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clit_clutcher
Usernummer # 14522
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servus,
hab mir grad nen neuen rechner zum beats schrauben geholt und eine soundkarte soll nun folgen... - In erster Linie geht es mir darum die latenz so gering wie möglich zu bekommen - Brauche keine besonderen ein- und ausgänge, 1 eingang 1 ausgang analog klinken oder cinch
im musikladen wurde mir eine pci karte empfohlen (m-audio audiophile 2496) weil externe interfaces schlechtere latenzwerte erzielen würden, andere leute erzählten mir das pci karten quatsch wären und interfaces absolutes muss seien um latenzgering(3-6ms) aufzunehmen.
folglich bin ich nun etwas verwirrt... was ist die beste lösung beim preirahmen bis 200euro???
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JoeKa
Usernummer # 1918
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tatsache ist, dass interfaces sehr viel flotter geworden sind als sie es anfangs waren. es ist aber immernoch so, dass interne pci/pcie angebundene audiokarten technisch eindeutig schneller sind (bzw sein können) als externe interfaces, und wer behauptet dass externe interfaces die schnellsten devices seien, der hat keinen funken technischen verstand und labert nur. im endeffekt sind aber die treiber der wichtigste faktor in dem ganzen hin und her. die 2496 ist eine ordentliche karte, allerdings auch schon etwas in die jahre gekommen. das neuere modell wäre die audiophile 192, die tatsächlich extrem geringe latenzen ermöglicht und auch nochmal deutlich verbesserte klangeigenschaften aufweist, kostet leider auch deutlich mehr. aber immernoch weniger als die meisten vergleichbaren externen lösungen.
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clit_clutcher
Usernummer # 14522
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danke fürs klarstellen!
Zitat: Ursprünglich geschrieben von: JoeKa: und wer behauptet dass externe interfaces die schnellsten devices seien, der hat keinen funken technischen verstand und labert nur.
davon gibts echt einfach zu viele - und die verwirren dann leute mit noch weniger plan. voll die seuche
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cytekx
Usernummer # 16993
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also ich bin auch der meinung, dass USB nie ganz so flink sein kann wie intern. hab selbst jetzt einen neuen i7 core rechner und bin am überlegen, was ich mir da einbaue, weil ich leider dank Vista meine hardware nicht mitnehmen kann. Vista hat durch neue soundtreiber ein ganz anderes, noch schnelleres konzept. ich überlege momentan, ob ich mir nicht diese karte besorge http://www.emu.com/products/product.asp?category=505&subcategory=491&product=9872&nav=introduction weil sie auch wie meine alte mit hardware effektprozessor von EMU arbeitet, man intern sämtliche sounds aus vielen anwendungen routen kann. ich find das teil eben deshalb toll. vielleicht bleib ich aber auch bei der onboard soundkarte, die einen wahnsinns-klang hat und spiele effekte rein über plugins ein... bei 4kern ist das sicher nicht so tragisch, da ist schon power da.
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ndark
Usernummer # 3037
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Eine Latenz um die 10ms sollte dir jede Musiker-Karte am oberen Ende deines Preisrahmens geben. Auch jedes Musiker-USB-Interface, denke ich.
Wenn du noch weniger brauchst, dann scheinst du irgendeine Spezialanwendung zu haben. Selbst Live-Monitoring für Drummer ist mit 10ms kein Problem. Nur so zum Vergleich: Einen Meter weiter von den Boxen wegzugehen, erhöht die Latenz um 3ms(!).
Die Audiophile 24/96 ist auf jeden Fall eine gute Karte. Ich hab in einem Rechner eine und die müsste jetzt dann bald ihr zehnjähriges feiern. Aber aufgrund der höheren Flexibilität würde ich heutzutage doch zu einem USB-Interface greifen.
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JoeKa
Usernummer # 1918
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für den gitarristen, mit dem ich öfters was zusammen mache, sind 10ms latenz "nahezu unspielbar", erst bei 3-4 ist er einigermaßen zufrieden. Die audiophile 192 schafft so um die 1.5 sicher und angeblich sogar unter 1, abhängig von samplerate und einstellungen. edit: bei einem usb interface unter 200 euro kann man m.E.n. froh sein, wenn man zuverlässig irgendwas um die 5-10ms schafft.
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cytekx
Usernummer # 16993
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ich finde sogar, dass selbst diese usb-TV karten immer etwas "hinken" - da ist es wohl ähnlich - deshalb nehmen auch viele von USB geräten abstand. aber USB ist halt -wie schon jemand sagte- echt sehr kompatibel, man kann es fast überall anstecken und meist leichter auf ein neues system übernehmen. bei mir war's so, dass meine alte PCI karte nicht mal mehr mit dem neueren motherboard funktioniert, was normal nicht sein dürfte! hab sie mal eingesteckt und es kam beim start-up "FATAL ERROR" und dass ich "die CPU gewechselt hätte!?!?" da bin ich erschrocken! dachte ich hätte das board geschossen! seltsam, aber wahr! bei USB passiert sowas nicht!
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ndark
Usernummer # 3037
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: JoeKa: für den gitarristen, mit dem ich öfters was zusammen mache, sind 10ms latenz "nahezu unspielbar", erst bei 3-4 ist er einigermaßen zufrieden.
Und wie funktionierst das bitte auf der Bühne? Bekommt er dann einen Klick auf Ohrstöpsel? Ich meine, wenn ein Bandmitglied nur einen Meter näher an der Box dran ist als ein anderer, sind das ja schon 3ms Unterschied. Das ist doch genauso lächerlich wie die Leute, die meinen, sie hören den Unterschied zwischen 320kbps MP3s und einem WAV.
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JoeKa
Usernummer # 1918
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das bezieht sich nicht auf einen klick sondern darauf wenn er live durch einen VST effekt wie z.B. einen amp simulator spielen wollte und dabei das processed signal auch auf dem monitor braucht. mit der verzögerung *kann* man zwar spielen, aber jenachdem wie schnell, komplex oder rhythmusbezogen es sein soll wird es teilweise sehr schwierig. es ist natürlich -in gewissen grenzen- auch eine frage der gewöhnung. eine e-gitarre reagiert sehr viel empfindlcher und nuancierter als jedes tasteninstrument, bei dem es nur anschlagstärke und dauer gibt. wenn eine band widerum auf einen klick aufnehmen will, so ist das kein problem, da der klick ja erstmal nur ein maßstab ist und die latenz des darauf aufgenommenen signals von der software ausgeglichen wird. das monitoring allerdings mache ich grundsätzlich direkt über das mischpult, niemals durch die software. nicht zuletzt deswegen gibt bei mir auch kein virtuelles guitar rig, sondern einen echten guitar preamp, und keine simulierten röhren channelstrips sondern richtige hardware. als studio muss man solche gewisse mindestforderungen schon erfüllen, zuhause hingegen kann man sicherlich vergleichbar gute ergebnisse auch mit software alleine und einer einfachen brauchbaren soundkarte erreichen. und mit einer latenz von 3ms oder sogar weniger arbeitet es sich ganz prima.
ps. ndark: das mit der entfernung zu den boxen stimmt ja auch, aber zum einen ist es auch typisch, dass jeder musiker sehr nahe bei seinem amp bleibt (meist direkt davor), oder dann zumindest einen live feed floor monitor vor der nase hat. die typen die auf riesen bühnen mal eben zehn oder zwanzig meter meter weit von ihrem platz wegrennen sind a) entweder mit knopf im ohr unterwegs, b) bekannt, gut und geübt genug um ihr zeug auch "blind" abzuspulen oder c) playback. *g*
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Chefkoch
Usernummer # 1336
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wenn er das signal erst einspielt, im rechner effektiert und wieder abhört verdoppelt sich auch die latenz. die 10ms sind nur für eine richtung.
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ndark
Usernummer # 3037
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2Chefkoch stimmt, das hatte ich nicht bedacht.
Dass ein Studio optimalst mögliche Bedingungen schaffen muss, ist klar. Aber um professionelle Maßstäbe geht es hier ja nicht.
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silicon
Usernummer # 503
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Naja, ich würde erstmal fragen, warum der gute Herr die Latenz so niedrig halten möchte. Geht es Dir rein um´s einspielen von Synths/MIDI oder hast Du ein Vocal das recorded werden soll mit verschiedensten Effekten etc. dazwischen?
Wenn es Dir ums recorden geht solltest Du tunlichst die Finger von internen PCI Karten nehmen & eine externe Lösung wählen, da die internen Spannungen in deinem Rechner leicht zu Störgeräuschen führen könnten.
Zu empfehlen wäre eine Firewire 800 Lösung (PCI, 800 MBit) und da ein Soundinterface dranhängen. Wie gesagt, es kommt auf Deine Bedürfnisse drauf an. Wenn es Dir um die Soundwiedergabe über ein Musikprogramm wie Reason, Logic, Cubase oder Fruity geht brauchst Du Dir eigentlich überhaupt keine Sorgen machen.
Zur Sicherheit kannst Du noch die USB-Ports an deinem Rechner überprüfen, ob alle USB-Ports 2.0 sind oder ob evtl. 2 Ports sich einen 2.0er teilen. Wenn da Mouse/Keyboard/Drucker mit dranhängen kann dies auch die Latenz u.U. beeinträchtigen...
cheers, silicon
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hendrik-d
Usernummer # 8293
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aber wenn er die audiophile empfohlen bekommen hat, hat er sich nicht das nötige kleingeld für n fireface oder?...
falls ich mir demnächst ne soundkarte hole, werde ich mich auch für ne interne soundkarte bemühen, einfach weil ich lieber nur einen kasten haben will, wobei da ja auch noch ne breakoutbox hinzu käme.. also hab ich am ende doch 2 kasten.. ich bin atm noch unsicher ob ich lieber eine mit analogem ( aes/ ebu etc.) oder eine mit digitaler Schnittstelle holen soll *grübel*.. aber das ist ja wieder ne andere geschichte
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Mister Roy
Usernummer # 14278
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ich benutze die m-audio 2496 auch und meine, dass die karte keine wünsche offen lässt, vor alles micht zu dem preis. zum produzieren eignet sich die 24 bit audio karte in jedemfall und asio-betrieben erzielst du latenzwerte, die ein 100%iges real-feeling bringen!
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jassman
Usernummer # 16093
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: silicon:
Wenn es Dir ums recorden geht solltest Du tunlichst die Finger von internen PCI Karten nehmen & eine externe Lösung wählen, da die internen Spannungen in deinem Rechner leicht zu Störgeräuschen führen könnten.
wie meinst du das? "dreckige" stromleitung? hab die erfahrung gemacht, dass ne externe lösung anfälliger für störgeräusche (brummen etc.) ist...
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FeldFunker
Usernummer # 13849
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Also, ich hab 'ne Alesis I|O 2 über USB, und kann mit der Latenz leben, auch wenn sie bei schnellen Riffs ab und an durchschlägt (recorde damit Bass und Gitarre). Bin zufrieden.
http://www.techfabrik.de/alesis/produkte/io2.html
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psychosonic
Usernummer # 417
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Zitat: Ursprünglich geschrieben von: hendrik-d: noch unsicher ob ich lieber eine mit analogem ( aes/ ebu etc.)
aes/ ebu sind digitale geschichten!
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hendrik-d
Usernummer # 8293
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ääh.. hmm ja kann sein
ich meinte wohl der unterschied zwischen ner karte, die man mit optischen lichtfaserkabel anschließt oder mit den typischen klinke kabeln..
also ich sag jetz mal bei rme schwanke ich zwischen der hdspe aes & der hdspe madi.. oder so.. naja hab mich jetz noch nicht soo lang damit auseinander gesetzt.. mein geldbeutel lässt da momentan auch nicht zu.. aber in zukunft werd ich an ner neuen karte nicht vorbeikommen, da ich atm ne pci karte nutze, dessen steckplatz direkt unter der graka sitzen.. störgeräusche ftw. naja die pcie steckplätze sind ganz unten angesiedelt.. da sollte es dann keine interferenzen mehr geben.. aber wie gesagt.. tut ja hier eigentlich nix zu lassen und ich muss eh noch ne weile warten.. bis mein sparkonto wieder überschwappt..
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cytekx
Usernummer # 16993
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so eine optische lichtleitung ist meiner meinung nach das beste was man machen kann um 2 PCs miteinander zu verbinden - hatte ich mal ne zeit lang zwischen stationärem und laptop, da licht bzw. glasfaser keine störgeräusche überträgt, im gegensatz zu jedem metallkabel.
das wichtigste ist aber, dass die karten in sich schon "ruhig" sind. bei internen karten kann es tatsächlich zu einstreuungen von festplattengeräuschen oder lüfter o. ä. kommen, muss aber nicht. dafür könnte es bei externer lösung mit netzteil über die USB kabel auch zu einer brummschleife kommen... muss aber auch nicht... das kann man immer erst sagen, wenn alles zusammengestöpselt ist, da es wohl von jedem stück hardware abhängen kann.
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