nee du, das geht echt einen schritt zu weit! ich hör fast alles an, aber das? da muss man schon nen kleinen riss (will niemanden beleidigen!) in der birne haben um sich zu hause solche muke anzuhören.
Falls es hier dochjemanden gibt der so nen schmarm anhört, sagt mir bitte mal was daran cool ist.
[ 04-12-2001: Beitrag editiert von: Schranz4Live ]
[ 04-12-2001: Beitrag editiert von: Schranz4Live ]
Mit entsprechendem Humor kann man auch an solchen Tracks gefallen finden...In diesem Beispiel muss der Humor aber arg schräg sein
[ 04-12-2001: Beitrag editiert von: Cyrus-R+ ]
ich zieh´ mir gerne sowas rein, mit coolsein, oder -wollen hat das nix zu tun, mich fasziniert einfach, wie einige leute auch 10 jahre nach techno noch konventionen umschmeissen können (wobei der lärmteppich auch hier nicht unbedingt der weisheit letzter schluss ist). einfach mal vorurteilslos rangehen und witzige ideen entdecken.
zu weit geht das auf keinen fall nicht, willkommen auf musikalischen pfaden jenseits des vierertakts und chris liebing, vielleicht ist schranz ja doch nicht unbedingt "4 live"
gab´s auch schon mal ´n thread zum thema abstrakt/krank, aber leider muss ich meine bahn kriegen...
jedenfalls hab ich grad wieder 2 total geile cds gefunden:
clicks & cuts vol.1
clicks & cuts vol.2
is vieleicht nich jedermanns geschmack aber 10000mal besser wie so nen 100%noise-Gelapp
[ 04-12-2001: Beitrag editiert von: Cyrus-R+ ]
"...Im einfachsten Fall simuliert digitale Musik etwas, das nicht als Realität existiert; es generiert etwas Neues. Es ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zahlreicher Autoritäten, wie dem Musiker, dem Programmierer und der Autorität des Programms. Wenn digitale Musik heute Bildschirmmusik ist, d. h. das Klänge sichtbar und Bilder hörbar werden, dann vergißt man oft, das es keine wechselseitige Korrespondenz gibt, sondern, daß das Programm heimlich operiert und die Leistung des Programmierers bedeutend ist. Er stellt die Verbindung zwischen Bild und Klang her. Auf der anderen Seite verliert er mit der zunehmenden Komplexität der Programme das Verständnis für die internen Kommunikationsstrukturen, denn komplexe Programme sind voll von Fehlern und handeln sogar aus eigenem Antrieb. Programmierer und Musiker, die sich heute durch die Systeme bewegen, fungieren als Designer. Aber es ist weniger eine Frage des Designs der Benutzeroberflächen, als der Programmierung von Software und der Navigation nach dessen Logik. Man muß über die medialen Bedingungen digitaler Musik sprechen, je benutzerfreundlicher die Software ist, um so weniger durchsichtig ist das Medium selbst, d. h. je transparenter die Funktionen des Computers oder Synthesizers (bei der Benutzung von vorprogrammierten Sounds), desto mehr zeigt sich das Medium als undurchschaubar. Bei digitaler Musik geht es eher darum, vorgegebene Programmstrukturen zu öffnen; die internen Verzweigungen und Programmhierarchien zu entdecken. Das Feld der Möglichkeiten digitaler Musik soll erforscht werden, weil sie als solches ein Medium ist, das ausschließlich Möglichkeiten produziert, nicht Beweise. Auf der anderen Seite produziert die bloße Anwendung von Programmen den Charakter des Unveränderbaren und beseitigt diese Möglichkeiten, das bedeutet, die Standards können und müssen umgewandelt werden. In neuer digitaler Musik werden die Sequenzer Standards immer überflüssiger. Eine delineare Art der Arbeit entwickelt sich, alle aufgenommenen Musikstücke bleiben der operativen Intervention überlassen. Obgleich heutzutage jedes Geräusch in den digitalen Kanal kodiert werden kann und digitale Musik heute tatsächlich nach bestimmten Standards arbeitet, muß man mit den Produktionen selbst zeigen, wie ein potentieller Maschinismus Features produziert, die mehr als bloße Übersetzungen binärer Codes sind. Elemente eines Ausdrucks, die sich nur ein Programmierer ausdenken kann. Soundmaschinen, die mehr als Computer sind, produzieren musikalische Effekte, wenn sie von Protosubjektivitäten angetrieben werden. Als Navigator weiß man, daß die Auswahl, Konstruktion und Reduktion von Klängen zusammengehören. Der Produzent sucht nach Potentialen, Effekten und Impulsen. Das Unwesentliche kommt zum Vorschein. Klicks, Störungen, sogenannte Fehler werden zu Klängen. Soundereignisse die durch das Arrangement hörbar werden. Der Cut-Copy-Paste-Funk der eigentlich irrelevantesten Sounds, der Klicks, zeigt sich; die Bewegungen von eins und null werden hörbar. Klicks sind ein Wert, das Geld, das Gesetz, die Kommunikation und der Klang des Mediums selbst. Sie sind die Einführung in den Minimalismus des 21. Jahrhunderts, ein Werkzeug für das nächste Jahrtausend."
hier is auch nochmal der link: http://www.efamedien.com/katalog/label.php3?SLabel=Mille%20Plateaux
schönen abend noch
kid 606 ist auf den erwähnten clicks & cuts-compilations ja auch vertreten. und sein album 'ps: i love you' auf mille plateaux ist sehr schön organisierte musik.
musik, die den clicks & cuts-sound in den club hievt, ist z.b. 'questions and comments' von geoff white und 'now i´m rendered useless' von twerk, beides auf force inc. und sehr zu empfehlen. (hörbarer als die clicks & cuts-compilations meiner meinung)
und otto von schirach...absolut geile musik, die 8000 bc ist hammer
[ 05-12-2001: Beitrag editiert von: gescom ]
quote:
Ursprünglich geschrieben von Hyp Nom:und sein album 'ps: i love you' auf mille plateaux ist sehr schön organisierte musik.
musik, die den clicks & cuts-sound in den club hievt
hier kann ich dir nur zustimmen. das album is wirklich ne feine sache.
quote:
Ursprünglich geschrieben von Polygon:Die Clicks N' Cuts 2 ist aber auch schon sehr heftig !
wie meinst du "sehr heftig"?
Kid606 find ich jetzt auch nicht mehr gar so arg, nachdem ich mir mal Lesser oder Pisstank angehört hab.