://www.br.de/kultur/grundeinkommen-fuer-kuenstler-in-irland-kommentar-100.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Konzertveranstalter haben einen Brandbrief an die Politik formuliert. Er erzählt vom langsamen Sterben der Musik. Ihre Forderungen sind bescheiden – würden aber Existenzen retten.

"... Mit den Veranstaltern „sterben“ sämtliche Dienstleister rund um das Veranstaltungsgewerbe, die Clubs, die Hallen und am Ende die gesamte Musiklandschaft: Musiker:innen können sich ganz überwiegend nicht von den extrem geringen Streaming-Einnahmen ernähren (das können in Deutschland nur eine Handvoll Musiker:innen) und sind folglich auf Gagen ihrer Konzerte angewiesen. Bereits im kommenden Herbst werden unzählige Bands und Musiker:innen ihre professionelle Karriere aufgeben müssen.

Dieser Verlauf ist vermutlich für lange Zeit irreversibel.

Es müssen daher dringend Maßnahmen ergriffen werden, um altes Personal zu reaktivieren, bestehendes Personal zu halten und neues Personal zu rekrutieren.
..."


www.welt.de/kultur/pop/article236679591/Brandbrief-der-Konzertveranstalter-Unzaehlige-Musiker-geben-auf.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
NIGHTCLUBS IN BRUSSELS WILL OPEN "WITH OR WITHOUT PERMISSION" ON FEBRUARY 18

Nightclubs and event venues have joined forces and decided to open as “enough is enough”


https://mixmag.net/read/clubs-in-brussels-to-open-with-or-without-permission-on-february-18-news/
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
NIGHTCLUBS IN BRUSSELS WILL OPEN "WITH OR WITHOUT PERMISSION" ON FEBRUARY 18

Nightclubs and event venues have joined forces and decided to open as “enough is enough”


https://mixmag.net/read/clubs-in-brussels-to-open-with-or-without-permission-on-february-18-news/

Eine ähnliche Aktion gibt es auch in den Niederlanden.
https://www.fazemag.de/niederlande-clubs-oeffnen-aus-protest-fuer-eine-nacht/
 
Geschrieben von: KillingMeHardly (Usernummer # 22125) an :
 
Clubs sterben und kommen neu, finde es gut dass es sich mal wieder zusammenschrumpft.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: KillingMeHardly:
Clubs sterben und kommen neu, finde es gut dass es sich mal wieder zusammenschrumpft.

für dein berlin mag das gelten - für andere städte nicht.
 
Geschrieben von: KillingMeHardly (Usernummer # 22125) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: KillingMeHardly:
Clubs sterben und kommen neu, finde es gut dass es sich mal wieder zusammenschrumpft.

für dein berlin mag das gelten - für andere städte nicht.
dann ist die Nachfrage nicht gross genug, der Markt regelt das.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
du bist ja gerade gegen die regulierung durch den markt, denn die schrumpfung wird ja durch marktfremde kräfte erzwungen.
die haltung "wir hauen mal drauf, weil das guttut" hat nichts mit marktfreiheit zu tun.
die clubs aufmachen lassen nach ihrer facon und jeden selbst entscheiden lassen, ob er hingeht - das wäre marktfreiheit.
 
Geschrieben von: KillingMeHardly (Usernummer # 22125) an :
 
...sobald die Pandenmie dann vorbei ist, sollte die Clublandschaft wieder blühen, jedenfalls da wo es die Nachfrage gibt.
Alle anderen wären früher oder später sowieso ausgestorben.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
wenn man unbedingt gentrifizierung haben will, dann ist das ein weg.

dann bin ich eher für den gegenteiligen ansatz: mit subventionen viel mehr vielfältige club- und kulturangebote schaffen und dann gucken, was davon neue nachfragen und märkte schafft.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Tanzen geht wieder ohne Maske und Test. In den Berliner Clubs läuft es im Normalbetrieb, der aber noch richtig auf Touren mit Touristen kommen muss.

... Alles wieder wie vor Corona, irgendwie.
Nicht mal einen Test oder Impfnachweis musste man am Eingang vorzeigen, schon seit dem ersten Aprilwochenende nicht mehr. Damit sind – nach Tanzen mit Maske draußen im vergangenen Sommer und indoor mit 2G+ im Herbst – auch noch die letzten Coronaregeln aus den Berliner Clubs verschwunden.

... Liest man sich die weiteren über 30 Maßnahmen des Neustart-Programms durch, geht es viel um Tourismus. Auch für Berliner Clubs ein wichtiger Faktor ...

Mit der steigenden Inflationsrate und dem Krieg in der Ukraine, der diese weiter ankurbelt, erscheint aber bereits die nächste Bedrohung für Clubs am Horizont. ... Wenn sich das eigene Publikum den Clubbesuch nicht leisten kann, bringen auch Investitionsprogramme wenig. ...


https://taz.de/Neustart-im-Berliner-Nachtleben/!5849751
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Trailer: "Geschlossene Gesellschaft (2022)"
Der Dokumentarfilm „Geschlossene Gesellschaft“ begleitet vier Münchener Clubs auf ihrem Weg durch die Krise.
Clubs und Konzertlocations stehen bei voller Auslastung als Letzte in der Öffnungskette.
Die Filmemacher blicken in ihrer Langzeitbeobachtung hinter die geschlossene Clubtür und erzählen die Geschichte einer ganzen Subkultur. Die Dokumentation hält die Transformation des Nachtlebens bis zur ekstatischen Wiederauferstehung eines generationsübergreifenden Sehnsuchtsorts als filmisches Zeitdokument fest - authentisch, überraschend und bildlich nicht selten surreal.
„Geschlossene Gesellschaft“ ist der inspirierende Überlebenskampf eines Lebensentwurfs, der mit Social Distancing, Kontakt-und Ausgangsperre nicht vereinbar ist.
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=W7kyCoKDp-o
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Masken weg, Hütten voll: Das klingt nach Goldgräberstimmung für die Veranstaltungsbranche. Aber das täuscht. Trotz umfassend gefallener Maßnahmen würden nur zögerlich Tickets verkauft, vor allem für kleinere Veranstaltungen – so meldet es etwa die „Initiative Musik“, eine Fördereinrichtung der Bundesregierung für Musikveranstaltungen. Zudem seien die Kosten für Veranstaltungen gestiegen.

... Was auf den ersten Blick also wie eine explosionsartige Wiederbelebung aussieht, ist in Wirklichkeit das fiebrige Zucken einer womöglich langfristig erkrankten Branche. Denn gerade die weniger bekannten KünstlerInnen sind es, die von ihren Albumverkäufen und Streaming-Einnahmen meist überhaupt nicht leben können. Haupteinnahmequelle sind für sie die Einnahmen aus Ticketerlösen und Merchandising. Und die fehlen. Währenddessen ziehen selbst Superstars ihre ohnehin hohen Preise stark an, um die gewohnte Show überhaupt noch bieten zu können.


www.freitag.de/autoren/konstantin-nowotny/helene-fischer-kommt-nicht-die-veranstaltungbranche-leidet-unter-long-covid
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
folgen der laut offiziellem sachverständigengutachten vermeidbar überzogenen maßnahmen:
die leute arbeiten jetzt ihre bereits vor langem gekauften festival-/konzerttickets ab, während die kosten stark gestiegen sind und es an personal fehlt.

In diesem Sommer konnten endlich wieder große Festivals stattfinden. Viele der Veranstaltungen stehen aber vor großen finanziellen Problemen. Zwar sind viele Festivals ausverkauft, trotzdem könne dabei fast ausnahmslos kein Geld verdient werden.
www.mdr.de/nachrichten/deutschland/wirtschaft/festivals-absage-personalmangel-branche-kollaps-100.html

Die Fusion geht aus dem Festival-Jahr 2022 mit einem geschätzten Schuldenberg von 1,5 Millionen heraus. Schuld hierfür sind die unvorhersehbaren allgemeinen Preissteigerungen und die laufenden Kosten der vergangenen 36 Monate.
https://groove.de/2022/08/08/fusion-festival-macht-15-millionen-euro-miese

„Die Rahmenbedingungen für wirtschaftlich profitable Veranstaltungen sind miserabel“, sagt BDKV-Geschäftsführer Michow.
www.rnd.de/panorama/die-event-branche-steht-wegen-personalmangel-und-inflation-unter-druck-LVGNHVSH5ZHFHAFO2QOBLLTSTE.html

Die durchschnittliche Steigerung der Kosten von Events im Jahr 2022 beträgt laut der Studie im Vergleich zu 2019 nicht weniger als 45 Prozent. Größere Events bzw. Messen sind dabei um 41 Prozent teurer geworden, kleine sogar um 49 Prozent.
www.backstagepro.de/thema/veranstaltungsbranche-leidet-unter-massiven-kostensteigerungen-2022-07-19-vcwCvfdpdM

In zwei Jahren ist viel kaputtgegangen... Der Kartenverkauf für geplante Hallenkonzerte gestalte sich unheimlich zäh und schwierig. „Die Leute sind alle extrem verunsichert. Die ersten Experten und Politiker schüren ja jetzt schon Ängste vor den nächsten Coronawellen und verbreiten Unsicherheit. Wer soll sich in diesem Umfeld noch für einen Ticketkauf entscheiden?”
www.nordkurier.de/politik-und-wirtschaft-kultur-und-freizeit-neubrandenburg/keine-konzerte-mehr-veranstalter-vor
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: KillingMeHardly:
Clubs sterben und kommen neu, finde es gut dass es sich mal wieder zusammenschrumpft.

Du findest es vermutlich auch toll, wenn sich der komplette Mittelstand zusammenschrumpft und die Einkommen... du Troll.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die Musik geht aus

Statt ausverkaufte Hallen vermelden zu können, haben die meisten Veranstalter aktuell mit katastrophalen Vorverkaufszahlen und daraus resultierenden Tournee-Absagen zu kämpfen. ...

Viele internationale Bands machen wegen zu erwartender Coronaverordnungen sowieso schon einen Bogen um Deutschland. ...

"Die Schwächsten geben den Löffel zuerst ab. Newcomer-Veranstaltungen laufen immer am schlechtesten. Dasselbe gilt für Festivals mit einem anspruchsvollen Programm, das sich nicht an den Mainstream richtet." ...

Genau wie in anderen Branchen erschweren Inflation und Energiekrise die Kalkulationen, während Personalmangel und die erhöhte Nachfrage nach Dienstleistungen die Ausgaben zusätzlich in die Höhe treiben. "Techniker, Catering, Produktionstechnik – da steigen die Kosten extrem an, bisweilen um 20 bis 50 Prozent", sagt Ballreich. Ähnliches zeigte sich auch im Festivalsommer, als selbst beliebte und zum Teil ausverkaufte Festivals wie die Fusion und das Ruhrpott Rodeo nachträgliche Crowdfunding-Aktionen starteten, um ihre massiven Verluste auszugleichen. ...


www.zeit.de/kultur/musik/2022-10/konzertbranche-krise-musik-corona/komplettansicht
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
@hyp: Genau das Thema hatte letzte Woche der bayerischer (und n.m.E. exzellent lustige) Herr Hannes Ringlstetter in seiner Sendung auf dem BR sehr, sehr deutlich gemeinsam mit einem Gast angesprochen:
Die großen Künstler füllen - so sein Gefühl - aktuell irgendwie noch ihre Hallen, aber den kleinen Lokalmatadoren geht die Luft aus, da die Veranstalter bei zu geringen Vorverkaufszahlen den Event lieber komplett absagen, als darauf zu hoffen, dass viele - oder zumindest ausreichend viele - Gäste sich einfach spontan an der Abendkasse sich ihre Tickets holen, weil sie partout nun jedwedes Risiko scheuen.

Klar, Ringlstetter sprach von Comedians bzw. Kabarett, aber vermutlich macht das keinen riesigen Unterschied.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
[REWIND 2022] Clubkultur und Krise I: Warum es bisher keine Rückkehr zum Normalbetrieb gibt

https://groove.de/2022/11/28/rewind-2022-clubkultur-und-krise-i-warum-es-bisher-keine-rueckkehr-zum-normalbetrieb-gibt


[REWIND 2022]: Clubs und Festivals in der Krise: Unsicherheit und Bequemlichkeit ergänzen sich

https://groove.de/2022/12/20/rewind-2022-clubs-und-festivals-in-der-krise-unsicherheit-und-bequemlichkeit-ergaenzen-sich
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Panik auf dem Dancefloor

Gestiegene Kosten, Besucherrückgang, Gentrifizierung: Drei Tage lang diskutieren Clubs über ihre Probleme. Positive Botschaften sind die Ausnahme.

https://taz.de/Berliner-Clubkrise/!5971033
 



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