Weil die beiden Stadtpolizisten Haschgeruch wahrnahmen und sie im Auto Joints fanden, wurde der Autofahrer zur Abklärung ins Institut für Rechtsmedizin IRM geschickt.
Der Untersuchte gab den Haschkonsum zu, aber obwohl der Arzt keinerlei Beeinträchtigung der Fahrtüchtigkeit feststellte, erhielt er den Ausweis nicht zurück.
Er reichte Klage ein, aber der Regierungsrat schützte den Entscheid des Strassenverkehrsamts – er bekam das Billet nicht zurück.
Nun kommt aber das Verwaltungsgericht zu einem gegenteiligen Schluss: vom betreffenden Autofahrer gehe keine unmittelbare Gefährdung für den Strassenverkehr aus. Wegen des unauffälligen Fahrverhaltens erweise sich ein Sicherheitsentzug des Ausweises als nicht dringend.
Gemäss Rechtssprechung des Bundesgerichts darf der Ausweis entzogen werden, wenn jemand wegen Drogenkonsums nicht mehr fahrtüchtig ist.
Der Verein Schweizer Hanf-Freunde und –Freundinnen VSHF nimmt vom Verwaltungsgerichtsentscheid mit Genugtuung Kenntnis. Er kritisiert die Zürcher Stadtpolizei, welche nordamerikanische «Null-Toleranz-Methoden» anwende. Dies stehe im Widerspruch zum Strassenverkehrsgesetz, das den Konsum von Hanfprodukten am Steuer nicht grundsätzlich verbiete."
Nein ernsthaft. Bei manche Leute beeinträchtigt ein Joint überhaupt nicht, andere hingegen würde ich im Leben nicht ans Steuer lassen. Als ich noch jeden Tag meine Joints rauchte, hätte ich auch kein Problem mit dem Fahren gehabt. War mich das Flash (falls man es bei dieser Toleranz so nennen konnte) so ziemlich gewohnt. Würde ich jetzt einen rauchen und mich hinters Steuer setzen, wäre ich der Inbegriff einer Bedrohung. Ich finde es richtig, dass zumindest erst ein Arzt die Fahrtüchtigkeit des Konsumenten feststellte.
Dann sollten die mal Urlaub in Bayern machen ...Handy am Steuer, Joint am Steuer und trotzdem nixx passiert. Das ist schon fast nen bischen zu viel toleranz ....
quote:
Ursprünglich geschrieben von Da_Face:
[BHandy am Steuer, Joint am Steuer und trotzdem nixx passiert. Das ist schon fast nen bischen zu viel toleranz ....[/B]
Das finde ich auch.
Hier handelt es sich um einen absoluten Sonderfall, normalerweise würde fast jeder Arzt die Fahruntauglichkeit ausstellen ... oder das Gericht würde da nicht mitspielen ... würde sagen Glück gehabt...

@Da_Face
Ich hoffe, der Typ kriegt eine Busse für das telefonieren während dem fahren - das ist ein ziemlich asoziales Verhalten. Mit einer Verzeigung wegen Hanf-Konsum wird er wohl auch rechnen müssen, lediglich den Führerschein gab es zurück. Nix MPU hier *g*