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Dieser Thread hat 5 Seiten: 1  2  3  4  5 
 
Autor Thema: "Mein eigenes Label" - Alles rund ums Thema
International DeeJay Gigolo

Usernummer # 2208

 - verfasst      Profil von International DeeJay Gigolo     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
hallo freunde.
ich habe vor, in nicht allzu ferner zukunft ein eigenes label auf die beine zu stellen.
die schule habe ich gerade hinter mir und nun sprühe ich nur so vor energie und ehrgeiz:-)
mein einziges problem: mir fehlt das nötige wissen, um dieses projekt mit leben zu füllen.

da ich weis, dass mitglieder dieses forums selber label "bewirtschaften", wende ich mich an euch.
ich liste hier mal ein paar meiner fragen auf:

1. wo melde ich wie mein label an?
2. wie teuer ist diese anmeldung bzw. die unterhaltung (gema?)?
3. wo lässt man seine platten am besten pressen (preis/leistungsverhältnis)?
4. wie vertreibe ich die platten am besten?
5. wo kann ich lieder mastern lassen?
6. welche fehler darf man als newcomer auf diesem gebiet nicht machen?
7. wer verpasst den vinyls die "labels", auf denen die namen des artist und des labels stehen?

wenn euch noch mehr interessante aspekte zu diesem thema einfallen, dann bringt sie mit ein.
ich freue mich über jede antwort.
bedenkt bitte, dass ich so gut wie gar keine ahnung habe.
jeder hat schließlich mal klein angefangen.
danke.

ps: ich habe die suche funktion benutzt und nichts dazu gefunden, da man nur bis zu 90 tagen rückwirkend suchen kann.
pps: dieser thread steht im technik forum, da es nicht nur um organisatorische fragen geht, sondern auch um technische.

Aus: K Ö L L E / München | Registriert: Apr 2001  |  IP: [logged] This user has MSN. The user's handle is Hardcore
Mix Master Moody
noch nicht registriert


 - verfasst            Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Sehr gutes Thema,interessiert mich auch;) Muss man eine gewisse Kapitalsanlage aufbringen? Wenn ja wie hoch ist die ca.?
IP: [logged]
Imre

Usernummer # 2160

 - verfasst      Profil von Imre   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
... frag´ am besten Gianni ... lass´ Dir von ihm alles erklären, und erkenne dann, dass Du´s am besten sein lässt ... [Wink]
Aus: MH/R | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Low Audio
1000
Usernummer # 284

 - verfasst      Profil von Low Audio     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Hmm ausgerechnet jetzt versagt die suchmaschine.Ansonsten hättest du hier wirklich jede denkbare information+erfahrungen zu diesem thema haben können.
Aus: Hinter-den-bergen-bei-den-7-zwergen | Registriert: Feb 2000  |  IP: [logged]
Polygon

Usernummer # 3796

 - verfasst      Profil von Polygon     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Würde ja gerne nen Link zu nem PDF file posten, doch leider bekomm ich andauernd ne Fehlermeldung....
Aus: RW | Registriert: Sep 2001  |  IP: [logged]
International DeeJay Gigolo

Usernummer # 2208

 - verfasst      Profil von International DeeJay Gigolo     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
ja, das mit der suchmaschine ist echt blöd.
jetzt müssen doch alle nochmal ran, sorry:-)

Aus: K Ö L L E / München | Registriert: Apr 2001  |  IP: [logged] This user has MSN. The user's handle is Hardcore
Bernie

Usernummer # 3223

 - verfasst      Profil von Bernie   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
>>>1. wo melde ich wie mein label an?
Bei der GVL (www.gvl.de) das ist die Gesellschaft zur Verwertung von Leistungsschutzrechten. Hier bekommst Du auch sämtliche Infos, falls Du ganz spezielle Fragen hast.
>>>2. wie teuer ist diese anmeldung bzw. die unterhaltung (gema?)?
Die Anmeldung kostet so gut wie nix.
Vorraussetzung ist ein bereits fertiger veröffentlichter Tonträger in einer Mindestauflage von 1000 Stück sowie mindestens 3 unabhängige Künstler, die Du unter Vertrag hast.
Damit will man verhindern, das jeder der mal ne Platte macht auch gleich ein eigenes Label gründet. mittlerweile gibts wohl mehr Labels als Musiker...
>>>3. wo lässt man seine platten am besten pressen (preis/leistungsverhältnis)?
Der billigste ist nicht immer der Beste. Ne gute Qualität und recht gute Preise hat House of Audio in Karlsdorf bei CDs, mit Vinyl kenne ich mich aber nicht aus.
>>>4. wie vertreibe ich die platten am besten?
Eines der größten Probleme für die vielen kleinen Labels ist es einen Vertrieb zu finden. Daher gibt es mittlerweile auch Labels die völlig andere Wege gehen, z.B. Online wie Tonatom usw...
>>>5. wo kann ich lieder mastern lassen?
In jedem Masteringstudio, z. B. auch bei House of Audio oder reinen Masterstudios wie www.echochamber.ch
>>>6. welche fehler darf man als newcomer auf diesem gebiet nicht machen?
Den meisten geht zu früh die Luft aus, weil sie nicht genug Kohle haben um die Durststrecke am Anfang zu überwinden. Ich denke mal das man, wenn man halbwegs professionell arbeiten möchte, so ein Mindestkapital von 10.000 Euronen braucht.
>>>7. wer verpasst den vinyls die "labels", auf denen die namen des artist und des labels stehen?
das geschieht im Presswerk.
>>>wenn euch noch mehr interessante aspekte zu diesem thema einfallen, dann bringt sie mit ein.
ich freue mich über jede antwort.
bedenkt bitte, dass ich so gut wie gar keine ahnung habe.
jeder hat schließlich mal klein angefangen.
danke.<<<
Sehe die ganze Sache etwas realistischer und durchaus auch mal unter rein kaufmännischen Aspekten, es geht ja schließlich auch darum, das man davon Leben kann. Gewerbeanmeldung mußt Du natürlich auch machen, genau so wie völlig lästigen Steuerkram. Ein Label ist kein Hobby!
Von meiner Seite aus wünsch ich Dir damit viel Erfolg!

Aus: 63110 Rodgau-Hainhausen | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
Imre

Usernummer # 2160

 - verfasst      Profil von Imre   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
... ein grösseres Problem, als das reine Pressen der Platten sehe ich z.Zt. darin, einen Vertrieb zu finden. In der momentanen Verkaufssituation haben so gut wie alle Vertriebe nämlich einen Label-Aufnahmestop. Der Track müsste schon ein ziemlicher Kracher sein, damit ein Vertrieb die Distribution übernimmt.
Ohne motivierten Grosshandel kann man das ganze ziemlich schnell vergessen. Oder will man mit einem Kofferraum voller Vinyls, selbst die Plattenshops abklappern? ...

Aus: MH/R | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Dexter
electro_boogie
Usernummer # 6704

 - verfasst      Profil von Dexter   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
"bedenkt bitte, dass ich so gut wie gar keine ahnung habe.
jeder hat schließlich mal klein angefangen."
-> Genau dass is der Punkt, ich denke mal Ahnung ist das allerwichtigste um ein Label zu gründen, du brauchst Connections und sehr viel Musikerfahrung, es wäre dir auch sehr hilfreich wenn du selber Musik machen würdest evtl. schon im Semi-Profesionellem Bereich. Ich will dir jetzt nicht deine Hoffnugen platzen lassen, aber man braucht schon wirklich sehr viel Kapital und Erfahrung um ein Label erfolgreich zu führen.

Aus: Schernfeld City | Registriert: Jul 2002  |  IP: [logged]
International DeeJay Gigolo

Usernummer # 2208

 - verfasst      Profil von International DeeJay Gigolo     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
nachdem ich die letzten postings gelesen habe, werde ich mir wohl doch noch etwas zeit lassen.
dafür war der thread ja auch gedacht, um zu warnen bzw. bildungslücken aufzudecken.
danke an alle.

wie sähe denn der vertrieb aus, wenn man einen namhaften künstler auf der platte hat?
ich denke mal, das würde dann funktionieren oder?
so wie sich das anhört, ist das größte problem der vertrieb und die kohle.
mal abwarten was die zeit so bringt.

Aus: K Ö L L E / München | Registriert: Apr 2001  |  IP: [logged] This user has MSN. The user's handle is Hardcore
Mix Master Moody
noch nicht registriert


 - verfasst            Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Am besten vieleicht mit mehreren Leuten zusammen was aufbauen,dann trägt nicht einer allein das Risiko! Ausserdem sieht es dann Kohle mässig auch nicht so viel für einen alleine aus! In welcher Stil-Richtung würdest du dich den verwirklichen wollen?
IP: [logged]
Hyp Nom
Morgen Wurde
Usernummer # 1941

 - verfasst      Profil von Hyp Nom   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
bin mal im technoforum diesbezüglich die letzten 15 seiten bis 8.3.2002 durchgegangen, themen siehe unten.. vielleicht macht sich jemand die kleine mühe auch füs technikforum, falls es mit der erweiterung der suchfunktion noch etwas dauert.

[hand] http://technoforum.dyndns.org/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=003313
partybremser schrieb da:
Als Producer würde ich heute mein eigenes Label machen. Fertig. Dort bist du dein eigener Herr. Die großen Labels haben eh anderes zu tun, als -dein- Demo anzuhören (außer du hast eh schon persönliche Kontakte) und die kleinen Labels? Noe. Das kannst du selbst machen. Ein kleines Label bekommt jeder hin. :-)
Was den Vertrieb angeht: Selbst -wir- ;-) hatten es geschafft, bei Neuton unterzukommen. Ein klares Konzept, ein fertiges Releaseprogramm (3 Releases + x), ein fertiges Labelartwork (Label, Logo), eine Grundidee die wir glaubhaft rübergebracht haben und etwas Fahrradfahren mit klingeln. Schon waren wir dabei.

"Wer von euch ist hauptberuflich im Musikbusiness"
[hand] http://technoforum.dyndns.org/public_html/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=12;t=003130

"Im Frühjahr 2003 soll mein Label starten"
[hand] http://technoforum.dyndns.org/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=002997

"Labelname. wie sieht das rechtlich aus?"
[hand] http://technoforum.dyndns.org/public_html/ubb/ultimatebb.php?ubb=get_topic;f=12;t=003018

"Deutsche Distributoren"
[hand] http://technoforum.dyndns.org/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=002909

"Deutsche Distributoren gesucht"
[hand] http://technoforum.dyndns.org/cgi-bin/ultimatebb.cgi?ubb=get_topic;f=12;t=002745

Aus: Kiel | Registriert: Feb 2001  |  IP: [logged]
requital

Usernummer # 4539

 - verfasst      Profil von requital     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
@international.....

ich hatte auch mal die fixe idee nen label zu gründen!
erkundige dich doch ruhig ich fand selbst das hat spass gemacht, einfach info's zu sammeln wie man sowas aufbaut! da gibt's hier im forum echt genug sachen und auch sonst im inet! realisieren ist was ganz anderes, aber erstmal den ganzen krempel kapieren und ein bild davon kriegen ist nie verkehrt!
und in der zeit, in der du info's sammelst kannst ja mal getrost die fragen wie: "braucht die welt dieses neue label etc." weg lassen.
!!!die sollten aber spätestens wenns ans eingemachte geht wieder aufkommen!!!

ps: bei mir ists damals auch am vertrieb gescheitert!

Aus: Wiesbaden | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
PaZa

Usernummer # 5798

 - verfasst      Profil von PaZa   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Imre:
... ein grösseres Problem, als das reine Pressen der Platten sehe ich z.Zt. darin, einen Vertrieb zu finden. In der momentanen Verkaufssituation haben so gut wie alle Vertriebe nämlich einen Label-Aufnahmestop. Der Track müsste schon ein ziemlicher Kracher sein, damit ein Vertrieb die Distribution übernimmt.
Ohne motivierten Grosshandel kann man das ganze ziemlich schnell vergessen. Oder will man mit einem Kofferraum voller Vinyls, selbst die Plattenshops abklappern? ...

[hand] curvedpressings.com

Über das "Presswerk" ist ein Bericht in der aktuellen Raveline drin. Die Jungs & Mädels die das machen sind wohl auch alle DJs und der Typ der die Trax mastert ist schon so einige Jahre Tontechniker mit viel Erfahrung.
Um die Preise zu erfahren, muss man auf der Seite einiges ausfüllen. Sobald das geschehen ist, gibt es wohl einen Kostenvoranschlag per E-Mail zu geschickt.

Aus: schwerin | Registriert: Apr 2002  |  IP: [logged]
Herr Minimal

Usernummer # 3603

 - verfasst      Profil von Herr Minimal   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
1. wenn du kleine serien pressen lassen willst, mit eher underground charakter lohnt es sich kaum das ganze gewerblich anzugehen. du hast dadurch halt etwas mehr papierkram zu erledigen.
ansonsten gewerbeamt in deiner city.

2. 20€. gema brauchst du nicht für kleinserien und vinyl mit spieldauer unter 20min

3. musst du mit angebote einholen und vergleichen.

4. über ein vertrieb. da bewirbt man sich und entweder sie nehem dich oder nicht.

5. bei den vielen master studios die es in deutschland gibt. einfach mal rumtelefonieren.

6. zuviel zu pressen.

7. das machst du wenns billig sein soll. ansonsten eine grafik agentur.

Aus: Berlin | Registriert: Aug 2001  |  IP: [logged]
ndark

Usernummer # 3037

 - verfasst      Profil von ndark   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
[hand] Hier gibts sehr viel fachkundige Information meist in Frage/Antwort-Form zum Thema (Rock-/Pop-)Musikveröffentlichung.
Aus: ulmost | www.myspace.com/soundfreaks | Registriert: Jun 2001  |  IP: [logged]
Bernie

Usernummer # 3223

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: requital:
ps: bei mir ists damals auch am vertrieb gescheitert!

Wir haben seit 1999 ein Label und suchen immer noch einen guten Vertrieb. Mittlerweile stapeln sich die unverkauften Produktionen im Keller bis zuur Decke...
Aus: 63110 Rodgau-Hainhausen | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
partybremser
Musik im Rückwärtsgang...
Usernummer # 9155

 - verfasst      Profil von partybremser   Homepage         Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
@Herr Minimal

Wenn du 1. nicht hast, brauchst du 4. erst gar nicht zu versuchen. Ich kenne keinen Vertrieb der 'Privat' abrechnet...

@Bernie

Wenn ihr ein gutes Konzept habt solltest es keine Probleme geben, einen Vertrieb zu finden. Was habt ihr denn bis jetzt versucht in dieser Hinsicht?

Aus: xxx | Registriert: Apr 2003  |  IP: [logged]
Bernie

Usernummer # 3223

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: partybremser:
Wenn ihr ein gutes Konzept habt solltest es keine Probleme geben, einen Vertrieb zu finden. Was habt ihr denn bis jetzt versucht in dieser Hinsicht?

Das ist ja unser Problem. Wir haben kein richtiges Konzept und sind ein ziemlich desorientierter und chaotischer Sauhaufen.
Aus: 63110 Rodgau-Hainhausen | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
Anergy
noch nicht registriert


 - verfasst            Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Imre:
... ein grösseres Problem, als das reine Pressen der Platten sehe ich z.Zt. darin, einen Vertrieb zu finden. In der momentanen Verkaufssituation haben so gut wie alle Vertriebe nämlich einen Label-Aufnahmestop. Der Track müsste schon ein ziemlicher Kracher sein.......

so siehts aus, und das wirst du wohl mit Schranz,Techno,Minimal,Trance,House Produkten zur Zeit net (oder nur GANZ GANZ schwer) erreichen, da es einfach viel zu viele 08/15 Produktionen gibt, die im Entefekt nur im Lager vom Vertrieb rumliegen...
IP: [logged]
Bernie

Usernummer # 3223

 - verfasst      Profil von Bernie   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Vielleicht sollte man versuchen, mal ganz andere und neue Wege zu gehen und ein brauchbares Konzept für ein funktionierendes online-Label erarbeiten. Mit der richtigen Idee ist das bestimmt der bessere und zukunftsorientiertere Weg.
Aus: 63110 Rodgau-Hainhausen | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

 - verfasst      Profil von chris   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Bernie:
Vielleicht sollte man versuchen, mal ganz andere und neue Wege zu gehen und ein brauchbares Konzept für ein funktionierendes online-Label erarbeiten. Mit der richtigen Idee ist das bestimmt der bessere und zukunftsorientiertere Weg.

Ich stimme dir zu: nur haben bereits sehr viele Platformen versucht, neue bzw. andere Wege zu gehen und viele davon sind gescheitert: ein online-Label bzw. eine upload-Platform auch für A&Rs zugänglich zu machen, hat nicht immer funktioniert - dass Labels wie Dekathlon oder selbst afx twin Acts auf mp3.com entdecken, ist doch eher die Seltenheit. Zudem existieren ja eine Vielzahl von online-Labels mit teils genialen, teils schlechten Datenbanken, teils sehr gutem, teils richtig üblem Layout. Aber: ich selbst kenne kaum diese Labels, auch weil sie wohl ihre Projekte nicht superbe promoten: vielleicht gibt es ja online-Labels, die das Potential besitzen, Furore zu machen, weil sie bereits neue Wege gehen: aber wenn sie kaum einer kennt, wie sollen sie dann diesem Thema neue Aspekte und eine interessante und innovative Zukunft ermöglichen?
Und: was wären denn neue Wege? In welcher Hinsicht?

Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Imre

Usernummer # 2160

 - verfasst      Profil von Imre   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
... solche Ansätze sind schlicht zum scheitern verurteilt, weil die wenigsten bereit sind für etwas zu bezahlen, was sie auch gratis bekommen können ...

Das Internet ist einfach Cowboy-Land.

Aus: MH/R | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Inkubator
Biohazard
Usernummer # 3755

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genau imre...

es gehört evtl. nicht 100% zum thema, es sind aber definitiv gedanken die man sich als initiant eines neuen labels machen muss, es wird das label betreffen...

der meiner ansicht nach einzige weg ist die umerziehung des musikklau-pöbels, die sensibilisierung der potentiellen käufer auf die probleme in der musikbranche. den leuten muss klar gemacht werden dass sie am schluss genauso die leidtragenden sein werden. dass man niemals alle erreichen wird ist ebenso klar wie die tatsache dass dies nicht von heute auf morgen passiert.

der weg über prohibition und verfolgung ist ebenso zum scheitern verurteilt da es immer wege geben wird daten zu kopieren und sei es auf dem analogen weg und auch drastische strafen werden die leute nicht abschrecken genau dies zu tun. zudem bin ich persönlich schon gegen alle formen der prohibition, eigenverantwortung nicht egoismus sollte die devise lauten...

warum nutzen die gott-dj's nicht ihre macht und auch verantwortung die sie gegenüber den partygängern und potentiellen käufern ihres produktes haben, raufen sich zusammen und rufen nen weltweiten dj-streik tag aus. illusorisch, ich weiss, da spielen wieder viel zuviele individuelle und egoistische "bedürfnisse" eine rolle als dass das machbar wäre. gesichtsverlust, einnahmeverluste, beucherzahlschwund als stichworte. aber evtl. hat ja jemand die zündende idee die auf diesem oder einem ähnlichen ansatz basiert.

die labels müssten sich ideen öffnen die sie näher an das bringt was das zielpublikum wünscht: gute musik zum fairen preis. nicht dass ich persönlich behaupten würde dass die musik jetzt zu teuer ist, nicht in unserem sektor. in tat und wahrheit verkaufen wir uns unter wert. es gibt aber leute die tatsächlich der meinung sind die ganzen 18 euro oder wieviel auch immer gehen in die taschen des verkoksten label-bosses und haben nie was von lizenzkosten, royalties, coverdesignkosten und was es da noch alles gibt gehört. wir verkaufen unsere compilations zum selben preis wie eine verf!ckte britney spears und verkaufen nur einen bruchteil der mengen dieser ausgeburt schlechten geschmacks.

nun gut, genug des giftes, mir wurde zugetragen dass es mal ein label gegeben haben soll (name wieder vergessen, ist auch unwichtig) das der original-cd ein zweites cover beigelegt hatte mit dem hinweis "for your best friend". man kann es als aufforderung zum kopieren von musik verstehen oder es als intelligenten versuch der annäherung an das was ich oben beschrieben habe. wenn sich 2 eine cd teilen ist sie logischerweise viel billiger für beide und für das label um einiges besser als wenn die person die ganze cd vonnem ftp saugt und dann an seine 10 besten abnehmer weiter schickt. auch naiv anzunehmen dass dies die probleme lösen wird, ganz klar, aber wie in der kindererziehung auch muss man die strategie der kleinen schritte verfolgen um am schluss wenigstens 80% von dem zu bekommen was man eigentlich will...

etwas hilflose denkansätze, ich weiss. aber was besseres ist mir noch nicht in den sinn gekommen und anscheinend all den anderen auch nicht...

musikklauen sux und macht all den labels probleme vor allem den jungen und im sich aufbau befindenden...

nur meine zwei centavos...

Aus: zürich | Registriert: Sep 2001  |  IP: [logged]
Bronco

Usernummer # 66

 - verfasst      Profil von Bronco   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
da ich sicher schon dutzende lange postings zum
topic abgegeben hab, die vielleicht auch ohne
suche irgendwann mal wieder zum vorschein kommen,
lass ich den üblichen kram und antworte auf ein
wenig philosophischer natur. (ganz zu schweigen
davon, dass meine kernaussage hier auch schon
weiter oben erwähnt wurde)

gesellschaftliche entwicklungen lassen sich nunmal
nicht vom engagement minderheitlich beteiligter
idealisten lenken - das war schon immer so und
wird immer so bleiben. noch nie konnte man eine
entwicklung stoppen, die millionen vorangetrieben
haben - sprich evolutionäre begebenheiten.

ob das nun die radiobands waren, die gegen die
höllenbrut fernsehen gekämpft haben, obs nun
walter krämer ist, der gegen die zunehmenden
anglistischen einflüsse im umgangsdeutsch
kämpft - das ist alles wie cervantes es sah

und ebenso verläuft der musik-konsum. die
entwicklung ist seit jahrzehnten abzusehen und
wird sich nicht aufhalten lassen - nicht durch
eine kleine, situationsbewusste und aufgeklärte
minderheit und erst recht nicht durch die
agitatoren selbst, die schon lange jede
glaubwürdigkeit verloren haben. im endeffekt
sind es ja grade DJS, die mit dem wenigsten
aufwand den meisten reibach machen - nicht auf
einzelne personen bezogen, sondern auf die gesamte
sparte - das meiste geld in der gesamten branche
für die wenigste arbeit fliesst an "uns". daher
sind wir so am aller-unglaubwürdigsten. wer
will denn djs ernst nehmen, die ein heidengeld
fürs rumstehen und plattenwechseln kriegen und dann
einen von "seid nicht so unfair zur musikbranche"
labern, während der clubbesitzer grade die
scheine samt koksbeutel als gage klarmacht ? pah!

kleinstlabel aufziehen ? wenn du lust und laune
hast, ein paar tausender zu verpulvern und
dem geld keine träne hinterherheulst, dann leg
los. einen vertrieb kriegst derzeit sowieso kaum
noch, die entwicklungsmöglichkeit für NEUE
strömungen, die unverzüglich grosse stückzahlen
erzeugen sind kaputt - und die meisten vertriebe
haben auch keine kapitalstruktur mehr, um sich
"another label as usual" (sorry, walter) zu
fördern. "sogar" ich bin jetzt bei neuton geflogen,
nicht einmal wegen zu niedriger zahlen, jedoch
wegen zu langer releasepause. wenn man jedoch
ein wenig wert auf anspruch und gute releases
legt, kommt das auch mal vor - und shcon ist
man für den vertrieb unrentabel. im übrigen
beginnen die vertriebe ja allgemein mit dem
säubern und konsolidieren. der markt in den
gängigen elektronischen sparten ist hoffnungslos
überlaufen, es gibt nichts, was es nicht gibt
und viel zu viel von allem - da haben einzelne
kleine releaser keine chance mehr, auflagen von
1000 vinyls zu halten und werden zu schnell
unwirtschaftlich.

aber wie gesagt: wenn du nichts zu verlieren
hast und dir schonmal keine illusion auf karriere
oder kohle machst: dann hau rein.

nur bitte. BITTE. bitte stell dir vorher die
frage, die man im 1. semester bwl dick und fett
eingetrichtert bekommt, die über jeden erfolg
im geschäftsleben entscheidet - sei es nun
kommerzieller oder künstlerischer natur. wer
die frage nicht ohne zu zögern 100prozentig mit
einem selbstbewusten JA beantworten kann, sollte
es lieber sein lassen.

sitzt du gut ? dann die frage der fragen:

WARTET DIE WELT AUF GENAU MEIN PRODUKT ?

Aus: isola de lime | Registriert: Dec 1999  |  IP: [logged]
Herr Minimal

Usernummer # 3603

 - verfasst      Profil von Herr Minimal   Homepage     Eine neue privateMessage schreiben       Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
so ist es. hasst du genug kohle zum verprassen und spass daran, dann machs auch wenn du nichts davon hast. aber wirklich nichts ausser ein paar platten in der hand.

ansonsten hohl die nen smart oder nen 1/2 pfund koks.

Aus: Berlin | Registriert: Aug 2001  |  IP: [logged]
Space Base
User
Usernummer # 1426

 - verfasst      Profil von Space Base         Editiere/Lösche Post   Antwort mit Zitat 
Ich bin kein Experte wenn es um Labels geht. Dennoch möchte ich - als End-User sozusagen - einmal eine Idee bringen, was mir etwas bringen würde, und was ich kaufen würde, und was euch wiederum Geld bringen würde.

Was ich als Partygänger möchte, ist eine CD auf der das Feeling rüberkommt, das ich an einer Party habe. Mit anderen Worten, eine Mix-CD. Ein DJ hat logischerweise mehr Ahnung wo er guten Sound findet, als ich, und er weiss (hoffentlich), wie er diese Ahnung in einen Mix verwandelt, der gut klingt.

Ein solcher DJ wird kaum nur von einem einzigen Label etwas zusammenstellen. Zwar könnte er (Promo)-CD's verkaufen, doch das bringt den Labels auch nix, mal abgesehen vom 1x-igen Kauf der Platten. Selbst wenn viele DJ's die Platte kaufen, es sind einfach zu wenige, als dass damit genug Geld gemacht werden könnte, um die Künstler angemessen zu entlohnen.

Was BWL auch noch lehrt: wenn man zu wenig Umsatz macht, muss man neue Absatzmärkte finden.

Nicht jeder potentielle Kunde ist ein DJ! Wenn man mit DJ's zu wenig Geld macht, muss man sich überlegen, wie und wo man Geld macht, und das wäre doch vor allem bei den Leuten, die an Partys gehen und diesen Sound gern auch im Auto oder zu Hause hören würden, und zwar in der Form - als Mix - in der sie ihn an der Party "fühlen" konnten.

Also statt ein Label mit einigen Künstlern, ein Label mit verschiedenen DJ's, die sagen, welche Künstler sie gerne hätten, selbige bekommen ihre Provision, bzw. deren Labels bekommen sie (je nachdem halt) und anschliessend werden Mix-cd's via Agenten, direkt an Partys unter die Leute gebracht.

Jeder verdient was dran, der Agent, das Vertriebslabel, der DJ und die Labels der Producer, die wiederum den Producern einen Teil abgeben.

Nur eine Idee - vielleicht hab ich dabei auch irgendwas Wesentliches übersehen, aber vielleicht bringt es euch was, einmal drüber nachzudenken. Geht von den (potentiellen) Kunden aus, und überlegt euch wie ihr die erreicht und vom Internet-Zugang weglockt. Ich glaube ein sympathischer, sachkundiger Agent, der direkt an einer Party mit guten Mix-CD's aufwartet, hat da gute Chancen.

Aus: CH | Registriert: Nov 2000  |  IP: [logged]
chris
User
Usernummer # 6

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2spacebase, und womit wird i.d.r. ein mix erstellt? mittels vinyl. und: der markt ist bereits selbstregulierend gross, was mix-cds betrifft. und bei der unzähligen vielzahl an sets und mitschnitte, die man im netz findet und die terabyteweise geshared werden, findet sich natürlich das 'partyfeeling'. und womit arbeiten die djs bei diesen mixen? richtig. mit vinyl - final scratch oder laptop-dj'ing findet so selten statt, dass man's schlicht ignorieren kann. - der verkauf von mitschnitten vor/an parties wie auch 'sonstwoanders' ist i.d.r. ohne lizenz nat. nicht gestattet und bei den heutigen lebenshaltungskosten haben druff-bekifft-besoffene gäste eh shcone probleme, mit wenigst geld ihren pegel zu halten: goodies und items verkaufen sich kaum bis gar nicht in clubs, zumindest hierzulande. und: auf parties schleppt niemand gerne kram (cds & goodies) mit sich rum, beim verlassen den clubs in den morgenstunden haben die leute dann wiederum taschen/jacken zum verstauen, aber absolut keinen nerv, kein geld und keine lust, noch 'zu shoppen', der umsatz wäre absolut minimal, abgesehen evtl. von gigaevents wie der n'one, wo man so gut wie alles verkloppen kann. netter vorschlag, aber nicht ganz realitätsnah *g* - ich sprech' da auch aus erfahrung... :-)
Aus: Westend | Registriert: Nov 1999  |  IP: [logged]
Space Base
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Usernummer # 1426

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@Chris
Im Laden gibts Mix-CD's von den "bekannten" Producern, und wenn man lang genug sucht, findet man vielleicht auch weniger bekannte. Bequemlicher ist es trotz alledem ins Netz zu gehen und dort zu suchen. Und gerade diese Terrybytes, die aufgrund dieser Bequemlichkeit geshared werden, sind doch das Problem, weil daran keiner was verdient, ausser den Telekomunternehmen.

Wenn man es irgendwie hinbekäme, an der Party selber Mix-CD's zu verkaufen, gäbe es keine Veranlassung mehr, sich das ganze runterzuladen. (Ausser um Geld zu sparen, und das wäre dann halt ziemlich gewissenlos. Das Argument, "das man es sonst nicht findet" gilt dann zumindest nicht mehr.) [Nachtrag: das Argument mit den Nerven und den Taschen die es zu verstauen gilt, stimmt natürlich auch wieder - hab ich nicht bedacht. Ich geh in letzter Zeit selten in Clubs, sondern meist an zweitägige Goas (zw. 200-1000 Leute), da haben/hätten die Leute mehr Zeit.]

Ich kam einfach auf diese Idee, weil PromoCD's ziemlich beliebt sind, halt einfach weil darauf noch innovativ zusammengestellt wird, was an Partys offenbar Anklang findet. Es ist DIREKT das, was ein bestimmter DJ für gut befindet. Also aus Promo-CD's Produkte machen, darum ginge es bei dieser Idee. [Nachtrag: eine Umkehrung des gegenwärtigen Prozesses: statt Producer suchen, Vinyl rausbringen - DJ's suchen, und nach deren Vorschlägen, Producer bezahlen und CDs rausbringen.]

Eine solche Firma wäre natürlich kein "Label" mehr, sondern eher ein Vertriebskanal für mehrere Labels.

So ganz zu Ende gedacht ist es vermutlich nicht, das stimmt. Ich bin was das ganze Bussines dahinter angeht schlicht zu wenig bewandert. Vielleicht macht ja mal jemand was draus, der sich da besser auskennt. [Wink] Mehr als eine Idee ist es nicht, eine Alternative (vielleicht) zur Gründung eines weiteren Labels, dass Producer sucht und Vinyl rausbringt - wie die anderen 50'000.

[ 09.07.2003, 01:11: Beitrag editiert von: Space Base ]

Aus: CH | Registriert: Nov 2000  |  IP: [logged]
TEKK

Usernummer # 2612

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Zitat:
Wenn man es irgendwie hinbekäme, an der Party selber Mix-CD's zu verkaufen, gäbe es keine Veranlassung mehr, sich das ganze runterzuladen. (Ausser um Geld zu sparen, und das wäre dann halt ziemlich gewissenlos. Das Argument, "das man es sonst nicht findet" gilt dann zumindest nicht mehr.)
Ähnlich wird es ja schon umgesetzt. Mit einer neuen Brennstation wurde z.B. in Rekordgeschwindigkeit das gerade live-erlebte Konzert auf CDR gebrannt und an die Leute verkauft.
Aus: Munich X | Registriert: May 2001  |  IP: [logged]
ndark

Usernummer # 3037

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Was man ja recht häufig sieht, ist der Vinyldirektverkauf auf Parties. Würd mich mal interessieren, ob das nur Marketing und Product Placement ist oder ob an solchen Ständen tatsächlich was verkauft wird. Wenn ich das nächste mal einen sehe, frag ich da, aber vielleicht hat das ja auch schon mal jemand hier getan oder war sogar auf der anderen Seite tätig?

Dass die so umgesetzten Stückzahlen nicht groß sind, ist klar. Bei Gigs von Newcomer-Rockbands zumindest ist ein solcher CD-Karton aber immer noch eine wichtige Einnahmequelle, vor allem wegen dem Verzicht auf Vertrieb, Laden etc. Bei diesen Bands steht aber meistens nur eine CD zum Verkauf, die Überdeckung mit den live gespielten Tracks ist dabei sehr hoch. In dieser Art hab ich das bei elektronischen Live-Acts noch nie gesehen. Dabei gibts doch einige, die häufig auftreten, aber noch keine VÖ haben. Warum nicht vor ner Clubtour mal ne Kleinserie pressen lassen, mit limited-Faktor anpreisen und zu nem günstigen Preis an den Mann bringen? Oder hat der "Nicht-Im-Handel"-Nachteil da soviel zerstörerisches Gewicht? Rechtlich gesehen wäre es wohl zumindest in Ordnung, solange es sample- und coverfrei ist.

Aus: ulmost | www.myspace.com/soundfreaks | Registriert: Jun 2001  |  IP: [logged]
Bronco

Usernummer # 66

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diese ganzen "auf-der-party"-vertickereien haben
auch noch ein ganz grundsätzliches problem.

ihr geht davon aus, dass die artists 2x am WE
nen gig haben und dann merchandising bzw.
tonträger verticken. aber wer hat das schon.

für die wirklich ausgebuchten leute isses ein
herber imageverlust ("hats der liebing jetzt
nötig, platten aufm gig zu verticken, wo er
doch eh schon 1000000 euros kriegt ?") und
ausserdem hochgradig unrentabel, wenn man
die aufgewendete zeit mit dem absatz und
dem daraus resultierenden gewinn durchkalkuliert.

zudem: "Warum nicht vor ner Clubtour" (zitat).
welcher no-name hat denn soviele gigs an so
vielen unterschiedlichen locations, dass sich
da was rentables einfahren würde...

zu den mix-cds fällt mir dann noch gleich mal
der typ ein, der vorm cd-stand steht und lauthals
verkündet: "warum soll ich mir die cds vom
noname hier für 10 euros kaufen, wenns die
sets von hawtin, mills & co für lau im netz gibt"

zudem: sowas wäre organisierter vertrieb von
urheberrechtlich geschütztem material zur
gewinnerzielung. mindestens 3-4 anklagepunkte.

denkbar wäre das höchtstens nach einem live-act,
aber auch hier gilt: um damit wirklich reele
gewinne nach abzug aller kosten einschliesslich
des personals erzielen zu können, müsste man
schnell mal 100 cds am abend verticken...

(die rechenmodelle sind mir mehr als nur
bekannt - gute freunde von mir, die komplizen
www.komplizen.tv LEBEN von diesen geschichten
samt merchandising. aber das sind musiker aus
leidenschaft, die mit ihrem liedermaching auch
mehr schlecht als recht zurandekommen und daher
ihre bürgerlichen existenzen auch noch nicht
aufgeben konnten - trotz sehr guter auslastung)
solche modelle sind in die etwas anders
geartete welt der elektronischen musik bzw.
in die dance-clubs nur schwer transportierbar,
da das konsumverhalten (wortwörtlich *g*) ein
andres ist als bei bands, die in kleinen kneipen
oder riesigen stadien spielen...

das soll jetzt nicht abwertend oder arrogant
klingen, aber: ihr habt ja nette ideen - aber
leider entbehren die alle der realitätsnähe.

Aus: isola de lime | Registriert: Dec 1999  |  IP: [logged]
Imre

Usernummer # 2160

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für alle, die es noch nicht wissen:

... die Gema macht seit einigen Monaten vermehrt Jagd auf mp3 DJ´s, die mit gebrannten CD´s auflegen, oder gebrannte CD´s veräussern. Die "Strafgebühren" (die allerdings dann dem Clubbetreiber auferlegt werden) sind meines Erachtens nach, leider deutlich zu niedrig angesetzt.

Übrigens rechtfertigt sich diese Vorgehensweise der Gema mit dem auf jedem Tonträger befindlichen Satz: "keine mechanische Vervielvältigung und unerlaubte Aufführung ... usw. " (kann sich jeder selbst nachlesen.)

Aus: MH/R | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Inkubator
Biohazard
Usernummer # 3755

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die ideen mögen realitätsfremd sein, aber wie ich schon bemerkte evtl. hat ja mal jemand DIE idee die genau auf diesen illusorischen ideen basieren.

wo wenn nicht hier soll man darüber diskutieren und seine ideen einbringen? hier kommen alle sorten der e-musik-begeisterten zusammen, partyleute, dj's, labelbosse, produzenten... jeder für sich ist davon betroffen...

abwiegeln hat noch kein problem gelöst...

Aus: zürich | Registriert: Sep 2001  |  IP: [logged]
Space Base
User
Usernummer # 1426

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@Gianni(&Imre)
"zudem: sowas wäre organisierter vertrieb von
urheberrechtlich geschütztem material zur
gewinnerzielung. mindestens 3-4 anklagepunkte."

Du hast nicht verstanden was ich meinte.

Man nehme Firma A. Die holt sich einen DJ und macht ne Playlist mit ihm zusammen. Anschliessend geht die Firma A zu den Labels B+C+D (und so weiter [Smile] ) und bietet ihnen eine Provision an, für die Erlaubnis den Track der bei ihnen erschienen ist, auf eine Mix-CD zu bringen, die anschliessend verkauft wird. Wird sie tatsächlich verkauft, bekommen die Labels Geld, ansonsten bekommen sie keins. Statt Lizenz eine Provision.

Realitätsfremd mag sein, dass in Clubs vermutlich wirklich niemand gern Goodies rumschleppt, wie Chris schon sagte. Aber hier ist eben gerade die Kreativität der Firma A gefragt, wie bringe ich den Sound, den die Leute hören wollen zu den Leuten?

Und noch zu dem Typ der dann rumkrakelt, dass er sich das vom Netz runterlädt: Erstens mal, wirklich eine gute Idee, dies einem offiziellen Vertreter einer Firma die mit labels zusammenarbeitet zu sagen - und ausserdem: es geht nicht darum, JEDEN zu einem verständnisvollen Menschen zu machen, der kapiert, dass er sich mit runterladen ins eigene Fleisch schneidet, sondern darum, den Leuten die liebend gern eine gute CD kaufen würden, von den DJ's die sie gern hören, weil diese Sachen von unterschiedlichen Labels bringen, die also das Felling bringen - dass man diesen Leuten die Möglichkeit dazu bietet, solche CD's zu kaufen. Legal. Und ohne grossen Aufwand.

Es geht darum wenigstens einen Teil der Leute zu erreichen, die runterladen. Jeder einzelne den man überzeugt ist einer mehr. Und jede auf diese Weise verkaufte CD bringt denen Geld die wirklich was mit der Produktion und dem Vertrieb zu tun haben.

Aber vielleicht sind neue Ideen auch gar nicht gefragt, kann ja sein. Ich halt mich von jetzt an jedenfalls aus der Diskussion raus und lass die Profis weiterdiskutieren. [Wink]

Aus: CH | Registriert: Nov 2000  |  IP: [logged]
Imre

Usernummer # 2160

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: Space Base:


Man nehme Firma A. Die holt sich einen DJ und macht ne Playlist mit ihm zusammen. Anschliessend geht die Firma A zu den Labels B+C+D (und so weiter [Smile] ) und bietet ihnen eine Provision an, für die Erlaubnis den Track der bei ihnen erschienen ist, auf eine Mix-CD zu bringen, die anschliessend verkauft wird. Wird sie tatsächlich verkauft, bekommen die Labels Geld, ansonsten bekommen sie keins. Statt Lizenz eine Provision.

Das was Du beschreibst ist EXAKT das Lizenz-Prinzip der Compilation Macher... Du hast lediglich das Wort "Lizenzanteil" zu dem Wort Provision gemacht. Dj Mix Compilations sind mal nebenbei nichts neues, und nichts innovatives. Davon gibt´s seit Jahren tonnenweise. Lediglich die Vermarktungsform, die Du beschreibst ist etwas anders ... aber ist das wirklich wünschenswert?
Was ist mit den Plattenläden, die daran verrecken, was ist mit den Vertrieben? Was ist mit dem GEMA Anteil? ... man darf nicht vergessen, es hängen eine Menge Arbeitsplätze an der Vermarktung von Musik.
Auch die Argumentationen der mp3-Sharing und Kopierverfechter sind äusserst fadenscheinig. Letztendlich ist es nämlich sicherlich nicht so, dass 18 Euro der verkauften CD durch die Nase des Labelbosses gehen. Fakt ist, der Preis setzt sich so zusammen:
Herstellungspreis des Tonträgers, mit notwendiger Gewinnspanne für´s Presswerk.
GEMA Anteil, der sicherlich auch seien Anteil für den Administrativen Aufwand braucht.
Das Label benötigt selbstverständlich auch Gewinne.
Vertrieb, der wiederrum eine Gewinnspanne haben muss.
Kleine Nebenkosten, wie Porto und Verpackung, die auch wieder rein kommen müssen, und in letzter Instanz der Plattenshop, der sicherlich auch von irgendetwas leben muss.

Lassen wir Komponisten und Produzent, mal aussen vor, aber bedenken wir hierbei, dass diese mit leerem Magen auch nicht sonderlich kreativ sein können. Einen Musikverlag lasse ich ebenfalls auch mal aussen vor, da das dann doch alles zu weit führt.

Wenn man jetzt noch davon ausgeht, dass ein gewisses Etat für ein bisschen Promotion da sein muss, damit bei dem Überangebot von Releases, überhaupt jemand das Produkt bemerkt, dann ist so ein Preis einer CD garnicht so ungerechtfertigt, denke ich.

Realistisch gesehen müssen bei einer durchschnitlichen VÖ mindestens 6 Menschen in irgendeiner Form bezahlt werden. (und das sind grösstenteils ganz normale Arbeitnehmer). Man darf nicht vergessen, dass an jeder VÖ, Existenzen hängen, die durch jede blöde Kopie eines Geizhalses gefährdet werden.

Letztendlich kommen mir die Rechtfertigungen, die immer wieder gebracht werden so vor, als wird einem im Musikbereich tätigen Menschen, die Butter auf dem Brot nicht gegönnt. Der pure Neid macht die Leute zu den Webcowboys, meiner Überzeugung nach.

Aus: MH/R | Registriert: Mar 2001  |  IP: [logged]
Bronco

Usernummer # 66

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letztenendes hats ja die ansätze, die hier
diskutiert werden, alle schon gegeben. alle.

doch irgendwie hats bei niemandem wirklich
geklappt. die mechanismen der konsumenten,
der handelnden und der produzierenden sind
schon über jahrhunderte weg in die jetzige
weise gewachsen und haben sie die heute gültigen
gesetze jedes markts und jedes tradens gefixt -
das internet und die damit verbundene
kostenloskultur bestätigt ja im endeffekt nur
die konsequente weiterentwicklung.

evolutionäre rückschritte mögen gut gemeint sein
und oberflächlich betrachtet auch sinnvoll, aber
dennoch sinds rückschritte.

grade die erfolgreichen geschäftsmodelle im netz
zeigen ja auf, wo der hase läuft: die barrieren
einzureissen, statt durch heterogene vertriebswege
welche zu erstellen. vertriebswesen wird immer
mehr vereinfacht, egal ob ebay oder amazon,
statt diversifiziert, wie es im endeffekt
vorgeschlagen wird.

imho müsste man also die gängigen mechanismen
durchleuchten und die frisch entwickelten
techniken am vertriebsmarkt (ebay, amazon)
untersuchen um den logischen nächsten schritt
zu gehen - und der ist mit itunes und deejay.de
(& derivaten) eigentlich recht klar da - und
zeigt an dem nicht zu unterschätzenden erfolg
die richtigkeit und gültigkeit der marktregeln.

nicht umsonst konnten sich einstige kleine
webdealer wie web records zu ernsthaften
alternativen für die klassischen vertriebe
mausern und heutzutage soger eigene labels
mit gewinnerzielung platzieren - sie haben die
grenzen des klassischen vertriebs erkannt
und durch die neuen techniken umgangen - kaum
personal, keine eingeschränkte anzahl an kunden,
sondern barrierefreie vermarktung der produkte,
und genau das ist der weg der zukunft...

daher würde ich, falls ich mal wieder eins meiner
labels aus dem winterschlaf (sic!) wecken wollen
würde, statt an musicmail, dmania oder neuton
ganz klar an deejay.de oder web records rantreten-
da gibts auch nicht soviel risikofaktor, alle
informationen und vertriebskanäle laufen zu
einem einzigen zusammen, so dass man wesentlich
verlässlicher aussagen über den geschäftserfolg
treffen kann als bei international agierenden
vertrieben mit höherer kostenstruktur, die
den strömungen von hunderten shops in einigen
dutzenden ländern unterliegen und so wesentlich
heterogenere daten zusammentragen - die daher
auch wesentlisch schwieriger zu deuten sind.

Aus: isola de lime | Registriert: Dec 1999  |  IP: [logged]
International DeeJay Gigolo

Usernummer # 2208

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es gibt jetzt zwei möglichkeiten:
entweder sind die meisten leute hier die größten pessimisten überhaupt oder sie haben schlicht und ergreifend recht.
wahrscheinlich habt ihr ja recht, ein label ist eine sehr komplizierte sache, aber ich werde mir diesen traum irgendwann verwirklichen.
im moment hat wohl alles in dieser richtung keinen sinn, aber es kommen bessere zeiten.
und wenn ich dann soweit bin, sag ich euch bescheid.
danke an alles für diese informationen, sie waren sehr wichtig für mich.

Aus: K Ö L L E / München | Registriert: Apr 2001  |  IP: [logged] This user has MSN. The user's handle is Hardcore
camion
sleep on decks
Usernummer # 4574

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mhh so viele leute mit den gleichen gedanken.. schließt euch zusammen und gründet das technoforruhm label ..
Aus: trinken | Registriert: Dec 2001  |  IP: [logged]
Bernie

Usernummer # 3223

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Zitat:
Ursprünglich geschrieben von: International DeeJay Gigolo:
es gibt jetzt zwei möglichkeiten:
entweder sind die meisten leute hier die größten pessimisten überhaupt oder sie haben schlicht und ergreifend recht.

Sie haben "leider" recht.
Wenn man es unter den rein kommerziellen Aspekten betrachtet und davon dann auch halbwegs gut leben möchte, ist das schon ein harter Job. Kostendeckung zu erreichen ist sich nicht unerreichbar, aber es gibt bestimmt noch schönere Hobbys als arbeiten...

Aus: 63110 Rodgau-Hainhausen | Registriert: Jul 2001  |  IP: [logged]



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