This is topic Munich Machine feat. DJ Hell (Residenztheater München) in forum Clubs, Events, Bars & Partys at technoforum.de.


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Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
Munich Machine
Eine Utopie in memoriam Klaus Lemke von Albert Ostermaier

Albert Ostermaiers neues Stück «Munich Machine» ist ein großartiges Theatertriptychon, ein dreiteiliges Altarbild Münchens: zugleich Hymne auf und Abrechnung mit seiner Heimatstadt – über den Munich Sound von DJ Hell und darüber, was die Stadt einmal war, heute ist und morgen sein könnte. Vor allem aber ist es eine liebevolle Hommage an den großen Münchner Filmemacher Klaus Lemke, der 2022 im Alter von einundachtzig Jahren verstorben ist.

ab 6.2.
[hand] www.residenztheater.de/stuecke/detail/munich-machine

Albert Ostermaier: "Wir leben in einer proklamiert dystopischen Zeit. Das heißt, dass wir den Treibstoff der Utopie gar nicht mehr erkennen. Utopie bedeutet, dass man einen Horizont an Ideen erschafft, an Möglichkeiten, und die Wirklichkeit als Möglichkeitsform sieht. Die Gesellschaft braucht den Treibstoff Utopie, um sich selbst neu zu erfinden, sich radikal zu verändern. Es ist natürlich leichter, unsere Zeit als dystopische zu sehen. Eine Utopie zu haben, ist dagegen immer riskant, weil zur Utopie immer das Scheitern gedacht werden muss und die Gefahr besteht, sich darüber lächerlich zu machen.

München war einmal ein besonderer Nährboden für Utopien. Hier gab es immer ausreichend Spinner, Verrückte, Radikalisierte, die eine andere Wirklichkeit sahen. Das ist dieses zutiefst anarchisch Bayerische, dass man sich nie zufrieden gibt mit dem, was ist, sondern etwas erträumt oder im Suff halluziniert."

 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
[top]
für den Tipp!

Da warte ich am besten mal die ersten Rezensionen ab, bevor ich blindlings Tickets kaufe, wenn die Besetzung schon so 'illustre' Figuren wie u.a. Franz-Josef Strauß, eine KI, A.******, Adeles Geliebte, Donna Summer und Freddy Mercury bis hin zu Lenin und einem Bischof abdeckt.
Für Münchner könnte das entweder super-spannend und unterhaltsam kurzweilig werden - oder 'ne komplett chaotisch wirre Katastrophe.
[Wink]
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
SPON war zur Premiere und aus dem langen Artikel kann man einige Sachen ableiten, die für oder wider den Besuch sprechen, u.a.:

"Wie hat man am meisten Freude mit diesem Theaterabend?"
Die schönsten Alien-Songs und Alien-Stories der Popkultur sind entstanden - und am besten genießbar- mithilfe der Zauberkraft von Drogen. Höchstwahrscheinlich sollte man nicht ganz nüchtern ins Theater gehen, wenn man maximalen Spaß haben möchte an 'Munich Machine'

(...)
"Die Alien-Rahmenhandlung und die Hommage an den Filmemacher Lemke sind nur lose mit dem lustigen Krawall auf der Bühne verknüpft, 'Munich Machine' ist eine sympathisch schlampiger - in München sagt man 'geschlampterte' - Theaterarbeit.
(...)
Der Abend wirkte ein wenig, als habe man sehr viele liebevoll gesammelte Zutaten in einen Mixer gekippt mit der Hoffnung, dass die Machine Wunderdinge vollbringt und ein stringentes Theaterstück fabriziert."

An anderer Stelle wird eine Szene als 'hanebüchen ausgedacht und hölzern mies gespielt' bezeichnet.

Quelle: Spiegel Online

Und damit steht für mich fest:
Danke. Nein.
[Wink]
 
Geschrieben von: Hyp Nom (Usernummer # 1941) an :
 
allein schon das viele, was es zu dem stück zu sagen gibt in der SZ, finde ich anregend. scheint ein feuerwerk zu sein - mit 3:10 h länge aber wohl auch ein erschlagendes.


... Später explodiert eine Bombe auf dem Oktoberfest, und der Weihbischof sagt den Ministranten, dass sie das Belästigtwerden ertragen sollen. Donna Summer singt Giorgio Moroders „I Feel Love“ und steht dann verloren im Deutschen Supermarkt in der Nymphenburger Straße (sie wohnte in der Hausnummer 124), und der Text wird immer böser und dunkler, je länger er seine Menschen sprechen lässt.

... Aber ist das nicht bisschen zu viel Stoff? Zumal auch noch Freddie Mercury, die Olympischen Spiele und die Wehrsportgruppe Hoffmann abgehandelt werden. Und wenn ganz am Schluss ein sogenannter Gastarbeiter auftritt und seine Lunge zurückhaben will, spürt man als Zuschauer, dass die Kondition kaum noch reicht dafür.

Aber wenn, bevor er dann von uns geht, Klaus Lemke ruft: „Dance!“, denkt man: Danke. Und dann womöglich: Dante. Und dass man, wenn man die Kreise der Hölle und des Paradieses in der Münchner Version sehen will, dafür ruhig ein bisschen Kondition mit ins Theater bringen soll.


www.sueddeutsche.de/kultur/muenchen-residenztheater-munich-machine-ostermaier-li.3372287

www.nachtkritik.de/nachtkritiken/deutschland/bayern/muenchen/residenztheater/munich-machine-residenztheater-muenchen-albert-ostermaier-huldigt-dem-filmemacher-klaus-lemke-und-den-c haosjahren-muenchens
 
Geschrieben von: chris (Usernummer # 6) an :
 
@hyp: Wenn ich da jetzt auch noch die Themen, die der SPON erwähnte, gemeinsam mit der SZ in einen Topf werfen, dann ist es gefühlt einfach doch zu viel, als dass mir das Spaß machen würde. Schon bei der Lektüre beider Artikel habe ich das Gefühl, überfordert zu sein.
[Wink]
 



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