This is topic Breakbeat-Renaissance | Techno Media in forum News & Allgemeines: Techno & Medien at technoforum.de.


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https://forum.technoforum.de/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=004329

Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
den alten threads hat's zerschossen (neuerdings 2018er-postings dort auf der ersten threadseite)..
um künftig endlos-threads zu vermeiden, was auch der archiv-übersicht entgegenkommt: jetzt dauerthreads als jahresthreads.
wir eröffnen den neuen thread würdig mit einer ex-TF-legende:


Tanzen in Ruinen, Liebe für alle: DJ Tanith war von Beginn an dabei. Im Gespräch schaut er zurück auf die Geschichte des Techno in Berlin

"...
„Raving Society“ war so ein Schlagwort, das sagte: Wir inkludieren alle. Doch das verwässert die ganze Sache auch. Ich fand die Idee schon immer ziemlich bescheuert, eine ganze Gesellschaft raven zu lassen. Eine Subkultur sollte eine Subkultur bleiben, sonst geht ihr verloren, worum es eigentlich geht.

Geht es denn noch voran mit Techno?

Ja, wenngleich auch nicht mehr in den ganz großen Schritten wie damals. Mit dem Techno ist es so wie mit dem Iphone. Bei den ersten Modellen sagtest du noch: Oh, welch Sensation. Und heute registrierst du nur noch: Okay, ein neues Iphone, eine Kamera ist auch wieder dabei. Von Modell zu Modell gibt es nur noch kleine Verbesserungen. Doch vergleicht man ein Iphone von heute mit einem von vor zehn Jahren, stellt man dann doch fest, dass sich bei dessen Entwicklung so einiges getan hat. Und so geht es mir auch mit der Musik. Höre ich heute Sets von mir, die vor drei Jahren entstanden sind, denke ich schon: Oh, so hat die Musik also damals geklungen.
..."


[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/dj-veteran-tanith-30-jahre-techno-wir-wollten-es-krass/23054648.html

[ 31.03.2020, 14:12: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Acid House: Wie die aus Chicago importierte Musik die Clubkultur veränderte
Vor 30 Jahren schlug die aus Chicago importierte Musik in Europa auf – und ein. Es war der Urknall der zeitgenössischen Clubkultur.
[hand] https://derstandard.at/2000087677163/Acid-House-Eine-Raveolution-aus-Technik-und-Chemie

zum jubiläum ein Acid House-schuh von Adidas
[hand] www.youtube.com/watch?v=SkN2j2K4BBM

adidas originals x SPEZIAL A/W 18 Fashion Film
[hand] www.youtube.com/watch?v=QRO_RKRZ-I0

das jubiläum ließ sich auch schon 2014 ansetzen, wie in diesem mix, siehe tracklist
30 Years of Acid - Solid Steel Radio Show 11/4/2014 - Posthuman
[hand] https://soundcloud.com/ninja-tune/solid-steel-radio-show-11-4-1
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Kurzes Feedback zum aktuellen arte-Special, da ich gestern die Tracks-Sendung im Stream sah und gerade eben im Hintergrund arte in Concert läuft: Äh, sehr viel Nina Kravitz und Underground Resistance und Berlin bislang, aber da es ja noch zahlreiche, zu entdeckende Sendungen in der Mediathek gibt, hoffe ich doch auf ein paar aktuellere und spannendere und aussergewöhnlichere Themenblöcke, wenngleich ich es natürlich erfrischend finde, dass man im öffentlich-rechtlichen Kulturprogramm mal einen Thementag unserem Thema widmet nach einigen Dekaden des Daseins außerhalb der reinen Sub-Kultur.
[top]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
jürgen laarmann über den anfang des techno
http://www.spiegel.de/einestages/frontpage-mayday-und-juergen-laarmann-wie-techno-zur-jugendkultur-wurde-a-1228769.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
wollen wir nicht wie weiterhin tv-dates von den sonstigen medien-artikeln getrennt halten?

also statt die tv-diskussion hierher zu verlagern, lieber einen neuen tv-thread eröffnen?

Prinzipiell sehr gern. Aufgrund der Tatsache, dass das Forum längere Threads plötzlich komplett durcheinanderzwirbelt, gern'n neuen Thread!
[asien] [danke] für's drum-kümmern, wer es auch immer gern initiieren möchte
[Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
"print is dead", sagte schon 1984 der große egon spengler. im jahre 2018 wird nun das groove-magazin als zeitschrift eingestellt:
[hand] https://groove.de/2018/10/04/das-printheft-der-groove-wird-eingestellt-es-geht-online-weiter/
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Schade.

Bin mal auf das Online Angebot gespannt. Sagen ja immer viele Magazine das es Online weitergeht aber irgendwie funktioniert das bei den wenigsten. Und ob die Leute wirklich dafür dann auch Geld ausgeben wage ich auch zu bezweifeln.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
erzwungene umbrüche kann man zwar immer schade finden, aber heute vermisst eben auch kaum einer mehr dampfmaschinen oder pferdekutschen. ich selbst bin schon länger weg von printmagazinen. wäre natürlich schön, wenn es online weiterginge.

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Durch einen Wechsel der Abonnementverwaltung bin ich aus dem Spex- und Groove-Abo geflogen, hatte über viele Monate die Magazine nicht mal mehr vermisst, mich dann aber doch geärgert, da ich für einige Ausgaben zahlte, die ich nie erhielt - und die neue Vertriebsgesellschaft für Piranha hatte dann so pampig geantwortet, als ich die Abos tatsächlich neu aufleben wollte, dass ich direkt wieder stornierte - und die fehlenden Ausgaben auch weiterhin nie erhielt.

Print hat für mich nach vor einen Charme, man kann so wunderbar Sachen mit 'nem Stift markieren, Eselsohren auf die 'will ich später lesen'-Seiten machen, ganz interessante Artikel raus reißen und auf einen Stapel legen, in der Wanne lesen ohne Angst vor Kurzschluss eines Pads/eReaders, im schlimmsten Fall sind die Seiten nur nass und aufgeweicht und selbst die Anzeigen haben mehr Charme, zumal lese ich schneller und flüssiger Gedrucktes als am Bildschirm. Aber, ja, Zeiten ändern sich, die Print-Branche jammert ja schon seit langer Zeit und 'digital' hat auch viele, andere Vorteile. Wenn man sie richtig nutzt.

Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

Bezahl-Abo bei der Groove halte ich aktuell für mehr als unwahrscheinlich, dass ich mich dazu verleiten lasse. Vor allem, wenn es dann sowieso nur'n ePaper wäre.

Schade dennoch, war über lange Jahre Pflichtlektüre für mich.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein nachruf:

„Groove“ stellt Printausgabe ein
...
Mit der Einstellung ist das Musikmagazin nicht allein. Im Juli ist die kostenlose Intro zum letzten Mal erschienen, auch der britische New Musical Express erscheint seit März nur noch online.
...
Die gedruckte Auflage lag nach eigenen Angaben zuletzt bei 28.000 Heften. Vielen war die Groove vielleicht zu intellektuell, sie kauften das Heft aber wegen des „Hotze-Comics“ auf der vorletzten Seite – die Anarcho-Abenteuer eines altgedienten DJs, in denen es eigentlich nur ums große Feiern ging.
Wer denkt da nicht an den DJ Sven Väth, der in fast 30 Jahren am häufigsten auf dem Titel abgebildet war. Seine ganzseitigen Anzeigen („Sven Väth World Tour“) haben wahrscheinlich dazu beigetragen, dass es das Magazin überhaupt so lange gab.
...
Auch die 30-Jahres-Feier der Groove hätte im kommenden Jahr ein gigantischer Rave werden können. Aber anders als die im Festivalbereich umtriebige Hörstmann-Gruppe (Melt-Festival, Melt-Booking, Lollapalooza) hat sich Piranha-Media in München anders aufgestellt und veranstaltet keine eigenen Clubevents oder Festivals. Ein Fehler, wie sich jetzt zeigt. Das haben die früheren Groove-Chefredakteure Yannick Elverfeld und Torsten Schmidt schon vor 20 Jahren geahnt: sie stiegen aus und gründeten mit dem Geld von Österreichs Multimillardär Dietrich Mateschitz eine DJ-Akademie und einen Radiosender (Redbull-Radio).
...

[hand] www.taz.de/!5537848

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Soeben nach langer Abstinenz mal wieder auf de-bug geguckt und die Seite ist .. inhaltlich .. tot?

ein teil der De-Bug-leute macht seit längerem www.dasfilter.com
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Bin ja treuer Groove Käufer und Leser.

Das mit der Digitalisierung ist aber keine gute Entscheidung.
Nischenmagazine können wenn zielgerichtet sehr gut überleben.
Man schaue sich mal einen durchschnittlichen Kiosk an, was dort alles liegt und verkauft wird.

Für mich liegen die Probleme eher in der Definition der Zielgruppen.
Bei den Reviews der Alben hat es eigentlich eine gute Entwicklung weg vom reinen Techno/House Magazin gegeben. Es geht da mehr um elektronische Musik im weitesten Sinn. Einige andere Themen sind dagegen ausgelatscht, wenn man irgendeinen DJ interviewt. Das habe ich selbst erst gelesen wenn es nix anderes mehr zu lesen gab.

Na ja schade, Online wäre für mich aber auch kein Thema.
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

und wenn es bei der umstellung von print auf online nicht funktioniert, während es zugleich eine menge funktionierender online-magazine gibt, die nie "print" waren, wäre die frage: warum?

Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: bgoeni:
Gerade im elektronischen Bereich fällt mir da keins ein.

deutschsprachig ist da wohl tatsächlich eine lücke (FazeMag hat ja noch parallel print- und netzpräsenz), aber englischsprachig gibt es ja massig, dazu noch die videokanäle mit interviews und dokus..


noch passend zum thema des engagements ehem. Groove-redakteure bei Red Bull (s.o.):

Red Bulls „Music Academy“: Weißwaschung durch hippe Musik
Der Getränkehersteller fördert die Electronik­musik­szene mit einer „Music-Academy“. Über die rechten Äußerungen vom Chef spricht da niemand.
...
„Es ärgert mich, dass eine Firma mit rechtem Hintergrund versucht, sich mit meiner Geschichte Integrität zu erkaufen.“ Dass so viele KollegInnen mitmachen würden, als AutorInnen und PerfomerInnen, liege an der guten Bezahlung.“ Ich kenne einige, die mit Red Bull kollaborieren, weil es für wenig Aufwand viel Geld gibt.

Perfide findet de Picciotto, dass „Firmen wie Red Bull die prekären Lebensbedingungen unter MusikerInnen ausnützten.“ Eine Wahl habe man aber immer. Darin sind sich Haaksmann wie de Picciotto einig. Sich nicht durchfüttern zu lassen, verlange aber auch eine „Radikalität“. Die politische Haltung würde aber „ignoriert, solange es möglich ist“.

Die Abschöpfung von kulturellem Kapital führt nicht zu Vielfalt, sondern zur EinzelkämpferInnen-Mentalität in einer Kultur, die kollektiv sein müsste. So viele Talente RB auch fördert, schafft es auch Partisanen einer Welt, die den Blick auf den eigenen Kontext verlieren. So funktioniert Gentrifizierung.
...


[hand] www.taz.de/!5541432
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
seien wir doch ehrlich, welche relevanz hat den ein nostalgisches print format heute noch ?! in zeiten täglicher digital release massen...

es gibt ja noch das magazin für vinyl kultur am kiosk [Wink]

welche Relevanz hat das nostalgische Vinyl momentan?

[zwinker]

Es geht nicht um die Massen die bedient werden sollen sondern um den kleinen Kreis.

genau. daher kann man kein nostalgisches print format für ein paar käufer finanzieren.
das magzin für vinyl kultur richtet sich an menschen die bereit sind ne menge asche für ihre ledenschaft auszugeben [Wink]
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
zufällig in der RP gesehen:

Loco Dice

https://rp-online.de/kultur/dj-loco-dice-erzaehlt-verraet-seinen-tagesablauf_aid-33498123
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
epischer nachruf auf die print-Groove von gründer Thomas Koch..
paar zitate daraus - für die, die nicht eine stunde zum lesen haben:

... At the peak of its reach, in the last years of the 90s, the magazine had a circulation of 100,000 copies and was distributed in Germany, Austria, Switzerland and Holland. Those were golden years for Fanzine and Special Interest Magazines, especially in our sector, filled with a permanent mood of enthusiastic anticipation. The tenth anniversary in 1999 marked a turning point.

... I began to fight the threat of illiquidity with all the means at my disposal. I tried with other projects to generate incomes with which I could support the magazine. In the years 02-04 I sank an estimated 200,000 Euros profit from my flourishing event business into the black hole of the magazine. I have never regretted that. Nevertheless the decline could not be stopped.

My DJ friends Ricardo Villalobos and Tobias Neumann offered to help keep the magazine alive. Their idea was to contact artist friends to get a free line-up for a benefit party whose proceeds would go directly into the production of the magazine. This idea finally turned into a whole series of parties which took place over a period of about 1 1/2 years in Frankfurt and Berlin (legendary parties in Watergate). Without these proceeds I would have run out of money about 12-18 months earlier. As far as I remember, some expenses could only be covered with the support of the income from these events. I would like to take this opportunity to thank Tobi and Ricardo once again and all the artists who played these events for free and gave me the confidence to handle the income responsibly. I can insure everyone afterwards: Every euro of the income went into the production of the magazine. Could such a thing still be imaginable today - that our scene would try to save one of its institutions with such a sense of implicitness?

2004 was the year I only had the choice between two possibilities: Either to discontinue the magazine or to sell it.
...
Earlier, in 1999 a Hamburg publishing house had offered me 1.5 million DM for a complete takeover. I had refused without even thinking about it for a minute. I would not have sold for all money in the world. The emotional bond between me and the magazine was like that of a father to his child. And you don't sell your child.
...
I admittedly secretly wondered over and over again that Piranha Media publishing house had stuck to the business model of its print magazine portfolio for so long without attempting to create new sources of income through and with these media, e.g. online.
...
The majority of consumers today can no longer tell whether they are dealing online with “yard reporting”, shitstorm-like ego puke or serious criticism. Fortunately there are a few exceptions left like for example Resident Advisor. But what does that do to a scene, and to art and society if there is no longer any critical punblic discourse about it, if texts describing art events are only kept in PR jargon? What if there are only star DJs, amazing parties and killer tracks left?
...
what I just said about online journalism is partly to blame: never before has it been so difficult for young artists to find their own identity, their own individual expression in art, when it seems so easy to just copy what is already successful and available 24-7 online.
...


[hand] www.facebook.com/thomaskochakadjt/media_set?set=a.10155488340272827&type=3
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Spex wird auch eingestellt.

https://spex.de/das-ende-ist-nah-spex-wird-eingestellt/
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Mir schwant böses. Groove und Spex zur gleichen Zeit. Nicht das da eine Intrige hinter steht, und die FrontPage wie Phönix aus der Asche zurück kommt und alles wieder von vorne anfängt mit den scheußlichen Musikkritiken von Bleed und Triple R.

[furchtbartraurig]
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
unwahrscheinlich. der anzeigenmarkt schwindet mehr und mehr. es ist schade, aber auch wir müssen uns umorientieren. ganz einfach. ich hab ja auch seit gefühlt 15 jahren die groove gekauft und vorher eigtl. immer im plattenladen bekommen, aber selbst ich lese eigtl. zu 80% alles digital. auch wenn mein ipad zugepflastert ist mit gedankenstützen.... mich würde mal interessieren wie lange es das synmag noch macht. ich bin ja großer Fan vom moogulator. hab mich auch deswegen unterhalten auf der superbooth... seine antwort war etwas nebulös....
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Die letzte Ausgabe der Groove ist jetzt da.
https://shop.pmedia.de/p_de/groove-175-peggy-gou-november-dezember-2018.html

Und so geht es weiter.
https://groove.de/2018/10/18/faq-so-geht-es-mit-groove-online-weiter/

[ 18.10.2018, 10:59: Beitrag editiert von: bgoeni ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

In Zukunft zahlen wir also mit dem Online-Abo direkter als zuvor für eure Arbeit. Und wie genau läuft das ab?

Exakt. Bis zum 31. Dezember 2018 wird es über diese Seite möglich sein, ein Abonnement abzuschließen. Und zwar zum Vorzugspreis von 15€ pro Jahr (entspricht 1,25€ pro Monat) oder 10€ für ein Halbjahr. Ab dem 1. Januar 2019 wird das Online-Abo 24€ Jahr (also 2€ pro Monat) oder 15€ pro Halbjahr kosten. Wir halten diese Preise einerseits euch gegenüber für fair und hoffen andererseits, damit langfristig die entstehenden Kosten für unsere Arbeit decken zu können.
...
Wir teilen groove.de in zwei Bereiche auf: Das eine ist der Free-Bereich, in dem weiterhin tagesaktuelle News und “traditionelle” Online-Formate wie der Groove-Podcast weiterlaufen. Die Features, Reportagen und Interviews, wie du sie zuvor im Heft vorgefunden hast und natürlich beliebte Formate wie “Mein Plattenschrank” oder “A DJ’s DJ” allerdings werden nur für eingeloggte Abonnent*innen aufrufbar sein und erscheinen täglich bzw. in bestimmten Abständen. Du bekommst als Abonnent*in also genauso viel Input wie zuvor – nur eben nicht auf einmal, sondern tagtäglich neu. Und noch mehr: Du wirst auf das gesamte Groove-Archiv, das heißt alle 175 Ausgaben aus 29 Jahren zugreifen können – und daneben auch auf andere Titel aus dem Piranha Media GmbH-Sortiment wie die Spex, Riddim oder JUICE.



interessant auch, dass die Groove immer und bis zuletzt erfolgreicher war als die musikalisch viel breiter aufgestellte Spex (siehe unten).
nachrufe auf die Spex:

Dank der „Spex“ ist Pop seit Jahrzehnten in einen intellektuellen Diskurs eingebettet. Das Eintreten für die Sache des Pop wird ohne sie schwieriger. ...
Was den Musikjournalismus hierzulande angeht, ist 2018 ein annus horribilis: Nicht nur, dass mit Intro und Groove bereits zwei sogenannte Special-Interest-Magazine im laufenden Jahr Federn lassen mussten und ihre Printausgaben eingestellt hatten. Mit dem Ende von Spex wird es nun bis auf Weiteres kein unabhängiges deutschsprachiges Printmusikmagazin mehr geben.

[in den gelisteten alternativen ist sicher für jeden noch was bisher unbekanntes dabei]
[hand] www.taz.de/!5543499

Dass die „Spex“ eingestellt wird, ist nicht die Nachricht. Die Nachricht ist, dass das Popkultur-Magazin es bis hierhin geschafft hat ..
Mit der Einstellung der Zeitschrift mag eine Ära enden, aber eine, die schon vorbei war. Nachrufe auf die Spex wurden bereits formuliert, als die Redaktion 2007 von Köln nach Berlin umziehen musste, und noch früher, um die Jahrtausendwende, als die selbstgemachte Spex an einen Verlag verkauft wurde. Damals schon nannte Mark Terkessidis sie eine Überlebende der Achtziger. Jegliche Dissidenz sei aus der Popkultur gewichen, befand er; selbst widerspenstige Gesten würden „nur noch als Differenzstrategien gelesen“. ...

[hand] www.freitag.de/autoren/klaus-raab/den-umstaenden-entgegen

Spex meldete 2014 und 2015 in zwei Quartalen eine verkaufte Auflage von weniger als 10 000 Heften, eine Halbierung innerhalb weniger Jahre. In der noch aktuellen September/Oktober-Ausgabe sind gerade mal sechs Anzeigenseiten zu finden.
Beim Groove-Magazin hingegen ... überraschte die Nachricht von der Print-Einstellung eher: Die Abonnements und Kiosk-Verkäufe waren laut IVW stabil, letztere wuchsen zuletzt sogar leicht. Im zweiten Quartal 2018 verkaufte Groove 15 800 Hefte. Ließe sich daraus vielleicht schließen, dass Spex schon seit mindestens drei Jahren defizitär war und nun das Schwesterblatt mit in den Abgrund reißt? ...
Wer zuletzt für Groove schrieb, erhielt 200 Euro Honorar für eine mehrseitige Titelgeschichte. Bei Spex wird es zuletzt kaum anders gewesen sein. Auch wenn es hart klingt: Diese Selbstausbeutung hat nun auch ein Ende.

[hand] www.sueddeutsche.de/medien/musikmagazine-das-internet-es-scheint-an-allem-schuld-zu-sein-1.4171052

Vielleicht war es nie schwieriger, über Pop zu schreiben, als heute. Die ergrauten Kinder der Widerstandskultur erfreuen sich anhand von Acht-CD-Boxen ihrer Kenntnis von Pet Sounds oder London Calling. Die jungen Spotify-User aber können auf die Prosa irgendwelcher "Gatekeeper" getrost verzichten."
[hand] https://derstandard.at/2000089470329/Aus-fuer-Zeitschrift-Spex-Das-Punkwerk-der-Minderheiten

Spätestens als Diedrich Diederichsen seinen Essay „The Kids are not alright“ schrieb, im Jahr 1992, nachdem zuvor in Rostock und Hoyerswerda bei rassistischen Überfällen auf Asylbewerberheime junge Leute auch mit Malcolm-X-Kappen oder T-Shirts mit Namenszügen von Grunge-Bands gesichtet worden waren, gerieten auch der Pop und die Popkultur in die Kritik. Die Subkultur, in der die „Spex“ sich mit Vorliebe bewegte, war nicht mehr per se gut, die glänzenden Oberflächen erwiesen sich auf einmal als porös und rissig, die Unschuld, die der Pop wegen seiner Warenförmigkeit, seiner Einbettung in kapitalistische Verwertungszusammenhänge sowieso nie hatte, war endgültig verloren.
[hand] www.tagesspiegel.de/kultur/ende-der-musikzeitschrift-spex-der-lange-weg-in-die-mitte/23199326.html
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Switched on Bach wird 50.

Interessante Sache, das die Klassische Musik für die Popularität des Moog gesorgt hat.

http://www.openculture.com/2018/10/wendy-carlos-switched-on-bach-turns-50.html
 
Geschrieben von: catweasel (Usernummer # 3978) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
der zugriff auf das gesamte Groove-archiv ist auch verlockend..

+1
 
Geschrieben von: Sebastian W (Usernummer # 2124) an :
 
Bzgl. Zugriff auf alte Zeitschriften (Non-Groove) möchte ich auch noch auf folgende Seite verweisen. ;-)

http://www.technohistory.org
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Mladen Solomun über einen großen Fan und wie er darum als erste reale Person in das Computerspiel „Grand Theft Auto“ geriet.

Herr Solomun, Sie haben jetzt in einem virtuellen Club von GTA Online eine Residency und spielen quasi vor 95 Millionen Gamern. Was bedeutet das für Sie?

Das ist schon ein bisschen absurd. Ich hatte ja gar keine Ahnung, dass das so eine große Sache ist. Erst als ich meinen Kumpels davon erzählt und deren Reaktionen darauf mitbekommen habe, wurde mir das so langsam klar. Ich bin selbst auch kein Gamer, bin ich nie gewesen. Das volle Ausmaß ist mir jetzt erst seit der Veröffentlichung des Updates klar geworden.

Was passiert denn da genau mit Ihnen und GTA V?

Es gibt eine Online-Variante des Spiels, wo man als eigenen Handlungsstrang einen Dance-Club aufbauen und führen kann. Im Hinterzimmer können dann allerlei dubiose Geschäfte gemacht werden. Als Resident-DJ bin dann ich da reingebaut worden, später noch andere DJs wie The Black Madonna, Dixon und Tale of Us. Alles Menschen, mit denen ich auch im echten Leben zusammenarbeite.
...


[hand] www.fr.de/kultur/musik/dj-mladen-solomun-er-hat-ein-foto-von-mir-am-kuehlschrank-a-1603946
 
Geschrieben von: rob07 (Usernummer # 726) an :
 
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/berliner-club-dschungel-in-den-achtzigern-15834314.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
neue folgen bei Tausend Tage Techno

07 DJ Clé und Eva Be - Techno-Traumpaar
Love You Too

06 Ellen Allien & Tanith - Club the Rest
Die Bpitch Queen und der Herr der fiesen Töne

05 Anja Schneider - Die Rooftop-Rebellin
Grooven im Radio und um die ganze Welt

04 Inga Humpe - Die Technopop-Madonna
Über die große Freiheit, wilde Zeiten, frische Frauen uvm.

03 Mark Reeder - Der britische Botschafter
Über MFS, Paul van Dyk, Brexit und mehr

02 Von der After Hour zur Bitcoin Million und ewiger Jugend
Mit Hardy Hard aka Hardsquencer

01 Liebesparaden heute, gestern, morgen!
mit Dr. Motte (Loveparade), Jens Schwan und Martin Hüttmann

[hand] https://1000tagetechno.de/alle-episoden
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
here we go again

robin hirte kannte ich bisher nur als techno-künstler. in diesem interview erzählt er über sein zweites, offenbar lukratives standbein als "unterhaltungs-dj" auf aida-kreuzfahrtschiffen, dabei werden auch themen wie bootleg-remixes und selbstvermarktung angerissen. geht 80 minuten, aber lohnt sich:
[hand] https://www.facebook.com/mixedbymarcmozartgerman/videos/179749262944098/
 
Geschrieben von: Qalandar (Usernummer # 21413) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: rob07:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/berliner-club-dschungel-in-den-achtzigern-15834314.html

Danke für's Teilen. Sehr gerne gelesen.


Hier ein Interview mit Michael Mayer, Kompakt:
http://www.zukunft.cl/zine/2018-11-1_michael-mayer-geschichtenerzahler/

Zitat:
Wie ist das Verhältnis von aktuellen Sachen zu älterer Musik in deinen Sets?

— Ich bin ein erklärter Gegner der Retromania, die leider gerade überall vorherrscht. Ich spiele zu 85% aktuelle Veröffentlichungen, die nicht älter sind als ein Jahr. Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business. Wenn man sich ankuckt, dass sich das Reissue von einer Italo-House-Platte von 1993 besser verkauft als die meisten aktuellen Veröffentlichungen, dann besorgt mich das. Die Kids geben horrende Summen für Platten aus den frühen Neunzigern aus, aber kaum noch Geld für das, was unsere zeitgenössischen Künstler gerade so auf Platte pressen. Das höre ich auch, wenn ich mit anderen Vertrieben und mit den Labels spreche. Die ächzen gerade. Ich bin gespannt, wie das in 20 Jahren aussieht: Die Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen werden dann vielleicht zu irren Preisen gehandelt werden, wenn das 2010er Revival ansteht.


 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Qalandar:

Hier ein Interview mit Michael Mayer, Kompakt:
http://www.zukunft.cl/zine/2018-11-1_michael-mayer-geschichtenerzahler/

Zitat:
Wie ist das Verhältnis von aktuellen Sachen zu älterer Musik in deinen Sets?

— Ich bin ein erklärter Gegner der Retromania, die leider gerade überall vorherrscht. Ich spiele zu 85% aktuelle Veröffentlichungen, die nicht älter sind als ein Jahr. Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business. Wenn man sich ankuckt, dass sich das Reissue von einer Italo-House-Platte von 1993 besser verkauft als die meisten aktuellen Veröffentlichungen, dann besorgt mich das. Die Kids geben horrende Summen für Platten aus den frühen Neunzigern aus, aber kaum noch Geld für das, was unsere zeitgenössischen Künstler gerade so auf Platte pressen. Das höre ich auch, wenn ich mit anderen Vertrieben und mit den Labels spreche. Die ächzen gerade. Ich bin gespannt, wie das in 20 Jahren aussieht: Die Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen werden dann vielleicht zu irren Preisen gehandelt werden, wenn das 2010er Revival ansteht.


der mann sieht den wald vor lauter bäumen nicht (dj-betriebsblindheit?) oder verwechselt ursache und wirkung. platten, die heute schon keiner hören will, weil sie nichts neues bieten oder in der postmodernen zersplitterung nur eine kleine nische ansprechen, wird auch in 20 jahren keiner hören. tatsächlich werden seit jahren immer weniger zukünftige klassiker hervorgebracht. wie soll sich auch später in der retrospektive ein konsens konstruieren, der in der jeweiligen gegenwart gefehlt hatte? für eine wiederbelebung muss eine sache erstmal gelebt haben.

zudem finde ich es eher spannend, wie sich neue einflüsse mit retro-sachen immer wieder vermischen. ich denke nicht, dass die szene darunter leidet.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
supergutes interview.. auch wie es damals mit Kompakt Records begann und was da aufeinanderprallte.
kann eigentlich allem zustimmen, gerade solchem hier:
Zitat:
Die Unberechenbarkeit war das, was einen Abend so spannend gemacht hat. Wir haben am Ende gerne auch mal aktuellen R&B gespielt oder einen neuen Pop-Hit, der uns gerade in den Kram gepasst hat. Das hat dazu geführt, dass das Publikum sehr durchmischt war. Man hatte nicht nur die Fachidioten auf der Tanzfläche. Es ging darum, eine super Nacht zu erleben mit allen möglichen Mitteln und nicht, irgendetwas zu promoten oder verkaufen. Wenn etwas zur Form gerinnt, habe ich immer das Interesse verloren, das war beim Shuffle-Techno so, das war bei Neotrance so. Das «Selectors»-Phänomen von Dekmantel berührt auch etwas, das für mich eine grosse Rolle spielt in meinem DJing. Da wird wieder etwas in eine Form gegossen und auf einmal gibt es einen Unterschied zwischen Selectors und DJs. Da kann ich nicht mitgehen. Das finde ich dann einfach nur schade, wenn künstliche Grenzen gezogen werden und die Dinge unnötig kategorisiert und genrefiziert. Alles, was wirklich erfolgreich ist in der Szene, ist monothematisch geprägt. Das ist ein Sound, der dann über eine ganze Nacht durchgezogen wird. Das finde ich gähnend langweilig. Damit habe ich nichts zu tun, das ist nicht Teil meiner DJ-Kultur.
[top]

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
wie soll sich auch später in der retrospektive ein konsens konstruieren, der in der jeweiligen gegenwart gefehlt hatte?

na, warum sollten genau die platten, die damals gezündet haben, heute bei komplett anderen leuten, die von anderem sound geprägt sind, zünden? das würde ja negieren, dass es viel mit der jeweiligen zeit zu tun hat, wie ein sound ankommt. es liegt daher viel näher, dass sich heute andere konsense bilden gegenüber den früheren.
platten, die früher weniger große hits waren, bekommen nur seltener die chance, sich heute in neuem umfeld nochmal zu beweisen, da re-issues natürlich häufig darauf setzen, legendäre hits von damals als solche anpreisen zu können.

danke auch für den Robin Hirte-link.. kann ich auch empfehlen - gehaltvoll und unterhaltsam.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
na, warum sollten genau die platten, die damals gezündet haben, heute bei komplett anderen leuten, die von anderem sound geprägt sind, zünden? das würde ja negieren, dass es viel mit der jeweiligen zeit zu tun hat, wie ein sound ankommt. es liegt daher viel näher, dass sich heute andere konsense bilden gegenüber den früheren.
platten, die früher weniger große hits waren, bekommen nur seltener die chance, sich heute in neuem umfeld nochmal zu beweisen, da re-issues natürlich häufig darauf setzen, legendäre hits von damals als solche anpreisen zu können.

verstehe deine aussage nicht ganz. es ist tatsache, dass die klassiker von früher heute noch gefeiert werden. und ebenso dass die konsense heute geringer sind (wo sind die 2010er-jahre hits vom kaliber jaguar, the bells oder energy flash?). das hat michael mayer ja auch korrekterweise so beschrieben. nur dass er eben die falschen schlüsse für die mögliche zukünftige entwicklung daraus zieht. oder bist du der meinung, dass zeitgenössische platten, die heute nichts bewegen, in 20 jahren plötzlich als retro-klassiker gehandelt werden? das scheint mir eher ein wunschdenken von musikern zu sein, denen die immer geringerwerdende aufmerksamkeit und kürzeren halbwertzeiten ihrer musik am ego kratzt...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
zwischen tracks, die "nichts bewegen" und solchen, die superhits waren, liegt ein großes feld. das lässt schon raum für tracks, die damals nicht der ganz große hit waren, aber langfristig zeitloser oder besser mit einer späteren epoche kompatibel.

bei der gleichen menge des angebots wie heute hätten es die besagten tracks genauso schwierig gehabt damals.

es ist auch nicht völlig egal, auf welchen labels und zu welcher zeit tracks damals erschienen und von welchen DJs sie gefördert wurden, damit sie ihren damaligen rang erreichten. die von dir genannten tracks hatten das glück, auf prominentesten labels zu erscheinen. hätten die damals den gleichen status als inoffizielle bootlegs erreicht, wie in diesem jahrzehnt ein James Blake - Limit to your Love im Daniel Bortz Edit? dieser oder tracks aus diesem jahrzehnt wie Ten Walls - Walking with Elephants und Jon Hopkins - Open Eye Signal rufen heute auch dasselbe allgemeine wiedererkennungs-feierverhalten hervor wie die genannten oldies.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
würden dich ten walls und jon hopkins im jahre 2038 auf ne 2010er-revival-party locken? mich bestimmt nicht. ganz zu schweigen von den "Platten, die heute bloss noch in 300er Auflagen rauskommen". bei ca. 80 platten allein aus der technosparte pro woche + mehreren hundert digital-releases kann man sich ausrechnen, wie groß da die chancen sind, dass die persönlichen highlights aus diesem riesigen pool in 20 jahren noch sowas wie gemeinsame erinnerungen hervorrufen, die für ein revival notwendig wären.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ich würde generell nicht für classics auf eine party gehen. '90er oder '00er-partys wären so ziemlich das letzte, was mich interessieren würde.
wenn diese classics damals in 300er-auflage auf einem wenig beachteten label erschienen wären, weil der artist nicht mehr für die präsenz getan hätte, wären es eben heute keine classics.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Natürlich hat die alte Musik einen höheren Stellenwert gegenüber der neuen.
Das liegt daran das es der Anfang war.
Genauso war es im Rock, in der Klassik oder sonst wo.
Die Gründerstücke haben eben auch einen anderen Stellenwert, sie sind das Original.
Am besten sieht man das beim Trance. Der war nur wirklich gut in den Anfangsjahren.
Auch junge DJ sehen die alten Stücke als Klassiker.

Dazu wird es immer schwierige aus der Massenflut gutes herauszupicken.
Damit meine ich gute AR's beim Label.
Kompakt ist für mich in Bezug auf Meyer das beste Beispiel für Qualitätsverlust.
Die aufgewärmten Gas Alben, oder die Labels Trapez,Traum usw. ales nur noch Beiwerk, bzw. Eintagsfliegen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
was heute als classic gilt, ist in mancher hinsicht auch nur ein spiegel heutiger mode. die heutige mode setzt z.b. einen cut für four-to-the-floor-klassiker ab dem oberen 130 bpm-bereich. ein großteil des trance- und rave-bereichs von damals hat deswegen heute keine chance mehr, als klassiker weiterzuleben, darunter viele Eye Q- und Harthouse-nummern wie Cygnus X - Superstring (150 bpm) oder Eternal Basement - Taking place in you (160 bpm), die ziemlich entspannt sind, und ganz viele frühere hits.

und der mythos überhöht die alten sachen natürlich. ich bin sicher, dass junge DJs, die schon viel ähnliches gehört haben, bevor sie auf bestimmte klassiker stoßen, diese nicht genauso herausragend empfinden, wie leute, die die tracks in der gründerphase erlebt haben. geht mir auch so mit neuen genres, die ich mir erschließe und die musik dabei nicht chronologisch entdecke.

finde auch nicht, dass Kompakt früher besser war. beim durchgehen aller Pop Ambient-compilations seit 2000 stellte ich gerade fest, dass diese mit fortschreitendem jahrgang für mich interessanter werden. bei den dance-sachen war's für mich schon immer ein herauspicken.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Sorry, deine Beispiele waren für mich früher schon keine Alltime Favorites.

Ich will dir mal ein Beispiel nennen das genau meine gegenteilige Erfahrung beweist.

Letztes Jahr war ich beruflich in Moskau.
Hab mich dann von den jüngeren lokalen Kollegen überreden lassen und bin mit denen ins Propaganda gegangen.
Es lief Elektro, Deep Techno usw, ich glaube DJ waren Locals. Die Stimmung war ziemlich gut. Gegen 3 wollten wir gehen. Ich stand an der Garderobe, als dann das Licht ausging und der DJ Love Stimulation spielte. Der Laden rastete total aus, ein Pfeifen und Jubeln wie ich es schon lang nicht mehr erlebt hatte.
Das Publikum war überwiegend Mitte 20.

Das Gleiche habe ich vor drei Jahren auf einer Cocoon Party an der Lagune bei Nina Kraviz gehört. Zwischen ihren Techno Tools lief auf einmal Vernon's Wonderland. Alle sind ausgerastet, Durchschnittsalter unter 25.

Es gibt einfach diese Klassiker die eben auch immer noch die gleiche Wirkung auf Jüngere erzielen wie sie diese Wirkung auf uns erzielt haben.

http://www.fazemag.de/gibt-es-jetzt-ein-trance-revival-bullshit/


Kompakt war gut in den Jahren als der Kompakt Sound in die Welt getragen wurde.
Jetzt ist dazu alles gesagt worden.
Kompakt selbst kann da keine Akzente mehr setzen.
Pop Ambient ist für mich leider nur eine ständige Wiederholung von Ambient der meistens nur eine Tonlage enthält und darauf rumreitet.
Ambient heute kann aber viel mehr erzählen. Aktuelle VÖ'S fusionieren mit dem klassischen Score Genre und sind keine Tracks sondern richtige Songs. Diese Entwicklung sehe ich bei Kompakt nicht. Für mich ist deren Ambient Output nicht relevant.
Sehe deine Alben da auch eher kreativer als deren Einheitsbrei.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Ich muss mich dem Fast-Konsens zum Thema 'Alte Scheiben' durchaus anschließen: Ich höre nahezu jeden Tag 50-100 neue Produktionen und wenn bei jedem Durchgang 2-3 Tracks oder sogar mal eine ganze EP übrig bleiben, die mir zusagen, hebt das den regulären Durchschnitt. Natürlich gibt es nach wie vor aussergewöhnlich Produktionen, weil sie besonders 'catchy' oder 'markant' sind, ausgesprochen funktional in Szene gesetzt sind oder eine grandiose Idee beinhalten, manchmal ein spezielles Instrument, ein prägnantes Vocal oder unkonventionelle Sounds. Aber die Masse der täglichen VÖ-Flut ist Durchschnittskost. Wenn ich am Wochenende mich dann noch durch meine Soundcloud-Abos durchskippe, dann finde ich hier noch weniger Sachen, die mich wirklich überzeugen können.

Natürlich möchte ich im Club frische Sachen hören, möchte mit der Zeit gehen, möchte mein Trommelfell mit Tracks streicheln, die ich bislang noch nicht kannte und die einen 'boaaaah'-Effekt erzeugen. Und möchte mich auch inspirieren lassen und ein Gefühl für den 'Zeitgeist' bekommen. Aber meine letzten Besuche in den vergangenen Monaten waren dahingehend nicht sehr positiv, tatsächlich empfand meine Begleitung dies auch recht ähnlich.

Und dennoch gab' es einige Höhepunkte, wenn das Publikum kurzzeitig entrückt feierte und jubelte: Und das waren fast ausnahmsweise 'Klassiker', also ältere, bisweilen sogar alte Tracks, die die Plattendreher in den Wust an Frischkost einstreuten, ob was von Green Velvet, Jeff Mills oder - und das war vor ein paar Wochen ein echter Glücksmoment - den alt-verstaubten Popsong 'White Horse' von 'Laid Back' inmitten eines Technosets. Und ich gehe nun mal nicht davon aus, dass jeder Jugendliche das Teil noch kennt. Aber die Originalfassung hat der gesamten Crowd ein Lächeln in's Gesicht gezaubert, so mutig es auch war, das Ding in ein eher härteres Techno/TechHouse-Set einzustreuen.

Vermutlich könnte es tatsächlich heute nicht mehr so einfach sein, ein paar 150bpm-Harthouse-Tracks an den Mann oder die Frau zu bringen, aber es gibt genügend andere Klassiker, die per se und nach meinem Empfinden einfach zeitlos-genial sind und einfach das gewisse 'Etwas' besitzen, das unabhängig davon, ob man den Track nun kennt - oder nicht, dazu führt, dass das Publikum positiv reagiert. Und das hatte ich etwa in der 'Roten Sonne' erlebt, als jemand mal wieder die eingangs genannten Glocken (The Bells) auspackte: Kollektives Ausflippen des durchaus recht gemischten Publikums, darunter eben auch viele Jüngere und junge Menschen, die vielleicht nicht zwingend Musikexperten sein könnten.

Ich fahre ja generell auf alles ab, auf dem 'neu!' steht, aber wenn man von der Produktionsflutwelle weggespült wird und kaum etwas nachhaltig übrig bleibt, das es lohnt, sich daran zu erinnern, dann ist das doch ein klares Indiz, dass wir heute in der Masse an konventionellem Einheitsbrei untergehen. Natürlich, es gibt stets Ausnahmen. Aber ob wir über Fashion, Lebensmittel, Elektronik, Serien und Filme oder eben Musik sprechen, über uns bricht jeden Tag eine Welle an Eindrücken herein von Produkten, die einfach für eine ultra-kurze Haltbarkeit konzipiert wurden. Die Wegwerfgesellschaft hat doch längst auch schon in der Musik_industrie_ Einzug gehalten. Und längst auch in der ehemaligen 'Subkultur'.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@chris
ja. um die situation von heute auf damals zu übertragen, müsste man sich plattenläden mit flugzeughallengröße vorstellen, in die produzenten portofrei ihre platten schicken, die sie zuhause mit einer kostenlosen pressmaschine hergestellt haben.
es gab schon immer massig mittelmaß und schrott - früher bei insgesamt viel weniger verfügbarer musik.

meine 'ausbeute' an neuer musik, die mich interessiert, ist heute viel höher als früher. man muss sich halt seine persönlichen filter einrichten zur vorsortierung. die heutige bessere situation wäre früher gar nicht zu bewältigen gewesen, wenn man sich all die musik, die man nun als dateien hat, als physische platten in die wohnung hätte stellen müssen.


@dauerwellen
es reicht, wenn wenige oder nur ein einziger jubelt (persönlich oft erprobt), um einen jubelchor auszulösen. da reichen ganz wenige anwesende mit 'mythos'-bias im kopf. und man selber kann auch nicht den 'mythos'-resetknopf im kopf drücken, um es objektiv einzuordnen.

es hat viel damit zu tun, ob platten zur richtigen zeit den richtigen DJs in die hände fielen, damit sie ihren status erlangten. wenn einer dieser heutigen klassiker statt auf einem prominenten label auf einem anderen und ohne vertrieb nach europa erschienen wäre, wäre es kein klassiker und kein mythos geworden.

die über 'obere 130 bpm'-trackklasse mit all ihren damaligen hits hat nur durch die heutige tempo-mode keine chance. dazu muss erst wieder wie damals der bereich 140-160 bpm ein normaler bestandteil der clubkultur und nicht nur der hardstyle-kultur werden.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
@chris

@dauerwellen
es reicht, wenn wenige oder nur ein einziger jubelt (persönlich oft erprobt), um einen jubelchor auszulösen. da reichen ganz wenige anwesende mit 'mythos'-bias im kopf. und man selber kann auch nicht den 'mythos'-resetknopf im kopf drücken, um es objektiv einzuordnen.


Das ist es ja gerade, dadurch werden ja auch die neueren Generation darauf aufmerksam.

Ich werde nie vergessen wie im Dorian Gray damals genauso das Licht ausgegangen ist und dann die ersten Töne von Underworld - Skyscraper oder der DtT Airport Mix von Power of American Native dann losrauschte.
Da haben welche gejolt die es sofort kannten, andere haben aber zumindest gemerkt das was Besonderes kommt und sich mitreißen lassen oder eben nicht.
So entstehen magische Momente.

Im Übrigen bin ich nicht der Meinung das früher alles besser war.
Ich höre fast nur neue Musik.
Das ist aber Musik, die es so in der Art früher nicht gab oder zumindest für mich nicht greifbar.

Ambient ist da fast die einzige Ausnahme, die über die Jahre immer präsent war und ist.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wenn sich reissues besser verkaufen als viele neue sachen, wie mayer sagt, so what?! soll doch jeder selbst bestimmen, wofür er sein geld ausgibt.

und wer sagt, dass man 165-bpm-rave-tracks nicht auch heute noch droppen kann?
i hate models @ awakenings 2018:
https://www.youtube.com/watch?v=v4XiZkpqEIU&t=4230s
[Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
speedy, klar gibt's das mal, aber ist viel mehr die ausnahme als früher. sagt Oliver Lieb auch in dem interview auf Tranergy TV - dass er gern auch das alte schnelle zeug spielen würde, es sich aber heute nicht sinnvoll in den abend einbetten ließe. wenn sich keiner / kaum einer traut, wieder schnelleres zu etablieren, ändert sich natürlich nichts.

wenn man techno/house lieber als eine gegenwarts- statt rückwärtsgewandte kultur hat, dann kann man reissue-auswüchse halt ambivalent finden. genauso wie wenn man als label mit aktuellen/jungen artists arbeitet und die leute das geld lieber in die x-te neuauflage von platten von ohnehin schon großen namen (die evtl. gar nicht mehr aktiv sind) fließen lassen.

negativbeispiel ist Kraftwerk, wo es nicht mehr um musikmachen geht, sondern nur um nährung des kults des alten mit immer neuen hochglanzverpackungen.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
rückwärtsgewandt wäre für mich, wenn djs ausschließlich altes zeug spielen. eine symbiose, und somit impulse für zukünftige musik, entsteht aus der kombination von alt und neu. das war schon immer bestandteil der dj-gegenwartskultur.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
aus meiner sicht ist das meiste neue sowieso schon so an das alte angelehnt, dass man nicht noch zusätzlich groß in die vergangenheit gehen muss.
wie M.M. schon sagt: "Nicht nur ich leide darunter, dass es diese Fixierung auf die Vergangenheit gibt, sondern die ganze Szene, das ganze Business."
von mir aus sollen die DJs wiederum ruhig 'nen classic spielen, bevor sie zu was allzu unoriginellem neuen greifen. aber nötig wäre es nicht, es gibt genug aktuelles interessantes.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
plattenverkäufe allein sind in der elektronischen musikszene schon lange kein lukratives geschäftsmodell mehr. selbst wenn es keine reissues gäbe, würden von neuer musik aufgrund der masse an veröffentlichungen und phänomenen wie illegalen downloads zu wenig einheiten verkauft. das meiste geld wird über auftritte verdient. und den djs kann es in der hinsicht egal sein, ob sie alte oder neue sachen spielen, solange die leute zu den gigs strömen und die gage stimmt. andernfalls wäre der erfolg beispielsweise einer nina kraviz, die gerne classics in ihr set integriert, ein paradox. sie würde sich ja selbst kannibalisieren.
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
mein eindruck ist das die klassiker von damals funktionieren, genauso wie die 'guten' platten von heute.
aber damals war techno nicht so definiert wie heute und es gab mehr überraschungen, hyperactives wide open ist hier zb jedes mal ein kracher, da bedarf es keinen alt eingesessenen 'jubel' um das feuer zu entfachen
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ speedy
wenn man labels die wünschenswerte funktion zugesteht, positiv für artists (zumal als anschub für z.b. lukratives DJ-business, wenn denn die artists darauf aus sind) und die szene zu wirken, dann vielleicht auch, dass sie gewinnorientiert für z.b. ihre artists arbeiten.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ killed the Popstar
Zwischen Musik-Mixen, Massenveranstaltungen und Millionendeals – warum ist der DJ der größte Popstar unserer Zeit?

Mit Michael Mayer, Felix Jaehn, Heiko Hoffmann (Groove Magazin), Tiesto, Westbam, u.a.

[hand] www1.wdr.de/radio/wdr3/programm/sendungen/wdr3-hoerspiel/download-dj-killed-the-Popstar-100.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
langes interview mit Aphex Twin aus anlass des Berlin-konzerts

zitate:
...Ich bin ein großer Fan von Kraftwerk, ich höre das heute noch ständig. Ein paar Mal habe ich sie schon gesampelt, und sie haben mich noch nicht verklagt! Das nehme ich als Kompliment.

Ich kann nicht mit einem Mac arbeiten. Diese Rechner von Apple sehen einfach zu gut aus... Es ist ein wirklich hübsches … Objekt. Also wird es meine Musik auch sehr hübsch und damit langweilig machen. Ich arbeite lieber mit Geräten, die wie ramponierte alte PCs aussehen. Wenn man statt mit einem preisgekrönten Design-Objekt mit einem großen Haufen Scheiße anfängt, dann hat das was …

Mich langweilen allgemein Dinge, die ganz okay sind – aber nicht furchtbar. Wenn es furchtbar ist, dann hat es etwas Inspirierendes. Wenn aber etwas ganz okay ist, dann ist das das Schlimmste. Wenn es nicht brillant und nicht schrecklich ist, sondern irgendwo dazwischen, halb gut, lauwarm. Wenn etwas entsetzlich ist, kann ich wenigstens darüber lachen.

Ich habe nun diesen „Aphex Store“ auf der Seite von Warp eröffnet, wo ich alten Alben etwas hinzufüge. ... Ich kann sogar Musik austauschen, was ziemlich frech ist. Neulich habe ich das getan, alte Musik neu zum Download angeboten, gleicher Titel, andere Musik. Jetzt haben also Leute verschiedene Versionen davon, manchmal ganz andere Tracks.

Echte Fans neigen naturgemäß zu Zwangsstörungen. Sie wollen alles haben und auch, dass alles an seinem richtigen Platz ist. Wenn ich die Dinge dauernd ändere, werden sie langsam verrückt. Was ein weiterer guter Grund ist, es zu tun.

Verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen in der Musik?

Ich versuche es. In der Elektronik ist es völlig krank derzeit, alles entwickelt sich so schnell, da verliert man schnell den Anschluss. Vor zehn Jahren war es mit ein wenig Geduld noch möglich, sich ein Bild von wirklich allem zu machen – von der Software über Synthesizer bis eben zu neuen Strömungen und Künstlern. Heute ist es wie im chaotischen Keller eines Plattenladens, wo du nicht weißt, wo die Sachen stehen. Du musst so etwas wie die Force aus „Star Wars“ nutzen, um das Gute zu finden.

Und funktioniert das?

Nein. Ich bin ein obsessiver Charakter. Also war es schwer für mich, mir einzugestehen, dass ich einfach nicht alles checken kann. Einerseits. Anderseits ist der gegenwärtige Zustand der totalen Beschleunigung und Verästelung etwas, von dem ich immer geträumt habe.

Eine Zusammenarbeit mit der mächtigen Madonna haben Sie ausgeschlagen. Warum?

Ich empfand sie als ein wenig vampirisch. Da melden sich dann zuerst die Anwälte mit Verträgen. Tatsächlich arbeite ich viel mit lokalen Musikern hier zusammen, auch mit Sängern, auf einem kleinen Level. Das macht mehr Freude. Wenn Madonna rüberkommen und mit mir abhängen will, soll mir das recht sein. Will sie aber nicht, so läuft das Geschäft. Das ist mir zu kalt. ...


[hand] www.musikexpress.de/aphex-twin-interview-2018-1145697
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Elektronik-Pionier Hans-Joachim Roedelius spricht über den „Hasch“-Club, Alban Bergs Geschenk und seinen Freund David Bowie

"Ich bin als Jugendlicher geflohen, weil ich zur Nationalen Volksarmee eingezogen werden sollte. Meine Familie wollte mich aber zurückhaben. Sie haben gefragt: Tun sie unserem Sohn etwas, wenn er freiwillig zurückkommt? Die sagten: Nein. Also kam ich freiwillig zurück, und prompt haben sie mich für zwei Jahre eingesperrt.

Mit welcher Begründung?

Ich soll ein Spion gewesen sein! Na ja, egal! Nach dem Gefängnis durfte ich jedenfalls studieren, habe das Examen als Krankengymnast gemacht und in Ostberlin viele berühmte Leute geknetet. So bin ich in Künstlerkreise geraten und habe in meiner Wohnung auch viele Künstler aus dem Westen empfangen. Das hat ihnen nicht gepasst. Und weil ich ja immer noch unter Stasi-Beobachtung stand, haben sie mich vorgeladen. Da habe ich so einen Bammel bekommen, dass ich endgültig geflohen bin. ...

Es ist ja noch nicht erforscht,was die elektronische Musik klanglich und psychoakustisch anrichten kann, wie sie auf Körper und Seele wirkt. Wir haben Leute ohnmächtig gespielt! In der Frankfurter Kunsthalle ist eine Frau einfach umgefallen – vielleicht durch die Lautstärke, vermutlich aber auch durch die Frequenzen. Da haben wir nachgegrübelt, ob das, was wir da machen, gut ist ..."


[hand] https://kurier.at/kultur/interview-mit-roedelius-heilende-haende-spielen-heilende-toene/400314423

Mueller_Roedelius- Imagori II [hand] www.amazon.de/Imagori-II-Mueller_Roedelius/dp/B07G5L24H5
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
neue folgen bei Tausend Tage Techno

diese woche mit 50% tf-prominenz inside:
08 aka aka

https://1000tagetechno.podigee.io/8-neue-episode
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
jean-michel jarre interviewt von dave clarke:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=CogYYpZ1XHs
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
gleich nochmal Jarre-Michel Jarre, von dem am freitag (16.11.) ein neues album Equinoxe Infinity erscheint.

"... Ich wünschte vielmehr, dass die KI Entwürfe liefern könnte, mit denen Missstände weltweit wirklich nachhaltig angegangen werden könnten – und sich dabei international niemand benachteiligt fühlt. ...
Ich hoffe, dass uns die KI dabei helfen kann, erwachsen zu werden in diesem digitalen Zeitalter. Aktuell können wir ja kaum krabbeln. Das wird dauern. Es hat ja allein 100 Jahre gedauert, das Urheberrecht überhaupt auf den Weg zu bringen. Das Netz? Ist noch deutlich jünger. Wir werden das nicht mehr erleben. Aber es geht auch hier um die Zukunft. ..."


[hand] http://dasfilter.com/sounds/wir-brauchen-ein-internet-copyright-interview-jean-michel-jarre-ueber-ki-das-netz-und-sein-neues-album-equinoxe-infinity
(inkl. track vom neuen album)
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
und nochmal, bei 1000 tage techno:
https://1000tagetechno.podigee.io/b2-neue-episode
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Electronic Beats Budapest
über die marke Electronic Beats und die technoszene in Budapest bzw. Ungarn samt politischer begleitumstände.

"... Die Erfolgsgeschichte ist bekannt. Lülsdorf und sein Team haben es tatsächlich geschafft, in dieser langen Zeit eine klar erkennbare Musikmarke [Electronic Beats] mit Fokus auf Künstlern zu etablieren. Das ist in der Form besonders. Zumal wenn man bedenkt, dass zu der Zeit Spirituosenhersteller und vor allem auch Tabakmarken viel intensiver in der Clubkultur ihr Unwesen trieben, ihre Engagements heute aber weitestgehend runtergeschraubt haben.
...
Generell, das fällt auch im Gespräch mit anderen Protagonisten auf, besteht Reserviertheit, sich kritisch und eindeutig gegenüber die Regierung zu positionieren. Entweder sieht man das alles wirklich nicht so schlimm. Oder man ist genervt vom ständigen Abgestempeltwerden. Oder man fürchtet Schikanen. Oder es ist von allem was.
...
Samstagnacht im Várkert Bazár. Wo noch tagsüber im Außenbereich ein Markt mit Street Food, Synthesizer-Workshops, Kompakt-Showcase und Label-Ständen stattfand, ist der große Floor nun brechend voll. Alle tragen Berghain-Anstehschlangen-Schwarz. SHDW & Obscure spielen übersteuerten, granitharten Techno, der kaum Luft zum Atmen lässt. Dystopisch. No future, fuck it. Es ist intensiv, einzelne Tänzergruppen schwingen euphorisch Glowsticks durch die Luft. Proper Rave. Als Ben Klock übernimmt und die gefühlt 56. Dose Bier am Wochenende aufgemacht wurde, geht noch einmal die Sonne auf. Der Berliner zeigt, wie man Techno in so einem Setting inszenieren kann, ohne die eigentlichen Wurzeln zu vergessen. Technisch präzise und die Fähigkeit, den Sound so einer immensen Anlage immer unter Kontrolle zu haben. Im globalisierten Geschäft, wo man gerne mal Torten aufs Publikum wirft, ein einnehmendes und versöhnlich glücklich stimmendes Ende.
..."


[hand] http://dasfilter.com/sounds/betreutes-raven-techno-in-budapest-zwischen-marken-pr-und-subkultur
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Bezüglich der politischen Haltung in Ungarn.
Wir haben da ein paar Freelancer die uns bei Bedarf zuarbeiten.
Ich war auch schon ein paar mal in Budapest, über Politik wird natürlich auch geredet.
Die sind jung, gebildet und frustriert wegen der Korruption und des Staatsgebaren, wie z.B. eingezahlte Rente gestrichen. Aber in der internationalen Frage z.B. in Bezug auf Migration stehen die geschlossen hinter Orban.
Vermutlich ist der durch die Flüchtlingskrise so fest im Sattel wie nie zuvor.
Die haben Angst das Wenige noch teilen zu müssen.

Elektronische Musik habe ich da übrigens nur so in Richtung Carl Cox usw. erlebt. Da sind auch oft schreckliche Raves am Balaton.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
The Story of the Biggest Sports Stadium Hit: 'Kernkraft 400' by Zombie Nation
[hand] https://www.facebook.com/VICE/videos/1006767619511228/
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
The Story of the Biggest Sports Stadium Hit: 'Kernkraft 400' by Zombie Nation
[hand] https://www.facebook.com/VICE/videos/1006767619511228/

Merci! Nur wundersam, dass es wieder auftaucht, der Clip wurde hier doch schon im Herbst oder im Sommer, als er bei Vice veröffentlicht wurde, geposted? Gemäß f'book fühlt es sich so an, als ob die Doku gerade ganz frisch veröffentlicht wäre? /grübel

Nixdestotrotz gerade noch mal geguckt, nachdem Splank / Flo ja ausgewandert ist und ich ihn seit 'nem Jahrzehnt nicht mehr zu Gesicht bekommen habe; schon ein nettes Stück Geschichte, die ich in Gedanken um noch ein paar weitere Anekdoten ergänzt habe.

[Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Nur wundersam, dass es wieder auftaucht, der Clip wurde hier doch schon im Herbst oder im Sommer, als er bei Vice veröffentlicht wurde, geposted? Gemäß f'book fühlt es sich so an, als ob die Doku gerade ganz frisch veröffentlicht wäre? /grübel

oh sorry. ich hätte es wissen müssen - vice ist ja bekannt dafür, immer mal wieder altes zeug zu posten. der clip war mir dennoch bisher entgangen...
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
gerade mal wieder den film 'shaun of the dead' gesehen - da gibt's ja auch ne szene, in der kurz kernkraft 400 zu hören ist...


interview mit oliver koletzki zum thema berlin und kommerz:
https://www.morgenpost.de/kultur/article215846827/Das-Berghain-ist-wichtiger-als-ein-Google-Campus.html

In den 90er Jahren da war Marusha, da war Westbam in den ganz normalen Top Ten. Marusha auf Eins, Westbam auf zwei und die ganzen anderen Freaks auf drei und vier. Die haben so viele CDs verkauft, die haben Millionen verdient – das waren alles Millionäre. Und heute soll Techno kommerziell sein? So ein Unsinn.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
eines der interessantesten interviews des jahres.. mit Eike König, der hierzulande mit hunderten von plattencovern das cover-design von techno der '90er geprägt hat und hier über kreative prozesse und zu fragen wie What kind of “face” did you envision for Frankfurt techno? spricht.


Eike König: Deliver the Unexpected
Eike König got his start designing album artwork during Frankfurt's techno era. In this interview, he traces the DNA of those rave years to the founding of his Berlin-based design collective "Hort" and his mission to always deliver the unexpected.

"... How can I hack something? That fascinated me from the start. ...How can I not repeat, but create something new? How can I put my own signature onto something? How can I deliver something to society that is more than a repetition? At university, they didn’t want that. They wanted to educate people so that they would become functional workers. You weren’t educated to be a critical designer. It was about selling things.

...then I started working at a record company, a techno and dance label in Frankfurt called Logic Records. That’s when I started making work that felt rooted in its time. I was 23 or 24. I was interning at the label, and then eventually I was asked to be the art director. I decided to quit university and accept the position.

There was a new genre around: techno. It’s amazing to see a new genre rise. It doesn’t happen very often. Techno at the time had no fixed face, so being involved at its genesis meant that I was able to explore different visual looks for the new genre. It was during a time when Frankfurt was one of the most important cities for techno music.

... I decided to design every single sleeve in a completely different way. ... The label liked it and said, “We don’t want to have a fixed identity; we want every product to look individual.” There were other labels that had more of a recognizable face. Our face was to have many faces.

... I didn’t want to be the kind of designer that has a visual identity that they put on each record. It then feels like I’m taking over. Like I’m using myself and my aesthetic as the promotional tool.

... After about a year, I had complete freedom; it was a dream job. I got money, I could work with a product that didn’t hurt people – unless it’s bad music…but then you can turn it off. – I was also going to clubs, raving a lot, so my lifestyle became my job, and I never expected that that could happen. I learned that the culture I was surrounded by could be part of my working life.

I was flying first-class, staying in fancy hotels; I wasn’t saving money. After three of four years working in this way, I had a breakdown. I was so successful in such a short time and I started wondering, What will be the next step? What comes now? It was all too fast and I feared the blank page. I kept thinking, What happens if I don’t have another idea?

... If you’re allowed to take your time, than the outcome will be much more exciting and precise then if you follow a strict, systematic method. No single job is like another one. There’s no recipe for how to solve a problem. ..."


[hand] https://99u.adobe.com/articles/56226/eike-konig-deliver-the-unexpected
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
zu dem koletzki-zitat oben muss man allerdings sagen, dass die fakten nicht ganz stimmen: marusha war beispielsweise nie auf nr. 1 in den deutschen charts, höchstplatzierung war bei ihr platz 3.

...

einer der außergewöhnlichsten produzent(inn)en der letzten jahre im arte-tracks-porträt:
sophie
https://www.youtube.com/watch?v=2ifh0tDrwBA
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
XLR8R Real Talk: Laurent Garnier on the future of techno

"... Nowadays, a lot of the techno tracks that we could qualify as modern and futuristic are mostly produced in France, Belgium, Germany or Holland. Music released by labels such as Skryptöm, Ilian Tape, Clone, Token, Phantasy or Unknown to the Unknown, just to name a few. The music they put out is amazing. It's often atmospheric, sometimes dark and moody, and usually nods to futuristic themes of space travel or the unknown.

Nowadays, some techno DJs are even refusing the future; making a stand to play on vinyl to an almost fetishized extreme. While I understand and respect the political sentiment behind this approach, I can't help thinking this is a misunderstanding of what techno is all about.

Take someone like Aphex Twin: if you listen to Richard’s very prolific music, how the hell can you break more barriers than that? The guy is on another level. He experimented so much. ... Remember "Windowlicker?" It was produced in 1999, that's 19 years ago! It’s hard to think of anyone today who is bringing something that radically different and futuristic.

Unfortunately a lot of the music world today seems pretty passive and has switched to a pure form of entertainment; also I think a lot of our fights have been won. Back in those days, while our music was partly about hedonism, we were also constantly fighting for (or against) something. Also, the fascination for the “future” and “outer space” was definitely a big inspiration for early techno producers, this is why Detroit techno was so futuristic from day one. Perhaps it's this forward way of thinking that kept techno alive for longer than expected?

It is obvious that there is no longer a political basis in a lot of today’s music; also the fascination for space and the great unknown seems like something from the past (aren't we supposed to have colonized new planets by now?), so we must hope that new generations will find new battles, new ideas, new obsessions in order to shape the real music of tomorrow. ..."


[hand] www.xlr8r.com/real-talk/real-talk-laurent-garnier
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
die grammy-nominierungen wurden bekannt gegeben:

Best Dance Recording:

“Northern Soul” — Above & Beyond Featuring Richard Bedford
“Ultimatum” — Disclosure (Featuring Fatoumata Diawara)
“Losing It” — Fisher
“Electricity” — Silk City & Dua Lipa Featuring Diplo & Mark Ronson
“Ghost Voices” — Virtual Self

Best Dance/Electronic Album:

“Singularity” — Jon Hopkins
“Woman Worldwide” — Justice
“Treehouse” — Sofi Tukker
“Oil of Every Pearl’s Un-Insides” — SOPHIE
“Lune Rouge” — TOKiMONSTA

komplette liste:
[hand] https://www.factmag.com/2018/12/07/kendrick-lamar-cardi-b-sophie-grammys
 
Geschrieben von: Abfahrer (Usernummer # 4935) an :
 
[hand] Smell of Hell

Helmut Josef Geier, der als DJ Hell in der Techno-, House- und Electroclash-Szene bekannt wurde, hat ein Parfum herausgegeben.
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
"print is dead", sagte schon 1984 der große egon spengler. im jahre 2018 wird nun das groove-magazin als zeitschrift eingestellt:
[hand] https://groove.de/2018/10/04/das-printheft-der-groove-wird-eingestellt-es-geht-online-weiter/

Hat sich jemand schon eine Online Abo geholt ? Ist da schon was zu sehen ?
Ich werde das für 15 Euro mal testen für ein Jahr und wenn auch weil ich möchte das es irgendwie weitergeht mit der Groove.

[ 20.12.2018, 16:56: Beitrag editiert von: bgoeni ]
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Spex macht auch weiter.

https://spex.de/spex-macht-online-weiter/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
zum aktuellen stand der förderung alternativer musik durch Red Bull, Boiler Room und "ökonomischen Modellen wie group equity, die auf kollektivem Eigenkapital und Kryptowährung basieren"

Popkultur lebt seit Langem von einem Mythos, der die Welt in ein Oben und ein Unten aufteilt. ... Der Mythos fußt auf einer halbgaren Patchwork-Ideologie: Die Guten sind die wahren, kritischen, unabhängigen Künstler und die Bösen die ­Sell-outs, Lakaien der Kulturindustrie. ...
Womöglich hat das immense Kapital von Red Bull und Co. eine prekäre, von staatlichen Förderungen weitgehend ignorierte Musikindus­trie künstlich am Leben gehalten – und damit nicht nur für das Überleben der Künstler*innen, sondern auch des eingangs beschriebenen Mythos gesorgt. ...


[hand] www.taz.de/!5560284


Zum Tod der Print-Ausgaben von „Groove“, „Spex“, „NME“ und „Intro“ - und zu den Plänen, im Netz klarzukommen

...Der neue Umgang der Hörer mit Musik ist ein weiterer Sargnagel für den althergebrachten Musikjournalismus. Streamingdienste haben mit ihren Algorithmen das Artist-Album irrelevant gemacht. Hörer entdecken auf diesem Weg jeden Tag großartige neue Musik und interessieren sich gleichzeitig immer weniger für die Musiker dahinter. Das müssen sie auch nicht, da es keine Rolle mehr für das Finden neuer Musik spielt. Das wiederum führt dazu, dass es immer weniger langfristig orientierte Musiker-Karrieren gibt, deren Aufstieg und Fall sich journalistisch begleiten ließe. Die Story hinter der Band wird daher schwerer zu finden, gleichzeitig müssen Journalisten mehr Musiker im Blick behalten. Gute, neue Musik trägt seltener einen großen Namen, mit dem sich Schlagezeilen machen ließen. ...

[hand] www.fr.de/kultur/netz-tv-kritik-medien/medien/musikzeitschriften-the-year-the-musik-journalismus-died-a-1642863,0
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
[QB]
Und noch mehr: Du wirst auf das gesamte Groove-Archiv, das heißt alle 175 Ausgaben aus 29 Jahren zugreifen können – und daneben auch auf andere Titel aus dem Piranha Media GmbH-Sortiment wie die Spex, Riddim oder JUICE.[/i]



Das geht wohl leider doch nicht. Die Spex macht ja jetzt selber mit nem Onlineabo weiter und mit dem Groove Login hat man keinen Zugriff auf die Spex Inhalte.
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
a conversation with brian eno about ambient music

https://pitchfork.com/features/interview/10023-a-conversation-with-brian-eno-about-ambient-music
 
Geschrieben von: Thomas Broda (Usernummer # 72) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:


Zum Tod der Print-Ausgaben von „Groove“, „Spex“, „NME“ und „Intro“ - und zu den Plänen, im Netz klarzukommen

...Der neue Umgang der Hörer mit Musik ist ein weiterer Sargnagel für den althergebrachten Musikjournalismus. Streamingdienste haben mit ihren Algorithmen das Artist-Album irrelevant gemacht. Hörer entdecken auf diesem Weg jeden Tag großartige neue Musik und interessieren sich gleichzeitig immer weniger für die Musiker dahinter. Das müssen sie auch nicht, da es keine Rolle mehr für das Finden neuer Musik spielt. Das wiederum führt dazu, dass es immer weniger langfristig orientierte Musiker-Karrieren gibt, deren Aufstieg und Fall sich journalistisch begleiten ließe. Die Story hinter der Band wird daher schwerer zu finden, gleichzeitig müssen Journalisten mehr Musiker im Blick behalten. Gute, neue Musik trägt seltener einen großen Namen, mit dem sich Schlagezeilen machen ließen. ...

Das war doch schon immer der Ansatz von Techno. Daß der Name des Produzenten doch eigentlich so egal ist, daß der Produzent die Projektbezeichnung zum Spaß bei jeder zweiten VÖ wechselt. Oder daß man von vornherein darauf verzichtet, einen Namen auf das Label zu drucken. Oder überhaupt ein Label zu drucken.

Mag nicht jedem gefallen, der sich über Anerkennung für sein Schaffen freut. Ist aber letztlich nur konsequent, wenn die Musik im Vordergrund stehen soll.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ thomas

das war vor 20 jahren noch so, als die veröffentlichungsflut nur ein bruchteil der heutigen war. da konnte man auch mit whitelabels noch viel vom markt abdecken, wenn nur der kontakt zu vertrieben da war, die den stoff in die plattenläden gebracht haben.
heute ist es selten geworden mit inflationären projektnamen. warum sollte man auch, wenn man zur szene was beitragen will, ständig mit neuen anonymen accounts bei null anfangen - was heute bedeutet, die musik untergehen zu lassen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die «Motor City» Detroit hat die Musikgeschichte schon mehrmals geprägt. Ihre Essenzen finden sich auch in den Techno- und Hip-Hop-Tracks des DJ und Produzenten Waajeed wieder.

"Im Nordosten Detroits, in Conant Gardens, musste man lange um sein Leben fürchten. Es gab nur eine Gruppe von Berufsleuten, die der willkürlichen Gewalt entgingen: Musiker und DJ. «Wenn du ein Instrument oder einen Stapel Platten unter dem Arm hattest, wurdest du in Ruhe gelassen.»
...
Von seinem unwiderstehlichen Detroit-Swing profitierten so verschiedene Musiker wie der legendäre Sänger und Vibrafonist Roy Ayers oder das deutsche Rap-Duo ASD. In seinen Beats trafen sich all jene Stilrichtungen, die Detroit hervorgebracht hat: Soul, Hip-Hop, Techno, House. Sie klangen forsch und federnd, unnachgiebig und spielerisch, aber auch düster und geheimnisvoll.
..."


[hand] www.nzz.ch/feuilleton/in-detroit-gehoeren-hip-hop-und-techno-zusammen-ld.1453411
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Paul van Dyk kassiert 12 Million Dollar Schadenersatz

https://www.bild.de/unterhaltung/leute/leute/paul-van-dyk-12-millionen-dollar-schadenersatz-nach-horror-sturz-59837870.bild.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Algorave Generation
...harnessing algorithms to make live and improvised electronic music.

Algorave artists sit behind a laptop while their keystrokes are broadcast onto screens or walls around them, laying bare the mechanics behind the music. They run processes that create the sound in realtime, allowing for a truly live, improvisational and unpredictable form of electronic music.


[hand] www.residentadvisor.net/features/3396


Algorave: algorithmic dance culture

Algoraves are parties where people dance to algorithms, where all the music and visuals are made by live coders who work by exposing and reworking ‘source code’ – the innards of software – on the fly.

[hand] www.youtube.com/watch?v=nAGjTYa95HM
 
Geschrieben von: dabase (Usernummer # 21890) an :
 
An so Algorave Konzepten würde ich auch gerne arbeiten. Da gibt es wirklich viel was man machen kann. Besonders interessieren mich (verschiedene) Neuronalen Netze (lernen "Verhalten" und sagen es voraus) mit vielen Inputs und Fuzzy Logic (Entscheidungen in unsicheren Situationen) hier.

Ein moderner Club spuckt eh schon viele Daten aus und als Entwickler denke ich eh schon musikalischen code. Könnte man mal als Installation bauen z.B. einen Chillout, der sich seiner Gäste bewusst ist?
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
...versucht Dominik Eulberg, mit einer konsequent originellen Namensgebung seiner Tracks wie Abendpfauenauge & Oleanderschwärmer nebst näherer Erläuterung im Klappentext auf die Artenvielfalt hinzuweisen und bei den Hörern ein Bewusstsein und eine Sensibilisierung für die Natur zu schaffen. Dazu bietet er dem Partypublikum häufig auch nach seinen DJ-Sets, die ihn Wochenends um den ganzen Globus führen, als »chilligen« Gegenpol geführte Touren durch die Flora und Fauna an.

[hand] www.soundandrecording.de/stories/de-constructed-studio-talk-mit-dominik-eulberg
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
gayle san beendet ihre dj-karriere:
[hand] https://www.facebook.com/gaylesanofficial/photos/a.171780066167756/2330428180302923/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Jeff Mills zu seiner 6-teiligen radioserie The Outer Limits zu zukunftsmusik

"A lot of electronic music will disappear, because computers will eventually disappear.
They’ll be helping us, but the physical computer will disappear. I think from a classical point of view, where musicians are playing an instrument, those things will remain. But electronic music is quite different. We’re programming it, and these machines aren’t necessarily used in the programming. I think the physical computer will go away, and so will the machine. ...
Music may become the reflection of what one thinks about certain things, except without having to play the keyboard or use a synthesizer. Simply by thinking about it might become the machine itself."


[hand] www.fabriclondon.com/blog/view/in-depth-exploring-the-outer-limits-jeff-mills

mega cooler soundtrack mit Mills, einem pianist und einer violinistin in der ersten folge
[hand] www.nts.live/projects/jeff-mills-the-outer-limits/chapters/black-hole
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
gayle san beendet ihre dj-karriere:
[hand] https://www.facebook.com/gaylesanofficial/photos/a.171780066167756/2330428180302923/

Oha... hab noch irgendwo ein Autogramm von ihr, so um 2000 hab ich das bekommen. Seinerzeit hat sie ziemlich schnell und hart gespielt und war einfach eine Erscheinung... und ist auch heute mit 53 noch total sexy meines Erachtens.
In den letzten Jahren hab ich nicht mehr wirklich viel verfolgt von ihr. Der Sound ist ruhiger geworden aber immer noch straight und groovig. Ein bisschen Vergleichbar mit Liebing... früher Schranz, jetzt straighter Groove.

Ciao Bella! [winke]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Vom Russen auf die Fresse

Nina Kraviz gehört zu den meistgebuchten DJs der Welt. Mit ihren Labels macht sie die Szene ihrer Heimat bekannt

[hand] www.freitag.de/autoren/der-freitag/vom-russen-auf-die-fresse

[hand] https://triprecords.bandcamp.com
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Vom Russen auf die Fresse

Nina Kraviz gehört zu den meistgebuchten DJs der Welt. Mit ihren Labels macht sie die Szene ihrer Heimat bekannt

[hand] www.freitag.de/autoren/der-freitag/vom-russen-auf-die-fresse

[hand] https://triprecords.bandcamp.com

interessant: in dem artikel wird einfach mal behauptet, kraviz sei 29 jahre alt. bisher war ihr alter ja immer ein großes geheimnis. laut google ist sie jahrgang '85, also 33 jahre alt - allerdings ohne quellenangabe.

edit: laut wikipedia ist sie (dem freitag.de-artikel entsprechend) jahrgang '89, ebenfalls ohne quellenangabe.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Ich muss jetzt mal ganz ehrlich sagen, dass ich von Ninas Sound eher nicht so viel halte. Sie spielt ein ziemliches Durcheinander und teilweise wirds schon anstrengend... okay, sie ist ein süßes Mädl und hat durchaus Ausstrahlung... aber die große Kunstfigur, so wie sie oft dargestellt wird, bzw. sich selbst darstellt, ist sie m. E. nicht.
Da gibts ganz andere DJanes, die mich wirklich flashen und ganz nebenbei die Szene beeinflussen [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
laut wikipedia ist sie jahrgang '89, also 33 jahre alt - allerdings auch ohne quellenangabe.

wenn man im oktober '89 geboren ist, ist man nach adam riese momentan 29.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
laut wikipedia ist sie jahrgang '89, also 33 jahre alt - allerdings auch ohne quellenangabe.

wenn man im oktober '89 geboren ist, ist man nach adam riese momentan 29.
äh ja stimmt. google zeigte mir 33 jahre an - dort heißt es auch 15. oktober 1985.
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
*89 stimmt mit Sicherheit nicht. Hatte sie 10/2010 im Radio zu Gast (das war die Zeit, wo sie viel mit Jus Ed und Matt Edwards gemacht hat) und sie kam mir mindestens gleichaltrig vor. Da war ich 30 und bei *89 wäre sie erst 21. DAS hätte ich ganz sicher bemerkt... *85 kommt da eher ran wenn nicht noch früher...
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Maschinenmusik und Tanzexzess: Das Erbe von Techno
(...)Techno war immer Futurismus – und hat heute schon eine richtige Geschichte. Die Musik kam aus Detroit, Berlin wurde eine ihrer Hauptstädte, der Dancefloor ein Feld für Experimente der Selbsterfahrung. Und auch für neue Geschlechterkonzepte.(...)
Thomas Meinecke über Techno, BR 16.02.2019
[hand] https://www.br.de/nachrichten/kultur/techno-berghain-club-thomas-meinecke,RI9Keb1?fbclid=IwAR3pVAKynK2lF8opC6oGRt5k56dq2gbInXN82UNRJwWurTVq_8w8Q7AaxT0
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
DJ Westbam
„In Berlin gibt es diesen Beißreflex gegen Touristen“

https://www.morgenpost.de/berlin/leute/article216488081/In-Berlin-gibt-es-diesen-Beissreflex-gegen-Touristen.html

Außerdem kommt sein neues Album heute raus:

https://www.westbam.de/

Komisch, Westbam ist mir irgendwie immer sympathischer.
Dem was er sagt, stimme ich in vielen Dingen zu.
Früher zu Low Spirit/Payday Zeiten fand ich den doof.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
naja, wenn man sowas hier liest:
Mein Album „Götterstraße” und auch mein aktuelles Album sind so gemacht, dass man sie sich auch in 30 Jahren noch anhören kann. Techno ist da auf eine bedauerliche Art vergänglich, selbst Größen der frühen 90er-Jahre wie Underground Resistance sind nicht mehr bekannt.

dass irgendjemand die beiden aktuellen westbam-alben in 30 jahren noch jemand hört, ist wohl eher wunschdenken (ich kann sie heute schon nicht hören). und wer sagt eigentlich, underground resistance seien nicht mehr bekannt?
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
DJ Westbam
„In Berlin gibt es diesen Beißreflex gegen Touristen“

https://www.morgenpost.de/berlin/leute/article216488081/In-Berlin-gibt-es-diesen-Beissreflex-gegen-Touristen.html

Außerdem kommt sein neues Album heute raus:

https://www.westbam.de/

Komisch, Westbam ist mir irgendwie immer sympathischer.
Dem was er sagt, stimme ich in vielen Dingen zu.
Früher zu Low Spirit/Payday Zeiten fand ich den doof.

Der war schon immer Sympath. Lese mal „Mix, Cuts & Scratches“ (diverse Interviews geordnet vom R. Götz).
Das Problem war irgendwann die „Firma“. Geschäftspläne, Umsatzerwartungen, Gesellschafter usw. Tatsächlich - jetzt kommt wieder so eine selbstreferenzielle Nummer (ich kann nix dafür, dass das passiert ist) - gegen 99/00 warnte mich Onkel Lupo (R.I.P.) unter 4 Augen dort weiter reinzugehen, da das Geschäftsleitungsbedingt bald den Bach runtergehen würde.

Zurück zum Interview: wie er da auch wieder den „Bernhard macht“... großartig [Smile]
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
naja, wenn man sowas hier liest:
Mein Album „Götterstraße” und auch mein aktuelles Album sind so gemacht, dass man sie sich auch in 30 Jahren noch anhören kann. Techno ist da auf eine bedauerliche Art vergänglich, selbst Größen der frühen 90er-Jahre wie Underground Resistance sind nicht mehr bekannt.

dass irgendjemand die beiden aktuellen westbam-alben in 30 jahren noch jemand hört, ist wohl eher wunschdenken (ich kann sie heute schon nicht hören). und wer sagt eigentlich, underground resistance seien nicht mehr bekannt?

ich glaube er meint er das die Musik von ihm umgänglich ist. Das vielleicht jemand sein Alum irgendwann erstmalig hört und es dann noch leicht reingeht. UR ist bei Jüngeren nicht wirklich omnipräsent.
Seine Musik finde ich persönlich auch nicht für die Ewigkeit gemacht.

Was ich gut finde ist die Aussage über die im Techno so einseitigen Sets.
Da hat er recht.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
interview mit einem alten bekannten hier aus dem tf:
Mr. Fonk – „Well, I wanna be a mentor, that’s for sure.“
[hand] https://ohrenschmauspodcast.com/interview-mr-fonk/
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
nochmal bam:
Techno-DJ Westbam verachtet Bushido & Co.
[hand] http://www.maz-online.de/Nachrichten/Kultur/Techno-DJ-Westbam-verachtet-Deutschrapper-wie-Bushido-und-veroeffentlicht-Album-The-Risk-Disk
 
Geschrieben von: Monkey.vs.Robot (Usernummer # 2438) an :
 
Ein interessanter Bericht über High Energy Musik.
Fand das gerade sehr unterhaltsam.

Vor allem am Ende des Berichts musste ich schmunzeln. Das geht wohl jeder Generation ähnlich.

https://www.arte.tv/de/videos/083286-000-A/high-energy-disco-auf-hochtouren/
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
nochmal bam:
Techno-DJ Westbam verachtet Bushido & Co.
[hand] http://www.maz-online.de/Nachrichten/Kultur/Techno-DJ-Westbam-verachtet-Deutschrapper-wie-Bushido-und-veroeffentlicht-Album-The-Risk-Disk

Yo, empfehlenswert.
Da spricht er mir auch aus der Seele.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ex-TF'lerin Cinthies bewegte laufbahn inkl. der station auf Westbams Electric Kingdom und lebens-achterbahnfahrt..

How Cinthie started a one-woman dance music empire
[hand] https://mixmag.net/feature/cinthie-beste-modus-interview
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Monkey.vs.Robot:
Ein interessanter Bericht über High Energy Musik.
Fand das gerade sehr unterhaltsam.

Vor allem am Ende des Berichts musste ich schmunzeln. Das geht wohl jeder Generation ähnlich.

https://www.arte.tv/de/videos/083286-000-A/high-energy-disco-auf-hochtouren/

Jo war sehr interessant. War mir auch nicht bewusst das alles auf einem Stück basierte.
Die Ähnlichkeit wurde mir jetzt auch erst bewusst.
Sehr schöne Rückblicke.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
2hyp: danke für den artikel über cinthie. sehr bewegend, eine echte power frau! leider mache ich wenig musik die auf ihren labels passen könnte sont wäre ich da schon längst vorstellig geworden. definitv ein must hear!
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
ex-TF'lerin Cinthies bewegte laufbahn inkl. der station auf Westbams Electric Kingdom und lebens-achterbahnfahrt..

How Cinthie started a one-woman dance music empire
[hand] https://mixmag.net/feature/cinthie-beste-modus-interview

Electronic Beats/diese Telekom Nummer mit ihren Slices Dvds vor Jahren hatten zu Cinthie neulich auch was gebracht.
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=iRFRkkjH79c
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Alles im Rahmen: Kreativität durch musikalische Selbstbeschränkung

..über elektronische konzeptalben mit selbstauferlegten regeln.
mit Stefan Goldmann, Matthew Herbert, Andreas Tilliander, Mark Fell, ..

"Sie machten Avicii oder David Guetta nieder, weil irgendwer die von ihnen eingesetzten Presets identifiziert hatte. Auf der anderen Seite verehrten sie jeden, der mit modularen Synthesizern arbeitete, Feldaufnahmen oder komplexe Max-MSP-Patches machte. Sobald ich die Synths meines Projektes in den Griff bekam, stellte ich fest, dass man mit drei bis vier Presets sehr ähnliche Ergebnisse erzielte wie die Art von IDM, die man als Spitze des anspruchsvollen Programmierens betrachtet. Das ist es eben. Genau so wurde in der Elektronischen Musik schon immer Geschichte geschrieben. Die Sounds von 808, 303, M1 oder DX 100 waren irgendwann zu haben – und wer zuerst eine Platte damit herausbrachte und diese Presets oder Beinahe-Presets zu Tode ritt, dem gehörte in der Vorstellung der Leute der Sound."

[hand] www.ableton.com/de/blog/creativity-through-constraints
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
das Berghain verliert an Boden, der Abstieg naht.

[zwinker]

Welt
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
interview mit britischen soldaten, die zu beginn der technozeit in berlin stationiert waren, über die damaligen rave-zeiten (und wie die britische militärpolizei undercover in den clubs patroullierte, um ihre leute dort rauszuziehen - was 3 1/2 jahre knast für einen der interviewten, der zudem als dealer ertappt wurde, bedeutete..):

Ravers With Guns: Meet The Teenage British Soldiers Who Partied In Berlin’s ’90s Techno Scene

'90s Berlin was a wild place. This is the story of a group of young British soldiers who were sucked into the city's nascent techno scene.

"... SD: Tresor was mental. Just look at the demographics: You had east German football hooligans, you had British army soldiers, you had west Berliners and DJs from all over the world. It was amazing!

MO: I’ll never forget the first time Mr C from The Shamen came to Berlin. He was shocked by the energy of it, shocked!

SD: Then add the British Royal Military Police who were trying to catch all the soldiers trying to get gear.
..."


[hand] www.electronicbeats.net/90s-berlin-techno-scene-british-soldiers
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die ewigen Westbam-festspiele gehen weiter.

"Den 18-jährigen Westbam würde ich heute locker an die Wand spielen": Der deutsche Techno-Pionier und DJ Westbam über Musik, Utopien, den ewigen kulturellen Niedergang - und Mozart.
Soeben ist sein neues Album "Risky Sets" erschienen, auf dem ihm mit den Rappern Kendrick Lamar, Drake, Wiz Khalifa, Busta Rhymes, Tyler The Creator und Lil Wayne ein Schulterschluss mit dem Hip-Hop, der wichtigsten Pop-Kultur der Gegenwart, gelingt.

"Punk. Ich laufe nicht mit einer Lederjacke durch die Gegend, habe aber die Ideen verinnerlicht und fühle mich bestätigt, dass es die richtigen waren. Bei Punk haben schon alle gesagt, die können ja gar nicht spielen. Dann kamen die DJs und es wurde gesagt: Die können ja nicht mal mehr nicht spielen, die können einfach gar nichts. Es gibt immer noch einen kulturellen Niedergang, den man sich bis dahin nicht vorstellen konnte, das ist ja das Tolle. Der Youtuber ist natürlich die nächste Generation, der hat nun gar nichts mehr mit Musik zu tun, sondern redet nur noch dummes Zeug und macht Selfies. Aber das hat alles seine eigene Qualität."

"Diese Future-Romantic-Sache mit den Synthies aus den Siebzigern ergab Sinn, weil sich darin so ein naiver, Raumschiff-Enterprise-mäßiger Fortschrittsglaube in Form einer wirklich sympathischen Euphorie manifestierte. Es ging aufs offene Meer hinaus, man hatte das Gefühl, das Gute setzt sich durch. Alle machen sich nackig und kommen zur Loveparade. Das waren die Neunziger."

[hand] www.sueddeutsche.de/kultur/elektronische-musik-fast-schon-marxistisch-1.4393050
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
nach 20 jahren werden die Red Bull Music Academy und das Red Bull Radio im oktober aufgelöst, die Academy soll anderweitig in regionaleren formen weitergeführt werden.

https://thequietus.com/articles/26285-rbma-red-bull-radio-shut-down

"RBMA's closure also raises the thorny issue of what happens to online archives once public interest and the impetus to maintain them fades.
... that question remains unanswered. It would seem obvious that its 20 years of learning and culture must surely be preserved somewhere, but it's also possible to envisage it being slowly eroded by indifference, as links cease to work, video and audio hosting stops being paid for, and webpage registrations expire."


https://thequietus.com/articles/26290-red-bull-music-academy-closing-electronic-music
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Bzgl. RBMA bin ich mehrfach zwiegestalten.

Einerseits scheint der RB Chef kein Problem zu haben, wenn auf „seinem“ TV-Sender ServusTV Neurechte wie Sellner und nun mehr Kubitschek eine Plattform haben. (geht imho gar nicht)
Andererseits hatte RBMA am Anfang einen tollen Netzwerkcharakter.
Widerrum: hat es irgendwem dann echt weitergeholfen?
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
Wiederum: hat es irgendwem dann echt weitergeholfen?

siehe den TAZ-artikel vom oktober letzten jahres hier:
https://forum.technoforum.de/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=004329;p=1#000014

“Dass so viele KollegInnen mitmachen würden, als AutorInnen und PerfomerInnen, liege an der guten Bezahlung.“ Ich kenne einige, die mit Red Bull kollaborieren, weil es für wenig Aufwand viel Geld gibt.

das Red Bull Music Academy-archiv mit lectures, interviews und musik ist auch gewaltig:
www.youtube.com/user/redbullmusicacademy/videos?view=0&sort=p&flow=grid
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Auf der Straße grüßen wir uns nicht mehr"
New Order waren eine der prägenden Bands der Achtzigerjahre, jetzt wird ihr Debüt neu veröffentlicht. Ex-Bassist Peter Hook erinnert sich an große Unsicherheiten, Streit über Synthie-Sounds - und macht ein Friedensangebot.

"Wir fanden "Blue Monday" nie so toll wie der Rest der Welt und waren total verblüfft von dem Erfolg. Ich mag das Stück bis heute nicht besonders. Die Liste unserer Songs, die ich bevorzuge, ist lang.
...die ganze Elektronik hat das Zusammenspiel der Band letztlich zerstört. Bernard und Stephen Morris liebten das Zeug, ich hasste es!"


www.spiegel.de/kultur/musik/peter-hook-ueber-new-order-auf-der-strasse-gruessen-wir-uns-nicht-mehr-a-1261074.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
was soll man machen.. schon wieder ein launiges Westbam-interview.

Von Münster nach Berlin und plötzlich Popstar - Maximilian Lenz alias WestBam gilt als Rave-Philosoph. Hier spricht er über frühen Punk und die Kommerzhölle, die Duisburger Loveparade und das Altern als eiserner Partymann.

einestages: Sie wurden als "Philosoph der Dancekultur" bezeichnet. Wieso das?

WestBam: Mein Vater war Professor der Kunstpädagogik. Durch ihn habe ich ein Interesse für Philosophie mitbekommen und viel Schopenhauer gelesen, wobei er Heideggerianer war. Ich bin im Zeichen Fische geboren und ein reflektierender, mitfühlender Mensch. Schopenhauer hatte auch dieses Gefühl für das Leid dieser Welt. Ich denke, dass ich Gefühle gut lesen kann, was mir als DJ zugutekommt.

einestages: Warum treten Sie lieber in Osteuropa auf als in DJ-Hotspots wie Ibiza oder Las Vegas?

WestBam: Ich habe in Ibiza in jedem angesagten Laden aufgelegt, bei den Reichen und den Schönen. Für die bist du nichts als das Sahnehäubchen ihrer Party, die Prostituierte, die sich den Überfütterten zur Schau stellt. Ich spiele lieber für Leute, denen es offensichtlich nicht so gut geht. Die Partyfreude ist viel größer. Ich erinnere mich an Sankt Petersburg. Da habe ich 1990 in einer Wohnung aufgelegt für 30, 40 Leute. Acht Stunden haben die durchgetanzt. Wahnsinn.

...
einestages: Im Herbst jährt sich der Mauerfall. Wo waren Sie am 9. November 1989?

WestBam: Ich stand am Brandenburger Tor oben auf der Mauer, ein Kumpel hatte mir die Räuberleiter gemacht. Ein unbeschreibliches Gefühl. DJ-Kollege Eastbam aus Lettland war auch dabei. Mein "Low Spirit"-Partner Klaus dagegen blieb im Studio und mein Bruder Fabian, völlig genervt von dem Trubel, in unserer WG in Charlottenburg. Dort hatte ich die Pressekonferenz mit SED-Sekretär Günter Schabowski live im TV gesehen und dachte mir: "Was hat der gerade gesagt? 'Ab sofort, unverzüglich'!?" - und ich bin los Richtung Brandenburger Tor. Mein Bruder meinte: "Och nee, wir haben doch morgen einen Auftritt in München, ich muss noch Hemden bügeln!"

...In den späten Achtzigern kam dann mit dem Acid-Sound das Ecstasy. Aber 70 Mark für eine Tablette? Als Westfale bin ich eher sparsam und habe mir dann doch lieber Adidas-Turnschuhe gekauft. Da hatte ich länger was davon.
...


[hand] www.spiegel.de/einestages/techno-dj-westbam-70-mark-fuer-ecstasy-nix-fuer-sparsame-westfalen-a-1260278.html
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
ach der westfalia bambata [Smile]
ich mag ja launische interviews...wenn sie es nicht nur aus promo gründen sind... sondern eine haltung dahinter steht... die kaufe ich ihm ab...sein album allerdings nicht [Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
weiß nicht, ob das hier zu offtopic ist, aber in gewisser weise geht es auch um "elektronische musik":
KI erzeugt nonstop Death-Metal
[hand] https://www.heise.de/newsticker/meldung/KI-erzeugt-nonstop-Death-Metal-4404000.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
da kommt immer mehr..

auf dem album "I am AI" der sängerin Taryn Southern wurden alle stücke bis auf den gesang von künstlicher intelligenz komponiert:
[hand] www.youtube.com/watch?v=XUs6CznN8pw
[hand] www.youtube.com/watch?v=gQSPjAYTlx8

Can you tell the difference between Bach and a computer?
[hand] https://bachbot.com

KI komponiert im Beethoven-style
[hand] www.youtube.com/watch?v=CgG1HipAayU
(auch schon 7 jahre alt)
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
ach ja... danke für die links zur KI musik.
schöne neue welt... aber ehrlich gesagt kann die KI bis jetzt nichts besser... man macht es vermutlich nur weil es geht.

die frage die sich mir stellt: wenn es echte KI wäre...würde sie dann auch diese musik machen... oder macht sie am ende doch nur was die NI (Nature Intelligence) aufgetragen hat... ?!
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ soulstar

derzeit bedeutet KI halt, dass sie automatisiert entscheidungen wie ein mensch trifft, und dabei evtl. mehr daten berücksichtigt, als menschen es könnten. man füttert die KI mit daten und beispielfällen, und sie löst dann ähnliche fälle.

damit sie musik auf "nichtmenschlicher" basis macht, müsste man sie das verhalten einer nichtmenschlichen psyche anlernen lassen. die dann auch wieder vom mensch vorgegeben wäre. man muss ihr ja einen willen und bedürfnisse einpflanzen, sonst würde sie ja nichts machen von sich aus.

sie bräuchte z.b. auch ein modell eines gehörs. wenn das nicht dem menschlichen entspricht (frequenzspektrum, logarithmische frequenzerfassung, höhere empfindlichkeit in dem mitten, abnehmende tonhöhenerfassung mit sinkender frequenz, ..), inklusive physikalisch ableitbarer wahrgenommener eigenschaften (ein oktavintervall klingt konsonant, ein halbtonintervall dissonant), könnte der mensch mit den ergebnissen grundsätzlich nichts anfangen.

sowas wie psyche, gehör, ästhetikempfinden, geschmack entwickelt die KI ja nicht von sich aus - weil sie für nichts davon einen grund hat, wenn er nicht vom mensch vorgegeben wird.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
ja hyp... die frage ist doch: wird sie es in zukunft selbst können ?

empfehle dazu mal die serien: real humans (original) bzw. humans (remake)... da werden genau solche fragen gestellt, in bezug auf KI bei humanoiden maschienen...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ich kenne die serien, hatte damals einige folgen von Real Humans und eine von Humans gesehen.
vielleicht hab ich's schon wieder vergessen, aber ging es da den androiden nicht um menschenähnlichkeit, wodurch also auch keine andere musik zu erwarten ist?
und wurde da motiviert, warum es für die androiden überhaupt eine bedeutung haben sollte, was sie tun und wer oder was sie sind?
damit eine bewusstseinsimulationsmaschine den unterschied zu bewusstsein erkennt, braucht sie ja schon ein bewusstsein..
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
real humans wurde nach zwei staffeln eingestellt (leider)....humans ist nun in der dritten staffel. es dreht sich ja nicht um muisk un ki im speziellen sondern eher um die büchse der pandorra...und was passiert wenn sie einmal geöffnet ist. aber das führt hier zu weit und wird off...
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
die büchse der pandora ist längst geöffnet, wie man an den beispielen oben sehen kann.

das wirft natürlich auch spannende fragen auf, beispielsweise hinsichtlich urheberrecht und welche auswirkungen hat es auf den menschen, wenn man sich nicht mehr sicher sein kann, was menschlicher natur ist und was ein ki-erzeugnis.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
es ist im effekt das gleiche wie bisher: der computer errechnet lösungen oder lösungsvorschläge für eine bestimmte menschengegebene aufgabe.
bei diesem ansatz besteht nach wie vor nicht die möglichkeit, dass der computer bezüglich dieser aufgabe, geschweige denn darüber hinaus ein "bewusstsein" entwickeln kann.

inwieweit sich der mensch auf computergegebenen output verlässt, war schon immer ihm überlassen. wenn, dann war die büchse der pandora, wenn man das verlassen auf maschinenberechneten output so nennen will, schon mit der erfindung von rechenmaschinen geöffnet.
 
Geschrieben von: Monkey.vs.Robot (Usernummer # 2438) an :
 
Hab gestern aus Zufall diese Doku auf Servus TV gesehen. Passt vielleicht ein bisschen zu eurer Diskussion.

Dream The Future Musik von Morgen.

https://www.servus.com/tv/videos/aa-1nucevdrs2112/
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
mal wieder eine fernseh-sendung mit westbam... aus 2016, aber ich glaube die hatten wir hier noch nicht:
wdr planet wissen - wie techno die welt eroberte
https://www.youtube.com/watch?v=2vksJaod26Y
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
(englisches) Interview mit DVS1 und imho vielen richtigen Aussagen:
https://www.youtube.com/watch?v=U3o6Ows9RfE
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
zdf kultur - edm für anfänger
[hand] https://www.facebook.com/ZDFkultur/videos/449863179095482/
[hehe]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Komponieren mit künstlicher Intelligenz - Zukunftsmusik

Kann künstliche Intelligenz im Pop mehr als Komponiersklave und Playlisten-Generator sein? Musikerin
Holly Herndon programmierte ihre eigene KI - und zeigt, wie Mensch und Maschine kreativer zusammenarbeiten können.

[hand] www.spiegel.de/kultur/musik/holly-herndon-album-proto-wie-man-eine-ki-zum-singen-bringt-a-1266231.html
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
2speedy: edm mal schön beschrieben.

2hyp: KI immer nur als ersatz für menschliches schaffen zu nutzen ist doch ganz schnell langweilig. wie im artikel beschrieben wirds spannend wenn da was eigenständiges, was unerhörtes kommt. die frage die sich mir stellt ist ob und wenn ja wie vielen menschen das dann gefällt...
 
Geschrieben von: mik (Usernummer # 5095) an :
 
Von Google gibt es ein AI-Plugin für Ableton, falls jemand mal mit so etwas rumspielen möchte...

Magenta
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
zdf kultur - edm für anfänger
[hand] https://www.facebook.com/ZDFkultur/videos/449863179095482/
[hehe]

Waaah! Jetzt kann ich so lange nicht schlafen, bis ich weiß, was es mit dem 'Drop' auf sich hat.
;(
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
mal wieder eine fernseh-sendung mit westbam... aus 2016, aber ich glaube die hatten wir hier noch nicht:
wdr planet wissen - wie techno die welt eroberte
https://www.youtube.com/watch?v=2vksJaod26Y

Ich finde die Doku ziemlich überholt.
Klar, Westbam... deutscher Vorzeige-DJ und so und ich hör ihm immer noch echt gerne zu (beim Reden) aber hatten wir das nicht alles vor xy Jahren schonmal und wieder und wieder?
Dann die Frage der Moderatorin: "Was ist eigentlich Techno??"
Und Zack! Läuft Sonic Empire!
...und das im Jahr 2019... gäääähn.

Oder als der Lenz erzählt, er hätte sozusagen zufällig das Mixing erfunden, als zufällig 2 Platten gleichzeitig gelaufen sind...
Solche "Phänomene" gab es seinerzeit sogar im Rock bzw. Hardrock Bereich, kann mich noch genau erinnern als der DJ in meiner Stammdisse damals Wonderlove von Ian Cussick mit einer anderen Rocknummer vermischt hat, welche mir gerade nicht einfällt... was hab ich da gestaunt und abgefeiert... aber der Punkt ist die Technik mit regelbaren Plattenspielern und was man daraus macht und da war der Lenz natürlich und ganz sicher nicht der Einzige in West Germany.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
KI immer nur als ersatz für menschliches schaffen zu nutzen ist doch ganz schnell langweilig. wie im artikel beschrieben wirds spannend wenn da was eigenständiges, was unerhörtes kommt. die frage die sich mir stellt ist ob und wenn ja wie vielen menschen das dann gefällt...

KI bedeutet bisher ja nur, dass der mensch ziemlich genau die art von output vordefiniert, die ein programm auf dateneingabe hin ausgibt. die KI hat keinen eigenen willen, sie macht nichts "eigenständiges". der output hängt umfänglich von den bahnen ab, die der mensch vorgibt.
und er selektiert hier aus einer großen menge an output, die so ein programm auswirft. der komponist trifft also weiter die entscheidung, was er haben will, was ästhetisch ist und was nicht. das ergebnis ist weiterhin "nur" ein ergebnis menschlicher kreativität.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Oder als der Lenz erzählt, er hätte sozusagen zufällig das Mixing erfunden, als zufällig 2 Platten gleichzeitig gelaufen sind...
Solche "Phänomene" gab es seinerzeit sogar im Rock bzw. Hardrock Bereich, kann mich noch genau erinnern als der DJ in meiner Stammdisse damals Wonderlove von Ian Cussick mit einer anderen Rocknummer vermischt hat, welche mir gerade nicht einfällt... was hab ich da gestaunt und abgefeiert... aber der Punkt ist die Technik mit regelbaren Plattenspielern und was man daraus macht und da war der Lenz natürlich und ganz sicher nicht der Einzige in West Germany.

das kam in der sendung vielleicht falsch rüber; genauer beschrieben in seinem buch "die macht der nacht": er hatte bei einem ausflug nach berlin schon mal einen dj mixen gehört. und danach dann durch learning by doing rausgefunden, wie er das auch in seiner kleinen disco in münster umsetzen kann, indem man den pitchregler nutzt, sich slipmats besorgt etc.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Oder als der Lenz erzählt, er hätte sozusagen zufällig das Mixing erfunden, als zufällig 2 Platten gleichzeitig gelaufen sind...
Solche "Phänomene" gab es seinerzeit sogar im Rock bzw. Hardrock Bereich, kann mich noch genau erinnern als der DJ in meiner Stammdisse damals Wonderlove von Ian Cussick mit einer anderen Rocknummer vermischt hat, welche mir gerade nicht einfällt... was hab ich da gestaunt und abgefeiert... aber der Punkt ist die Technik mit regelbaren Plattenspielern und was man daraus macht und da war der Lenz natürlich und ganz sicher nicht der Einzige in West Germany.

das kam in der sendung vielleicht falsch rüber; genauer beschrieben in seinem buch "die macht der nacht": er hatte bei einem ausflug nach berlin schon mal einen dj mixen gehört. und danach dann durch learning by doing rausgefunden, wie er das auch in seiner kleinen disco in münster umsetzen kann, indem man den pitchregler nutzt, sich slipmats besorgt etc.
Die Zeiten, in denen Techno bei uns politisch war, sind schon sehr lange vorbei.
Leider scheint aber nur dieser politische Hintergrund interessant zu sein.
Darum finde ich es einfach nur altbacken und überholt, wenn den Leuten in Dokus 2019 immer noch von der Wende, Loveparade und Blabla erzählt wird... als währe diese Musikrichtung ausgestorben...
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wizard, wenn eine sendung den titel trägt "wie techno die welt eroberte" geht es dort logischerweise primär um die anfänge/geschichte, sonst müsste die sendung heißen "wie techno nach 30 jahren immer noch existiert" (dann wahrscheinlich eher mit diesen neuen djs, die "oliver koletzki oder so" heißen [Wink] )
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Die Doku hinterlässt beim Seher den Nachgeschmack als würde die Story von Techno nur aus Westbam, Loveparade und Mayday bestehen.
Da müsste man schon ein bissl weiter ausholen.
Wenn wir ehrlich sind, hat Westbam abseits vom Komerz nie eine großartig tragende Rolle gespielt im Techno, da gabs ganz andere Helden wie Väth, Hell & Co.
Wndert mich, dass Marusha nicht aufgetaucht ist.
Nunja, der Drops ist längst gelutscht und das mehrfach.

Was danach per Autoplay aufgetaucht ist war wesentlich interessanter:

Minimal China - Techno im Reich der Mitte

https://www.youtube.com/watch?v=Xx1kPes0O84
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:

Wenn wir ehrlich sind, hat Westbam abseits vom Komerz nie eine großartig tragende Rolle gespielt im Techno, da gabs ganz andere Helden wie Väth, Hell & Co.

das kann man auch anders sehen...
als westbam '85 sein "record art"-manifest veröffentlichte, war väth z.b. noch klassischer unterhaltungs-diskotheken-dj, der von songs mixen noch nichts wissen wollte.
und inwiefern hat dj hell in den 80ern außerhalb von bayern eine rolle gespielt?
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Ich meinte damit nicht "die 80er", sondern "abseits vom Kommerz".
Westbam war einer von vielen Initiatoren in Deutschland aber den Techno erfunden, so wie es in der Doku dargestellt wird, hat er ganz bestimmt absolut überhaupt gar nicht.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
er wird dort lediglich als "einer der pioniere des techno" bezeichnet, von erfindertum war nie die rede. und zu deiner kommerz-these liefert westbam auch die passende antwort: "alle diese musikformen sind kinder des kapitalismus", angetrieben vom traum der protagonisten, damit auch geld zu verdienen und im besten fall sogar davon leben zu können. das trifft auf deine "helden" genauso zu: väth und dj hell haben damals auch nicht für umme gespielt, machten mit ihren labels zu zeiten des technobooms den großen reibach, väth war auf nem major gesignt, mit musikvideos, promo im tv etc. etc.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Kann sein, dass ich mich wiederhole... die Doku zeigt Techno leider nur aus deutscher Sicht und da spielt der Lenz sicher eine Rolle von vielen.
Aber irgendwie geht das doch am Thema vorbei.

Westbam im TV Studio mit CDJ's... vor XY Jahren mit 1210ern... aber die Thematik ist dabei immer noch die gleiche.

Fortschritt schaut anders aus.
Ziemlich typisch Deutsch.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Interview: Kevin Saunderson und Inner City

Mit dem Projekt „Inner City“ stellte Kevin Saunderson den Dance-Music-Sound aus Detroit weltweit auf. Das war 1989. Die Tracks „Big Fun“ und „Good Life“ vermittelten Pop- und Charts-kompatibel den Spirit der „motor city“, bevor der Tresor überhaupt eröffnete.

"Ich verstehe diese Haltung nicht: Never Touch A Classic. Die sind für eine neue Generation gemacht – und im Idealfall entdecken die jungen Leute danach das Original. Für mich ist es das Normalste der Welt, mit der Zeit zu gehen und Dinge immer wieder zu hinterfragen und zu verbessern.
...
Es geht doch letztlich immer darum, auf Trab zu bleiben und sich neu zu erfinden. Bei mir war es der E-Dancer, bei Carl Craig ist es die Arbeit mit einem Orchester. Das macht eigentlich keinen Unterschied. Die Motivation ist immer die gleiche. Nichts darf bleiben, wie es war."


[hand] http://dasfilter.com/sounds/es-gibt-zu-viele-djs-und-ich-bin-einer-davon-interview-kevin-saunderson-und-inner-city
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
nicht so der TF-sound, der seinige, aber bemerkenswerte aussagen sicherlich, dass man auch als mehrfacher DJ Mag-Number One sich u.U. alles andere als souverän fühlt, sonderen dass negative kommentare sein leben "zerstörten" und er (trotz anders als bei AVICII grundsätzlicher stabilität) nicht mehr klarkam und zur therapie musste..


Armin van Buuren's trance evolution and the dark side of success

I see many DJs coping with mental issues — more than I can say in this interview. It only takes one bad night, one bad decision. Even though we’re more aware of it now, I’m so afraid that some other DJ might be hurt.

... they’d come to see the No.1 DJ in the world. That’s when I realised how big that title was, and how much it meant. And with the different crowd came a higher expectation — at least, that’s the pressure that I put on myself. And after that came the depression that I went through in 2010. I was with a coach, and I wasn’t feeling happy about myself. I wasn’t enjoying what I was doing.

I’m too much of a pleaser — I always have been. It’s not a pleasant characteristic to have, because you’re never going to please 100% of people — that’s a given. Yet I was trying so hard. So out of the 10 positive comments on a gig, there’d be one negative one — and that would actually destroy my life. I wasn’t able to sleep, I was using alcohol too much and drinking too much at home, and I was feeling depressed — I was really depressed about being No.1. It was really crazy.

Not that I wasn’t thankful for that title, but I was no longer the Boy Wonder, the guy next door who just played some tunes that everybody liked. I was also the No.1 DJ in the world, which was a great thing to have, but it was hard to get over it. I knew that one day I wasn’t going to be No.1 any more, and I was so scared of that moment — what’s going to happen to me then?

In a way I don’t feel part of this industry at all, because I’ve never been a party animal like many other DJs that are now legends. I’ve never done any excessive drug use or partying until 9am in the morning — I’ve always been focused on the music. That always made me feel a little bit weird, that I didn’t feel a connection with that world.

The toughest thing for me is not being able to please everybody — I still have a tough time with that. ... I’m less afraid to veer out of my comfort zone — but, I’m not gonna lie, I still read all the comments and it still hurts like hell.

Every day I’m on the phone to my wife or my manager, saying ‘Are we gonna do this, are we gonna do that, are we gonna have to cancel this gig and disappoint him or her?’ It’s an ongoing struggle, and it will be until the day I stop DJing.


[hand] https://djmag.com/longreads/armin-van-buurens-trance-evolution-and-dark-side-success
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Fernsehtipp? 25 Jahre Time Warp auf arte.tv
https://www.arte.tv/de/videos/087418-000-A/25-jahre-time-warp/
Online vom 06.06. bis 06.07.19 oder jetzt (08.06. 00:00h) live in der Glotze.
Archiv/Sets u.a. mit Solomun hier, falls wir's früher hier nicht schon erwähnt hatten: [hand] https://www.arte.tv/de/search/?q=time%20warp&page=1
p.s. @mayday: So macht man das: Solides Lineup, volle Halle, viel schönes Epilepsie-Lichtspektakel und vor allem: Feature auf arte und einzelne Sets 'n Jahr lang im Archiv.
[Razz]
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
Fernsehtipp? 25 Jahre Time Warp auf arte.tv

joa da hab ich auch schon nen paar sets von aufm youtube smart tv angeschaut

[hand] https://www.youtube.com/results?search_query=time+warp+25
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Adam Beyer und Drumcode

Ahead of another hectic summer schedule, we meet him at his home in Ibiza to find out how a childhood tragedy gave him the drive to succeed in music, how he’s striving to make his events more environmentally friendly, and how an uncompromising attitude has helped launch Drumcode’s artists onto the world's biggest stages...

Beyer seems overwhelmed at how much good new music is out there. “I never follow trends, and I was always trying to see what’s next — to hear a record that really inspires you,” he says. “That is not maybe the case in the same way, because there’s so many big tracks; there’s like 20 new big tracks all the time. In the past there was like, one. It’s so much of everything.”

He’s also building a studio in his house, and says making music again, which he’s hardly had time to do in the last 10 years, is something he’s deeply anticipating. “That’s one of the most fulfilling things, to just create without an exact purpose,” he says. The studio will also fulfil another goal: turning the Beyer house into a creative hub for the Drumcode family. “Hanging around the pool, barbecues... make it a living place for creativity, and being involved in a lot of production. That’s my dream.”

“Ibiza is a very spiritual place. There’s a lot of plant medicine going on, which, in the past, I wasn’t that interested in. But this place has opened up a whole new avenue to happiness and self-awareness. And it has nothing to do with more money or more big festivals.”


[hand] https://djmag.com/longreads/adam-beyer-technos-uncompromising-kingpin
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
über 2,6 millionen Briten im alter über 45 gehen wöchentlich raven:
https://mixmag.net/read/brits-45-raving-news


Richie Hawtin reflecting on the growth of techno, the hard times, and how his philosophy of balance has kept him afloat in an ever-changing world...

"So much has happened over the past five or ten years, we’re all looking around thinking ‘Wow, how did techno become so big?’ And it is part of that EDM explosion, it is part of bringing and welcoming more people than ever before into our wider electronic music community.

We all dreamed and hoped that we could continue making music for our lifetime and that techno wasn’t just a disco fad or something — we’ve proven that it has staying power, but can it continue to evolve?

The constant touring, late nights, no sleep, isolation from friends and family, sitting in strange hotel rooms, having a not-so-good gig, it’s extreme highs and extreme lows. It’s honestly not something everybody can do. I don’t know if I was born to do this job, or if I re-engineered myself over the past 25 years. It’s difficult, and it’s even more difficult now with the size of the scene, social media, the personalities. It’s incredibly challenging.

The idea of DJing has become even more limited over time. In the early days when I started, it was quite normal to see a DJ bringing an FX box or a reel-to-reel into the booth. As our culture has evolved, the definition of DJing has become tighter and more specific. The equipment in the DJ booth has now become — for a lot of people — CDJs and a mixer.

Two years after he debuted the CLOSE concept at Coachella, it’s time to reflect once again, this time on the show’s influence and evolution. ...
I’ve been experimenting with that for 10 or 12 years, and CLOSE is as close as I can get to creating a live techno show that can compete on that level — in front of thousands of people, next to a rock band or whatever."


[hand] https://djmag.com/longreads/richie-hawtin-techno%E2%80%99s-future-focused-pioneer
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
wir hatten hier den film mit DJ Hell als erfolgloser schlagersänger verpasst [eek]
trailer: Pottoriginale [hand] www.youtube.com/watch?v=2n8iDBAYu9c
Hell bei 0:56-0:59, soundtrack Hell - Copa

neue filme mit ihm vor und hinter der kamera im anmarsch...

Welche Pläne haben Sie für die kommenden Jahre?
"Das Filmgeschäft interessiert mich sehr, und hier ist einiges geplant – als Schauspieler, Soundtrackproduzent, aber auch hoffentlich bald als Regisseur."


[hand] www.traunsteiner-tagblatt.de/region/landkreis-traunstein/traunstein_artikel,-dj-hell-gutes-essen-kein-alkohol-und-gute-musik-_arid,485003.html


"Viele der großen DJs haben ja „Vorkoster“ oder Leute, die aus der Masse der Releases die besten Sachen auswählen. Das sind mittlerweile gut bezahlte Jobs.
...
Kein Künstleralbum mehr zu machen, ist für mich keine Option. Viele Kollegen machen seit Jahren keine eigene Musik mehr, da sie eher wirtschaftlich agieren und das Branding als DJ mehr Prioritäten genießt.


[hand] www.fazemag.de/dj-hell-just-a-gigolo
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
30 Jahre Loveparade.

https://www.morgenpost.de/kultur/article226341687/30-Jahre-Loveparade-in-Berlin-Dr-Motte-im-Interview.html

https://www.zdf.de/nachrichten/zdf-morgenmagazin/loveparade-118.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Dreams of the Future: Reimagining techno's sci-fi foundations

Science fiction has long been a muse for techno producers, but three acts – Lost Souls Saturn, Mat Playford and A Sagittariun – are taking their obsession with the future to new cosmic heights.

"... a lot of post-ravers are looking for what’s next,” says Seth Troxler. His latest project is Lost Souls Of Saturn with Phil Moffa, a multidisciplinary coming-together of contemporary art, music and visuals that has given rise to a self-titled debut album out this month on R&S.

A recurrent theme in sci-fi techno is that it is written as a soundtrack to a movie; either an imaginary one, or one that flows out of the artist after they have submerged themselves in the work of fellow futurists.


[hand] https://djmag.com/longreads/dreams-future-reimagining-technos-sci-fi-foundations
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Jan St. Werner von Mouse on Mars und Stefan Goldmann über Tonsysteme, Künstliche Intelligenz und revolutionäre Technik.

https://taz.de/Elektronik-Groessen-ueber-ihre-neuen-Alben/!5598635
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Der Europäische Gerichtshof spricht sich in Grundsatzurteil für Sampling aus

Die Nutzung eines Audio-Fragments in geänderter, beim Hören nicht wiedererkennbarer Form, stelle auch ohne Zustimmung keinen Rechtsverstoß dar - ein Urteil zugunsten von Moses Pelham.

In dem mehr als 20 Jahre alten Rechtsstreit geht es um eine Zwei-Sekunden-Sequenz aus dem Kraftwerk-Stück "Metall auf Metall", die der Produzent Moses Pelham für den Song "Nur mir" von Sabrina Setlur verwendet hatte.


www.sueddeutsche.de/kultur/eugh-sampling-pelham-kraftwerk-1.4544514


Der EuGH sieht keinen Verstoß gegen das Urheberrecht, wenn ein Nutzer "in Ausübung seiner Kunstfreiheit" ein Fragment entnimmt, um es "in geänderter und beim Hören nicht wiedererkennbarer Form" in ein neues Werk einzufügen. So wie im Falle von Pelhams Stück "Nur mir".

Der EuGH sieht in dem Song keine Kopie, denn es würden nur Musikfragmente in geänderter Form übernommen, um ein "neues und davon unabhängiges Werk zu schaffen". In diesem Fall ist demnach auch keine Zustimmung des Tonträgerherstellers nötig.


www.spiegel.de/kultur/musik/moses-pelham-und-kraftwerk-vor-gericht-eugh-faellt-urteil-zu-sampling-a-1279527.html

[ 29.07.2019, 17:51: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ok, es mangelt nicht gerade an Richie Hawtin-features, dass man schon auf das nächste gewartet hätte.. nevertheless:

Man bildet sich ja ein, als Techno-Fan der alten Schule würde man schon längst alles wissen über Detroit. Das stimmt natürlich nicht, und es braucht keinen geringeren als Richie Hawtin, als einen genau daran zu erinnern. Auch seine Geschichte mit und in Detroit ist gut dokumentiert. Aber: Das eine oder andere Interview liefert dann doch noch neue Details – gerade zu Aspekten, die man gar nicht auf dem Zettel hatte. Nicht nur deshalb ist die neue Folge des Telekom Electronic Beats Podcast eine absolute Hörempfehlung. Im Gespräch mit Gesine Kühne gibt der Produzent, Label-Betreiber, DJ und Sake-Connaisseur offen und ehrlich Auskunft. Über das, was ihn nach rund 30 aktiven Jahren Techno immer noch umtreibt – in der Musik, in der Club-Kultur und dem technologischen Fortschritt.

http://dasfilter.com/sounds/richie-hawtin-in-der-schule-war-ich-der-weirdo-advertorial-das-filter-empfiehlt-den-telekom-electronic-beats-podcast
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
aktuell in der arte-mediathek:
Klaus Dinger, Urvater des Techno
https://www.arte.tv/de/videos/086788-000-A/klaus-dinger-urvater-des-techno/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ALGORITHM IS A DANCER: HOW ARTIFICIAL INTELLIGENCE IS RESHAPING ELECTRONIC MUSIC

We’re moving in a much more co-creative way, where accessibility and experimentation are encouraged.
If we embrace AI tools with the same adventurous spirit the original dance pioneers embraced digital tools, experimenting with them and pushing them to their limits to take the music into the future — a destination that has always been the core aesthetic, source of inspiration and reference for electronic music in the first place.

“What we’re looking at doing,” AI Music founder and CEO Siavash Mahdavi says, “is shifting music to a similar paradigm, so we get more and more people playing with music, lowering the barriers of entry to music creation using these tools. Looking at photography, we still have the artist level photography. That’s there to stay, and it’ll be a similar thing to music. But we’ll have more people playing with and creating music.”

AI can take us out of the cyclical tropes music has become bounded by and enable us to explore much more potential, vastly different aesthetics, approaches, structures and mind-sets, which can only be a positive and progressive thing.


https://djmag.com/content/algorithm-dancer-how-artificial-intelligence-reshaping-electronic-music
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Derrick May talks Detroit, the state of the scene and his orchestra work

"We had to struggle from the very beginning because we were making this music and nobody paid attention to us. You have to understand when we made our first records nobody believed in us. Nobody. There was no international DJ, it didn’t exist. There were no music magazines writing about Detroit music. There was no love and respect for what we were doing because nobody believed we could do it. When we did this, we did it against the whole fucking world! And it’s very difficult for people to understand that, or just see that.

The Detroit music scene was never a poor, abject scene. Juan Atkins’ family was wealthy, Kevin Saunderson’s family was fairly wealthy. I went to some of the best schools, lived in some of the best neighborhoods, played with some of the nicest kids in the city...
There’s that impression that because we’re black and we come from Detroit that we’re poor dumbass black kids or whatever. We’re not, we never were.
[But] We lived around anger and madness and resentment. We absorbed it in a very prophetic way, in a very sympathetic, empathizing manner where it became our backdrop to the story of the likes of us and the city of Detroit. We became the poets and the speakers and the writers of our city and our city’s struggle."


[hand] https://mixmag.net/feature/derrick-may-interview
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Wollten die nicht schon 2018 eröffnen ?

Techno-Museum: Das Momem steht auf der Kippe

https://www.fr.de/frankfurt/innenstadt-ort904326/momem-steht-kippe-12750308.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
das erste: gefragt gejagt - quizshow mit denis karimani
[hand] https://www.daserste.de/unterhaltung/quiz-show/gefragt-gejagt/sendung/gefragt-gejagt-folge-369-100.html
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
hrhr... remute im quiz. gestern abend geschaut... ganz witzig!
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
hier außerdem noch ein neues remute-interview im 5magazine:
[hand] https://5mag.net/features/remute-techno-video-game-cartridge/
 
Geschrieben von: Da_Face (Usernummer # 1081) an :
 
Remute bei Techmoan
https://youtu.be/N1cWXamGZmM
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
"Native Instruments last week cut 20% of their workforce, as part of a “One Native” strategy that is leaving some customers and media uncertain about the direction of the company and its products."
[hand] https://cdm.link/2019/09/native-instruments-cuts/
"(...)Here in Germany, news of the layoffs spread quickly. On top of a handful of layoffs over the past couple of years, roughly 100 staff were cut in a single-day reorganization. Over the course of Thursday, those employees learned the news, most in the Berlin headquarters. With cuts this deep, news spread to social media, but in absence of a public statement, there was little to report.(...)"
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Mensch Meier: Polizei und Zoll stürmen den Berliner Club

https://groove.de/2019/04/01/polizei-und-zoll-stuermen-den-berliner-club/

Interessant ist die Darstellung des Clubs und dann die Gegendarstellung von Martin Pallgen, Pressesprecher der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
marc acardipane @ red bull music academy
https://www.youtube.com/watch?v=-INotoOMGqs
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
It's now 30 years since Ed Handley and Andy Turner first released a record - After WARP took an interest in their first Plaid album, Mbuki Mvuki, released on Black Dog Productions, they signed up in 1993, and became known as a vital part of the ‘90s electronica generation, alongside the likes of Aphex Twin and Autechre.

"... We've always said we're not experimental musicians but we've been lumped into that category because we started when it was an experimental form: everyone was hearing these electronic sounds for the first time. Now people expect revolutionary sounds every couple of years, based on what happened back then, but that's just not possible.

Electronic music has become its own tradition now, like jazz. If you're in the radical experimental world, you do have that pressure of being expected to do something new every time but that's not what we aim to do.

Meeting a huge natural creative talent like Björk definitely did give us more drive. Seeing someone so dedicated and focused on making what is in her mind become something real in the world, and seeing the structure around her that's all about making a good show happen, about giving the audience something real, that was inspiring.

We're definitely not about reinventing ourselves for every project - it's more about understanding our tools and the processes of composition, and refining the processes every time. We definitely have an affinity to the Japanese approach, where artists are proud to repeat and refine their processes. We're very happy to make "another Plaid record", and if we're about anything it's about that refinement of the craft. ..."


https://warp.net/editorial/what-makes-plaid
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
TECHNO-MUSEUM FRANKFURT
CDU sperrt sich - das Momem droht zu scheitern

https://www.fr.de/frankfurt/techno-museum-frankfurt-sperrt-sich-momem-droht-finanzierung-scheitern-zr-13059588.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The art of production: Surgeon

Live electronic performances too often fall into one of two traps. A familiar issue is mitigating risk. While it's understandable to want to minimise the chance of failure, this often results in an over-reliance on the safety measure of using prerecorded parts. This is a naturally tempting option, given the impracticality of recreating complex electronic music onstage, but it can sap a vital sense of danger from the performance.

When you do a live show, obviously you want it to be good. You don't want to look like an idiot and fall on your face. Problem is, that makes you approach it with too much caution and that in itself takes away the power of what a live improvised performance can be. The power is in the danger and risk. That's where the real excitement and energy comes from, so when you're too cautious it quickly makes it kind of impotent.

This makes me think of a recent interview I read with Francis Coppola where he was talking about that latest rerelease of Apocalypse Now. He said something like, "I never let not knowing how to do something stop me from trying it." That's really powerful. It's easy to say, but you've got to get out there and try it. You have to stand up and fail because otherwise you're just going to be stuck in your bedroom.


www.residentadvisor.net/features/3526
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Fatboy Slim bringt Greta Thunbergs Uno-Rede auf die Bühne:

"Nach der Rede von Klimaaktivistin Greta Thunberg vor der Uno machte ein Remix davon im Internet schnell die Runde - ihre Worte wurden zu einem Fatboy-Slim-Klassiker gemixt. Dem DJ gefiel das offensichtlich. (...)"
[hand] https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/greta-thunberg-fatboy-slim-spielt-remix-von-uno-rede-right-here-right-now-a-1290619.html
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=k_mzsMyTCJI
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Theo Parrish ist ein legendärer DJ und House-Produzent aus Detroit. Im Club Griessmühle erinnert er drei Tage lang an das vor 50 Jahren gegründete Label Black Jazz Records und dessen Emanzipationsansatz

„House ist doch heute vollständig von Europa kooptiert. Es ist nicht mehr die Musik, die einst unterdrückten Minderheiten einen Safe Space des Selbstausdrucks ermöglichte, sondern ein Business – und das hat erst mal gar nichts mit der Befreiung von Menschen zu tun.“

Was er jedoch wisse, ist, dass es einen großen Unterschied gebe zwischen den Menschen im Club, die tanzen müssen, und denen, die tanzen wollen. Letztere wollten eine gute Zeit haben, hätten sich gerade mit ihren Freunden getroffen und trügen ihre neuesten Schuhe. Erstere aber sind da, weil sie täglich mit Diskriminierung, mit rassistischen Anfeindungen kämpfen.

In Detroit müssen die Leute tanzen, in Berlin können sie.


https://taz.de/!5630866
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
INSTA DJ - Social Media and the New Age Dancefloor
doku über den einfluss von smartphones und social media auf die elektronische musikszene
https://www.youtube.com/watch?v=CBpldtnWm7M
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Dominik Eulberg: Der Klang des Neuntöters

"Ich bin im Westerwald ohne Fernseher aufgewachsen, die Natur war immer mein Entertainment-System. Das war herrlich – so frei von der Knechtschaft des kapitalistischen Systems. Zugleich habe ich mich auch schon sehr früh, also zur Schulzeit, für elektronische Musik interessiert.

Ist das nicht widersprüchlich? Die klinische, elektronische Musik und die Naturverbundenheit?

An sich gar nicht. Die elektronische Musik basiert auf monotonen 4/4-Rhythmen, die sich schon in der Stammesmusik finden, zu denen sich Schamanen in Trance tanzen. Es gibt also kaum eine Musik, die näher an der Natur ist als die elektronische Musik. Sie ist die instinktivste Form von Musik.

... Aber reiner Hedonismus ist sinnlos, das war mir schnell klar. Nur Sinnhaftigkeit macht glücklich. So mache ich zum einen Fledermaus-Führungen, bin Fledermaus-Botschafter des Deutschen Naturschutzbundes, mache ornithologische Führungen oder botanische Führungen.
..."


www.fr.de/kultur/musik/dominik-eulberg-klang-neuntoeters-13139191.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
What the hell is Business Techno?
[hand] https://mixmag.net/feature/what-the-hell-is-business-techno
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Sven Väth & Underworld

Having known each other since 1994, these two titans of dance music come together to have a sprawling conversation about their careers, dance music and everything in between.

www.youtube.com/watch?v=GNbK_xwkU6k
 
Geschrieben von: Psychogewitter (Usernummer # 15688) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Sven Väth & Underworld

Having known each other since 1994, these two titans of dance music come together to have a sprawling conversation about their careers, dance music and everything in between.

www.youtube.com/watch?v=GNbK_xwkU6k

Göttliches Gespräch, 2 meiner Idole die auf einander treffen. Cooles Ding. Und finde er hat recht. Long Sets sind die Champions League. Legt noch wer gerne lang auf??
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
ja natürlich - mittlerweile mind 4h slot oder gar nicht! dann lieber auf der after von 8/10uhr bis 16/18/20Uhr - allerdings auch nur noch ausgewählt. Die wilde Zeit ist vorbei.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die biografie von legende Tricky (der im frühjahr seine 24-jährige tochter verloren hat) ist erschienen..
Hell is round the Corner
[hand] www.amazon.de/Hell-Round-Corner-Tricky/dp/1788702220

Tricky, a radical artist who stands alone

The book is a rare social document on anti-pop stardom, while being the living truth of success.
You hear the flavour of voices that Tricky grew up with speaking first-hand in the book. It’s brilliantly edited, not a juddering scrapbook. There’s a gamut of heritage as wide as his apparent ease in drifting from New York to LA, to coming back to Europe after dropping a pill in Paris and feeling strangely at home.


https://djmag.com/longreads/tricky-radical-artist-who-stands-alone

---

Although it is bookended by tragedy, and shot through with the violence and abuse of his early life, Hell Is Round the Corner proves an ultimately uplifting read, the testament of a fierce, funny and seemingly indomitable spirit.

Again, unlike most pop memoirs, Hell… is no ghostwritten gloss. Mostly, it’s Tricky talking, but there’s a large supporting cast likewise interviewed by music journalist Andrew Perry to add whatever’s been lost among the endless clouds of ganja smoke.

Visceral and innovative, assembled principally on Tricky’s Akai S1000 sampler, Maxinquaye made Tricky an international celebrity (Bowie was a particular fan) and alongside Massive’s Protection and Portishead’s Dummy spawned talk of “the Bristol sound” and trip-hop, terms Tricky predictably scorns.


www.theguardian.com/books/2019/oct/22/hell-is-round-the-corner-tricky-review
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Jeff Mills gibt 10 denkanstöße für elektronische musiker & DJs & hörer

[hand] www.facebook.com/JeffMills/posts/10162411141200468
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
100% vinyl: Why Sven Väth will never abandon turntables
https://mixmag.net/feature/sven-vath-technics-vinyl-turntables-cocoon-ibiza

With Technics back in business, new labels popping up all the time and a new generation dedicated to playing vinyl, Sven sees a bright future. “Even my 10-year-old son, Tiga, has his own 1210s to practice on,” he says. “I’m happy that so many people are motivated to run a record label nowadays. There are so many labels out there, it’s unbelievable. What’s the future? Streaming... and vinyl.”
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Ich bin mir sicher, dass CDJs nicht mehr verdrängt werden können. Obwohl das ja auch eigentlich nur eine alternative und nix Neues darstellt.
Kann schon sein, dass viele gute Sachen nur auf Platte rauskommen... aber schließlich auch nur zu dem Zweck wieder digitalisiert zu werden.

Das mit dem Streaming ist bestenfalls ein Wunschdenken.
Selbst hier in Deutschland gibts dermaßen viele Funklöcher... wie soll das international klappen?
Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass sich ein DJ von der Internetverbindung abhängig macht..?
Das könnte irgendwann technisch tatsächlich klappen aber bis dahin wird wohl selbst der kleine Tiga schon in Rente sein [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Das mit dem Streaming ist bestenfalls ein Wunschdenken.
Selbst hier in Deutschland gibts dermaßen viele Funklöcher...

praktikabel ist das alles schon heute. bei dem DJ Streaming-dienst von Beatport kann man sich bis 100 tracks lokal zwischenspeichern und dann auch offline abspielen. https://link.beatport.com
funk wäre wohl erst mal nur die alternativlösung, wenn das netz über kabel im club probleme macht.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein langes, sehr intensives interview über The Art of DJing - mit Craig Richards, der 18 jahre lang resident im berühmten Londoner Fabric war.

über das auflegen in den verschiedensten situationen, crowd-reading, mixer, das arbeiten mit guten und schlechten soundsystemen, kleinen clubs, großen clubs, festivals, der architektonik des raums, die chemie beim back-to-back-mixing und über meister wie Ricardo Villalobos, Derrick Carter, Nicolas Lutz und ihre eigenschaften.

"Without suggesting I've lived in a dark castle with a state of manic depression, it was tough, if I'm being really honest, trying to gauge whether you're any good or not, or trying to give yourself enough credit to carry on. I don't mean it to sound like a sob story, because it's certainly not. If you go away, and you have three bad gigs in a row, in three countries in Europe, you return home to confusion about whether you should continue or not! Because it's hurt you so much, it was so disastrous. That's part of learning how to do it."

[hand] www.residentadvisor.net/features/3532
 
Geschrieben von: Abfahrer (Usernummer # 4935) an :
 
„Ich bin nicht der Boss“ - Die Club-Legende Dimitri Hegemann im Interview

[hand] Klick
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
tanith's jahresrückblick 2019:
[hand] https://www.tanith.org/?p=8599

Ich finde Techno gerade so interessant und spannend wie vielleicht seit 25 Jahren nicht mehr. Was sich in den letzten beiden Jahren mehr und mehr angekündigt hatte, hat dieses Jahr volle Fahrt aufgenommen, Techno findet eigentlich nur noch oberhalb der 130 BpM Grenze statt, was ja als Abgrenzung zu anderen Genres eigentlich ganz schön und praktisch ist. Vorbei die Zeit des immer feiner Ziselierens, stattdessen Bassdrums groß und tief wie schwarze Löcher, es darf sich wieder was getraut und gebratzt werden, als hätte es Minimal nie gegeben.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
tanith's jahresrückblick 2019:
[hand] https://www.tanith.org/?p=8599

Ich finde Techno gerade so interessant und spannend wie vielleicht seit 25 Jahren nicht mehr. Was sich in den letzten beiden Jahren mehr und mehr angekündigt hatte, hat dieses Jahr volle Fahrt aufgenommen, Techno findet eigentlich nur noch oberhalb der 130 BpM Grenze statt, was ja als Abgrenzung zu anderen Genres eigentlich ganz schön und praktisch ist. Vorbei die Zeit des immer feiner Ziselierens, stattdessen Bassdrums groß und tief wie schwarze Löcher, es darf sich wieder was getraut und gebratzt werden, als hätte es Minimal nie gegeben.

Wenn er ernsthaft glaubt, dass "Techno" nur oberhalb von 130 bpm und mit Mordskarachobassdrums stattfindet dann ist seine Sichtweise inzwischen schon sehr eingeschränkt... wie das bei alten Leuten oft mal vorkommt [Wink]

Und diesen Seitenhieb auf Minimal verstehe ich sowieso nicht... kommt mir vor wie vor +20 Jahren, als die Schranzer über die aufkommende Minimalwelle gemosert haben.
Hatten wir doch alles schon... backward never oder wie?
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
na wenn man sich als freund des härteren sounds fast 20 jahre mit der minimal-dominanz langweilen musste, ist so ein seitenhieb auf das abflauen der welle doch mehr als legitim. im weiteren text spricht er auch die nörgler und mahner an...
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
na wenn man sich als freund des härteren sounds fast 20 jahre mit der minimal-dominanz langweilen musste, ist so ein seitenhieb auf das abflauen der welle doch mehr als legitim. im weiteren text spricht er auch die nörgler und mahner an...

Wenn er sich gelangweilt hat ist er selbst schuld. Techno ist dermaßen vielfältig und jeder kann sich nehmen was er will und wann er will... vor allem in Berlin.
Er kommt halt noch aus alten Zeiten, wo mit viel BPM laut rumgeschreddert wurde und die Mixtechnik keine wirkliche Rolle spielte. Holperstolper...
Dass der Sound sich weiterentwickelt hat (was manche subtil als "Minimal" bezeichnen) konnte doch nur ein Segen für die Musikwelt sein.
Wenn das alte Geschrammel jetzt grad wieder irgendwie zurückkommt ist das ja schön für die Nostalgiker und Eingefleischten... diesen Trend aber auf eine gesamte Musikrichtung abzuwälzen finde ich ziemlich kleinkariert.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wizard, tanith ist/war zwar auch tf-user, dennoch ist es fraglich, ob er hier noch regelmäßig reinschaut. es würde also mehr sinn machen, wenn du deine kontras zu seiner sichtweise bei ihm im blog als kommentar hinterlässt, damit er darauf reagieren kann.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
@wizard/speedy: Tanith dürfte hier wohl seit vielen Jahren vermutlich nicht mehr aktiv unterwegs sein...

Aber zurück zum Thema:

Soundclouds Technikchef hat das Unternehmen verlassen
"Seit 2017 hatte Artem Fishman das Technikteam der Musikplattform geleitet. Nun verlässt er Soundcloud. Auch der CPO gab seinen Posten Anfang des Jahres ab.
Technikchef Artem Fishman hat Soundcloud zum 19. Dezember verlassen. Das geht aus einem Eintrag im britischen Handelsregister hervor, außerdem verkündete Fishman seinen Abgang in einem Linkedin-Post. Er fühle sich geehrt, eines der besten Entwickler- und Produktteams in Europa geleitet zu haben – „durch turbulente Zeiten“, aber auch durch eine Phase selbstbewussten Wachstums, schreibt er.

Fishman kam 2017 zu Soundcloud. Damals steckte das Unternehmen in einer Krise. Die Musikplattform hatte im Vorjahr Millionenverluste gemacht, musste daraufhin mehr als 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entlassen und Standorte schließen. Ein Investment in Höhe von 170 Millionen US-Dollar rettete Soundcloud, doch Gründer Alex Ljung musste seine Firma in diesem Zuge verlassen. Seinen CEO-Posten übernahm Kerry Trainor, vormals CEO bei Vimeo. Der zweite Soundcloud-Mitgründer und damalige CTO Eric Wahlforss wechselte an die Spitze des Produktteams – an seiner Stelle wurde Artem Fishman Technikchef. Fishman hatte vorher unter anderem als Leiter des Entwicklerteams bei Yahoo gearbeitet.

Anfang 2019 verließ dann auch Wahlforss seinen CPO-Posten. (...)
"
Quelle [hand] https://www.gruenderszene.de/business/soundcloud-cto-geht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
30 Jahre Strictly Rhythm

...die über sechs Vinyl-Scheiben verteilte Best-of-Compilation "The Definitive 30" zum 30. Geburtstag des Labels zeigt, dass Strictly Rhythm auch musikalisch sehr stark war, ja: geradezu eine gesamte Ära prägte. Das lag vor allem an der genialen A&R-Managerin Gladys Pizarro, die das Programm steuerte. Sie hatte sich in der amerikanischen Musikindustrie über Jobs als Empfangsdame und Radio-Promoterin hochgearbeitet und hielt ihr Ohr stets auf der Straße und in den Clubs. ...

www.sueddeutsche.de/kultur/retrokolumne-dancefloor-adrenalin-1.4740326
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 
Aus unseren Gefilden -

"Hinter der Maske"

Toller Typ, der Boris Brejcha-

"Mir sehn´sich" - Franken Life - Interview:


https://youtu.be/kRIs_E3WJVY
 
Geschrieben von: Steffen Landauer (Usernummer # 21989) an :
 

 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die Loveparade soll eine Neuauflage erleben, allerdings unter anderem Namen. Das verkündete ihr Erfinder Dr. Motte – und betonte den „nicht kommerziellen“ Charakter des Projekts.

Dr. Motte kritisiert am Montag die mangelnde Unterstützung durch die Politik. „Techno hat in dieser Stadt für mehr positiven Wandel gesorgt als jede Werbekampagne des Senats“, sagt er. Die Stadt müsse dafür sorgen, dass diese Kultur erhalten bleiben könne.

Mit seinem neuen Projekt „Rave the Planet“, für das er eine gemeinnützige GmbH gegründet hat, sammelt er Geld für eine Technoparade in Berlin.

Erstens soll die elektronische Tanzmusik-Kultur in jeder Form gefördert werden, dem Clubsterben entgegengewirkt werden.
Zweitens wollen sie die Technokultur als „immaterielles Weltkulturerbe“ bei der Unesco dieses Jahr anmelden.
Und drittens (Achtung!) soll es einen offiziellen Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur geben, verbunden mit einer neuen Parade, die an die Ursprünge zurückgehe.


www.tagesspiegel.de/berlin/gruender-der-loveparade-dr-motte-will-neue-technoparade-in-berlin-starten/25427002.html
www.spiegel.de/kultur/musik/dr-motte-will-loveparade-wiederbeleben-a-da7a34c0-753c-4c65-b4c0-19d71ff3bc0b
www.welt.de/vermischtes/article204978372/Rave-the-Planet-Dr-Motte-kuendigt-neue-Loveparade-an.html
https://taz.de/Dr-Motte-zur-Zukunft-der-Technokultur/!5652328
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
Dem ist nichts hinzuzufügen....


Tanith über Dr.Mottes Rave The Planet:
Jaja, ist ja nett das man mich und meinen Panzer hier erwähnt, aber ne, man fühlt sich auch so'n bisschen instrumentalisiert und das hat ja Programm in dieser Sache.
Die Loveparade war nie inkludierend, das fing damit an, wie Motte seinerzeit , anno 1990 nicht mein Tape auf der Loveparade abspielen lassen wollte (Zitat: "Du mußt noch lernen, Techno ist Faschomusik") oder man sich darüber pikierte das „die Ostler“ einen Wagen machen wollen und ging dann weiter mit den Hierarchien auf Wägen wo man irgendwann sogar dazu überging, Leute dafür bezahlen zu lassen, das sie auf den Wagen durften. Elite vs. Pöbel also.
Warum sollte man das also demjenigen zutrauen, der das Ding schon einmal mit an die Wand gefahren hat?
Die 90er sind vorbei, das mag in einigen Punkten schade sein, aber die Zeit der Loveparade ist definitiv abgelaufen und war am Ende nicht umsonst dahin abgewandert, wo es sonst eher um Karneval geht und auch sonst wird man mit einer Loveparade die guten Aspekte der 90er nicht zurück bekommen, eher den Low Spirit von damals nochmal neu aufleben lassen. Ansonsten muß mir mal einer erklären warum Rave The Planet sich als GmbH gegründet hat (Stichwort „Aufwandsentschädigung“?) und nicht als gemeinnütziger Verein und wieso von den Spenden an den Figuren nur 80% ins Projekt fliessen, das sind bei 7,5 Mio schliesslich nicht unbeträchtliche 1,5 Mio, etwas viel für die Herstellung der Figürchen.
Techno hat einiges an Zeit gebraucht um sich von dieser Epoche zu erholen und läuft heute besser den je, ohne Loveparade, dafür mit zeitgemäßen Alternativen, hinter denen keine Personen stehen die des Personenkults verdächtig sind. Kann ja sein das sich der ein oder andere von früher daran stört nicht mehr so ganz in der ersten Reihe zu stehen, aber ich finde es gerade super, wie die neue Generation das, nicht nur musikalisch, weiter führt. Wir haben damals sicher Geschichte geschrieben, aber wie oft will man das bitte noch unterstreichen? Und wieso wollen das einige immer auf sich fokussieren? Ich brauche auch keinen Motte Feiertag, und Weltkulturerbe, c’mon bitch, please! Von der Musealisierung sind wir hoffentlich noch weit entfernt!
siehe auch:
https://www.theclubmap.com/…/dr-motte-rave-the-planet-moeg…/
https://www.facebook.com/reclaimclubculture/posts/2732289283532900?__tn__=K-R
 
Geschrieben von: psyCodEd (Usernummer # 4608) an :
 
dem ist in der tat nichts mehr hinzuzufügen [ultratop]
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Doch.
Finde die Idee, elektronische Tanzmusik hier erneut in die sichtbare Öffentlichkeit zu schieben, perse nicht verkehrt. DEMF funktioniert in Detroit auch. Auch die Unteilbar-Demo neulich in Berlin zeigt, dass es ein Publikum dafür geben kann.
Argumente wie „Der hatte mein Tape damals da nicht spielen wollen“ sind dann eher persönlicher Natur und kein Argument.
Dazu: für ganz viele Menschen war die Loveparade sinnstiftend. Dieses Erkennen, dass man nicht nur im städtischen Keller Gemeinsamkeiten findet, sondern darüber hinaus, war für ganz viele essenziell; egal ob Parade oder Tresorpark oder Ewerk-Parkplatz.

Allerdings: Crowdfunding ist imho Quatsch. Entweder man will das und dann kümmert man sich oder lässt es. 2. der politische Anspruch. Das kann ich noch nicht greifen, kommt mir daher aber komisch vor. (kein Argument - klar. Korelliert mit dieser FFF-Olympia-Geschichte)
 
Geschrieben von: Psychogewitter (Usernummer # 15688) an :
 
Jupp, seh ich genauso. Wenn nur 1 % heute Platten kauft und 10% heute noch hin und wieder in Club gehen, hat die Loveparade umheimlich viel geschafft. Ich bin Technomäßig damit groß geworden, und hab es geliebt. Gut war nie da, aus verschiedenen Gründen, vielleicht hätte es mich dann auch mehr angewidert, wie es sich entwickelt habe.

Ich fände es gut wieder so etwas zu haben, an dem die "Society" nen Fixpunkt hat. Und die Tanith Schreiben sind doch immer sehr Tanithfreundlich, die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie imma in der Mitte!!!
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

Und drittens (Achtung!) soll es einen offiziellen Feiertag der elektronischen Tanzmusikkultur geben

nice try. im sinne der work-rave-balance wäre ich jedoch dafür, dass jeweils ein eigener feiertag für jedes sub-genre der elektronischen tanzmusik eingeführt wird.

Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:

Allerdings: Crowdfunding ist imho Quatsch. Entweder man will das und dann kümmert man sich oder lässt es.

und was verstehst du unter "sich kümmern"? ein paar mio lassen sich nicht einfach herzaubern, indem motte in ne muschel bläst. und ne gesponserte mcfit-parade will doch wirklich niemand mehr, oder?
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Techno muss sterben
Elektronische Tanzmusik begleitet heute vor allem das Ballern synthetischer Drogen. Die Szene ist alt und reich geworden. Also: Geld raus, Bass rein.
[hand] https://taz.de/Gegen-elektronische-Musik/!5654348/
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Geld raus, Bass rein... klingt erstmal gut.
Wenn man aus irgendwas Geld machen kann dann wird das auch gemacht, das ist der Lauf der Dinge und den kann man nicht aufhalten oder gar rückgängig machen.

Das mit der neuen Parade finde ich seltsam... der bayerische Kabarettist Gerhard Polt würde laut sagen: "Brauchts des???!"
Da könnte der Verdacht aufkommen, dass Motte und seine Freunde noch dringend Geld für die Rentenkasse brauchen... ansonsten sehe ich keinen wirklichen Anlass für so eine Aktion.

https://www.youtube.com/watch?v=kPgtZDfbL8I

Beim Schlager zum Beispiel regt sich keiner darüber auf, dass die heile Welt nur vorgegaukelt wird, da gehört das einfach zur Kultur und die Fans lassen sich liebend gerne blenden und fallen dabei in Verzückung...
Da rollt der Rubel aber so richtig und niemanden störts.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
zitat:
Die Speerspitze in der Soundforschung ist elektronische Tanzmusik jedenfalls schon länger nicht mehr. Die alle sozialen Schichten umspannende Jugendkultur dieser Tage heißt Rap.

zu dieser aussage aus dem taz-artikel dann allerdings aus einer anderen quelle:

Electronic music is the world's third most popular genre A recent study in the IMS Business Report found electronic music to be the third most popular music genre, with an estimated 1.5 billion listeners. A third of the 19,000 people asked said they typically listen to electronic, dance and house music, ranking it ahead of hip hop, rap and r'n'b.
[hand] https://mixmag.net/read/electronic-music-third-popular-genre-news
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Münchner Technolabel Ilian Tape

Dario und Marco Zenker betreiben das Label Ilian Tape. Es hat sich als feste Größe der Technoszene etabliert, im Ausland mehr als hierzulande.

Der Ilian-Tape-Sound experimentiert oft mit pumpenden, straighten Techno und komplexen Breakbeat-Rhythmen. Ein zappeliger ADHS-Sound, der nie zur Ruhe kommt, und trotzdem klingt er spielerisch und nie stumpf.

... Damit setzen sich die Zenkers bewusst von einer Münchner Traditionslinie ab, die ihren Anfang beim popaffinen ­Munich Disco-Sound der Siebziger hat. Als Giorgio Moroder in den Music­land-Studios Songs und Alben von Donna Summer und anderen Stars produzierte, die weltweit gespielt wurden. Seither fühlen sich zahlreiche DJs und Produzenten in der Stadt automatischen dem Crowdpleaser-Ansatz von Moroder verpflichtet.


https://taz.de/Muenchner-Technolabel-Ilian-Tape/!5654614/
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
boris brechja in ndr talkshow:
Als sechsjähriger Junge wurde Boris Brejcha Flammenopfer des Flugzeugunglücks in Ramstein. Trost fand er in der Musik. Heute gehört er zu den weltweit erfolgreichsten Elektro-DJs.
[hand] https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Elektro-DJ-und-Musiker-Boris-Brejcha,ndrtalkshow5708.html
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
boris brechja in ndr talkshow:
Als sechsjähriger Junge wurde Boris Brejcha Flammenopfer des Flugzeugunglücks in Ramstein. Trost fand er in der Musik. Heute gehört er zu den weltweit erfolgreichsten Elektro-DJs.
[hand] https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_talk_show/Elektro-DJ-und-Musiker-Boris-Brejcha,ndrtalkshow5708.html

Ich finds immer noch cool, dass er ausschließlich seine eigenen Produktionen spielt und somit eine ganz spezielle Show abliefert, mal abgesehen von der Maskierung und nebenbei ist er ziemlich bodenständig... das alles und der Erfolg damit macht ihn schon zum Phänomen.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
boris ist ein mega typ. unaufgeregt und anständig wie mir scheint...

da gabs die tage schon mal ein anderes interview.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Elon Musk is making progressive house

da Elon mit SpaceX und Tesla wohl noch nicht ausgelastet ist..

https://soundcloud.com/user-209448905/dont-doubt-ur-vibe
https://twitter.com/elonmusk/status/1223133867772502019
https://mixmag.net/read/elon-musk-progressive-house-news
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Elon Musk is making progressive house

da Elon mit SpaceX und Tesla wohl noch nicht ausgelastet ist..

https://soundcloud.com/user-209448905/dont-doubt-ur-vibe
https://twitter.com/elonmusk/status/1223133867772502019
https://mixmag.net/read/elon-musk-progressive-house-news

[Wink]
Du warst etwas schneller mit dem Post, weil, fand es auch wert, das hier zu erwähnen und muss zugeben, schlecht ist der Track nicht. Anders gesagt, es ist schon erstaunlich, in welchen Bereichen Musk talentiert ist *g* - nur sein Tanzstil wirkte vor ein paar Wochen noch etwas absonderlich an, aber eigentlich darf ja sowieso jeder so, wie er will.... Interessant, wie gut sich elektronische Musik für kreative Köpfe zu eignen scheint, denn zuletzt hat mich ja auch Virgil Abloh positiv mit seiner Produktion überrascht - eben mal nicht Fashion. Und dazu mit dem ex-wizkid Boys Noize:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=7jOpNADS6vY
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
den track hat doch garantiert seine freundin grimes ghostproduziert! [hehe]
interssant finde ich nebenbei, dass sich jemand mit mehreren millarden auf dem konto keinen soundcloud-premium-account leistet *g*
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
er nimmt ja nur credits für die vocals in anspruch.. der producer wurde offenbar noch nicht bekanntgegeben.
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
den track hat doch garantiert seine freundin grimes ghostproduziert! [hehe]
interssant finde ich nebenbei, dass sich jemand mit mehreren millarden auf dem konto keinen soundcloud-premium-account leistet *g*

Zumindest sieht das nicht nach ihrem (alten?) Studio aus?
[hand] https://pbs.twimg.com/media/EPltySVUUAAxfew?format=jpg&name=small
[hand] https://twitter.com/elonmusk/status/1223133867772502019/photo/2
[hand] https://www.musicradar.com/news/tech/in-pictures-grimes-hollywood-studio-630125
(von 2015)
Hach, endlich mal wieder Gossip
;-)
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJing & the data wars: How cloud DJing will transform the industry forever

Data is the new currency and DJing is about to get rich. The endless stream of data generated from cloud DJing will go on to affect labels, artists, producers, agents, manufacturers and fans. We explore the implications of this new data war and what happens when the DJ booth suddenly goes online.

https://djmag.com/longreads/djing-data-wars-how-cloud-djing-will-transform-industry-forever
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
DJing & the data wars: How cloud DJing will transform the industry forever

Data is the new currency and DJing is about to get rich. The endless stream of data generated from cloud DJing will go on to affect labels, artists, producers, agents, manufacturers and fans. We explore the implications of this new data war and what happens when the DJ booth suddenly goes online.

https://djmag.com/longreads/djing-data-wars-how-cloud-djing-will-transform-industry-forever

das was dort als zukunftsmusik beschrieben wird, ist eigentlich ein alter hut. audioscrobbling, sogar unabhängig von cloud-streaming, und dienste wie lastfm gibt es bereits seit den nullerjahren. richie hawtin hat schon seit 2010 einen eigenen twitter-account, in welchem in echtzeit die titel, die er gerade auflegt, angezeigt werden.

dass sich das auf breiter masse bei djs nicht durchgesetzt hat, liegt also wohl kaum an der technischen infrastruktur, die prinzipiell schon vorhanden ist. eher daran, dass nicht jeder dj bock darauf hat, da mitzumachen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
A decade of DJing: How technology changed the art form

Over the past 10 years, DJing has undergone seismic transformations in technology and process. New styles of DJing have emerged, and some have had huge impacts on dance music culture — even birthing new genres and music production techniques.

Though tools like the sync button were designed to help DJs avoid trainwrecks, experimental-leaning DJs have used these tools to give themselves even more space to mess around, make daring blends, and assert their scruffy humanity.


[hand] https://djmag.com/longreads/decade-djing-how-technology-changed-art-form

@ speedy
mal schauen, was noch draus wird [Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
wie die zukunft des djing wohl nicht mehr aussieht - auflegen mit vinyl:
[hand] https://www.fazemag.de/zulieferbetrieb-steht-in-flammen-mit-unuebersehbaren-folgen-fuer-die-vinylindustrie/
[Frown]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Hell über seinen ersten Soundtrack, die neue Berliner und die alte Frankfurter Club-Logistik und radikale Veränderungen im Musikgeschäft.

"... Die Szene hat sich radikal verändert und ist doch gleich geblieben. Einer der Hauptunterschiede ist, dass heute viel mehr unterschiedliche Doping-Substanzen im Umlauf und diese auch leichter zu beschaffen sind. Vieles von dem Zeug, was da im Film beschrieben wird, kenne ich als Aufputschmittel gar nicht mehr. Und ich finde es bemerkenswert, dass der Drogenkonsum auch längst die Partyszene und reine Drogenszene verlassen hat. Ich bin zum Beispiel ein großer Fußball-Fan und beobachte mittlerweile in Stadien, dass die Fans dort gerne Ketamin konsumieren, warum auch immer.
...
McNZI ist Teil des Künstlerkollektivs Live From Earth. Trotzdem wird auch Gigolo Records einen Anteil an der Zukunft von McNZI haben. Er lässt sich mit seiner Kreativität einfach nicht kategorisieren und das passt sehr gut zu meiner neuen Definition von Gigolo Records. McNZI ist ein neuer Impuls für die elektronische Musik, eine Art Post-Techno. Und alles ist erlaubt. So war es auch immer bei Gigolo Records seit 1996.
...


www.fr.de/kultur/musik/hell-was-definitiv-nicht-kann-singen-13534196.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Musik-Klau vor Gericht: Sample Minds
In den Achtzigerjahren bastelten vor allem Hip-Hop-DJs aus fremden Songs neue Musik. Seitdem müssen Richter über Sampling-Klagen urteilen - manchmal dauert es Jahrzehnte.
(...)
[hand] Sample Minds - spiegel.de
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Das Virus bedroht auch die Clubs

„Wir sind alle am Zittern“, beschreibt Dimitri Hegemann, Betreiber des Tresor, die Lage der Berliner Clubs. Bis zu 30 Prozent Besucherrückgang hätten die Berliner Clubs und Musikspielstätten in den vergangenen Tagen wegen der Corona-Epidemie verzeichnet. Die meisten Clubs hätten keinen finanziellen Puffer, sagte Hegemann. „Geht das so weiter, sind viele von uns binnen kurzer Zeit tot.“

Die Berliner Clubcommission, in der 200 Berliner Clubs organisiert sind, hat sich Mittwoch mit dem offenen Brief an den Regierenden Bürgermeister gewandt. Sie fordert, kurzfristig einen Rettungsfonds für die von Umsatzeinbußen betroffenen Clubs und Musikspielstätten einzurichten.


[hand] https://taz.de/!5671315

Berghain schließt bis zunächst 20.4.
www.berghain.berlin/de
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Time Warp abgesagt.

https://www.time-warp.de/germany/index_eng.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The Coronavirus And Electronic Music: Perspectives From The Scene

"... A positive side to this crisis is that it forces us all to take a moment to incubate new ideas and shift our ways of thinking and living—this is an important, epochal opportunity to make changes in our world, on a smaller and bigger scale. I hope people realise that this is a lifetime opportunity. ..."
Caterina Barbieri, producer and live performer, Milan
[hand] www.residentadvisor.net/features/3636

How to help the electronic music community
[hand] www.residentadvisor.net/news/72243
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
42 von mittlerweile 263 Coronainfizierten in Berlin hatten zuvor in Clubs gefeiert

https://www.rbb24.de/panorama/thema/2020/coronavirus/beitraege/corona-infektionen-berliner-clubs-kalayci.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Bis zum nächsten Drop: Renaissance des Breakbeat. Wie sich die Neunziger in den Sound der Zwanziger einschreiben.

...Vielleicht hat diese neue Lust [am Breakbeat] auch etwas mit der Ideenlosigkeit einer Welt zutun, die immer öfter binär, konservativ und vor allem linear denkt.

[hand] https://taz.de/!5671973

https://gqomoh.bandcamp.com/album/from-avoca-hills-to-the-world
https://sfx-space.bandcamp.com/track/power-fluids-pitchless
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Bis zum nächsten Drop: Renaissance des Breakbeat. Wie sich die Neunziger in den Sound der Zwanziger einschreiben.

...Vielleicht hat diese neue Lust [am Breakbeat] auch etwas mit der Ideenlosigkeit einer Welt zutun, die immer öfter binär, konservativ und vor allem linear denkt.

[hand] https://taz.de/!5671973

https://gqomoh.bandcamp.com/album/from-avoca-hills-to-the-world
https://sfx-space.bandcamp.com/track/power-fluids-pitchless

Das Gqom das nächste „große Ding“ werden wird, ist schon jetzt absehbar. Und es ist unheimlich spannend, denn da werden ganz hübsch diverse Stile vermischt und neu zusammengesetzt. Nach Dubstep endlich mal wieder eine richtig neue Musikrichtung. 🙂
 



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