This is topic Jean-Michel Jarre | Techno Media Panorama in forum News & Allgemeines: Techno & Medien at technoforum.de.


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Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Edward Snowden & Jean-Michel Jarre - Exit

"Bisher lehnte Whistleblower Edward Snowden alle Künstleranfragen ab. Mit dem Elektropionier Jean-Michel Jarre hat er nun einen Techno-Track aufgenommen. ...
"Exit" ist ein ziemlich rabiater Techno-Track, für den Snowden einen manifestähnlichen Text gegen den allgegenwärtigen Ausspähwahn eingesprochen hat."


track/video: www.youtube.com/watch?v=qsjlbwg8hjk
interview: www.spiegel.de/kultur/musik/a-1087243.html

erscheint auf dem album Electronica 2: The Heart of Noise am 6. mai.
ebenfalls dabei auf dem album: Jeff Mills, Pet Shop Boys, Hans Zimmer, The Orb, Yello, u.a.
das vorgängeralbum (kollaborationen mit u.a. Moby, Massive Attack und Tangerine Dream) war schwach meiner meinung.

https://en.wikipedia.org/wiki/Electronica_1:_The_Time_Machine

https://en.wikipedia.org/wiki/Electronica_2:_The_Heart_of_Noise

[ 25.08.2018, 15:04: Beitrag editiert von: Hyp Nom ]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Das Raster Noton Label feiert im Berghain den 20. Geburtstag

"In der Halle hinterm Berghain erfährt man wieder, wie dunkel und post-humanoid die Musik von Raster-Noton wirkt, dabei aber nie zu trauern scheint. Es geht voran, vielleicht nur ohne uns. Und manchmal erinnert die Installation „White Circle“ daran, wie die Moderne sich die Zukunft vorgestellt hat, als sie noch modern war.

Die meisten Zuschauer stehen konzentriert da. Man könnte auch weiße Kittel verteilen, um die Frage zu inszenieren, ob die ganze Anlage noch Wissenschaft oder schon Wahnsinn sei. Es ist nicht so klar, was man hier genau tut, und das ist großartig."


www.berliner-zeitung.de/kultur/elektro-das-raster-noton-label-feiert-im-berghain-den--20--geburtstag-23973330


Das Elektroniklabel Raster Noton arbeitet an der Schnittstelle von Club und Kunst. Ein Ständchen zum 20-jährigen Bestehen.

"Vor allem ist Raster Noton ein Zuhause für einige der radikalsten Musiker und Soundkünstler der letzten Dekade. Etwa für den japanischen Komponisten Ryūichi Sakamoto (Yellow Magic Orchestra) oder den Briten Mark Fell, einem Vertreter der algorithmischen Musik.

Olaf Bender alias Byetone und Carsten Nicolai alias Alva Noto werden vor allem für ihre unterkühlte und dennoch druckvolle, zwischen Soundkunst und Club pendelnde elektronische Musik geschätzt.

2013 tourten sie mit ihrem Duoprojekt Diamond Version mit Depeche Mode durch Osteuropa. Letztes Jahr produzierte Nicolai zusammen mit Sakamoto den Soundtrack für das Hollywood-Epos „The Revenant“, der bei den Golden Globes für die Sparte „Beste Filmmusik“ nominiert wurde."


www.taz.de/!5299123
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Kraftwerk wohlmöglich zur Tour de France live in Düsseldorf zum Tour Start.

RP-Online
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Eine (etwas andere) Doku über die Rückkehr der Schallplatte, die vom Titel zwar gleiches vermuten lässt, aber vom Inhalt her mehr die Hintergründe beluchtet - und das wie ich finde sehr gut !

[hand] Vinyl lebt! Die Rückkehr der Schallplatte

Weitere Hintergründe zum Doku Inhalt hier auf discogs:

https://www.discogs.com/group/thread/689373

u.a. mit dem Hinweis zu der "animierten" Schallplatte die in der Doku öfters zu sehen ist. Coole sache das [Smile]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
zum status quo von Ambient im jahre 2016

www.zeit.de/kultur/musik/2016-05/ambient-music-brian-eno-tim-hecker-ideologie/komplettansicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Brian Eno über sein neues Album, die 4000 anderen Songs auf seinem Laptop und das Verschwinden der großen Leidenschaft im Pop.

www.zeit.de/2016/21/brian-eno-musikproduzent-pop
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Warum Avantgarde keine Lösung ist und wir neue Superhelden brauchen.
Jean-Michel Jarre über seine 40 aktiven Jahre als Musiker.

"Elektronische Musik ist die wichtigste und größte Bewegung aller Zeiten, nicht zu vergleichen mit Rock oder HipHop. Es geht dabei weniger um einen bestimmten Style als vielmehr um den Ansatz, Musik zu machen. Musiker von heute sind alle Sound-Designer.

Elektronische Musik hat nichts mit Jazz, Blues, Rock oder Pop zu tun. Sie hat ihre Wurzeln in der klassischen Musik und wurde vor allem beim Rundfunk vorangetrieben.

Als „Oxygene“ 1977 herauskam, wollte ich Anti-Pattern-Musik machen. Mein Dogma war damals, und das würde ich auch heute noch jedem Musiker raten: Befreie dich vom Viervierteltakt. Selbst, wenn du eine Drummachine benutzt.

Ich hatte Freunde, die bei Radio France arbeiteten. So bekam ich einen Schlüssel für das Studio, bin da nachts hin, um Musik zu machen. Komplett illegal. So sind meine ersten Platten entstanden. Das war gelebter Underground (lacht). Wir hatten keine andere Wahl, selbst mein eigener EMS wahr unglaublich teuer. Aber ich arbeitete parallel für andere Künstler, schrieb Songs und konnte so ein bisschen Geld verdienen. Es gab damals einfach so gut wie keine Möglichkeit, an elektronische Instrumente heranzukommen.

Alle Superhelden von heute, die für Science-Fiction stehen, sind Marvel-Charaktere, die bereits in den 1940er-Jahren erfunden wurden. Das Bild unserer Zukunft wird immer noch durch Helden unserer Großeltern repräsentiert. ... Wir suchen immer noch einen neuen Philip K. Dick.
Zukunft wird heute nach wie vor eher recycelt als neu erfunden."


http://dasfilter.com/sounds/rave-war-meine-idee-oral-history-jean-michel-jarre-ueber-die-geschichte-der-elektronischen-musik
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Veganer im Drogenclub
Der DJ und Popmusiker Moby erzählt in seiner Autobiografie "Porcelain" von seinem Leben in New York City in den neunziger Jahren.

"Moby ging Ende der achtziger Jahre nach New York, entdeckte die elektronische Musik und die DJ-Szene, hatte mit „Go“ 1992 einen ersten großen Rave-Hit, mit „Feeling So Real“ 1995 einen zweiten. Schließlich wurde er mit dem 1999 veröffentlichten Album „Play“ zu einem der Pop-Superstars des beginnenden Jahrtausends.

Der Großteil des Buches besteht aus einzelnen Szenen und Schnappschüssen seines New Yorker DJ-Lebens, inklusive geografischer Weiterungen auf diversen Raves in Europa. Besonders eindringlich beschwört er die Atmosphäre von New York City und des Pop- und House-Undergrounds zu der damaligen Zeit. Manchmal betont er das Kaputte der Stadt etwas arg stark...

Als er im Alter von 24 Jahren nach New York City kommt, in sein „schmutziges Mekka“, einen ersten DJ-Job in einem Laden namens Mars ergattert und in einer WG im südlichen Manhattan an der Ecke 14th-Straße/Third Avenue unterschlüpft, hat er dem Alkohol entsagt und lebt vegan: „Ich war ein abstinenter Christ, der in Drogenclubs arbeitete. Ich lebte in einer dreckigen Stadt, die von Drogen, AIDS und Gewalt zerrisen wurde. (...) Ich war glücklich.“

Interessant auch, dass für ihn die Rave-Sache mit Friede und Freude, Glück und Eierkuchen schon Mitte der neunziger Jahre ein Ende hat und er in den Clubs nur noch stumpfe Drogenwracks sieht."


www.tagesspiegel.de/kultur/moby-und-seine-autobiografie-porcelain-veganer-im-drogenclub/13667612.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Pantha Du Prince mit neuem Album "The Triad"

"Die Musik von Pantha Du Prince soll tagtraumähnliche Bewusstseinszustände hervorrufen, in denen Vorstellungen einer würdevoll eingerichteten Gesellschaft möglich werden. Ein Ansatz, der den Kern seines Klangkosmos auszumachen scheint: Hier driftet der Realismus ins Magische, bröckelt die Sachlichkeit zugunsten des Mythos. In Bezug auf 'Frau im Mond' kommt die Frage nach einer besseren Welt als retrofuturistische Nostalgie daher: Als sehnsüchtiges Schwelgen in Erinnerungen an die Verheißungen einer Zukunft, die ­unsere Gegenwart kategorisch versperrt."

http://jungle-world.com/artikel/2016/22/54099.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Ich besitze exakt einen Synthesizer – und ich hasse ihn"
Trevino a.k.a. Marcus Intalex

"Zu Beginn war Drum and Bass rebellische Musik. Es war gegen das bestehende System. Das verfickt hohe Tempo alleine schon – 175 Schläge die Minute passen mit rein gar nichts zusammen. Bei House, Techno und Dubstep ist das anders. Da spielen sich die Tempi im ähnlichen Bereich ab. Die Stile kannst du alle miteinander mixen. Aber Drum and Bass passt da nicht rein. Dann kommt hinzu, dass gerade in England Drum and Bass heute Pop ist. Es läuft im Mainstream-Radio, Tracks gelangen in die Top Ten. Es läuft auf jedem Volksfest und in jeder Radiochartshow.

Irgendwann fragte ich mich, ob ich mein Leben lang in dem gleichen schnellen Tempo Musik machen will. Die gleichen Beats, die gleichen Breaks – das hat mich wahnsinnig gemacht. Als dann die große Post-Dubstep-Welle losging, erinnerten mich viele Sounds an meine Zeit mit House und Techno. Es war wie eine Zeitreise für mich ins Jahr 1991.
Es ist nicht schwierig, einen viertaktigen House-Groove zu basteln. Aber ein Track über neun Minuten, der wirklich was zu sagen hat, ist eine große Herausforderung."


In Manchester oder London denken Leute noch immer, Berlin wäre der Ort schlechthin?

"Absolut. Alleine die Mietkosten lassen Berlin nahezu paradiesisch erscheinen. Berlin ist die Club-Hauptstadt der Welt. London war das vielleicht mal. Aber die meisten Clubs verschwinden oder vegetieren vor sich hin. Es ist teuer, einen Club in London zu betreiben. Die ganzen Auflagen und Lizenzen, das macht keiner gerne. London krebst herum, aber auch einfach deshalb, weil es unbezahlbar geworden ist, dort anständig zu leben, wenn man Kunst oder Musik machen will. Ich habe unter denjenigen, die eigentlich Musiker sein wollen, kaum einen kennengelernt, der nicht 40 Stunden die Woche nebenbei arbeitet. Es ist schade, aber die Stadt ist immer mehr durchdrungen von einer Welt der Unternehmen und des Geldes. Es bricht mir das Herz. Vor allem zu sehen, wenn es in einer Stadt wie Berlin ja funktionieren kann."

http://dasfilter.com/sounds/ich-besitze-exakt-einen-synthesizer-und-ich-hasse-ihn-groove-golf-und-genre-ausverkauf-im-gespraech-mit-trevino
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
"Ich besitze exakt einen Synthesizer – und ich hasse ihn"
Trevino a.k.a. Marcus Intalex

seltsam. die titel-aussage "Ich besitze exakt einen Synthesizer" taucht im interview selbst überhaupt nicht auf. dort spricht er lediglich vom fehlkauf eines bestimmten hardware-synths, als beispiel, dass er lieber auf seinem laptop musik macht...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
das scheint eben auch der einzige hardwaresynth zu sein, den er hat.
"Ich mache all meine Musik auf meinem Laptop. ... Letztes Jahr habe ich mir einen Synthesizer gekauft und ich hasse ihn. Es handelt sich um den Analog Keys von Elektron."
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
die überschrift suggeriert, dass er ansonsten auch nicht mit synthesizern arbeitet, also auch keine soft-synths. dass ein produzent im jahre 2016 auf hardware-synths verzichtet, ist ja nichts ungewöhnliches.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die aussage, "einen synthesizer" zu haben, kann sich heute halt nur noch auf hardware beziehen, weil in jeder DAW heute schon mehrere softsynths mit dabei sind.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
in diesem fall findet sich das teaser-zitat (nicht wort- aber sinngenau) auch unzweideutig im interview wieder [Wink]

"Sync-Buttons sind super!"
Jeff Mills im großen Interview

"Ich hatte schon ewig Pläne, mehrere Alben gleichzeitig rauszugeben. Früher musste man schön brav warten, eins nach dem anderen. Auch wegen der Presse. Mit Social Media sieht das heute ganz anders aus. Ich glaube auch, dass die Informationstoleranz sehr hoch ist. Die Leute sind bereit dafür, in einem Monat ein Jeff-Mills-Album zu bekommen und im nächsten Monat schon wieder ein neues. Für einen Künstler sind die Möglichkeiten großartig. Je mehr du produzieren kannst in den wenigen Jahrzehnten deiner Künstlerkarriere, desto besser. Ich möchte meinen Fans lieber mehr geben als weniger."

Wo siehst du die Zukunft der Musik?
"Ich denke, die medialen Grenzen zwischen Musik, Kino und Videospiel werden sich auflösen. Du wirst dich als Konzertbesucher ins Woodstock Festival einklinken können, und dabei sein, wie Jimi Hendrix seine Interpretation von „The Star-Spangled Banner“ spielt. Ja, du wirst selbst in die Haut von Jimi Hendrix schlüpfen können."

Klingt ein wenig nach dem Holo-Deck aus Star Trek.
"Stell dir vor, was man mit einer solchen Technologie anstellen könnte! Es könnte den Schulunterricht revolutionieren. Wenn ein Weißer plötzlich erlebt, wie es war, als Sklave in die USA verschifft zu werden. So ein Teil wäre unschlagbar. Es könnte die Welt verändern."

Das glaubst du wirklich?
"Ja, sobald es uns gelingt, Simulationen so echt zu gestalten, dass auch das Hirn überzeugt ist, dass es echt ist. Dann wird das Verhältnis von Körper und Geist frisch verhandelt. Zu neuen Ufern!"

http://dasfilter.com/sounds/sync-button-find-ich-super-jeff-mills-im-grossen-interview
(vom letzten jahr, erst jetzt entdeckt)
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat "Mills feilt harte, tribalistische Tracks, die schier endlos ins Sphärische spulen. Tools, wie sie Techno-DJs brauchen"

Wann damit eine Eierfeile gemeint ist, stimm ich zu [Smile]

Fakt ist, kaum noch einer spielt seine Tracks heute, ausser er selber. Und wenn seine Tracks gespielt werden (aktuell) dann nur die alten.
Somit versteh ich unter "Tools, wie sie die DJs brauchen" was anderes, als den "Schnarch Zirkus" an Tracks von Jeff Mills die letzten Jahre. Und bitte bloss nicht jeden Monat ein Neues Album...

[wuerg]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
choci, den aufruf bitte erst mal an all die charakterlosen produzenten da draußen - oder sollen die eher weitermachen? [Wink]
hält sich bei ihm mit 2-4 singles und ebenso vielen alben pro jahr in den letzten jahren auch im rahmen.

mal das aktuellste Mills-in-action video geguckt: www.youtube.com/watch?v=tcpSx7tw8vQ

kenne kein set von dir, in dem es so zur sache geht. auch wenn es eins gibt, bist du im allgemeinen sicherlich unterhalb dem energielevel unterwegs, das ein Jeff Mills heute im club bringt. und seine heute ruhigeren veröffentlichungen "mit bassdrum" würden durchaus in deine sets passen.
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
dieser ganze hype um Jeff Mills...
Ich verstehe choci, denke er meint nicht das er auf hören soll zu produzieren.
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Hyp hat da was zusammen geschmissen. Ich kritisiere nicht seine Sets, sondern seine Produktionen. Ausserdem was haben meine Sets mit Jeff Mills zu tun ? Hab ich mit keinem wort behauptet mich an Jeff Mills zu messen, oder messen zu lassen ?! Is mir vollkommen Latte was Jeff Mills für ne Set Philosophie verfolgt...

Wenn man vergleicht was Mills früher "Knüppel aus dem Sack" Techno gemacht hat, und heute vermeintliche Klang Exkursionen in Dimensionen die nie ein Mensch zuvor erreicht hat...

...da kann ich drauf verzichten. Er soll lieber mal wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kommen, in die Tasten hauen und anständigen Techno machen. Wäre mir 100x lieber als so hohl klingendes experimentelles Wischi Waschi Zeug...

Deswegen störe ich mich an dem o.g. Zitat "...Tools, wie sie Techno-DJs brauchen"
Das stimmt einfach nicht mehr (leider)
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die aussage stand im zusammenhang mit der (dreifach-)EP zur Exhibitionist II-DVD, und da stimmen die attribute (eine der platten ist auch 'ne live-EP). tools, tribalistisch, sphärisch. hart je nach definition phasenweise. inklusive acid und alles-analog nach deinem credo, choci.
nur der ganz große lärm bleibt aus, das stimmt. kann aber auch verstehen, wenn er keine lust mehr hat, darauf reduziert zu werden.

http://de.juno.co.uk/products/jeff-mills-exhibitionist-2-part-2/580435-01
http://de.juno.co.uk/products/jeff-mills-exhibitionist-2-part-1/572759-01
http://de.juno.co.uk/products/jeff-mills-exhibitionist-2-part-3/580436-01

von hype zu reden ist wohl auch abwegig - er ist durch all die jahre ständig umtriebig mit eigenen und interdisziplinären projekten und kriegt trotzdem auch nicht mehr oder eher weniger presse als ein richie hawtin, sven väth oder noch schlimmer Kraftwerk, die jahrzehntelang gar nichts machen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Diplo: "EDM is a really lame culture."

... Insbesondere die Electronic-Dance-Music-Szene, in den USA EDM abgekürzt, kritisiert er: "Die DJ-Welt ist verdammt nochmal die blödeste Gruppe von Leuten", sagt er kopfschüttelnd. DJs wie er seien nicht berühmt aus irgendeinem guten Grund, sondern bloß lame, so Diplo. Von wenigen Ausnahmen abgesehen sei diese Kultur "ein sinkendes Schiff". Er sei traurig, ein Teil davon zu sein, sagt der 37-Jährige...

www.spiegel.de/kultur/musik/diplo-haelt-dj-kultur-fuer-ein-sinkendes-schiff-a-1096923.html

original:

Diplo's own take on the EDM scene is even harsher: "The DJ world is the corniest f--ing group of people," he says, shaking his head. "We're not celebrities, we're not famous for any good reason. We're just ... really lame. Besides people like Dillon Francis, who makes fun of the whole thing, or Calvin Harris, it's a sinking ship. It's a really lame culture. I'm sad that I'm part of it, but I play the game."

www.billboard.com/articles/news/magazine-feature/7400330/diplo-dance-on-dj-culture-beyonce-justin-bieber
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
ramon zenker spricht über seine projekte:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=ykOZ6wCh3aA
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Muss Tech-House sterben, damit wir leben können?
[hand] https://thump.vice.com/de/article/muss-tech-house-sterben-damit-wir-leben-koennen
[diabolo]
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
Muss Tech-House sterben, damit wir leben können?
[hand] https://thump.vice.com/de/article/muss-tech-house-sterben-damit-wir-leben-koennen

Interessant... aber auch ein bissl überzogen. Techno an sich stirbt schon lange und Tech-House ist übergeblieben.
Damit "Techno" bei der breiten Masse ankommt, muss es gut und schnell ins Ohr gehen und anschieben und das bietet Tech-House nunmal. Und es ist eben auch die breite Masse, die einen großen Teil des Publikums ausmacht.
Techno im herkömmlichen Sinn ist derzeit ziemlich out kommt mir vor, vermutlich auch darum, weil der Lifestyle schon vor längerer Zeit gestorben ist und so hat sich die Tech-House Kultur aus oben genannten Gründen ausbreiten können.
Stattdessen ist eine große Retrowelle auszumachen, zurück zum 90er Bretterechno und am Besten nicht unter 140 BPM.
Dazu kommt auch noch m.E. dass Deephouse und Tech-House relativ nahtlos ineinander übergehen und sich entsprechend auch das Publikum vermischt.
Jetzt einfach zu sagen, dass Tech-House sterben muss ist nichts weiter als eine frustrierte Aussage denn was würde sonst noch überbleiben, was in der Lage wäre auf längere Zeit zu überleben?
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Damit "Techno" bei der breiten Masse ankommt....
was würde sonst noch überbleiben, was in der Lage wäre auf längere Zeit zu überleben?"

das klingt alles so, als wäre "techno", der nicht von popularmusik abstammt, auf eine sparte angewiesen, die bei der masse ankommt, um zu "überleben", also damit produzenten überhaupt weitermachen, eine nicht-populäre musik zu machen. es gab aber auch schon immer mehr house, trance und rave da draußen als techno. haben technoproduzenten diese sparten "gebraucht", um weiterzumachen? der begriff "überleben" erscheint mir da jedenfalls zu hochgegriffen.
"techno" ist in den letzten jahren ja auch wieder präsenter geworden, wie auch verschiedentlich hier im forum festgestellt.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Ja aber auf eine andere Weise... nix mehr mit Underground und ohne Moos nix los...
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Nene [nein]

Da muss ich widersprechen - aktuell ist eher der Gegenteil der Fall. Techno in der Form wie Techno sein soll ist wieder voll im kommen. Bitte nicht mit den Beatport Maßstab ansetzen, hier wird einem größtenteils schnarchiger Tech House als Techno verkauft. Ausserdem passiert viel jenseits von mp3 und Co. - kleine Labels, Vinyl only usw.

Nebenbei ist das was im Bericht steht nix Neues, dieser Tech House Einheitsbrei verseucht schon seit Jahren das Genre. Davor wars dieser elendige Minimalismus, der auch nicht viel besser war...
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
Ausserdem passiert viel jenseits von mp3 und Co. - kleine Labels, Vinyl only usw.

Ja und das ist auch gut so aber das wird auch klein bleiben. Diese neuen Sachen sind im Prinzip auch wieder nix Neues, zumindest nichts, das man nicht schonmal gehört hat vor 20 Jahren.
Techno ist schon längst ausgereizt und alles was danach kam oder kommt sind Ableger oder neue Aufgüsse.
Die Kommerzialisierung hat doch vor XY Jahren schon angefangen und der heutige Tech-House-Boom ist ein Resultat davon.
Dennoch finde ich, wird das Beste draus gemacht, da es auch in diesem Genre Meisterhafte DJ's und Producer gibt.
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Naja, soviel Neues an Innovationen sollte da auch nicht kommen, erwarte auch ich persönlich nicht. Alles basiert ja immer auf fast den Gleichen Zutaten wie eh und je - egal ob via PC virtuell oder körperlich als Gerät. Wäre sogar schon froh wenns mehr Richtung back to the Roots gehen würde...
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Die Jugend kann, das Alter Weiß... eines ist immer noch das Selbe: Es geht um das nächtelange, extatische Tanzen, welches nunmal der jüngeren Generation vorbehalten bleibt.

Wer jetzt daherkommt und meint Tech-House ist scheiße und muss sterben blabla oder Digital Auflegen ist scheiße blabla oder zu wissen glaubt, was der ultimative Zukuntssound sein wird blabla, ist im Prinzip nichts anderes als ein alter Knacker, der es sich im Gestern gemütlich macht und die Klappe aufreißt.

Selbst der harte Kern hier im Forum besteht aus alten Knackern und wir können diskutieren und Meinungen haben was wir wollen aber die Warheit liegt auf dem Floor und bei denen die darauf tanzen.

Sie hörten das Wort zum Sonntag [smilesmile]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
techhouse ist es, das sich im gestern gemütlich macht, wie der artikel auch aufzeigt..
sehe das problem eher übergreifend bei four-to-the-floor-musik, während im breaks-bereich in den letzten 10 jahren mit footwork, trap, future garage, grime und sowieso dubstep und den ganzen post-dubstep-ablegern eine menge neues passiert ist, was man nicht unter bisherigen stilbezeichnungen abheften kann.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
Techno in der Form wie Techno sein soll ist wieder voll im kommen. Bitte nicht mit den Beatport Maßstab ansetzen, hier wird einem größtenteils schnarchiger Tech House als Techno verkauft. Ausserdem passiert viel jenseits von mp3 und Co. - kleine Labels, Vinyl only usw.

bei den physischen tonträgern kann man die entwicklung schön sehen: satte 118 neue techno-releases auf juno records diese woche vs. nur 46 in der rubrik minimal/techhouse.
 
Geschrieben von: s.sheppert (Usernummer # 16699) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Die Jugend kann, das Alter Weiß... eines ist immer noch das Selbe: Es geht um das nächtelange, extatische Tanzen, welches nunmal der jüngeren Generation vorbehalten bleibt.

Wer jetzt daherkommt und meint Tech-House ist scheiße und muss sterben blabla oder Digital Auflegen ist scheiße blabla oder zu wissen glaubt, was der ultimative Zukuntssound sein wird blabla, ist im Prinzip nichts anderes als ein alter Knacker, der es sich im Gestern gemütlich macht und die Klappe aufreißt.

Selbst der harte Kern hier im Forum besteht aus alten Knackern und wir können diskutieren und Meinungen haben was wir wollen aber die Warheit liegt auf dem Floor und bei denen die darauf tanzen.

Sie hörten das Wort zum Sonntag [smilesmile]

[popcorn] [danke] [grinseschild]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Sónar-Festival in Barcelona
Übers Wochenende trafen sich in Barcelona zum 22. Mal die Aficionados der elektronischen Musik. Was wurde aus den Ansprüchen der Anfangsjahre?

"Während das Programm anfangs noch Aushängeschild für künstlerische Abenteuerlust und Relevanz war, macht es inzwischen viel mehr kommerzielle Kompromisse. ...

Die Auftritte der drei Raster-Noton-Acts Alva Noto, Cyclo und Byetone, Oneohtrix Point Nevers Soloperformance, die britische Künstlerin Gazelle Twin, Kind Midas Sound & Fennesz sowie Kode9 & Lawrence Leks audiovisuelle Livedarbietung des Films „The Nøtel“ waren Beweis dafür, dass es inmitten allen Geldes, aller Sponsoren und allen Kommerzes dieses Gigafestivals immer noch Raum gibt für experimentelle und herausfordernde Kunst.
Speziell der New Yorker Oneohtrix Point Never wirkte in seiner linkischen Art wie eine Offenbarung. Seine Popularität als Künstler ist ein wunderbares Beispiel für die positive Kraft von kulturellem Austausch, der ZuhörerInnen vor neue Herausforderungen stellt. ...

Und es gab die störenden personalisierten RFID-Tag-Armbänder ...
Es gibt also nicht nur kulturellen Austausch, sondern auch den Austausch von Daten im großen Stil und so einen bedenklichen Verlust an Privatsphäre."


www.taz.de/%215314728
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein kurzfilm zu Mobys biografie (siehe posting vom 2.6.), in dem man Moby zu einigen orten jener biografie begleitet:
[hand] www.youtube.com/watch?v=5vyc6dj-Ky4
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Fusion-Festival 2017 fällt aus

http://www.nordkurier.de/mueritz/hammer-fusion-2017-faellt-aus-2923521306.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
squarepusher mit anti-brexit remix-aufruf:

The referendum on the UK's membership of the EU has had appalling consequences. It has amplified many divisions in society and in particular has helped to re-establish xenophobia as legitimate and acceptable. Witnessing this against the global backdrop of a resurgence of the far-right, it's essential that those who find these developments unacceptable make their thoughts known and take action. This piece of music was written in the aftermath of the referendum and I present it as the basis of an internationalist collaboration with sound makers irrespective of what kind of music they make, where they live, their background, their age - all are invited to participate. It is not offered as a substitute for progressive political action but as a complement to it. I put it forward in defiance of the bigotry threatening the fragile connections that exist between us all. I hope it will be an opportunity to reaffirm some of those connections amidst a very disturbing situation. I have provided a finished mixdown of the piece and audio stems of the constituent instrumental parts. Also available are scores and a MIDI file representing the note to note information. Take the parts and use them however you like. It could be subtly remixed or reworked beyond recognition. Change the instrumentation, the key, the order of notes, the notes themselves - it is absolutely open. The only stipulation is this: if you want your piece to be listed on this site then it must have the title "Midi Sans Frontières". You are welcome not to use that title for whatever you do but that means we can't host your piece.

http://www.squarepusher.net/
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
[hand] Die Berliner Nacht ist fest in schwäbischer Hand - Spätzleconnection unter der Discokugel
„Die Baden-Württemberger in Berlin sind coole Dudes, die auch schaffen können. Die Berliner dagegen, nun, ja, sind schon sehr entspannt. Ohne uns Südländer würde hier gar nichts gehen“
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
[hand] Die Berliner Nacht ist fest in schwäbischer Hand - Spätzleconnection unter der Discokugel
„Die Baden-Württemberger in Berlin sind coole Dudes, die auch schaffen können. Die Berliner dagegen, nun, ja, sind schon sehr entspannt. Ohne uns Südländer würde hier gar nichts gehen“

"King-Size-Bar" "Hipster" "Berlin-Mitte"
Das können sie gerne haben... Auch wenn es nicht so ist.
Kann ja nur aus einer Stuttgarter Zeitung stammen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Soundtüftler Holger Czukay

"Anfang der Siebzigerjahre saß Holger Czukay mit seinem damaligen Can-Kollegen, dem Schlagzeuger Jaki Liebezeit, in einem Café an der Münchner Leopold-Straße, als ein exzentrisch aussehender Japaner auftauchte, sich auf dem Bürgersteig hinkniete und zu beten begann.
"Das ist unser neuer Sänger!", sagte Czukay zu dem verblüfften Liebezeit und sprach den Japaner an: "Willst du Sänger einer Rockband werden? Du kannst heute Abend anfangen, der Saal ist ausverkauft." Nachdem Damo Suzuki zugesagt hatte, bat Czukay ihn noch, sich für das Konzert bloß nicht umzuziehen. Der Rest ist sozusagen Geschichte.
...
In den Sechzigern bewarb er sich um einen Studienplatz bei Karlheinz Stockhausen. Im Prüfungsgespräch mit dem Großmeister der Neuen Musik sagte Czukay: "Herr Stockhausen, ich kann gar nichts!" Was er denn überhaupt werden wolle, erwiderte Stockhausen - "Komponist!" Stockhausen schaute ihn lange an und sagte dann, dass Czukay angenommen sei.


www.spiegel.de/kultur/musik/a-1104244.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Techno bringt Frieden, Liebe, Zukunft

Gefühlt geht gerade die Welt unter. Kann elektronische Tanzmusik da helfen? Ja, sie kann, wie einige neue Alben zeigen.

Drastik, Unversöhnlichkeit, Beklemmung, auch danach klingen State-of-the-art-Dancefloor-Produktionen im Jahr 2016. Dass der permanente Ausnahmezustand früher oder später in der Musik seine Spuren hinterlässt, verlangt von den KünstlerInnen, die Form ästhetisch voranzubringen, um sie ethisch zu erden. Das begründete schon Theodor W. Adorno: „Die Unmenschlichkeit der Kunst muss die der Welt überbieten um des Menschlichen willen“.
...


www.taz.de/Ntz-ntz-ntz/!5327203
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
[hand] Die Berliner Nacht ist fest in schwäbischer Hand - Spätzleconnection unter der Discokugel
„Die Baden-Württemberger in Berlin sind coole Dudes, die auch schaffen können. Die Berliner dagegen, nun, ja, sind schon sehr entspannt. Ohne uns Südländer würde hier gar nichts gehen“

nie gehört von dem. Schwaben oder Badenser die ich hier kenne sind u.a. 50% von Suol, der Betreiber vom "Melting Point" oder DGS alias Dr. Gomez [Wink]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
ninetoes "finder", nie gehört?
https://www.youtube.com/watch?v=NVCr0ElU4AQ
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Len Faki und Henrik Schwarz sind auch aus der Gegend. Aber ist ja eigenltich nichts neues das das Nachtleben in Berlin durch Zugezogene bereichert wird.
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
ninetoes "finder", nie gehört?
https://www.youtube.com/watch?v=NVCr0ElU4AQ

nee und ist jetzt echt auch nicht soooo schlecht, aber auch nicht besonders gut.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
lützenkirchen - wie ein hit seine karriere ins wanken brachte:
[hand] http://www.musikexpress.de/3-tage-wach-sein-hit-war-ein-fluch-fuer-luetzenkirchen-591603/

Vor acht Jahren konnte man an kaum an einem heruntergekurbelten Autofenster vorbeilaufen, das Internet anschalten oder in einen Club gehen, ohne von Lützenkirchens Druffi-Hymne "3 Tage wach" zugeballert zu werden. Doch tatsächlich leidet Tobias Lützenkirchen bis heute unter den Folgen dieses Hits.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Fritz Kalkbrenner in der aktuellen print-ausgabe der Brand Eins

...
Sie müssen bei Ihren Auftritten zuverlässig für Stimmung sorgen. Was ist, wenn es Ihnen mal nicht gut geht?

Oder, das Übliche, wenn man einfach kaum geschlafen hat. Hinter der Bühne gibt es dann Momente der Verzweiflung: "Ich kann jetzt nicht spielen." Dann ist es die Aufgabe des Tourmanagers, dafür zu sorgen, dass man eben doch kann. Wenn man spielt, gibt es nur die Show, das ist auch so ein alter, wahrer Variete-Grundsatz. Es gibt Geschichten von Leuten, die mit Durchfall ihr Konzert gespielt haben, da standen dann Eimer auf der Bühne. Oder mit 40 Grad Fieber und einem Arzt an der Seite. Ich will nicht ins Detail gehen, aber das kriegt man hin.

...
Was haben Sie richtig gemacht, außer durchzuhalten?

...Ich kann das, was andere auch können, von denen man nie etwas hören wird. Vielleicht machen sie nicht weiter, vielleicht haben sie ungesunde Nachtleben-Gewohnheiten, vielleicht ist das Glück nicht da. In der jüngeren Generation, aus der ich langsam rauswachse, gibt es viele, die mit Fleiß und Talent und den hehrsten Absichten alles versuchen, und sie finden nicht die Tür, die einen Spalt offensteht. Und hinter verschlossenen Türen wird geklüngelt.

Hat Ihnen Ihr älterer Bruder Paul Kalkbrenner geholfen, dessen DJ-Karriere ein paar Jahre vor Ihrer Fahrt aufnahm?

Mein großer Bruder hat mir als Mensch in vielem geholfen, aber nicht dabei, Auftritte klarzumachen. Auf mich hat keiner gewartet. Das lief auf ganz kleinem Level und über Kontakte, weil ich in den Clubs unterwegs war. Als ich anfing, war Techno schon groß und die Loveparade am Absaufen. Die großen Clubs der frühen Neunzigerjahre hatten ihre besten Zeiten hinter sich.

... Dann kam 2010 der Hit 'Sky and Sand', der das Ganze nochmal auf ein anderes Level gehoben hat. Das war das einzige Stück, das mein Bruder und ich zusammen gemacht haben. Nach so einem Erfolg muss man darauf achten, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

Zum Beispiel?

Glaubwürdig und unabhängig bleiben. Nicht einfach versuchen, ein vermeintliches Erfolgsrezept zu wiederholen. Nach dem Hit kamen die Major-Labels und haben hohe Summen aufgerufen. Ich wusste ganz genau, dass ich den Ball lieber flach halte. Das Geld schenkt einem ja keiner. Im Zweifelsfall hat man sich für 5 oder 6 Jahre gebunden und ist in einer Abhängigkeit. Ich hatte einige Beispiele vor Augen, bei denen das nicht gut gelaufen ist. Ich würde bei Universal nicht mehr CDs verkaufen als beim Berliner Indie-Label Suol, bei dem ich mich sehr wohlfühle. Diese Branche setzt jedes Wochenende viel Geld um, es gibt jede Menge Auftritte, ohne dass man dafür ins Fernsehen oder in die Mainstream-Medien gehen muss. Das wäre unter Umständen nur schädlich, weil es den Nimbus zerstört.

...
Was hätte schiefgehen können in diesen 10 Jahren Ihrer Karriere?

Man hätte viele Drogen nehmen können. Man hätte menschlich unangenehm werden können. 2010, 2011, als das richtig losging, hatte ich wohl etwas zu viel Rückenwind. Man wird geschäftsmäßig knarzig, auch gegenüber Leuten, mit denen man arbeitet. Heute benehme ich mich anders, hoffe ich mal. Was leicht schiefgehen kann, ist das zweite Album. Für das erste hat man das halbe Leben, für das zweite ein Jahr. Das erste ist Ausprobieren, das zweite ist Status-Verteidigen. Das dritte Album war dann nicht mehr so schwer. Was auch schiefgehen kann, ist, dass man für diese Art Leben nicht geschaffen ist und jahrelang auf's falsche Pferd setzt.
...
 
Geschrieben von: rob07 (Usernummer # 726) an :
 
http://www.forbes.com/sites/zackomalleygreenburg/2016/08/16/worlds-highest-paid-djs-electronic-cash-kings-2016/#5413cfbf55ec
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Der rheinische Roosevelt

Link
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
Cristian Vogel und Neil Landstrumm schießen gegen den Tresor. Auslöser war, dass keiner der beiden auf der 25 Jahr Tour spielen durfte.

http://www.thenational.scot/culture/creatively-insulting-neil-landstrumm-on-berlin-techno-imprint-tresors-recent-whitewashing-of-a-key-era-in-its-own-history.21038

“Tresor have been very good to me over the years,” he begins, “but for all of us to have been ignored for the Tresor 25 thing was creatively insulting, to be honest. We sold so many records for them (Landstrumm’s 1997 LP Bedrooms And Cities, for instance, moved 14,000 units alone), and we were a completely integral part of the label for several years. I represented the Tresor brand in New York when I lived there and took it to places like Buenos Aires and Santiago, and Dave Tarrida did the same thing in Tokyo. So it’s very, very strange to find us all being left out like this.”

http://www.fazemag.de/tresor-unter-beschuss/
„Neil’s releases on Tresor were unique, powerful and ground breaking. There’s a stupid crisis going on here – we need to be careful. The young generation don’t know who we are and what we did. YouTube is a terrible medium for placing innovation in a historical context. The current media don’t write about what we do now, because we are not ‚fresh‘ names. The academic institutions don’t respect what we did because the impact of underground club culture is still not taken seriously enough. I know of a few highly influential contemporaries of mine that have to quit and sell all their gear because they can’t keep on in this limbo – I’ve come very close to having to do that myself. The media, DJs and cultural funds could be supporting and helping the pioneers of techno rather than making us feel the dull thud of rejection. Why are we struggling so hard to the point of being ‚forgotten‘ and edited out by the very culture we worked for? This particular Tresor story – Its not just about not being invited to the celebration gig. No-ones mentioning the breach of recording contracts and unpaid royalties (at least in my case)… like selling all my albums out of contractual agreement without accounting to me – for over 10 years. Talk about exploitation! I’ve been made to feel that I’m not allowed to whinge or complain about it, I have to be humble and count my blessings or something – ok – I did that for years. But being excluded from the history that I helped create, well that stings enough for me to speak out. I really hope people don’t think any less of me. Ok, thats it – I don’t want to discuss it anymore. Its all water under the bridge as far as i’m concerned. I do not wish my music and my name to be associated with that label and club. Its nothing to do with where my work is now. Big respect goes out to all the supporters and fans of my music, who clearly cherish it for what it is and what it means to them. That makes it all worthwhile.“
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
hm ... olle Hegemann wird sich dabei schon was gedacht haben .....
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Durchgerüttelt, aber glücklich resümiert Philipp Rhensius in der taz das Festival Berlin Atonal, wo einem vor Industrieruinenkulisse alle Spielarten experimentell-elektronischer Musik "aus der ideologischen Obdachlosigkeit helfen". Was die Besucher vereine, sei "nicht nur das Bedürfnis nach einer anderen Welt, sondern auch das, die Routine der eigenen Sinne durch radikale Musik herauszufordern".

www.taz.de/!5335101

"Dass minimalistisch arbeitende Musiker im Dunkeln auftreten oder sich durch Nebel den Blicken entziehen, ist nicht nur zu einem Paradebeispiel multimedialer Einfallslosigkeit geworden, sondern beschädigt auch gerade in diesem Fall die Zartheit der dargebotenen Sounds durch den Überwältigungscharakter der Inszenierung.
Ich möchte darum an dieser Stelle ein Kunstnebel- und Verdunkelungsmoratorium für Elektronik-Pop-Festivals fordern. Besonders im Spätsommer! Die nebligen Tage des Herbstes kommen schließlich noch früh genug."


www.berliner-zeitung.de/24652148
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
„Jeder Error ist wichtig“
Interview: Dimitri Hegemann hat mit dem Club Tresor Berlins Ruf als Partyhauptstadt begründet. Doch sein Vermächtnis soll größer sein.

"Ich treffe immer noch Leute, die versuchen, die Dinge in Bewegung zu halten wie wir. Ich würde gern eine Academy for Subcultural Understanding aufmachen, eine Akademie für Subkulturen, für die nachfolgenden Generationen: eine Sammlung des Gedankenguts, das wir hatten."

www.freitag.de/autoren/katja-kullmann/jeder-error-ist-wichtig
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
gibts doch schon:

http://www.jugendkulturen.de/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Bill Brewster, welches Gefühl beschleicht Sie, wenn DJ auf der Grossraumbühne stehen und frontal die Masse beschallen?

Kein Gutes. Ein DJ gehört nicht auf eine Bühne, wo er wie eine Rockband ein Programm abspult. Er sollte eher im Hintergrund wirken, irgendwo in einer dunklen Ecke. Wie Junior Vasquez im New Yorker Klub Sound Factory in den 1990er Jahren: Der legte in einer abgeschotteten Kabine auf, die nur einen schmalen Sichtschlitz hatte. Schliesslich geht es um die Tänzer, sie sind die eigentlichen Stars – nicht die DJ.

Heute aber tanzt das Publikum im Klub meist dem DJ zugewandt.

Ja, das stimmt. Wenn aber das Publikum einfach nur dem DJ zunickt, dann ergibt sich eine andere Stimmung – eine Stimmung, die auf Kosten des Gemeinschaftsgefühls geht. Im Klub soll die Chemie zwischen DJ und Publikum ständig neu verhandelt werden. Es ist ein Hin und Her, ein Geben und Nehmen. Ich persönlich schaue lieber den Tänzerinnen zu als dem DJ.
...


Heute macht die Technik das DJ-Handwerk zum Kinderspiel. Ist das nicht alles zu einfach geworden?

Hier gibt es ein Missverständnis: Jeder Idiot kann sich innert kurzer Zeit das Mixen beibringen. Aber das ist noch lange kein Beweis für Qualität. Nur weil ein Zimmermann einen Nagel sauber einschlagen kann, ist er noch lange kein guter Zimmermann. Und weil einem heute die Technologie die DJ-Technik erleichtert, ist man noch lange kein guter DJ.

Die technischen Fähigkeiten sind also nicht so wichtig?

Jeder, der sagt, beim Auflegen gehe es ums Mixen, hat nichts begriffen. Nehmen wir David Mancuso als Beispiel, einen der Disco-Gründerväter, einen der grössten DJ der Geschichte: Er mischte gar nichts – er legte einfach einen Track nach dem anderen auf. Und trotzdem gelang es ihm, einen grossartigen Vibe zu schaffen. Es kommt auf die Programmierung an, nicht auf die Übergänge.
...


So mach einer rümpft die Nase über DJ, die digital auflegen. Viele sehen Vinyl immer noch als das einzig wahre DJ-Medium.

Ich liebe Vinyl. Und ich kaufe mir heute noch viele Platten. Aber diese Format-Diskussion geht wirklich komplett an mir vorbei. Es ist mir auch noch nie passiert, dass sich eine Tänzerin bei mir beklagte, nur weil ich nicht Platten aufgelegt habe. Den Leuten ist der Tonträger egal – wichtig ist ihnen die Musik. Und man darf nicht vergessen: Die DJ-Kultur war immer auch eine des technologischen Fortschritts.

www.nzz.ch/feuilleton/machen-dj-eigentlich-kunst-es-geht-ums-repertoire-nicht-ums-mischen-ld.109839
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
"Spielt Banksy bei Massive Attack? Und heißt er Robert?
[hand] https://beta.welt.de/kultur/pop/article157935604/Spielt-Banksy-bei-Massive-Attack-Und-heisst-er-Robert.html
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
Gary D ist an einer Lungenembolie verstorben [Frown]

http://www.fazemag.de/gary-d-ist-tot/

[ 03.09.2016, 17:38: Beitrag editiert von: MrFonktrain ]
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
@fonki: für todesmeldungen gibt es einen eigenen thread:
[hand] https://forum.technoforum.de/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=21;t=007183;p=2#000049
 
Geschrieben von: MrFonktrain (Usernummer # 1460) an :
 
dachte ich mir. hatte gesucht aber nichts gefunden... sorry! Kann gelöscht / verschoben werden. (geht das?)
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die amerikanische Techno-Variante EDM ist die letzte Verfallsstufe der einst subversiven Clubkultur. Filme wie "XOXO" bringen das Elend jetzt auf den Bildschirm.

"...Schlafen kann ich noch, wenn ich tot bin zeigt den DJ (Steve Aoki) als Arbeitstier ohne Flair. Das Höher-schneller-weiter-Prinzip des modernen EDM ist Aoki in Fleisch und Blut übergegangen. Schuld daran sei sein Vater, bilanziert der Film etwas küchenpsychologisch. Der Restaurantbesitzer, Wrestler und Abenteurer Rocky Aoki lebte ein Leben unter Starkstrom vor, zeigte jedoch wenig Interesse an den Ambitionen seines Sohnes. Heute übergießt sich Steve Aoki auf der Bühne mit Schampus, bewirft sein Publikum mit Kuchen und lässt es von riesigen Robotern mit Rauchkanonen beschießen. Sein EDM ist eine Mischung aus Kindergeburtstag und unbehandelten daddy issues.
...

Unter den Technopuristen ist das Genre auch deshalb so verhasst, weil es verschiedene Strömungen der Dance Music auf einen kleinsten gemeinsamen Nenner zusammenstutzt – und zugleich als Spektakel für die größte denkbare Zielgruppe aufbereitet. EDM ist männlich, weiß, hetero. Bestimmt von einer Eindeutigkeit der Verhältnisse, die es in der queeren, vielseitigen Clubkultur seiner Wegbereiter nie gegeben hat.

XOXO und We Are Your Friends thematisieren nicht das Aufbäumen gegen diese bestehenden Verhältnisse. Als Jugendkulturfilme kann man sie vergessen..."

www.zeit.de/kultur/film/2016-08/xoxo-we-are-your-friends-edm-film-netflix
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Das Ambient-Genre, heute vitaler denn je, wartet mit spannenden Innovationen auf.

Häufig als beliebige Hintergrundmusik belächelt, werden die ausufernden Klangkulissen von Ambient heute von einer wachsenden Hörerschaft geschätzt. Umso mehr noch, als derzeit originelle Künstler für neue Farben und Kontraste in der Ambient-Tradition sorgen.

«In den 1990er Jahren brachten Künstler wie Aphex Twin, Biosphere, Boards Of Canada oder Autechre sehr viele neue Ansätze und Einflüsse ein, teilweise als Gegenentwurf zur damaligen Technokultur», meint Timo Alterauge von Denovali Records. «Eine wesentliche Weiterentwicklung der letzten zehn Jahre war nun sicherlich, dass für Brüche im Kontinuum gesorgt und dass auf brutalere Sounds gesetzt wurde – aus Werken von Tim Hecker oder Ben Frost hört man etwa auch den Einfluss von Metal auf das Klangbild heraus.»

Vor allem aber im Konzert stösst Ambient heute auf mehr Resonanz denn je zuvor..."


www.nzz.ch/feuilleton/musik/brian-eno-und-das-ambient-genre-brueche-in-den-ruhigen-flaechen-ld.107536

coole entwicklung.. auch wenn ich da an mein letztjähriges album denke, das teils eben auch von Doom Metal inspiriert war.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Lena Willikens ist eine stilistische Eklektikerin

Eine der großen unbeantworteten Fragen der Gegenwart ist die, was einen guten DJ ausmacht. Sind es die Skills hinter dem Mischpult? Ist es die Fähigkeit, mit dem Publikum zu kommunizieren? Oder ist es die Auswahl der Stücke, die zwischen eingängigen Hooks und seltenen Fundstücken changiert, damit sich weder die Tänzer noch die Plattennerds vor dem DJ-Pult langweilen?
Bei der Kölnerin Lena Willikens fällt die Antwort leicht: Es ist der Mut zum Bruch. „Ich wiederhole mich ungern, deshalb probiere ich in jedem Set etwas neues aus“.
...
House trifft auf elektrifizierten Desert Blues aus Nordafrika und endet in einem Rhythm-Noise-Stück, das die finnischen Minimalelektroniker Pan Sonic gemeinsam mit dem gerade verstorbenen Suicide-Sänger Alan Vega aufgenommen haben. „Es geht darum, Menschen im richtigen Moment zu überraschen“, sagt Willikens.
...
Willikens erzählt gern von Produzenten und DJs, die sie interessant findet. Nicht, um mit ihrem Netzwerk anzugeben, sondern weil sie weiß, dass Musik am besten funktioniert, wenn unterschiedliche Charaktere aufeinandertreffen, was in der hetero-männlich geprägten DJ-Szene nicht immer der Fall ist."


www.taz.de/!5333799
https://soundcloud.com/lenawillikens
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Matthew Herbert über bildende Kunst in seinen Arbeiten, die Wichtigkeit von Visualität, Kommerz und das politische Potenzial von Club-Musik

"Musik kann jetzt Dokumentation sein, man kann Musik über den Brexit machen, über die Revolution in Syrien, aus Zitaten von Politikern und den Geräuschen, die ein Schwein auf der Schlachtbank macht. Die Musikindustrie ist nicht besonders interessiert an dieser tiefgreifenden Veränderung. Und sie ist wahrscheinlich auch nicht besonders fähig, darüber zu reflektieren und zu diskutieren, weil sie so sehr damit beschäftigt ist, Jack Daniels und Festivaltickets zu verkaufen. Musik ist mittlerweile zu einem derartigen Soundtrack des Konsums geworden, dass es schwer vorstellbar ist, dass sie sich davon lösen könnte."

www.monopol-magazin.de/ich-versuche-die-kontrolle-über-die-bilder-um-mich-herum-zurückzuerobern
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Roosevelt über authentisches Songwriting, Indie-Ödnis und Clubkultur

"Es geht bei Indie-Musik und gerade bei Indie-Konzerten vor allem darum, einfach da zu sein, die richtige Band zu hören. Die sind eher so ein Happening. Im Club hat mich diese Ehrlichkeit im Bezug auf das Feedback des Publikums fasziniert. Als DJ weißt du, ob du deinen Job gemacht hast oder nicht: Wenn die Leute nicht tanzen, hast du ihn nicht gemacht. Als Indie-Band hast du oft nicht gewusst – auch wenn das nicht für Gitarrenmusik im Allgemeinen gelten mag – ob du ein gutes Konzert gespielt hast.

Physisches Feedback hast du bei Gitarren-Konzerten nur selten. Diese Komponente möchte ich aber in meinen eigenen Produktionen und Shows nicht missen. Deshalb ziehen wir Sachen live länger, die Drums bekommen mehr Power. Und obwohl wir mit Band spielen, läuft das fast wie ein DJ-Set ab. Für mich ist das jetzt best of both worlds.

Was mich an Michael Jackson fasziniert hat und mich auch heute noch an Popkultur interessiert, ist das Erschaffen einer Figur, die schon nicht mehr menschlich ist. Michael Jackson, David Bowie – die hatten etwas Außerirdisches. Das halte ich nach wie vor für einen wichtigen Faktor in Popmusik. Es ist schade, dass das insbesondere deutscher Popmusik komplett abhanden gekommen ist. Der sehr authentische Singer-Songwriter ist ja schon fast das einzige Modell des deutschen Popmusikers. Je authentischer, desto besser. Ich finde es total uninteressant, wenn jemand seinen Alltag beschreibt. Es ist doch spannender, mit Popmusik etwas zu erschaffen, das größer als die eigene Person ist."


http://dasfilter.com/sounds/das-streben-nach-pop-interview-roosevelt-ueber-authentisches-songwriting-indie-oednis-und-clubkultur
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Abende im Berghain gelten nun vor Gericht als Kulturveranstaltungen. Nur leider ändert das nichts am ungeklärten Status des DJs.

Man könnte das Brandenburger Tor abreißen, und es würde der weltweit wirksamen Anziehungskraft Berlins kaum schaden. Aber wenn das Berghain dicht machte, wäre der Ofen wohl aus.
Nun ist der Club, dessen berühmt-berüchtigte Partys freitagnachts beginnen und erst am Montag früh enden, ins Zentrum eines Kulturkampfes geraten. Eigentlich hat das Berghain nur eine gerichtliche Auseinandersetzung gewonnen, bei der es um viel Geld geht. Das Berghain hatte gegen das Finanzamt Berlin geklagt und letztlich vom Finanzgericht Berlin-Brandenburg Recht bekommen.
...
Das Finanzgericht Berlin-Brandenburg hat nun zwar anerkannt, dass Berghain-Besucher wegen bestimmter DJs kommen, die dementsprechend beworben werden. Deren künstlerische Darbietungen stünden im Vordergrund der Veranstaltungen und nicht die unterhaltsame Party drumherum. Aber ein Berliner DJ, der namentlich nicht genannt werden will, sagt, das Urteil ändere für ihn jetzt erst einmal nichts. Er lege zwar mit CD-Playern, einem Sampler und mehreren Effektgeräten auf, was einem Liveset schon nahe komme, er spiele aber weitgehend nicht eigene Musik, schließlich sei er DJ und DJs legten nun mal vor allem die Musik anderer Künstler auf. Umsatzsteuerlich liefe er damit immer noch unter der Kategorie "Unterhalter". Also gebe er beim Finanzamt lieber weiterhin an, er spiele vor allem eigene Musik, sei Livekünstler und damit steuerbegünstigt.
...


www.zeit.de/kultur/musik/2016-09/berghain-club-berlin-umsatzsteuer-dj-kultur
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
paul van dyk bei markus lanz:
https://www.youtube.com/watch?v=U6JbF3RKOLM
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
paul van dyk bei markus lanz:
https://www.youtube.com/watch?v=U6JbF3RKOLM

Uff !

Hab ich garnicht mitbekommen mit seinem Unfall im Februar - das ist ja mal fürchterlich tragisch...


[Frown]
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Bericht über das U 60311

Keller-Club liegt brach

[ 26.09.2016, 19:53: Beitrag editiert von: CHoCi ]
 
Geschrieben von: s.sheppert (Usernummer # 16699) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
paul van dyk bei markus lanz:
https://www.youtube.com/watch?v=U6JbF3RKOLM

Uff !

Hab ich garnicht mitbekommen mit seinem Unfall im Februar - das ist ja mal fürchterlich tragisch...


[Frown]

Mitbekommen schon, aber dass es ihn doch dermaßen heftig erwischt hat, war mir auch neu. schlimm schlimm. Und wie ihn das ganze verändert hat, ist auch krass anzusehen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The 50 Best Ambient Albums of All Time

Wallpaper music? None here. These are the albums that have shifted moods and created new worlds:

http://pitchfork.com/features/lists-and-guides/9948-the-50-best-ambient-albums-of-all-time
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
The 50 Best Ambient Albums of All Time

Wallpaper music? None here. These are the albums that have shifted moods and created new worlds:

http://pitchfork.com/features/lists-and-guides/9948-the-50-best-ambient-albums-of-all-time

Erfreulicher Weise auch schöne viele alte Sachen dabei (70s/80s) Da muss ich mich mal mit beschäftigen. Für alle Quereinsteiger in das Thema sei gesagt, es lohnt sich jedenfalls hinten anzufangen, also mit den richtig alten Sachen. Manchmal kommt man aus dem staunen nicht raus, wie weit die Machwerke damals weit ihrer Zeit voraus waren. Kein Wunder werden die Originalpressungen heute für absolute Spitzenpreise verkauft...
 
Geschrieben von: nicogrubert (Usernummer # 1292) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
The 50 Best Ambient Albums of All Time

Wallpaper music? None here. These are the albums that have shifted moods and created new worlds:

http://pitchfork.com/features/lists-and-guides/9948-the-50-best-ambient-albums-of-all-time

Für mich fehlt noch "Saafi Brother - Mystic Cigarettes" in der Liste.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
da fehlt so ziemlich alles was wirklich von Belang ist.

Ambient works ist so ziemlich die Einzige die ich da auch sehen würde.
 
Geschrieben von: bobnet (Usernummer # 11679) an :
 
Da gefällt mir diese Liste hier auf discogs wesentlich besser:

Top 10 Ambient Albums
https://www.discogs.com/de/lists/Top-10-Ambient-Albums/25708

Insbes. die "Stevie Be Zet - Archaic Modulation" habe ich in der 50er Auflistung vermisst.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die unterschiedlichen meinungen, was in die liste gehört und was nicht, zeigen wohl auch die ergiebigkeit des genres.
oh ja, auf Recycle or Die (Steve Be-Zet u.a.) gab's natürlich auch klassiker in dem bereich.


am freitag steht das neue Yello-album 'Toy' an. hier alle tracks auf 25 min. angespielt [hand] www.youtube.com/watch?v=kOyg4-oMLgc

"Die Musik ist unser Tiger"
Siegfried & Roy sind in Las Vegas, Meier & Blank in Berlin: Zum ersten Mal in seiner 38-jährigen Bandgeschichte tritt das Duo Yello live auf. Sogar mit neuem Album.

Meier: ... viele Musiker werden heute von ihren Instrumenten gespielt, nicht umgekehrt. Die scheinbare Vielfalt des Klangangebots führt zur Einfalt der Musik. Die kommerziellen DJs wie David Guetta shaken da auf der Bühne, unterhalten die Massen und bekommen eine halbe Million Euro pro Auftritt, aber artistisch ist das eine Pöbelei, eine Hysterie von austauschbaren Machern und flacher Musik ohne große Identität. ...

ZEIT ONLINE: Trotzdem hat David Guetta beim Streamingdienst Spotify fast 23 Millionen Fans und Sie mit Yello kaum mehr als 160.000. Was bedeutet das?

Meier: Mal abgesehen davon, dass wir Spotify bis vor Kurzem gar nicht bedient haben: Was Guetta macht, ist Kitsch und Kitsch war immer schon erfolgreicher als Kunst. Der Science-Fiction-Autor Stanislaw Lem wurde mal gefragt, warum in seinem Genre so viel Schrott produziert wird. Seine Antwort: 'Ganz einfach! In allen Gebieten der Kunstversuche ist 98 Prozent Schrott, bei uns traut man sich, es auch zu sagen.'
... Da sind viele Mitläufer, Angepasste und Opportunisten unterwegs, die nicht sich selbst erfinden, sondern ein Marketingkonzept.


Blank: Wobei ich auch Yello nicht als Kunst bezeichnen würde. Trotzdem haben wir zumindest den Anspruch, nicht das einfachste und gefälligste Strickmuster zu liefern. Dafür finde ich 160.000 Fans bei Spotify eine ganze Menge.

www.zeit.de/kultur/musik/2016-09/yello-dieter-meier-band-toy-album-comeback/komplettansicht

video-interviews:

IMS Ibiza 2016: Yello - Keynote Interview [hand] www.youtube.com/watch?v=Iw60om4GgDM
Dieter Meier @ Radio Berlin [hand] www.youtube.com/watch?v=LaKPX0KMD_4
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Robotermusik

Die Roboter kommen. In der Industrie, in der Dienstleistungsbranche, kaum ein Bereich, in dem Roboter nicht bereits eine Rolle spielen oder in naher Zukunft spielen werden. ...

Roboter dienen als Projektionsfläche für Wünsche und Ängste aller Art. Da passt es umso besser, wenn nun ein kleines Festival in Berlin mit dem programmatischen Titel „Wir sind die Roboter“ mal ganz handfest untersuchen will, was die Robotik gerade im Bereich der Klangerzeugung bereits heute zu bieten hat. ...

„In spätestens zehn Jahren wird die Arbeit mit Musikrobotern ganz normal sein“


www.tagesspiegel.de/kultur/robotermusik-festival-temblo-haelt-den-takt/14603076.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
In Berlin findet das erste Festival für Maschinenmusik statt. Warum sind musizierende Roboter so faszinierend – und zugleich so befremdlich?

Im Wohnzimmer wirken die Musikmaschinen unter der hohen Altbaudecke fast verloren, kaum größer als handelsübliche Instrumente sind die meisten von ihnen. Manche Roboter gleichen Requisiten aus früheren Science-Fiction-Filmen. Etwa der C3, ein automatisches Carillon, das eher an eine Schaltzentrale als an ein Glockenspiel erinnert; andere muten an wie verspult-futuristische Versionen bekannter Instrumente – so wie das BowJo, eine Art Banjo, dem man die Holzhaut bis aufs Skelett abgezogen hat.
...


www.taz.de/!5340636
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Techno in Kuba
www.nzz.ch/feuilleton/musik/electro-szene-kuba-jenseits-von-son-und-salsa-ld.119472
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Wie Presets moderne Musik prägen

... Eines der bekanntesten Beispiele für die Nutzung fertiger Sounds ist der DJ Skrillex. Durch die Nutzung von Presets hat er ein Gerne geprägt: Dubstep. Für seine Songs nutzte Skrillex einen virtuellen Synthesizer von NI. "Auf gewisse Art und Weise haben wir ihn mit einigen Presets inspiriert. Aber auch er hat eine ganze Generation von Produzenten inspiriert und auch maßgeblich einen Sound definiert, obwohl er Presets benutzt hat", sagt Galic.

Der von Presets beeinflusste elektronische Sound in Kombination mit Rock- und Pop-Elementen hat elektronische Musik in den USA stadionfähig gemacht. Acht Grammys hat Skrillex in den vergangenen Jahren bekommen.

"Um tolle Musik zu machen, muss man nicht seine eigenen Instrumente entwickeln", sagt Galic. "Sondern man muss sich ein paar Instrumente heraussuchen und lernen, diese zu beherrschen." Das gelte auch für elektronische Musikinstrumente.


www.spiegel.de/netzwelt/web/presets-so-praegen-digitale-voreinstellungen-die-musik-a-1114112.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Produzent und Sänger Fritz Kalkbrenner über das Älterwerden, die Bedeutung der Stadt Berlin für seinen Sound und sein neues Album „Grand Départ“

... Um zehn darf man schon Fahrt aufgenommen haben. Unstrukturiert in den Tag hinein zu leben – damit kann ich mich nicht identifizieren.

Sie arbeiten also sehr diszipliniert?

Anders geht es als Künstler nicht. Ich möchte nicht unken, aber es ist ja durchaus denkbar, dass Kollegen mit einem schlechteren Zeitmanagement schneller aussortiert werden.

... Ihr neues Werk „Grand Départ“ ist thematisch vergleichsweise düster. Es geht ums Älterwerden und um die Narben, die das Leben auf der Seele hinterlässt.

Ich verbreite hoffentlich nicht zu viel schlechte Laune. Ich thematisiere eine natürliche Entwicklung: Wir alle werden alt, wir sterben, nichts bleibt übrig. Das ist der ganz normale Lauf der Dinge.

Eine ziemlich nüchterne Perspektive.

Absolut nicht, es ist die einzig realistische Sicht auf das Leben. Diesen Werdegang machen wir alle durch, und damit muss man umgehen können. Ich empfinde das nicht als traurig.

... Empfinden Sie das Label „Berliner Künstler“ als Bonus?

Ich kann damit nicht viel anfangen. Trotzdem funktioniert das Berlin-Etikett im Ausland noch ganz gut: Da ist die Stadt immer noch ein Sehnsuchtsort. In solchen Momenten wird mir wieder bewusst, welche Möglichkeiten wir hier haben. Als Ur-Berliner weiß man das vielleicht gar nicht mehr zu schätzen.
Mir stellt sich eher die Frage, wie stark sich hier alles verändert und wie hoch der Verlust ist, der damit einhergeht. So hat halt jeder seine eigene Perspektive auf die Dinge. Manchmal nervt dieser Wandel. Wenn Leute deinen Dialekt widerlich finden, dein Naturell nicht verstehen und die Geschichte dieser Stadt nicht kennen, aber unbedingt hier leben wollen, irritiert und verwundert mich das.


www.tagesspiegel.de/kultur/fritz-kalkbrenner-im-gespraech-eine-oktave-reicht-voellig/14684834.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Über Empathie und Hypnose, After-Party-Parties und aktuelle Pläne: Ein Strandspaziergang mit DJ Mladen Solomun.

"Wenn ich auf einer Party auflege, dann suche ich mir immer vier oder fünf Personen auf der Tanzfläche, mit denen ich Blickkontakt halte.
...
Ich suche mir immer einen, der die Musik richtig fühlt, auch mal die Augen zu hat, bei den Flächen mitgeht. Dann einen Skeptiker, der nur langsam in Fahrt kommt. Und immer auch eine Gruppe von Leuten, die Spaß miteinander haben."

„Rapport“, nennt er diese Beziehung; der Begriff stammt aus der Hypnose-Therapie. Um diesen Rapport noch etwas länger bestehen zu lassen, gibt es nach der Party im Pacha stets die After-Party auf einer Finca irgendwo in den ibizenkischen Bergen. Wer mitkommen darf und soll, entscheidet Solomun, indem er vom DJ-Pult aus Armbändchen an die ihm besonders ans Herz gewachsenen Partygäste verteilt.

Vorrangig ums Geld geht es Solomun bei kolportierten Tagesgagen im fünftstelligen Bereich nicht mehr primär.
... „Ich hätte zum Beispiel als Resident-DJ für unglaublich viel Geld in einem Club in einem Wüstenstaat spielen können. Das muss dann aber doch nicht sein“.


www.fr-online.de/musik/dj-solomun--es-brodelt-da-in-mir-,1473348,34881884.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
seit 13 jahren gibt's im ZEIT Magazin die rubrik 'Ich habe einen Traum'.
heute mit James Blake..
"Als ich neun oder zehn Jahre alt war, hatte ich einen wiederkehrenden Traum, in dem ich von einem gigantischen Eichhörnchen die Straße hinuntergejagt wurde..."

www.zeit.de/zeit-magazin/2016/42/james-blake-traum
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Cowboy in Berlin

https://www.welt.de/vermischtes/article159186522/Texaner-verirrt-sich-ins-Berghain-und-rennt-wieder-raus.html

[lachlach]
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
DJ killed the Popstar

Hörspiel Download möglich.

WDR
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Kanadischer Plattenladen verkauft versehentlich bislang unbekanntes Burial-Release/white-Label vor dem offiziellen , öffentlich noch gar nicht angekündigten Verkaufsstart *g*
[hand] https://www.musikexpress.de/black-friday-burial-719171/
[hand] http://consequenceofsound.net/2016/11/burial-shares-two-new-songs-young-death-and-nightmarket-listen/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Politik auf dem Dancefloor

Noch immer schluckt die Angst, zukünftige Bookings zu gefährden, den Impetus einiger DJs und Produzenten, sich auch als politische Person zu verstehen.

http://groove.de/2016/12/25/politik-auf-dem-dancefloor-djs-mit-haltung
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
steht die rückkehr von The KLF bevor?

Am 23. August 1994 verbrannten Bill Drummond und Jimmy Cauty alias The K Foundation aka The KLF eine Million britische Pfund in bar und beerdigten damit das gemeinsame Band- und Kunstprojekt. 23 Jahre später hat das Duo jetzt ein kryptisches Video ins Netz gestellt, dass die weltweite Fangemeinde zu abenteuerlichen Spekulationen anregt. Kündigen diese 46 Minuten tatsächlich die Rückkehr eines der subversivsten Elemente des Pop an?

www.youtube.com/watch?v=1snD2zm1pBQ

www.intro.de/popmusik/kommen-the-klf-zuruck-kryptisches-video
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zum Thema Politik möchte ich sagen, dass das auf dem Floor tatsächlich nichts verloren hat.
Es gefällt mir auch, dass hier im TF politisch derzeit nichts diskutiert wird, obwohl es mehr als genug Zündstoff gäbe...
Dieses Technodings ist doch eine Sache, an der alle teilhaben können, egal welcher Herkunft oder eben auch politischer Einstellung... im Endeffekt zu dem Zweck, den Alltag auszublenden.
Wenn jetzt diverse DJs meinen, sie müssten ihre politische Einstellung kundgeben dann sollen sie das von mir aus machen... ob das gerade in dieser Szene Sinn macht steht auf einem anderen Blatt. Ich persönlich halte wenig davon.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
techno ist ja nicht so pop wie andere unterhaltungs/konsumgut-bereiche.. auch im blick auf z.b. die detroiter wurzeln, wo techno bis heute als politischer akt gehandelt wird. ein bestandteil von kunst/kultur ist eben auch gesellschaftliche/soziale/politische reflektion.
letztlich ist ja alles politisch, auch der rückzug ins private ist eine aussage über zustände und eine politische handlung, mit der man sich einer fraktion zuordnet, die z.b. konformitätsdruck ausüben kann.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
auch der rückzug ins private ist eine aussage über zustände und eine politische handlung

Nö... ich empfinde einen vorübergehenden Rückzug ins Private ganz einfach als Auszeit... somit auch eine Auszeit von der Politik.
Detroit hat natürlich seinen Stellenwert... in den USA.
Hierzulande sehe ich das eher aus dem Standpunkt
der Aufbruchstimmung nach der Wende.
Okay, das ist dann irgendwo auch wieder politisch wenn man die Vorgeschichte betrachtet aber im Endeffekt ergibt das für mich eben das Gegenteil... die entgültige Befreiung von der Politik, welche ein paar Jahre später mit den Worten "Friede, Freude, Eierkuchen" versehen worden ist... und bei aller Mottigkeit bis heute gültig sind, sein sollten...
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zur KLF:
[hand] https://d235mwrq2dn9n5.cloudfront.net/wp-content/uploads/2017/01/C1aJowFWIAE95vH_1483621559_crop_550x802.jpg
[hand] http://www.factmag.com/2017/01/05/the-klf-return-poster/
"The most encouraging part is at the end, however, where the message reads that Drummond and Jimmy Cauty are “currently at work in their light industrial unit.” There’s even a solid date – whatever emerges “will not be made public until the 23rd August 2017.”"
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Mal wieder ein Interview mit Sven Väth

[hand] "Vielleicht lachen sie hinter meinem Rücken"
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The most expensive dance floor records ever sold on Discogs

www.residentadvisor.net/features/2752
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Über den Stil Vaporwave

Vaporwave steht der Gegenwart nicht feindselig, nicht einmal kritisch gegenüber, sondern fatalistisch-interessiert. Ironie spielt dabei nur am Rande eine Rolle, eher ein Sich-ergeben-Haben, so eine Art Geworfensein. Es ist Musik, die es schafft, einem Angst zu machen. Sie ist beunruhigend, sogar unheimlich, angereichert mit Weltuntergangsnarrativen, depressiven Zukunftsvisionen, einer impliziten Gesellschafts- und Technologiemüdigkeit und zugleich einer gewissen Überidentifikation mit der Post-Internet-Gesellschaft und ihren Mythen. Facetten des Transhumanen, dadurch auch Unheimlichen, Unbewussten dieser Gesellschaft werden in musikalische Form gegossen. Im Vergleich mit den Beschleunigungen des hyperaktiven Plastikpop könnte man Vaporwave sowohl als Gegenkultur dazu als auch als ihren dunkleren Zwilling sehen.

www.sueddeutsche.de/kultur/popmusik-dunkler-zwilling-1.3399934

https://dreamcatalogue.bandcamp.com/track/you-cant-go-this-way-right-now
https://dreamcatalogue.bandcamp.com/track/new-wares-new-heirs-ft-devora-shavinski
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Bassdrums in Beirut
Über einen DJ-Trip im Libanon

"Vielleicht lebt Beirut schon vor, was bei uns eine denkbare Zukunft sein könnte? In einer zerstrittenen Krisenregion zu leben und dennoch dabei nicht zu verlernen, was es heißt zu leben, zu genießen, zu feiern, die Menschlichkeit zu zelebrieren und zu tanzen.

... Der Club The Grand Factory befindet sich unweit des Hafens in einer alten Papierfabrik. Ein nachts sonst verlassenes Industriegebiet. Ein schwerer Lastenaufzug fährt die Gäste hoch. Wenn danach die Tür geöffnet wird, kommt man sich wie in einer Clubszene in einem Hollywoodfilm vor. Ein riesiger Mainfloor, starkes Licht, bretternde Bassdrums, toller Blick über die Stadt. Lange Haare wehen in gefühlter Zeitlupe am Gesicht vorbei. Überall hängen Pflanzen von der Decke. Ein sensationelles Layout, eine Location, die selbst das übersättigte Berlin enorm bereichern würde. Ich rede kurz mit Miss Kittin.

... Die Emphase, mit der hier Musik zelebriert wird, ist umwerfend. Es gibt keine trolligen Antihaltungen, wie man sie sonst von schlecht gelaunten Decksharks oder Besserwisser-DJs kennt. Für einen DJ ist es immer ein gutes Zeichen, wenn die Leute bis an die letzte Reihe an der Bar tanzen. Hier machen sie es durchgängig. Es kommt einem unwirklich vor. Aber es herrscht auch ein feines Gefühl für die Musik.
..."


http://dasfilter.com/gesellschaft/bassdrums-in-beirut-ueber-einen-dj-trip-im-libanon
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
epischer essay in der ZEIT:

"Wie wird der Pop auf die aktuellen politischen Ereignisse reagieren? ... Wie soll es mit der Popmusik im Jahr 2017 weitergehen?
...
Kunst, die jeden Deutungsspielraum verstellt, indem sie dem Betrachtenden ihr Gutmeinen aufnötigt, ist bodenlos nervig. Nur ganz selten gelingt ihr ein Schwebezustand, eine Verunsicherung, die zum Denken anregt.
...
Also, vielleicht, mehr Krach. Mehr Industrial, mehr Irritation und mehr Minimal Music. Mehr nackten Lärm. Mehr Unklares. Weniger Text, weil gute Mehrdeutigkeit schwierig herzustellen ist. Weniger Erläuterungen und Bekenntnisse, weil das Publikum dann wieder selbst nachdenken dürfte. Mehr "Was könnte das heißen?". Weniger Protestmusik, die genau so schon heißt. Keine weiteren Vereinfachungen mehr, bitte. Mehr Widerhaken. Und mehr Verkomplizierungen. Mehr Unverständnis."


www.zeit.de/kultur/musik/2017-03/agit-pop-musik-politik-donald-trump-widerstand/komplettansicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Wenn die Leute nicht im Club sterben, dann sterben sie eben zu Hause."

Der britische Produzent und Designer Moiré hat sein zweites Album herausgebracht. Ein derber, Lo-Fi-infizierter Hybrid aus roughem Sampling, Deep House, rauschenden HiHats, snipermäßigen Bassline-Etüden und dem guten Gefühl, dass Musik doch noch etwas bewegen kann – im Hintern wie im Kopf. „No Future“, das auf Ghostly erscheint, borgt sich den Slogan nicht ohne Grund beim Punk. Denn für Moiré (er hält sich mit Klarnamen und Gesicht-Marketing vornehm zurück) liegt in seiner Heimat England nicht erst seit dem Brexit einiges im Argen.

http://dasfilter.com/sounds/london-ist-ein-einziges-trauerspiel-ein-interview-mit-moir

https://moire.bandcamp.com/album/no-future
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ambient ist die politischste Musik der Neuzeit:

"... die Schwebezustände der minimalistischen [Ambient-] Klang-Blasen dürften auch unter psychohygienischen und identitätspolitischen Gesichtspunkten betrachtet ein höheres Subversionspotenzial bereit halten als alles, was die Avantgarden des 20. Jahrhunderts bis hin zu Free Jazz und Artrock mit ihren Konflikt-, Protest- und Radaudramaturgien einst zu mobilisieren versuchten. Zu einem Zeitpunkt, da diese ungebrochen auf das Erweckungspotenzial von Schock- oder Verstörungsästhetiken setzten, begann Ambient Music gelassen und unauffällig mit der Positivierung jener Selbstfremdheit, die uns seit Poes Folterkammern als abgründig, unheimlich und auf jeden Fall als bedrohlich perhorresziert wurde."

www.perlentaucher.de/essay/daniele-dell-agli-ueber-brian-enos-reflection.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
[hand] https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article162859117/Vorzeige-Start-up-Soundcloud-in-der-Krise.html
"Probleme beim Berliner Vorzeige-Start-up: Soundcloud steckt in einem Strudel von schlechten Nachrichten und schlimmen Gerüchten. Auf negative Berichte reagiert die Musikplattform zunehmend gereizt. (...)"
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Er ist einer der weltweit bedeutendsten Techno-Künstler überhaupt: Erstmals seit 17 Jahren bringt Wolfgang Voigt nun wieder ein Album zu seinem Projekt "GAS" heraus.
...
Voigt hat in den 1990er Jahren die elektronische Musikwelt geprägt wie nur wenige andere. Unter seinen zahlreichen Projekten ragt sein Projekt GAS heraus. Es ist ein auf stark verdichteten Klassiksequenzen basierendes, düsteres Klangkunstwerk. Eine "assoziative Rolle" spielten dabei, so der Künstler, die Klischees von deutschen Mythen, wie dem deutschen Wald oder der Romantik von den Gebrüdern Grimm bis Novalis.
...
Am Sonntag tritt Wolfgang Voigt bei der Maerzmusik-Abschlussveranstaltung "The Long Now" im Berliner Kraftwerk auf. Unter dem Titel "Rückverzauberung" wird der Rahmen eines Konzerts auf 30 Stunden gedehnt.


Audio-Interview
www.deutschlandradiokultur.de/techno-neues-gas-album-nach-17-jahren.2156.de.html?dram:article_id=382145
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Wohl eines der ältesten Techno Openairs in D fällt dieses Jahr aus.


Kein Love Family Park 2017

Liebe Fans,
schweren Herzens müssen wir Euch leider mitteilen, dass es dieses Jahr keinen Love Family Park geben wird. Wir konnten keine Einigung mit unserem Vermieter in Mainz erzielen.Parallel haben wir uns in den letzten Monaten viele potentielle Flächen angesehen und zahlreiche Gespräche geführt. Leider lässt sich keine dieser geprüften Alternativen für 2017 realisieren.

http://www.lovefamilypark.com/news/kein-love-family-park-2017/index_ger.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Interview mit DJ Hell zum am 28.4. kommenden album Zukunftsmusik:

"...die ersten House Produktionen, das war Musik von schwulen Produzenten, schwulen DJs für schwules Publikum, eine reine Black Community. Eine schwarze schwule Community. Für viele konservative Amerikaner war das in Kombination mit der Art von Musik natürlich maximale Provokation. Es gab sogar diese Anti-Disco Plattenverbrennungen in einem großen Stadion in Chicago. Die ersten House Platten waren alle von schwarzen schwulen Produzenten. Das wollte ich einfach nochmal aufgreifen mit dem Album. Es ist eine Hommage an diese ganze Bewegung. Meine Kunst und mein Leben basiert auf dieser Art von Musik und dieser Kunst. Mein ganzes Schaffen basiert auf dieser Underground Gay Szene und Kultur. Da fand ich es einfach logisch, das 2017 nochmal zu betonen..."

www.valeriesoschynski.com/blog/2017/3/5/interview-mit-dj-hell
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Wir haben einige führende Produzenten zu ihrer Perspektive zum Thema Originalität befragt: die Antworten sind extrem vielseitig und reichen von konkreten Ideen dazu, wie konzeptorientierte Arbeit zu originellen Tracks führen kann, über ein Manifest, sich einfach auf sich selbst zu verlassen bis hin zu der Erkenntnis, dass Musiker sich in Sachen Originalität gegenüber Wissenschaftlern immer noch nicht zu verstecken brauchen."

Wenn du nicht weißt, was du nicht weißt, ist der Geist am empfänglichsten für Ideologie.
Meine Sicht auf kreative Produktion hat sich geändert, als ich angefangen habe, bildende Kunst zu studieren. Bei einem Werk visueller Kunst ist es jedem in der westlichen Welt vollkommen klar, dass du Respekt verschenkst, wenn du andere, etablierte Künstler kopierst oder imitierst. Für Populärmusik aber scheint das meiner Meinung nach nicht zu gelten. Eher im Gegenteil: Fälschungen, Nachahmungen und sogar direkter Diebstahl sind unter Musikproduzenten sehr üblich. Es gibt ja viele Musiker, von beliebten Elektronik-Produzenten bis hin zu Vertretern neuer klassischer Musik, die behaupten, im Bereich der Komposition und des Klangs sei bereits alles gesagt. Als ob es keine Möglichkeit mehr gebe, ein originelles Stück Musik mehr zu erschaffen. Ich bin fest davon überzeugt, dass das Unsinn ist. Aber natürlich ist es eine wunderbare Ausrede, einfach Samples aus einem Archiv zu nehmen und damit die eigene bequeme Langeweile oder faule Vereinnahmungen zu begründen.

(Burnt Friedman)

Für mich ist Originalität mehr als nur ein Qualitätskriterium. Wie willst du damit beispielsweise Jamie Lidell bewerten, der eine Coverversion von „Daddy No Lie“ aufgenommen hat, bei der er den Klang einer Sun-Ra-Aufnahme nachahmt? Oder wie willst du damit Sampling bewerten? Die einzelnen Elemente, die beim Sampling verwendet werden, sind nicht originell. Die Kombination kann aber sogar sehr originell sein. Oder was ist mit Audiosoftware, die Hardware imitiert? Unsere übliche Vorstellung von Originalität ist ein alter Hut. Wenn wir sie in der digitalen Welt effektiver machen wollen, müssen wir ihr mehr Dimensionen zugestehen. Die Achse von „originell“ bis „unoriginell“ reicht nicht mehr aus. Wie wäre es mit einer Achse von „Innovation“ bis „Kopie“? Oder von einer essentiellen „Figur“ bis hin zu einem reinen „Hintergrundelement“?
(Cristian Vogel)

Arvo Pärt ... sagt darin, dass er versucht, seine Musik so wenig wie möglich zu „dekorieren“. Alles in ihr sollte eine Bedeutung, Funktion und einen Grund haben. Das hat mich sehr tief beeindruckt und ich habe mich in die Idee von Musik als „Akupunktur“ verliebt, in der jedes Element einen bestimmten Nerv trifft und in der es kein Füllmaterial gibt, keine überflüssigen Teile. Erst wenn du das erreicht hast, kannst du die wahre Natur eines Songs und seine Absicht erkennen. Erst dann kannst du seine Originalität bewerten.
(Hecq)

...
www.beat.de/news/originalitaet-musik-alles-gesagt-10066164.html
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Politische Stimmen in der Elektronischen Musik

Es waren die Liedermacher der 60er Jahre, die Protestmusik populär machten. Aber genauso wie es auf die Musik insgesamt zutrifft, sind auch die Formen der Protestmusik heute vielfältiger...
Sänger profitieren gewöhnlich von Strophenform und Erzählung, um ihre Botschaft herüberzubringen. Aber elektronische Musiker müssen da kreativ vorgehen, weil sie hauptsächlich instrumental arbeiten. Wir wollten mehr über die verschiedenen Protestformen herausfinden und uns mit den zugehörigen Gedankengängen und Methoden befassen. Deshalb sprachen wir mit einigen Künstlern, deren Arbeiten die sozialen Verhältnisse zugleich beschreiben und kritisieren.


www.ableton.com/de/blog/political-voices-in-electronic-music
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ellen Allien
Ellen Allien Groove Podcast #100 [hand] https://soundcloud.com/groove-magazin/groove-podcast-100-ellen-allien
Ellen Allien Boiler Room T2 Berlin (90s Set) [hand] www.youtube.com/watch?v=bjwbrljauVY

Gibt es DJs der jüngeren Generation, die dich in letzter Zeit begeistert haben?

Johanna Schneider! ... Kobosil auch, der legt darken Techno auf und auch die Platten sind super. Die haben eine Struktur, da kann ich mich reinfühlen. ... Dasha Rush geht in eine sehr künstlerische Richtung und wählt genau aus, was sie macht. Sie ist sehr artistisch für Techno. Techno ist oft sehr konservativ, das sehe ich bei Dasha Rush über nicht, sie ist sehr kreativ. ... Wie Sascha Funke das früher gemacht hat, ein zurückhaltendes Set, das die Leute so mit den Tönen einlullt, dass sie irgendwann durchdrehen. Ohne auf die Fresse zu hauen, ohne Hits aufzulegen. Das ist sehr spannend! Ich finde auch toll, was FJAAK mit ihrem Album auf Monkeytown gemacht haben. Das sind welche, die’s wissen wollen, die erfolgreich sein wollen und von allen Seiten musikalische Referenzen haben und das trotzdem so toolig bauen, dass es ein DJ gut auflegen kann.

Es wird allerdings oft lamentiert, dass gerade junge DJs bereits als totale Business-Menschen anfangen.

Das stimmt. Es gibt viele, die haben einen Plan und sagen dir genau, was sie wollen. Das sehe ich auch als Labelbetreiberin. Es gibt Künstler, die basteln sich bestimmte Referenzen zusammen, weil sie wissen, dass sie damit erfolgreich werden. Finde ich langweilig. ...Es ist allerdings momentan ein lukrativer Beruf, und dann springen einige deswegen ran. Es gibt ganz viele Künstler, die emotionale Musik machen und damit total erfolgreich sind – obwohl sie überhaupt nicht emotional sind und einfach nur wissen, wie man das macht. Das ist richtig krass. Dass die so intelligent sind und sich das zusammenbasteln wie mit Bausteinen und wissen: „Das kann ich jetzt verkaufen“. Das sind Major-Projekte, die im Underground rumwuseln...

Das Geschäft ist vielleicht lukrativer, damit aber auch anstrengender geworden. Wie geht es dir damit nach mehr als zwei Jahrzehnten als DJ? Ist es anstrengender geworden, mental wie physisch?

Physisch ist es leichter geworden ... Was anstrengender ist, dass es Business-Gruppen gibt und wenn du so arbeitest wie ich, hast du kaum eine Chance, da reinzukommen. Deswegen wird sich auch mein Konstrukt verändern, weil ich kaum noch überleben kann, wie ich’s zuvor gemacht habe. Viel zu spielen schon, aber in bestimmte Bereiche komme ich nicht mehr rein. Früher waren alle Freaks, die sich um den Slot gestritten und einander bekämpft haben. Das ist nicht mehr so.

http://groove.de/2017/04/05/ellen-allien-groove-podcast-100-bpitch-control
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Dax J zu einem Jahr Haft in Tunesien verurteilt
[hand] http://www.focus.de/kultur/musik/nach-gebetsruf-eklat-dj-dax-j-zu-einem-jahr-haft-in-tunesien-verurteilt_id_6922122.html
[eek]
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
Dax J zu einem Jahr Haft in Tunesien verurteilt
[hand] http://www.focus.de/kultur/musik/nach-gebetsruf-eklat-dj-dax-j-zu-einem-jahr-haft-in-tunesien-verurteilt_id_6922122.html
[eek]

Aber nicht 'vollstreckt' - das ist eine durchaus wichtige Information, da der Post sonst suggeriert, dass er bereits inhaftiert wäre. Da er wieder zurück in Europa ist, wurde das Urteil in seiner Abwesenheit gefällt und gemäß seiner f'book-Seite verfällt es in 5 Jahren. Bis dahin sollte er einen großen Bogen um das Land machen.

Man stelle sich vor, man hätte hierzulande Michael Cretu wegen seiner Enigma-Sache verhaftet und für'n Jahr inhaftiert....
[Smile]

So, meine "da würde ich schon gern hin, aber ich lass' das mal besser, weil ich mit der Politik so gar nicht einverstanden bin'-Liste wurde soeben um ein an sich wunderbares Land ergänzt.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"I am incredibly saddened that anyone would believe that I played a track, featuring a 20 second vocal of the “Call To Prayer / Adhan”, for any reason other than its musicality and the beauty of the vocal."

www.facebook.com/DAXJOFFICIAL/posts/10155177343693057

das erinnert etwas an den fall von drum'n'bass godfather, Grooverider, der es nicht so gut erwischt hatte, als er 2008 über 9 monate in Dubai in haft saß wegen 2 gramm cannabis..

https://en.wikipedia.org/wiki/Grooverider#Arrest
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Maßlos überzogene Reaktion von engstirnigen Glaubensvertretern an denen die liberale Globalisierung komplett vorbei gelaufen ist.

Am Ende traut sich keiner mehr in Tunesien auf zu legen, weil er Angst haben muss später unbewusst in Knast zu wandern...
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
absolut. ich find das auch absolut daneben. liebe moslime so geht das auch nicht. das ist kompletter irrsinn. religion hin oder her. ich bin ja eh gegen alle religionen. bringt nur kireg, leid und hass. mehr humanismus.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
So werden Hits gemacht
Nicht nur der Sound der Pophits hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert – auch die Art, wie sie geschrieben werden. Die großen Musiklabels und –verlage setzen stärker auf den kreativen Input von Songwritern. Viele Hits entstehen daher neuerdings in Songwriting Camps, in denen Komponisten und Produzenten in Teams zusammen arbeiten.
[hand] http://www.deutschlandfunk.de/die-pop-fabrik-so-werden-hits-gemacht.807.de.html?dram:article_id=383749
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
glaub, der link muss so sein, sonst wird man nur auf eine übersichtsseite geleitet:
www.deutschlandfunk.de/die-pop-fabrik-so-werden-hits-gemacht.807.de.html?dram:article_id=383749

ja, diese songwriting camps gibt's seit vielen jahren - so kommt es, dass bei einem Justin Bieber- oder Britney Spears-album 30 bis 40 songwriter in den credits stehen.

Sony fliegt seine songwriter z.b. regelmäßig in die Black Rock Studios auf Santorin in Griechenland, geht nächste woche wieder los: http://blackrock-studios.com/camps

interview mit dem organisator:
www.hitquarters.com/index.php3?page=intrview/opar/intrview_Q_ALC.html

Universal hält z.b. immer ein camp während des Reeperbahnfestivals in hamburg ab.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ Hell hat anlässlich seines neuen albums heute einen wohl ganzseitigen artikel auf seite 3 der SZ.. online mit bezahlschranke:

Hell wie die Nacht
Er ist einer der faszinierendsten Stars der Technomusik. Zugleich kann man bodenständiger und freundlicher kaum sein. Ein Besuch bei Helmut Josef Geier alias "DJ Hell", 54.

www.sueddeutsche.de/kultur/dj-hell-im-portraet-hell-wie-die-nacht-1.3487434
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
es gibt ganz wenige, vor den ich wirklich ein kniefall machen würde. hell ist einer davon.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Der Hell kommt ja aus meiner Gegend, um die Ecke quasi... er sponsert sogar einen Fußballverein hier.
Ich finde, er konnte sich immer gut in Szene setzen. Seinerzeit im Ultraschall war er bestimmt der einzige, der mit Hemd und Krawatte gespielt hat.
Insgesamt konnte ich allerdings dieses Designer Klamotten- und Münchner-Schickimickidings nicht so ganz verstehen, das passte für mich nicht in die freie Technowelt.
Musikmäßig wurde ich bis auf Ausnahmen nie so richtig warm mit ihm. Eat my House hat mich allerdings sehr geflasht.
Dieser 2000er Gigolo-Sound war dann auch nicht so meins...
Seine Spontanauftritte in Berliner Kiosken fand ich ziemlich cool und endlich auch mal ein bisschen witzig.
Mit diesem Schwulendings jetzt gelingt es ihm nun wieder aufzufallen. Car Car Car gefällt mir gut, irgendwann muss ich mir doch mal das neue Album anhören.
Insgesamt ist mir das Gesamtpaket Hell irgendwie immer noch nicht ganz schlüssig, liegt aber eben evtl. auch daran, dass ich aus der selben Ecke komme(?)
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Elektronische Musik und Klassik vereinen sich zu einem neuen Genre, Vorreiter sind das DJ-Duo Tale of Us, Pianist Francesco Tristano oder Produzent Marc Romboy.

... "Wir bemerken im Hinblick auf die Musikrezeption der nachkommenden und digital affinen Generation eine signifikante Schnittstelle zwischen Indie und elektronischer Musik, dem neuen klassischen Repertoire sowie zum traditionellen klassischen Repertoire."

www.fr.de/kultur/musik/neues-musik-genre-grenzgaenger-willkommen-a-1286309
 
Geschrieben von: dangerseeker (Usernummer # 4281) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Elektronische Musik und Klassik vereinen sich zu einem neuen Genre, Vorreiter sind das DJ-Duo Tale of Us, Pianist Francesco Tristano oder Produzent Marc Romboy.

... "Wir bemerken im Hinblick auf die Musikrezeption der nachkommenden und digital affinen Generation eine signifikante Schnittstelle zwischen Indie und elektronischer Musik, dem neuen klassischen Repertoire sowie zum traditionellen klassischen Repertoire."

www.fr.de/kultur/musik/neues-musik-genre-grenzgaenger-willkommen-a-1286309

ein neues genre und vorreiter sind tale of us und romboy .... herr schmeiss hirn vom himmel !!

guter post von tobias rapp dazu ....


Tobias Rapp
19 Std. ·
Wenn "immer mehr" Künstler etwas machen, also "immer mehr" Produzenten der elektronischen Musik "klassische Musik" machen, dann stimmt ja mit einem Text meist was nicht. Tale of Us "haben ein vielschichtiges Album produziert, dessen Heimat nicht unbedingt ein Klassik-Label hätte sein müssen, sondern das auch jedem intelligenten Elektronik-Label gut zu Gesicht gestanden hätte", heißt es in diesem Artikel und ich kann nur sagen: nein. Die Platte ist nämlich grässlich, langweilig und nichtssagend, und sie hätte keinem Elektronik-Label gut zu Gesicht gestanden. Diese Platte kann nur bei der Deutschen Grammophon erscheinen, weil man sich dort darauf verlassen kann, dass die Hörer keine wirklichen Kriterien haben, diese Art von Musik einzuschätzen – und sich deshalb darauf verlassen, dass dieses Sonst-Legen-Sie-Auf-Jetzt-Machen-Sie-Klassik-Quatsch-Argument sich in irgendwie interessante Musik übersetzt.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
das ist wirklich an den Haaren herbei gezogen.
Früher nannte man das Ambient.

Aber was dieser Rapp schreibt ist für mich nur Bashing.
Das Album ist vielleicht nicht gut, hab es selbst noch nicht gehört, aber die Kritik ist völlig losgelöst von der Musik einfach nur persönlicher Natur.

Hab mir mal noch eine Plattenkritik von ihm angeschaut.
Völlig ohne Zusammenhang seine Gas Kritik.
Schreibt er über Königsforst?
Auch erkennt man seinen ziemlich stark eingeschränkten Wissenstand was experimentelle Musik der 90iger betrifft.

Zitat:

Die experimentelle elektronische Musik der euphorischen Neunziger ist im Allgemeinen nicht gut gealtert. Viele Alben, die damals wichtig schienen, hatten ihre Bedeutung nur im Kontext des damaligen elektronischen Aufbruchs, kartierten ein unbekanntes Gelände. GAS ist das rare Meisterwerk. "Narkopop" fügt ihm ein neues Kapitel hinzu

http://www.spiegel.de/kultur/musik/neue-musik-gas-actress-tom-schilling-the-jazz-kids-maximo-park-a-1143703.html

Hallo? Wie viel LP Namen soll ich ihm mit samt Plattencover um die Ohren schmeißen aus den 90igern.

[lach]
 
Geschrieben von: Johannes Schwarz (Usernummer # 20775) an :
 
absolut richtig. stimme da Dauerwellen zu. Ich müsste das Album zwar selbst erst hören, aber das scheint mir schon unangebracht.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
im artikel heißt es ja, dass das grundsätzlich nichts neues ist, es werden eben ein paar vertreter (müsste es heißen statt vorreiter) der aktuellen welle vorgestellt.
und die ist schon bemerkenswert - mit auftritten auf großen festivals und youtube-views der konzerte im millionenbereich z.b. im falle von Nils Frahm (@boiler room) oder Olafur Arnalds, zwei acts eines der hauptlabels in dem bereich, Erased Tapes, das auch hätte erwähnt werden können.

das besagte Tale of Us-album finde ich ganz gut. nicht durchgehend, aber ingesamt besser als z.b. die notorisch gelobten Pop Ambient-compilations auf Kompakt oder neue Brian Eno-alben.

doppelbödig schmeichelnd/düster/einnehmend.. wäre auch ein top vertreter z.b. auf Sven Väths ambient/experimental-label Recycle or Die gewesen.

Destino - www.youtube.com/watch?v=4fyL-F7-o4g
Dilemma - www.youtube.com/watch?v=dqIB8sFtJD0
Oltre la Vita - www.youtube.com/watch?v=uRK_yJIvSBQ
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Würzburger DJ in Südafrika
Für Ralf Gum war Musik schon immer das Wichtigste. Aber in Deutschland kam seine House-Musik irgendwie nicht an. Erst nach einem Gastauftritt als DJ in Südafrika ändert sich sein ganzes Leben.

https://www.zdf.de/nachrichten/drehscheibe/drehscheibe-clip-2-324.html
 
Geschrieben von: Monkey.vs.Robot (Usernummer # 2438) an :
 
Der Bericht war in teilen schon mal dran.
Ich beobachte schon länger was er so macht.
Ich hab auch ein paar Tracks von ihm zb. Free ist ein super schönes Stück.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Sound of Cologne

Es halten sich ja bis heute Zuschreibungen an Städte, was die Charakteristika elektronischer Tanzmusik und deren Ausdrucksformen an den jeweiligen Orten betrifft. Während in Berlin härtere und dubbigere Gangarten von Techno zu Hause sind, in Hamburg durch die Nähe zum Pudelclub das Dandyeske beheimatet ist und in Frankfurt die Rampensäue unterwegs sind, steht Köln seit jeher für poppigere, gar romantische Entwürfe. Dafür zeichnet vor allem das Label Kompakt verantwortlich. Die Protagonisten hinter Kompakt würden diese Zuschreibung allerdings in Zweifel ziehen.
Es ist allerdings schwer von der Hand zu weisen, dass Kölner Partys wie „Total Confusion“ – ein Abend, der von Kompakt-Co-Chef Michael Mayer zusammen mit seinen Kollegen Tobias Thomas und Aksel Schaufler alias Superpitcher 1998 ins Leben gerufen wurde – stilprägend waren und dies auch sein wollten.
...
„Vieles klingt mir momentan zu perfekt und zu brav. Zu hart. Als Reaktion krame ich das Spielerische der Achtziger hervor. Unsere Musik soll organischer klingen als der Rest.“ (Michael Mayer)
...


www.taz.de/!5417512
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Carl Craig
Klassik und Techno? Ist 2017 ja mittlerweile Tagesgeschäft. Der Underground von früher ist längst Teil dessen, was damals als Hochkultur verpönt war. Und ist vielleicht genau deshalb auch immer noch ein Aufreger: Mit der Vergangenheit, der prägenden Phase einer Musik, macht man keine Späße. Dem 47-jährigen Carl Craig ist das jedoch herzlich egal ...

"... Die jungen Leute hören alte Platten von dir und drehen sie komplett um. Und dann kommt jemand, der genau das auch wieder umdreht. They flip that shit. Und wenn der junge Typ, der gerade meinen alten Track „From Beyond“ entdeckt hat, ihn runterpitcht und dazu rappt und sich dann fragt: Was mag dieser Vogel wohl heute machen? Dann kann ich sagen: Ich bin hier. Ich schreib dich auf die Gästeliste. Und ich finde es toll, wie du den alten Track geflippt hast. Ich habe immer gesampelt. Jetzt hast du mich gesampelt. Wer weiß, vielleicht sample ich dich nächste Woche. Das unterscheidet mich und meine Generation von den Originators in Detroit. Die finden es gar nicht gut, wenn ihre alten Track verwurstet werden. Sie sind mit dieser Kultur nicht aufgewachsen. Mir ist das alles recht. Ich bin Mr. Flipper.
...
Noch nicht mal Derrick May hat [das neue Album] gehört. Wir beide und Kevin Saunderson, Kenny Larkin, Juan Atkins und Stacey Pullen haben so einen Gruppen-Chat, in dem wir wirklich alles diskutieren. Auch da habe ich das Album noch gar nicht erwähnt. Findet Derrick bestimmt gar nicht gut, der regt sich schnell auf."


http://dasfilter.com/sounds/ich-bin-mr-flipper-auf-einen-ingwertee-mit-carl-craig
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Jlin

Gute Clubmusik leistet stets mehr als nur den Soundtrack zu einer ekstatischen Nacht. Sie hat die Menschen mit den Maschinen versöhnt, weil sie Anorganisches in Organisches und elektronischen Sound in menschliche Bewegungsenergie verwandeln kann. Das gilt besonders für rhythmisch avancierte Stilvarianten, die in ihrer Komplexität nur mit maschineller Hilfe entstehen können – und bei denen das Gehör vom Wahrnehmen mit der Haut, dem Brustkorb und schließlich den Beinen übertrumpft wird. Waren dafür in den neunziger Jahren noch Musikstile wie Jungle und Drum & Bass zuständig, sind es heute die verschiedenen, oft tautologisch als Bassmusic bezeichneten Derivate zwischen Sound-Experiment und »Auf die Zwölf«-Mentalität.

Eine ihrer derzeit interessantesten Protagonistinnen ist die US-amerikanische Musikerin Jerilynn Patton alias Jlin. Die zwölf Stücke auf ihrem jüngsten Album »Black Origami« vereinen alles, was das von Erwartungsdruck und Like-Gesellschaft perforierte Ich des 21. Jahrhunderts mit Hang zur akustischen Reizüberflutung ruhigstellt: Hyperschnelle Hihats, die wie Helikopter durch den Raum fliegen, scharf geschnittene, abgehackte Vocalsamples, Subbässe, die den Bauch wärmen, und tribalistische Percussions. Der Rhythmus spielt hier die Hauptrolle...

Mittlereile hat sie die Balance zwischen völliger Verrücktheit und Noch-Tanzbarkeit perfektioniert.


https://jungle.world/artikel/2017/25/gefaltet-und-verschachtelt

Jlin - Carbon 7 (161) [hand] www.youtube.com/watch?v=cxPBqUh3kSU
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Kompakt-chef Wolfgang Voigt kommentiert hier tracks von ihm aus verschiedenen phasen, insbesondere vom Kompakt-vorgängerlabel Profan:

http://thequietus.com/articles/22661-wolfgang-voigt-interview-gas
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
DJ-Ikone Ellen Allien
Die Bassdrum der Berliner Wendezeit - Ellen Allien prägt seit zwanzig Jahren die Berliner Technoszene. Ihr neues Album "Nost" zelebriert den dunklen Sound der Neunziger.
...In Städten wie Rotterdam, Mailand und Reykjavik fanden bereits „Vinylism“-Nächte in ausgesuchten Plattenläden statt. Sie legt dabei Platten auf, die sie im jeweiligen Laden vorfindet. „Es geht dabei darum, die Funktion des Plattenladens als Treffpunkt und Ort des Austausches wieder zu stärken“, sagt Allien.


www.tagesspiegel.de/kultur/djane-ikone-ellen-allien-die-bassdrum-der-berliner-wendezeit/20007050.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
07.07.2017: SoundCloud entlässt 173 Mitarbeiter
"SoundCloud sprach Berichten zufolge zuletzt mit mehreren Kaufinteressenten. Nun greift das Berliner Leuchtturm-Startup zu drastischen Maßnahmen.
Die Berliner Musikplattform SoundCloud entlässt 173 seiner zuletzt 420 Mitarbeiter, wie Mitgründer Alex Ljung in einem Blogpost schreibt. Die Büros in San Francisco und London würden geschlossen, heißt es weiter, und die Aktivitäten in Berlin und New York gebündelt. Ziel sei es, Kosten einzusparen und das Unternehmen finanziell auf eine gesündere Basis zu stellen. Das Unternehmen zu verkaufen, dürfte Ljungs Worten nach eher keine Option (mehr) sein: Die Massenentlassungen dienten dem „langfristigen, unabhängigen Erfolg“, schreibt der SoundCloud-Gründer weiter.
(...)
"
Quelle: https://www.gruenderszene.de/allgemein/soundcloud-entlassungen
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Erster Synthesizer: das Telharmonium

672 Tasten, 336 Regler, 200 Tonnen schwer
Es brauchte 30 Zugwaggons, wenn dieses Instrument bewegt werden sollte. Dafür konnte man den Sound per Musik-Flatrate übers Telefon bestellen - und das vor hundert Jahren. Mark Twain war so begeistert, dass er seinen Tod verschob.
...
Der Clou: Der Musiker könnte spielen und das Publikum per Kabel kilometerweit entfernt zuhören. Jahrzehnte vor Erfindung des Radios und moderner Lautsprecher klang das wie Science Fiction.
...
Für kurze Zeit stürzte es New York Anfang des 20. Jahrhunderts ins Synthesizer-Fieber und verzückte Prominente wie Mark Twain. Es gab ein Musik-Vertriebsmodell ähnlich dem von Spotify - nur 100 Jahre früher. Dann verschwand das Telharmonium spurlos. Nicht mal Tonaufnahmen blieben.
...


www.spiegel.de/einestages/erster-synthesizer-der-welt-das-200-tonnen-telharmonium-a-1154581.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Telharmonium
 
Geschrieben von: big.bass (Usernummer # 4305) an :
 
Wirklich klasse dieses Telharmonium. Sozusagen TIDAL und co. noch zu „Analog-Zeiten".
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
die spannende lebensgeschichte des Telharmonium-erfinders müsste mal verfilmt werden..

klasse geschichts-artikel heute in der SZ über die evolution von house zu footwork:

Jlin - Gefalteter Funk

... Die Footwork-Pioniere (etwa der große Cornelius Ferguson alias Traxman) stammen aus dieser Szene, die Chicago House Music arbeiteten sie jedoch zu einer viel abenteuerlicheren Musik um. Man hörte nun nicht mehr eine gerade Bass Drum, sondern sehr tief herumglitschende Bässe, wie sie auch erst digitale Produktionsmethoden möglich machten. Bässe also, die mal wie Bomben fallen oder bis zu zwanzig Sekunden lang als eine Art Sound-Cluster über der Tanzfläche hängen dürfen. Dazu gab es wenig Akkorde, aber viele, unregelmäßig wirkende Claps, stolpernde Rimshots (zackige Schläge auf den metallenen Rand der Snare-Trommel) und Vocal Samples aus der Trivialkultur.
...
Befreundete Jazz-Schlagzeuger, denen ich Footwork vorspielte, kamen begeistert mit mir überein, dass wir es hier (bei aller elektronischen Programmierung) mit einem befreiten Metrum zu tun hätten. Vieles klang wie die grandios drängelnden Schlagzeuger in Bands von Albert Ayler. Nur seit wann konnte man raffinierte Jazz-Schlagzeuger mit elektronischer Dance Music begeistern? Kurzum: Mit Footwork trat eine neue Musik in mein Leben, und zwar eine, die etwas von mir wollte. Diese Musik hat ganz offensichtlich recht, dachte ich aufgewühlt. Und ich fühlte mich auf eine Weise herausgefordert, die mich die bange Frage stellen ließ: Werde ich vor dieser Musik versagen, werde ich sie also womöglich nicht verstehen?
...


www.sueddeutsche.de/kultur/pop-gefalteter-funk-1.3581129
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
und nochmal DJ Hell mit neckischen anekdoten:

"...ich habe seinerzeit die DJ-Anlage vom FC Bayern München mit den beiden einzigen Slipmats, die es vom FCB gibt, günstig erstanden. Jürgen Klinsmann hatte sie, was ich ihm hoch anrechne, anschaffen lassen für das sogenannte DJ-Zimmer, damit sich die Spieler zwischen den Trainingseinheiten entspannen konnten. Nach seiner Entlassung hat Luis van Gaal die DJ-Konsole dann aber gleich wieder abgeschafft. Also hat man mich angerufen, ob ich das ganze Equipment nicht einfach haben will. Ich habe dann gesagt, dass ich das schon nehmen würde, aber nur, wenn mir Franck Ribéry ein Autogramm auf den Pioneer-Mixer schreibt. Und das hat er gemacht. Die Anlage steht jetzt bei mir zu Hause.

...ganz zu Anfang, als ich in der Stiege in Trostberg 1976 begonnen habe Platten aufzulegen. ...wir waren ein DJ-Team, das Punk auflegte, der damals ganz frisch war. Das war unter der Woche auf dem Land in Bayern, es kamen wenige Leute, aber irgendwie waren wir bald erfolgreich mit unseren DJ-Sets. Vielleicht hat mir das damals bereits diese Sicherheit gegeben, Dinge anders machen zu dürfen oder zu müssen, um maximale Aufmerksamkeit zu bekommen.

...Ich gehörte zu den ersten DJs weltweit, die ganz bewusst schon in den neunziger Jahren im Dreiteiler aufgelegt haben. Das war damals die maximale Provokation. Für mich waren die Modewelt, die Kunst- und die Musikwelt immer untrennbar. Das hatte bereits Andy Warhol lange vorher schon propagiert und zelebriert.

...Ich bin ja schon ein älterer DJ und habe die House-Szene in den achtziger Jahren noch miterlebt. Ich war in der Paradise Garage in New York, als Larry Levan aufgelegt hat. Und um mich herum waren natürlich nur Männer, und vor allem hauptsächlich schwarzes Gay-Publikum. House-Musik ist eine Weiterentwicklung der Funk- und Discomusik, wie sie in New York und Chicago Anfang der Achtziger in Gay-Underground-Clubs gespielt wurde. Meine ganze DJ- und Produzententätigkeit und somit eigentlich auch mein ganzes Leben bauen auf dieser Kultur auf.

...Ich bin persönlich ein großer Fan von Ron Hardy, der im Warehouse in Chicago aufgelegte. Ich habe Mitschnitte und Kassetten von seinen Clubabenden und mir sogar Dubplates davon geschnitten, damit ich sie als DJ auflegen konnte. Ich wollte der einzige DJ auf der ganzen Welt sein, der diese Platten spielt. Viele seiner genialen Mixes und Edits sind ja nie veröffentlicht worden. Heute kann man sich das alles auf YouTube anhören. Für mich stehen DJs wie Hardy oder Levan für die höchste Form der DJ-Kunst."


www.fr.de/kultur/musik/dj-hell-das-war-die-maximale-provokation-a-1311394
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Vox Promi Shopping Queen mit Marusha [Smile]

http://www.vox.de/cms/promi-shopping-queen-einer-der-schoensten-looks-ever-4004609.html

Passed dazu aktuelle Artikel/Video aus der Bunten

[hand] Marusha: Schluss mit grünen Augenbrauen - so sieht die Techno-Ikone heute aus
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Geschäftsmodell Festival

...Überraschungen sucht man auf den großen Veranstaltungen vergeblich, die Macher gehen in Programmfragen kein Risiko ein. Beim „Melt!“-Festival stehen beispielsweise dieses Jahr Künstlernamen ganz oben auf den Plakaten, wie man sie seit Jahren auf Festivals sieht: Die Antwoord, M.I.A., Phoenix, Fatboy Slim oder Richie Hawtin . „Lollapalooza“, das einzige Sommerfestival, das in der Hauptstadt stattfindet, setzt auf Bewährtes, die Foo Fighters, Mumford + Sons und The xx – und dazu noch auf Künstler, die aus dem Hitradio bekannt sind, und auf EDM, so kürzt man die an Kirmes-Techno erinnernde, amerikanische Version elektronischer Tanzmusik ab. Die Avantgarde muss woanders tanzen.
...
Wer auf avantgardistische Klänge steht, fährt über das Wochendende zum „Unsound“-Festival nach Krakau. Spanische Festivals wie das „Primavera“ zeigen die heißesten Newcomer der Saison und noch dazu aktuelle Stürmer der Hitparaden, das „Sonar“-Festival in Barcelona präsentiert Underground-Klassiker und die innovativsten Künstler der elektronische Musik – Sonne gibt es gratis dazu. Alle drei, „Unsound“, „Primavera“ wie „Sonar“, sind zu Marken avanciert, die mit einem klar definierten musikalischen Programm seit Jahren Besucher aus der ganzen Welt anziehen. Und sogar Zweigstellen in Südamerika etablieren konnten.
...
Steffen Hack, Betreiber des Berliner „Watergate“-Clubs: „In Berlin haben wir aufgrund der Club- und Veranstaltungsdichte eigentlich jedes Wochenende eine dezentralisierte Festival-Situation. Festivals sind als Großveranstaltungen nicht jedermanns Sache, Clubs dagegen sind cool.“ Das Berlin-Festival, das 2015 mangels Erfolg von der Bühne trat, ist ein Symptom dafür, dass Open Airs in der Hauptstadt schwierig zu organisieren sind.
...
„Die Gagenforderungen von angesagten Künstlern sind aktuell astronomisch – bei gleichzeitig hartem Wettbewerb“, erklärt Stefan Lehmkuhl, der „Melt!“ und auch „Lollapalooza“ veranstaltet. Generell spricht man in der Branche von einer Explosion der Gagen, rund die Hälfte des Budgets geben Festivals heute für Künstlerhonorare aus. Vor allem bei den Bieterschlachten um die sogenannten Headliner, also die großen Bands und Stars, die das Publikum auf die Veranstaltungen ziehen, geht es um viel Geld. Und an die richtig großen Künstler der globalen Pop-Musik kommt man nur schwer ran.
...
Wichtig für den Erfolg eines Festivals ist neben dem Programm aber zunehmend auch die besondere Atmosphäre des Geländes. Deutsche Festivalgänger sind wenig interessiert an megalomanischen Spektakeln wie dem niederländische „Tomorrowland“-Festival, auf dem Künstler vor Disneyland-artigen Riesen-Kulissen auftreten. Dennoch kann es inzwischen sehr auf das Erlebnis und die besondere Lage des Veranstaltungsortes ankommen. Ein Beispiel dafür ist der Erfolg des „Fusion“-Festivals in Lärz, das liegt in Mecklenburg-Vorpommern.

...neue, kleine Festivals in Berlin und seinem Umland. Mit sperrigen Namen wie „Wilde Möhre“, „Helene Beach“, „Feel“ oder „Garbage“ ziehen sie ohne große Werbe-Budgets und teure Künstlernamen Besucher an. Und zeigen, dass so etwas auch abseits der kommerziellen Großveranstaltungen noch möglich ist. „Diese Festivals machen den etablierten Veranstaltern aktuell schwer zu schaffen“...


www.faz.net/aktuell/feuilleton/pop/geschaeftsmodell-pop-festival-international-operierende-marken-15106527.html
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Geschäftsmodell Festival

[i]...Überraschungen sucht man auf den großen Veranstaltungen vergeblich, die Macher gehen in Programmfragen kein Risiko ein. Beim „Melt!“-Festival stehen beispielsweise dieses Jahr Künstlernamen ganz oben auf den Plakaten, wie man sie seit Jahren auf Festivals sieht: Die Antwoord, M.I.A., Phoenix, Fatboy Slim oder Richie Hawtin . „[/URL]

Obwohl das Künstler sind die man in D eher nicht so oft auf Festivalplakaten sieht. Phoenix hatten ihren letzten Festivalauftritt 2013 und auch Richie Hawtin spielt auf dem Melt seinen einzigen Festivalauftritt in D dieses Jahr.
Aber klar, alles große und bekannte Namen ohne die man ein Festival kaum mehr gestalten kann heutzutage. Aber auch das ist kein Garant mehr für ein ausverkauftes Haus wie man eben beim Melt letztes We sehen konnte.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Frank Wiedemann von Âme über sein festival Sacred Ground für 1000 leute in einem dorf in der uckermark

"...Das Areal, zu dem noch mehrere kleine Höfe und eine Kirche gehören, ist so idyllisch, dass man sich glatt vorstellen könnte, dahin zu ziehen.
...
Mit dem Festival wollten wir auch einen Rahmen schaffen, wo diese beiden Welten [akustisch + elektronisch] aufeinandertreffen können. Musiker, die sich sonst nie über den Weg laufen, weil die einen nur auf Dancefloors anzutreffen sind und die anderen eher auf Bühnen für Gitarrenmusik, sollen mal einen gemeinsamen Anlaufpunkt haben. Unsere Hoffnung ist, dass sie vielleicht gegenseitig Anknüpfungspunkte entdecken und daraus irgendwann etwas entsteht. Ein bisschen vergleichbar ist das vielleicht mit der Uridee des Montreux-Festivals, wo ein Leonard Cohen und Al Jarreau, die sich normalerweise nie auf einer Konzertbühne getroffen hätten, eben doch mal zusammenkamen. Nur, dass wir das alles in einem sehr familiären Rahmen machen.
...
Alles ist überschaubar, man trifft sich automatisch ständig wieder. Es wird auch nichts groß abgesperrt und es gibt auch keinen VIP-Bereich für die Musiker, sondern alle sind überall.
..."


www.taz.de/!5425392
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Nídia Minaj liefert einen der aufregendsten Neuentwürfe zeitgenössischer Clubmusik

Pop steht seit je für eine Welt ohne Grenzen, wird aber zugleich immer noch zwanghaft geografisch verortet. Das gilt vor allem für Musikphänomene, deren kultureller Ursprung vermeintlich außerhalb der Festung Europa liegt. Was darin resultiert, das Fremde nicht zu umarmen, sondern es von sich fernzuhalten, nicht wirklich zu integrieren – und stattdessen in eine Parallelgesellschaft zu verbannen.
In einer solchen wuchs auch die 20-jährige portugiesische Clubmusikproduzentin Nídia Minaj auf. Vale de Amoreira ist ein sozial benachteiligter Vorort Lissabons und Hochburg von Kuduro und Batida, also elektronischen Musikstilen, die vor einigen Jahren aus den ehemaligen Kolonien wie Angola in die postmigrantischen Communitys Portugals diffundierten und bis heute den zentralen Soundtrack der Straßen darstellen.
...
Statt ausformulierten Songs basieren die von Kuduro, Footwork und Dub beeinflussten Tracks auf fragilen Rhythmusgebilden, die Kopf und Beine zugleich herausfordern, wobei Hall und Echo ein Gefühl der Orientierungslosigkeit evozieren.
...


www.taz.de/!5431473

https://principediscos.bandcamp.com/album/n-dia-m-n-dia-fudida


Beste Aydin ist Konzertpianistin. Als Nene Hatun macht sie hinreißenden Elektronik-Sound zwischen Folk, Techno und Industrial.

Wenn ich am Klavier sitze, ist alles ganz einfach: Der Takt beginnt, ich fange an und versuche bestmöglich auf allen technischen und musikalischen Ebenen zu spielen. Es gibt auch Momente, in denen die Motorik nicht im Vordergrund steht, wo ich sechs bis acht Stunden brauche, um das Material zu erfassen. Dabei passiert viel mit mir selbst. Ich sehe Musikmachen immer als Forschung an.
...
Ich versuche etwas in meiner eigenen Musik hervorzubringen, was verstört und auch zerstörerisch wirkt, aber es soll zugleich auch positiv sein. Ich möchte Wärme spenden, aber auch Düsternis. In der Mythologie wird Feuer so definiert. Es zerstört, aber es bringt gleichzeitig Leben. Das ist so bei den Hindus und bei den Türken. Dieser Aspekt ist die Grundstimmung in meiner elektronischen Musik.
...
Techno habe ich erst in Berlin so richtig verstanden, diese Kultur kannte ich vorher nicht. Heute, im Alter von 30, kann ich damit umgehen. Wenn ich schon mit 18 nach Berlin gekommen wäre, hätte ich zu viel gefeiert. In Tel Aviv habe ich mich noch selbst gesucht. Zu der Zeit war ich 19 und leicht depressiv. Dass es dort ein Nachtleben gibt, wusste ich damals noch nicht. Dort habe ich wie eine Besessene Klavier geübt. Ich bin seither lockerer geworden, was ich damals noch seltsam fand, gefällt mir heute in Berlin.
...


www.taz.de/!5431706

https://soundcloud.com/nenehatun
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Mentors: How Robert Hood Nurtured His Daughter’s Love For Techno
[hand] http://www.electronicbeats.net/mentors-robert-hood-on-lyric-hood/

"The first time we ever played together publicly was at Movement in Detroit a few years ago. I told her beforehand that she was free to do whatever she wanted, whether it was playing EDM, acid or techno. So she played Beyoncé, she played Martin Garrix and she played Katy Perry—right in the middle of my live set. I loved it."
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Der Berliner DJ und Produzent J’Kerian Morgan alias Lotic bereichert die Clubwelt mit seinen unvorhersehbaren Sets.

„Als DJ will ich, dass die Leute tanzen, aber ich will auch, dass sie nicht genau wissen, was sie als nächstes erwartet.“

Wer sich Lotics Boiler-Room-DJ-Set im Netz anschaut, versteht, was das heißt: Es geht los mit gesampelten, zerstückelten Rapeinlagen, die an sexueller Eindeutigkeit nichts zu wünschen übriglassen. Es geht weiter mit wilden elektronischen Sounds und Beats, die normalerweise das Label „futuristisch“ übergestülpt bekommen, Techno und Hip-Hop, R’n’B, globaler Ghetto-Tech und elektronische Avantgarde vermischen sich miteinander oder lösen einander ab, so genau lässt sich das nicht sagen. Das Publikum kann sich nicht auf einen durchgehenden Beat stützen, immer wieder wird der Fluss der Musik kurz unterbrochen oder ganz gestoppt. Und auf einmal ertönen Pophits, Rihanna oder Beyoncé etwa, und weil das ganz und gar nicht ironisch gemeint ist, schauen die Leute, halten inne, um schließlich immer mehr in den Bann der Musik zu geraten.

Gelernt hat Lotic das ursprünglich in Austin, Texas, beim Studium der elektronischen Musik. Vor allem die Musique concrète hatte es ihm angetan, Musik, die aus gesampelten Alltagsgeräuschen und Sounds besteht, die man auseinanderschneidet, staucht oder dehnt, verfremdet, neu arrangiert. Die Ursprünge dieser Klänge liegen schon fünfzig, sechzig Jahre zurück. Lotic aber hat sie ins Jetzt geholt – und ins Hier, nach Berlin.
...


www.tagesspiegel.de/berlin/queerspiegel/dj-lotic-im-portraet-aufbauen-einreissen-aufbauen/20116328.html


David Guetta tritt auf. Das bedeutet kulturell sehr, sehr wenig, könnte aber zu Problemen mit Parkplätzen und Staus im zweiten Wiener Bezirk führen. Quasi ein Verkehrshinweis. In der Krieau betritt am Samstag David Guetta eine Bühne. Er wird dort vorfabrizierte Tracks von seinem Laptop abrufen und so tun, als würde ihm das eine irrsinnige Freude bereiten. Und das tut es wohl.
...
Guettas Leistung beschränkt sich auf erhobene Arme. Das ist nicht nichts, die Winkeschinken zwei Stunden lang über Kopf hin- und herzuwiegen. An die 200.000 Euro soll er dafür in Rechnung stellen. Kein Wunder, dass er da breit grinst. Die billigsten Karten kosten 60 Euro, innerhalb des Wavebreakers 90. Wer sich für ein paar Stunden VIP fühlen möchte, zückt 150. Das inkludiert wahrscheinlich irgendeinen Sprudel und Salzgebäck, zahlt sich also voll aus.
...


http://derstandard.at/2000061891367/Winkeschinken-im-Wind-David-Guetta-besucht-Wien
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Klaus Schulze wird 70.

Das kosmische Zwitschern Ihrer Maschinen wurde in den 1970er-Jahren erst einmal außerhalb Deutschlands wahrgenommen...

Schulze: Es hat zehn Jahre gedauert, bis hier jemand davon Notiz nahm. In Frankreich lief es besser, dort erhielt ich 1975 den Grand Prix International. Da war ich dann auch mit wichtigen Leuten zusammen. Jean Michel Jarre mit seinem Oxygène war ja eigentlich nur ein Nachläufer von mir. Ein toller Filmkomponist war hingegen dessen Vater, Maurice. Viel besser als der Sohnemann. Der huldigte prompt dem Kommerz.

... Die Leute sahen mich inmitten meiner Instrumente stehen, hinter meiner schwarzen Ritterburg. Da hieß es: "Sind ja nur Knöppe!" Ich antwortete, eine Geige wächst ja auch nicht auf dem Baum. In Deutschland wurde ich damals überhaupt nicht anerkannt ...

Aus dem großen Moog kann man drei separate Synthies machen. Ich hatte bei allen dreien Tuning und Klangfarbe exakt eingestellt. Weil ich immer damit gerechnet habe, heute geht der eine Moog nicht, oder der andere ... Am besten gar nicht berühren! Allein was die Temperaturschwankungen bewirkten! Wenn jemand bei der Tür hereinkam, war er sofort verstimmt, einfach weil es wärmer wurde. Man spielte also mit der Rechten, und mit der Linken "tunete" man während des Spielens. [Der Moog]Ging bei Erwärmung immer höher. Machte einer ein Fenster auf, ging er hinunter.
...


http://derstandard.at/2000062103367/Elektronikpionier-Klaus-Schulze-Eine-Geige-waechst-ja-auch-nicht-auf
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
The History of Cocoon Ibiza with Sven Väth and Richie Hawtin
[hand] www.youtube.com/watch?v=XNrY5O4pUWA
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
[hand] Scooter drohen wegen Krim-Auftritt acht Jahre Haft

...krass [schreck]
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
SoundCloud bittet Geldgeber um dringendes Rettungs-Investment
"SoundCloud geht das Geld aus. Der Streaming-Dienst bittet Investoren jetzt um ein Investment, um das Geschäft aufrechtzuerhalten. CEO Ljung muss womöglich gehen.
Dem einstigen Berliner Vorzeige-Startup SoundCloud geht es schon seit einer Weile nicht gut. Wie das Tech-Magazin Axios berichtet, hat der Musik-Streaming-Dienst nun Investoren in einem Schreiben gebeten, am Freitag 169,5 Millionen US-Dollar für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bereitzustellen. Ansonsten könne CEO Alxander Ljung das Unternehmen nicht mehr in seiner jetzigen Form weiterführen.
(...)
"
Quelle: https://www.gruenderszene.de/allgemein/soundcloud-ljung-rettung-investment-vimeo-ceo
vom 10.08.2017
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: chris:
SoundCloud bittet Geldgeber um dringendes Rettungs-Investment
"SoundCloud geht das Geld aus. Der Streaming-Dienst bittet Investoren jetzt um ein Investment, um das Geschäft aufrechtzuerhalten. CEO Ljung muss womöglich gehen.
Dem einstigen Berliner Vorzeige-Startup SoundCloud geht es schon seit einer Weile nicht gut. Wie das Tech-Magazin Axios berichtet, hat der Musik-Streaming-Dienst nun Investoren in einem Schreiben gebeten, am Freitag 169,5 Millionen US-Dollar für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs bereitzustellen. Ansonsten könne CEO Alxander Ljung das Unternehmen nicht mehr in seiner jetzigen Form weiterführen.
(...)
"
Quelle: https://www.gruenderszene.de/allgemein/soundcloud-ljung-rettung-investment-vimeo-ceo
vom 10.08.2017

Laut letzten Meldungen steht wohl SC das Wasser bis zum Hals. Wenn heute nicht die dringend benötigten 170 Mio kommen, ist Soundcloud insolvent !
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
[hand] Soundcloud gelingt dramatische Rettungsaktion – Neustart mit CEO-Wechsel
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Comeback der Chill-Out-Bühne
Die harten und die sanften Klänge der Apokalypse

... früher, in den Jahren von Acid House, gehörte es dazu, dass man sich im sogenannten Chill-out-Zelt eine Auszeit von den bolzenden Beats gönnte.
Die Chill-out-Bühne erlebt derzeit eine Art Comeback...

Brian Eno hat Ambient nicht erfunden. Vielmehr hat er eine kulturelle Erscheinung in den Mainstream getragen. Ambient wird mit einem Sound verbunden, der warm und sanft pulsiert. Aber Ambient kann auch düster klingen, sperrig sein, Krach machen. Und so fliesst und blubbert, dröhnt und rattert es im Jahr 2017 in unzähligen älteren und neueren Ambient-Verästelungen.
...


www.nzz.ch/feuilleton/ambient-2017-sachte-ausgeknipst-ld.1308880
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Heute verzückt der Vocoder Menschen auf dem Dancefloor. Erfunden wurde das Gerät zur Verbesserung der Telekommunikation und diente auch zur Verschlüsselung. Kleine Kulturgeschichte einer elektronischen Pionierleistung.
...
Zwar hatte der Vocoder im Bereich der Fernsprechtechnik wegen seiner Unverständlichkeit kläglich versagt, auf dem Dancefloor trug er jedoch zur Kommunikation bei: Die vermeintlich entmenschlichte Stimme brachte die Tänzer*innen zum Ausflippen und damit näher zueinander.


www.taz.de/!5439971
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Mailand ist nicht nur ein Zentrum für Mode und Design, sondern auch ein Mekka für experimentelle Musik. Das Zusammenspiel der Künste zeigt sich in neuen Klubs und Labels.

www.nzz.ch/feuilleton/literatur-und-kunst/elektronische-musik-aus-milano-die-inspirationen-schlaegt-funken-ld.1310830
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ravegeschichte: 25 Jahre 1992
Heute: „Next Is The E“ von Moby [hand] www.youtube.com/watch?v=dJCFHw2Y5WQ

Dieses Stück finde ich immer noch glänzend: „Next Is The E“ von Moby. Ein hektischer, treibender Klavier-Streicher-Vocal-Track, eine lupenreine 1992er-Ravenummer aus der Feder jungen Richard Melville Hall, der sich seinen Künstlernamen nach dem berühmten Roman „Moby Dick“ gab, welchen sein Ur-Ur-Großonkel Herman Melville 1851 veröffentlicht hatte. Moby. Einer der wenigen, die schon so früh dabei waren und immer noch da sind. 1991 geriet der schmächtige US-Ostküstenboy mit seinem epischen „Go“, das auf der packenden Twin-Peaks-Melodie basiert, das erste Mal in die Aufmerksamkeit der Musikwelt. „Go“ ist immer noch das beste Stück Mobys, „Next Is The E“ folgt dicht dahinter, und beide befinden sich auf Mobys bestem Album, „Moby“ von 1992: ein Spagat zwischen meditativer, trippiger Elektronik und kantigem, im Rohzustand belassenen Techno, der exakt so klingt wie seinerzeit alle Stücke auf der ikonischen Compilation-Reihe jener Tage, „Technotrax“ von ZYX Music.
...


http://dasfilter.com/sounds/ravegeschichte-25-jahre-1992-heute-next-is-the-e-von-moby

die artikelserie Ravegeschichte: http://dasfilter.com/tags/ravegeschichte
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
betrifft nicht direkt techno/house, aber bemerkenswerter artikel dennoch über den abklang von rockmusik in den USA. hip hop und r'n'b werden mittlerweile mehr gehört als rock.
grund: rock kennt nur retro und nicht das internet-zeitgemäße kollaborative und netzwerkartige von hip hop.
und in rockclubs wird eher musik von alten und toten männern gespielt, bei hip hop eher das gegenteil und erreicht damit die jugend.
auch für techno & co. kann man daraus schlüsse ziehen, die über die damalige positionierung der musik in opposition zu rockmusik hinausgehen.

www.zeit.de/kultur/musik/2017-08/hip-hop-rockmusik-nielsen-musik-usa/komplettansicht
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
betrifft nicht direkt techno/house, aber bemerkenswerter artikel dennoch über den abklang von rockmusik in den USA. hip hop und r'n'b werden mittlerweile mehr gehört als rock.
grund: rock kennt nur retro und nicht das internet-zeitgemäße kollaborative und netzwerkartige von hip hop.
und in rockclubs wird eher musik von alten und toten männern gespielt, bei hip hop eher das gegenteil und erreicht damit die jugend.
auch für techno & co. kann man daraus schlüsse ziehen, die über die damalige positionierung der musik in opposition zu rockmusik hinausgehen.

www.zeit.de/kultur/musik/2017-08/hip-hop-rockmusik-nielsen-musik-usa/komplettansicht

hier der komplette report:
[hand] http://www.nielsen.com/content/dam/corporate/us/en/reports-downloads/2017-reports/music-us-mid-year-report-2017.pdf

electronic/dance ist mit 4% nur auf platz 6. anderseits sind die grenzen zwischen electronic, hiphop und pop heutzutage oft fließend...
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Henrik Schwarz macht die Musik zur Lindenstraße

https://www.serieslyawesome.tv/henrik-schwarz-macht-die-musik-zur-lindenstrasse/


Die Folge lief schon vor 2 Wochen, gibt's aber noch in der Mediathek.
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Oh ja... das war eine Schlüsselfolge, ein Leckerbissen für Fans [Wink]
Auf die Musik hab ich nicht geachtet ehrlichgesagt, jetzt im Nachhinein erinnere ich mich, dass "Musik von..." am Anfang eingeblendet war...
 
Geschrieben von: jais123 (Usernummer # 21797) an :
 
SPAM entfernt, der mit der IP 49.207.51.199 hier abgeworfen wurde von dem Spammer mit der E-mail-Adresse lokesh123.gb@gmail.com /admin

[ 05.09.2017, 12:16: Beitrag editiert von: chris ]
 
Geschrieben von: nicogrubert (Usernummer # 1292) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
Oh ja... das war eine Schlüsselfolge, ein Leckerbissen für Fans [Wink]
Auf die Musik hab ich nicht geachtet ehrlichgesagt, jetzt im Nachhinein erinnere ich mich, dass "Musik von..." am Anfang eingeblendet war...

Ging mir auch so. Als Fan schaue ich das seit der 1. Folge und ich dachte mir bei dieser Folge noch am Anfang, als der Name eingeblendet wurde: "Musik von Henrik Schwarz... hm ... ist das DER Henrik Schwarz?"

Finds jedenfalls cool, was er dazu gezaubert hat.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Vom armen Einzelkind zum schüchternen Popstar
Hörbuchkritik: „Porcelain“ von Moby

Ich habe Moby etwas unrecht getan. Der ist schon in Ordnung. Wenn man sich seine Biographie anhört ... dann erschließt sich vieles, dann fügen sich Fremdbild – er macht auf Underdog trotz Weltruhm – und das Selbstbild – er ist Underdog trotz Weltruhm – zusammen. Der schmächtige Mann mit dem Keyboard, er scheint sich tatsächlich nicht so recht in der Welt wohl zu fühlen, in die er ab 1991, nach dem Hitbreaker „Go“, hinein geschubst wurde...

Moby findet kaum Worte, um das zu beschreiben, was ihm da widerfährt. Die vielen plötzlichen Trips nach Europa, die TV-Shows, die Pop-Rave-Auftritte, er arbeitet diese Phase im Buch ab, als müsse er es eben tun, als habe er es schon damals eben auch schon abarbeiten müssen.
...
So gesehen, so gelesen, ist Moby nicht, wie in der Ravegeschichte beschrieben, ein europäischer Künstler, der dummerweise auf dem falschen Kontinent wohnt – Sondern durch und durch New Yorker.

Und dieses Zuhause, das apokalyptische, gewalttätige, crackverseuchte, dreckige und zugleich existentialistisch feiernde New Jack City der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre – Moby beschreibt es so, dass es einen manchmal in den Bann zieht. Alles wirkt plastisch und präsent. Da geht es um frenetisch gefeierte Tracks, um schamanenhafte DJs, man blickt hinein in einen echten Underground – aber ohne pseudofrenetische oder retrograd aufgeladene Beschreibung. Es scheint einfach ziemlich cool gewesen zu sein, damals, dort. Eine erfrischende neue Erkenntnis, dass sich die Ravegeschichten dieser Zeit eben auch in Manhattan, Brooklyn und New Jersey abgespielt haben, nicht nur in Tresor-Berlin oder Omen-Frankfurt.
...
Eingebettet ist diese „oral history“ in eine persönliche Familientragödie. Die damit beginnt, dass Moby draußen, am verrottenden Hafen, auf seine Mutter wartet, die in einem Waschsalon des Kaffs in Connecticut, in dem sie leben, Wäsche faltet. Damit verdiente sie das Geld für sich und ihren Sohn. Das liebevolle Verhältnis des Autors zu seiner Mutter und umgekehrt, deren Überforderung als Alleinerziehende, die lieber Hippie und Künstlerin geworden wäre, die Armut, die Krankheit, die Hoffnungslosigkeit und die geplatzten Träume – Tieftrauriges und Absurdes, Pauperismus und Popstartum finden in „Porcelain“ zueinander, wie man es aus den biographischen Texten von Heinz Strunk kennt.
...


http://dasfilter.com/kultur/vom-armen-kind-zum-schuechternen-popstar-hoerbuchkritik-porcelain-von-moby


Ravegeschichte: 25 Jahre 1992
Heute: „Experience“ von The Prodigy

... Warum ist „Experience” nun ein so großes Album? Natürlich, weil es wenig bis gar keine Konkurrenz hatte. Alle hangelten sich von Track zu Track, bzw. von Break zu Break. Und die, die Alben machten – 4hero zum Beispiel – waren zu underground. Das waren The Prodigy schon damals nicht.

„Experience” ist einer der seltenen Beweise dafür, dass es möglich war, den verstrahlten Quatsch der noch jungen Rave-Historie tatsächlich so zu verpacken, dass er eine messbare Halbwertszeit bekommt und überlebt. Was geschehen musste, damit das tatsächlich passiert, erinnert niemand mehr. Gute Tracks? Schon, aber nicht ausschließlich. Das extra Quäntchen an BPM? Vielleicht. Die Art und Weise, wie die Tracks in angetäuschten Mixen ineinander übergehen? Spielt eine Rolle. So ließ sich von Inverness bis Neapel jeder Parkplatz in einen grellen Dancefloor verwandeln. Ein Startschuss für viele, eine Bestätigung für andere. Der blubbernde Rest-Acid von „Death Of The Prodigy Dancers” ist nie aus meiner Blutbahn verschwunden.
...


http://dasfilter.com/sounds/ravegeschichte-25-jahre-1992-heute-experience-von-the-prodigy
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
In unserer Ecke war Moby seinerzeit hauptsächlich durch seinen Revolver-Track bekannt. Der lief rauf und runter und alle flippten aus...
Jahre später erst habe ich erfahren, dass Moby eigentlich eigentlich ein Punkrocker ist und dass das Original des Revolver-Songs eigentlich ganz anders und vor allem besser klingt [Wink]

https://www.youtube.com/watch?v=_Nt5by-TsUw
 
Geschrieben von: Qalandar (Usernummer # 21413) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: wizard of wor:
In unserer Ecke war Moby seinerzeit hauptsächlich durch seinen Revolver-Track bekannt. Der lief rauf und runter und alle flippten aus...
Jahre später erst habe ich erfahren, dass Moby eigentlich eigentlich ein Punkrocker ist und dass das Original des Revolver-Songs eigentlich ganz anders und vor allem besser klingt [Wink]

https://www.youtube.com/watch?v=_Nt5by-TsUw

Du meinst wohl das
Original 1981 - Mission Of Burma [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Alec Troniq wurde für seine releases auf Broque hier ja immer mal gefeiert, zuletzt gerade sein projekt mit Gabriel Vitel
[hand] https://forum.technoforum.de/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=4;t=008634

"... Wir kennen das immer gleiche Gepose: Selfie am Flughafen, geiles Hotelzimmer, #djlife, haha, krasses Opfer da drüben, aber ich auf der Bühne und alle Arme in der Luft, noch ein Selfie mit Väth („my bro“) und dann wieder Studio-Time … Hat der Künstler eigentlich etwas auszusagen oder spielt er morgen schon am Ballermann? Egal, denn auf Keta lässt sich selbst der Weltuntergang feiern, Hauptsache, der Livestream läuft. Aber wohin führt das, wenn wir so weitermachen und für nichts stehen, während Donald J. & Co. den Planeten in eine verseuchte Wüste verwandeln? Mit etwas Vorstellungskraft lässt Alectropolis das erahnen. Ich will die Fantasie anregen, statt nur den Alltag in seinem Ist-Zustand zu feiern. Das ist schließlich auch eine Aufgabe der Kunst, das kann unserer Feierei ein wenig Tiefe geben.
...
Um mal meinen Geschmack zu beschreiben: sauer, scharf oder bittersüß, unbedingt heiß serviert. Keine künstlichen Aromen, wenig Wiedergekäutes, keine Plastikverpackung. Dynamisch variiert, leidenschaftlich handgemacht … und warum nicht mal bizarr? Manchmal kommt meine masochistische Musik-Veranlagung durch. Es soll auch mal scheppern, holzen oder wehtun. „Wie beknackt klingt das denn?“ Ab diesem Punkt fängt’s an, erst richtig Spaß zu machen. Aber ich will schon auch anständig dabei raven.
..."


www.fazemag.de/alec-troniq-djlife-immer-das-gleiche-gepose
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
nachtrag zum Robotermusik-artikel vor fast genau einem jahr:
www.tagesspiegel.de/kultur/robotermusik-festival-temblo-haelt-den-takt/14603076.html

[hand] www.youtube.com/watch?v=bAdqazixuRY [eek] [zwinker]
 
Geschrieben von: exarte (Usernummer # 21801) an :
 
Schones Video, schau mal dies https://www.youtube.com/watch?v=Q3oItpVa9fs [Smile]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Steffi

Es ist 2017, und Techno und House drehen frei. Die Sponsoren-Listen der alles bestimmenden Festivals sind länger als das Lineup, was früher Pop hieß, ist heute Deephouse, und ob eine Nacht gut war oder nicht, belegen die Likes auf Instagram. Einige haben das kommen sehen, andere schon lange das Interesse verloren. Und wieder andere nehmen Platten auf, die beweisen, dass trotz aller Kommerzialisierung, Kritik und Irritation die Geschichte noch längst nicht auserzählt ist. Steffie Doms ist eine von ihnen. Mit „World Of The Waking State“ legt sie dieser Tage ihr drittes Solo-Album auf Ostgut Ton vor. Ohne Vocals und ohne die immer gleichen Sounds, die für die Historisierung als so wichtig erachtet werden. Befreit vom schon lange nichts mehr zusammenhaltenden 4/4-Diktat, verwandelt diese Platte nutzlose Dunkelheit in tief und farbenfroh schimmernde Melancholie ...

"... Bummbummbumm kennen wir alle schon auswendig. Ich glaube, dass die 80er auch deshalb eine so große Rolle spielen. Da gab es viel Melancholie in der Musik, und viele verbinden tiefe Erinnerungen damit. Womit wir wieder bei dem Thema Wiedererkennungswert wären. Den schafft man eben vorwiegend mit Melodien.
...
Ich habe auf großen Festivals gespielt, die sich alle damit rühmen, das beste der Welt zu sein. Aber es verschlägt es einem die Sprache, so schlampig wie die Technik teilweise ist. Auch bei vermeintlichen Underground-Großevents, die zwar einen auf mega-glaubwürdig machen und Plattenspieler hinstellen – aber dann ist einfach mal der Tonarm kaputt. Stattdessen geht es denen darum, dass so ein Festival nach Rio de Janeiro expandiert und der Boiler Room noch mehr Sets live überträgt. Aber die Basics kriegen die einfach nicht hin."


http://dasfilter.com/sounds/the-godmother-of-house-and-techno-das-grosse-steffi-interview
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
"Warum ist elektronischer R&B jene Musik, die uns mehr als Rock darüber erzählt, wo es mit dem Menschen hingehen könnte auf seiner Reise in die digitale Zukunft?"

www.sueddeutsche.de/kultur/pop-wahrheit-oder-pflicht-1.3707876
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Also "Steffi" war mir bis dato unbekannt... gefällt mir teilweise sehr gut das Album.
Da steckt Soul dahinter, sehr fein!
 
Geschrieben von: Monkey.vs.Robot (Usernummer # 2438) an :
 
Hör dir mal das Album "Yours & Mine" von Steffi an Wizard. Immer noch eines meiner Lieblings Alben. Wenn auch im 4/4 Takt. [Wink]
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Monkey.vs.Robot:
Hör dir mal das Album "Yours & Mine" von Steffi an Wizard. Immer noch eines meiner Lieblings Alben. Wenn auch im 4/4 Takt. [Wink]

Danke für den Tipp und für 4/4 bin doch immer zu haben [Smile]
Finde man sollte 4/4 auch nicht durch den Kakao ziehen wie oben im Interview, nur weil man grad auf einer Breakigen Schiene unterwegs ist... kann sich erfahrungsgemäß alles ganz schnell wieder ändern...
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Find die Sachen von Steffie eher bescheiden. Man merkt das es von einem DJ kommt, der sich promoten will.

Aber zum Interview, schön das es Ji-Hun Kim mal wieder in diese Richtung treibt.
Mag sein Humor auch, nicht erst seit Migranten Comedy
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
Find die Sachen von Steffie eher bescheiden. Man merkt das es von einem DJ kommt, der sich promoten will.

Aber zum Interview, schön das es Ji-Hun Kim mal wieder in diese Richtung treibt.
Mag sein Humor auch, nicht erst seit Migranten Comedy

Mir hat das Album auch nicht gefallen - da meckert die Dame über 'Drones' und legt in fast alle ihrer Tracks schnöde Pads. Da meckert sie über die Naivität und Einfachheit der Melodien von Aoki, will aber nicht wahrhaben, dass es durchweg schwieriger ist, ein Arrangement mit den passenden Sounds und Melodien und Harmonien aufzubauen und zu entwickeln, das hunderttausenden von Menschen zusagt. Dann spricht sie darüber, ihre Drumsounds selbst zu entwickeln: Okay, prima, ohne Zweifel lobenswert. Aber wenn ich in 5 von 5 Tracks fast immer identische, ähnliche, naheliegende Sounds höre, dann sehe und höre ich einfach, dass hier entweder die Liebe zum Detail fehlt oder das Wunsch nicht vorhanden ist, wirklich eigenständige Sounds zu entwickeln, die dann nicht zur Toolbox für alle Tracks werden. Generell auch von einem 'Techno-Diktakt' zu sprechen, ist schon sehr befremdlich, denn letzten Endes gibt es gerade hier doch alle Freiheiten, es gibt kein 'muss' und kein 'soll' und keinerlei zwingende Anforderungen und in Stein gemeißelte Definitionen, was man u.a. auch daran erkennt, dass in den USA viele von 'Techno' sprechen und wir das dann doch lieber in die Trance- oder 'Kommerz-Ecke' stellen oder dann 'EDM' drüber schreiben, was vom Begriff her auch wiederum alles umfassen kann, durch den Sprachgebrauch für uns aber eben dann doch eher die 'kommerzielle Ecke' wäre. Also, Techno und Diktat, das ist doch ein Widerspruch. Vielleicht hat sie sich von ihrem eigenen Schubladendenken distanziert, weil sie die Kickdrum nicht im Viervierteltakt laufen lässt - ihre Tracks laufen zumeist ja doch im Viervierteltakt, was per se im Interview auch wiederum anderes suggeriert. Dass in diesem Kontext zudem die Tour mit Virgina erwähnt wurde, lässt das Interview in einem ganz anderen Licht erscheinen, denn bei den Virgina-Produktionen und -Songs stellen sich vielen hier wahrscheinlich die Nackenhaare auf, da wir uns dann doch in der kommerziellen MTViva-Schiene befinden.

Das Album ist ja nicht schlecht, mir selbst hat es einfach nicht gefallen, für mich absolut nichts Innovatives und Neuartiges, es gibt keine 'Catchyness' und ein paar liebliche Melodien mit ein paar analogen Bleeps in Pad-Teppichen zu versenken mit holpernden Beats - das rechtfertigt n.m.E. nicht, dass man ein - so mein Gefühl - leicht überhebliches Interview von sich gibt.

Was man aber am Interview wieder schön sieht: Für Frau reicht es, gute, solide Arbeit zu leisten, um sich in den Medien und beim Publikum gut zu positionieren, wenn man einen einigermaßen professionellen Eindruck hinterlässt. Wäre auf dem Album nicht 'Steffi' sondern 'Hubert', würden Blogs und Magazine das Werk wahrscheinlich eher als uninspiriert und urzeitlich deklariert wieder zurück in den Rezensionschrank stellen.
[Wink]

RA schreibt u.a. in der Review: "These tracks bring to mind another crucial era: the early days of Ostgut Ton. Between 2006 and 2008" und das zeigt deutlich, dass wir es hier nicht mit etwas Spannendem, Neuen zu tun haben. Und die Intro tippt den Pressezettel teilweise ab und vermeidet es anscheinend gänzlich, zu werten (warum nur?). Und die Groove erkennt, dass die Tracks irgendwie ja sich selbst alle schon sehr ähnlich sind - Steffi kritisiert da einerseits die vielen, scheinbar lieblos unfertigen Produktionen auf dem Markt - andererseits hat man den Eindruck, dass sie es sich bei der Produktion recht einfach gemacht hat, wie dieses Statement indirekt auch aussagt: "So sehr wie aus einem Guss die zehn Tracks wirken, kann es gut sein, dass der Arbeitsprozess recht flott verlief.".

Naja, bleibt Geschmackssache, einen etwaigen 'Hype' könnte ich nicht nachvollziehen.
[Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
nettes interview mit Submerse, wie es ist, als westlicher elektronischer musiker seit mittlerweile knapp 7 jahren in Japan zu leben:

[hand] http://dasfilter.com/sounds/fish-and-nintendo-chips-submerse-im-interview
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Horst Weidenmüller, Betreiber des Berliner Elektronik-Labels !K7, das vor allem durch seine Reihe DJ-Kicks bekannt wurde, ist sich sicher, dass diese Art von Konzerten, wie Tristano sie gibt, Ausdruck einer neuen, eigenständigen Kultur sind. Mehr als nur der Versuch, Klassik mit den Mitteln des Pop zu präsentieren oder umgekehrt. Neoklassik – ein Genre, dem auch Tristanos Musik bevorzugt zugeordnet wird – sei eine "globale Bewegung", deren Entwicklung das Spannendste sei, was er in den letzten Jahren miterlebt habe...

"Es geht darum, den Flügel als protofuturistisches Instrument neu zu entdecken", umschreibt Francesco Tristano das, was die Grandbrothers, er und all die geistesverwandten Neoklassiker da gerade machen.
...
"Welche Grenzen?", fragt Tristano. "Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen Klassik und Techno."


www.zeit.de/kultur/musik/2017-10/neoklassik-piano-francesco-tristano-grandbrothers/komplettansicht
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Wer sich heute über das befremdlich aussehende Google Doodle wundert: Ein Tribut an das Studio für elektronische Musik in Köln !
[Wink]
Wegen des Umlauts kann ich den direkten Link nicht platzieren, einfach hier dann auf 'Köln' klicken:
[hand] https://de.wikipedia.org/wiki/Studio_f%C3%BCr_Elektronische_Musik
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
zu Steffi noch.. sie ist in der neuesten ausgabe der "Against the Clock"-reihe (track in 10 minuten basteln) am start:

www.youtube.com/watch?v=7nTrQfL-DhU
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
50 Millionen Euro für Native Instruments
"Das Berliner Unternehmen gilt als Weltmarktführer in der Musiksoftware-Branche. Von einer Münchner Gesellschaft gab es jetzt frisches Kapital: Die Münchner Beteiligungsgesellschaft EMH Partners hat rund 50 Millionen Euro in das Musiksoftware-Unternehmen Native Instruments investiert. (...)
Mit dem Investment möchte Native Instruments „sein internationales Wachstum beschleunigen und seine Marktposition im Kundensegment der Hobbyanwender stärken“, heißt es in der Pressemitteilung.
"
Quelle: https://www.gruenderszene.de/allgemein/50-millionen-native-instruments
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Adrian Thaws, besser bekannt als Tricky, spricht im Interview mit der FR über sein Album „Ununiform“, über den russischen Rap, den russischen Winter und warum er in Berlin lebt: „Weil hier nichts los ist“.

www.fr.de/kultur/musik/interview-nennen-sie-mich-nicht-adrian-a-1379755,0
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Adrian Thaws, besser bekannt als Tricky, spricht im Interview mit der FR über sein Album „Ununiform“, über den russischen Rap, den russischen Winter und warum er in Berlin lebt: „Weil hier nichts los ist“.

www.fr.de/kultur/musik/interview-nennen-sie-mich-nicht-adrian-a-1379755,0

Bei der Einleitung als Reporter hätte ich dem n' Spruch gedrückt und wäre gegangen - sorry, geht gar nicht - was für ein eingebildeter Vogel...
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Adrian Thaws, besser bekannt als Tricky, spricht im Interview mit der FR über sein Album „Ununiform“, über den russischen Rap, den russischen Winter und warum er in Berlin lebt: „Weil hier nichts los ist“.

www.fr.de/kultur/musik/interview-nennen-sie-mich-nicht-adrian-a-1379755,0

Bei der Einleitung als Reporter hätte ich dem n' Spruch gedrückt und wäre gegangen - sorry, geht gar nicht - was für ein eingebildeter Vogel...
Dachte ich mir gestern auch...
Und dann noch diese künstlichen Antworten, der Typ ist die Gurke des Jahres.
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Vorwürfe gegen Mihalis Safras und wie er mutmaßlich mit Demos umgehen soll. (Konjunktiv)
Interview 1: Tennan.
https://change-underground.com/tennan-milhalis-safras-plagiarism/

Interview 2: German Brigante.
https://change-underground.com/german-brigante-samplegate/amp/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
klingt leider auch derbe uninspiriert, was dieser Mihalis Safras so rausbringt - generischer retorten-"underground"-house ohne eigene note. mal reingehört in "seine" platten der letzten jahre..
insofern spricht das musikalisch auch nicht für die producer, die er abgezogen hat.

weniger publikum (1 tänzer, siehe 20:00) geht ja auch kaum mehr [hand] www.youtube.com/watch?v=od1BGHSRESU
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
Vorwürfe gegen Mihalis Safras und wie er mutmaßlich mit Demos umgehen soll. (Konjunktiv)
Interview 1: Tennan.
https://change-underground.com/tennan-milhalis-safras-plagiarism/

Interview 2: German Brigante.
https://change-underground.com/german-brigante-samplegate/amp/

Oh, und Metodi Hristov hat's demnach auch 'erwischt'.

Traurige Sache. Ja, Mihalis Safras macht recht öde Funktionstracks, die man vielleicht gerade noch so auf deer 'little helpers'-Reihe veröffentlichen könnte. Aktuell besitze ich keinen einzigen Track von ihm, weil das alles für mich einfach nur langweilig nach Konservenfrass klingt. Und trotzdem: Schräge Schutzbehauptungen und wirre 'Erklär'-Videos sind absurd peinlich. Auch wenn die Roh-Tracks der anderen Artists uns vielleicht auch nicht vom Hocker hauen, so 'ne Methode, wie Safras das vermutlich also regelmäßig durchzieht, das geht so rein absolut gar nicht. Weil ich keine seiner letzten EPs irgendwie prickelnd fand und weil mich so 'ne Art nervt, kommt der Herr Safras ab sofort auf meine private Blacklist, da will ich echt gar nicht mal mehr in seine neuen Sachen auch nur reinhören.
;/
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
P.S. Örx, dachte erst, dieses kleine Video nennt die o.g. 2, 3 bekannten Safras-Fraud-Fälle, aber neeeee, der gute Herr hat sich ja anscheinend an vielen, vielen anderen Tracks vergriffen und das ist wahrscheinlich ohnehin nur die Spitze des Eisbergs:
[hand] https://youtu.be/r4hHhtzyKh4
Ganz, ganz, ganz bitter. Der Sh*tstorm auf f'book auf seinem Profil ist noch viel zu harmlos.
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
... in ein paar Wochen ist dann wieder alles vergessen wie bei &Me und die Gigs laufen weiter.... [aechtz]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
bei den originalen stützen sich ja auch schon not und elend. und sind wohl trotzdem das beste, was sich einer zur aneignung raussucht, der gut im geschäft ist. und dann hängen sich noch einstmals kredible kräfte wie Gene Farris (gute platten auf Force Inc. vor 20 jahren) und Roger Sanchez sowie ein 'Siwell' mit ihren namen an die geklauten tracks mit dran. das sind also leute, die nicht beteiligt waren an tracks, auf denen ihr name steht.
kann techhouse noch tiefer sinken?

in Mihalis Safras' wikipedia-eintrag hat jemand ein Resident Advisor-zitat erfunden [Wink] (aber die facts stehen auch drin):
Mihalis Safras is considered to be one of the most high-profiled rip-off artists and the most productive techno plagerism producer on the planet.
https://en.wikipedia.org/wiki/Mihalis_Safras
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:

kann techhouse noch tiefer sinken?

Natürlich. Nämlich dann, wenn das adaptierte Original auch nicht so ganz originell war.
Zds "Sometime" Material093 ab 1:18 im "Safras greatest steals" zu hören, ist gurkig zu Tiga vs Boysnoize "100" Original wie noch eher der Johnny Aux Remix; beides auf Turbo Rec. ¯\_(ツ)_/¯
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Egal wie scheisse die Tracks sind im Original oder im Plagiat, das ist ja mal ganz derb dreist. Sich mit der Arbeit anderer permanent zu schmücken geht mal gar nicht. Egal auf welchem Gebiet - ein ganz mieser und rücksichtsloser Charakterzug. Solche Leute sind absoluter Abschaum in meinen Augen...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ Quinto
stimmt, ZDS' Sometime ist schon verdammt nah an dem Johnny Aux remix dran..

https://soundcloud.com/turborecordings/tiga-vs-boys-noize-100-johnny-aux-remix-preview

https://soundcloud.com/materialseries/zds-sometime-material-093

man muss aber auch sagen, dass es bei so einer 1-ton-bassline schon unvermeidlich ist, dass bei hunderttausenden von solchen einfachen funktionstracks mehrere leute unabhängig voneinander auf dasselbe kommen. die bassline erreicht jedenfalls sicher nicht die "mindestschöpfungshöhe", um geschützt zu sein.
wenigstens komplementieren sich die versionen quasi im sound.. der Johnny Aux remix ist die dirty version, die ZDS-version die cleane.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Karl Bartos zum Ausstieg von Kraftwerk

Kraftwerk hat die Poesie verloren!

RP-Online
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: dauerwellen:
Karl Bartos zum Ausstieg von Kraftwerk

Kraftwerk hat die Poesie verloren!

RP-Online

Auch in der neuen Groove Dezember Ausgabe:
"Karl Bartos: „Bei Kraftwerk haben wir zusammen gespielt wie Kinder“

15 Jahre lang war Karl Bartos Teil des „klassischen Line-ups“ von Kraftwerk und prägte als Schlagzeuger und Ko-Komponist deren Musik Ende der 70erund Anfang der 80er-Jahre entscheidend mit. Nach seinem Ausstieg 1990 arbeitete er mit Musikern wie Bernard Sumner und Johnny Marr und veröffentlichte drei Soloalben. Anlässlich des Erscheinens seiner Autobiografie Der Klang der Maschine sprachen wir mit Karl Bartos über sein Verhältnis zu Ralf Hütter, was Kraftwerk so besonders machte und seinen „Numbers“-Beat, dem wohl am häufigsten gesampleten elektronischen Beat überhaupt."

http://groove.de/2017/10/12/groove-169-november-dezember-2017-kink/

Im Übrigen sei auf den wirklichen lesenswerten Artikel über Kink verwiesen. Einfach ein feiner Kerl...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Safras' management hat ein statement abgegeben.. Safras sei ein aufrichtiger, generöser typ, der das meiste seines einkommens bisher an kinderstiftungen gespendet habe.. er habe bei den erwähnten fällen nur die übersicht verloren, werde nicht wieder vorkommen..

www.facebook.com/mihalissafras/posts/10155058118856717

nette kommentare darunter, die das ganze etwas zerlegen..

der producer Tennan, der es öffentlich gemacht hatte, soll nun wohl wegen rufmord von Safras verklagt werden.
statement von ihm noch zu Safras' strategie, die nach allem anderen als nach verlorener übersicht aussieht:

Apparently, Safras is using Material Series as a platform to get his hands on other producers’ work and is following a specific set of tactics to target his victims. Frequently asking for all parts from producers in order to remix their tracks but instead using their parts/ sounds for the benefit of his own productions. Once he does that, he then removes all original tracks (the ones he has stolen parts from) from all digital platforms in order to cover his tracks and avoid being detected.

www.facebook.com/tennanmusic/videos/1493080010727010
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
MFS documentary Berlin in the 90s

http://www.electronicbeats.net/the-feed/watch-the-birth-of-berlins-early-90s-trance-scene-with-this-rare-video/
 
Geschrieben von: KryStuff (Usernummer # 230) an :
 
Der Safras Post ist mittlerweile gelöscht und alle negativen Kommentare werden scheinbar umgehend gelöscht.
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: KryStuff:
Der Safras Post ist mittlerweile gelöscht und alle negativen Kommentare werden scheinbar umgehend gelöscht.

einfach totschweigen...
funktioniert früher(™)wie heute
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Hamburg-based producer and gear wizard Remute is releasing half of his latest album, 'Limited' on a format that many of today’s generation have never even handled: floppy disk.

"My new album, Limited, is the first hybrid vinyl/7-inch/floppy-disk techno record. The concept behind it is to reduce data, ideas and file sizes to their absolute minimum in order to cope with limited and forgotten technologies like the floppy disk—and to make fun, kicking and pretty raw-sounding tracks out of these limitations. The floppy disk format is something I’m using extensively at the moment—even when DJing in a club! The tunes I generated with this special method aren’t minimal techno in the classic sense of the genre; they’re limited techno.

...I like formats that force you to put in some effort to get them to run, like floppies, cassettes and vinyl. The CD was always just too easy and trivial for me.

... By the end of the ’90s, when the MP3 format hit the mainstream, I was able to showcase my recorded music to a wider audience in the internet. Specialized forums and pages like mp3.de or technoforum.de had very dedicated community networks that provided amazing platforms to share ideas and meet other artists and labels.

... I always loved to archive my music on floppy disks. I love the sound it makes when it slips into the drive and makes the infamous click. I love the little handy boxes I put them in. While others may have a heavier emotional bond to their record bags, I stick to my little floppy boxes. Sure, the floppy disk cannot hold up to today’s data sizes, as the 1.44 MB provided on one aren’t even enough to save a contemporary digital album cover. But it was enough to save five or six average .mod files created with tracker music programs, which generate music in real time and therefore save a lot of memory. I use floppy disks and trackers for my dirty and gritty tunes that need to sound raw, hard and banging.
..."


www.electronicbeats.net/remute-interview-2017
 
Geschrieben von: KryStuff (Usernummer # 230) an :
 
@hyp habe die Remute Vinyl mit 3,5 Disk hier liegen, sehr schönes Sammler Stück [Smile] Sein SoundCloud Mix dazu ist auch richtig gut geworden.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ kry [round]

hier für alle zum hören [hand] https://remute.bandcamp.com/album/limited

https://soundcloud.com/remute/remutes-floppy-mix
Made this mix mainly with 3,5" floppy disks running on Amiga computers with PT-1210 mk1.
Pretty acid, pretty oldschool, pretty rough...

 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
...und die Erwähnung von remute freut und ehrt mich und uns natürlich sehr (rotwerd') /freu! Dafür geh' ich jetzt mal auf seiner Bandcamp-Seite 'ne Runde 'wobbeln'. Und ich muss dazu auch einmal wieder erwähnen, dass Dennis vor Urzeiten seinen sehr eigenen Stil entwickelt hat und den bis heute beibehält, wie man auch etwa bei Cruise Missile (.mod-Mix) ja sofort erkennen kann. Das hat heute n.m.E. Seltenheitswert bei dem gigantischen Einheitsbrei und verdient einfach hin und wieder eine Erwähnung.

Aber ärgerlich, ich hab' im Sommer beim Entrümpeln 'zig Disketten entsorgt und fast nur noch die Boot-Discs für meinen ASR-10 behalten, da waren farblich und beschriftungstechnisch auch ganz witzige Exemplare dabei, die remute als 'Rohmaterial' für das Album sicherlich hätte nutzen können.
[Wink]
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
hach... da kommt der amiga doch nochmal zu ehren - remute sei dank! da bekomm ich ja lust meinen alten kasten wieder hervorzukramen und den protracker auch mal wieder anzuwerfen... weil der sound den remuta da aus dem amiga zaubert ist ein kracher.
 
Geschrieben von: Cie (Usernummer # 3564) an :
 
Echt tolle Idee, mit einem schönen Konzept, welche besonders die Herzen aller Amiga-Fans erwärmt [powerflower]
Ich habe ihn mal mit zwei Amigas auflegen gesehen, und das war einfach grandios. Die Module hier im Release "Limit" sind echt Hammer [Smile]

Edit: Höre gerade "Wobbeln" auf dem Protracker 2.3 und da klingt es irgendwie noch fetter. Sehr geile Sache, macht Spaß!

[ 17.11.2017, 21:49: Beitrag editiert von: Cie ]
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: soulstar:
hach... da kommt der amiga doch nochmal zu ehren - remute sei dank! da bekomm ich ja lust meinen alten kasten wieder hervorzukramen und den protracker auch mal wieder anzuwerfen... weil der sound den remuta da aus dem amiga zaubert ist ein kracher.

An der Stelle lass' mich erwähnen, dass ich vor 10 oder 15 Jahren bei einem der wenigen Autechre-Live-Gigs den Herren ja über die Schulter sah und auch da'n Tracker lief. Und hatte nicht zuletzt jemand (hyp?) 'n Video geposted mit 'nem Tracker? War das nicht von AFX sogar? (grübel)
Da der Amiga prinzipiell auf 4 Spuren beschränkt war, hatte ich mir damals diesen Octa 8 vom teuer ersparten Taschengeld geholt, der dank guter Programmierung dann stolze 8 Spuren gleichzeitig abspielen konnte. Oh, das war zur damaligen Zeit phänomenal.
[Wink]
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Floppy Disc ist auch hier dabei:

https://www.discogs.com/Secret-Cinema-SILVER/release/8178834

Zitat: A copy of the original Amiga 500 floppy disc used to make Secret Cinema's first track, contains samples of Meng Syndicate - Sonar System. System requirements: Amiga 500 (512kB RAM), Minimum of 750 kB of free memory on hard disk, OKTALYZER (music production software)

...wegen "Futter" für den Amiga [Smile]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
chris, ja:
Zitat:
die transparenz-offensive von Aphex geht weiter.. nach den equipment-auflistungen zu den stücken des letzten albums nun gar ein video mit einblicken in die produktion von Vordhosbn vom nun auch schon 16 jahre alten Drukqs-album:
[hand] https://vimeo.com/223378825

gemacht wurde das stück also mit dem kostenlosen Player Pro tracker auf dem Mac..
https://playerpro.en.softonic.com/mac

der bekannteste / meistgenutzte tracker ist wohl seit längerem Renoise.. "etwas" erweitert gegenüber antiken trackern - mit VST-anbindung u.a.
[hand] https://de.wikipedia.org/wiki/Renoise

man muss auch keinen Amiga benutzen, um sound im alten stil heute zu machen - dazu reicht nutzung eines trackers wie Renoise und beschränkung auf 4-8 spuren und 8-bit-samples.
und die soundchips von C64 u.a. gibt es als kostenlose VST-plugs.
 
Geschrieben von: Cie (Usernummer # 3564) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
der bekannteste / meistgenutzte tracker ist wohl seit längerem Renoise.. "etwas" erweitert gegenüber antiken trackern - mit VST-anbindung u.a.
[hand] https://de.wikipedia.org/wiki/Renoise

man muss auch keinen Amiga benutzen, um sound im alten stil heute zu machen - dazu reicht nutzung eines trackers wie Renoise und beschränkung auf 4-8 spuren und 8-bit-samples.
und die soundchips von C64 u.a. gibt es als kostenlose VST-plugs. [/QB]

Renoise kann ich sehr empfehlen, wenn man sich mal das Tracker-Konzept im modernen Gewand anschauen möchte. [Smile] Beim Download sind auch gleich ein paar Demo-Tracks dabei.

Es gibt auch einen Protracker Clone des Amigas für Windows/Mac (die legendäre Version 2.3), was für den möglichst original-getreuen Einstieg vielleicht am einfachsten ist:
ProTracker 2.3D
Zig Module gibt es dann z.B. hier:
modarchive
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Richie Hawtin hat gegen den trend (immer weniger reiswein-brauereien) eine reiswein-firma gegründet..

Im Gespräch mit Richie Hawtin über sein Sake-Business

"Das hat sich über mehr als 20 Jahre entwickelt. Ganz organisch. Ich habe nicht an die Türen der Brauereien geklopft und gesagt: Hi, ich bin dieser Technotyp, der Sake in der Welt groß raus bringen will. Nein, eher Sake trinken, Brauer kennen lernen, sie immer wieder besuchen. Vor zehn Jahren habe ich mich in Japan zum Sake-Sommelier ausbilden lassen.
...
Eine ganze Generation hat Sake verpasst. 8.000 Brauereien gab es noch in den Siebzigern, als ich anfing, mich damit zu beschäftigen, waren es noch 1.000. Das Schlimmste, was passieren kann, ist dass noch mehr Brauer ihre Türen schließen. Jedes Mal geht dann ein Teil japanischer Kultur, Kultur in der Flasche, verloren, weil mit dem Brauer sein Erbe, seine Brautechnik, verschwindet. Wie eine Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.
..."


http://dasfilter.com/leben-stil/ich-manage-enter-sake-wie-ein-plattenlabel-im-gespraech-mit-richie-hawtin-ueber-sein-sake-business-und-die-kulturellen-ziele-dahinter
 
Geschrieben von: dangerseeker (Usernummer # 4281) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
Richie Hawtin hat gegen den trend (immer weniger reiswein-brauereien) eine reiswein-firma gegründet..

Im Gespräch mit Richie Hawtin über sein Sake-Business

"Das hat sich über mehr als 20 Jahre entwickelt. Ganz organisch. Ich habe nicht an die Türen der Brauereien geklopft und gesagt: Hi, ich bin dieser Technotyp, der Sake in der Welt groß raus bringen will. Nein, eher Sake trinken, Brauer kennen lernen, sie immer wieder besuchen. Vor zehn Jahren habe ich mich in Japan zum Sake-Sommelier ausbilden lassen.
...
Eine ganze Generation hat Sake verpasst. 8.000 Brauereien gab es noch in den Siebzigern, als ich anfing, mich damit zu beschäftigen, waren es noch 1.000. Das Schlimmste, was passieren kann, ist dass noch mehr Brauer ihre Türen schließen. Jedes Mal geht dann ein Teil japanischer Kultur, Kultur in der Flasche, verloren, weil mit dem Brauer sein Erbe, seine Brautechnik, verschwindet. Wie eine Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.
..."


http://dasfilter.com/leben-stil/ich-manage-enter-sake-wie-ein-plattenlabel-im-gespraech-mit-richie-hawtin-ueber-sein-sake-business-und-die-kulturellen-ziele-dahinter

sein enter sake ist jedenfalls bestenfalls untere mittelklasse und macht nen riesenkopp
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Soso...
Als "Trend"-Schlörre gibts das dann für gutes Geld auf seinen zahlreichen Gigs zum rein kippen oder wie ?

So kann man sich auch Neue Geldquellen erschließen...

[rolleyes]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
choci, wie macht's man denn richtig, ohne sich solche vorwürfe einzufahren?
20 jahre sich damit beschäftigen und was aufbauen mit einem produkt, das nicht trend ist - und trotzdem ist es anrüchig?
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: CHoCi:
So kann man sich auch Neue Geldquellen erschließen...

Nunja... ich denke dass es da nicht wirklich ums Geld geht. Ist halt seine Ausgleichsbeschäftigung (saufen tut er ja gern *g*) und wenn es sich vermarkten lässt, why not... wenn nicht dann wird nicht viel verloren sein.
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
choci, wie macht's man denn richtig, ohne sich solche vorwürfe einzufahren?
20 jahre sich damit beschäftigen und was aufbauen mit einem produkt, das nicht trend ist - und trotzdem ist es anrüchig?

alles was Ritchie Hawtin heutzutage macht hat für mich ein "Geschmäckle" - mach dir nichts draus...
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ich glaub, das einzige, was man machen kann, um zu verhindern, dass jemand was auszusetzen hat, wenn man nach legendenplatten weitermacht, ist, aufzuhören.

ps: deutsche sprache, kom(m)asprache [Smile]
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
Zitat:

Wie eine Sprache, die nicht mehr gesprochen wird.

tja.. wenn alte handwerke aussterben schert sich in der regel auch keiner drum... z.b. einen schmied... gibts auch so gut wie nicht mehr. wenn er nun schmied geworden wäre... und mit nem stählernen hammer auflegen würde... wie die leute wohl dann reagieren würden... ...ehrlich gesagt kann ich beide meinungen verstehen...
 
Geschrieben von: Omara (Usernummer # 11269) an :
 
techno nähert sich dem ende entgegen
https://partysan.net/skillzbizz/rave-regiert-die-welt/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
vor 20 jahren war auch schon die klage, dass teure großraves den clubs die crowd wegnehmen.
aber wie groß ist denn wirklich der anteil derjenigen, die auf Rave-reisen sparen und daher weniger in den club gehen? und wenn es einem reicht, im urlaub zu clubben, dann ist das interesse offenbar nicht so groß.
auch nimmt der artikel an, dass das flair von großveranstaltungen schlichtweg das von kleinen undergroundigen ersetzen kann, bzw. größer tatsächlich besser bedeutet, und das stimmt ja nicht.
und dass man ein land nirgends besser als in einer gerade bei großveranstaltungen oft austauschbaren halle kennenlernt, ist auch reichlich an den haaren herbeigezogen.
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
die partysan crew soll erstmal schreiben lernen... der artikel ist ja mit fehlern übersäht... naja. wären es echte nachrichten könnte ich ihnen nicht vertrauen. und wer selbst mit rave on snow, on boat, on moon...in hell geld vedient der soll mal nicht so über konkurenz klagen. heisst nicht das ich es toll finde für eine tanzveranstltung um die halbe welt zu jetten... ganz im gegenteil. eat local, dance local. provinz rules!
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Es gibt immer mal wieder einen Peak, wo der Anschein nahe liegt, das die Raves die Überhand gewinnen. Wie Hyp schon erwähnt hat, diese Befürchtungen sind so alt wie es Techno gibt. Ich kann mich dran erinern das es 1995 oder etwas später ein ähnliches Gejammer gab (Mayday und Co.) ob die sg. Großraves die Clublandschaft kaputt machen. Es wird wohl wieder enden wie damals, die Großraves gehen "over hyped" und dann besinnt sich alles wieder Richtung Clubs.
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
im Prinzip stimmt das.

Das "Clubsterben" findet doch schon länger statt.
In Düsseldorf haben in den letzten 5 Jahren nahezu alle etablierten älteren Clubs geschlossen.
Den Anfang des großen Sterbens machte die Hafen-Disco 3001: Nach zehn Jahren schloss sie 2012 ihre Tore. Es folgten so viele. Nach mehr als 30 Jahren etwa schloss das Checker’s im Kö-Center, Silvester 2014 verabschiedeten sich gleich Les Halles und das schicke Attic unterm Dach der Kö 1 . Die Liste lässt sich beliebig erweitern – um die Jase Living-Bar und das Pretty Vacant in der Altstadt etwa, das La Rocca, das Tor 3.
Krefeld ebenso, Königsburg endgültig zu. Man hat vor kurzen noch versucht mit den Katakomben ein Revival zu starten. Bei dem Opening waren unter hundert Personen.
Im Pott gibt es noch Hotel Shanghai.Ist aber auch ein Mikroclub.

Die Konsequenz ist auch das dieses Vakuum dafür sorgt, dass die neue Generation einen Stammclub gar nicht mehr kennenlernt.

Unsere Generation ist mit Verlaub keine Zielgruppe mehr.
Dazu tendieren viele Clubgänger im Laufe der Zeit sich vom reinen Technoclub zu Kompromisslösungen was das Nachtleben betrifft.
Sei es aus Rücksicht wegen des neuen Freundeskreis, Partner, stressige Arbeit oder auch weil es den Technoclub um die Ecke nicht mehr gibt.

Ich sehe auch bei meinen Nichten das so große Events meist viel anziehender sind.
Die reisen um Live Acts zu sehen, DJ sind da Begleiterscheinungen.
Finde ich aber gut, DJ auf Großveranstaltungen ist Kasperle Theater.

Die jetzige Situation mit unbezahlbaren DJ ist für Clubs auch keine Lösung.
Die müssen andere Konzepte fahren.
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Im Prinzip stimmt alles:
Einerseits die ganzen Großraves heute unter dem Namen Festival, die Personal und Kundschaft locken. - wie angemerkt gab es diese Situation '95 auch schon mal, bis das Personal durchgenudelt war und keinen mehr interessierte. Passiert halt gerade erneut und viele DJs, die sich da jetzt am Ausverkauf beteiligen, finden im Clubkontext gar nicht mehr statt, weil die keiner bezahlen kann; demnächst will.
Andererseits kommt da die Entwicklung der Bevölkerung mit rein. Weniger Kinder, weniger Gäste. Schaut in die Statistiken eurer Stadt. Im Osten gab es da einen enormen Boom um 1980 rum, im Westen gab es den - meine ich - ein paar Jahre später. Und da bricht wegen Heirat und Kind gerade viel weg und nur ein kleiner Teil macht da irgendwie weiter. Gleichzeitig kommt aber weniger Nachwuchs. Ergo schrumpft das Ganze.
Aber: macht nix. Denn die, das weiter noch interessiert, machen das weiter, weil sie dran glauben.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
hier im norden gibt es auch mehr outdoor-'festivals' denn je, auch z.b. von der stadt unterstützte open airs in parks für lau. das wäre vor 10 jahren noch undenkbar gewesen und ist eine prima entwicklung. und DJ-mäßig ist das alles regional gehalten, ergänzt durch acts von weiter her, die aber keine big names sind.
insofern kommt die momentane entwicklung auch dem nachwuchs und underground zugute.
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Im freien Fall: Warum die Musik keine Rolle mehr spielt
[hand] http://www.beat.de/news/freien-fall-musik-keine-rolle-mehr-spielt-10072803.html
[dumdidum]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
solche stimmen hat es genauso gegeben, als tonträger aufkamen und musik statt im konzert nicht mehr gänzlich unabgelenkt auch zuhause hörbar wurde. und es gab solche stimmen wieder, als das radio aufkam und musik damit in noch höherem maß hintergrundberieselung sein konnte. und es gab diese stimmen, als der walkman und das autoradio aufkamen und die berieselung damit noch weiter ausgedehnt werden konnte. das sind zeiten, die aus sicht dieses artikels hier noch die guten zeiten waren.
und genauso wird es mutmaßlich in den nächsten jahrzehnten stimmen zur dann aktuellen entwicklung geben, in denen die jetzigen zeiten die besseren waren.

dass musik heute mit mehr digitalen ablenkungsmöglichkeiten konkurriert, stimmt, und auch dass man sich wegen der verfügbarkeit heute tendenziell weniger zeit für einzelne veröffentlichungen nimmt.

aber was ist denn objektiv höherwertig? das tiefere eintauchen in weniger musik oder das nicht so tiefe eintauchen in mehr musik, also mehr ausdrucksvariationen von mehr musikern? vielleicht sind die positiven effekte der musikwelt ja gerade durch letzteres größer als durch ersteres?

heute gewinnen die leute durch die masse viel eher verschiedentliche eindrücke, auf die sie früher nicht gestoßen wären. oder man hört musikernamen und guckt nach, was die so machen. sich wissen und höreindrücke zu verschaffen, war früher viel umständlicher.

die maßstäbe in dem artikel sind willkürlich angelegt, und der artikel schlägt auch keine möglichkeiten vor, wie man die verschiedenen eigenschaften früheren und heutigen musikhörens qualitativ abwägen könnte.

dass musikhören angesichts der weltlage nicht angemessen sei, ist abwegig. gerade in "schwierigen zeiten" kann und will sie als kraftspender wirken und als kulturelle anregung und leitbild für harmonie und utopie, inklusive dem zusammenbringen der menschen. zugleich gibt es in "unruhigen zeiten" mehr (zünd-)stoff zu verarbeiten in der musik.
...was z.b. dieser artikel als gegenposition in momentaner musik deutlich erkennt:
"...die Verdüsterung der Verhältnisse hat die Popmusik zwangsweise politisiert. Jedenfalls gibt es so viel engagierte Musik wie schon lange nicht mehr, die überdies nicht nur im Underground bleibt, sondern ein Mainstream-Publikum erreicht."
www.fr.de/kultur/musik/pop-die-macht-der-machtlosen-a-734790

ich wüsste auch nicht, dass musik als eskapismus, der ja zugleich ein auftanken für den aufgabenzentrierten teil des lebens ist, ausgerechnet in krisenzeiten weniger hoch im kurs stand als sonst in der weltgeschichte.
im gegenteil hat musik nicht vielleicht in weltregionen, in denen es übler zugeht als hier, gerade den höheren rang, der in dem artikel hierzulande als verloren angesehen wird?

auch die annahme, dass die leute heute weniger zeit hätten, sich zu beschäftigen mit der "Frage, ob Mahler in seiner neunten Symphonie die Atonalität vorwegnahm", steht in kontrast zur realität, dass gerade der klassikbereich immer weiter zulegt mit steigendem zuspruch jüngerer generationen - und das, obwohl die staatliche subventionierung weiter zurückgeht:
www.br-klassik.de/aktuell/news-kritik/deutsche-orchestervereinigung-sieht-klassische-musik-im-aufwind-100.html
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Ich finde da passt die neue Bose Kopfhörer Werbung ganz gut zu dem Thema "Musik und heute":

https://www.youtube.com/watch?v=z_ijbNjcmeo
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Es gibt noch keinen Artikel darüber, aber in meiner Filterblase ergibt sich gerade ein spannendes Thema: Was ist das mit dem Label Trance Wax?

Hintergrund: Produzent Ejeca fing 2016 an Tranceklassiker abzusamplen und über einen Breakbeat zu legen. (Mauro Picotto, Moby usw) Handwerklich eher auf Musicmaker-Niveau. Hat ihn nicht abgehalten das auf Vinyl unter dem Label Trance Wax rauszubringen. Bis neulich gab es zwei VÖs, die in UK durchaus abgefeiert wurden.

Und jetzt:
Genau heute/morgen sollte Nr. 3 kommen. Tatsächlich wurde bei Juno, Redeyes, Decks das Label komplett gelöscht. (Bei Decks gab es die 3 für ein paar wenige Stunden bevor auch da alles gelöscht wurde). Bei Clone.nl und anderen ist sie angeblich ausverkauft.
Das ist dann spannend, wo es sich um eine 600er Pressung halten soll, was heutzutage ziemlich viel ist.

Frage: was ist da passiert? Der "Giant Wheel 001" Fall?
 
Geschrieben von: Robert86 (Usernummer # 21395) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
....Der "Giant Wheel 001" Fall?

Sorry für OT aber was hat es damit auf sich?
 
Geschrieben von: nait (Usernummer # 11301) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
Es gibt noch keinen Artikel darüber, aber in meiner Filterblase ergibt sich gerade ein spannendes Thema: Was ist das mit dem Label Trance Wax?

Hintergrund: Produzent Ejeca fing 2016 an Tranceklassiker abzusamplen und über einen Breakbeat zu legen. (Mauro Picotto, Moby usw) Handwerklich eher auf Musicmaker-Niveau. Hat ihn nicht abgehalten das auf Vinyl unter dem Label Trance Wax rauszubringen. Bis neulich gab es zwei VÖs, die in UK durchaus abgefeiert wurden.

Und jetzt:
Genau heute/morgen sollte Nr. 3 kommen. Tatsächlich wurde bei Juno, Redeyes, Decks das Label komplett gelöscht. (Bei Decks gab es die 3 für ein paar wenige Stunden bevor auch da alles gelöscht wurde). Bei Clone.nl und anderen ist sie angeblich ausverkauft.
Das ist dann spannend, wo es sich um eine 600er Pressung halten soll, was heutzutage ziemlich viel ist.

Frage: was ist da passiert? Der "Giant Wheel 001" Fall?

Hier gibt es die TW3 noch, preorder 15.12.:
https://www.hhv.de/shop/de/artikel/trance-wax-trance-wax-3-560690

Bei der dritten hat er doch einfach die Original Versionen dauf gepackt oder nicht? Scorchio, Belfast, Papua New Guinea. Das könntest du mit deiner These Recht haben [Big Grin]
 
Geschrieben von: nait (Usernummer # 11301) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Robert86:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
....Der "Giant Wheel 001" Fall?

Sorry für OT aber was hat es damit auf sich?
Nicht genehmigte Samples von Madonna und Michael Jackson.
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Ist natürlich ein Randereignis und passt nicht ganz ins "Medienpanorama" hier, aber warum nicht den fehlenden Artikel mal selbst eruieren.
Daher weiter: HHV hat die Nummer auch nicht mehr sichtbar - nur noch über Google erreicht man jene Artikelseite, analog zu Juno.
Dazu: OYE Recordstore (Berlin) führt schon Nr. 002 als explizit "deleted".
Und soweit ich das rausbekommen habe, ist der/ein Vertrieb Clone. Der wiederum hat die Nummer dort "ausverkauft".
Faktisch gibt es diese Platte somit nirgends .... (außer angeblich bei Discogs.)
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Ravegeschichte: 25 Jahre 1992
Spezial: Im Gespräch mit Renaat Vandepapeliere


... Warum hast du dein Label, R&S Records, 1997 eingestellt?
Die Musik war langweilig geworden, die Kultur nicht mehr dieselbe. Es ging nur noch ums Geld. DJs traten mit Bodyguards auf, spielten zwei Stunden. Wo sollte das hinführen?

Du legst später in der Arena auf. Wie lange spielst du?
Zehn Stunden.

Wie bitte?
Letzte Woche habe ich elfeinhalb gespielt. Das geht so (schnippt mit dem Finger) rum. Ich bin 60 Jahre alt, ich spiele zehn Stunden, es ist verrückt. Aber ich liebe es so sehr. Ich habe meinem Manager gesagt: Entweder spiele ich so lange oder gar nicht...

Wie bleibst du neugierig, wie informierst du dich über neue Musik?
Ich bin ein sechs Jahre altes Kind. Wenn ich eine Platte im Club höre, die ich gut finde, gehe ich an die DJ-Booth, benutze Shazam, ich lasse nicht locker, bis ich raus habe, was das für ein Stück ist. Ich höre zehn Stunden Musik am Tag, sieben Tage die Woche. Würden wir uns hier nicht unterhalten, würde ich mir Musik anhören.

War es eigentlich schwierig, R&S vor ungefähr zehn Jahren wieder neu zu starten?
Das war einfach. Total. Weil ich einfach an Musik interessiert bin, nicht an Moden und Hypes. Wenn du verliebt in das bist, was du tust, dann ist es einfach.
...

http://dasfilter.com/sounds/ravegeschichte-25-jahre-1992-spezial-im-gespraech-mit-renaat-vandepapeliere-ueber-rs-plastic-dreams-techno-belgien-und-pferde
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Roundtable über Technik und Politik: Machtkampf auf dem Dancefloor

Groove hat die Berliner DJ Sarah Farina, den Boiler-Room-Berlin-Kurator Michail Stangl, die Queerparty-Veranstalterin und DJ Ena Lind und The Black Madonna aus Chicago gefragt, wo die politischen Konfliktlinien im Nachtleben derzeit verlaufen und wie die elektronische Musik ihrem utopischen Anspruch endlich gerecht werden könnte:

http://groove.de/2017/12/22/roundtable-technik-und-politik-machtkampf-auf-dem-dancefloor-sexismus-rassismus-homophobie
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
War direkt daneben zu dem Renaat Bericht - auch sehr interessant

Die Geschichte von Bonzai Records
http://dasfilter.com/sounds/das-baeumchen-das-bumm-bumm-macht-die-geschichte-des-belgischen-rave-labels-bonzai-records
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
talks, die über die musik um einiges hinausgehen, wenn auch nicht vollständig bei youtube zu sehen:

Fatboy Slim - www.youtube.com/watch?v=uiRQsOoWFg0
Goldie - www.youtube.com/watch?v=fTPMmV8-MHA

in der videobeschreibung lassen sich die thematischen abschnitte direkt anwählen.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Schiller spielt als erster westlicher pop-musiker seit der islamischen revolution vor 39 jahren im Iran.. und die leute drehen (zu ambient-musik) durch [round]

www.youtube.com/watch?v=gStJrhMb1Eg

www.fr.de/kultur/musik/schiller-in-teheran-es-ist-einfach-eine-andere-welt-punkt-a-1415983,0
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
15 Jahre Watergate

"Ich habe damals erst so richtig verstanden, dass man als Club nur dann ein bestimmtes Image und eine dementsprechende Anziehungskraft entwickeln kann, wenn man für eine Sache steht. Und zwar ausschließlich für eine Sache.
...
Ursprünglich waren wir ja alle sozialistisch eingestellt, es war egal wer spielt. Aber die einstige Philosophie „no gods, no masters, no heros“ hat sich dann aufgelöst. Es wurde doch wichtig, wer auflegt. Und auch wer kommt und tanzt. Es hat sich diese Wertestruktur etabliert, aus der wir alle kommen, die wir eigentlich verlassen wollten, die uns dann aber doch wieder eingeholt hat – ohne, dass wir es richtig gemerkt haben.
...


Lass uns über die Mieterhöhung sprechen.
Jap.

Verdopplung.
Jap.
... Investoren eignen sich die Immobilie an und bestimmen dann auch noch, wie viel wir bezahlen müssen, um bleiben zu dürfen, obwohl wir den Standort entwickelt haben. Ich weiß nicht, wie man mir glaubhaft erklären könnte, dass das eine richtige Entwicklung ist. Das passiert hier überall. Es geht nicht ums Watergate. Es geht um uns alle, aber das verstehen die Leute nicht. Für viele bin ich ja schon der Feind, der Kapitalist. Was soll man da machen?
...


http://dasfilter.com/kultur/klarheit-im-club-ist-eine-gute-sache-15-jahre-watergate-interview-mit-steffen-stoffel-hack
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Schon etwas älter aber passt sicher noch recht gut.

Warum funktioniert Techno nur in Wien?
Der Rückgang der Technokultur in Österreich beginnt am Land.

https://noisey.vice.com/alps/article/bm4epa/warum-funktioniert-techno-in-den-bundeslandern-nicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
aus dem artikel:
"Einstige große Elektronikfestivals wurden zu reinen Drum'n'Bass- und Breakfestivals umgepolt. So zum Beispiel das Urban Art Forms zum Nu Forms. ... Dabei ist Drum'n'Bass verhältnismäßig (auf die Anzahl der Events bezogen) hierzulande stärker als im Mutterland UK."

find ich super, dass drum'n'bass in Österreich so groß ist.. und wie immer wird auch techno wieder zurückkommen.
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
aus dem artikel:
"Einstige große Elektronikfestivals wurden zu reinen Drum'n'Bass- und Breakfestivals umgepolt. So zum Beispiel das Urban Art Forms zum Nu Forms. ...


Nu Forms fällt dieses Jahr aber auch aus.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ein kurz vor und kurz nach der letzten, fatalen Love Parade von 2010 geführtes zweiteiliges (wie immer lesenswertes) interview mit Westbam, das in auszügen damals in der presse erschien - hier komplett:

"... Ich möchte behaupten, dass Osama Bin Laden überhaupt so Phänomene wie Minimal Music, das Berghain, den Rückzug der Technokultur ins Kleine und Verborgene erst möglich gemacht hat und damit die Nuller Jahre maßgeblich mitbestimmt hat. Die Nuller Jahre stehen für Zeiten der tiefen Verunsicherung, man hat gesehen, dass uns andere Leute hassen, dass sie bereit sind dafür zu sterben um uns zu bekämpfen, und die elektronische Musik hat dazu nur noch ein kleines Nischenangebot machen können mit der Message: Wir bleiben hier unter uns. Wir wollen keinen anmachen. Wir haben uns zurückgezogen. Das ist der Unterschied zwischen Techno-Kultur der 90er und der Nuller Jahre.
...
Tatsächlich ist ja in einem Mutterland von Techno Deutschland die Schlacht um die 100.000 Euro-Gagen weitgehend vorbeigangen. Diese Schlacht wurde in Tschechien geführt, ist in Kolumbien, in Mexiko, ein bisschen in England und den USA geführt worden, aber vor allen Dingen in der dritten Welt. Ich wills mal überspitzt sagen. 100.000 Euro dafür, dass man 20-40 Tracks hintereinander auflegt, gibt’s am einfachsten in Indien. Keine Ahnung, ob der Sultan von Brunei die Portokasse aufmacht oder eine halbe Million Inder ein paar Pfennig bezahlen – gegeben hat´s das.
...
Es gibt nichts Trostloseres, als wenn ich in einen Laden kommen, höre 3 Minuten Musik, und dann weiß ich, wie der Rest des Abends verlaufen wird. Was mich mit der frühen Technoparty verbindet, ist die Freude am Abenteuer und an der Überraschung. Immer wenn sich ein neuer Spaß ergibt, dann ist es ein guter Spaß. Dieses Konzept nenne ich Irritainment. Alles gute Entertainment ist auch Irritainment. Alles schlechte Entertainment ist bloße Abfütterung – die Leute an ihren Erwartungen abholen und sich dann daran abarbeiten und diese abfrühstücken. Der Erfolg mancher DJs basiert genau darauf, doch mir wäre das zu langweilig. In den besten Momenten ziehe ich halt wirklich was hervor, was ich gar nicht vorhatte zu spielen. Ich will mich ja auch selbst überraschen. Durch die komplexe soziale Situation auf dem Dancefloor, eröffnet sich auch mir durch eine Überraschung ein neuer Blickwinkel, und das sind für mich die besten Augenblicke.
...
Wenn Günter Schabowski an dem einen alles entscheidenen Abend nicht gesagt hätte „Ich glaub es gilt ab jetzt“, dann wäre meine Karriere anders verlaufen.
...
Die Love Parade stand immer unter einem sehr glücklichen Stern. Es ist ein Wunder, dass in den 20 Jahren zuvor nie etwas Ernsthaftes passiert ist. Dieses Glück hat sich nun abgewendet.
..."


http://www.low-spirit.de/westbam/pdfs/Westbam-Monumental.pdf
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
ganz frisch: das erste öffentliche tondokument nach vielen jahren von einem der rave-superstars der '90er, dem der rummel ende der '90er über den kopf wuchs und der sich daraufhin in die klassische musik verabschiedete:

Harald Blüchel (aka Cosmic Baby) - Das radioeins Loungekonzert vom 24.1.2018
[hand] www.youtube.com/watch?v=_tUGOLdckj0

hier im interview über den wandel von damals nach heute
[hand] www.radioeins.de/programm/sendungen/elektro_beats/interviews/studiogast--harald-bluechel--cosmic-baby--.html

zur erinnerung, sein wegweisendes debütalbum von 1992:
Stellar Supreme [hand] www.youtube.com/watch?v=itzHZ-y7pY0 [sunny]
live im Omen 1993 [hand] www.youtube.com/watch?v=gzlzb4WLulM
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
yeah! very cosmic. vielen dank, habe mich schon öfter gefragt was der wohl heute so macht. werd ich lesen und hören. das album habe ich auch noch.
 
Geschrieben von: CHoCi (Usernummer # 1630) an :
 
Also Cosmic Baby war (damals) schon was besonderes - ich hatte das Vergnügen ihn 1992 auf der FFM Omni als Liveact direkt von der Bühne aus zu erleben. Mit dem Begriff "wegweisend" wäre ich jedoch etwas vorsichtig, soviel "Heiligen Schein" möchte ich ihm jedenfalls nicht unbedingt zusprechen. Man könnte sagen er war "prägend" zu der Zeit, u.a. hat er ab Ende 92 mit die Trance Welle "verbrochen" (Eye Q, Mfs, ect.) die ab 94/95 in Hardtrance mündete und dann (zum Glück) ab 95/96 wieder in der Versenkung verschwand.

Na ja, jedenfalls schön das es ihn noch gibt und er wieder etwas mehr in der Öffentlichkeit zurück kommt.
 
Geschrieben von: Monkey.vs.Robot (Usernummer # 2438) an :
 
Gab übrigens ca. 2004 eine Zusammenarbeit mit Christopher von Deylen dabei sind zwei Alben entstanden "Bi Polar" und "Mare Stellaris"
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
@ choci
ja, das waren zeiten [Wink] hab ihn live beim Cruise Rave in hamburg 1994 in einer kirche erlebt (mit Sven Väth im anschluss von der kanzel aus).

@ monkey
yep, hab ich.. wie auch sein letztes album (unter seinem real name) "Electric Chamber Music" von 2008 (mit musik von 1999 bis 2004):
www.harald-bluechel.com/portfolio/electric-chamber-music
 
Geschrieben von: rob07 (Usernummer # 726) an :
 
danke für den cosmic baby post. das waren zeiten
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
für's protokoll, die "höchste internationale auszeichnung für musiker" a.k.a. Grammy ging diesmal an:

Best Dance Recording: Tonite von LCD Soundsystem

nominiert waren außerdem:
- Bambro Koyo Ganda von Bonobo featuring Innov Gnawa
- Cola von CamelPhat & Elderbrook [die haben sich echt nach dem VST-plugin CamelPhat benannt?)
- Andromeda von den Gorillaz featuring D.R.A.M.
- Line of Sight von Odesza featuring Wynne & Mansionair

Best Dance/Electronic Album: 3-D the Catalogue von Kraftwerk

nominiert waren außerdem:
- Migration von Bonobo
- Mura Masa von Mura Masa
- A Moment Apart von Odesza
- What Now von Sylvan Esso
 
Geschrieben von: Quinto (Usernummer # 1412) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
ein kurz vor und kurz nach der letzten, fatalen Love Parade von 2010 geführtes zweiteiliges (wie immer lesenswertes) interview mit Westbam....
http://www.low-spirit.de/westbam/pdfs/Westbam-Monumental.pdf

Um darauf noch mal einzugehen: es ist doch erstaunlich, dass sich selbst nahezu 8 Jahre später an dieser dort noch richtig beschriebenen Stimmung hierzulande in der Breite nichts geändert hat, während drumherum mittlerweile jedes Wochenende ein Festival das andere jagt.
 
Geschrieben von: bgoeni (Usernummer # 3203) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Quinto:
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Hyp Nom:
ein kurz vor und kurz nach der letzten, fatalen Love Parade von 2010 geführtes zweiteiliges (wie immer lesenswertes) interview mit Westbam....
http://www.low-spirit.de/westbam/pdfs/Westbam-Monumental.pdf

Um darauf noch mal einzugehen: es ist doch erstaunlich, dass sich selbst nahezu 8 Jahre später an dieser dort noch richtig beschriebenen Stimmung hierzulande in der Breite nichts geändert hat, während drumherum mittlerweile jedes Wochenende ein Festival das andere jagt.
Welche Stimmung meinst du ?
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Pitchfork geht nach und nach die jahre rückwärts durch und kürt 50 beste alben..

1998 war gerade dran - die elektronischen platzierungen:

5. Boards of Canada - Music has the Right to Children
7. Massive Attack - Mezzanine
8. Air - Moon Safari
29. Madonna - Ray of Light (produktion: William Orbit)
22. Autechre - LP5
34. Plastikman - Consumed
42. Mouse on Mars - Glam
44. Theo Parrish - First Floor
45. Gas - Königsforst

https://pitchfork.com/features/lists-and-guides/the-50-best-albums-of-1998

außerdem "10 (zu unrecht) übersehene elektronische alben" aus jenem jahr:

Concept - Concept 1:VR
Gescom - MiniDisc
Leila - Like Weather
Lithops - Uni Umit
Mannequin Lung - The Art of Travel
Michael Mayer - Neuhouse
Barbara Morgenstern - Vermona ET 6-1
1.8.7 - Quality Rolls
Bjørn Torske - Nedi Myra
Urban Tribe - The Collapse of Modern Culture

https://pitchfork.com/features/lists-and-guides/10-overlooked-electronic-albums-from-1998
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
John Tejada
...über seinen verstorbenen besten Freund Marcus Kaye, Techno als Lifestyle, sein neues Projekt Wajatta mit Superstar Reggie Watts und ziemlich gute Aussichten für Los Angeles.

"... Überall auf der Welt bedeutet Techno etwas anderes. Für mich ist geht es nach wie vor darum, unbekanntes Territorium zu erkunden. Techno ist noch immer ein Musikuniversum, das mittlerweile aber auch mit Oldschool-Ideen zusammen hängt. In meinem Kopf existieren natürlich die 80er und 90er, aber das mit dem Heutigen zusammenzubringen, das ist das, was Techno für mich darstellt..."

http://dasfilter.com/sounds/techno-ist-fuer-mich-kein-lifestyle-die-producer-legende-john-tejada-im-interview
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Vertrackte Fahrstuhlmusik

Brian Eno kritisierte, dass (Fahrstuhl-) Muzak nur dazu diene, Umgebungen und Orte zu »regulieren«, wobei deren akustische und atmosphärische Eigenheiten übertüncht würden. Dahinter stehe das Ziel, unwirtliche Orte, wie eben Fahrstühle und Kantinen in Bürogebäuden oder Einkaufszentren, ertragbar zu machen und so die Beanspruchung durch monotone Arbeit zu mindern.

Ambient war für Eno eine Antwort auf die verdummende Musik von Muzak. Während deren Hintergrundgedudel jede Art von Zweifel und Unsicherheit übertönen sollte, wollte Ambient sie gerade erhalten. Ambient sollte zwar beruhigen, dadurch aber Raum zum Denken schaffen.

In den vergangenen Jahren ist nun kaum ein Genre so sehr in Bewegung geraten wie Ambient...


https://jungle.world/artikel/2018/09/vertrackte-fahrstuhlmusik
 
Geschrieben von: soulstar (Usernummer # 5668) an :
 
naja... wer ambient als belangloses gedudel abtut hat ja wohl grundsätzlich etwas missverstanden. eines der bewegendsten und einfühlsamsten genres überhaupt. aber muzak fand ich auch schon immer toll... es soll ja auch leute geben die das mit easy listening verwechseln [Wink]

an sich würde ich aber sagen das man sich nicht zu viele gedanken ÜBER musik machen sollte... eher MIT musik [Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die beste Droge auf YouTube heißt Pink Noise. Die Tonfrequenzen sind wie ein akustisches Scheuermittel für den Kopf.

www.zeit.de/kultur/2018-03/pink-noise-youtube-rosa-rauschen-konzentration-tinnitus

@ soulstar [yup]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Club-Design - Paläste der Nacht
Das dunkle Glitzern von Nachtclubs zieht Kreative und Paradiesvögel an. Eine Ausstellung zeigt nun, wie sich Designer und Architekten in dieser Welt austoben - und warum heute weniger gefeiert wird als früher.

... Im New Yorker Cerebrum mussten Gäste ihre Kleidung ablegen, sich weiße Umhänge umlegen und waren Teil von 360-Grad-Projektionen. Räume wurden mit Laser theatralisch inszeniert, Locations wurden zweckentfremdet. Man denke etwa an den Tresor, einem der ersten Techno-Clubs in Berlin in den Neunzigerjahren, mit seinen Schließfächern und der Blitzkugel zum Anfassen. Techno war sicherlich ein Zenit der Clubkultur.

SPIEGEL ONLINE: Der Zenit des Feierns ist vorbei?

Eisenbrand: Die Clubkultur ist in einem schwierigen Zustand. In den großen Städten sind die Mieten so hoch, dass es schwierig ist, einen Club rentabel zu betreiben. Deshalb hat etwa Rem Koolhaas für das Ministry of Sound in London einen 24/7-Club mit beweglichen Wänden entworfen, der Tag und Nacht geöffnet hat, weil dort auch noch Fernsehstudios, Restaurants und Fitnesscenter untergebracht sind. Er wollte mit diesem Entwurf das Nachtleben wieder in Schwung bringen.

SPIEGEL ONLINE: Woran ist die Idee gescheitert?

Eisenbrand: Der Betreiber hat das Vorhaben aufgegeben. Die Generation Instagram geht nicht mehr so viel feiern, das Nachtleben ist nicht mehr wichtigster kreativer Motor. Durch die Digitalisierung haben Clubs auch die Vormachtstellung verloren, dort DJs mit ihrer Musik erstmalig erleben zu können. Mit Hilfe von Plattformen wie Boiler Room, die ganze Nächte aus Clubs streamen, kann man zuschauen, ohne selbst hinzugehen - dadurch verliert der Club etwas von seiner Exklusivität. Außerdem steht der Trend zur körperlichen Selbstoptimierung dem exzessiven Feiern entgegen. Dafür leben die Leute heute halt gesünder.


www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/clubkultur-architektur-und-design-fuers-nachtfieber-a-1196859-amp.html
(siehe auch fotogalerie)
 
Geschrieben von: dauerwellen (Usernummer # 4984) an :
 
Passt zum Thema Clubkultur.

Frau stirbt durch Drogen im Berghain.

https://www.vice.com/de/article/59jzg5/fragen-die-der-tod-der-berghain-raverin-aufwirft


Meine Meinung diesbezüglich, es geht doch überhaupt nicht um Techno.
Die Leute kommen um dort in einen nahezu rechtsfreien anonymen Raum die hemmungslose Abfahrt zu zelebrieren.
So in dieser Art und Weise wohl nur noch in Berlin möglich.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die Klubkultur schillert im Dunkel des Undergrounds und im Glamour der Stars.
Manchmal führt die Nacht in die Ernüchterung.
Das Vitra-Design-Museum bei Basel taucht in diese Zwischenwelt:


Night Fever. Design und Clubkultur 1960 – heute

"Es verhält sich mit dem Nachtleben ähnlich wie mit der Dunkelheit. Oder mit einem Rausch. Man verliert sich an eine neue Sphäre, an eine ozeanische Unendlichkeit. Plötzlich ist die Übersicht weg; die sicheren Instinkte verlassen einen ebenso wie der Verstand. Zunächst mag eine gewisse Angst den Schwund an Klarheit und Kontrolle begleiten. Der Welt der Zwecke und Ziele enthoben, empfindet man mit der Zeit aber auch immer mehr Freiheit und Vergnügen.

Bald will man gar nicht mehr hinaus aus diesem Taumel, nicht zurück aus nächtlicher Ekstase in den geregelten Alltag. Wenn man bleibt, gewöhnen sich Sinne und Verstand immer mehr an die funkelnde Schattenwelt. Und gleichzeitig rückt der Morgen näher. In der unausweichlichen Ernüchterung fügen sich die unscharfen Konturen schliesslich auch hier wieder zu einer Ordnung aus Geboten und Verboten.
..."


www.nzz.ch/feuilleton/das-herz-schlaegt-schneller-in-der-nacht-ld.1370596

www.design-museum.de/de/ausstellungen/detailseiten/night-fever-design-und-clubkultur-1960-heute.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
joey beltram über sein legendäres 95er album 'places':
[hand] https://www.musicradar.com/news/classic-album-joey-beltram-on-places

When it comes to ‘album time’, a lot of producers like to take that precious opportunity to show you just how bloody creative and versatile they are. “Ooh, look at me, I’m an artist.” They meander through the genres, trying on each one like a big stupid festival jester’s hat.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Die großen deutschen Elektromeister Mouse on Mars zeigen mit ihrem neuen Album, dass intelligenter Techno körperlich sein kann. Auch über die Gästeliste kann man staunen.

... Man kann sich aber ebenso schön um den Verstand frickeln – gerade wenn es keine Deadlines mehr gibt, die für Existenz- und Versagensangst sowie sonstige Treibstoffe menschlichen Handelns sorgen.

Leider ist es so: Wer sich einen Zahnarztstuhl ins Wohnzimmer stellt, hat nicht automatisch bessere Zähne. Und wer aus jeder Maschine der Welt jedes noch so abgefahrene Geräusch herausholen kann, macht nicht automatisch bessere Musik. Studioalben von Mouse on Mars erschienen zuletzt nur noch im Sechs-Jahres-Takt. Sie wurden freiförmiger, verbissener und mit viel Aufwand um elektroakustische Elemente erweitert. Das Putzige ihrer früheren Genre-Experimente zwischen Techno, Dub und Krautrock wich immer häufiger einer kaum verhohlenen Protzigkeit.

Mit der von vielen Gastmusikern geprägten Compilation 21 Again inszenierten Toma und St. Werner vor vier Jahren ihren unrunden Bandgeburtstag als absolute Leistungsschau. Man hätte das verdienstvolle, um die Jahrtausendwende wegweisende Projekt eigentlich anschließend beerdigen können. Stattdessen verfeinert Dimensional People jetzt den kollaborativen Ansatz von 21 Again und erweist sich damit als wahres Jubiläumsalbum von Mouse on Mars. Das Duo findet zu jener Leichtigkeit zurück, die seine ersten Platten geprägt hatte – und schwingt sich nebenbei zu einer Neuauslegung der Geschichte von experimenteller Musik aus Köln und Düsseldorf auf.
...


www.zeit.de/kultur/musik/2018-04/mouse-on-mars-dimensional-people-album/komplettansicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
„Benutze dein Gehirn, dein Equipment wird folgen“
Die Warp-Legende Clark im Interview

... Wie war es, als neuer Aphex Twin gehandelt zu werden?

Eine gute Herausforderung. Es war nie ausgesprochenes Ziel, diese Fußstapfen auszufüllen. Aber es gibt schlimmere Referenzen. Ziemlich schwer zu behaupten, dass „Selected Ambient Works“ nicht der Start von etwas ziemlich Fantastischem war. Für mich ist das ähnlich bedeutsam wie die Pixies.

http://dasfilter.com/sounds/benutze-dein-gehirn-deinequipment-wird-folgen-die-warp-legende-clark-im-interview
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Das Londoner Label Erased Tapes ist weltweit eine Institution. Vor gerade mal zehn Jahren gründete Robert Raths die Plattenfirma, um die unterschiedlichsten Stile zwischen Minimal Music, Piano und Techno miteinander zu verschmelzen

"...Was mich oft am deutschen Umgang mit Musik nervt: Viele vergessen, wo wir eigentlich herkommen. Wenn ich an die fabelhaften Konzertsäle denke, an die klassische Musik, an Can und Kraftwerk oder jemanden wie Karlheinz Stockhausen, über den wahrscheinlich die wenigsten etwas gelernt haben.
...
Ich wohnte jahrelang in Zone 6, was eigentlich gar nicht mehr London ist. Es war nicht mehr als ein Kellerloch in einer WG. Mit den anderen drei Mitbewohnern hatte ich nichts gemeinsam und ernährt habe ich mich von Tiefkühlpizzen. Dort habe ich das Label geleitet (lacht). Das innere Feuer für die Sache war so stark, dass ich gar nicht gemerkt habe, wie ich hause, bis mich Außenstehende mal darauf aufmerksam gemacht haben. Manche Situationen können dann fast peinlich werden, wenn beispielsweise der Manager eines Künstlers bei dir vorbeikommt und fragt, ob soweit alles läuft. Dann saß ich da mit langen Haaren, nur halb so alt wie andere Labelmanager und die Leute hielten mich für einen Hippie, der nicht weiß, wie man Geschäfte macht. Da spielten Stigmata eine Rolle. Es braucht seine Zeit, bis man so etwas nicht an sich ran lässt und auch nicht klein bei gibt.
...
Vor anderthalb Jahren hat sich Rick Rubin wie aus dem nichts bei mir gemeldet. Ich kenne natürlich viele seiner Produktionen und dachte erst, das sei ein Spaßanruf gewesen.
...
Mein Hauptjob ist oft, unsere Freiheit zu schützen, damit das, was wir uns zusammen mit dem Publikum aufgebaut haben, nicht durch die Kommerzialisierung kaputtgemacht wird. Es passiert so schnell, dass du dich unterwirfst – und eine kleine Entscheidung kann riesige Folgen haben.
..."


http://dasfilter.com/sounds/groesser-als-nils-frahm-das-erfolgslabel-erased-tapes-im-portraet
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Remute at NEWSTORY 2018, part of the LA Times Festival Of Books 2018
Video:
[hand] https://www.youtube.com/watch?v=BlusbOK6oPY
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
gewohnt neckische DJ Koze-interviews zu seinem neuen album

SPIEGEL ONLINE: Also kein Humor?

DJ Koze: Nein, ich bin an Irritation und Psychedelik interessiert. An Verwirrung und Überraschung. Das ist etwas anderes. Ich versuche Musik zu machen, die jederzeit die Möglichkeit der unerwarteten Wendung in sich trägt. Das muss nicht zwingend passieren. Es würde sogar zu einer Formel verkommen, wenn es zu häufig passiert. Aber es muss immer die theoretische Möglichkeit mitschwingen! Das ist spannende Musik für mich. Schon die Beatles haben die verrücktesten Arrangements vorgelegt, und die Menschen haben die Arme in die Luft geschmissen und "Endlich" geschrien. In der zeitgenössischen, für den Mainstream durchformatierten Musik ist das alles gänzlich verschollen.

... Ich finde das Album ja eigentlich sehr energetisch, teilweise sogar anstrengend. Aber vielleicht ist das auch nur meine eigene Wahrnehmung, und ich habe längst den Kontakt zur Realität da draußen verloren. Eigentlich ist mir mittlerweile auch alles egal, ein sehr luzides Gefühl. Ich habe übrigens keinen einzigen Refrain auf meinem Album. Meine poppigste Platte - aber die Hauptzutat vergessen.


www.spiegel.de/kultur/musik/dj-koze-im-interview-vielleicht-habe-ich-angst-vor-hits-a-1205802-amp.html


"Von Genres und Competition habe ich mich ­immer ferngehalten. Ich muss jetzt nicht die 18jährigen abholen, mit ­Autotune und freshen Tropical-House-Tunes. Ganz viele Aspekte des Jobs machen mir sowieso nicht so viel Spaß, und dann versuche ich natürlich, mir alles so hinzubauen, dass es sich richtig anfühlt und ich in keine Rolle verfalle. Außer, ich stricke mir diese Rolle selber. Es ist für mich ein Wunder, dass ich das alles trotzdem noch machen darf. Nächste Woche spiele ich mit Loco Dice in Rimini, da kommen vielleicht sieben bis neun Fans wegen mir hin. Ich tauche in andere Milieus ein, ohne deren Musik machen zu müssen. Das Musikmachen ist immer eine Mischung aus »Was höre ich gerne« und »Was kann ich«. Ich würde gerne noch ganz andere Musik ­machen, kann ich aber (noch) nicht."

https://jungle.world/artikel/2018/19/ich-will-mir-meine-unberechenbarkeit-bewahren


"Dieses Album ist dieser manische Prediger, der seinen Text mit einer leichten Aggression vorm Hamburger Hauptbahnhof runterrappt. Es ist immer kurz vor einer Schlägerei, gleichzeitig geht es ihm aber wohl auch ganz gut dabei, und er ist irgendwie erhaben. Es hat schon eine gewisse Spiritualität, wenn du sehr von einer Sache überzeugt bist. Okay, was der Prediger erzählt, ergibt beim ersten Hinhören nicht so viel Sinn, aber vielleicht kommt das ja, wenn man sich näher damit beschäftigt."

www.umagazine.de/interview-dj-koze-album-knock-knock-wenn-die-innere-stimme-sagt-besser-wirds-nicht
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
David Bowie und Brian Eno waren Fans, in Deutschland lief er immer unter dem Radar: Elektronik-Pionier Klaus Schulze veröffentlicht mit 70 Jahren Gesundheit überraschend ein neues Album.
[hand] www.spiegel.de/kultur/musik/klaus-schulze-der-elektro-pionier-ueber-sein-album-silhouettes-a-1209048-amp.html

... Bei allem Respekt für die Düsseldorfer Elektroniker von Kraftwerk, waren auch die Berliner Edgar Froese von Tangerine Dream und Klaus Schulze ähnlich wichtig für die Entwicklung der elektronischen Musik. David Bowie und Brian Eno sangen Loblieder auf Schulze. Hollywood-Regisseure wie Michael Mann und eben Sofia Coppola nutzen seine Musik für ihre Filme, Hip-Hop-Größen wie J Dilla sampleten ihn. Und nicht zuletzt der hochgelobte Soundtrack der aktuell populären Science-Fiction-Serie "Stranger Things" klingt letztlich wie eine Kopie der Musik, die Schulze vor einem halben Jahrhundert programmiert hat.

...
SPIEGEL ONLINE: Ihre Stücke sind oft über 20 Minuten lang. Warum eigentlich?

Schulze: Wie in der klassischen Musik muss auch ich ein Stück langsam aufbauen, den Hauptteil wirken lassen - und ihm dann auch die Zeit geben, wieder auszuklingen. Das hat viel mit den Emotionen zu tun, die sich bei meinem Spiel entwickeln und bewusst gemacht werden wollen. Schlager-Pop-Hits könnte ich niemals spielen, selbst wenn ich wollte.

SPIEGEL ONLINE: Wie haben sich die Möglichkeiten der Technik in den vergangenen Jahrzehnten verändert?

Schulze: Immens! Die Synthesizer haben eine Revolution entfesselt, später dann auch die Sampler, in die man jeden Klang einladen und dann spielen konnte. Durch die großen Fortschritte bei der Software ist das Musikmachen für mich einfacher und weniger zeitaufwändig geworden. Es wird aber auch immer komplexer, weshalb ich nicht jeden Trend mitmache, der letztlich nichts Neues bringt.

SPIEGEL ONLINE: Was würden Sie als das größte Missverständnis in der elektronischen Musik bezeichnen?

Schulze: Dass elektronische Musik "kalt" klingt! Elektronische Musik kann im Grunde jegliche Emotion abbilden, wenn man weiß, wie. Der Vergleich mit Musik, die mit "regulären" Instrumenten gemacht wurde, ist überschätzt. Eine Geige ist auch nicht am Baum gewachsen, sondern wurde künstlich hergestellt. Eine Geige klingt allerdings immer nur wie eine Geige. Ein Synthesizer kann dagegen unbegrenzte Klänge erzeugen.
...


und das ist das erste stück des albums [hand] www.youtube.com/watch?v=4lb3dA8q9ic

ich hatte 1999 bei einem konzert von Klaus Schule & Pete Namlook in Hamburg die cover-fotos für dieses damalige live-album von ihnen gemacht, "The Dark Side of the Moog VIII".
es sollte der erste und letzte live-auftritt von Schulze & Namlook gewesen sein, da Namlook 2012 früh verstarb und es sonst nur - zwischen 1994 und 2008 insgesamt 11 - studio-alben der beiden gab.

hier sprach Klaus Schulze vor zwei jahren mit Ecki Stieg über das projekt und den auftritt
(interview garniert mit musik des Dark Side of the Moog-projekts):
https://soundcloud.com/m-i-g-music-germany/grenzwellen-20th-jan-2016-klaus-schulze-pete-namlook-dark-side-of-the-moog-special

anders als Ecki da sagt, wurde das album schon damals, 1999, veröffentlicht.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Sucht man auf dem internationalen DJ-Parkett nach Gesichtern aus Frankreich, erblickt man vor allem alte Helden: DJ Deep, Laurent Garnier und Terrence Fixmer zum Beispiel. Vertreter der jüngeren Generation sind rar, derzeit dominiert vor allem ein Name: François X.

"Wir tendieren mehr und mehr in diese Richtung, die das Gegenteil von Subkultur bedeutet, dabei haben wir doch eigentlich immer den Underground für uns proklamiert. Aber Rockmusik, HipHop, all das war einst Sub- oder Kontrakultur und wurde schließlich zur Musik der Massen. Techno kämpft jetzt gerade damit.
...
Jedes Wochenende wird unfassbar viel Geld verdient, weil Menschen aus der ganzen Welt in bestimmte Clubs strömen. Da können die Berliner sich noch so oft über die vielen Touristen beschweren. Und nicht nur mit Techhouse wird viel Geld verdient, auch mit Techno. Zu glauben, dass man Underground sei, für Subkultur stehe, und dann diese exorbitanten Stundenlöhne zu kassieren, ist doch Heuchelei. Underground heißt für mich, im Iran zu spielen und wenn du erwischt wirst, gehst du in den Knast. Für mich geht es darum, authentisch zu bleiben, ehrlich zu mir selbst zu sein, meine Musik bis ans Limit zu bringen.

Natürlich ist der Gedanke, Teil einer Subkultur zu sein, gerade für junge Leute anziehend. Für viele bedeutet der Technoclub immer noch das erste Ausbrechen aus den Regeln der Gesellschaft, den Guidelines der Eltern – Rebellion und gleichzeitig Equality. Aber auch damit muss man vorsichtig sein. Denn diese Welt steht aufgrund der Eintrittspreise nur den privilegierten Rich-Kids offen.
..."


http://dasfilter.de/sounds/boiler-room-ist-wie-kim-kardashian-auf-instagram-ein-gespraech-mit-franois-x-ueber-techno-in-frankreich-und-das-globale-business
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Techno muss nicht bloß reiner Hedonismus sein. Matthew Herbert erklärt in seinem poetischen Buch "The Music", wie gesellschaftskritischer Pop klingen könnte.

...Längst gilt der Brite als eigenwilliger Konzeptionist, der Pierre Schaeffers Idee der Konkreten Musik aus den Fünfzigerjahren auf den Pop der Gegenwart übertragen hat.

Matthew Herbert meint das verdammt ernst. Er übt drastische Kritik an einer globalisierten Überflussgesellschaft, weist auf politische und ökologische Missstände hin, kommentiert moderne Lebensentwürfe. Aus dem Gegacker von Legehennen schuf er 2005 den Tanztrack The Truncated Life of a Modern Industrialised Chicken. Für One Pig (2009) ließ er aus einem geschlachteten Schwein Trommeln, Drumsticks und eine Schweineblutorgel bauen und bespielen. Und in The End of Silence (2015) bestreitet er mit einer zehnsekündigen Tonaufnahme eines libyschen Bombenangriffs in tausendfach bearbeiteter Form ein ganzes Album.
...
Auf 224 Buchseiten baut Herbert so immer wieder monströse, globale Klangwelten auf, um sie dann beispielsweise mit dem Tun einzelner Menschen zu konfrontieren. Seine aktivistische Botschaft schimmert stets durch: Wir alle sind verantwortlich für das, was auf der Erde geschieht. In insgesamt zwölf Kapiteln mit klassischen Satzbezeichungen wie Allegro oder Andante, die in diesem Kontext nahezu ironisch wirken, imaginiert sich Herbert so die aus seiner Sicht beste aller möglichen Musikwelten – nämlich eine, in der alle Ambivalenzen zwischen Luxus und Armut, zwischen Privilegien und Ausbeutung, mitschwingen.


www.zeit.de/kultur/musik/2018-06/matthew-herbert-musik-buch-the-music
 
Geschrieben von: Abfahrer (Usernummer # 4935) an :
 
Der Plattenladen ist ein Scherbenhaufen. Zerfällt jetzt die Pop-Kultur?

Die Krise der Musikindustrie hat den Charakter der Pop-Kultur verändert. Einstige Szenen und Subkulturen verlieren sich in privater Vereinzelung. Wie das Musiker, Plattenhändler und Fans erleben, behandelt auch die jüngere Belletristik.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
VIVA wird nach 25 jahren eingestellt.. unglaublich, dass sie nach den '90ern überhaupt noch so lange durchgehalten haben.

www.viva.tv/news/117966-bye-bye-viva-wir-verabschieden-uns-nach-25-jahren-vom-coolsten-musiksender

kommentar:
www.zeit.de/kultur/musik/2018-06/viva-musiksender-ende-nachruf
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Der analoge Bums der Orchesterpauke

Mit Notenlesen hat er es nicht so. Henrik Schwarz, seit fast zwanzig Jahren in Berlin lebender Schwabe, arbeitet auf seinem neuen Album, „Scripted Orkestra“, trotzdem weiter an der Vermählung von klassischem Orchester und Clubsound
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text [hand] www.taz.de/!5506731
ton [hand] https://henrikschwarzandmetropoleorkest.bandcamp.com/album/scripted-orkestra-conducted-by-jules-buckley
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Wer mit Briten über deutsche Musik spricht, muss sich regelmässig zu diesen zwei Bands der siebziger Jahre äussern: Can aus Köln. Und Kraftwerk aus Düsseldorf.
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Das musikalische Vermächtnis von Kraftwerk ist gut dokumentiert. Mittlerweile wirkt es aber fast etwas banal: Die Band, die in Museen auftritt und ständig ihren alten Katalog wiederholt, entwickelt die Kraft guter Werbung und überklarer Botschaften ... bei allem Respekt für die konzeptionelle Bedeutung von Kraftwerk für die Entwicklung der Pop-Musik: Der Kraftwerk-Sound wirkt unterdessen ältlich.
...
Dass Can dem Zahn der Zeit seither musikalisch standhält, unterstreicht eine hervorragende, vorerst im englischen Original erschienene Can-Biografie von Rob Young...
Im Gegensatz zu Kraftwerk nämlich entwickelte Can keinen markenhaften Klang. Die Konstellation der Musiker war untypisch. Im Kontext von Pop-Musik entsprach sie gewissermassen der grösstmöglichen Unwahrscheinlichkeit.
...
Es erstaunt heute, wie die verrückte Musik von Can zeitweise mitten im Mainstream hausen konnte. Der Westdeutsche Rundfunk filmte sehr früh schon ein Konzert. Und als der Japaner Damo Suzuki wegen mangelnder Papiere ausgewiesen werden sollte, setzte sich WDR-Chef Werner Höfer ans Telefon und regelte die Angelegenheit auf dem kurzen Dienstweg direkt mit Aussenminister Walter Scheel.


www.nzz.ch/feuilleton/can-oder-kraftwerk-wer-hat-den-krautrock-nachhaltiger-gepraegt-ld.1397823
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Fritz Kalkbrenner: "Techno ist kein Karneval"

STANDARD: Die meisten EDM-Chartstürmer bauen auf euphorisierende, vergnügte Melodien, alles schreit nach Spaß. Bei den Kalkbrenners gab es immer Melancholie. Schützt Sie das vor dem Ausbrennen, weil Sie in der Musik auch Ihre traurigen Seiten ausleben?

Kalkbrenner: Die Melancholie entspringt eher aus Kenntnis um die Natur dieser Musik, die ja im Ursprung überhaupt nichts Lustiges hatte, sondern Wut beinhaltete. House und Techno, die aus Chicago und Detroit kamen, waren finster und ernst. Techno ist kein Karneval. Man kann das natürlich machen, aber es entspricht nicht seiner Geschichte. Bei den alten House-Sachen hat der Spaß etwas Doppeldeutiges, es ist immer ein tränendes Auge dabei.
...

STANDARD: Heute ist viel die Rede vom kommerziellen Ausverkauf des Berliner Ostens. Ist das übertrieben?

Kalkbrenner: Ich glaube, dass das schon durchdekliniert ist. Die Clubbetreiber kennen die Problematik, das sind heute mittelständische Unternehmen. Viel altruistischer Spirit ist da nicht mehr übrig. Durch die Marktorientierung sind aber auch viele große Dinge erst möglich geworden. Wenn man den romantischen Spirit von 1990 so weitergetragen hätte, wäre er nicht überlebensfähig gewesen.
...


https://derstandard.at/2000082313736/Star-DJ-Fritz-Kalkbrenner-Techno-ist-kein-Karneval
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Techno als Protestmusik - Beats für eine bessere Welt

In London, Berlin, Hamburg und Tiflis demonstrierten in den letzten Wochen Tausende mit Techno und guter Laune gegen Rassismus und restriktive Politik. Sie bringen damit ein Konzept zurück, was es früher schon gab: die Protestparty.

Clubbing steht heute meist für Eskapismus und Hedonismus. Historisch betrachtet ist das aber eine beschränkte Wahrnehmung, in der übersehen wird, wer ursprünglich die Clubkultur initiiert hat. Während die Gesichter und DJ-Stars der heutigen Clubwelt überwiegend weiß und heterosexuell sind, waren die Pioniere der subkulturellen Discobewegung der 1970er Jahre in den USA marginalisierte Communities: People of Color, Latinos, Queers.
..."


www.taz.de/!5516165
 
Geschrieben von: wizard of wor (Usernummer # 5122) an :
 
Astro Alex live bei Kraftwerk Konzert

http://www.spiegel.de/panorama/leute/stuttgart-alexander-gerst-schaltet-sich-aus-dem-all-zu-kraftwerk-konzert-und-spielt-mit-a-1219550.html

[top]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Cryptoraves

Früher bekam man Mails und SMS, um den Ort einer halblegalen Party zu erfahren. Heute muss man dafür Bitcoins generieren. Um die Identität der Cryptoraver*innen auch vor Ort zu schützen, kriegen sie fiktive Charaktere zugelost

Ein Veranstalter verkündet online, dass an einem bestimmten Tag in einer bestimmten Stadt ein Rave stattfindet. Wer dabei sein will, schickt eine E-Mail und bekommt einen Link zu einer spacigen Mining-Seite (zumindest in Berlin), über die man die Cryptowährung Monero (Esperanto für „Münze“) schürfen kann. Schürfen bedeutet in diesem Fall, auf „Start Mining“ zu klicken und das Browser­fenster nicht zu schließen. Nach einer Stunde minen bekommt der User ein Ticket, nach sechs Stunden Infos zur Party­location und nach elf Stunden einen Plus-one-Gästelistenplatz.

Die geschürften Moneros wandern derweilen auf das Konto der Veranstalter, im besten Fall finanzieren sie den Rave.
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www.taz.de/!5519604

https://de.wikipedia.org/wiki/Monero
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
40 Jahre Ambient-Musik

Vor 40 Jahren erschien mit Brian Enos "Music for Airports" das erste Ambient-Album. Seitdem hat sich das Genre ausgebreitet und differenziert. Warum Ambient mehr ist als Hintergrundmusik, erklärt Olaf Karnik.


www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr5/wdr5-scala-hintergrund/audio--jahre-ambient-musik-100.html
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
jürgen laarmann geht mit einer podcast-serie an den start:
[hand] https://1000tagetechno.de/
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
[hand] The World's Highest-Paid DJs Of 2018
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Techno ist politisch

Raver seien reine Hedonisten, hiess es lange. Gerade in Zeiten aber, in denen die Klubkultur boomt und sich weltweit ausdehnt, ist die Techno-Szene vermehrt mit gesellschaftlichen Verwerfungen konfrontiert.

...Heute mag man sich fragen: Wann war die Klubkultur eigentlich je unpolitisch? Dass Techno 1990 in Berlin den Soundtrack zur deutschen Wiedervereinigung lieferte, ist bestens dokumentiert. Das Gleiche gilt für die britischen Raver, die gegen die ideologische Enge der Thatcher-Ära aufbegehrten. Weniger bekannt ist hingegen, wie die Klubmusik in Südafrika zum Massenphänomen wurde. Als 1994 das Ende der Apartheid kam, wurde Kwaito, eine südafrikanische Version von House, zum Sound der neu errungenen Freiheit. Auf «freedom parties», wo stets Kwaito lief, durfte sich die schwarze Bevölkerung feiern – nach Jahrzehnten eingeschränkter Bewegungsfreiheit in den Townships.

Techno und House, dieses musikalische Esperanto repetitiver Beats, kennen unterdessen kaum mehr Grenzen. Im letzten Jahrzehnt ist die Klubkultur global explodiert. Dank Digitalisierung hat sie sich in fast allen Winkeln der Welt ausbreiten können. Auf dem afrikanischen Kontinent zum Beispiel haben günstige Handys, ein immer erschwinglicherer Internetzugang und die sozialen Netzwerke den Zugang zu Musik demokratisiert. Zahllose afrikanische Produzentinnen und Produzenten feilen unterdessen an neuen Klub-Sounds.

Gerade weil die Klubkultur ein globaler Multiplikator urbaner und freiheitlicher Werte geworden ist, stösst sie nun oft auf Widerstand. ...


www.nzz.ch/feuilleton/techno-ist-politisch-ld.1404936
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: SpeedyJ:
jürgen laarmann geht mit einer podcast-serie an den start:
[hand] https://1000tagetechno.de/

die ersten beiden episoden sind jetzt online. u.a. mit dr. motte über (na was wohl?) die love parade. und hardy hard über bitcoins und verlängertes leben.
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Henrik Schwarz - Was bringt einen Techno-DJ zum Großorchester?

"Ich bin als Musiker Autodidakt, aber ich wollte immer wissen, was ich da tue. Ich habe mich in die Theorie reingearbeitet, viel, auch nach Gehör, selbst erschlossen. Das war auch cool, aber irgendwann schien mir, dass ich mit diesem Autodidaktentum nicht mehr weiterkam − ich konnte nicht mehr komplexer werden, manches nicht mehr machen, weil mir das Wissen fehlte. Das hat mich extrem gestört.
...
Techno hieß für mich vor allem Freiheit, auch menschlich. Es war egal, wo du herkommst, wer du bist, was du machst: Komm rein. Musikalisch gab es das Gefühl, alles machen zu können, total spielerisch und regelfrei mit dieser Technologie umzugehen. Kickdrum dazu, fertig. Es war unglaublich befreiend. Aber die Kickdrum gibt eben auch den Schutz, die Stütze, und irgendwann findest du eben den Mut, sie wegzulassen.
...
Einen meiner ersten Orchesterauftritte hatte ich 2011 mit dem Deutschen Orchester im Kammermusiksaal. Auf dem Programm stand erst Bach, dann Telemann − und dann was von mir. Ich saß auf meiner Bank und dachte: „Um Gottes Willen, das wird der absolute Horror, die Leute rennen schreiend raus.“ Aber dann konnte ich spüren, wie auch für das Stammpublikum was passierte. Da wurde mir klar, dass diese Leute auch nur totale Musik-Nerds wie wir alle sind: Sie wünschen sich Musik, die sie noch nicht gehört haben, die sie aber trotzdem erreicht.
...
Tolle Musik, glaube ich, macht mich zu einem besseren Menschen, deshalb freue ich mich, wenn ich sie finde. Oder sie mich findet. Ich weiß vielleicht nicht genau, was mit mir passiert, aber es passiert etwas Gutes.
...
"

www.berliner-zeitung.de/kultur/musik/elektroproduzent-henrik-schwarz--es-herrscht-eine-hochkulturelle-abschottung--31110482

Henrik Schwarz & Metropole Orkest - Boiler Room ADE Live Set
www.youtube.com/watch?v=q_rO6rJveG0
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Der Wegbereiter des elektronischen Pop wird 70. Hier spricht Jean-Michel Jarre über einsame Studiotage und Megakonzerte vor Millionenpublikum, Musik mit Edward Snowden und Space-Kontakte.
[hand] www.spiegel.de/einestages/jean-michael-jarre-wird-70-der-elektronik-pionier-und-die-aliens-a-1223461.html

Sein erstes Live-Konzert am 14. Juli 1979 - dem französischen Nationalfeiertag - sehen mehr als eine Million Menschen auf der Pariser Place de la Concorde - das bringt ihm einen ersten Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde. Weitere sollen folgen.
...
Jarre hat sich von Science Fiction-Filmen inspirieren lassen. Sein Interesse galt den Visionen des 21. Jahrhunderts - wie sie ihm in Filmen wie Stanley Kubricks "2001 - Odyssee im Weltraum" begegnet sind. Seine Absicht mit "Oxgène" war, "einen Soundtrack für die Zukunft zu schreiben". Das ist ihm nicht nur gelungen - er hat damit als junger Musiker Maßstäbe gesetzt, die er selbst später nur schwer toppen kann.
...

[hand] www.dw.com/de/soundmagier-des-elektropop-jean-michel-jarre-wird-70/a-36601326

Zu seinem Konzert am französischen Nationalfeiertag 1990 kamen mehr als zwei Millionen Zuschauer und in Moskau 1997 noch mal fast doppelt so viele. Der Mann gibt sich nicht mit Kleinkram ab. Jean-Michel Jarres Musik ist futuristisch, er selbst superlativistisch. Kommerz ist ihm zuwider. Von seinem Album "Music for Supermarkets" ließ er genau ein Exemplar pressen [und versteigern für einen Verein, der sich für junge Künstler einsetzt] und die Masterbänder anschließend vernichten.
...
Jean-Michel steht im Schatten seines Vaters: Komponist Maurice Jarre hat die unsterbliche Filmmusik zum Welterfolg "Dr. Schiwago" geschrieben. Jedoch ist nur wenigen bekannt, dass der junge Elektroniker seinem in Amerika lebenden Vater nur zwei Dutzend Mal begegnet ist.

[hand] www.mdr.de/kultur/jean-michel-jarre-siebzig-100.html
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
[hand] https://www.sz-mag.com/news/2018/10/techno-as-told-by-jeff-p-elstone-ii/
"Photographer Jeff P. Elstone II has set out on a new project that seeks to capture the many facets of touring life, ranging from traveling, to performing, to meetings, to sleeping, with some of techno’s most renown artists today. We offer you the first glimpse into his project here: featuring Richie Hawtin, Nina Kraviz, Dubfire, Chris Liebing, and Tale of Us, with portraits, live, and somewhere in between."
 
Geschrieben von: SpeedyJ (Usernummer # 984) an :
 
robin hirte kannte ich bisher nur als techno-künstler. in diesem interview erzählt er über sein zweites, offenbar lukratives standbein als "unterhaltungs-dj" auf aida-kreuzfahrtschiffen, dabei werden auch themen wie bootleg-remixes und selbstvermarktung angerissen. geht 80 minuten, aber lohnt sich:
[hand] https://www.facebook.com/mixedbymarcmozartgerman/videos/179749262944098/
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
das hier ist der kaputte thread, in dem posts durcheinander sind, und in dem ich nicht mehr den threadtitel editieren kann..

der neue [hand] https://forum.technoforum.de/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=12;t=004329

chris, wäre gut, wenn du diesen hier schließt..
 



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