This is topic Grammys, Laurent Garnier | Techno Media 2018 in forum News & Allgemeines: Techno & Medien at technoforum.de.


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https://forum.technoforum.de/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=004329

Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
den alten threads hat's zerschossen (neuerdings 2018er-postings dort auf der ersten threadseite)..
um künftig endlos-threads zu vermeiden, was auch der archiv-übersicht entgegenkommt: jetzt dauerthreads als jahresthreads.
wir eröffnen den neuen thread würdig mit einer ex-TF-legende:


Tanzen in Ruinen, Liebe für alle: DJ Tanith war von Beginn an dabei. Im Gespräch schaut er zurück auf die Geschichte des Techno in Berlin

"...
„Raving Society“ war so ein Schlagwort, das sagte: Wir inkludieren alle. Doch das verwässert die ganze Sache auch. Ich fand die Idee schon immer ziemlich bescheuert, eine ganze Gesellschaft raven zu lassen. Eine Subkultur sollte eine Subkultur bleiben, sonst geht ihr verloren, worum es eigentlich geht.

Geht es denn noch voran mit Techno?

Ja, wenngleich auch nicht mehr in den ganz großen Schritten wie damals. Mit dem Techno ist es so wie mit dem Iphone. Bei den ersten Modellen sagtest du noch: Oh, welch Sensation. Und heute registrierst du nur noch: Okay, ein neues Iphone, eine Kamera ist auch wieder dabei. Von Modell zu Modell gibt es nur noch kleine Verbesserungen. Doch vergleicht man ein Iphone von heute mit einem von vor zehn Jahren, stellt man dann doch fest, dass sich bei dessen Entwicklung so einiges getan hat. Und so geht es mir auch mit der Musik. Höre ich heute Sets von mir, die vor drei Jahren entstanden sind, denke ich schon: Oh, so hat die Musik also damals geklungen.
..."


[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/dj-veteran-tanith-30-jahre-techno-wir-wollten-es-krass/23054648.html

[ 08.12.2018, 15:06: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Acid House: Wie die aus Chicago importierte Musik die Clubkultur veränderte
Vor 30 Jahren schlug die aus Chicago importierte Musik in Europa auf – und ein. Es war der Urknall der zeitgenössischen Clubkultur.
[hand] https://derstandard.at/2000087677163/Acid-House-Eine-Raveolution-aus-Technik-und-Chemie

zum jubiläum ein Acid House-schuh von Adidas
[hand] www.youtube.com/watch?v=SkN2j2K4BBM

adidas originals x SPEZIAL A/W 18 Fashion Film
[hand] www.youtube.com/watch?v=QRO_RKRZ-I0

das jubiläum ließ sich auch schon 2014 ansetzen, wie in diesem mix, siehe tracklist
30 Years of Acid - Solid Steel Radio Show 11/4/2014 - Posthuman
[hand] https://soundcloud.com/ninja-tune/solid-steel-radio-show-11-4-1
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Kurzes Feedback zum aktuellen arte-Special, da ich gestern die Tracks-Sendung im Stream sah und gerade eben im Hintergrund arte in Concert läuft: Äh, sehr viel Nina Kravitz und Underground Resistance und Berlin bislang, aber da es ja noch zahlreiche, zu entdeckende Sendungen in der Mediathek gibt, hoffe ich doch auf ein paar aktuellere und spannendere und aussergewöhnlichere Themenblöcke, wenngleich ich es natürlich erfrischend finde, dass man im öffentlich-rechtlichen Kulturprogramm mal einen Thementag unserem Thema widmet nach einigen Dekaden des Daseins außerhalb der reinen Sub-Kultur.
[top]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
jürgen laarmann über den anfang des techno
http://www.spiegel.de/einestages/frontpage-mayday-und-juergen-laarmann-wie-techno-zur-jugendkultur-wurde-a-1228769.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?

Prinzipiell sehr gern. Aufgrund der Tatsache, dass das Forum längere Threads plötzlich komplett durcheinanderzwirbelt, gern'n neuen Thread!
[asien] [danke] für's drum-kümmern, wer es auch immer gern initiieren möchte
[Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
"print is dead", sagte schon 1984 der große egon spengler. im jahre 2018 wird nun das groove-magazin als zeitschrift eingestellt:
[hand] https://groove.de/2018/10/04/das-printheft-der-groove-wird-eingestellt-es-geht-online-weiter/
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Schade.

Bin mal auf das Online Angebot gespannt. Sagen ja immer viele Magazine das es Online weitergeht aber irgendwie funktioniert das bei den wenigsten. Und ob die Leute wirklich dafür dann auch Geld ausgeben wage ich auch zu bezweifeln.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Durch einen Wechsel der Abonnementverwaltung bin ich aus dem Spex- und Groove-Abo geflogen, hatte über viele Monate die Magazine nicht mal mehr vermisst, mich dann aber doch geärgert, da ich für einige Ausgaben zahlte, die ich nie erhielt - und die neue Vertriebsgesellschaft für Piranha hatte dann so pampig geantwortet, als ich die Abos tatsächlich neu aufleben wollte, dass ich direkt wieder stornierte - und die fehlenden Ausgaben auch weiterhin nie erhielt.

Print hat für mich nach vor einen Charme, man kann so wunderbar Sachen mit 'nem Stift markieren, Eselsohren auf die 'will ich später lesen'-Seiten machen, ganz interessante Artikel raus reißen und auf einen Stapel legen, in der Wanne lesen ohne Angst vor Kurzschluss eines Pads/eReaders, im schlimmsten Fall sind die Seiten nur nass und aufgeweicht und selbst die Anzeigen haben mehr Charme, zumal lese ich schneller und flüssiger Gedrucktes als am Bildschirm. Aber, ja, Zeiten ändern sich, die Print-Branche jammert ja schon seit langer Zeit und 'digital' hat auch viele, andere Vorteile. Wenn man sie richtig nutzt.

Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

Bezahl-Abo bei der Groove halte ich aktuell für mehr als unwahrscheinlich, dass ich mich dazu verleiten lasse. Vor allem, wenn es dann sowieso nur'n ePaper wäre.

Schade dennoch, war über lange Jahre Pflichtlektüre für mich.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein nachruf:

„Groove“ stellt Printausgabe ein
...
Mit der Einstellung ist das Musikmagazin nicht allein. Im Juli ist die kostenlose Intro zum letzten Mal erschienen, auch der britische New Musical Express erscheint seit März nur noch online.
...
Die gedruckte Auflage lag nach eigenen Angaben zuletzt bei 28.000 Heften. Vielen war die Groove vielleicht zu intellektuell, sie kauften das Heft aber wegen des „Hotze-Comics“ auf der vorletzten Seite – die Anarcho-Abenteuer eines altgedienten DJs, in denen es eigentlich nur ums große Feiern ging.
Wer denkt da nicht an den DJ Sven Väth, der in fast 30 Jahren am häufigsten auf dem Titel abgebildet war. Seine ganzseitigen Anzeigen („Sven Väth World Tour“) haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass es das Magazin überhaupt so lange gab.
...
Auch die 30-Jahres-Feier der Groove hätte im kommenden Jahr ein gigantischer Rave werden können. Aber anders als die im Festivalbereich umtriebige Hörstmann-Gruppe (Melt-Festival, Melt-Booking, Lollapalooza) hat sich Piranha-Media in München anders aufgestellt und veranstaltet keine eigenen Clubevents oder Festivals. Ein Fehler, wie sich jetzt zeigt. Das haben die früheren Groove-Chefredakteure Yannick Elverfeld und Torsten Schmidt schon vor 20 Jahren geahnt: sie stiegen aus und gründeten mit dem Geld von Österreichs Multimillardär Dietrich Mateschitz eine DJ-Akademie und einen Radiosender (Redbull-Radio).
...

[hand] www.taz.de/!5537848

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

ein teil der De-Bug-leute macht seit längerem www.dasfilter.com
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Bin ja treuer Groove Käufer und Leser.

Das mit der Digitalisierung ist aber keine gute Entscheidung.
Nischenmagazine können wenn zielgerichtet sehr gut überleben.
Man schaue sich mal einen durchschnittlichen Kiosk an, was dort alles liegt und verkauft wird.

Für mich liegen die Probleme eher in der Definition der Zielgruppen.
Bei den Reviews der Alben hat es eigentlich eine gute Entwicklung weg vom reinen Techno/House Magazin gegeben. Es geht da mehr um elektronische Musik im weitesten Sinn. Einige andere Themen sind dagegen ausgelatscht, wenn man irgendeinen DJ interviewt. Das habe ich selbst erst gelesen wenn es nix anderes mehr zu lesen gab.

Na ja schade, Online wäre für mich aber auch kein Thema.
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: bgoeni:
Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.

deutschsprachig ist da wohl tatsächlich eine lücke (FazeMag hat ja noch parallel print- und netzpräsenz), aber englischsprachig gibt es ja massig, dazu noch die videokanäle mit interviews und dokus..


noch passend zum thema des engagements ehem. Groove-redakteure bei Red Bull (s.o.):

Red Bulls „Music Academy“: Weißwaschung durch hippe Musik
Der Getränkehersteller fördert die Electronik­musik­szene mit einer „Music-Academy“. Über die rechten Äußerungen vom Chef spricht da niemand.
...
„Es ärgert mich, dass eine Firma mit rechtem Hintergrund versucht, sich mit meiner Geschichte Integrität zu erkaufen.“ Dass so viele KollegInnen mitmachen würden, als AutorInnen und PerfomerInnen, liege an der guten Bezahlung.“ Ich kenne einige, die mit Red Bull kollaborieren, weil es für wenig Aufwand viel Geld gibt.

Perfide findet de Picciotto, dass „Firmen wie Red Bull die prekären Lebensbedingungen unter MusikerInnen ausnützten.“ Eine Wahl habe man aber immer. Darin sind sich Haaksmann wie de Picciotto einig. Sich nicht durchfüttern zu lassen, verlange aber auch eine „Radikalität“. Die politische Haltung würde aber „ignoriert, solange es möglich ist“.

Die Abschöpfung von kulturellem Kapital führt nicht zu Vielfalt, sondern zur EinzelkämpferInnen-Mentalität in einer Kultur, die kollektiv sein müsste. So viele Talente RB auch fördert, schafft es auch Partisanen einer Welt, die den Blick auf den eigenen Kontext verlieren. So funktioniert Gentrifizierung.
...


[hand] www.taz.de/!5541432
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.

genau. daher kann man kein nostalgisches print format für ein paar käufer finanzieren.
das magzin für vinyl kultur richtet sich an menschen die bereit sind ne menge asche für ihre ledenschaft auszugeben [Wink]
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
zufällig in der RP gesehen:

Loco Dice

https://rp-online.de/kultur/dj-loco-dice-erzaehlt-verraet-seinen-tagesablauf_aid-33498123
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
epischer nachruf auf die print-Groove von gründer Thomas Koch..
paar zitate daraus - für die, die nicht eine stunde zum lesen haben:

... At the peak of its reach, in the last years of the 90s, the magazine had a circulation of 100,000 copies and was distributed in Germany, Austria, Switzerland and Holland. Those were golden years for Fanzine and Special Interest Magazines, especially in our sector, filled with a permanent mood of enthusiastic anticipation. The tenth anniversary in 1999 marked a turning point.

... I began to fight the threat of illiquidity with all the means at my disposal. I tried with other projects to generate incomes with which I could support the magazine. In the years 02-04 I sank an estimated 200,000 Euros profit from my flourishing event business into the black hole of the magazine. I have never regretted that. Nevertheless the decline could not be stopped.

My DJ friends Ricardo Villalobos and Tobias Neumann offered to help keep the magazine alive. Their idea was to contact artist friends to get a free line-up for a benefit party whose proceeds would go directly into the production of the magazine. This idea finally turned into a whole series of parties which took place over a period of about 1 1/2 years in Frankfurt and Berlin (legendary parties in Watergate). Without these proceeds I would have run out of money about 12-18 months earlier. As far as I remember, some expenses could only be covered with the support of the income from these events. I would like to take this opportunity to thank Tobi and Ricardo once again and all the artists who played these events for free and gave me the confidence to handle the income responsibly. I can insure everyone afterwards: Every euro of the income went into the production of the magazine. Could such a thing still be imaginable today - that our scene would try to save one of its institutions with such a sense of implicitness?

2004 was the year I only had the choice between two possibilities: Either to discontinue the magazine or to sell it.
...
Earlier, in 1999 a Hamburg publishing house had offered me 1.5 million DM for a complete takeover. I had refused without even thinking about it for a minute. I would not have sold for all money in the world. The emotional bond between me and the magazine was like that of a father to his child. And you don't sell your child.
...
I admittedly secretly wondered over and over again that Piranha Media publishing house had stuck to the business model of its print magazine portfolio for so long without attempting to create new sources of income through and with these media, e.g. online.
...
The majority of consumers today can no longer tell whether they are dealing online with “yard reporting”, shitstorm-like ego puke or serious criticism. Fortunately there are a few exceptions left like for example Resident Advisor. But what does that do to a scene, and to art and society if there is no longer any critical punblic discourse about it, if texts describing art events are only kept in PR jargon? What if there are only star DJs, amazing parties and killer tracks left?
...
what I just said about online journalism is partly to blame: never before has it been so difficult for young artists to find their own identity, their own individual expression in art, when it seems so easy to just copy what is already successful and available 24-7 online.
...


[hand] www.facebook.com/thomaskochakadjt/media_set?set=a.10155488340272827&type=3
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Spex wird auch eingestellt.

https://spex.de/das-ende-ist-nah-spex-wird-eingestellt/
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Mir schwant böses. Groove und Spex zur gleichen Zeit. Nicht das da eine Intrige hinter steht, und die FrontPage wie Phönix aus der Asche zurück kommt und alles wieder von vorne anfängt mit den scheußlichen Musikkritiken von Bleed und Triple R.

[furchtbartraurig]
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
unwahrscheinlich. der anzeigenmarkt schwindet mehr und mehr. es ist schade, aber auch wir müssen uns umorientieren. ganz einfach. ich hab ja auch seit gefühlt 15 jahren die groove gekauft und vorher eigtl. immer im plattenladen bekommen, aber selbst ich lese eigtl. zu 80% alles digital. auch wenn mein ipad zugepflastert ist mit gedankenstützen.... mich würde mal interessieren wie lange es das synmag noch macht. ich bin ja großer Fan vom moogulator. hab mich auch deswegen unterhalten auf der superbooth... seine antwort war etwas nebulös....
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Die letzte Ausgabe der Groove ist jetzt da.
https://shop.pmedia.de/p_de/groove-175-peggy-gou-november-dezember-2018.html

Und so geht es weiter.
https://groove.de/2018/10/18/faq-so-geht-es-mit-groove-online-weiter/

[ 18.10.2018, 10:59: Beitrag editiert von: bgoeni ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

In Zukunft zahlen wir also mit dem Online-Abo direkter als zuvor für eure Arbeit. Und wie genau läuft das ab?

Exakt. Bis zum 31. Dezember 2018 wird es über diese Seite möglich sein, ein Abonnement abzuschließen. Und zwar zum Vorzugspreis von 15€ pro Jahr (entspricht 1,25€ pro Monat) oder 10€ für ein Halbjahr. Ab dem 1. Januar 2019 wird das Online-Abo 24€ Jahr (also 2€ pro Monat) oder 15€ pro Halbjahr kosten. Wir halten diese Preise einerseits euch gegenüber für fair und hoffen andererseits, damit langfristig die entstehenden Kosten für unsere Arbeit decken zu können.
...
Wir teilen groove.de in zwei Bereiche auf: Das eine ist der Free-Bereich, in dem weiterhin tagesaktuelle News und “traditionelle” Online-Formate wie der Groove-Podcast weiterlaufen. Die Features, Reportagen und Interviews, wie du sie zuvor im Heft vorgefunden hast und natürlich beliebte Formate wie “Mein Plattenschrank” oder “A DJ’s DJ” allerdings werden nur für eingeloggte Abonnent*innen aufrufbar sein und erscheinen täglich bzw. in bestimmten Abständen. Du bekommst als Abonnent*in also genauso viel Input wie zuvor – nur eben nicht auf einmal, sondern tagtäglich neu. Und noch mehr: Du wirst auf das gesamte Groove-Archiv, das heißt alle 175 Ausgaben aus 29 Jahren zugreifen können – und daneben auch auf andere Titel aus dem Piranha Media GmbH-Sortiment wie die Spex, Riddim oder JUICE.



interessant auch, dass die Groove immer und bis zuletzt erfolgreicher war als die musikalisch viel breiter aufgestellte Spex (siehe unten).
nachrufe auf die Spex:

Dank der „Spex“ ist Pop seit Jahrzehnten in einen intellektuellen Diskurs eingebettet. Das Eintreten für die Sache des Pop wird ohne sie schwieriger. ...
Was den Musikjournalismus hierzulande angeht, ist 2018 ein annus horribilis: Nicht nur, dass mit Intro und Groove bereits zwei sogenannte Special-Interest-Magazine im laufenden Jahr Federn lassen mussten und ihre Printausgaben eingestellt hatten. Mit dem Ende von Spex wird es nun bis auf Weiteres kein unabhängiges deutschsprachiges Printmusikmagazin mehr geben.

[in den gelisteten alternativen ist sicher für jeden noch was bisher unbekanntes dabei]
[hand] www.taz.de/!5543499

Dass die „Spex“ eingestellt wird, ist nicht die Nachricht. Die Nachricht ist, dass das Popkultur-Magazin es bis hierhin geschafft hat ..
Mit der Einstellung der Zeitschrift mag eine Ära enden, aber eine, die schon vorbei war. Nachrufe auf die Spex wurden bereits formuliert, als die Redaktion 2007 von Köln nach Berlin umziehen musste, und noch früher, um die Jahrtausendwende, als die selbstgemachte Spex an einen Verlag verkauft wurde. Damals schon nannte Mark Terkessidis sie eine Überlebende der Achtziger. Jegliche Dissidenz sei aus der Popkultur gewichen, befand er; selbst widerspenstige Gesten würden „nur noch als Differenzstrategien gelesen“. ...

[hand] www.freitag.de/autoren/klaus-raab/den-umstaenden-entgegen

Spex meldete 2014 und 2015 in zwei Quartalen eine verkaufte Auflage von weniger als 10 000 Heften, eine Halbierung innerhalb weniger Jahre. In der noch aktuellen September/Oktober-Ausgabe sind gerade mal sechs Anzeigenseiten zu finden.
Beim Groove-Magazin hingegen ... überraschte die Nachricht von der Print-Einstellung eher: Die Abonnements und Kiosk-Verkäufe waren laut IVW stabil, letztere wuchsen zuletzt sogar leicht. Im zweiten Quartal 2018 verkaufte Groove 15 800 Hefte. Ließe sich daraus vielleicht schließen, dass Spex schon seit mindestens drei Jahren defizitär war und nun das Schwesterblatt mit in den Abgrund reißt? ...
Wer zuletzt für Groove schrieb, erhielt 200 Euro Honorar für eine mehrseitige Titelgeschichte. Bei Spex wird es zuletzt kaum anders gewesen sein. Auch wenn es hart klingt: Diese Selbstausbeutung hat nun auch ein Ende.

[hand] www.sueddeutsche.de/medien/musikmagazine-das-internet-es-scheint-an-allem-schuld-zu-sein-1.4171052

Vielleicht war es nie schwieriger, über Pop zu schreiben, als heute. Die ergrauten Kinder der Widerstandskultur erfreuen sich anhand von Acht-CD-Boxen ihrer Kenntnis von Pet Sounds oder London Calling. Die jungen Spotify-User aber können auf die Prosa irgendwelcher "Gatekeeper" getrost verzichten."
[hand] https://derstandard.at/2000089470329/Aus-fuer-Zeitschrift-Spex-Das-Punkwerk-der-Minderheiten

Spätestens als Diedrich Diederichsen seinen Essay „The Kids are not alright“ schrieb, im Jahr 1992, nachdem zuvor in Rostock und Hoyerswerda bei rassistischen Überfällen auf Asylbewerberheime junge Leute auch mit Malcolm-X-Kappen oder T-Shirts mit Namenszügen von Grunge-Bands gesichtet worden waren, gerieten auch der Pop und die Popkultur in die Kritik. Die Subkultur, in der die „Spex“ sich mit Vorliebe bewegte, war nicht mehr per se gut, die glänzenden Oberflächen erwiesen sich auf einmal als porös und rissig, die Unschuld, die der Pop wegen seiner Warenförmigkeit, seiner Einbettung in kapitalistische Verwertungszusammenhänge sowieso nie hatte, war endgültig verloren.
[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/ende-der-musikzeitschrift-spex-der-lange-weg-in-die-mitte/23199326.html
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Switched on Bach wird 50.

Interessante Sache, das die Klassische Musik für die Popularität des Moog gesorgt hat.

http://www.openculture.com/2018/10/wendy-carlos-switched-on-bach-turns-50.html
 
Geschrieben von: catweasel (Usernummer # 3978) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

+1
 
Geschrieben von: Sebastian W (Usernummer # 2124) an :
 
Bzgl. Zugriff auf alte Zeitschriften (Non-Groove) möchte ich auch noch auf folgende Seite verweisen. ;-)

http://www.technohistory.org
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Mladen Solomun über einen großen Fan und wie er darum als erste reale Person in das Computerspiel „Grand Theft Auto“ geriet.

Herr Solomun, Sie haben jetzt in einem virtuellen Club von GTA Online eine Residency und spielen quasi vor 95 Millionen Gamern. Was bedeutet das für Sie?

Das ist schon ein bisschen absurd. Ich hatte ja gar keine Ahnung, dass das so eine große Sache ist. Erst als ich meinen Kumpels davon erzählt und deren Reaktionen darauf mitbekommen habe, wurde mir das so langsam klar. Ich bin selbst auch kein Gamer, bin ich nie gewesen. Das volle Ausmaß ist mir jetzt erst seit der Veröffentlichung des Updates klar geworden.

Was passiert denn da genau mit Ihnen und GTA V?

Es gibt eine Online-Variante des Spiels, wo man als eigenen Handlungsstrang einen Dance-Club aufbauen und führen kann. Im Hinterzimmer können dann allerlei dubiose Geschäfte gemacht werden. Als Resident-DJ bin dann ich da reingebaut worden, später noch andere DJs wie The Black Madonna, Dixon und Tale of Us. Alles Menschen, mit denen ich auch im echten Leben zusammenarbeite.
...


[hand] www.fr.de/kultur/musik/dj-mladen-solomun-er-hat-ein-foto-von-mir-am-kuehlschrank-a-1603946
 
Geschrieben von: rob07 (Usernummer # 726) an :
 
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/berliner-club-dschungel-in-den-achtzigern-15834314.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
neue folgen bei Tausend Tage Techno

07 DJ Clé und Eva Be - Techno-Traumpaar
Love You Too

06 Ellen Allien & Tanith - Club the Rest
Die Bpitch Queen und der Herr der fiesen Töne

05 Anja Schneider - Die Rooftop-Rebellin
Grooven im Radio und um die ganze Welt

04 Inga Humpe - Die Technopop-Madonna
Über die große Freiheit, wilde Zeiten, frische Frauen uvm.

03 Mark Reeder - Der britische Botschafter
Über MFS, Paul van Dyk, Brexit und mehr

02 Von der After Hour zur Bitcoin Million und ewiger Jugend
Mit Hardy Hard aka Hardsquencer

01 Liebesparaden heute, gestern, morgen!
mit Dr. Motte (Loveparade), Jens Schwan und Martin Hüttmann

[hand] https://1000tagetechno.de/alle-episoden
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
here we go again

robin hirte kannte ich bisher nur als techno-künstler. in diesem interview erzählt er über sein zweites, offenbar lukratives standbein als "unterhaltungs-dj" auf aida-kreuzfahrtschiffen, dabei werden auch themen wie bootleg-remixes und selbstvermarktung angerissen. geht 80 minuten, aber lohnt sich:
[hand] https://www.facebook.com/mixedbymarcmozartgerman/videos/179749262944098/
 
Geschrieben von: Qalandar (Usernummer # 21413) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: rob07:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/berliner-club-dschungel-in-den-achtzigern-15834314.html

Danke für's Teilen. Sehr gerne gelesen.


Hier ein Interview mit Michael Mayer, Kompakt:
http://www.zukunft.cl/zine/2018-11-1_michael-mayer-geschichtenerzahler/

Zitat:
Wie ist das Verhältnis von aktuellen Sachen zu älterer Musik in deinen Sets?

— Ich bin ein erklärter Gegner der Retromania, die leider gerade überall vorherrscht. Ich spiele zu 85% aktuelle Veröffentlichungen, die nicht älter sind als ein Jahr. Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business. Wenn man sich ankuckt, dass sich das Reissue von einer Italo-House-Platte von 1993 besser verkauft als die meisten aktuellen Veröffentlichungen, dann besorgt mich das. Die Kids geben horrende Summen für Platten aus den frühen Neunzigern aus, aber kaum noch Geld für das, was unsere zeitgenössischen Künstler gerade so auf Platte pressen. Das höre ich auch, wenn ich mit anderen Vertrieben und mit den Labels spreche. Die ächzen gerade. Ich bin gespannt, wie das in 20 Jahren aussieht: Die Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen werden dann vielleicht zu irren Preisen gehandelt werden, wenn das 2010er Revival ansteht.


 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Qalandar:

Hier ein Interview mit Michael Mayer, Kompakt:
http://www.zukunft.cl/zine/2018-11-1_michael-mayer-geschichtenerzahler/

Zitat:
Wie ist das Verhältnis von aktuellen Sachen zu älterer Musik in deinen Sets?

— Ich bin ein erklärter Gegner der Retromania, die leider gerade überall vorherrscht. Ich spiele zu 85% aktuelle Veröffentlichungen, die nicht älter sind als ein Jahr. Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business. Wenn man sich ankuckt, dass sich das Reissue von einer Italo-House-Platte von 1993 besser verkauft als die meisten aktuellen Veröffentlichungen, dann besorgt mich das. Die Kids geben horrende Summen für Platten aus den frühen Neunzigern aus, aber kaum noch Geld für das, was unsere zeitgenössischen Künstler gerade so auf Platte pressen. Das höre ich auch, wenn ich mit anderen Vertrieben und mit den Labels spreche. Die ächzen gerade. Ich bin gespannt, wie das in 20 Jahren aussieht: Die Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen werden dann vielleicht zu irren Preisen gehandelt werden, wenn das 2010er Revival ansteht.


der mann sieht den wald vor lauter bäumen nicht (dj-betriebsblindheit?) oder verwechselt ursache und wirkung. platten, die heute schon keiner hören will, weil sie nichts neues bieten oder in der postmodernen zersplitterung nur eine kleine nische ansprechen, wird auch in 20 jahren keiner hören. tatsächlich werden seit jahren immer weniger zukünftige klassiker hervorgebracht. wie soll sich auch später in der retrospektive ein konsens konstruieren, der in der jeweiligen gegenwart gefehlt hatte? für eine wiederbelebung muss eine sache erstmal gelebt haben.

zudem finde ich es eher spannend, wie sich neue einflüsse mit retro-sachen immer wieder vermischen. ich denke nicht, dass die szene darunter leidet.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
supergutes interview.. auch wie es damals mit Kompakt Records begann und was da aufeinanderprallte.
kann eigentlich allem zustimmen, gerade solchem hier:
Zitat:
Die Unberechenbarkeit war das, was einen Abend so spannend gemacht hat. Wir haben am Ende gerne auch mal aktuellen R&B gespielt oder einen neuen Pop-Hit, der uns gerade in den Kram gepasst hat. Das hat dazu geführt, dass das Publikum sehr durchmischt war. Man hatte nicht nur die Fachidioten auf der Tanzfläche. Es ging darum, eine super Nacht zu erleben mit allen möglichen Mitteln und nicht, irgendetwas zu promoten oder verkaufen. Wenn etwas zur Form gerinnt, habe ich immer das Interesse verloren, das war beim Shuffle-Techno so, das war bei Neotrance so. Das «Selectors»-Phänomen von Dekmantel berührt auch etwas, das für mich eine grosse Rolle spielt in meinem DJing. Da wird wieder etwas in eine Form gegossen und auf einmal gibt es einen Unterschied zwischen Selectors und DJs. Da kann ich nicht mitgehen. Das finde ich dann einfach nur schade, wenn künstliche Grenzen gezogen werden und die Dinge unnötig kategorisiert und genrefiziert. Alles, was wirklich erfolgreich ist in der Szene, ist monothematisch geprägt. Das ist ein Sound, der dann über eine ganze Nacht durchgezogen wird. Das finde ich gähnend langweilig. Damit habe ich nichts zu tun, das ist nicht Teil meiner DJ-Kultur.
[top]

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
wie soll sich auch später in der retrospektive ein konsens konstruieren, der in der jeweiligen gegenwart gefehlt hatte?

na, warum sollten genau die platten, die damals gezündet haben, heute bei komplett anderen leuten, die von anderem sound geprägt sind, zünden? das würde ja negieren, dass es viel mit der jeweiligen zeit zu tun hat, wie ein sound ankommt. es liegt daher viel näher, dass sich heute andere konsense bilden gegenüber den früheren.
platten, die früher weniger große hits waren, bekommen nur seltener die chance, sich heute in neuem umfeld nochmal zu beweisen, da re-issues natürlich häufig darauf setzen, legendäre hits von damals als solche anpreisen zu können.

danke auch für den Robin Hirte-link.. kann ich auch empfehlen - gehaltvoll und unterhaltsam.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
na, warum sollten genau die platten, die damals gezündet haben, heute bei komplett anderen leuten, die von anderem sound geprägt sind, zünden? das würde ja negieren, dass es viel mit der jeweiligen zeit zu tun hat, wie ein sound ankommt. es liegt daher viel näher, dass sich heute andere konsense bilden gegenüber den früheren.
platten, die früher weniger große hits waren, bekommen nur seltener die chance, sich heute in neuem umfeld nochmal zu beweisen, da re-issues natürlich häufig darauf setzen, legendäre hits von damals als solche anpreisen zu können.

verstehe deine aussage nicht ganz. es ist tatsache, dass die klassiker von früher heute noch gefeiert werden. und ebenso dass die konsense heute geringer sind (wo sind die 2010er-jahre hits vom kaliber jaguar, the bells oder energy flash?). das hat michael mayer ja auch korrekterweise so beschrieben. nur dass er eben die falschen schlüsse für die mögliche zukünftige entwicklung daraus zieht. oder bist du der meinung, dass zeitgenössische platten, die heute nichts bewegen, in 20 jahren plötzlich als retro-klassiker gehandelt werden? das scheint mir eher ein wunschdenken von musikern zu sein, denen die immer geringerwerdende aufmerksamkeit und kürzeren halbwertzeiten ihrer musik am ego kratzt...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
zwischen tracks, die "nichts bewegen" und solchen, die superhits waren, liegt ein großes feld. das lässt schon raum für tracks, die damals nicht der ganz große hit waren, aber langfristig zeitloser oder besser mit einer späteren epoche kompatibel.

bei der gleichen menge des angebots wie heute hätten es die besagten tracks genauso schwierig gehabt damals.

es ist auch nicht völlig egal, auf welchen labels und zu welcher zeit tracks damals erschienen und von welchen DJs sie gefördert wurden, damit sie ihren damaligen rang erreichten. die von dir genannten tracks hatten das glück, auf prominentesten labels zu erscheinen. hätten die damals den gleichen status als inoffizielle bootlegs erreicht, wie in diesem jahrzehnt ein James Blake - Limit to your Love im Daniel Bortz Edit? dieser oder tracks aus diesem jahrzehnt wie Ten Walls - Walking with Elephants und Jon Hopkins - Open Eye Signal rufen heute auch dasselbe allgemeine wiedererkennungs-feierverhalten hervor wie die genannten oldies.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
würden dich ten walls und jon hopkins im jahre 2038 auf ne 2010er-revival-party locken? mich bestimmt nicht. ganz zu schweigen von den "Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen". bei ca. 80 platten allein aus der technosparte pro woche + mehreren hundert digital-releases kann man sich ausrechnen, wie groß da die chancen sind, dass die persönlichen highlights aus diesem riesigen pool in 20 jahren noch sowas wie gemeinsame erinnerungen hervorrufen, die für ein revival notwendig wären.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ich würde generell nicht für classics auf eine party gehen. '90er oder '00er-partys wären so ziemlich das letzte, was mich interessieren würde.
wenn diese classics damals in 300er-auflage auf einem wenig beachteten label erschienen wären, weil der artist nicht mehr für die präsenz getan hätte, wären es eben heute keine classics.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Natürlich hat die alte Musik einen höheren Stellenwert gegenüber der neuen.
Das liegt daran das es der Anfang war.
Genauso war es im Rock, in der Klassik oder sonst wo.
Die Gründerstücke haben eben auch einen anderen Stellenwert, sie sind das Original.
Am besten sieht man das beim Trance. Der war nur wirklich gut in den Anfangsjahren.
Auch junge DJ sehen die alten Stücke als Klassiker.

Dazu wird es immer schwierige aus der Massenflut gutes herauszupicken.
Damit meine ich gute AR's beim Label.
Kompakt ist für mich in Bezug auf Meyer das beste Beispiel für Qualitätsverlust.
Die aufgewärmten Gas Alben, oder die Labels Trapez,Traum usw. ales nur noch Beiwerk, bzw. Eintagsfliegen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
was heute als classic gilt, ist in mancher hinsicht auch nur ein spiegel heutiger mode. die heutige mode setzt z.b. einen cut für four-to-the-floor-klassiker ab dem oberen 130 bpm-bereich. ein großteil des trance- und rave-bereichs von damals hat deswegen heute keine chance mehr, als klassiker weiterzuleben, darunter viele Eye Q- und Harthouse-nummern wie Cygnus X - Superstring (150 bpm) oder Eternal Basement - Taking place in you (160 bpm), die ziemlich entspannt sind, und ganz viele frühere hits.

und der mythos überhöht die alten sachen natürlich. ich bin sicher, dass junge DJs, die schon viel ähnliches gehört haben, bevor sie auf bestimmte klassiker stoßen, diese nicht genauso herausragend empfinden, wie leute, die die tracks in der gründerphase erlebt haben. geht mir auch so mit neuen genres, die ich mir erschließe und die musik dabei nicht chronologisch entdecke.

finde auch nicht, dass Kompakt früher besser war. beim durchgehen aller Pop Ambient-compilations seit 2000 stellte ich gerade fest, dass diese mit fortschreitendem jahrgang für mich interessanter werden. bei den dance-sachen war's für mich schon immer ein herauspicken.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Sorry, deine Beispiele waren für mich früher schon keine Alltime Favorites.

Ich will dir mal ein Beispiel nennen das genau meine gegenteilige Erfahrung beweist.

Letztes Jahr war ich beruflich in Moskau.
Hab mich dann von den jüngeren lokalen Kollegen überreden lassen und bin mit denen ins Propaganda gegangen.
Es lief Elektro, Deep Techno usw, ich glaube DJ waren Locals. Die Stimmung war ziemlich gut. Gegen 3 wollten wir gehen. Ich stand an der Garderobe, als dann das Licht ausging und der DJ Love Stimulation spielte. Der Laden rastete total aus, ein Pfeifen und Jubeln wie ich es schon lang nicht mehr erlebt hatte.
Das Publikum war überwiegend Mitte 20.

Das Gleiche habe ich vor drei Jahren auf einer Cocoon Party an der Lagune bei Nina Kraviz gehört. Zwischen ihren Techno Tools lief auf einmal Vernon's Wonderland. Alle sind ausgerastet, Durchschnittsalter unter 25.

Es gibt einfach diese Klassiker die eben auch immer noch die gleiche Wirkung auf Jüngere erzielen wie sie diese Wirkung auf uns erzielt haben.

http://www.fazemag.de/gibt-es-jetzt-ein-trance-revival-bullshit/


Kompakt war gut in den Jahren als der Kompakt Sound in die Welt getragen wurde.
Jetzt ist dazu alles gesagt worden.
Kompakt selbst kann da keine Akzente mehr setzen.
Pop Ambient ist für mich leider nur eine ständige Wiederholung von Ambient der meistens nur eine Tonlage enthält und darauf rumreitet.
Ambient heute kann aber viel mehr erzählen. Aktuelle VÖ'S fusionieren mit dem klassischen Score Genre und sind keine Tracks sondern richtige Songs. Diese Entwicklung sehe ich bei Kompakt nicht. Für mich ist deren Ambient Output nicht relevant.
Sehe deine Alben da auch eher kreativer als deren Einheitsbrei.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Ich muss mich dem Fast-Konsens zum Thema 'Alte Scheiben' durchaus anschließen: Ich höre nahezu jeden Tag 50-100 neue Produktionen und wenn bei jedem Durchgang 2-3 Tracks oder sogar mal eine ganze EP übrig bleiben, die mir zusagen, hebt das den regulären Durchschnitt. Natürlich gibt es nach wie vor aussergewöhnlich Produktionen, weil sie besonders 'catchy' oder 'markant' sind, ausgesprochen funktional in Szene gesetzt sind oder eine grandiose Idee beinhalten, manchmal ein spezielles Instrument, ein prägnantes Vocal oder unkonventionelle Sounds. Aber die Masse der täglichen VÖ-Flut ist Durchschnittskost. Wenn ich am Wochenende mich dann noch durch meine Soundcloud-Abos durchskippe, dann finde ich hier noch weniger Sachen, die mich wirklich überzeugen können.

Natürlich möchte ich im Club frische Sachen hören, möchte mit der Zeit gehen, möchte mein Trommelfell mit Tracks streicheln, die ich bislang noch nicht kannte und die einen 'boaaaah'-Effekt erzeugen. Und möchte mich auch inspirieren lassen und ein Gefühl für den 'Zeitgeist' bekommen. Aber meine letzten Besuche in den vergangenen Monaten waren dahingehend nicht sehr positiv, tatsächlich empfand meine Begleitung dies auch recht ähnlich.

Und dennoch gab' es einige Höhepunkte, wenn das Publikum kurzzeitig entrückt feierte und jubelte: Und das waren fast ausnahmsweise 'Klassiker', also ältere, bisweilen sogar alte Tracks, die die Plattendreher in den Wust an Frischkost einstreuten, ob was von Green Velvet, Jeff Mills oder - und das war vor ein paar Wochen ein echter Glücksmoment - den alt-verstaubten Popsong 'White Horse' von 'Laid Back' inmitten eines Technosets. Und ich gehe nun mal nicht davon aus, dass jeder Jugendliche das Teil noch kennt. Aber die Originalfassung hat der gesamten Crowd ein Lächeln in's Gesicht gezaubert, so mutig es auch war, das Ding in ein eher härteres Techno/TechHouse-Set einzustreuen.

Vermutlich könnte es tatsächlich heute nicht mehr so einfach sein, ein paar 150bpm-Harthouse-Tracks an den Mann oder die Frau zu bringen, aber es gibt genügend andere Klassiker, die per se und nach meinem Empfinden einfach zeitlos-genial sind und einfach das gewisse 'Etwas' besitzen, das unabhängig davon, ob man den Track nun kennt - oder nicht, dazu führt, dass das Publikum positiv reagiert. Und das hatte ich etwa in der 'Roten Sonne' erlebt, als jemand mal wieder die eingangs genannten Glocken (The Bells) auspackte: Kollektives Ausflippen des durchaus recht gemischten Publikums, darunter eben auch viele Jüngere und junge Menschen, die vielleicht nicht zwingend Musikexperten sein könnten.

Ich fahre ja generell auf alles ab, auf dem 'neu!' steht, aber wenn man von der Produktionsflutwelle weggespült wird und kaum etwas nachhaltig übrig bleibt, das es lohnt, sich daran zu erinnern, dann ist das doch ein klares Indiz, dass wir heute in der Masse an konventionellem Einheitsbrei untergehen. Natürlich, es gibt stets Ausnahmen. Aber ob wir über Fashion, Lebensmittel, Elektronik, Serien und Filme oder eben Musik sprechen, über uns bricht jeden Tag eine Welle an Eindrücken herein von Produkten, die einfach für eine ultra-kurze Haltbarkeit konzipiert wurden. Die Wegwerfgesellschaft hat doch längst auch schon in der Musik_industrie_ Einzug gehalten. Und längst auch in der ehemaligen 'Subkultur'.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@chris
ja. um die situation von heute auf damals zu übertragen, müsste man sich plattenläden mit flugzeughallengröße vorstellen, in die produzenten portofrei ihre platten schicken, die sie zuhause mit einer kostenlosen pressmaschine hergestellt haben.
es gab schon immer massig mittelmaß und schrott - früher bei insgesamt viel weniger verfügbarer musik.

meine 'ausbeute' an neuer musik, die mich interessiert, ist heute viel höher als früher. man muss sich halt seine persönlichen filter einrichten zur vorsortierung. die heutige bessere situation wäre früher gar nicht zu bewältigen gewesen, wenn man sich all die musik, die man nun als dateien hat, als physische platten in die wohnung hätte stellen müssen.


@dauerwellen
es reicht, wenn wenige oder nur ein einziger jubelt (persönlich oft erprobt), um einen jubelchor auszulösen. da reichen ganz wenige anwesende mit 'mythos'-bias im kopf. und man selber kann auch nicht den 'mythos'-resetknopf im kopf drücken, um es objektiv einzuordnen.

es hat viel damit zu tun, ob platten zur richtigen zeit den richtigen DJs in die hände fielen, damit sie ihren status erlangten. wenn einer dieser heutigen klassiker statt auf einem prominenten label auf einem anderen und ohne vertrieb nach europa erschienen wäre, wäre es kein klassiker und kein mythos geworden.

die über 'obere 130 bpm'-trackklasse mit all ihren damaligen hits hat nur durch die heutige tempo-mode keine chance. dazu muss erst wieder wie damals der bereich 140-160 bpm ein normaler bestandteil der clubkultur und nicht nur der hardstyle-kultur werden.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
@chris

@dauerwellen
es reicht, wenn wenige oder nur ein einziger jubelt (persönlich oft erprobt), um einen jubelchor auszulösen. da reichen ganz wenige anwesende mit 'mythos'-bias im kopf. und man selber kann auch nicht den 'mythos'-resetknopf im kopf drücken, um es objektiv einzuordnen.


Das ist es ja gerade, dadurch werden ja auch die neueren Generation darauf aufmerksam.

Ich werde nie vergessen wie im Dorian Gray damals genauso das Licht ausgegangen ist und dann die ersten Töne von Underworld - Skyscraper oder der DtT Airport Mix von Power of American Native dann losrauschte.
Da haben welche gejolt die es sofort kannten, andere haben aber zumindest gemerkt das was Besonderes kommt und sich mitreißen lassen oder eben nicht.
So entstehen magische Momente.

Im Übrigen bin ich nicht der Meinung das früher alles besser war.
Ich höre fast nur neue Musik.
Das ist aber Musik, die es so in der Art früher nicht gab oder zumindest für mich nicht greifbar.

Ambient ist da fast die einzige Ausnahme, die über die Jahre immer präsent war und ist.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wenn sich reissues besser verkaufen als viele neue sachen, wie mayer sagt, so what?! soll doch jeder selbst bestimmen, wofür er sein geld ausgibt.

und wer sagt, dass man 165-bpm-rave-tracks nicht auch heute noch droppen kann?
i hate models @ awakenings 2018:
https://www.youtube.com/watch?v=v4XiZkpqEIU&t=4230s
[Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
speedy, klar gibt's das mal, aber ist viel mehr die ausnahme als früher. sagt Oliver Lieb auch in dem interview auf Tranergy TV - dass er gern auch das alte schnelle zeug spielen würde, es sich aber heute nicht sinnvoll in den abend einbetten ließe. wenn sich keiner / kaum einer traut, wieder schnelleres zu etablieren, ändert sich natürlich nichts.

wenn man techno/house lieber als eine gegenwarts- statt rückwärtsgewandte kultur hat, dann kann man reissue-auswüchse halt ambivalent finden. genauso wie wenn man als label mit aktuellen/jungen artists arbeitet und die leute das geld lieber in die x-te neuauflage von platten von ohnehin schon großen namen (die evtl. gar nicht mehr aktiv sind) fließen lassen.

negativbeispiel ist Kraftwerk, wo es nicht mehr um musikmachen geht, sondern nur um nährung des kults des alten mit immer neuen hochglanzverpackungen.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
rückwärtsgewandt wäre für mich, wenn djs ausschließlich altes zeug spielen. eine symbiose, und somit impulse für zukünftige musik, entsteht aus der kombination von alt und neu. das war schon immer bestandteil der dj-gegenwartskultur.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
aus meiner sicht ist das meiste neue sowieso schon so an das alte angelehnt, dass man nicht noch zusätzlich groß in die vergangenheit gehen muss.
wie M.M. schon sagt: "Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business."
von mir aus sollen die DJs wiederum ruhig 'nen classic spielen, bevor sie zu was allzu unoriginellem neuen greifen. aber nötig wäre es nicht, es gibt genug aktuelles interessantes.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
plattenverkäufe allein sind in der elektronischen musikszene schon lange kein lukratives geschäftsmodell mehr. selbst wenn es keine reissues gäbe, würden von neuer musik aufgrund der masse an veröffentlichungen und phänomenen wie illegalen downloads zu wenig einheiten verkauft. das meiste geld wird über auftritte verdient. und den djs kann es in der hinsicht egal sein, ob sie alte oder neue sachen spielen, solange die leute zu den gigs strömen und die gage stimmt. andernfalls wäre der erfolg beispielsweise einer nina kraviz, die gerne classics in ihr set integriert, ein paradox. sie würde sich ja selbst kannibalisieren.
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
mein eindruck ist das die klassiker von damals funktionieren, genauso wie die 'guten' platten von heute.
aber damals war techno nicht so definiert wie heute und es gab mehr überraschungen, hyperactives wide open ist hier zb jedes mal ein kracher, da bedarf es keinen alt eingesessenen 'jubel' um das feuer zu entfachen
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ speedy
wenn man labels die wünschenswerte funktion zugesteht, positiv für artists (zumal als anschub für z.b. lukratives DJ-business, wenn denn die artists darauf aus sind) und die szene zu wirken, dann vielleicht auch, dass sie gewinnorientiert für z.b. ihre artists arbeiten.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ killed the Popstar
Zwischen Musik-Mixen, Massenveranstaltungen und Millionendeals – warum ist der DJ der größte Popstar unserer Zeit?

Mit Michael Mayer, Felix Jaehn, Heiko Hoffmann (Groove Magazin), Tiesto, Westbam, u.a.

[hand] www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-hoerspiel/download-dj-killed-the-Popstar-100.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
langes interview mit Aphex Twin aus anlass des Berlin-konzerts

zitate:
...Ich bin ein großer Fan von Kraftwerk, ich höre das heute noch ständig. Ein paar Mal habe ich sie schon gesampelt, und sie haben mich noch nicht verklagt! Das nehme ich als Kompliment.

Ich kann nicht mit einem Mac arbeiten. Diese Rechner von Apple sehen einfach zu gut aus... Es ist ein wirklich hübsches … Objekt. Also wird es meine Musik auch sehr hübsch und damit langweilig machen. Ich arbeite lieber mit Geräten, die wie ramponierte alte PCs aussehen. Wenn man statt mit einem preisgekrönten Design-Objekt mit einem großen Haufen Scheiße anfängt, dann hat das was …

Mich langweilen allgemein Dinge, die ganz okay sind – aber nicht furchtbar. Wenn es furchtbar ist, dann hat es etwas Inspirierendes. Wenn aber etwas ganz okay ist, dann ist das das Schlimmste. Wenn es nicht brillant und nicht schrecklich ist, sondern irgendwo dazwischen, halb gut, lauwarm. Wenn etwas entsetzlich ist, kann ich wenigstens darüber lachen.

Ich habe nun diesen „Aphex Store“ auf der Seite von Warp eröffnet, wo ich alten Alben etwas hinzufüge. ... Ich kann sogar Musik austauschen, was ziemlich frech ist. Neulich habe ich das getan, alte Musik neu zum Download angeboten, gleicher Titel, andere Musik. Jetzt haben also Leute verschiedene Versionen davon, manchmal ganz andere Tracks.

Echte Fans neigen naturgemäß zu Zwangsstörungen. Sie wollen alles haben und auch, dass alles an seinem richtigen Platz ist. Wenn ich die Dinge dauernd ändere, werden sie langsam verrückt. Was ein weiterer guter Grund ist, es zu tun.

Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen in der Musik?

Ich versuche es. In der Elektronik ist es völlig krank derzeit, alles entwickelt sich so schnell, da verliert man schnell den Anschluss. Vor zehn Jahren war es mit ein wenig Geduld noch möglich, sich ein Bild von wirklich allem zu machen – von der Software über Synthesizer bis eben zu neuen Strömungen und Künstlern. Heute ist es wie im chaotischen Keller eines Plattenladens, wo du nicht weißt, wo die Sachen stehen. Du musst so etwas wie die Force aus „Star Wars“ nutzen, um das Gute zu finden.

Und funktioniert das?

Nein. Ich bin ein obsessiver Charakter. Also war es schwer für mich, mir einzugestehen, dass ich einfach nicht alles checken kann. Einerseits. Anderseits ist der gegenwärtige Zustand der totalen Beschleunigung und Verästelung etwas, von dem ich immer geträumt habe.

Eine Zusammenarbeit mit der mächtigen Madonna haben Sie ausgeschlagen. Warum?

Ich empfand sie als ein wenig vampirisch. Da melden sich dann zuerst die Anwälte mit Verträgen. Tatsächlich arbeite ich viel mit lokalen Musikern hier zusammen, auch mit Sängern, auf einem kleinen Level. Das macht mehr Freude. Wenn Madonna rüberkommen und mit mir abhängen will, soll mir das recht sein. Will sie aber nicht, so läuft das Geschäft. Das ist mir zu kalt. ...


[hand] www.musikexpress.de/aphex-twin-interview-2018-1145697
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Elektronik-Pionier Hans-Joachim Roedelius spricht über den „Hasch“-Club, Alban Bergs Geschenk und seinen Freund David Bowie

"Ich bin als Jugendlicher geflohen, weil ich zur Nationalen Volksarmee eingezogen werden sollte. Meine Familie wollte mich aber zurückhaben. Sie haben gefragt: Tun sie unserem Sohn etwas, wenn er freiwillig zurückkommt? Die sagten: Nein. Also kam ich freiwillig zurück, und prompt haben sie mich für zwei Jahre eingesperrt.

Mit welcher Begründung?

Ich soll ein Spion gewesen sein! Na ja, egal! Nach dem Gefängnis durfte ich jedenfalls studieren, habe das Examen als Krankengymnast gemacht und in Ostberlin viele berühmte Leute geknetet. So bin ich in Künstlerkreise geraten und habe in meiner Wohnung auch viele Künstler aus dem Westen empfangen. Das hat ihnen nicht gepasst. Und weil ich ja immer noch unter Stasi-Beobachtung stand, haben sie mich vorgeladen. Da habe ich so einen Bammel bekommen, dass ich endgültig geflohen bin. ...

Es ist ja noch nicht erforscht,was die elektronische Musik klanglich und psychoakustisch anrichten kann, wie sie auf Körper und Seele wirkt. Wir haben Leute ohnmächtig gespielt! In der Frankfurter Kunsthalle ist eine Frau einfach umgefallen – vielleicht durch die Lautstärke, vermutlich aber auch durch die Frequenzen. Da haben wir nachgegrübelt, ob das, was wir da machen, gut ist ..."


[hand] https://kurier.at/kultur/interview-mit-roedelius-heilende-haende-spielen-heilende-toene/400314423

Mueller_Roedelius- Imagori II [hand] www.amazon.de/Imagori-II-Mueller_Roedelius/dp/B07G5L24H5
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
neue folgen bei Tausend Tage Techno

diese woche mit 50% tf-prominenz inside:
08 aka aka

https://1000tagetechno.podigee.io/8-neue-episode
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
jean-michel jarre interviewt von dave clarke:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=CogYYpZ1XHs
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
gleich nochmal Jarre-Michel Jarre, von dem am freitag (16.11.) ein neues album Equinoxe Infinity erscheint.

"... Ich wünschte vielmehr, dass die KI Entwürfe liefern könnte, mit denen Missstände weltweit wirklich nachhaltig angegangen werden könnten – und sich dabei international niemand benachteiligt fühlt. ...
Ich hoffe, dass uns die KI dabei helfen kann, erwachsen zu werden in diesem digitalen Zeitalter. Aktuell können wir ja kaum krabbeln. Das wird dauern. Es hat ja allein 100 Jahre gedauert, das Urheberrecht überhaupt auf den Weg zu bringen. Das Netz? Ist noch deutlich jünger. Wir werden das nicht mehr erleben. Aber es geht auch hier um die Zukunft. ..."


[hand] http://dasfilter.com/sounds/wir-brauchen-ein-internet-copyright-interview-jean-michel-jarre-ueber-ki-das-netz-und-sein-neues-album-equinoxe-infinity
(inkl. track vom neuen album)
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
und nochmal, bei 1000 tage techno:
https://1000tagetechno.podigee.io/b2-neue-episode
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Electronic Beats Budapest
über die marke Electronic Beats und die technoszene in Budapest bzw. Ungarn samt politischer begleitumstände.

"... Die Erfolgsgeschichte ist bekannt. Lülsdorf und sein Team haben es tatsächlich geschafft, in dieser langen Zeit eine klar erkennbare Musikmarke [Electronic Beats] mit Fokus auf Künstlern zu etablieren. Das ist in der Form besonders. Zumal wenn man bedenkt, dass zu der Zeit Spirituosenhersteller und vor allem auch Tabakmarken viel intensiver in der Clubkultur ihr Unwesen trieben, ihre Engagements heute aber weitestgehend runtergeschraubt haben.
...
Generell, das fällt auch im Gespräch mit anderen Protagonisten auf, besteht Reserviertheit, sich kritisch und eindeutig gegenüber die Regierung zu positionieren. Entweder sieht man das alles wirklich nicht so schlimm. Oder man ist genervt vom ständigen Abgestempeltwerden. Oder man fürchtet Schikanen. Oder es ist von allem was.
...
Samstagnacht im Várkert Bazár. Wo noch tagsüber im Außenbereich ein Markt mit Street Food, Synthesizer-Workshops, Kompakt-Showcase und Label-Ständen stattfand, ist der große Floor nun brechend voll. Alle tragen Berghain-Anstehschlangen-Schwarz. SHDW & Obscure spielen übersteuerten, granitharten Techno, der kaum Luft zum Atmen lässt. Dystopisch. No future, fuck it. Es ist intensiv, einzelne Tänzergruppen schwingen euphorisch Glowsticks durch die Luft. Proper Rave. Als Ben Klock übernimmt und die gefühlt 56. Dose Bier am Wochenende aufgemacht wurde, geht noch einmal die Sonne auf. Der Berliner zeigt, wie man Techno in so einem Setting inszenieren kann, ohne die eigentlichen Wurzeln zu vergessen. Technisch präzise und die Fähigkeit, den Sound so einer immensen Anlage immer unter Kontrolle zu haben. Im globalisierten Geschäft, wo man gerne mal Torten aufs Publikum wirft, ein einnehmendes und versöhnlich glücklich stimmendes Ende.
..."


[hand] http://dasfilter.com/sounds/betreutes-raven-techno-in-budapest-zwischen-marken-pr-und-subkultur
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Bezüglich der politischen Haltung in Ungarn.
Wir haben da ein paar Freelancer die uns bei Bedarf zuarbeiten.
Ich war auch schon ein paar mal in Budapest, über Politik wird natürlich auch geredet.
Die sind jung, gebildet und frustriert wegen der Korruption und des Staatsgebaren, wie z.B. eingezahlte Rente gestrichen. Aber in der internationalen Frage z.B. in Bezug auf Migration stehen die geschlossen hinter Orban.
Vermutlich ist der durch die Flüchtlingskrise so fest im Sattel wie nie zuvor.
Die haben Angst das Wenige noch teilen zu müssen.

Elektronische Musik habe ich da übrigens nur so in Richtung Carl Cox usw. erlebt. Da sind auch oft schreckliche Raves am Balaton.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
The Story of the Biggest Sports Stadium Hit: 'Kernkraft 400' by Zombie Nation
[hand] https://www.facebook.com/VICE/videos/1006767619511228/
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
The Story of the Biggest Sports Stadium Hit: 'Kernkraft 400' by Zombie Nation
[hand] https://www.facebook.com/VICE/videos/1006767619511228/

Merci! Nur wundersam, dass es wieder auftaucht, der Clip wurde hier doch schon im Herbst oder im Sommer, als er bei Vice veröffentlicht wurde, geposted? Gemäß f'book fühlt es sich so an, als ob die Doku gerade ganz frisch veröffentlicht wäre? /grübel

Nixdestotrotz gerade noch mal geguckt, nachdem Splank / Flo ja ausgewandert ist und ich ihn seit 'nem Jahrzehnt nicht mehr zu Gesicht bekommen habe; schon ein nettes Stück Geschichte, die ich in Gedanken um noch ein paar weitere Anekdoten ergänzt habe.

[Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Nur wundersam, dass es wieder auftaucht, der Clip wurde hier doch schon im Herbst oder im Sommer, als er bei Vice veröffentlicht wurde, geposted? Gemäß f'book fühlt es sich so an, als ob die Doku gerade ganz frisch veröffentlicht wäre? /grübel

oh sorry. ich hätte es wissen müssen - vice ist ja bekannt dafür, immer mal wieder altes zeug zu posten. der clip war mir dennoch bisher entgangen...
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
gerade mal wieder den film 'shaun of the dead' gesehen - da gibt's ja auch ne szene, in der kurz kernkraft 400 zu hören ist...


interview mit oliver koletzki zum thema berlin und kommerz:
https://www.morgenpost.de/kultur/article215846827/Das-Berghain-ist-wichtiger-als-ein-Google-Campus.html

In den 90er Jahren da war Marusha, da war Westbam in den ganz normalen Top Ten. Marusha auf Eins, Westbam auf zwei und die ganzen anderen Freaks auf drei und vier. Die haben so viele CDs verkauft, die haben Millionen verdient – das waren alles Millionäre. Und heute soll Techno kommerziell sein? So ein Unsinn.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
eines der interessantesten interviews des jahres.. mit Eike König, der hierzulande mit hunderten von plattencovern das cover-design von techno der '90er geprägt hat und hier über kreative prozesse und zu fragen wie What kind of “face” did you envision for Frankfurt techno? spricht.


Eike König: Deliver the Unexpected
Eike König got his start designing album artwork during Frankfurt's techno era. In this interview, he traces the DNA of those rave years to the founding of his Berlin-based design collective "Hort" and his mission to always deliver the unexpected.

"... How can I hack something? That fascinated me from the start. ...How can I not repeat, but create something new? How can I put my own signature onto something? How can I deliver something to society that is more than a repetition? At university, they didn’t want that. They wanted to educate people so that they would become functional workers. You weren’t educated to be a critical designer. It was about selling things.

...then I started working at a record company, a techno and dance label in Frankfurt called Logic Records. That’s when I started making work that felt rooted in its time. I was 23 or 24. I was interning at the label, and then eventually I was asked to be the art director. I decided to quit university and accept the position.

There was a new genre around: techno. It’s amazing to see a new genre rise. It doesn’t happen very often. Techno at the time had no fixed face, so being involved at its genesis meant that I was able to explore different visual looks for the new genre. It was during a time when Frankfurt was one of the most important cities for techno music.

... I decided to design every single sleeve in a completely different way. ... The label liked it and said, “We don’t want to have a fixed identity; we want every product to look individual.” There were other labels that had more of a recognizable face. Our face was to have many faces.

... I didn’t want to be the kind of designer that has a visual identity that they put on each record. It then feels like I’m taking over. Like I’m using myself and my aesthetic as the promotional tool.

... After about a year, I had complete freedom; it was a dream job. I got money, I could work with a product that didn’t hurt people – unless it’s bad music…but then you can turn it off. – I was also going to clubs, raving a lot, so my lifestyle became my job, and I never expected that that could happen. I learned that the culture I was surrounded by could be part of my working life.

I was flying first-class, staying in fancy hotels; I wasn’t saving money. After three of four years working in this way, I had a breakdown. I was so successful in such a short time and I started wondering, What will be the next step? What comes now? It was all too fast and I feared the blank page. I kept thinking, What happens if I don’t have another idea?

... If you’re allowed to take your time, than the outcome will be much more exciting and precise then if you follow a strict, systematic method. No single job is like another one. There’s no recipe for how to solve a problem. ..."


[hand] https://99u.adobe.com/articles/56226/eike-konig-deliver-the-unexpected
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
zu dem koletzki-zitat oben muss man allerdings sagen, dass die fakten nicht ganz stimmen: marusha war beispielsweise nie auf nr. 1 in den deutschen charts, höchstplatzierung war bei ihr platz 3.

...

einer der außergewöhnlichsten produzent(inn)en der letzten jahre im arte-tracks-porträt:
sophie
https://www.youtube.com/watch?v=2ifh0tDrwBA
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
XLR8R Real Talk: Laurent Garnier on the future of techno

"... Nowadays, a lot of the techno tracks that we could qualify as modern and futuristic are mostly produced in France, Belgium, Germany or Holland. Music released by labels such as Skryptöm, Ilian Tape, Clone, Token, Phantasy or Unknown to the Unknown, just to name a few. The music they put out is amazing. It's often atmospheric, sometimes dark and moody, and usually nods to futuristic themes of space travel or the unknown.

Nowadays, some techno DJs are even refusing the future; making a stand to play on vinyl to an almost fetishized extreme. While I understand and respect the political sentiment behind this approach, I can't help thinking this is a misunderstanding of what techno is all about.

Take someone like Aphex Twin: if you listen to Richard’s very prolific music, how the hell can you break more barriers than that? The guy is on another level. He experimented so much. ... Remember "Windowlicker?" It was produced in 1999, that's 19 years ago! It’s hard to think of anyone today who is bringing something that radically different and futuristic.

Unfortunately a lot of the music world today seems pretty passive and has switched to a pure form of entertainment; also I think a lot of our fights have been won. Back in those days, while our music was partly about hedonism, we were also constantly fighting for (or against) something. Also, the fascination for the “future” and “outer space” was definitely a big inspiration for early techno producers, this is why Detroit techno was so futuristic from day one. Perhaps it's this forward way of thinking that kept techno alive for longer than expected?

It is obvious that there is no longer a political basis in a lot of today’s music; also the fascination for space and the great unknown seems like something from the past (aren't we supposed to have colonized new planets by now?), so we must hope that new generations will find new battles, new ideas, new obsessions in order to shape the real music of tomorrow. ..."


[hand] www.xlr8r.com/real-talk/real-talk-laurent-garnier
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
die grammy-nominierungen wurden bekannt gegeben:

Best Dance Recording:

“Northern Soul” — Above & Beyond Featuring Richard Bedford
“Ultimatum” — Disclosure (Featuring Fatoumata Diawara)
“Losing It” — Fisher
“Electricity” — Silk City & Dua Lipa Featuring Diplo & Mark Ronson
“Ghost Voices” — Virtual Self

Best Dance/Electronic Album:

“Singularity” — Jon Hopkins
“Woman Worldwide” — Justice
“Treehouse” — Sofi Tukker
“Oil of Every Pearl’s Un-Insides” — SOPHIE
“Lune Rouge” — TOKiMONSTA

komplette liste:
[hand] https://www.factmag.com/2018/12/07/kendrick-lamar-cardi-b-sophie-grammys
 



(c) 1999/2ooo/y2k(+1/+2/+3+4+5+6+7+8+9+2010+2011+2012+2013+2014+2015+2016+2017+2018+2019) technoforum.de | www.techno-forum.de
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